Kaktuswasser und Birkensaft

Energydrinks aus der Natur?

Kokoswasser ist längst vergessen. Heute greifen
Hollywoodstars zu Kaktus- und Birkenwasser, die deutlich weniger
Kalorien haben. Die Pflanzensäfte sollen sehr erfrischend sein und
noch dazu Gesundheit und Schönheit erhalten. Wissenschaftliche
Beweise gibt es dafür allerdings nicht.

Bereits seit Jahrhunderten trinkt man in der mexikanischen Wüste
Kaktuswasser. Das süßlich-zitronige Getränk, wird aus den Früchten
von Feigenkakteen gewonnen, die in kargen Gegenden wertvolle
Wasserspeicher sind. Im Innern der Pflanze sammeln sich Mineralien und
Vitamine wie Vitamin A und C, Magnesium, Eisen, Kalzium und
Omega-3-Fettsäuren. Kaktuswasser ist durch die Säure Taurin, die
auch in Energydrinks enthalten ist, ein natürlicher Wachmacher. Bei
regelmäßigem Genuss soll sogar die Haut straffer werden. Noch ist
das kalorienarme „Wunderwasser“ nicht im deutschen Handel
erhältlich. Das kann aber bei dem derzeitigen medialen Hype nur eine
Frage der Zeit sein.

Alternativ darf es etwas Birkensaft sein, den schon die Wikinger
schätzten. In Skandinavien und Osteuropa hat das „Melken“ der
Birke eine lange Tradition. Der Baum wird nur im zeitigen Frühjahr
angezapft, wenn er den nahrhaften Saft aus den Wurzeln in die Knospen
pumpt. Birkenwasser soll frisch und süß-säuerlich schmecken. Nach
dem Volksmund wirkt er belebend, unterstützt bei der Entgiftung und
lindert Kopfschmerzen. Positive Inhaltsstoffe sind unter anderem
Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Natrium. Der Kaloriengehalt
liegt bei nur 5 Kilokalorien pro 100 ml. Denn die Süße ist auf den
Birkenzucker Xylit zurückzuführen, der nur halb so viele Kalorien
wie gewöhnlicher Haushaltszucker hat. In Skandinavien wird
Birkenwasser nicht nur getrunken, sondern auch zum Süßen von Kaffee
und Müsli verwendet. Wer das Getränk kosten möchte, wird in
ausgewählten Biosupermärkten, Naturkostläden und im Internet
fündig. Es gibt den Baumsaft pur, aber auch aromatisiert. Ganz billig
ist das Modewasser aber nicht. Eine 0,3l-Flasche kostet mindestens
2,50 Euro.

Auch wenn Trends kommen und gehen, der gesündeste Durstlöscher ist
nach wie vor einfaches Wasser aus der Leitung oder Mineralwasser. Und
das garantiert kalorienfrei und kostengünstig.

/Heike Kreutz, www.aid.de

Wie Cola & Co. die Gesundheit schädigen

Von Zahnschäden über Fettleibigkeit bis hin zu Diabetes und Potenzstörungen: Stark zuckerhaltige Getränke wie Cola können zu weit ernsteren Krankheiten führen als häufig angenommen. Darauf hat die Verbraucherorganisation foodwatch aufmerksam gemacht.

„Cola, Fanta und Co. sind keine ’soften‘ Drinks, sondern flüssige Krankmacher“, sagte Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei foodwatch. „Klar, Cola ist nicht gesund – das wird den meisten von uns schon als Kind beigebracht. Aber über das wahre Ausmaß der Gesundheitsgefahren von Zuckergetränken wird zu wenig gesprochen.“

Prof. Dr. med. Thomas Danne, Chefarzt am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, erklärte: „Jungen im Alter von sechs bis sieben Jahren konsumieren allein durch das Trinken von Limonaden fünf Kilogramm Zucker pro Jahr. Limonade ist Zuckerwasser und man trinkt viele Kalorien, ohne dass sich ein Gefühl von Sattsein einstellt. Limonadenkalorien sind deshalb immer zusätzliche und unnötige, sogar schädliche Kalorien.“

Ein Video, das foodwatch heute unter www.cola-fakten.de veröffentlicht hat, zeigt sechs bittere Fakten über Zuckergetränke:

1) Deutschland ist Europameister im Konsum von Zuckergetränken.
Die Deutschen trinken im europäischen Vergleich am meisten Cola, Fanta und Co. Der Pro-Kopf-Verbrauch von „Erfrischungsgetränken“ hat seit den 1970er Jahren um 150 Prozent zugenommen und belief sich 2014 auf 119,8 Liter pro Jahr. Davon sind etwa 80 Liter zuckergesüßte Getränke wie Limo, Energydrinks oder Fruchtsaftgetränke. Besonders beliebt sind Zuckergetränke bei jungen Männern: Sie trinken im Schnitt drei 200ml-Gläser pro Tag.

