Safran in Katalonien

Bislang wurde allein Consuegra in Kastilien-La Mancha mit der Ernte der kostbaren Safranfäden assoziiert. Doch seit vergangenem Jahr wird auch in der nördlich gelegenen Provinz Lleida Safran angebaut. Die Region Garrigues ist das neue Anbaugebiet für das sogenannte „Rote Gold“; eine Bezeichnung, die auf den hohen Preis des Krokusgewächses zurückgeht. Der Preis pro Gramm liegt im Einzelhandel zwischen 7 und 25 Euro.

Der Gemeindeverband Garrigues, ursprünglich für sein aus Arbequines-Oliven gepresstes Olivenöl bekannt, liegt im westlichen Teil Kataloniens, südlich der Provinz-Hauptstadt Lleida. Das Klima in diesem trockenen Bereich der Provinz hat sich auch für den Anbau von Safran als optimal erwiesen. Die kostbare Heil- und Gewürzpflanze unter dem Markennamen „Safrà de les Garrigues“ stellt eine gute Alternative zu den traditionellen Oliven- und Mandelkulturen dar.

Der gebürtige Granadiner Manuel Ramirez war der Erste, der sich in Katalonien an den Anbau von Safran herantraute und hundertprozentigen katalanischen Safrà unter Nutzung der Infrastruktur der Öl-Kooperative Cervià de les Garrigues auf den Markt brachte. Mittlerweile gehören rund 60 Produzenten aus den Gemeinden Cervia de les Garrigues, L’Albagés, El Soleràs, La Pobla de Cérvoles, Vinaixa, El Vilosell und Les Borges Blanques der Genossenschaft an. Sie bewirtschaften insgesamt sechs Hektar. Die Kunden stammen aus Katalonien und Andalusien; das Produkt wird auch nach Frankreich und Panama exportiert und steht kurz vor seiner Vermarktung in den USA. Darüber hinaus werden in diesem Jahr die notwendigen Schritte eingeleitet, damit sich der katalanische Safran mit der Herkunftsbezeichnung Safrà de Catalunya schmücken kann.

Die Kooperative Safrà de les Garrigues konnte in diesem Jahr ihre zweite Ernte im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen. Der Ertrag steigerte sich von 4,5 auf 12 Kilo, was nicht zuletzt daran liegt, dass 2015 mehr als 8.000 Kilo Krokusknollen, rund 3.000 mehr als im Vorjahr, angepflanzt wurden und sich die Plantagen bereits in voller Produktion befinden.

Die Safran-Saison beginnt mit dem Fest der Jungfrau Pilar am 12. Oktober und erstreckt sich über etwa einen Monat. Die lilafarbene Krokusblüte blüht jeden Tag auf’s Neue, muss aber täglich früh morgens gepflückt werden, um zu verhindern, dass sie verwelkt. Das Pflücken des Krokusses kann nur manuell erfolgen, keinerlei Mechanisierung des Prozesses ist möglich. Diese Tatsache erklärt den hohen Preis von etwa 8.000 Euro pro Kilo, den die Landwirte erzielen.

Am 24. Oktober fand in Cervia de les Garrigues die IV. Messe der Safranrose statt. In der Cooperativa del Campo wurde ein Wettbewerb im Safran-Ernten und dem Entfernen der Staubfäden aus der Blüte veranstaltet. Zusätzlich konnten die Besucher verschiedene, mit Safran gewürzte und veredelte Speisen probieren.

Neben dem Safran dienen Olivenöl und Wein dazu, den Garrigues neue touristische Impulse zu geben. Das frisch gepresste Olivenöl „Virgen Extra“, das unter der Herkunftsbezeichnung Garrigues vermarktet wird, stellt schon für sich allein eine Attraktion dar. Im Herbst und Winter statten zahlreiche Reisende den Genossenschaften und Mühlen der verschiedenen Dörfer in Lleida einen Besuch ab, um das flüssige grüne Gold zu erwerben und gleichzeitig die Region näher kennenzulernen.

