Gemüse und Obst

Sowohl reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Wasser als auch eine hohe Geschmacksintensität kennzeichnen Gemüse und Obst als gesunde Lebensmittel.

Die Wochenmärkte bieten eine große Auswahl an saisonalen heimischen sowie exotischen Gemüse- und Obstsorten an, betont Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen. Die schmackhaften, leckeren und vor allem natürlichen Lebensmittel sind rechtzeitig zu den warmen Frühlingstagen auf jedem Teller, in jedem Glas sowie in jeder Hand zu finden.

Die Wissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfehlen täglich mindestens 650 Gramm Gemüse und 350 Gramm Obst zu verzehren, um der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Leider erreichen nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland diese Mengen. Dabei kann eine gemüse- und obstreiche Ernährungsweise die Entstehung verschiedener ernährungsabhängiger Erkrankungen wie Adipositas, oxidativer Stress, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie erhöhte Blutfettwerte und Diabetes mellitus Typ 2 verbessern.

Die in allen Gemüse- und Obstsorten enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe und Ballaststoffe können nachweislich nicht nur Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinspiegel senken, vor Krebs schützen, die Verdauung regulieren, sondern wirken auch entzündungshemmend, antithrombisch sowie antimikrobiell.

Studien belegen immer wieder die positive Wirkung einer gemüse- und obstreichen Ernährungsweise. Die prallen Früchtchen sind für die menschliche Ernährung lebensnotwendig, denn sie enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper zum Leben braucht. Nichts ist gesünder, als den Speiseplan mit frischem, saisonalem Gemüse und Obst anzureichern, um so nicht nur seiner Figur etwas Gutes zu tun.

Die Gesellschaft hat eine Broschüre zum Thema Gemüse und Obst herausgebracht, die die Vorteile des regelmäßigen, reichlichen Gemüse- und Obstverzehrs herausstellt, sowohl alle Vitamine und Mineralstoffe als auch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe kurz und prägnant erläutert. Zahlreiche nützliche Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit sowie einen Saisonkalender für Gemüse und Obst runden das vielfältige Angebot der Broschüre ab.

Diese ist als Download für 1,50 Euro unter www.ernaehrungsmed.de oder bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., Mariahilfstr. 9, 52062 Aachen unter Einsendung von drei Euro in Briefmarken und dem Stichwort „Gemüse und Obst“ erhältlich.

Weitere Informationen zu einer gesundheitsförderlichen Ernährungsweise sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.

Erdbeeren

Erdbeeren: Köstlich, vitaminreich und aphrodisisch

Wer kann schon dem Duft aromatischer Erdbeeren widerstehen? Bei den Germanen galten sie als Symbol der Sinnensfreuden und selbst Goethe genoss die „Früchte voller Süße“ mit seiner Liebsten. Die rote Farbe und der süße Geschmack brachte Dichter wie Francois Villon (1431-1463) dazu, die Erdbeere sogar mit dem Mund der Geliebten zu vergleichen. Nicht anders als in Renaissance-Zeiten heißt es auch in den 50er Jahren bei Klaus Kinski: „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.“

Aufgrund ihres betörenden Dufts und der appetitlichen Farbe, aber ebenso wegen ihres Aromas und Vitaminreichtums erklären viele Genießer die Erdbeere zu ihrem Lieblingsobst. Mit einem hohen Vitamin C- und Mineralstoffgehalt ist sie ein wichtiger Nährstofflieferant. Bei nur etwa 35 kcal pro 100 Gramm gelten die kleinen roten Früchte außerdem als idealer Sommer-Snack für die schlanke Linie. Erdbeeren enthalten sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole, zu denen Flavonoide und Phenolsäuren gehören. Polyphenole können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, Krankheitskeime abtöten und wirken entzündungshemmend.

Neben Feigen und Datteln zählen Erdbeeren zu den süßen Aphrodisiaka und sind das ideale Fingerfood für ein sommerliches Liebesmahl. Die wohlriechenden Früchte laden in vielen Varianten zum sinnlichen Genießen ein. Wer sich und seinen Liebsten etwas richtig Gutes gönnen will, der sollte nicht auf die Erdbeere verzichten – schließlich galt sie schon in der Antike als Heil- und Liebesmittel. aid, Ira Schneider

Zwiebeln

Seit dem 12. Jahrhundert wird sie in Deutschland angebaut: die Zwiebel. Heutzutage ist sie fester Bestandteil vieler Gerichte. Kein Wunder, denn das Gemüse aus der Familie der Lauchgewächse gibt es in verschiedenen Sorten. Verbraucher haben die Wahl zwischen roten und weißen Zwiebeln, Speisezwiebeln, Winterzwiebeln, Lauchzwiebeln oder Schalotten. Über den Unterschied der einzelnen Sorten, Anbau, Geschichte sowie Verwendungsmöglichkeiten informiert das neu aufgelegte Faltblatt „Deutsche Zwiebeln. Ein Gemüse für alle Fälle“ der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH. Und wer bei so viel Information Lust auf das würzige Gemüse bekommt, erhält gleichzeitig einige Rezeptideen. Wie wäre es beispielsweise mit „Zwiebel-Plätzchen“, einer „Zwiebel-Tarte“ oder „Zwiebel-Creme-Suppe“?