2) Zuckergetränke fördern Übergewicht und Fettleibigkeit.
Der regelmäßige Konsum von Zuckergetränken fördert nachweislich Übergewicht sowie Fettleibigkeit. Erwachsene, die täglich Zuckergetränke zu sich nehmen, haben ein 27 Prozent höheres Risiko für Übergewicht oder Fettleibigkeit als Erwachsene, die keine Zuckergetränke trinken. Bei Kindern erhöht schon ein einziges zusätzliches Zuckergetränk am Tag das Risiko für Fettleibigkeit um 60 Prozent.

3) Zuckergetränke fördern Diabetes Typ 2.
Der regelmäßige Verzehr von Zuckergetränken erhöht nicht nur das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit, sondern auch für die Entstehung von Diabetes Typ 2: Erwachsene, die ein bis zwei Dosen pro Tag trinken, haben ein 26 Prozent höheres Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken als Erwachsene, die selten Zuckergetränke trinken. Aktuell sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen von der Krankheit betroffen – das entspricht einer altersbereinigten Steigerung um 24 Prozent seit 1998. Durch Diabetes Typ 2 und Folgekrankheiten entstehen jedes Jahr Gesundheitskosten von schätzungsweise 48 Milliarden Euro.

4) Etwa die Hälfte der Männer mit Diabetes leiden unter Potenzstörung (erektile Dysfunktion).
Eine häufige Folge von Diabetes: Potenzstörungen. Die Krankheit schädigt Nerven und Gefäße und kann so Lustempfinden und Erektionsfähigkeit verringern. Diabetes-Patienten sind deutlich häufiger von erektiler Dysfunktion betroffen als die Allgemeinbevölkerung – zudem tritt die Störung etwa 10 bis 15 Jahre früher auf.

5) Diabetes führt in Deutschland zu etwa 40.000 Amputationen pro Jahr.
Diabetes ist der Hauptgrund für Amputationen. Durch Diabetes wird die Durchblutung und Schmerzwahrnehmung an Beinen und Füßen gestört, was häufig zu Geschwüren und chronischen Wunden führt. Die Folge: Etwa 40.000 Amputationen am Fuß pro Jahr allein in Deutschland – in etwa der Hälfte der Fälle wird der gesamte Fuß oberhalb des Sprunggelenks entfernt.

6) Zuckergetränke schädigen die Zähne.
Auch die Zähne leiden unter dem Konsum von Cola, Fanta, Sprite & Co. Der häufige Verzehr zuckerhaltiger Nahrung und Getränke zwischen den Hauptmahlzeiten ist nach Meinung von Zahnmedizinern einer der Hauptgründe für die Entstehung von Zahnerkrankungen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung warnt davor, dass Zucker-Getränke aufgrund der nachgewiesenen „zahnschädigenden Wirkung“ durch Zucker und Säuren „besonders gefährlich für die Zähne“ sind. Diabetiker haben zudem ein dreifach erhöhtes Risiko an Parodontitis, einer Entzündung des Zahnbetts, zu erkranken.

Ursula Vybiral & Oliver Hoffinger

Mit dem einen oder anderen „kleinen Nasch“ und sogar einem Glas Wein abnehmen? Ursula Vybiral, Entwicklerin der easy eating-Methode und Autorin des Buches „Nasch dich Schlank“, sagt ja: Sie steht ab Januar als Ernährungsexpertin an der Seite von PULS 4 Koch Oliver Hoffinger und erklärt mit Witz und Charme, wie Abnehmen und Genuss kein Widerspruch sein müssen. Die Ernährungsberaterin konnte die Jury mit ihrem einzigartigen Ernährungskonzept überzeugen und sich gegen die anderen Konkurrenten durchsetzen. In insgesamt 15 Sendungen wird sie in der Aktion „Koch dich Schlank“ dem PULS 4 TV Koch ab 23. Jänner 2016 mit Rat und Tat in „Koch mit! Oliver“, immer samstags um 18:10 Uhr auf PULS 4, zur Seite stehen.

