Kleiner Wiesenknopf

Unscheinbares Würzkraut am Wegrand

Im Hausgarten ist der Kleine Wiesenknopf ( Sanguisorba minor ) – gemeinhin auch Pimpinelle genannt – ein dankbarer Beetbewohner: Das Würzkraut ist pflegeleicht, hat geringe Ansprüche an den Standort, vermehrt sich selbständig, kommt von Jahr zu Jahr verlässlich wieder und kann sogar in milden Wintermonaten noch geerntet werden.

„Eigentlich ist es ein Jammer, dass der Kleine Wiesenknopf vielerorts noch weitgehend unbekannt ist“, bedauert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. „Sein Geschmack überrascht mit einer Mischung aus Salatgurke und Walnuss und ist eine wunderbare Bereicherung besonders in der frischen Küche.“

In Hessen, vor allem im Offenbacher Raum, hat der Kleine Wiesenknopf seine Domäne. Hier ist er außer im privaten Garten, auf Trockenrasen und an Wegrändern auch auf Wochenmärkten und im Gartenfachhandel gut erhältlich. Das verdankt das zarte Würzkraut der Tatsache, dass es ein unverzichtbarer Bestandteil in der klassischen Mischung für die Frankfurter Grüne Soße ist.

Doch auch in anderen Soßen und Dips, im Salatdressing, dem Kräuterquark, der Kräuterbutter oder dem Brotaufstrich macht der Kleine Wiesenknopf eine gute Figur. Ideale Partner sind Gemüse aller Art.

Geerntet werden die Stängelchen mit den zarten, gefiederten Blättern aus der Mitte der Rosette. Die äußeren, älteren Pflanzenteile sind eher zäh und leicht bitter. Das liegt an den reichlich enthaltenen Gerbstoffen.

Die sensiblen Blätter sollten immer rasch verarbeitet werden. Beim Säubern ist Fingerspitzengefühl gefragt. Meist reicht es, die Stiele mit den Blättchen in eine Schale mit Wasser zu tauchen und mit Küchenpapier abzutupfen. Dann werden die Blättchen abgezupft und gehackt. Da das Aroma beim Erhitzen schnell verfliegt, kommt das Würzkraut immer erst nach dem Kochen in die Soße oder Suppe.

Auch in der Heilkunde hat der Kleine Wiesenknopf bereits seit der Antike einen festen Platz. Dort wird ihm eine blutstillende, entzündungshemmende, harntreibende Wirkung zugeschrieben.
Eva Neumann, www.aid.de

Wer viel arbeitet, trinkt mehr Alkohol

Wer übermäßig viel arbeitet, trinkt häufig auch mehr Alkohol. Das lässt eine internationale Metastudie vermuten. Die Wissenschaftler hatten 61 Untersuchungen mit knapp 334.000 Teilnehmern aus 14 Ländern ausgewertet, um durchschnittliche Arbeitszeiten und Trinkmengen zu bestimmen. 20 weitere Studien mit 100.000 Probanden aus neun Ländern gingen der Frage nach, wie sich Trinkgewohnheiten in Abhängigkeit vom Pensum im Job verändern können.

Menschen, die wöchentlich mindestens 49 Stunden arbeiten, neigen laut Studie zu einem gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum. Bei Frauen sind das per Definition 14 Drinks, bei Männern mehr als 21 Drinks pro Woche. Ein kleiner Schnaps, ein Glas Bier oder ein Achtel Liter Wein entsprechen einem Drink. Auch die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines riskanten Alkoholkonsums war mit zunehmendem Arbeitspensum höher: Im Vergleich zu Menschen mit durchschnittlichen Arbeitszeiten von 35 bis 40 Stunden lag der Anteil der Betroffenen bei 49 bis 54 Arbeitsstunden um 13 Prozent und bei mehr als 55 Stunden um 12 Prozent höher. Das Ergebnis war unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft und sozialem Umfeld. Mögliche Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums sind unter anderem Leber- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schlaganfall und psychische Erkrankungen.

