Gerald Angelmahr ist der „junge wilde 2007“

Im Rahmen der Wiener Gastronomiefachmesse „Alles für den Gast“ wurde der „junge wilde 2007“ gekürt. 1400 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich für diesen ultimativen – vom Fachmagazin ROLLING PIN initiierten – Kochwettbewerb mit ihren kreativen Rezepten beworben. Die neun besten daraus standen vier Tage lang unter strenger Beobachtung der Fachjury. Sieger wurde schließlich Gerald Angelmahr, 25-jähriger Chef Saucier vom Restaurant Imperial in Wien.

Es wurde gebrutzelt, geschäumt und gedampft. Und es war jede Menge gute Stimmung angesagt, als die neun besten unter allen Einsendungen beim Award „junge wilde 2007“ aufkochten. Bereits zum dritten Mal suchte ROLLING PIN, das führende deutschsprachige Fachmagazin für Jobs, Karriere und Erfolg in der Gastronomie-, Hotellerie- und Kreuzfahrtbranche (www.rollingpin.eu die trendigsten, kreativsten und außergewöhnlichsten Köche, die mit viel Engagement, Leidenschaft, Ungezwungenheit und Spaß am Kochen um den Titel „junger wilder 2007“ ritterten. Das Motto lautete dabei: „Jung, wild, anders“ – verrückte Kombinationen und ungewöhnliche Zubereitungs- und Präsentationstechniken waren also gefragt.

Schon bei den drei „Exhibition-days“, die im Rahmen der Gastronomiefachmesse „Alles für den Gast Wien“ von Sonntag bis Dienstag stattfanden, zeigte sich, was die Jungköche vor Publikum und TV alles drauf hatten. Jede Menge Power und Kreativität steckte in ihren Kreationen, die von einer prominenten, täglich wechselnden Fachjury, bestehend aus den TV-Stars Tim Mälzer und Ralf Zacherl sowie den Spitzenköchen Walter Eselböck, Karlheinz Hauser, Thomas Dorfer, Helmut Österreicher, Bernie Rieder, Christian Domschitz, Kim Sohyi, Hanspeter Fink, Didi Dorner, Alain Weissgerber, Heinz Reitbauer jun. und vielen anderen, bewertet wurden.

Am Finaltag waren schließlich die jeweils Besten aus den drei Vorrunden am Werk: Stefan Gmeiner (24, Chef Tournant im Restaurant Alter Wartesaal in Köln/D), Christian Schagerl (21, Commis de Cuisine im Restaurant Hanner in Mayerling/Ö) und Gerald Angelmahr (25, Chef Saucier im Restaurant Imperial in Wien/Ö). Live vor dem großen Publikum, Fernsehteams und zahlreichen Medienvertretern, zauberten sie unter strengen Zeitlimits ihre Gerichte auf die Teller und tauchten dabei auch in die Welt der Molekularküche ein.

Nach einem spannenden und engen Wettkampf erkostete die Jury anhand der präsentierten Vor-, Haupt- und Nachspeisen, die jeweils mit vorgegebenen Produkten beziehungsweise Techniken zubereitet werden mussten, den Sieger: Gerald Angelmahr gewann mit 816 Punkten vor Stefan Gmeiner (921 Punkte) und Christian Schagerl (1052 Punkte). Das Siegermenü: Gebratener Zander mit Anis auf weißer Zwiebel-Frischkäse-Vanille-Creme mit mariniertem Fenchel und Chorizoschaumrolle (Vorspeise), glacierte Kalbsfledermaus in Pommery-Senf-Sauce, Physalis, Kartoffel-Mohn-Chip und kleinem Radler (Hauptgang) und weißes Schokoladen-Wasabi-Mousse mit Rote-Rüben-Gelee, Knusperreis, Camparischaum und Balsamico-Glace-Hibiksus-Chili (Dessert). Der sensationelle erste Preis: Ein Praktikumsplatz im „El Bulli“ von Ferran Adrià, das erst vor kurzem wieder zum besten Restaurant der Welt gekürt wurde. Der Sieger ist auch Covermodel im ROLLING PIN, außerdem wird er für ein Jahr in die Vereinigung der „jungen wilden“ (Michael Nährer, Bernie Rieder, Christof Widakovich, Christian Winkler und Andreas Döllerer) aufgenommen. Am 26. Mai 2007 haben die „jungen wilden“ ihren nächsten Auftritt und werden die Stars und VIPs auf dem Life Ball kulinarisch verzaubern.

