Erst die (Online-) Recherche, dann der Einkauf

Kaufentscheidungsprozesse im Wandel – Connected Life über Veränderungen im (stationären) Handel

Konsumenten suchen zunehmend vor dem Einkauf nach den gewünschten Marken, Schnäppchen oder Produkten im Internet anstatt in Geschäften vor Ort. Connected Life, eine Studie für die weltweit mehr als 60.000 Onliner durch das Marktforschungs- und Beratungsinstitut TNS befragt wurden, zeigt, vor welchen Herausforderungen herkömmliche Händler stehen.

75 Prozent der Shopper in Deutschland und 84 Prozent weltweit sagen, dass sie in irgendeiner Form vor ihrem Einkauf recherchieren. 59 Prozent der deutschen Shopper recherchieren vor ihrem Einkauf online oder zu 49 Prozent offline. Damit sind die Onlinehändler bei der Einflussnahme auf die Kaufentscheidung der Konsumenten im Vorteil. Dabei gibt es nur leichte Unterschiede in den Altersgruppen: die 16- bis 24-Jährigen recherchieren in ca. drei Informationsquellen vor dem Einkauf, im Vergleich zu 2,5 Quellen bei den 55- bis 65-Jährigen.

Dies gilt nicht nur für kostspielige Anschaffungen wie Autos, Flüge, Technik, Reisen und Finanzdienstleistungen, sondern auch für alltägliche Produkte wie Duschgel, Kosmetik, Windeln oder Tierfutter. Eine überraschend hohe Anzahl deutscher Shopper überträgt diesen Rechercheansatz, der zuvor eher für hochpreisige Produkte galt, auf den Einkauf preiswerter, alltäglicher Einkäufe. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Shopper sagen, dass sie vor ihrem Einkauf von Körperpflegeprodukten wie Gesichtspflege, Parfüms und Kosmetika recherchieren. 67 Prozent für Babypflegeprodukte und 41 Prozent für Hygieneartikel, wie zum Beispiel Deodorant und Duschgel.

„Big Data und die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Internetplattformen bedeuten, dass Onlinehändler per se mehr über ihre Käufer erfahren und somit besser lernen können, was ihre Käufer wollen. Sie können ihnen somit zielgruppenspezifische, relevante Inhalte für eine gut informierte Kaufentscheidung anbieten. Herkömmliche Händler haben zunehmend das Problem, mit dem wachsenden automatisierten Händlererlebnis Schritt zu halten. Das wiederum kann bedeuten, dass es zukünftig zu einem Rückgang der Impulskäufe im Geschäft vor Ort kommen kann. Gegenwärtig werden neue Business Modelle entwickelt, die es Marken erlauben, direkt an den Konsumenten zu verkaufen, was wiederum den Offline-Handel vor neue Herausforderungen stellt“, sagt Eszter Juhász, Director Retail & Shopper bei TNS Infratest.

Markenwert zählt. 48 Prozent der deutschen Shopper treffen ihre Einkaufsentscheidung schon vor dem Einkauf

Egal ob online- oder offline Recherche, die Studie zeigt, dass 51 Prozent der Shopper weltweit ihre Entscheidung über die Marke, die sie einkaufen werden, bereits getroffen haben, bevor sie einkaufen gehen. In Deutschland sind es nur leicht weniger (48 Prozent) „entschiedene“ Käufer, die zu ihrem ursprünglichen Plan stehen und exakt diese Marke auch kaufen. Lediglich acht Prozent wurden während ihres Einkaufes „unterbrochen“ und haben schließlich eine andere Marke gekauft.

„Der Aufbau des Markenwerts ist der Schlüssel und der beste Weg, diese Käufer zu gewinnen. Diese Käufergruppe gilt es darin zu unterstützen, möglichst schnell das zu finden, wonach sie suchen. Und: Eine gute Erfahrung mit der Marke und ihrem Standort führt zu Wiederholungskäufen. Die Mehrheit der Shopper startet ihre Mission mit einer guten Vorstellung von der Marke, die sie kaufen wollen. Daher müssen die Teams von Brand- und Shoppermarketing für den Erfolg zusammen arbeiten: Brandmarketing erhöht den Anteil der Käufer, die sich schon vorab für die Marke entschieden haben. Ein darauf ausgerichtetes Shopper-Marketing rundet den Kauf am Point of Sale ab. Häufig besteht die Möglichkeit, Käufer dazu zu bewegen, ihre Meinung zu ändern: knapp die Hälfte aller deutschen Shopper sind bei ihrem Einkauf „offen“ in Bezug auf die Markenauswahl. Gute Angebote und Incentives zur rechten Zeit – egal ob online oder im stationären Handel – sind genauso entscheidend bei der Überzeugung von unentschiedenen Käufergruppen wie das Anregen von Impulskäufen“, erläutert Juhász.