Weitere Untersuchungen sollen durchgeführt werden, um die Ergebnisse zu untermauern. Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass die Arbeitszeiten auf eigenen Angaben basierten und nur einmal bestimmt wurden.

Vermutlich nutzen Menschen mit einem hohen Arbeitspensum den Alkohol zur Entspannung am Feierabend. Sie möchten Stress abbauen, der durch den hohen Leistungsdruck im Job entsteht. Statt einem Glas Bier oder Wein gibt es aber bessere Wege, nach einem anstrengenden Tag abzuschalten, damit ein Suchtverhalten erst gar nicht entsteht. Dazu gehören zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga, ein sportliches Workout, Treffen mit Freunden oder ein gutes Buch mit einer Tasse Tee.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

British Medical Journal (BMJ), Online-Veröffentlichung (BMJ 2015; 350: g7772)

Darmkrebs-Risiko

Wer nicht übergewichtig ist, nicht raucht,
Alkohol nur in Maßen konsumiert, körperlich aktiv ist und sich gesund
ernährt, hat ein um etwa ein Drittel vermindertes Risiko, an Dickdarm-
bzw. Mastdarmkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer großen
europäischen Langzeitstudie (EPIC*) mit über 347.000 weiblichen und
männlichen Studienteilnehmern im Erwachsenenalter. Das
Wissenschaftlerteam unter Führung von Krasimira Aleksandrova und Heiner
Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
veröffentlichte nun seine Daten in der Fachzeitschrift BioMed
Medicine (Aleksandrova, K. et al., 2014, 12:168).

Darmkrebs** gehört zu den häufigsten Krebsarten. Nach Angaben der
International Agency for Research on Cancer erkranken weltweit etwa
746.000 Männer und 614.000 Frauen jährlich an dieser Krankheit, wobei
diese Krebsform besonders häufig in Ländern mit westlichem Lebensstil
auftritt. Dies legt den Schluss nahe, dass das gehäufte Auftreten dieser
Krebsform mit bestimmten Merkmalen der westlichen Lebensart verbunden
ist. In der Tat haben in den letzten Jahren verschiedene Studien
Lebensstilfaktoren identifiziert, die jeweils für sich allein genommen
mit dem Darmkrebs-Risiko in Zusammenhang stehen. Hierzu zählt zum
Beispiel auch die Art der Ernährungsweise.

Neu an der aktuellen Studie ist nun, dass sie erstmals die kombinierten
Effekte von fünf gesundheitsfördernden Lebensstilmerkmalen auf das
Darmkrebsrisiko in einer europäischen Bevölkerungsgruppe untersucht hat.
Die Wissenschaftler stuften dabei folgende Merkmale als risikosenkend
ein: Nichtraucher zu sein, Alkohol nur in einem moderaten Maß zu
trinken, ein normales Körpergewicht zu haben, wobei der Taillenumfang
von Frauen kleiner als 80 cm und der von Männern kleiner als 94 cm sein
sollte, körperlich aktiv zu sein sowie sich gesund zu ernähren. Im
Rahmen der vorliegenden Studie bedeutete dies, sich mit vergleichsweise
viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, reichlich Nüssen und Samen,
ausreichend Fisch und Joghurt, aber mit wenig rotem Fleisch und
Wurstwaren zu ernähren.

Wie die Untersuchung zeigt, hatten Studienteilnehmer, die zwei der
gesundheitsfördernden Merkmale aufwiesen, im Vergleich zu Personen, auf
die kein oder nur ein günstiges Lebensstilmerkmal zutraf, ein um 13
Prozent verringertes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wiesen die
Teilnehmer drei der untersuchten Merkmale auf, sank ihr
Erkrankungsrisiko um 21 Prozent, wobei sich bei vier Merkmalen ihr
Risiko sogar um 34 Prozent verringerte. Kamen alle fünf Merkmale
zusammen, sank das Risiko um 37 Prozent.