Den Preis für den „Espuma of the Year“ gewann der zweitplatzierte Stefan Gmeiner (D) vom Restaurant „Alter Wartesaal in Köln mit dem Gericht „Apfel-Reis-Flammeri neben Marshmallows und Chilistangen an Hibiskusespuma“. Sein Preis: Eine Reise zum Kongress „Madrid Fusiòn 2008“ inklusive Anreise, zur Verfügung gestellt von iSi.

Die Kochjury Tim Mälzer, Ralf Zacherl, Siegfried Kröpfl, Andreas Döllerer, Christoph Brunnhuber, Christian Petz, Thomas Walkensteiner, Christian Übeleis, Richard Brunnauer, Wini Brugger, Thomas Göls, Gerhard Fuchs, Jaqueline Pfeifer, Karlheinz Hauser, Thomas Dorfer, Max Aichinger, Christian Domschitz, Helmut Österreicher, Heinz Reitbauer jun., Christof Widakovich, Michael Nährer, Walter Eselböck, Alain Weissgerber, Hanspeter Fink, Sohyi Kim

Die Jury der Sponsoren/Partner: Jürgen Pichler (Initiator der „jungen wilden“ und Herausgeber von ROLLING PIN), Thomas Lehmann (Menu System), Günther Hoffmann (Kahla-Porzellan), Christian Schahud (AGM), Gerhard Weidinger (GF Metro Restaurants), Claudia Maschke (Ottakringer), Alois Gasser (Wiberg Gewürze), Melanie Stocker (Teufner Fleisch), Roland Otto (iSi), Andrea Hagspiel (Convotherm) Thomas Panholzer (AGM), Christiane Wenckheim (Ottakringer), Markus Pfarrhofer (Wiberg), Josef Teufner (Teufner-Fleisch), Hannelore Rist (Gastronomiebedarf Rist), Günther Rettig (AGM), Monika Skokan (iSi), Brigitte Teufner (Teufner Fleisch)

Sowohl ATV, Spiegel TV als auch Kabel 1 haben die Finalisten begleitet und bringen jeweils eine große Reportage (bis zu 50 Minuten) über den Award „junge wilde“.

Herzlichen Dank an die Partner und Sponsoren: Ottakringer Bier, AGM, Wiberg, Metro, iSi, Teufner-Fleisch, ROLLING PIN, Convotherm, Kahla Porzellan, Menu System Herde.

Nächstes Jahr wird es in Österreich, Deutschland und der Schweiz 9 Vorausscheidungen geben, die jeweiligen Sieger werden dann zum Finale nach Wien eingeladen.

„Eine wunderbare Idee von ROLLING PIN. Nehmt Euch vor den ,jungen wilden‘ in Acht – ihnen ist nichts zu heilig, um Menschen für das Kochen, Essen, Trinken und den Kochberuf zu begeistern.“ Tim Mälzer

„Die jungen Kreativen, die bereit sind eingefahrene Bahnen zu verlassen, sind die Zukunft des Kochberufs. Daher wollen wir diese fördern und ihnen mit dem Award ,junge wilde‘ jene mediale Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdienen.“ > > Jürgen Pichler – ROLLING PIN-Herausgeber und Initiator der „jungen wilden“

„Der Award ,junge wilde‘ ist die perfekte Bühne für junge, kreative Köche, die nach oben wollen.“ > > Roland Trettl (Hangar-7) Salzburg/Ö

„Der Award ,junge wilde‘ rückt junge Talente ins Scheinwerferlicht und präsentiert die kulinarische Avantgarde von morgen.“ > > Karlheinz Hauser (Süllberg) Hamburg/D

Nähere Informationen unter http://www.rollingpin.eu bzw. http://www.jungewilde.eu

Gastro Vision Business Forum Hamburg 2007

Frische und Selbermachen gehört in der Top-Gastronomie zum Selbstverständnis. Dass sich diese Qualitätsstrategie auch in der Systemgastronomie umsetzen lässt, ist dagegen relativ neu. Wie funktionieren solche Konzepte – und wie beeinflussen sie den Markt? Welche Rolle spielt Convenience in Zukunft? Auf dem 3. Gastro Vision Business Forum stellten F&B-Manager, Vertriebschefs und Sterneköche ihre Erfolgsgeschichten vor und diskutierten im Spannungsfeld von „Make or Buy“ mit einem fachkundigen Publikum.

