Fenchel

Heilpflanze für die Küche

Am Fenchel scheiden sich die Geister: Manche lieben ihn,
andere hassen ihn. Dabei ist die Knolle mit dem anisartigen, leicht
süßlichen Aroma eigentlich ein ganz besonderer Genuss. Wer sich erst
an den intensiven Geschmack gewöhnen muss, kann Fenchel mit anderem
mediterranen Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Oliven kombinieren.

Seine würzige Frische passt hervorragend zu Geflügel, Fisch und
Meeresfrüchten. Die Knollen lassen sich dünsten, schmoren und
gratinieren, schmecken aber auch roh in einem Salat mit Radicchio und
Roter Beete.

Schon die Römer und Griechen wussten auch die Heilkraft der Pflanze
zu schätzen. Die enthaltenen ätherischen Öle wie Anethol und
Fenchon lindern Blähungen und helfen bei Verstopfungen und
Völlegefühl. Auch bei Erkrankungen der Bronchien und Erkältungen
hat sich ein Fencheltee bewährt.

Erst seit dem 17. Jahrhundert wird Fenchel auch als Gemüse genutzt.
Vor der Zubereitung muss die Knolle gründlich gewaschen werden, um
den Sand zwischen den Blättern zu entfernen. Das Blattgrün wird
abgeschnitten und eignet sich fein gehackt zum Würzen. Anschließend
den Strunkansatz und die Stiele beseitigen sowie die dicken Fasern in
Richtung Spitze abziehen. Die Knolle wird halbiert, der harte Kern
entfernt und der Rest in Spalten, Scheiben oder Würfel geschnitten
– je nach Verwendungszweck und Geschmack. Der einfachste Weg der
Zubereitung ist das Dämpfen des Gemüses für 10 Minuten in wenig
Salzwasser. Dann mit etwas Butter beträufeln und fertig.

Fenchel ist mit 20 bis 24 Kalorien pro 100 g wie jedes Gemüse sehr
kalorienarm. Dafür kann er mit vielen positiven Inhaltsstoffen
punkten: Vitamin A, C und E, Folsäure, Eisen, Magnesium und Kalzium.

Im Sommer finden Verbraucher heimischen Fenchel im Angebot. Frische
Knollen sind weiß bis hellgrün gefärbt und haben eine feste
Konsistenz. Das kräftige Blattgrün duftet leicht nach Anis. Im
Gemüsefach des Kühlschranks ist Fenchel, in ein feuchtes Tuch
eingewickelt, bis zu zwei Wochen haltbar.

/Heike Kreutz/, www.aid.de

Hagebutte

Ein Herbsthighlight für die Küche

Im Herbst entdeckt man als Spaziergänger an wilden Hecken und Sträuchern Hagebutten. Die purpurroten Früchte haben ein feinsäuerliches Aroma und schmecken nicht nur im Tee. Das Mark wird als Zutat für Suppen, pikante Soßen zu Wild, Muffins, Kuchen und Desserts verwendet. In der Konfitüre lässt sich das Wildobst mit Äpfeln, Orangen und der Kornelkirsche sehr gut kombinieren. Eine herbstliche Delikatesse ist Hagebutten-Chutney mit Feigen und Quitten. Für Hagebutten-Essig werden die Früchte leicht angestoßen, mit Kräutern wie Thymian in eine Flasche gegeben und mit Weinessig übergossen. Die Flasche verschließen, vier bis sechs Wochen an einem hellen Ort lagern und alle zwei bis drei Tage schütteln. Anschließend kann man den Essig durch ein feines Tuch filtern und zu fruchtigen Salaten genießen.

Als Hagebutte bezeichnet man die Früchte verschiedener Wildrosenarten wie die Kartoffelrose ( Rosa rugosa ) und Hundsrose ( Rosa canina ). In Süddeutschland wird sie auch „Hiffe“ genannt. Das Wildobst ist reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt und sich die Früchte leicht pflücken lassen. Je nach Rosenart und Reifegrad enthalten sie zwischen 0,4 und 5 Gramm Vitamin C pro 100 Gramm. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind B-Vitamine, Provitamin A und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Natrium. Der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin gehört zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Die Hagebutte stärkt die Abwehrkräfte und soll unterstützend bei nervösem Magen sowie Harnwegserkrankungen wirken.