Ein gemeinsames Ziel für die 15 Wochen gibt es auch: Gemeinsam 1000 Kilo zu verlieren. Mitmachen kann dabei jeder, ganz egal ob er 10 oder 2 Kilo verlieren möchte. Und das entweder einfach von zu Hause aus oder auch als Gast in der PULS 4 Küche. Bei „Koch dich schlank“ zaubert nicht nur PULS 4 Koch Oliver Hoffinger in seiner Studioküche die köstlichsten Schlankschlemm-Menüs, sondern freut sich auch über rege Beteiligung von seinen ZuschauerInnen. Was beim erfolgreichen Abnehmen natürlich auch nicht fehlen darf, sind die Ernährungstipps von Ursula Vybiral.

Expertin für bewusste Ernährung
Ursula Vybiral (www.easyeating.at) ist keine Unbekannte: 2006 entwickelte die Wienerin ihre „easy eating“-Methode, ein 10-wöchiges Ernährungskonzept zum Abnehmen. Ihr Motto: „Abnehmen kann man nur mit essen, nicht mit hungern.“

Ihr neuester Coup: „easy change“. Gewicht reduzieren, ohne dabei auf die Lieblingsspeise zu verzichten. „Durch die ernährungsbewusste Auswahl der Zutaten kann man kinderleicht an Kalorien sparen, ohne an Geschmack und Genuss einbüßenzu müssen“, so die Expertin. „Denn es macht einen Unterschied, ob ich am Nachmittag für den Süßhunger eine „Nicecream“ aus pürierter Mango und Banane zu mir nehme oder in die Schokoladennaschlade greife“.

2012 erschien Vybirals erstes Buch „Nasch dich schlank. Warum die kleinen Sünden so wichtig sind.“(Ursula Vybiral/ Michaela Ernst, Amalthea Verlag), das zeigt, wie leicht es ist, mit ein paar wenigen, aber umso effektvolleren Tricks kleine, schlechte Gewohnheiten in neue, gute umzuwandeln.

Ernährungsprofi Vybiral veranstaltet auch regelmäßig Vorträge, Workshops und Seminare. Ihre Zielgruppe: Hotels, Unternehmen und Ärzte.

Fondue für Silvester

Mit und ohne Fleisch

Viele Familien sitzen am Silvesterabend beim Fondue zusammen, um sich die Stunden bis zum Jahreswechsel zu verkürzen. Wer Kalorien sparen möchte, zieht dem heißen Fett eine gehaltvolle Brühe vor. Sie sollte nicht zu stark gesalzen sein, da sie mit der Zeit einkocht und immer kräftiger wird. Mageres Fleisch wie Filet vom Rind, Schwein oder Lamm sowie Puten- und Hähnchenbrust ist für Fondue besonders geeignet. Fisch zerfällt sehr leicht, sodass Feinschmecker Sorten mit festem Fleisch wie Lachs, Zander und Barsch vorziehen sollten. Auch größere Garnelen und küchenfertiger Tintenfisch lassen sich gut verwenden. Rechnen Sie pro Gast mit 200 Gramm Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten.

Vegetarier können den geselligen Silvesterklassiker ganz ohne Fleisch genießen: Es wird eine Gemüsebouillon zubereitet, die mit frischen Karotten, Blumenkohlröschen und Kohlrabi verfeinert wird. Gewürze wie Ingwer, Knoblauch, Chili und Sojasoße sorgen für eine asiatische Note. Mit einem Schuss Weißwein bekommt die Brühe ein feines Aroma. Statt Fleisch schwenkt man in Fonduekörbchen Möhren, Fenchel, Paprika, Mini-Zucchini, gemischte Pilze, Sellerie, Lauch und Tofu. Festere Sorten wie Blumenkohl und Brokkoli müssen vorher blanchiert werden.