Der einzige Weg ist „Omnichannel“. Jeder Berührungspunkt mit einer Marke ist eine Verkaufsmöglichkeit

In Deutschland recherchieren Shopper ihren potenziellen Einkauf an durchschnittlich drei (2.6) Touchpoints bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Fast die Hälfte dieser Touchpoints (1.6) sind online. Käufer in Großbritannien zeigen den gleichen Trend während es in Frankreich eine geringere Anzahl von Touchpoint-Kontakten gibt (2.3, 1.3 davon online).

Konsumenten in Lateinamerika und in den entwickelten und Schwellenländern Asiens neigen häufiger dazu, deutlich mehr Informationsquellen zu recherchieren, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Malaysia verzeichnet mit 7.1 Kontakten an verschiedenen Touchpoints (4.1 davon online) die weltweit wohlüberlegtesten Shopper. Im Vergleich dazu werden in der Türkei (1.9) und Südafrika (2.0) insgesamt die wenigsten Informationsquellen herangezogen.

„Es ist für den Shopper quasi unmöglich, die vielen Wahlmöglichkeiten, die er in jeder Kategorie hat, nicht wahrzunehmen. Richtigerweise ist die Liste der „Favoriten“ das Ziel der meisten Marken, aber der Kampf um diese Plätze findet auf mehr Ebenen statt, als wir das jemals zuvor beobachten konnten. Die dramatische Veränderung der Einkaufsgewohnheiten, sowohl online als auch offline, zwingt die Markenhersteller und Händler dazu, sich schnell daran anzupassen, wie die Menschen weltweit ihre Einkäufe tätigen“, so Juhász.

Denkweise der Shopper zu verstehen ist der Schlüssel zum Erfolg
Während viele deutsche Shopper mit einer vorentschiedenen, recherchierten Meinung an den Einkauf einer bestimmten Marke herangehen, zeigt die TNS Connected Life-Studie, dass es auch weiterhin große Lust auf neue Produkte gibt. Käufer auf sogenannter „Erkundung“ möchten Produkte entdecken, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Diese Herangehensweise an den Kauf eröffnet den Marken ein großes Potenzial, speziell in FMCG und anderen Low Involvement Produktkategorien. Dieser Shopper-Typus ist am leichtesten zu beeinflussen, recherchiert häufig online und gibt am meisten aus, besonders häufig beispielsweise in Kategorien wie Körperpflegeprodukten (19 Prozent).

„Die Konsumenten gehen weltweit viel überlegter an ihren Einkauf heran. Markenhersteller und Händler können ihnen die Informationen – und Anreize – liefern, die sie brauchen, damit sie ihre Entscheidung treffen können. Das heißt, sie müssen anfangen, Anbieter von Inhalten zu werden, die relevante Informationen an jedem einzelnen Punkt der Shopper Journey anbieten. Um erfolgreich zu sein, benötigen Marken, Händler und Hersteller ein tiefgreifendes Verständnis darüber, wie und wo die potenziellen Kunden ihre Recherche betreiben. Nur so können sie sicherzustellen, dass die richtigen Informationen, zur rechten Zeit, am richtigen Ort platziert werden können“, fasst Juhász zusammen.

Keine Rechtslosigkeit im Sommerschlussverkauf

Obwohl es den Sommerschlussverkauf seit 2004 offiziell gar nicht mehr gibt, hat sich an der alljährlichen Schnäppchenjagd nicht viel mehr als der Name geändert. Wo jetzt „Sale“ oder „Alles muss raus!“ drauf steht, ist immer noch der gute alte SSV drin. Zwar geht es in der Schlacht um die besten Rabatte teilweise recht wild zu, die Rechte der Käufer aber bleiben unangetastet. Damit die Schnäppchenjäger den Sommerschlussverkauf heil überstehen, haben die ARAG Experten eine Übersicht der wichtigsten Rechte zum Thema Umtausch, Rückgabe und Reklamation zusammengestellt.