Mehr als 100 interessierte Gäste waren der Einladung zum Gastro Vision Business Forum am Montag, den 12. März gefolgt. Mit Spannung wurde die Diskussion der Talkgäste zu den großen Trends „Make or Buy“ erwartet. Auf dem Podium saßen die Sterneköche Karlheinz Hauser, Geschäftsführender Gesellschafter der KHH Süllberg Betriebsgesellschaft, Hamburg und Gunnar Hinz, Inhaber und Chefkoch im Restaurant Das Kleine Rote, Hamburg sowie Oliver Altherr, CEO Marché International, Adliswil (Schweiz), Christoph Lueg, Direktor Délégué Mercure Hotels Hamburg und Bremen sowie Udo Walter, Inhaber der Patisserie Walter GmbH, Kleinheubach. Michael Moritz, Mitglied des Gastro Vision Teams und Chef der Frankfurter Agentur MORITZ Communications moderierte durch die Veranstaltung.

Systemgastronomie auf Erfolgskurs

Die Positionen waren schnell abgesteckt: Spitzenkoch Karlheinz Hauser und sein Kollege Gunnar Hinz stehen als Top-Gastronomen kompromisslos für Frische und Selbermachen. Hauser auch deshalb, weil er bei allem „wissen will, wie es schmeckt“, Hinz, weil er sich mit seiner Philosophie den Gästen bis ins Detail verpflichtet fühlt. Mit Oliver Altherr, CEO von Marché International hatte das Gastro Vision Business Forum einen gefragten Manager der Branche auf dem Podium. Altherr hat das Sorgenkind Verkehrsgastronomie mit einem „radikalen Frischekonzept“ in den vergangenen vier Jahren in ein Vorzeigeprojekt verwandelt. Die Säulen des Marché Konzepts: Zubereitung vor den Augen des Gastes mit frischen, regionalen Zutaten und Entwicklung regionaler Rezepturen. Dabei konzentriere man sich auf Kernkompetenzen. So gibt es statt acht Pastasorten beispielsweise nur vier. Die sind aber frisch und selbst gemacht. Letzter Coup: Weil man mit dem üblichen Aufbackbrot nicht zufrieden war, entwickelte man die Naturbäckerei. Die Mitarbeiter bereiten Brot und Brötchen von A bis Z selbst frisch zu. Die Rezepturen für die Marché-Gerichte werden dabei dezentral an verschiedenen Marché-Standorten von den Mitarbeitern selbst entwickelt. Diese Entscheidung hat sich durchweg positiv auf das Firmenklima ausgewirkt. So würden die Mitarbeiter in Prozesse eingebunden, motiviert und ihnen Ängste vor Neuerungen genommen.
Dass sich mit dieser aufwändigen Selbermachen-Strategie Geld verdienen lässt, zeigte sich schon im ersten Jahr. Die Marché-Gruppe schrieb nach verlustreichen Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen. Der Wandel von der konventionellen Systemgastronomie zum radikalen Frischekonzept ging dabei schrittweise voran. Bevorratete man früher beispielsweise den überschüssigen, frisch gepressten Orangensaft über den Tag, kommt er heute schon nach wenigen Stunden Standzeit aus der Theke, um bei Bedarf wieder frischen zu pressen. Die Gäste honorieren offensichtlich die Frische und Transparenz. So konnte der Umsatz allein beim Orangensaft um 17 Prozent gesteigert werden. „Den meisten Saft-Umsatz machen wir, wenn die Maschine läuft. Der Gast verbindet das mit Frische. Er hört das Geräusch und sieht wie der Saft aus der Maschine kommt.“ Mit einem ähnlichen Front-Cooking-Erlebnis ist beispielsweise auch die Vapiano-Kette sehr erfolgreich am Markt.