Eine Alternative ist das vegetarische Fettfondue. Es ist allerdings kalorienreicher, da das Gemüse im Teigmantel ausgebacken wird. Dazu wird es in mundgerechte Stücke geschnitten, blanchiert und in Eiswasser abgeschreckt. Den Backteig bereitet man aus Eiern, Wasser, Mehl, Pfeffer und Currypulver zu. Nun kann jeder Gast das Gemüse seiner Wahl aufspießen, durch den Teig ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Zum Fondue – ob klassisch oder vegetarisch – schmecken Beilagen wie Reis, vorgegarte Kartoffeln, ein grüner Salat, eingelegtes Gemüse. Dazu ein Baguette oder Ciabatta. Die Köstlichkeiten werden in leichte Soßen auf der Basis von Magerjoghurt und -quark oder saurer Sahne getaucht. Eine einfache Tomatensalsa gelingt mit Tomatenmark, fettarmem Joghurt, Koriander und Cayennepfeffer. Alternativen sind Dips mit Avocado oder Peperoni, ein Mango-Chutney, Knoblauch- und Senfsoßen. Kulinarisch steht einem gelungenen Jahresabschied damit nichts mehr entgegen!
Heike Kreutz, www.aid.de

Esskastanien enthalten kaum Fett

Auf vielen Märkten in den Mittelmeerländern und in den deutschen Weinanbauregionen sind im Herbst Maroni-Männer mit ihren mobilen Öfen unterwegs und bieten Esskastanien an. Frisch geröstet gelten sie als Delikatesse. Spätestens auf den Weihnachtsmärkten sind die heißen Nussfrüchte dann auch im übrigen Deutschland zu haben.

Doch Esskastanien sind mehr als eine Knabberei. Früher galten sie dank der reichlich enthaltenen Stärke als Grundnahrungsmittel. Heute haben sie sich zur delikaten Beilage gemausert.

Die Vielzahl der essbaren Kastaniensorten wird grob in zwei Gruppen unterteilt: Echte Maronen gelten als besonders edel. Sie sind an ihrer herzartigen Form mit dreieckiger Unterseite und an ihrer rotbraunen Schale mit dunklen Streifen erkennbar. Gewöhnliche Esskastanien sind deutlich größer und haben eine rundliche, einseitig abgeflachte dunkelbraune Schale.

Roh haben alle Esskastanien einen leicht nussigen, aber sehr dezenten Geschmack. Erst beim Erhitzen, wenn die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird, entwickelt sich das typische angenehm süße Aroma. Den Genuss muss man sich allerdings ein wenig erarbeiten: Zunächst werden die harten Schalen mit einem scharfen Messer kreuzweise an der gewölbten Seite eingeschnitten. Dann kommen die Früchte entweder auf einem Blech zehn bis fünfzehn Minuten bei 200 Grad in den Ofen oder fünf Minuten in sprudelnd kochendes Wasser. Dann wird die nun nach außen gebogene Schale entfernt, die innere Haut ebenfalls. Egal, ob gekocht oder geröstet – von der Hand in den Mund schmecken Maronen genauso lecker wie als Beilage zum Wildbraten, Füllung im Geflügel, Grundlage einer Suppe oder gar als cremige Mousse.

Völlig zu Unrecht sind die leckeren Nussfrüchte als Dickmacher in Verruf geraten. Tatsächlich können sie mit einer ganzen Reihe wertvoller Inhaltsstoffe punkten. „Esskastanien enthalten mehr als 40 Prozent Kohlenhydrate und knapp 50 Prozent Wasser, jedoch nur etwa zwei Prozent Fett. Damit sind sie mit Abstand die fettärmsten Nüsse“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. 100 Gramm decken fast ein Drittel des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen, schlagen jedoch nur mit rund 200 Kalorien zu Buche. „Hier darf also ohne Reue geknabbert werden.“

Frischware kommt von September bis März vor allem aus der Türkei, Spanien, Italien und Südfrankreich, aber auch aus Süddeutschland auf die hiesigen Wochenmärkte und in den Einzelhandel. In offenen Körben oder Kisten und in einem kühlen, trockenen Raum sind frische Esskastanien etwa drei Monate haltbar. Wer außerhalb der Saison Appetit auf Maronen hat, kann zu tiefgefrorenen oder konservierten Esskastanien aus der Dose, dem Glas oder dem Vakuumpack greifen.
Eva Neumann, www.aid.de

Saccharin und Co. ersetzen Haushaltszucker

Der Kuchen, das Dessert, die Konfitüre oder der Tee soll süß sein und sich zugleich möglichst nicht auf den Hüften niederschlagen. In solchen Fällen können synthetisch hergestellte oder natürliche Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Acesulfam K oder Steviolglycoside den Haushaltszucker ersetzen. Sie haben eine 30- bis 13.000mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker, bringen jedoch kaum oder nur vernachlässigenswert wenige Kalorien mit.