Zwiebeln werden nicht nur wegen ihres würzigen Aromas geschätzt. Sie enthalten auch viel Vitamin B6 und C sowie die Mineralstoffe Calcium und Kalium sowie etwa 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe. Pro Jahr isst jeder Deutsche durchschnittlich sechs bis sieben Kilogramm Zwiebeln in den unterschiedlichsten Zubereitungsformen.

Das Faltblatt „Deutsche Zwiebeln. Ein Gemüse für alle Fälle“ mit der Bestellnummer 7956 kann gegen Einsendung eines adressierten und mit 0,55 Euro frankierten DIN lang-Rückumschlages bestellt werden bei der CMA, Referat Obst und Gemüse, Koblenzer Str. 148, 53177 Bonn.

Gemüse und Obst – Multitalente in Sachen Gesundheitsschutz

Rot, gelb, grün, blau … nicht nur die Vielfalt der Farben von Gemüse und Obst ist enorm, sondern auch die Zahl der Inhaltsstoffe. Neben den essenziellen Inhaltstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sie Substanzen, die den Körper auf vielfältige Art und Weise vor Krankheiten schützen können. Sie werden „sekundäre Pflanzenstoffe“ genannt, tragen klangvolle Namen wie Carotinoide, Phytosterine, Sulfide oder Phytoöstrogene und verhindern z. B. schädliche Oxidationen, senken das Cholesterol oder hemmen die Blutgerinnung.
Die spannende Frage lautet derzeit: Wie viele sekundäre Pflanzenstoffe braucht der Mensch? Dies kann trotz aller Forschung noch nicht beantwortet werden. Für konkrete Zufuhrempfehlungen oder Bedarfsangaben fehlen derzeit noch die wissenschaftlichen Grundlagen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in ihrem Ernährungsbericht 2004 fest.

Die Forschung wird noch Zeit und viele Untersuchungen, insbesondere am Menschen benötigen, um Angaben zur optimalen Aufnahmemenge machen zu können; das betrifft sowohl Angaben zu einzelnen sekundären Pflanzenstoffen als auch deren Gesamtmenge und die exakte Wirkweise. Vielleicht beeinflussen sich die sekundären Pflanzenstoffen gegenseitig, vielleicht wirken sie nur dann schützend, wenn sie zusammen mit den in Obst und Gemüse vorhandenen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen verzehrt werden.

Die DGE stellt deshalb fest: “ Zur Zeit gibt es keine Alternative zu Obst und Gemüse. Obst, Gemüse – inklusive Hülsenfrüchte – und Vollkornprodukte sollten die Basis unserer Ernährung bilden.“ Weder Nahrungsergänzungsmittel mit einzelnen oder Gemischen von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen noch Nahrungsergänzungsmittel aus Gemüse- und Obstextrakten sind eine Alternative zum täglichen Verzehr von 5 Portionen Gemüse und Obst in roher und erhitzter Form. Das bedeutet konkret: 3 Portionen bzw. 400 g Gemüse pro Tag und 2 Portionen bzw. 250 g Obst.

Der Superapfel heißt Jonagold

Der Jonagold ist der gesündeste Apfel – dies ist
das Ergebnis eines großen Tests der Gesundheitszeitschrift HEALTHY
LIVING in der aktuellen November-Ausgabe. Auf Rang zwei des
Vergleichs landet die Sorte Boskoop, auf Platz drei der Golden
Delicious.

Für den Apfel-Test hat HEALTHY LIVING aktuelle wissenschaftliche
Untersuchungen von drei deutschen Hochschulen ausgewertet: der
Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, des
Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität
München sowie des Kompetenzzentrums Gartenbau des
Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinpfalz.

Neben dem Vitamin-C-Gehalt, der für die Stärkung unseres
Immunsystems sorgt, bewertete HEALTHY LIVING in dem Test vor allem
die sogenannten „sekundären Pflanzenstoffe“: die wichtigsten
Gesundmacher im Apfel.

Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ. Das bedeutet,
sie neutralisieren schädliche Stoffe im menschlichen Körper und
schützen so vor Herzinfarkt und Krebs – und genau hier schneidet der
saftig-süße Jonagold besonders gut ab.

Die sekundären Pflanzenstoffe sitzen direkt unter der Schale.
Deshalb sollte man Äpfel generell ungeschält essen, rät HEALTHY
LIVING. Sonst geht ein Viertel dieser Schutzstoffe und auch der
Vitamine verloren.

Mit Abstand am meisten Vitamin C enthält die deutsche Apfelsorte
Berlepsch, der gerade geerntet wurde und bis Mai im Handel sein wird.
Weil er nicht ebenso viele sekundäre Pflanzenstoffe in sich hat,
landet der Berlepsch in der Gesamtwertung jedoch nur auf Platz 5.