3- 4 Sterne-Hotelgastronomie kann auf Convenience nicht verzichten

Anders stellt sich die Situation in der 3- bis 4-Sterne Gastronomie dar. Zwar bestätigte auch Christoph Lueg, Direktor Délégué Mercure Hotels Hamburg und Bremen einen Trend zu mehr Qualitätsbewusstsein der Gäste und zum Selbermachen, aber „die Hotellerie kann auf Zukauf nicht verzichten“. Ein Hotel-Küchenchef könne mit seinen begrenzten Kapazitäten und vor dem Hintergrund einer vernünftigen Kalkulation nicht alles selbst herstellen. Zudem müsse die Hotelgastronomie flexibel sein. Ein Gast, der um ein Uhr nachts anreist soll auch noch etwas zu essen bekommen können. Ein weiteres Argument für Convenience: Die Produkte geben dem Küchenchef den Freiraum, um sich auf gute à la Carte-Gerichte konzentrieren zu können. Hier gäbe es auf jeden Fall einen deutlichen Trend zum Selbermachen mit frischen Produkten. Ganz wichtig bei Convenience sei die Auswahl. „Wir legen Wert auf Qualität, das müssen gute Produkte sein. Hier ist der Küchenchef gefragt, er muss eine gute Auswahl treffen, sich einen Überblick verschaffen und weiterbilden.“

Convenience auf Top-Niveau

Jedoch gibt es bislang noch einen deutlichen Bedarf an hochwertiger Convenience, so ein überraschendes Ergebnis dieser Diskussion. Premium-Convenience kann die Qualitätsstrategie in der Top-Gastronomie ergänzen und sogar bereichern, führte Udo Walter von der Patisserie Walter aus. Der gelernte Koch und Betriebswirt leitet das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Uwe Walter, einem Patissier. Die beiden produzieren mit rund 50 Mitarbeitern, davon 25 gelernte Konditoren, nach Industriestandard Patisserie-Produkte in gleich bleibend hoher Qualität. Das Credo: Frische Zutaten, Verzicht auf Fertigprodukte, Aroma- und Geschmacksstoffe und handwerkliche Herstellung, wo immer sie für die Qualität entscheidend ist. Die Spitzengastronomie weiß das exklusive Angebot zu schätzen, „wir beliefern Top-Adressen, die ganz offen zu unseren Produkten stehen“, sagt Udo Walter. Damit schließt er eine Lücke, denn gute Patissiers sind in Deutschland rar. Mit seinem neuen Konzept – Patisserie-Live – greift Walter jetzt den Trend Front-Cooking auf. Auf Wunsch kommen die Profi-Patis aus dem Hause Walter mit ihrem Equipment zum Kunden und fertigen am Buffet live. Ähnlich wie beim Marché Konzept erlebt der Gast dabei Essen mit allen Sinnen.

Fazit: Selbermachen ist ein Trend

Nach rund zwei Stunden anregendem Talk kristallisierte sich ein Ergebnis heraus. „Selbermachen ist ein klarer Trend. Das Qualitätsdenken kehrt zurück und das Top-Segment wird davon besonders profitieren. Der Anteil an Selbstgemachtem in der Gastronomie nimmt zu, diese Qualitäts-Strategie wird in den kommenden Jahren sehr erfolgreich sein“, resümierte Moderator Michael Moritz. Allerdings, so ein anderes Ergebnis des Talks, fehle es teilweise an fachlich versiertem Küchennachwuchs. Deshalb müsse die Branche besonderen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung legen. Neben dem Trend zum Selbstmachen gäbe es aber auch für qualitativ gute Convenience einen Wachstumsmarkt. „Convenience wird dort gebraucht, wo die eigene Küche nicht genügend Kapazitäten hat oder es an Spezialisten, etwa Patissiers, fehlt“, fasste Moritz zusammen. Allerdings vermissen anspruchsvolle Gastronomen Convenience auf höchstem Niveau. Hier sieht Kommunikationsexperte Moritz viele Chancen und Möglichkeiten für innovative Produktentwicklungen.

Karlheinz Hauser ist Top-Ausbilder des Jahres 2007

Die Sieger stehen fest! TOP-AUSBILDER 2007 – Vorbilder für das gesamte Gastgewerbe. KÜCHE und der Verband der Köche Deutschlands. e.V. (VKD) zeichnen zum fünften Mal herausragende Ausbildungsbetriebe im Berufsfeld Koch/Köchin aus.

Top-Ausbilder des Jahres
eine Initiative für gute Ausbildung
Rund 260 Bewerbungen, 54 nominierte Betriebe, 20 Preisträger – das ist die Bilanz der nunmehr fünfjährigen Erfolgsgeschichte TOP-AUSBILDER DES JAHRES. Im Rahmen dieses Branchenwettbewerbs würdigen die Fachzeitschrift KÜCHE und der Verband der Köche Deutschlands seit 2003 Top-Leistungen bei der Ausbildung junger Menschen im Berufsfeld Koch/Köchin.