„Wie unsere Ergebnisse zeigen, verringert sich das Darmkrebsrisiko umso
mehr, je mehr man etwas für seine Gesundheit tut. Unsere Daten haben
ergeben, dass durch eine gesunde Lebensführung bis zu 22 Prozent der
Darmkrebs-Neuerkrankungen bei Männern bzw. bis zu 11 Prozent der
Erkrankungen bei Frauen vermeidbar wären“, sagt Aleksandrova,
Erstautorin der Studie. „Das Umsetzen dieses Wissens in gesellschaftlich
aktiv unterstützte Präventionsstrategien könnte wesentlich dazu
beitragen, ein frühes und häufiges Auftreten dieser Krebsform zu
vermeiden und damit viel persönliches Leid zu verhindern“, ergänzt
Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie.

Hintergrundinformation:
Quelle: Combined Impact of Healthy Lifestyle Factors on Colorectal
Cancer: A Large European Cohort Study
Krasimira Aleksandrova, Tobias Pischon, Mazda Jenab, H. Bas
Bueno-de-Mesquita, Veronika Fedirko, Teresa Norat, Dora Romaguera, Sven
Knüppel, Marie-Christine Boutron-Ruault, Laure Dossus, Laureen Dartois,
Rudolf Kaaks, Kuanrong Li, Anne Tjønneland, Kim Overvad, J Ramón Quirós,
Genevieve Buckland, María-José Sánchez, Miren Dorronsoro, María-Dolores
Chirlaque, Aurelio Barricarte, Kay-Tee Khaw, Nicholas Wareham, Kathryn E
Bradbury, Antonia Trichopoulou, Pagona Lagiou, Dimitrios Trichopoulos,
Domenico Palli, Vittorio Crogh, Rosario Tumino, Alessio Naccarati,
Salvatore Panico, Peter Siersema, Petra H Peeters, Ingrid Ljuslinder,
Ingegerd Johansson, Ulrika Ericson, Bodil Ohlsson, Elisabete Weiderpass,
Guri Skeie, Kristin Benjaminsen Borch, Sabina Rinaldi, Isabelle Romieu,
Joice Kong, Marc Gunter, Heather Ward, Elio Riboli and Heiner Boeing;
BMC Medicine 2014, 12:168

Link: http://www.biomedcentral.com/1741-7015/12/168

* EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Die EPIC-Studie ist eine prospektive (vorausschauende) Studie, die
Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen
Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23
administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit insgesamt
519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer
EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der
EPIC-Studie. Die aktuellen Studienergebnisse basieren auf den Daten von
347.237 Frauen und Männern im Alter zwischen 25 und 70 Jahren. Während
der Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren erkrankten 3.759 dieser
Teilnehmer an Darmkrebs.

** Bei Darmkrebs (kolorektales Karzinom) handelt es sich um einen
bösartigen Tumor des Dickdarms oder des Mastdarms. Er entwickelt sich
meist aus Darmpolypen, die sich im Verlauf von wenigen Jahren bösartig
verändern. Im Jahre 2010 wurde die Krankheit bei 62.400 Menschen in
Deutschland neu diagnostiziert und im Jahr 2012 starben knapp 26.000
daran (Quelle: Robert Koch Institut).

Mirko Reehs Weihnachts-Koch-Show

Ein echtes Highlight im Vorweihnachtsstress ist die neue Weihnachts-Koch-Show in Mirko Reehs Kochschule im Herzen von Frankfurt am Main. Mit einem Fünf-Gang-Menü, korrespondierenden Weinen und weiteren Getränken verwöhnt der Küchenstar seine Gäste. Und die müssen natürlich auch diesmal wieder mit Hand anlegen. Singen und Swingen dürfen sie auch. Durch den Abend führt HR Moderator Bastian Korff. Gemeinsam mit Mirko Reeh sorgt der Profi vom Radio dafür, dass die Gäste in Schwung kommen. Korffs Christmas Songs sind mitreißend im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn Mirko dann zum Mikro greift, dann swingt die ganze Küche.