Umtausch ist Kulanzsache

Der Umtausch einwandfreier Ware, die in einem Ladengeschäft gekauft wurde, gegen den Kaufpreis oder andere Ware ist ein Entgegenkommen des Händlers. Das heißt, dass ein Paar Schuhe bei späterem Nichtgefallen nur umgetauscht werden kann, wenn der Händler sich kulant zeigt. Haben die Schuhe allerdings Mängel, über die der Käufer beim Kauf nicht aufgeklärt wurde oder die für beide Parteien nicht sichtbar waren, sind die Regelungen zum Käuferrecht zu beachten. Danach muss dem Händler zunächst die Möglichkeit zur Nacherfüllung gegeben werden. Der Käufer hat also die Wahl, ob er die kaputten Schuhe gegen ein paar neue Schuhe (gleiches Modell zum gleichen Preis) umtauschen oder ob er die Schuhe durch den Verkäufer reparieren lassen möchte. Wenn aber auch das neue Paar Schuhe Mängel hat oder zwei Versuche zur Reparatur fehlschlagen, bleiben folgende Optionen.

Geld zurück oder Preis herab

Der Kunde kann entweder vom Kaufvertrag zurücktreten und sein Geld zurückverlangen oder er kann die mangelhafte Ware behalten und den Kaufpreis mindern. Für die Höhe der Minderung gibt es keine festen Kriterien, Käufer und Verkäufer müssen sich hier, gegebenenfalls durch Schätzung, einigen. Einige Händler bieten auch einen Gutschein über den ursprünglichen Kaufpreis an. Dieses Angebot muss der Käufer aber nicht annehmen. ARAG Experten erinnern aber daran: Der reklamierte Fehler des Produkts darf nicht Grund für die ursprüngliche Preisreduzierung sein!

Fall noch lange nicht verjährt

Fällt dem Käufer nicht sofort nach dem Kauf eines Produkts auf, dass dieses Mängel hat, kann immer noch reklamiert werden, denn verjährt ist der Fall erst nach zwei Jahren ab dem Kauf. Auch deshalb ist es immer ratsam, Rechnungen eine gewisse Zeit lang aufzubewahren.

Fazit

Grundsätzlich gilt für den Sommerschlussverkauf: Mit den Preisen purzeln nicht die Käuferrechte!

Nuklearforschung für Weinfreunde

Nuklearforschung für Weinfreunde

Käufer teurer Weine können zuverlässig prüfen lassen, ob der angegebene Jahrgang stimmt – ohne dass die Flasche geöffnet werden muss. Das meldet die Zeitschrift Wein Gourmet in ihrer aktuellen Ausgabe. Durch die Cäsium-137-Methode des Arcane-Labors in Bordeaux können die radioaktiven Restwerte nach den Atombombenabwürfen und -tests sowie nach dem Unglück von Tschernobyl zeitlich zuverlässig eingegrenzt werden. So weiß der Weinsammler, ob er im Besitz eines Originals oder einer Fälschung ist.

Wein Gourmet 1/2009 ist ab 4. März erhältlich und kostet 9,95 Euro.

Bio gedeiht auch in der Krise

Bio gedeiht auch in der Krise

Umsatzstärkste Bio-Warengruppen im LEH erzielen erneut zweistelliges Plus – Bio-Käufer bringen dem LEH Umsatz und Frequenz – Überzeugte Bio-Kunden verändern ihr Einkaufsverhalten auch in der Krise nicht

Das Angebot von Bio-Produkten im Lebensmittelhandel wird immer vielfältiger und motiviert auch bisherige Nicht-Bio-Käufer zum Konsum. Bereits 86 Prozent aller Haushalte haben im vergangenen Jahr mindestens einmal Produkte aus ökologischer Erzeugung gekauft.
Insgesamt summierte sich der im LEH generierte Umsatz mit Bio-Produkten 2008 auf 1,77 Mrd. Euro. Damit steigerte der LEH seinen Bio-Umsatz gegenüber Vorjahr um 321 Mio. Euro oder 22 Prozent. Unter den Geschäftstypen im LEH (inkl. Drogerie- und Getränkeabholmärkte) treiben vor allem die Discounter das Wachstum im Bio-Markt kräftig voran; sie haben ihren Anteil 2008 auf 37 Prozent ausgebaut. Daneben sind auch Verbraucher- und Supermärkte wichtige Motoren des Bio-Trends.

Zu den besonders wachstumsstarken Warengruppen zählen vor allem die umsatzstärksten Bio-Kategorien wie Milch, Joghurt, Milchmischgetränke (inkl. Soja), TK-Gemüse, Müsli und abgepackter Bohnenkaffee. Dabei hat Bio-Qualität auch im vierten Quartal 2008 ihre positive Entwicklung fortsetzen können – trotz der zu diesem Zeitpunkt bereits stark eingetrübten Konjunkturaussichten.