Vor über 220 Gästen wurden am 11. März auf dem Hamburger Süllberg die TOP-AUSBILDER DES JAHRES 2007 gekürt.

Der Auszeichnung der vier besten Ausbildungsbetriebe 2007 war eine detaillierte Qualifizierungsrunde vorausgegangen. Über 50 Ausbildungsbetriebe hatten sich um den Titel beworben, darunter Hotels namhafter internationaler Konzerne, Restaurants mit vielfach ausgezeichneten Küchenchefs, Betriebskasinos mit mehreren 100 Gästen täglich, Küchen großer Krankenhäuser und sozialer Einrichtungen.

Die TOP-AUSBILDER 2007 sind:

Kategorie Hotel-Gastronomie: Prüser’s Gasthof, Hellwege
(Ausbilder Steffen Albers)

Kategorie Individual-Gastronomie: KHH Süllberg Betriebsgesellschaft, Hamburg
(Ausbilder Karlheinz Hauser)

Kategorie Sozial-Gastronomie: Bildungszentrum Ribnitz-Damgarten
(Ausbilder Hans Martens)

Kategorie Betriebs-Gastronomie: Otto Wirtschaftsbetriebe, Hamburg
(Ausbilder Ralf Kroschel)

Der Jurybesuch vor Ort in den nominierten Betrieben brachte die Entscheidung: „Nur wer selber vor Begeisterung für diesen Beruf brennt, kann dafür sorgen, dass der Funke der Begeisterung und Motivation auch auf seine Auszubildenden überspringt“, umschreibt Juryvorsitzender Rudolf Pellkofer die Bedeutung der Praxis-Checks. „Dieser Wettbewerb ist eine echte Erfolgsgeschichte“, kommentiert KÜCHE-Chefredakteurin Sabine Romeis. „Die Ausbildungsleistungen im Kochberuf können sich wahrlich sehen lassen. Es ist beeindruckend, mit welch hoher sozialer Verantwortung, überdurchschnittlicher Motivation und emotionalem Einsatz TOP-AUSBILDER im Kochberuf ihrer Aufgabe nachgehen.“

AIDA Cruises begrüßt den millionsten Gast an Bord

AIDA Cruises hat die magische Marke von einer Million Passagieren erreicht. Am 25. August 2006 checkte Karlheinz Zahm aus Leonberg als millionster Gast auf AIDAaura ein. Kapitän Przemyslaw Kurc und Clubdirector Jörg Müller nahmen den Jubiläumsgast persönlich an der Pier in Heraklion in Empfang.

Karlheinz Zahm unternimmt das erste Mal mit seiner Frau Nora und dem fünfjährigen Sohn Jan eine Seereise. Ausschlaggebend für die Wahl dieser Route war der Stopp in Ägypten mit dem Besuch bei den Pyramiden: „Diese gigantischen Bauwerke wollten wir immer schon mal hautnah erleben.“ Die Reise führt von Heraklion durchs östliche Mittelmeer mit Stationen in Port Said, Zypern, Rhodos und Santorin.

Als besondere Überraschung erwartet Familie Zahm ein großzügiges Bordguthaben in Höhe des Reisepreises, mit dem sie die AIDA Erlebniswelten erkunden oder auch schon die nächste AIDA Reise planen können. „Mit so einer tollen Überraschung haben wir beim Buchen der Reise natürlich nicht gerechnet. Wir werden auf jeden Fall die Massagen im Wellnessbereich ausprobieren und uns ein Essen im Gourmet-Restaurant Rossini gönnen“, freut sich Karlheinz Zahm. „Wir kommen auf jeden Fall wieder, beim nächsten Mal allerdings nicht nur für eine Woche!“

Heinz Winkler kocht in Moskau

Heinz Horrmann polemisiert gegen reisende Köche und bezeichnet Ralf Zacherl (jüngster Sternekoch), Stefan Marquard (1 Stern) und Tim Mälzer (Achenbach Preisträger) als „zu schlecht“.

Lesen Sie selber:

Immer häufiger nehmen wir Gäste freudlos die Information hin, der Chef koche auswärts, aber sein Stellvertreter wäre genauso gut. Was oft genug falsch ist.