Für EUR 135,- ist man mit dabei. Am 1. Dezember geht’s los. Insgesamt stehen acht Veranstaltungen auf dem Programm. Man kann solo, zu Zweit oder für die ganze Familie buchen. Gerne werden auch Geschenk-Gutscheine ausgestellt: als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, oder einfach so – als kleiner Lichtblick an grauen Wintertagen. Auch Firmen oder Gruppen bis zu 60 Personen können buchen und sich die Arbeit sparen, eine eigene Weihnachtsfeier auf die Beine zu stellen. Bei Mirko Reeh geht’s köstlich, festlich und garantiert beschwingt zu. „Die Mischung macht’s halt“ sagt der Küchenzauberer.

Weitere Infos und Termine unter www.mirko-reeh.com.

„Picodon” Käsekurs

Der Picodon ist ein sehr kleiner runder Käse
(Durchmesser ca.8 cm x 1-3 cm Höhe) mit natürlichem
Fettgehalt. Der zunächst feine, leicht säuerliche,
homogene Teig wird durch Austrockung
und Reifung mit zunehmendem Alter immer fester
bis bröckelig.

Hergestellt wird der Picodon als Frischkäse mit
langer Dicklegungszeit. Nach dem Verschöpfen
und Abtropfen wird er trocken gesalzen, auf
Horden getrocknet und mindestens 12 Tage lang
gereift. Der Käse reift mit einer natürlichen Flora
aus Hefen und Schimmel. Mit zunehmendemAlter
steigt der Anteil an sichtbarem Blauschimmel.
Hygieneschulung gemäß Lebensmittelhygiene-
Verordnung

Das Seminar behandelt verschiedene Bereiche
der Lebensmittelhygiene. Alle TeilnehmerInnen
erhalten daher ein Zertifikat über die Teilnahme an
einer Hygieneschulung nach Artikel 4 der
Verordnung (EG) Nr. 852/2004.

Spezialkurs “Picodon”
Der Picodon ist ein typischer Vertreter des gereiften Frischkäse. Dieser Käsetyp wird in
Frankreich sehr häufig hergestellt und üblicherweise in unterschiedlichen Reifestadien von
jung bis alt angeboten. Mit Luc Mertz, Molkereitechniker und Produktionsleiter an der
Forschungs-und Lehrmolkerei der Universität Hohenheim, wird Ihnen ein profunder Fachmann
die Herstellung von Picodon Theorie und Praxis vermitteln. Durchgeführt wird der Käsekurs in
der Forschungs-und Lehrmolkerei der Universität Hohenheim.

Datum: 30.09.2012
Ort: Forschungs- und Lehrmolkerei der Universität Hohenheim, 70599 Stuttgart
Seminargebühr: 210,00 Euro, 360,00 Euro (Nichtmitglieder des VHM)
Teilnehmerzahl: 8-10
Referent: Luc Mertz (LM, Forschungs- und Lehrmolkerei der Universität Hohenheim)

www.milchhandwerk.info

Welche Milch eignet sich besonders für Milchschaum?

Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM zu der Frage: Welche Milch
eignet sich besonders für Milchschaum?

Cappuccino, Latte Macchiato und Co. – sie alle haben ihn: Milchschaum. Perfekt
zubereitet, sollte er schön cremig sein, nicht zu flüssig und nicht zu fest. Den
Unterschied beim Milchschaum macht dabei die verwendete Milch. Das in ihr
enthaltene Eiweiß sowie ihr Fettgehalt sind grundlegende Inhaltsstoffe, die den
Schaum bedingen. So sollte der Fettgehalt mindestens 1,5 Prozent betragen.