Beim Abnehmen helfen Süßstoffe zwar nicht, wohl aber bei der Gewichtsstabilisierung. Anders als Haushaltszucker verursachen sie auch keine Karies. Hemmungslos zugreifen sollte man dennoch nicht. „Wenn man ständig übermäßig süße Nahrung zu sich nimmt, wird die Reizschwelle für süßen Geschmack erhöht. Das Verlangen nach Süßem steigt und man verlernt zu schmecken“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid.

Süßstoffe gelten als Lebensmittelzusatzstoffe. Daher sind ihnen E-Nummern zugeordnet. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden sie unter anderem auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. In der Lebensmittelindustrie ist der Einsatz von Süßstoffen auf bestimmte Lebensmittel begrenzt und beispielsweise in Säuglingsnahrung verboten. Für jeden zugelassenen Süßstoff ist ein sogenannter ADI-Wert definiert (Acceptable Daily Intake – akzeptable tägliche Aufnahmemenge). Er gibt die Menge eines bestimmten Süßstoffes pro Kilogramm Körpergewicht an, die eine Person ohne gesundheitliches Risiko täglich ein Leben lang zu sich nehmen kann.

Die ADI-Werte der Süßstoffe unterscheiden sich zum Teil erheblich. „Es ist völlig unrealistisch anzunehmen, dass ein Verbraucher am Ende des Tages die ADI-Werte diverser Nahrungsmittel verrechnet“, sagt Harald Seitz. Er empfiehlt deshalb, Süßstoffe mit Augenmaß zu verwenden. Beispielsweise dürfen Menschen, die unter der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, kein Aspartam zu sich nehmen. Sie können die darin enthaltene Aminosäure Phenylalanin nicht verarbeiten.

Für den Privatgebrauch sind die diversen Süßstoffe in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Tabletten lösen sich in heißen Flüssigkeiten auf. Flüssigsüßen eignen sich gut für kalte Getränke, Desserts und Konfitüre. Allrounder sind pulverförmige Streusüßen. Aufgrund ihrer hohen und noch dazu deutlich unterschiedlichen Süßkraft können Süßstoffe in einem vorhandenen Rezept nicht im Verhältnis 1:1 den Haushaltszucker ersetzen. Auf vielen Verpackungen finden sich Umrechnungshilfen. Trocken und kühl lassen sich Süßstoffe rund drei Jahre lagern. Angebrochene Flüssigsüßen kommen am besten in den Kühlschrank.
Eva Neumann, www.aid.de

Reis mit weniger Kalorien

Zubereitung zeitaufwendig aber effektiv

Mit einer einfachen, aber etwas langwierigen Kochmethode lassen sich beim Reis offenbar bis zu 60 Prozent Kalorien sparen, da er dann mehr unverdauliche Stärke enthält. Das zeigt eine Studie aus Sri Lanka, die Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft (ACS) in Denver, Colorado, vorstellten.

Reis enthält natürlicherweise Stärke, die vom Körper zum größten Teil verwertet werden kann. Sie wird im Dünndarm in Glukose und andere Einfachzucker gespalten und ins Blut aufgenommen. Resistente Stärke ist chemisch gleich aufgebaut, kann aber von Verdauungsenzymen nicht aufgeschlossen werden. Sie ähnelt den wertvollen Ballaststoffen, die den Dickdarm passieren.

Die Wissenschaftler hatten mit 38 Reissorten experimentiert, welche Kochmethode den Anteil an resistenter Stärke erhöht. Die Ausgangskonzentration lag bei 0,3 bis 4,65 Prozent. Ein „Rezept“ erwies sich als besonders effektiv: Die Wissenschaftler fügten dem kochenden Wasser einen Teelöffel Kokosnussöl zu. Dann wurde der Reis 20 bis 25 Minuten gekocht und für weitere zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahrt. Der Anteil an resistenter Stärke erhöhte sich auf das Zehnfache. Während des Kochens tritt das Öl in die Stärkekörnchen ein und verändert die Struktur, erklären die Wissenschaftler. So werden sie für die Verdauungsenzyme unzugänglich. Das Abkühlen fördert ebenfalls die Umwandlung in resistente Stärke.

Normalerweise hat Reis ungefähr 240 Kalorien pro Tasse. Mit der neuen Kochmethode könnten die aufgenommenen Kalorien laut Schätzungen um bis zu 50 bis 60 Prozent reduziert werden. Wenn man den abgekühlten Reis in der Mikrowelle erhitzt, wird er „schön locker“. Der Anteil resistenter Stärke verändert sich dadurch nicht wesentlich.