Die Verarbeitung ist aber ein wenig aufwändig. Es müssen Blütenansatz, Stiel und die im Inneren der Fruchtkapsel sitzenden Samen (Nüsschen) mit ihren Härchen entfernt werden. Denn die Härchen reizen Haut und Schleimhäute, sodass beim Entkernen am besten Handschuhe getragen werden. Viele kennen dieses „Juckpulver“ aus der Kindheit. Man kann sich das Entkernen aber sparen, indem man die Früchte in wenig Wasser für 20 Minuten köchelt und durch ein feines Passiersieb streicht. Ein Schuss Zitronensaft erhöht die Haltbarkeit. Zum Rohverzehr sind Hagebutten nicht geeignet.
Heike Kreutz, www.aid.de

Schöfferhofer Lounge

Sommerliche After-Work-Events in der Schöfferhofer Lounge

Die Schöfferhofer Lounge im Sommergarten der Gerbermühle in Frankfurt zeigt, wie sich urbane After-Work-Kultur mit der in Biergärten gelebten Lässigkeit kombinieren lässt. Zusätzlich zum regulären Angebot finden diesen Sommer vier exklusive After-Work-Events in der Lounge statt. Das Gesamtkonzept mit modernem architektonischem Design, kreativen Grillgerichten, ausgefallenen Weizenbier-Cocktails und dem Blick auf die Frankfurter Skyline ist in dieser Form einzigartig.

Mit ihren bequemen Möbeln, farbigen Elementen in Holz-, Weiß- und Mandarintönen und einem Mix aus natürlichen und urbanen Materialien bietet die exklusive Schöfferhofer Lounge am Mainufer einen Anlaufpunkt für alle, die den Tag oder Abend in entspannter Atmosphäre verbringen möchten. „Unser Weizenbier ist unkonventionell und modern. Daher war es unser Anspruch, eine urbane Location für unser Konzept zu finden. Unsere Heimat Frankfurt bildet hierfür das ideale Umfeld. Mit der Gerbermühle haben wir außerdem den richtigen Partner für unsere Lounge, denn hier wird moderner Weizenbiergenuss erlebbar“, erklärt Stephanie Schieszl, Brand Manager von Schöfferhofer Weizen. Wie für das Weizenbier des Hauses wird auch bei der Lounge auf eine junge Zielgruppe gesetzt, die den urbanen Lifestyle liebt und lebt. „Unsere moderne Interpretation des Biergartens verkörpert exakt die Botschaft unserer Marke. Getreu unserem Motto ‚Das Prickeln unseres Lebens‘ sollen unsere Gäste dieses Gefühl gemeinsam mit ihren Freunden in der Schöfferhofer Lounge genießen können“, so Schieszl.

Das Küchen- und Barteam der Gerbermühle sorgt für die kulinarische Begleitung in der Lounge, die sich im täglichen Geschäft mit dem Angebot des Sommergartens des Restaurants deckt. Das Angebot ist vielseitig und bietet neben Klassikern wie der Frankfurter Grünen Soße und Flammkuchen auch fast die komplette Schöfferhofer-Produktpalette. An vier Terminen finden diesen Sommer zusätzlich exklusive After-Work-Events in der Lounge statt. „Gerade für einen Sundowner mit Freunden oder Kollegen in elegantem, gemütlichem Ambiente ist dieses Konzept besonders gut geeignet. An diesen Abenden gibt es ein erstklassiges Musikprogramm mit dem aus der Frankfurter Clubszene bekannten DJ Lunis“, erklärt die Markenverantwortliche. Außerdem werden ein spezielles Grillmenü und eigens kreierte Schöfferhofer-Cocktails wie der Sage Wheat Fizz aus Salbeisirup, Zitronensaft, Single Malt Whisky und Schöfferhofer Grapefruit angeboten.