Grundsätzlich gilt, je höher der Fettgehalt der Milch, desto cremiger wird der
Milchschaum. Das Eiweiß ist hingegen für die Stabilität des Milchschaums
verantwortlich. Kleiner Tipp: Besonders gut gelingtdas Aufschäumen mit Milch, die mit
zusätzlichem Milcheiweiß angereichert ist. Diese Milch wird von verschiedenen
bayerischen Molkereien als Frühstücks- oder Cappuccino-Milch angeboten.

Auf www.meisterdervielfalt.de gibt es weitere Informationen zu den unterschiedlichen
Milcharten sowie auch Rezepte für leckere Milchshakes

Kleiner Tipp: Wer sich beim Kauf von Milchprodukten bewusst für ein regionales Produkt
entscheiden möchte, sollte sich das Identitätskennzeichen auf der Verpackung anschauen.
Qualitativ hochwertige Produkte, die beispielsweisein der Region Bayern hergestellt und
verarbeitet oder verpackt wurden, erkennt man dabeian dem Zeichen „BY“ innerhalb der
Ellipse.

Neue Flusskreuzfahrt: Genuss auf der Rhone

Mit der sechstägigen Flusskreuzfahrt „Zwischen Provence und Carmargue“ bietet Jahn Reisen ein neues Frankreich-Highlight im Sommerprogramm 2012. Das Schiff „Le Phénicien“lockt als schwimmendes Hotel-Hausboot mit vielen Annehmlichkeiten wie großen Panorama-Fenstern, Restaurant, Salon und Bar auf einer reizvollen Route:

Kaum ist das elegante an der Stadtsilhouette von Avignon vorbeigeglitten, schiebt sich schon Avignons berühmte Brücke in den Blick, mitten darauf eine kleine Kapelle. Nach dem Anlegemanöver geht es durch meterdicke Stadtmauern an Kirchen und Stadtpalästen vorbei zum berühmten Papstpalast. Im 14. Jahrhundert verließ Papst Clemens V. das für ihn gefährliche Rom und genoss in dieser Festung in Avignon die Annehmlichkeiten seiner neuen südfranzösischen Heimat.

Gourmetfreunde und Weinliebhaber werden bei einer Rhone-Flusskreuzfahrt verwöhnt. Schließlich schlängelt sich der Fluss an weltberühmten Anbaugebieten wie Chateauneuf-du-Pape vorbei. Jahn Reisen-Gäste können diese bei einer Weinverkostung auf einem Weingut selbst testen. Untrennbar ist die kleine Stadt Arles an der Gabelung von großer und kleiner Rhone mit dem niederländischen Maler Vincent van Gogh verbunden. Seine Maleraugen verliebten sich ins Licht des Südens. Über schmale Kopfsteinpflastergassen geht es an der römischen Arena vorbei. Dann schimmert am Place du Forum eine helle Markise über weißen Bistrotischen -van Goghs Vorbild für das berühmte Nachtcafé-Gemälde.

Weiter fährt die „Le Phénicien“ durch die weiten Ebenen der Camargue. Hier schmeckt das Gras auf den saftigen Weiden den Pferden, aber auch den berühmten Stieren. Wie Scherenschnitte heben sich ihre massigen Silhouetten vor dem Himmelsblau ab. Wenn die Nacht herabsinkt, verwandeln die Schiffslampen den Fluss in einen schimmernden Wellenteppich. In der lauwarmen Abendluft an Deck sitzend, gleitet die Landschaft gemächlich vorüber.

Preisbeispiel:
6-Tägige-Flusskreuzfahrt auf der „Le Phénicien“
Ausflüge, Vollpension inkl. Getränke zu Mahlzeiten, Getränke an der Bar inklusive
z.B. am 12.8.12
eigene Anreise
pro Person ab 2.865 Euro
Jahn Reisen

Rezept Weisser Nougat

Weisser Nougat

Herbst und Weihnachtszeit ist nicht nur Zeit der Maronis, des Magenbrots und des Glühweins, sondern auch die Zeit des Nougats. Besonders in südlichen Regionen Europas wird er traditionell an Weihnachten verzehrt. In der Schweiz ist der weisse Nougat, auch als Türkischer Honig bekannt oder in der Fachsprache „Nougat Montelimar“ genannt, die geläufigste Art von Nougat. Angeboten wird der weisse Nougat in diversen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Aber was steckt genau in dieser Süssigkeit? Wo liegen die Unterschiede?