Das extra native Olivenöl, das aus der Olivensorte Arbequina gewonnen wird, genießt internationale Anerkennung. Immer mehr in- und ausländische Touristen suchen die Kooperativen und ihre Ölmühlen auf, um Einblick in die zumeist traditionellen Herstellungsverfahren zu gewinnen oder die Weingüter der Garrigues zu besuchen, in denen sich die hochwertigen Weine mit der Herkunftsbezeichnung Costers del Segre verkosten lassen. Die besondere Qualität der Reben wird durch den Kalkboden und das Mittelmeerklima mit kalten Wintern und heißen Sommern sowie geringen Niederschlägen begünstigt. Wer an einer Degustation interessiert ist, sollte sich im Voraus über die Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Bodegas erkundigen. Für Besucher stehen die folgenden Weingüter offen:

Celler Clos Pons in L’Albagés; Celler Matallonga in Fulleda; Celler Cérvoles und Mas Blanch i Jové in La Pobla de Cérvoles; Vinya els Vilars in Arbeca und Tomás Cusiné in El Vilosell.

Neben den kulinarischen Entdeckungen sind im Herbst auch Wander- und Radtouren besonders reizvoll, die auf der Website www.turismegarrigues.com geopositioniert bereitgestellt werden. Insbesondere lohnen die zahlreichen typischen Schutzhütten aus Naturstein einen Abstecher, Fahrten entlang des Kanals und des Flusses Set, ein Besuch des Arboretums der Garrigues oder die Kalkroute.

www.ccgarrigues.com
www.naturges.com
www.olioplesgarrigues.com

Gastronomische Hotels in Katalonien

Ein Siegel für besondere Gourmethotels

„Gastronomische Spezialität in katalanischen Hotels“ ist ein neues Label, um den Reichtum der katalanischen Küche und lokale, geschützte Nahrungsmittel in kleineren Beherbergungsbetrieben bekanntzumachen und zu fördern.

Das neue Siegel soll dazu beitragen, die Bekanntheit von Agrarprodukten und Lebensmitteln mit anerkannter Ursprungsbezeichnung (gU) und geschützter geografischer Angabe (ggA) zu vergrößern und dadurch gleichzeitig kleineren Hotels und Pensionen in Katalonien einen touristischen Mehrwert zu verleihen. Das gastronomische Angebot, das dem Zyklus der Jahreszeiten folgt und frische, saisonale Produkte umfasst, erlebt einen Auftrieb, wodurch schlussendlich auch regionale Gerichte der katalanischen Küche stärker präsent sind.

Das neue Siegel ist ein neues Instrument des katalanischen Qualitätssystems für Tourismus, um den Wettbewerbsvorsprung von Katalonien als Destination mit hohem Mehrwert zu sichern und die Erwartungen des Kunden an das von ihm gewählte Angebot zu erfüllen.

Die katalanische Landesregierung Generalitat hat das Modell „Gastronomische Spezialität“ als freiwillige Option für kleinere Hotelbetriebe mit bis zu 50 Zimmern eingerichtet, um eine spezielle touristische Klientel zu erreichen. Für den Erhalt des Qualitätssiegels ist es notwendig, vier Bedingungen zu erfüllen.

Das Hotel muss familiengeführt sein und einen persönlichen Umgang mit den Gästen pflegen. Die Unterbringung muss qualitätsvoll, bequem und anheimelnd sein. Das gastronomische Angebot soll von der Qualität her überzeugen und die Umgebung einer wirtschaftlichen wie kulturellen regionalen Revitalisierung unterliegen.

Der Umgang mit den Gästen, die Informationen auf der Website des Hotels, die Qualität von Unterkunft und Verpflegung unterliegen wiederum einem Bewertungsparameter, der letztlich über die Vergabe des Siegels entscheidet. Für die Anerkennung als Hotel mit gastronomischer Spezialität sind Kriterien ausschlaggebend, die sich auf die Kapazität, die Leistung und den Komfort, die Ausstattung der Speisesäle, das Familienmanagement und den persönlichen Service beziehen. Was den Lebensmittelbereich anbelangt, müssen in der Küche qualitativ hochwertige Produkte mit Ursprungsbezeichnung verwendet werden und traditionelle, katalanische Gerichte auf der Speisekarte stehen.