Die soeben erschienene Studie der Nielsen Company „BioTrends 2009“ widerlegt denn auch Unkenrufe, die ein Ende des Bio-Booms vorhersagen. „Für den Handel wird dieses Sortiment weiterhin von hoher Bedeutung sein, weil insbesondere die überdurchschnittlich kaufkräftige Verbrauchergruppe 50+ eine hohe Affinität zu den Themen Ernährung und Ökologie aufweist und sich intensiv über Bio informiert“, betont Brigitte Arndt-Rausch, Bio-Expertin bei The Nielsen Company. Und nicht nur das: Der LEH generiert seinen Umsatz mit Bio-Produkten überwiegend durch Stammkäufer. Jeder fünfte Bio-Käufer ist ein Stammkäufer; er konsumiert jedoch drei Viertel der gesamten Einkaufsmenge an Bio-Produkten und lässt aufgrund einer höheren Kauffrequenz in Summe mehr Geld in den Geschäften. „Für den Handel ist dies eine wichtige Erkenntnis, denn sie zeigt, dass Bio-Produkte ein geeignetes Instrument für den LEH sind, um Stammkunden zu gewinnen“, so die Nielsen-Bio-Expertin.

Dabei spielt eine aus Verbrauchersicht akzeptable Preisstellung für das weitere Vordringen von Bio-Produkten innerhalb der Warengruppen eine wichtige Rolle. Die von Nielsen in verschiedenen Kategorien erhobenen Preisabstände von Bio zu konventionellen Lebensmitteln variieren teils erheblich und erreichen bei Bio-H-Milch mit Abstand den höchsten Wert (177% gegenüber konventioneller H-Milch). Wie die Bio-Studie zeigt, können sich zu große Preisunterschiede insgesamt eher kontraproduktiv auf das Bio-Wachstum auswirken. Ein höherer Preisabstand wird von den Konsumenten allerdings eher akzeptiert, wenn die Produkte über Qualitätsaspekte wie Geschmack, Genuss, Gesundheit und ökologische Aspekte aufgeladen sind.

„Für Handel und Hersteller bieten sich also auch zukünftig und konjunkturunabhängig Chancen, durch zielgruppengerechte Innovations- und Sortimentspolitik das Wachstum des Bio-Marktes weiter voranzutreiben“, fasst Arndt-Rausch zusammen.

Zur Studie Nielsen Bio Trends Deutschland 2009 bietet eine differenzierte Aufschlüsselung der aktuellen Entwicklungen im Bio-Markt. Die Studie ist zum Preis von 400 Euro zzgl. MwSt. bei The Nielsen Company, Frankfurt, zu beziehen. Warengruppenreports mit Marktanteilen der Hersteller sind auf Wunsch möglich.

12 Flaschen Château Mouton Rothschild für 4.451 Euro

eBay Barometer: Top und hot in der Kategorie Feinschmecker

Man muss kein Weinkenner sein, um zu wissen, dass die Region Bordeaux in Frankreich für erstklassige Weine steht. Tatsächlich ist das Bordelais mit mehr als 120.000 Hektar das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Welt. Etwa 4.000 Weingüter, Châteaux genannt, erzeugen zum Teil weltberühmte Qualitätsweine – darunter den Château Mouton Rothschild, von dessen 2000er Jahrgang ein Käufer jetzt zwölf Flaschen in einer noch ungeöffneten Holzkiste für 4.451 Euro auf dem weltweiten Online-Marktplatz eBay erwarb. Damit war der Wein der teuerste Artikel in der eBay-Kategorie Feinschmecker im Monat April, wie die Auswertung der aktuellen eBay-Verkaufsdaten ergab. Eine Besonderheit des Weinguts Mouton Rothschild ist die alljährliche individuelle Gestaltung des Flaschenetiketts, das stets ein namhafter zeitgenössischer Künstler verziert. Im Millenniums-Jahr 2000 stattete Jacob Schenauer die Flaschen mit einem goldenen Schaf-Relief aus. Entscheidend aber ist immer noch der Inhalt, den der US-amerikanische Kritiker Robert Parker mit 98 Punkten bewerte.