Der weisse Nougat hat seine Ursprünge im Orient und wurde damals mit Mandeln, Honig und Gewürzen zubereitet. Im 17. Jahrhundert erreichte der Nougat Frankreich. Vor allem in der Stadt Montélimar etablierte sich die Herstellung von Nougat, weshalb der traditionelle französische Nougat „Nougat-Montélimar“ genannt wird. Aber auch auf der Iberischen Halbinsel, wo der weisse Nougat „Turrón“ genannt wird, und in Italien (Nougat-Torrone) hat sich seit Jahrhunderten die Tradition der Herstellung von weissem Nougat etabliert.

Weisser Nougat ist eine Mischung aus gekochtem Zucker, der im Gegensatz zum geschmolzenen Zucker weiss resp. transparent bleibt, Honig und luftig geschlagenem Eiweiss. Der gekochte und noch heisse Zucker wird unter Rühren auf dem warmen Wasserbad in das geschlagene Eiweiss gegeben, bis die gewünschte Konsistenz, welche weich oder zähflüssig sein kann, erreicht ist. Anschliessend werden der Honig und die restlichen Zutaten wie geröstete Nüsse (Haselnüsse, Mandeln, Pistazien) und/oder kandierte Früchte darunter gemischt. Das Ganze wird anschliessend in einen Rahmen gegossen und nach dem Auskühlen bei Raumtemperatur in die gewünschte Form (meist Stangen) geschnitten.

In 100g weissem Nougat sind durchschnittlich enthalten:
Energie: 480 – 552 kcal
Kohlenhydrate: 41 – 63 g
Fett: 22 – 36 g
Eiweiss: 7 – 16 g

Die Zutaten, das Verhältnis zwischen ihnen sowie deren Qualität entscheiden schlussendlich über Geschmack, Konsistenz und Aussehen des Nougats. Ob eine weiche oder halb-zähe Konsistenz, weiss oder farbig, mit Haselnüssen oder kandierten Früchten: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Weisser Nougat lässt sich auch gut selber herstellen. Probieren Sie es aus:

Nougat
Vor- und zubereiten: ca. 50 Min.
Ergibt ca. 70 Stück

2 frische Eiweisse
1 Prise Salz
1 Esslöffel Zucker
300 g Akazienhonig
150 g Zucker
150 g Haselnüsse, grob gehackt, geröstet
150 g Mandelstifte, geröstet

1. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen. Zucker beigeben, weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt.
2. Honig in einer Pfanne bei kleiner Hitze ca. 10 Min. köcheln. Zucker beigeben, mit einem Schwingbesen unter Rühren bei kleiner Hitze schmelzen. Eischnee beigeben, bei kleiner Hitze ca. 20 Min. weiterrühren.
3. Haselnüsse und Mandelstifte unter die Masse mischen, ca. 11/2 cm dick auf ein Backpapier ausstreichen, auskühlen. Nougat in ca. 2 × 4 cm lange gleichmässige Stängeli schneiden.
Haltbarkeit: in einer Dose verschlossen, trocken ca. 2 Wochen.