Die Öffnungszeiten des Sommergartens sind montags bis freitags ab 14 Uhr und Samstag und Sonntag ab 11.30 Uhr. Die Termine der After-Work-Events sind der 21. Mai, 18. Juni, 30. Juli und der 20. August 2015, Beginn ist jeweils ab 19 Uhr.

www.schoefferhofer.de

Björn Kapelke, Mathias Apelt, Patrick Spies, Fabian Höckenreiner, Tobias Eisele

Nichts schmeckt besser als ernte- und fangfrisch verarbeitete Produkte aus der Region

Egal ob Kürbis, Grünkohl oder Rote Beete, Reh, Hase oder Wildschwein, Äpfel, Birnen oder Quitten – der Herbst hält einiges für Kochtopf und Bratenröhre bereit, das regionale Frischeakzente selbst im Spätjahr setzt. Und in den Händen kreativer Köche von heute längst nichts mehr mit der Hausmannkost von einst zu tun hat. So zaubern die Küchenchefs der Romantik Hotels lukullische Highlights, die den Aufenthalt zur Genussreise werden lassen. Und der Gast? Nimmt neben dem erholsamen Geschmackserlebnis auch noch die ein oder andere Rezept- und Produktidee mit nach Hause, kann Kochkurse buchen, Gourmetfestivals besuchen. Fünf lukullische Ideen zwischen Ostsee und Allgäu:

Stralsund: Show-Cooking von Könnern

Im Romantik Hotel Scheelehof in Stralsund steht Küchenchef Björn Kapelke für Kreationen von hanseatisch bis exquisit. Ausgezeichnet als eines der besten Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern zeigen er und seine Küchenmannschaft im Gourmet-Restaurant „scheel’s“ dabei Show-Cooking von Könnern – einfacher geht Kochtopf-gucken nicht. Seine Herbstmenüs kombinieren alles, was die Ernte in Wald und Feld zu bieten hat und sich mit Köstlichem aus dem Meer kombinieren lässt:

„Kürbis ist ein perfektes, da vielseitiges Herbstgemüse. Als Suppe oder Essenz ist es ein köstliches Entree, als Mouse oder angebratene Spalten eine delikate Beilage – und die gerösteten Kerne geben Suppen und Salaten den letzten Pfiff. Tipp: Gebacken und meergesalzen sind sie der etwas andere Snack.“

Kiel: Produkt und Saison als Küchenstars

Im Romantik Hotel Kieler Kaufmann steht Chefkoch Mathias Apelt am Herd, der sich an seinen letzten beiden Wirkungsstätten bereits je einen Michelin-Stern erkochte. Sein Stil? Regional, modern und leicht, wobei Produkt und jahreszeitliche Inszenierung im Vordergrund stehen. Übrigens auch, wenn Ende Januar 2015 das Schleswig-Holstein Gourmet Festival wieder im Haus gastiert.

„Jetzt hat Wildgeflügel Saison, Fasan etwa, Perlhuhn oder Wachtel. Und natürlich Gans– ob als Leberpastete zum Menü-Auftakt oder beim Hauptgang verbunden mit der ewigen Frage „Brust oder Keule?“. Wie Pute und Ente eignet sie sich prima für die, auch zu Hause leicht realisierbare, Niedriggarmethode, die das Bratenfleisch zart und saftig werden lässt. Auch unsere Stubenküken werden so zubereitet.“

Bad Hersfeld: Klassisches zeitgemäß interpretiert

Wo immer möglich setzt Chef de Cuisine Patrick Spies, gebürtiger Osthesse, im Bad Hersfelder Romantik Hotel Zum Stern regionale Produkte ein. Klassisches zeitgemäß interpretiert kommt bei ihm im „L‘étable“, dem mit einem Michelin-Stern geehrten Restaurant, auf den Tisch. Und bei Kochkursen lässt er sich über die Schulter schauen.

„Jetzt kann man in den Wäldern einiges sammeln und pflücken, das Herbstgerichten den letzten Pfiff gibt. In Soßen oder als Beilage, fein gehackt als Panade oder als Topic für Salate sind Pilze, aber auch Nüsse Geschmacksveredler. Und: Es ist Trüffelzeit! Bereits wenige fein gehobelte Späne der „schwarzen Diamanten“ adeln jedes Gericht.“

Ammersee: Ruhig schmecken, wo man is(s)t

Direkt am Pilgerweg zum Heiligen Berg von Andechs gelegen, erkennt man im Romantik Hotel Chalet am Kiental auch an der Speisekarte, was das Haus einst war – ein Bauernhof. Regionale Besonderheiten und heimische Produkte, die man nicht überall bekommt, stehen bei Küchenchef Fabian Höckenreiner im Vordergrund.