Bislang haben bereits 27 Betriebe an der Costa Brava, Costa Daurada, in den Pyrenäen, Barcelona und im Gebiet des Ebro die Auszeichnung „Hoteles Gastronomicos de Cataluña“ erhalten. Dazu gehören u.a. das Hotel Can Boix in Peramola (Inhaber und Küchenchef Joan Pallares), das Hotel Vall Ferrera (Inhaber Montserrat Jubany) und das Hotel Els Caçadors in Ribes de Freser (Inhaber und Küchenchef Ramon Pau).

http://www20.gencat.cat/

Wein- und Olivenöltouren in Katalonien

Seit mehr als 5 Jahren bietet Kalonien-Reisen individuelle Rundreisen und Landhäuser in Katalonien an. Ab sofort wird das Angebot mit einem privaten Reiseleiterdienst erweitert. Auf zwei Tagestouren, die von Ralf Wigger, dem Gründer von Kalonien-Reisen begleitet werden, kann die Vielfalt Kataloniens erlebt werden.

Die eine Tagestour führt in das Weingebiet des Priorats und Montsants. Auf dem Programm stehen authentische Weindörfer, ein neues Weinmuseum und der Besuch einer Kooperative, die koscheren Wein erzeugt.

Bei der anderen Tagestour steht das Olivenöl im Vordergrund. Nach dem Besuch einer historischen Ölmühle erleben die Gäste eine neue Mühle, die Olivenöl herstellt, das zu dem besten in Spanien zählt. Danach wird selber ausprobiert und gekostet, welches Olivenöl zu welchen Produkten passt.

Die Tagestouren können ganzjährig sowohl während als auch am Wochenende gebucht werden.

Spanien – fernab der Massen! Unter diesem Motto bietet seit dem Jahr 2007 Kalonien-Reisen individuelle Rundreisen durch Katalonien und Nordspanien an. Dabei bestehen die Hauptkomponenten der Rundreisen aus einem persönlichen Reiseführer, einem Mietauto und der Übernachtung in kleinen und authentischen Unterkünften. Alle notwendigen Informationen zur Reise (Anfahrt, Streckeninformationen, Sehenswürdigkeiten etc.) finden die Gäste, die die Reise eigenständig absolvieren, im Reiseführer.
Neben den Rundreisen vermittelt Kalonien-Reisen rund 30 Landgasthäuser – den sogenannten Casas Rurales. Alle Häuser sind familiengeführt – viele davon prämiert.
Seit 2011 bietet Kalonien-Reisen auch Radtouren auf spanischen Bahntrassen (Vias Verdes) an.

www.kalonien.de

Forum Gastronómico

MEISTERKÖCHE BEIM GASTRONOMISCHEN FORUM VON SANTIAGO DE COMPOSTELA

In Santiago de Compostela präsentiert die 11. Ausgabe des „Forum Gastronómico“ auf einer Ausstellungsfläche von 6000 m2 die besten Wein- und Gastronomieunternehmen Spaniens. International bekannte Vertreter der Autorenküche wie Ferran Adrià (Katalonien), Joan und Josep Roca (Katalonien), Enero Atxa (Baskenland ), Pedro und Marcos Moran (Asturien), Pierre Gagnaire (Frankreich), Ernst Knam (Mailand), Jacob Mielcke (Dänemark), Bernard Lahousse (Belgien) und Chakall (Portugal) nehmen an dem gastronomischen Groβereignis teil, das vom 20.-24. Februar unter dem Motto „Die Küche des Atlantiks“ auf dem Messegelände von Santiago (Amio) stattfindet.
In diesem Jahr stehen noch mehr Workshops auf dem Programm, bei denen herausragende Experten live kochen und die Besucher zur anschließenden Verkostung einladen. Bis zu acht Koch-Shows sollen täglich stattfinden.