Mit großer Vorliebe stehen unsere Stars der weißen Brigade auf Kreuzfahrtschiffen in der Luxuskombüse. Die MS Europa hat allein ein Dutzend Stars mit Michelin-Sternen auf ihren Reisen dabei. Das freut natürlich die Genießer an Bord. Von Witzigmann bis Wohlfahrt sorgen die Verpflichteten für Genuß pur. Im aktuellen Jahresprogramm des besten Kreuzfahrtschiffs der Welt sind auch kulinarische Reisen mit Dieter Müller, Johannes King, Dieter Koschina und Karlheinz Hauser vorbereitet.

Die zweite Welle rollt zu den Food-Festivals von Robinson bis Aldiana sowie der Erlebnisgastronomie in den Zirkuszelten von Palazzo und Co.

Schließlich lassen sich die Viel-Gefragten gern als Pate und Patron verpflichten und vermarkten auf dieser Weise ihren guten Namen. Heinz Winkler sorgte sich einst um das Tristan auf Mallorca und wird aktuell mit viel Beifall begrüßt, wenn er als namhafter Drei-Sterne-Koch in Moskau die Küche des neuen Ritz-Carlton beflügelt, das bald eröffnet. Auch Dieter Müller aus dem Schloß Lerbach, seit vielen Jahren im Kocholymp der Besten, mag nach lang gepflegter Abstinenz derartige Gastspielangebote nicht mehr zurückweisen. Einer der immer hundertprozentige Leistung bringt und darum weltweit gefragt, ist Karlheinz Hauser vom Süllberg in Hamburg. Er ist nicht nur Patron in Donald Trumps teuersten Club der Welt Mar a Lago in Palm Beach, er inspiriert auch seine Kochfreunde im Club am nahen Fleesensee und beglückt gleich bei zwei Kreuzfahrten auf der „schönsten Yacht der Welt“ (Werbeslogan) die betuchten Gäste.

Ganz interessant am Rande: Die großen Könner sind gefragt, die Klassiker, die Traditionalisten, nicht aber die schrecklichen Veralberer der Branche, die auch ohne große Leistung auffallen wollen, mit Glatze und gefärbtem Spitzbart, Seeräuber-Kopftuch oder Showleute wie Mälzer, die häufig vom echten Vermögen zu schlecht sind, um in den Teams der Topleute einen Posten zu besetzen.

Lesen Sie den gesamten Artikel von Heinz Horrmann in der Welt:
www.welt.de/data/2006/07/01/938291.html

Knorr Küchenbrigade unterstützt Kindernothilfe

„Journalisten müssen auch in Zukunft für geschundene und missbrauchte Kinder eintreten und durch ihre Berichterstattung wachrütteln.“ Das sagte Fritz Pleitgen, Intendant des Westdeutschen Rundfunks, in seiner Laudatio auf die Preisträger des diesjährigen Medienpreises „Kinderrechte in der Einen Welt“.
Der von der Kindernothilfe-Stiftung seit 1999 jährlich vergebene Journalistenpreis wurde am 4. November 2005 in Berlin überreicht.
Die Veranstaltung mit 250 prominenten Vertretern aus Verbänden, Medien und Politik moderierte die ARD-Wetterfee Claudia Kleinert. Zum gelungenen Abend und für den guten Zweck hat auch diesmal wieder die Knorr Küchenbrigade von Unilever Foodsolutions mit Unterstützung des Culinary Team „Let’s Go Magic Germany“ unter der Leitung von Karlheinz Haase mit einer zwölfköpfigen Mannschaft beigetragen. Das Küchen-Einsatzkommando zauberte zahlreiche Gaumenfreuden. Ganz nach dem Geschmack der Medienpreis-Schirmherrin Christina Rau, die mit Dr. Norbert Blüm, Ex-Bundesarbeitsminister und Mitglied im Stiftungsrat der Kindernothilfe, Armin Laschet, Generationenminister in Nordrhein-Westfalen und Dr. Jürgen Thiesbonekamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe, die vier Preise für folgende Sparten übergaben:

– Barbara Lühti in der Sparte TV: Die Fernsehreporterin wurde für ihren im Schweizer Fernsehen ausgestrahlten Bericht „Kinder-Händler“ ausgezeichnet. Lüthi zeigt anschaulich, wie Kinder und Jugendliche aus Albanien während der Olympischen Spiele in Griechenland zur Kinderarbeit gezwungen wurden.