In Zukunft sollen Humanstudien folgen, um die besten Reissorten für diesen Zweck zu finden und dadurch Gewichtszunahme und Übergewicht entgegenzuwirken. Zudem stellt sich die Frage, ob auch andere Öle neben dem Kokosnussöl den gleichen Effekt haben. Es bleibt jedoch der Nachteil, dass diese Kochmethode viel Zeit in Anspruch nimmt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Fliegen macht dick!

Deutsche verzehren zwischen Check-in und Koffer abholen 3107 Kalorien und damit am Zweitmeisten, nur die Briten fressen mehr!

Die Studie einer Flugvergleichswebsite enthüllte, dass der durchschnittliche Deutsche im Urlaub zwischen dem Check-in am Startflughafen und der Landung am Zielflughafen 3.107 Kalorien verzehrt. Laut Umfrage schlagen sich deutsche Reisende auf Flughäfen und während der Flüge eher den Bauch voll, als beispielsweise Urlauber aus Spanien, Italien oder Frankreich; Gründe, die dafür genannt wurden, waren „Urlaubsgefühle“ und „keine Notwendigkeit mehr, vor Urlaubsbeginn eine Diät einhalten zu müssen“. Insgesamt wurden 3.607 Personen aus Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich befragt.

Die Studie der Flugvergleichswebsite www.jetcost.de enthüllte, dass der durchschnittliche Flugreisende zwischen dem Check-in am Startflughafen und der Landung am Zielflughafen 600 bis 1.200 Kalorien mehr verzehren kann, als seinem normalen Tagesbedarf entspricht.

Das Team von Jetcost führte die Untersuchung im Rahmen einer laufenden Studie über Flugerfahrungen durch. Dazu wurden volljährige Passagiere, die alle mindestens einmal innerhalb der letzten 12 Monate geflogen sind, zu ihren Erfahrungen an Bord befragt, mit speziellem Fokus auf ihr Ess- und Trinkverhalten.

Zunächst wurden alle Teilnehmer gefragt, ob sie „sich Lebensmittel für den Flug von zu Hause mitnehmen“. Ein Großteil der Befragten beantwortete diese Frage mit „Ja“. Die meist genannten Lebensmittel dabei waren „Sandwiches“ „Chips“ und „Süßigkeiten/Schokolade“. Für die Frage, warum sie eigene Lebensmittel mitnehmen, standen mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung; zu den fünf am häufigsten gewählten Antworten gehörten:

1. Es ist billiger als die am Flughafen/im Flugzeug angebotenen Lebensmittel
2. Man ist lieber vorbereitet
3. Man möchte das Urlaubsgeld nicht angreifen
4. Falls die am Flughafen/im Flugzeug angebotenen Lebensmittel nicht schmecken
5. Spezielle Ernährungsbedürfnisse

Anschließend wurden die Teilnehmer gefragt „Haben Sie während des Fluges Speisen und Getränke von der Crew gekauft?“ Eine Mehrheit der Befragten antwortete auch hier mit „Ja“.

Danach wurden die Umfrageteilnehmer gebeten, zu schätzen, wie viele Kalorien sie mit mitgebrachten und gekauften Lebensmitteln zwischen Check-in und Landung zu sich nehmen. Nach Auswertung aller Antworten zeigten die Resultate, dass der durchschnittliche deutsche Fluggast noch vor Urlaubsstart zwischen Check-in am Startflughafen und Landung am Zielflughafen etwa 3.107 Kalorien verzehrt. Alle Teilnehmer wurden gefragt, ob sie das Gefühl hätten, es mit dem Essen auf dem Flughafen bzw. während des Fluges zu übertreiben, worauf ein Großteil mit „Ja“ antwortete. Die häufigsten Antworten auf die Frage nach dem Grund dafür waren „Urlaubsgefühle“ (und „keine Notwenigkeit mehr vor Urlaubsbeginn eine Diät einhalten zu müssen“).

Um zu ermitteln, ob diese Völlerei ein allgemeiner Trend in Europa ist, wurden auch Passagiere aus Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien gebeten, ihren Kalorienverbrauch in der Zeit zwischen Check-in und Landung zu schätzen. Die Ergebnisse zeigten, dass Briten in dieser Hinsicht mit 3.402 Kalorien die Zügellosesten sind, die Spanier liegen hinter Deutschland auf Platz 3 mit 2.350 Kalorien. Die Italiener gaben zu, rund 2.311 Kalorien zu verzehren und die Franzosen begnügten sich mit 1.269 Kalorien.