„Rote Bete ist ein unterschätztes Bauerngartengemüse, dabei ist sie ein wertvoller Energie- und Kraftspender. Von den ganz jungen Knollen, die auch roh, etwa als vegetarisches Carpaccio, verwendet werden können, kann man auch die zarten Blätter nutzen und wie Spinat dünsten. Die Winterknollen eignen sich prima zum Schmoren oder Kochen, als Beilage zu Fisch wie Fleisch. Aber aufpassen: Rote Beete nur mit Handschuhen verarbeiten, sonst gibt’s verfärbte Hände!“

Oberstdorf: Bodenständig mit einer Prise Internationalität

Im südlichsten Restaurant Deutschlands mit einem Michelin-Stern isst, wer im Romantik Hotel Landhaus Freiberg bei Chefkoch Tobias Eisele einen Tisch reserviert. Hier wird facettenreich und zeitgemäß gekocht, mit einem Hauch Bodenständigkeit und einer Prise Internationalität.

„Im Herbst lieben wir kräftige Aromen und es ist endlich wieder die Zeit der kräftigen Rotweine. Und Wildbretzeit, besonders vom Hirsch und Reh ist es sehr aromatisch und edel. Bei uns kommen vorwiegend Rücken und Keulen zum Einsatz und natürlich ausschließlich von wild lebenden Tieren. Außerdem bietet die Natur im Herbst eine Fülle an Aromen reichen Gemüse- und Obstsorten, das lässt sich wunderbar kombinieren. Mein Rat: Kaufen Sie Wild nur beim Jäger oder Metzger Ihres Vertrauens. Unser Wild etwa beziehen wir aus der Oberstdorfer Prinzregentenjagd.“

www.romantikhotels.com.

Endivie

Im Herbst hat die Endivie Hauptsaison. Die herbbitteren Blätter lassen sich hervorragend mit anderen Salaten und Früchten wie Äpfeln, Birnen oder Orangen kombinieren. Der Bittergehalt lässt sich aber senken, indem die Blätter für eine kurze Zeit in lauwarmes Wasser gelegt oder eine Prise Zucker in das Dressing gegeben wird. Allerdings wirken die Bitterstoffe auch verdauungsfördernd und regen den Appetit an, sodass Endiviensalat gerne als Vorspeise gereicht wird.

Das Blattgemüse lässt sich aber auch ähnlich wie Spinat zubereiten und als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten servieren. Die festen Blätter eignen sich für die Zubereitung von Rouladen, schmecken in einer pikanten Suppe, im Eintopf und im Risotto. Ganz einfach gelingt Endivien-Kartoffelpüree. Dazu werden Endivienstreifen mit Zwiebeln angedünstet, zu Kartoffelpüree gegeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt.

Die Endivie gehört zur Gattung der Wegwarten (Cicchorium) und ist eng mit dem Chicorée und dem Radicchio verwandt. Bereits im Altertum wurde die Endivie von den Griechen und Römern als Salatpflanze angebaut. Sie bildet keine geschlossenen Köpfe, sondern Rosetten aus festen Blättern. Im Handel ist vor allem die breitblättrige Winter-Endivie, auch Escariol genannt, vertreten. Frisée-Endivien haben lange krause Blätter und einen etwas feineren Geschmack.

Vor der Zubereitung muss die Endivie gründlich gewaschen werden. Dazu schneidet man den Strunk heraus. Die Blätter werden gründlich in kaltem Wasser gewaschen. Anschließend lässt man sie abtropfen, trocknet sie in einer Salatschleuder und schneidet sie in feine Streifen.

Frische Endivien erkennen Verbraucher an der kräftigen Farbe und einem hellen Anschnitt. Die helleren Blätter im Zentrum der Rosette enthalten weniger Bitterstoffe und sind daher besonders zart und mild. Im Gemüsefach hält sich die Endivie, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, zwei bis drei Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Deli Luigi Zuckermann

Shalom und Buongiorno!

Bereits seit 2009 heißt es in Berlin-Mitte: Pastrami mag Parmaschinken, Bagel steht auf Büffelmozarella. Das Gourmet Deli Luigi Zuckermann setzt auf das Zusammenspiel traditioneller israelischer und italienischer Speisen und hat damit eine ganz neue Art der Fusion-Küche in der Hauptstadt geschaffen. Ab September kann sich endlich auch der Westens Berlin auf die liebevoll zubereiteten Sandwiches, Salate, Antipasti und Frühstücksangebote freuen. Am Montag, 3. September 2012, eröffnet eine zweite Filiale des Deli in der Nürnberger Straße 14 direkt am Kurfürstendamm.