Am Samstag verlässt das Forum das Messegelände und zieht in die Stadt, wo Einheimischen und Touristen lukullische Highlights geboten werden, wie etwa Weinproben oder ein Wettbewerb in der Zubereitung von Tintenfischen. Interessenten können sich geführten „Gourmet-Touren“ durch Santiago anschließen, sich Filme aus der Reihe „Essen & Trinken“ anschauen, die Ausstellung „Erinnerungen an die Galicische Küche“ besuchen oder mit renommierten Küchenchefs auf dem Markt einkaufen und anschließend kochen gehen.

www.forumsantiago.com

Castanyada in Katalonien

HERBSTLICHE GENÜSSE

Der Herbst ist die Jahreszeit der roten Früchte, der kurzen Tage, der Kastanien und der „panellets“, kleine Leckereien, wie sie in Katalonien zusammen mit den Röstkastanien typischerweise in der Nacht vor Allerheiligen verspeist werden.

Bei einer „castanyada“ kann man einen urtümlichen Aspekt der katalanischen Esskultur kennenlernen. Der tief verwurzelte Brauch des Röstkastanien-Essens konzentriert sich auf die Tage vor und nach Allerheiligen (1. November) und geht auf die Kultur der Kelten zurück. Allerheiligen und Allerseelen markieren einen entscheidenden Wendepunkt im Zyklus der Natur, wenn nämlich der Sommer in die dunklere Jahreszeit übergeht.

Zur „castanayada“ treffen sich an diesen Tagen in ausgelassener Stimmung Groß und Klein. Bei den volkstümlichen Zusammenkünften in vielen Dörfern und in den meisten Schulen in und um Girona werden Kastanien und Süßkartoffeln geröstet und in festlicher Stimmung zu Süßwein, Garnatxa oder Mistela verspeist. Ganz besonders schön wird dieses Fest in Amer gestaltet. Anfang November findet in dieser Ortschaft alljährlich ein Wettbewerb für Kastanienröster statt. Denn das Kastanienrösten will gelernt sein. Da gilt es an das Brennmaterial zu denken, die Glut muss heiß, aber nicht zu heiß sein, und der Punkt, an dem die Kastanien gar sind, ist ebenfalls ein Geheimnis, das erst entdeckt werden will.

Bis vor wenigen Jahren noch gehörte die Kastanienfrau überall zum herbstlichen Stadtbild. Sie röstete die Kastanien auf ihrem Öfchen und verkaufte sie, noch schön warm in einer Papiertüte, an die vorbeikommenden Passanten. Die Tradition schwindet mehr und mehr, aber ab und zu stößt man doch noch auf einen der alten Kastanienverkäufer. Dann sollte man die Gelegenheit nutzen und zum Bummeln eine Tüte Röstkastanien verspeisen.

Auch die „panellets“ sind eine typisch herbstliche Schleckerei. Sie werden aus Mandeln, Zucker, Eigelb und Kartoffeln oder Süßkartoffeln hergestellt und kommen mit den verschiedensten Geschmacksrichtungen auf den Markt: mit Pinienkernen, Schokolade, Kokos, Zitrone oder Mandeln. Um Allerheiligen gibt es kaum eine Mahlzeit, bei der man zum Nachtisch nicht panellets verspeist. Das so typische Produkt der katalanischen Gastronomie findet man in allen Konditoreien.

www.costabrava.org

Die besten Flugverbindungen ab 29 Euro bietet Air Berlin

11. Olivenöl-Abholtage in Wilstedt bei Bremen

Ein Mal im Jahr holen wir das Mittelmeer über die Alpen bis nach Norddeutschland. Oliviers aus Spanien, Italien und Griechenland stellen dort ihre neue Ernte »Nativer Olivenöle Extra« vor und treffen sich mit qualitäts- und genussfreudigen Norddeutschen zur wohl größten Olivenöl-Degustation Deutschlands.