– Bernd-Uwe Gutknecht in der Kategorie Hörfunk: In „Böses Blut“, gesendet vom Bayerischen Rundfunk, schildert Gutknecht, wie insbesondere Frauen in kenianischen Dörfern die offiziell verbotene Tradition der Frauenbeschneidung aufrechterhalten. Die Reportage zeigt Auswege und Alternativen, um Mädchen und jungen Frauen diese Prozedur zu ersparen.

– Philipp Oehmke in der Sparte Print: Im Artikel „Erziehungsberechtigter“, der im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschien, schildert der Journalist, wie ein Jugendlicher aus einer Alkoholikerfamilie mit Erfolg gegen seine Eltern aufbegehrt.

– Frederik Jötten in der in diesem Jahr erstmals ausgeschriebenen Kategorie Bild: Das „Portrait einer jungen Kindersoldatin“, veröffentlicht in der Frankfurter Rundschau, hat die Jury überzeugt. Das Foto zeigt eine Kindersoldatin aus dem Norden Ugandas, der man deutlich die bitteren Erfahrungen in der Armee von Rebellenführer Joseph Kony ansieht.

Der Medienpreis „Kinderrechte in der Einen Welt“ wird mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Die Kindernothilfe-Stiftung zeichnet damit jährlich Beiträge aus, die in besonderer Weise auf Kinderrechtsverletzungen aufmerksam machen. Die Duisburger Hilfsorganisation fördert rund 200.000 Mädchen und Jungen in 27 Ländern und setzt sich unter anderem für die Einhaltung von Kinderrechten ein.

Dazu leistet auch Unilever Foodsolutions seinen Beitrag. Beim Sommerfest des Bundespräsidenten am 14. Juli 2000 im Schloss Bellevue überreichte der damalige Verkaufsleiter Hartmut Grischy der ehemaligen First Lady, Christina Rau, symbolisch die Botschaft, dass das Unternehmen bei der Verleihung des Medienpreises „Kinderrechte in der Einen Welt“ das Catering ausrichten wird. Dass dieses soziale Engagement auch professionell umgesetzt wird, ist insbesondere der Verdienst der Knorr Küchenbrigade mit Unterstützung des Culinary Team „Let’s Go Magic Germany“ unter der Leitung von Karlheinz Haase. Der Spitzenkoch pflegt seit Jahren freundschaftliche Kontakte zu den Kollegen im Schloss Bellevue und in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen.

Lea Linster, Dieter Koschina, Karlheinz Hauser u.a. kochen

Zum zweiten Mal trafen sich „EUROPAs Beste“: Am 22. Juni 2005 stellten in Amsterdam an Bord der EUROPA über 20 der renommiertesten Köche, Winzer, Chocolatiers, Pâtissiers und Fromagiers Europas ihr Können unter Beweis und verwöhnten die knapp 500 Gäste.

Wir hatten eine gute Zeit und kommen wieder

In Kooperation mit dem Magazin „Feinschmecker“ präsentierte Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gemeinsam mit den Partnern Gaggenau und Hotel Amstel Intercontinental das Gourmetevent „EUROPAs Beste“ in Amsterdam.
Europäische Sterneköche wie Karlheinz Hauser und Heinz Winkler aus Deutschland, Lea Linster aus Luxemburg, Dieter Koschina aus Portugal, Edwin Kats aus den Niederlanden oder Nik Gygax aus der Schweiz zeigten ihr Können an Bord der EUROPA. Gebratene Entenleber auf Äpfeln, Tatar vom Balik Lachs Zar Nikolay oder gedünstete Bresse Poularde mit Trüffeln – entlang der beeindruckenden Gourmet-Meile auf dem Lido-Deck kredenzten die Stars ihrer Zunft den Kreuzfahrern und geladenen Gästen kulinarische Köstlichkeiten der Extraklasse. Sommeliers aus zehn Weingütern wie Manfred Tement aus Österreich, Daniel Gantenbein aus der Schweiz oder Wilhelm Haag aus Deutschland präsentierten zudem erlesene Tropfen. Süße Sinfonien von Karl Weiser aus Wien oder Käsevariationen von Tölzer Kasladen rundeten die Gaumenfreude ab.

Ein fulminantes Feuerwerk vor der Stadtkulisse Amsterdams bildete an diesem herrlich lauen Sommerabend den krönenden Abschluss des gelungenen Events.