„Das Besondere an unserer Küche ist, dass wir das beste Essen aus zwei verschiedenen Welten miteinander kombinieren“, so Ehud Cohen, Gründer und Geschäftsführer des Luigi Zuckermann. „Jeder liebt köstliche Antipasti aus Italien genauso wie selbst zubereiteten Hummus nach Familienart- im Luigi kriegen sie beides. Und das täglich frisch und nach traditionellen Rezepten zubereitet.“

Die neue, zweistöckige Filiale an der Nürnberger Straße umfasst 150 m², hat eine Außenterrasse und verfügt im Innenbereich über ca. 40 Sitzplätze.

Gourmet Deli Luigi Zuckermann
Nürnberger Straße 14
10789 Berlin
Täglich geöffnet von 8.00-17.00 Uhr

Radicchio

In Deutschland wird Radicchio meist als Salat verwendet. Dabei haben die bunten Blätter mit dem herb-bitteren Geschmack viel mehr zu bieten. So können Hobbyköche Radicchio kurz in Olivenöl andünsten, mit einer Prise Salz und Pfeffer abschmecken und als Beilage zu Fisch, Geflügel und Meeresfrüchten genießen.

Auch im Risotto, in der Lasagne und in der Pasta sorgen die knackigen roten Blätter für farbliche und geschmackliche Akzente. Im Risotto lassen sie sich beispielsweise mit Pilzen und Tomaten kombinieren, können aber auch in feinen Streifen mit Parmesan und Pinienkernen über Penne gestreut werden. Eine leckere Vorspeise ist gegrillter Ziegenkäse mit Radicchio. Am häufigsten kommt Radicchio im Salat auf den Tisch, wobei er sich gut mit Obst wie Orangen, Birnen und Mango kombinieren lässt. Dazu passt ein fruchtiges Dressing mit Walnussöl. Wer den bitteren Geschmack etwas mildern möchte, kann die dicken weißen Blattrippen entfernen oder die unzerkleinerten Blätter in lauwarmes Wasser einlegen.

Radicchio gehört zur Gattung der Wegwarten (Cichorium) und ist eng mit dem Chicorée und der Endivie verwandt. Der kleine Salat ist in Südeuropa beheimatet und wurde bis in die 1980er Jahre fast ausschließlich in Italien kultiviert. Heute wird Radicchio weltweit angebaut. Im Handel werden meist die fest geschlossenen Innenköpfe angeboten, von denen die grünlichen Außenblätter bereits entfernt wurden. Wenn Radicchio gerissen und nicht geschnitten wird, zerstört man weniger Zellen, und die Farbe bleibt besser erhalten. Auch durch zu langes Garen können sich die empfindlichen Blätter verfärben.
Greifen Sie beim Einkauf zu knackig-festen Köpfen, die keine bräunlichen Stellen aufweisen. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist Radicchio bis zu einer Woche haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Pures Grillvergnügen

Alle Jahre wieder ziehen im Sommer Düfte von gegrilltem Fleisch und Würstchen durch die Gärten und Parkanlagen. Besonders beliebt sind nach wie vor Schnitzel, Steaks und Koteletts vom Schwein, aber auch Bratwürstchen und Rindersteaks. Vor allem magere oder leicht fettdurchzogene ungepökelte Teilstücke eignen sich zum Grillen. Wenn man das Fleisch kurz vor dem Grillen mit Öl bestreicht, zum Beispiel mit Raps-, Oliven- oder Bratöl, oder es mariniert bleibt das Grillgut schön saftig und zart. Als Grundlage für eine Marinade dienen Öl, Wein oder Bier. Für die spezielle Geschmacksnote sorgen Knoblauch, Gewürze, Senf und Essig – deftig, mediterran oder exotisch, je nach Belieben. Das Fleisch sollte am besten immer vollständig mit Marinade bedeckt sein und je nach Fleischgröße einige Stunden oder am besten einen Tag zuvor in den Kühlschrank gestellt werden.