Rund um Themen der mediterranen Ernährung laden weitere Manufakturen aus dem In- und Ausland zum Kennenlernen, Fachsimpeln und Genießen ein. Küchenmeister norddeutscher Spitzengastronomie, wie vom Fillet of Soul aus Hamburg, der Presse Bar aus Bremen, vom Le Pomm aus Rostock oder von den Essbaren Landschaften, lassen sich bei der Zubereitung ihrer kreativen Küche über die Schulter schauen. Außerdem stellt sich Katalonien vor: Jordi Vernis Domingo zaubert dreißig verschiedene Tappas. Und die Tanzgruppe Esbart Sant Martí begeistert ihrem neuen Programm reVolta nicht nur Barcelona.

Termin: 25. + 26.5.2009, 1020- 18 Uhr
Ausführliche Informationen unter www.artefakt

Zu Tisch in … Katalonien

arte, Donnerstag, 19.03., 18:30 – 19:00 Uhr

Katalonien liegt im Nordosten der Iberischen Halbinsel, zwischen den Pyrenäen und der Mittelmeerküste. Die Bewohner Kataloniens sehen sich selbst als ‚Preußen‘ Spaniens: fleißiger, zuverlässiger und mutiger als die Einwohner der anderen Regionen und zudem mit dem höchsten Bruttosozialprodukt gesegnet.

Die Katalanen gelten außerdem als einfallsreiche Köche. Typische Gerichte sind ‚Arroz a la Catalana‘, ein Reisgericht mit Kaninchen oder Hühnerfleisch, ‚Excalibada‘, gegrilltes Gemüse in Olivenöl, und ‚Conill con caragols‘, Kaninchen mit Schnecken und Knoblauch.
Letzteres ist auch das Lieblingsgericht von Wilma Baró, einer Obstbäuerin aus dem Dorf Seros. Es liegt in der Provinz Lleida im Landesinneren, 200 Kilometer von Barcelona entfernt. Hier wurde bis zu den 40er Jahren Weizen angebaut und Viehwirtschaft betrieben. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz der anderen Regionen Spaniens sind die Bauern mittlerweile auf Obstwirtschaft umgestiegen.

Aus der Umgebung von Seros kommen die besten Pfirsiche und Nektarinen Kataloniens. Wilma und ihr Mann Miguel waren früher Mitglied der örtlichen Kooperative, seit 15 Jahren jedoch fährt Miguel zweimal pro Woche mit seinem Kleinlaster auf den Großmarkt nach Barcelona. Beide leben mit der Natur und leiden auch mit ihr. Hagelschäden, Trockenheit oder Schädlingsbefall machen ihnen zu schaffen. Kein Jahr ist wie das andere, jedes Mal fällt die Ernte anders aus. Doch den Mut verlieren sie nie, schließlich sind sie die ‚Preußen‘ Spaniens.

Weltstar im Emsland – José Carreras erstes Deutschlandkonzert 2008

Weltstar im Emsland – José Carreras erstes Deutschlandkonzert 2008

Der Startenor aus Katalonien hat auf dem Lingener Marktplatz für das Konzertereignis 2008 gesorgt: Mit den Internationalen Symphonikern Deutschland unter Leitung von David Giminez und in Begleitung der Sopranistin Rebeca Olvera gab er am Sonntag ein Galakonzert.

Mehr als 3.000 gespannte Musikfans und Medien kamen zum ersten von fünf Deutschlandkonzerten des Tenors in diesem Jahr. Nicht Berlin, Hamburg oder München, sondern ganz bewusst hat José Carreras den beschaulichen Lingener Marktplatz ausgesucht: „Ich denke, wir Künstler sollten versuchen, für alle da zu sein. Und nicht nur in den großen und berühmten Städten der Welt auftreten, sondern überall dort, wo Menschen Musik lieben und empfänglich dafür sind“, so José Carreras nach dem Konzert.