Antoine Michelat, Mitbegründer von Jetcost.de, kommentierte:
„Diese Zahlen sind wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher Mann nur rund 2.500 und eine durchschnittliche Frau nur 2.000 Kalorien pro Tag verzehren sollte. Innerhalb von wenigen Stunden verdoppeln Frauen ihre Kalorienaufnahme. Wir würden keinem empfehlen, so viele Kalorien an einem Tag zu sich zu nehmen, geschweige denn in solch einem kurzen Zeitraum. Wenn Sie dazu neigen, zu viel zu essen und zu trinken, könnten Sie sich zu Hause etwas vorbereiten und sich während des Flugs darauf beschränken. Im Urlaub isst man sowieso oft mehr als üblich, aber Sie sollten versuchen, an die Folgen zu denken.“

Rettich

Das scharf-würzige Wurzelgemüse

Rettich ist angenehm würzig und wird meist roh gegessen. In Scheiben geschnitten und leicht gesalzen ist er ein erfrischender Brotbelag. Durch das Bestreuen mit Salz wird die Schärfe etwas gemildert. Für Salat wird die Wurzel meist geraspelt und beispielsweise mit Gurken, Gartenkresse und einer Essig-Öl-Marinade angerichtet. Rettichsaft kann man mit etwas Honig und Apfelsaft oder anderen Gemüsesäften und Gewürzen abschmecken. 500 g Wurzel ergeben 400 ml Saft. In der asiatischen Küche wird Rettich milchsauer eingelegt oder gekocht gegessen. Angedünstet ist er eine leckere Beilage zu kurz gebratenem Fleisch, Fisch, Garnelen und Pellkartoffeln. Als sommerliche Vorspeise schmeckt eine kalte, fein pürierte Rettichsuppe mit einem Schuss Sahne.

Rettich enthält wenig Fett und nur 14 Kalorien auf 100 g, aber reichlich Kalium, Folsäure und Vitamin C. Die ätherischen Senföle geben dem Gemüse seine Schärfe und wirken anregend auf Galle, Nieren sowie schleim- und krampflösend auf die Atemorgane.

Der Rettich, in Bayern auch Radi genannt, ist vermutlich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Nach der Reifezeit unterscheidet man weiß- und rosafarbene Sommersorten sowie den violetten bis schwarzen Winterrettich. Das Fruchtfleisch des Wurzelgemüses ist stets weiß. Vor der Zubereitung werden Blätter und Wurzelhärchen entfernt und der Rest gewaschen, gebürstet und zerkleinert. Schälen ist beim Sommerrettich nicht notwendig. Kaufen Sie nur frische Ware, die sich prall und fest anfühlt und saftig grüne Blätter hat. Im Kühlschrank hält sich der Rettich, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, einige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Wie viel Butter steckt in Buttermilch?

Der Expertentipp im Juni – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:

Wie viel Butter steckt in Buttermilch?

Buttermilch entsteht als Nebenprodukt bei der Butterherstellung: das Fett der Milch wird zu Butter verarbeitet, übrig bleibt Buttermilch. Diese enthält maximal ein Gramm Fett pro 100 Milliliter. Damit ist klar: die Bezeichnung Buttermilch leitet sich weniger vom Butteranteil als vielmehr von der Herstellung ab. Wobei auch der frische Geschmack an Butter erinnert. Bei der Produktion von Süßrahmbutter entsteht süße Buttermilch, die mit Milchsäurebakterien gesäuert wird. Da Butter bei der Herstellung mit Trinkwasser oder Magermilch gewaschen wird, kann Buttermilch bis zu 10 Prozent Wasser oder 15 Prozent Magermilch enthalten. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn auf der Packung „reine Buttermilch“ steht. Buttermilch ist dank des niedrigen Fettanteils sowie ihres hohen Gehalts an Eiweiß und Mineralstoffen sehr bekömmlich und gesund.

Tipp: Im Sommer eignet sich Buttermilch als erfrischende und gut sättigende Zwischenmahlzeit: wenig Kalorien und die Auswahl von säuerlich bis hin zu einem fruchtigen Mix machen das Getränk für jeden zum Genuss.