Pro Stück: 2 g Fett, 1 g Eiweiss, 6 g Kohlenhydrate, 205 kJ (49 kcal)

Rezept Betty Bossi –
Betty Bossi Zeitung Nr. 07/2011 –
© Betty Bossi AG – via www.sge-ssn.ch

Leckere Landpartie – eine kulinarische Reise

Mit Weinbau hatte Britta Korrell nichts am Hut – bis sie Martin, Sohn einer Weinbauernfamilie in der sechsten Generation, kennenlernte. Für ihn betrat sie völlig neues Terrain und stürzte sich in ihr Leben als Winzerin. Die von Schwiegervater Winfried entwickelte Weinbauphilosophie, führen die Korrells heute weiter. Ihr Traditionsweingut liegt in Bosenheim, einem Stadtteil von Bad Kreuznach. Von dort ist es nicht weit zu den imposanten Weinhängen über der Nahe. Mit Riesling und Grauburgunder kennt sich die 32-jährige Britta Korrell bestens aus. Die dreifache Mutter, die in ihrem früheren Leben Gymnasiallehrerin war, hat sich dem Wein verschrieben. Die Liebe zum edlen Tropfen macht sich auch in der Küche bemerkbar: Ein kleiner Schuss vom eigenen Wein ist in fast jedem Gericht zu finden.

Sie kocht regional, aber mit internationalem Einschlag – ein Drei-Gänge-Menü, das auffällt. Der Vorspeise mit einer regionaltypischen Backware folgt feines Wild im Hauptgang. Wer als Winzerin in einer der bevorzugtesten Weinregionen Deutschlands lebt, weiß erstklassige Qualität beim Kochen zu schätzen. Auch beim zweiten Dinner der ‚Leckeren Landpartie‘ werden die Gäste sicher zahlreiche Punkte vergeben.

SWR, Mittwoch, 24.08., 20:15 – 21:00 Uhr

Super Easy – Rezepte für junge Veggies

Hotel Mama“ hat bei jedem mal ein Ende! Damit auch Vegetariern nach dem Auszug nicht der Magen knurrt, ist Super easy. Rezepte für junge Veggies der neue Begleiter für fleischloses Kochen. Einführende Küchenweisheiten, eine kleine Lebensmittelkunde sowie Tipps und Tricks geben Küchenpannen keine Chance. Das Buch zeigt, dass Kochen keine Hexerei ist und die Gerichte einfach zuzubereiten sind. Wenn es mal schnell gehen muss, kann man sich eines der gekennzeichneten Quick-Rezepte heraussuchen und hat im Nu etwas Tolles auf dem Tisch. Daneben gibt es natürlich auch Vorschläge, die etwas mehr Zeit und Muße erfordern. Eines ist dabei aber sicher – alle Rezepte sind super easy und machen viel her: Linguine mit Ricotta, Walnüssen und Zimt, exotisches Couscous mit gebratenem Kürbis, Halloumi, Datteln und Pistazien, Pfannkuchen mit dreierlei Schokolade.

Aus dem Inhalt (mit Auswahl)

Tipps und Tricks in der Küche / Vorspeisen und Beilagen: Knoblauchbaguette mit Olivenöl / Minze-Raita mit Chili / Salate: Salat mit schwarzen Bohnen und Avocado/ Thailändischer Krautsalat / Pasta: Knuspriger Nudel-Käse-Auflauf / Leichte Hauptgerichte: Indisches Omelett / Herzhafte Hauptgerichte: Herbstliches Röstgemüse mit Kichererbsen / Internationale Köstlichkeiten: Provenzalisches Gemüsegratin/ Desserts: Rhabarber-Vanilledessert / Kokos-Karamellsauce

Quick-Dessert: Melone mit Ingwersirup

75 g Zucker, 1 Stück (2,5 cm) frischer Ingwer, geschält und fein gehackt, Zitronensaft, eine große reife Melone: Den Zucker mit 150 ml Wasser in einen Topf geben und bei kleiner Hitze schmelzen lassen. Das Zuckerwasser zum Kochen bringen, Zitronensaft dazugeben und alles 3 Minuten sanft köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Sirup abkühlern lassen. Die Melone halbieren, die Kerne herauskratzen und in Spalten schneiden, mit Ingwersirup beträufelt servieren.

Kurztext: Rezepte für junge Veggies

Edition Styria, München/Wien 2011, 240 Seiten, Französische Broschur,

Bestellink: ISBN: 978-3-99011-033-1, 19,95 € / 30,50 sFr