Lingen ist für seine hochklassigen Events bekannt: In den vergangenen Jahren sind hier bereits Buena Vista Social Club, BAP oder Chris de Burgh aufgetreten. Das Open-Air-Konzert von José Carreras setzt diese Kulturreihe fort. „Der Name Carreras strahlt weit über unsere Region hinaus und stärkt das Ansehen des Standortes. Insofern ist dies auch ein Stück Wirtschaftsförderung“, meint Oberbürgermeister Heiner Pott. Zustande gekommen ist das Konzert auch, weil Lingen eine katalanische Partnerstadt hat: Salt in der Provinz Girona.

Die Stadt Lingen, 56.000 Einwohner, ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Emslandes: Hier treffen eine über 1.000jährige Geschichte, modernste Industrie und innovative Hightech-Unternehmen aufeinander. Die Stadt etabliert, sich als einer der attraktivsten Wirtschafts- und Energiestandorte in Deutschland. Ihre gute Erreichbarkeit macht sie für Unternehmen, Investoren und Existenzgründer zu einem interessanten und zukunftsorientierten Sitz.

Zu Tisch in Katalonien

Katalonien liegt im Nordosten der iberischen Halbinsel, zwischen den Pyrenäen und der Mittelmeerküste. Die Bewohner Kataloniens halten sich für die ‚Preußen‘ Spaniens, denn aus ihrer Sicht sind sie fleißiger, zuverlässiger und mutiger und erwirtschaften dazu noch das höchste Bruttosozialprodukt im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens. Die Katalanen gelten außerdem als einfallsreiche Köche.

Typische Gerichte sind ‚Arroz à la Catalana‘, ein Reisgericht mit Kaninchen oder Hühnerfleisch, ‚Excalibada‘, gegrilltes Gemüse in Olivenöl, und ‚Conill con caragols‘, Kaninchen mit Schnecken und Aioli.

ZDFdokukanal, Freitag, 16.05., 06:15 – 06:45 Uhr

Zu Tisch in… Katalonien

Katalonien liegt im Nordosten der iberischen Halbinsel, zwischen den Pyrenäen und der Mittelmeerküste. Die Bewohner Kataloniens halten sich für die ‚Preußen‘ Spaniens, denn aus ihrer Sicht sind sie fleißiger, zuverlässiger und mutiger und erwirtschaften dazu noch das höchste Bruttosozialprodukt im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens.

Die Katalanen gelten außerdem als einfallsreiche Köche. Typische Gerichte sind ‚Arroz à la Catalana‘, ein Reisgericht mit Kaninchen oder Hühnerfleisch, ‚Excalibada‘, gegrilltes Gemüse in Olivenöl, und ‚Conill con caragols‘, Kaninchen mit Schnecken und Knoblauch. Das ist auch das Lieblingsgericht von Wilma Baró einer Obstbäuerin aus dem Dorf Seros. Es liegt im Landesinnern, in der Provinz Lleida, 200 Kilometer von Barcelona entfernt. Hier wurde bis in die 40er Jahre Weizen angebaut und Viehwirtschaft betrieben. Bedingt durch die zunehmende Konkurrenz anderer Regionen Spaniens stiegen die Bauern auf Obstwirtschaft um.

Aus der Umgebung von Seros kommen inzwischen die besten Pfirsiche und Nektarinen Kataloniens. Wilma und ihr Mann Miguel waren früher Mitglied der örtlichen Kooperative. Aber seit 15 Jahren fährt Miguel zweimal pro Woche mit seinem Kleinlaster auf den Großmarkt nach Barcelona. Beide leben mit der Natur und beide leiden mit ihr. Hagelschäden, Trockenheit oder Schädlingsbefall machen ihnen zu schaffen. Kein Jahr ist wie das andere, jedes Mal fällt die Ernte anders aus. Doch den Mut verlieren sie nie. Schließlich sind sie die ‚Preußen‘ Spaniens.

arte, Dienstag, 21.08., 20:15 – 20:40 Uhr