Die weiteren Ränge des Apfel-Tests:
der Rubinette wird Vierter, der Braeburn Sechster. Der beliebte
Elstar, eine Kreuzung aus den Sorten Golden Delicious und Ingrid
Marie, kommt u. a. wegen seines geringen Vitamin-C-Gehalts nur auf
den 7. und letzten Platz.

Frische Kräuter: Würzige Gesundheit aus dem Blumentopf!

Frische Kräuter sorgen nicht nur für den Wohlgeschmack der Speisen, sie haben auch einen hohen Anteil an antioxidativ wirksamen, also zellschützenden, Substanzen und können vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Karima Jung von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Kräuter haben viel zu bieten: Zahlreiche Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Harze, Alkaloide, Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe, organische Säuren, Enzyme, pflanzliche Hormone, Mineralstoffe und Vitamine wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Kräuter wie beispielsweise Rotklee finden sogar bei Wechseljahrsbeschwerden Einsatz und können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Viele dieser oben genannten Verbindungen gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die eine hohe antioxidative Aktivität haben. Antioxidantien schützen die Zelle vor dem Angriff freier Radikale, indem sie die Oxidation von Substanzen wie Fette oder Proteine verzögern oder verhindern. Für den Gehalt an Antioxidantien ist die Art der Zubereitung allerdings entscheidend. Frische und unbehandelte Kräuter enthalten mehr Antioxidantien als getrocknete oder sonstig verarbeitete Kräuter. Kräuter aus dem eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank sind daher besonders geeignet, empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin Jung. Einige sekundäre Pflanzenstoffe schützen vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, andere bekämpfen Bakterien, senken den Cholesterinspiegel und beeinflussen den Blutzuckerspiegel oder die Immunreaktionen des Körpers positiv. Außerdem verbessern die Inhaltsstoffe den Geschmack von Speisen, wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Frische Kräuter haben das ganze Jahr Saison. Sie können einjährig sein (wie Anis, Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Kerbel, Koriander, Kresse, Majoran, Wermut), zweijährig (beispielsweise Fenchel, Kümmel), es können Stauden sein (wie Beifuß, Estragon, Knoblauch, Liebstöckel, Meerrettich, Melisse, Petersilie, Pfefferminze, Schnittlauch, Waldmeister), Halbsträucher und Sträucher (beispielsweise Salbei, Rosmarin und Lavendel) und sogar Bäume (wie Lorbeerbaum). Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Kräuter eine frische, satte, grüne Farbe sowie keine gelblichen Verfärbungen haben, die Blätter kräftig sind und nicht aneinander kleben, sonst ist die Pflanze zu alt. Damit der selbstgezüchtete Kräutergarten zu Hause gelingt, sollte man einen schattigen Platz für die Kräuter aussuchen und sie im Topf wenige Tage nach dem Kauf in einen größeren Topf umpflanzen, rät die Ernährungsexpertin Karima Jung abschließend

An apple a day keeps the doctor away

Äpfel enthalten bis zu 300 verschiedene Substanzen, u. a. Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und organische Säuren, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Zudem sind Äpfel kalorien- und fettarme Nährstofflieferanten: Ein kleiner Apfel (100 g) liefert ca. 50 Kalorien. Sie sind voll vom wasserlöslichen Ballaststoff Pektin und Vitamin C. Sie senken den Cholesterinspiegel, binden Giftstoffe wie Blei oder Kadmium und stärken schwache Venen. Besonders die Schale enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, deshalb sollte man ungeschälte Früchte essen. Wer regelmäßig jeden Tag 1 bis 2 Äpfel isst, hat weniger Verdauungsprobleme. Bei Durchfall gilt der Apfel als verlässliches Hausmittel, denn das enthaltene Pektin bindet Flüssigkeit – aber keine Angst eine Verstopfung kann ein Apfel nicht auslösen. Ein Apfel nach dem Essen hilft den Zähnen, denn es werden schonend die Speisereste entfernt. Die in Äpfeln reichlich enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Flavonoide und Phenole) senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Ist eine Migräne im Anmarsch?
Wer rechtzeitig einen Apfel isst, kann einen Migräne-Anfall abmildern. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das Vitamin E und Magnesium. Forschungen ergaben, dass Äpfel bei leichten Migräne-Attacke sogar ähnlich gut wirken wie Schmerzmittel.

Äpfel helfen gegen Gallensteine und Herzinfarkt
Das in Äpfeln enthaltene Pektin wirkt sich günstig auf den Cholesterin- und Blutfettspiegel aus und kann darüber hinaus Gifte wie Blei oder Quecksilber binden, die dann mit ihm ausgeschieden werden.

Schutz vor Krebs
Der Apfel ist die wichtigste einheimische Obstart. Er ist eine Vitaminbombe und ihm werden schützende Eigenschaften gegen Krebs nachgesagt.

Quelle: Qualimedic.com