Doch es muss nicht immer nur Fleisch auf dem Grillrost liegen. Auch Fisch und Gemüse und sogar Obst lassen sich grillen. Von den Süßwasserfischen eignen sich Forelle, Lachs und Schleie. Bei den Seefischen sind es Makrele, Seezunge, Steinbutt und Hering. Besonders variationsreich ist Gemüse, denn es lässt sich immer wieder anders kombinieren, zum Beispiel Paprika, Champignons und Zucchinis – mal als marinierte Gemüsespieße, mal gefüllt mit Reis oder Spinat und Käse. Raffiniert sind Päckchen mit klein geschnittenen Tomaten und Schafskäse oder Mozzarella gewürzt mit etwas Pesto. Auch Karotten, Fenchel, Zwiebeln und Maiskolben bieten Abwechslung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Selbst der Nachtisch lässt sich auf dem Rost zubereiten. Einfach ganze Bananen ungeschält auf den Rost legen. Sie sind gar, wenn die Schale schwarz ist. Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche oder Aprikosen in Stücke geschnitten, mit Fruchtsaft und Gewürzen mariniert und auf Spieße gesteckt – fertig ist das Grillmenü.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Top 5 Reiseziele für Gourmets

Orte, die köstlichem Essen ihren Namen geben, sind die perfekten Reiseziele für Gourmets. Die Reise-Experten von lastminute.de, der Last Minute Reisewebsite, haben die leckersten Gourmet-Reiseziele zusammengestellt – samt den passenden Städtereisen, die man ganz einfach, wie ein köstliches Gericht, selbst aus den Zutaten Flug und Hotel kombiniert. Von Bologna über Brüssel bis Neapel – buchbar sind Städtereisen dorthin ab 169 Euro.

Bologna: Sauce Bolognese

Ein echtes Traditionsgericht: Ragù alla bolognese, so heißt die beliebte Sauce im Italienischen. Sie geht auf das 5. Jahrhundert zurück und die originalen Zutaten wurden 1982 von der „Akademie der italienischen Küche“ offiziell registriert – jede italienische Mama hat aber natürlich ihr ganz eigenes Rezept. In Bologna wird die Sauce traditionell nicht mit Spaghetti gegessen, sondern mit Tagliatelle, da diese besser zu der schweren Sauce passen. Übrigens: Aus Bologna kommen auch Mortadella und Tortellini. Die Form dieser Pasta ist der Legende nach dem Bauchnabel der Venus nachempfunden, die einst höchstpersönlich zu Gast in Bologna gewesen sein soll. Wenn eine Liebesgöttin in eine Stadt reist, muss das gute Gründe haben: Das norditalienische Bologna hat die älteste Universität Europas, eine verwinkelte Altstadt mit den ältesten Arkadengängen der Welt (Shoppen im Regen, kein Problem!) – und vor allem im Sonnenuntergang leuchten die roten Backsteingebäude herrlich in der Sonne. Reisetipp: Flug+Hotel Bologna flexibel selbst kombinieren ab 169 Euro (inkl. Flug und 2 Nächten im 4-Sterne Hotel).

Brüssel: Brüsseler Pralinen

Brüssel hat nicht umsonst ein ü im Namen: denn Brüssel ist süß – und nicht nur die Hauptstadt Belgiens, sondern auch feinster Pralinen. Diese kleinen Köstlichkeiten wurden hier im 19. Jahrhundert erfunden: Jean Neuhaus und sein Schwager, ein Apotheker, eröffneten damals eine „pharmazeutische Confiserie“. Schokolade wurde in dieser Zeit eher als Medizin betrachtet und in Apotheken verkauft. Als schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts weitere Familienmitglieder – Konditoren – mitmischten, wurde die Praline erfunden. Der Originalladen ist noch heute an Ort und Stelle – Schoko-Fans können sich hier mit köstlich gefüllten Pralinen-Schachteln eindecken. Ein bisschen wie eine Schachtel Pralinen ist auch Brüssel selbst – für jeden Geschmack etwas dabei und alles sollte man ausprobieren: das Comic-Museum in einem Jugendstilhaus, die Musées Royaux d’Art et d’Histoire mit einer riesigen Sammlung von Antike bis Moderne, königliche Paläste und zeitgenössische Architektur. Reisetipp: Flug+Hotel Brüssel flexibel selbst kombinieren ab 199 Euro (inkl. Flug und 2 Nächten im 4-Sterne Hotel).