Daniel Schöfisch bester Jungkoch 2005 – Jury: Tim Mälzer

Beim großen Finale des 31 Bundesjugendwettbewerbs des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. (VKD) um den begehrten Rudolf-Achenbach-Preis hatte der 19-jährige Auszubildende aus dem Berlin Hilton Hotel am vergangenen Samstag die Nase vor.
Ausgezeichnet vorbereitet und dem hohen Anspruch der Aufgaben gewachsen waren alle neun Finalisten des 31. VKD-Bundesjugendwettbewerbs um den Rudolf-Achenbach-Preis: Das gewisse Extra und ein Quäntchen Glück hatte schließlich Daniel Schöfisch, der als Vertreter des Landesverbandes Berlin-Brandenburg (Trainerin Thea Nothnagel) den renommierten Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Auf Platz zwei folgte Hans-Heinrich Meier (Nürnberg), und Thomas Dähn (Dresden) erkochte sich den dritten Platz. Die Viertplatzierten: Sarah Michelmann (Lübeck), Melanie Peglau (Weser-Ems), Karin König (Trier), Frederik Karr (Bodenseekreis), Henning Kreft (Bielefeld) und Paul Scheliga (Marburg).

Sieger Daniel Schöfisch, der wenige Tage vor dem Frankfurter Finale seine Abschlussprüfung im praktischen Teil mit 98 von 100 Punkten sowie mit einer Gesamtnote von 2 hervorragend bestanden hatte, plant nun eine Karriere in der gehobenen Gastronomie. In diesem Sommer stehen Praktika bei den Sterneköchen Karlheinz Hauser, August Winkler und Dieter Müller auf dem Programm, bevor es den gebürtigen Berliner („Ich wollte schon als Kind Koch werden“) dann zum Grundwehrdienst in das Bundesverteidigungsministerium zieht.

Petra Moos-Achenbach, Geschäftsführerin der Achenbach Delikatessen-Manufaktur, sprach anlässlich der Siegerehrung im Frankfurt Sheraton Hotel & Towers (Küchendirektor Klaus Böhler) in ihrer Rede nicht nur den Sieger, sondern alle neun Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs an: „Gleichgültig, ob Sie den 1. oder den 4. Platz erarbeitet haben, Sie alle haben sich mit Ihrer Leistung, mit Ihrer Zielstrebigkeit, ihrem Fleiß und Ihrer Kreativität bis ins Finale gekocht. Ihre Arbeit verdient unsere uneingeschränkte Anerkennung und Bewunderung.“ Und weiter: „Sie können stolz sein auf ihre Leistung und auf ihren Beruf, dessen Motto lautet: ‚Kochkunst ist Lebenskunst’.“ Petra Moos-Achenbach brachte auch ihren Dank allen Mitstreitern gegenüber zum Ausdruck: „Wir sind glücklich darüber, dass es uns gemeinsam mit den vielen engagierten Ausbildern, Küchenchefs und Fachlehrern der Berufsschulen – sie bilden die zweite Säule des Rudolf-Achenbach-Preises – jedes Jahr wieder gelingt, so viele Teilnehmer zu motivieren.“

Einen ganz besonderen „Motivations-Goodie“ hatte Jury-Mitglied Tim Mälzer vorbereitet: Der derzeit bekannteste Fernsehkoch, der 1984 den 20. Rudolf-Achenbach-Preis gewann, erhöhte die Prämien für die diesjährigen Finalisten um jeweils 500 Euro (aus eigener Tasche, versteht sich). „Ich möchte die Motivation der jungen Köchinnen und Köche stärken und ihnen eine zusätzliche Anerkennung für ihre großartigen Leistungen aussprechen“, so Mälzer. „Mit dem Geld sollte eine Investition in die fachliche Weiterbildung getätigt werden, egal ob für ein Fachbuch oder ein Besuch bei toskanischen Gastronomen und Winzern.“

Eine zusätzliche Anerkennung für die Finalisten, die sich jeweils über einen wertvollen Messerkoffer und Geldpreise in Höhe von 250 bis 1000 Euro freuen konnten. In der Jury des diesjährigen Bundesjugendwettbewerbs fungierten: Karlheinz Haase (Gesamtleitung), Frank Ottersbach, Andreas Cieslak, Tim Mälzer, Franz Xaver Bürkle, Oliver Preding, EDV-Auswertung Hansjoachim Mackes.

Die Rudolf Achenbach Ehrenmedaille in Gold mit Brillant erhielt am Abend des Finales VKD-Vizepräsident Axel Rühmann in Anerkennung für seinen langjährigen Einsatz beim Rudolf-Achenbach-Preis.