Parma: Parmaschinken und Parmesankäse

Parma kann man fast als Hauptstadt der Delikatessen bezeichnen – denn in und um Parma sind gleich zwei weltbekannte Köstlichkeiten beheimatet: der Parmaschinken und der Parmesankäse. Der Parmesan soll seit 800 Jahren in der heute bekannten Form hergestellt werden – bereits im 13. Jahrhundert erwähnt ihn der Schriftsteller Boccaccio. Der Parmaschinken kommt ebenfalls aus der Provinz Parma, aus dem Ort Langhirano am Fluss Parma – und nur Schinken, darf sich so nennen, der auch wirklich aus Parma kommt. Dann darf er auch den Stempel mit einer Krone des Herzogtums Parma tragen. Neben Käse und Schinken ist Parma auch wegen seiner Kultur eine Reise wert. Verdi-Festspiele, ein romanischer Dom mit eindrucksvollem Baptisterium und das Kunstmuseum mit Werken von einem Maler, in dessen Namen sich ebenfalls die Heimatstadt eingeschlichen hat: Parmigianino. Reisetipp: Flug+Hotel Mailand (circa 120 Kilometer von Parma entfernt) flexibel selbst kombinieren ab 262 Euro (inkl. Flug und 2 Nächten im 4-Sterne Hotel).

Neapel: Pizza Napoletana

Im Jahre 2005 kam die große Stunde der Pizza Napoletana. Sie wurde als Warenzeichen der EU eingetragen und ihre Zutaten genau festgelegt. Die heute unerlässliche Tomate übrigens kam erst im 16. Jahrhundert, damals wurde sie aus Südamerika eingeführt, auf die Pizza. Wer die Pizza erfunden hat – darüber herrscht bis heute Unklarheit. Man sagt, es sei in Neapel geschehen. Klar ist jedoch, dass in der italienischen Stadt am Vesuv die älteste Pizzeria der Welt zu finden ist: ‚Port‘ Alba‘ in der gleichnamigen Straße – aus dem Jahre 1738 und noch heute an Ort und Stelle. Und: 1889 soll ein neapolitanischer Pizzabäcker zu Ehren von Margherita, der Gattin des italienischen Königs, die bis heute bekannte und heißgeliebte Pizza Margherita zubereitet haben. Außer der Pizza gibt es in Neapel natürlich noch mehr zu genießen: mittelalterliche Festungen, mit der Galleria Umberto I. eine der weltweit ersten großen Einkaufspassagen und hervorragende Museen. Reisetipp: Flug+Hotel Neapel flexibel selbst kombinieren ab 289 Euro (inkl. Flug und 2 Nächten im 4-Sterne Hotel).

Wien: Wiener Schnitzel und Wiener Würstchen

Das Gerücht sagt, das Wiener Schnitzel sei eigentlich eine Kreation aus Italien. Dem Wiener Würstchen geht es mit seinem ungesicherten Ursprung nicht anders – es soll eigentlich aus Frankfurt kommen, also ein Frankfurter Würstchen sein. Wo auch immer Würstchen und Schnitzel ursprünglich erfunden wurden: sie gehören zu Wien wie der Stephansdom und der Prater – und können aufs Beste auch hier genossen werden. Das Wiener Schnitzel ist übrigens seit dem 19. Jahrhundert bekannt – wie auch das große Geburtstagskind 2012: Gustav Klimt wurde vor 150 Jahren bei Wien geboren und wird mit vielen Ausstellungen dieses Jahr gefeiert, die eine Reise lohnen. Reisetipp: Flug+Hotel Wien flexibel selbst kombinieren ab 205 Euro (inkl. Flug und 2 Nächten im 4-Sterne Hotel).

lastminute.de

Kochen mit Martina und Moritz

Internationale Suppen: Edel bis deftig
Beim Blick in fremde Kochtöpfe kann man immer lernen. So bereiten die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz in ihrer heutigen Sendung eine griechische Zitronensuppe mit Huhn und Gemüse zu. In Anlehnung an die orientalische Küche stellen sie das Rezept für einen Eintopf aus Bulgur mit Hühnerflügel und Gemüse vor. Und dann kombinieren die beiden die deutsche und thailändische Suppenküche: Sie servieren ein feines Süppchen in zwei Farben aus Topinambur und roter Möhre.
Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer arbeiten mit CHROMA type 301 Messer.

WDR Fernsehen, Samstag, 11. Februar 2012, 17.20 – 17.50 Uhr