Das gilt erst recht für den Château Petrus 2005: Für eine Flasche investierte der Käufer 4.005 Euro – damit war der Wein der zweitteuerste Artikel in der Rangliste. Das Chateau Petrus gehört zu den wertvollsten Weingütern der Welt, vor allem aufgrund der speziellen, extrem aufwändigen Form der Weinlese. Jedes Feld wird mehrfach abgeerntet, wobei jeweils nur ganz reife Trauben gelesen werden. Elf Hektar Rebfläche reichen für eine Jahresproduktion von 25.000 bis 30.000 Flaschen, weshalb der Château Petrus eine echte und entsprechend teure Rarität am Markt ist.

Platz drei der am teuersten verkauften Artikel in der eBay-Kategorie Feinschmecker belegte ebenfalls ein Bordeaux: Für 3.679 Euro gingen sechs Flaschen des Château Latour Jahrgang 2003 in der original Holzkiste an den glücklichen Käufer. Dass der 2003er ein herausragender Jahrgang ist, bestätigen die 100 Parker-Punkte für den kraftvollen Rotwein vom Weingut in Pauillac. Jedoch sollte sich der Käufer des edlen Weines mit dem Trinkgenuss noch gedulden:
Der Château Latour benötigt im Vergleich zu anderen Bordeaux-Weinen eine lange Reifezeit, damit er sein volles Potenzial entfalten kann.

Top-Suchbegriffe
Schokolade lautete im April der meistgesuchte Begriff in der eBay-Kategorie Feinschmecker, vor den Süßwarenherstellern Haribo und Lindt. Auf Platz vier landet der Suchbegriff Wein vor den USA, die nach Frankreich, Italien und Spanien den meisten Wein produzieren.

Marken-Notebooks für 500 Euro: Schnäppchen oder Schrott?

CHIP testet günstige Laptops bekannter Hersteller

Bis vor kurzem hatten Notebooks der 500-Euro-Klasse nicht nur einen schlechten Ruf, sondern auch schlechte Namen. Nur ausnahmsweise verirrten sich Markenhersteller mit ihren Laptops in die untersten Preisregionen.Doch inzwischen machen es sich auch renommierte Firmen dauerhaft im Budget-Segment bequem: Der Markt ist riesig, und Anbieter wie HP, Toshiba, Lenovo oder Fujitsu-Siemens wollen auch preisbewusste Käufer für ihre Notebooks begeistern. Das Technikmagazin CHIP hat getestet, ob die bekannten Namen auch in der Billigklasse für Qualität stehen.

Acht Marken-Notebooks zu Preisen zwischen 500 und 570 Euro konkurrierten um den Testsieg. CHIP-Redakteur Gunnar Troitsch hält zumindest die Geräte auf den ersten vier Plätzen für echte Schnäppchen: „Sie alle bieten Markenqualität bei einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur wer Videos bearbeiten oder spielen will, muss mehr als 500 Euro investieren.“ Auf Platz 1 landete das HP Compaq 6715b mit 64 Wertungspunkten.

Knapp dahinter rangieren das Acer Extensa 5220, das Lenovo 3000 N100 und das MSI Megabook VR600 mit jeweils 63 Punkten. Zum Vergleich: Als bestes Gerät dieser Kategorie(Notebooks ohne Grafikchip) erreicht das HP Compaq 6910p in der CHIP-Bestenliste 86 Punkte; mit rund 1.300 Euro kostet es aber auch viel mehr als der 530 Euro teure Billigkonkurrent aus dem eigenen Stall.

Erstaunlicherweise halten viele Notebooks der Billigklasse in Verarbeitung und Haptik mit den teuren Geräten mit. Neben der schwächeren Grafikleistung müssen Käufer nur in einem Bereich Abstriche machen, so Troitsch: „Die Akku-Leistungen sind durch die Bank schwach. Am besten schlägt sich noch der Testsieger mit gut drei Stunden Laufzeit im Office-Betrieb. Unter Volllast müssen aber alle Testgeräte spätestens nach knapp 90 Minuten wieder an die Steckdose.“ Wer Wert auf gute Mobilität legt, dem empfiehlt Troitsch den Kauf eines leistungsstarken Zweit-Akkus.

Ansonsten sind preisbewusste Käufer mit den billigen Marken-Laptops gut bedient. Zudem man unter Umständen noch günstiger wegkommt: „Viele Notebooks – zum Beispiel das getestete Acer – werden auch ohne Betriebssystem angeboten. Wer also ein übriges Windows oder Linux-System besitzt, kann noch einmal bis zu 100 Euro sparen. Günstiger geht’s wirklich nicht mehr.“Der komplette Test ist in der aktuellen CHIP 02/2008 zu finden, die am 4. Januar in den Handel kommen ist.

First-Class-Weinkeller für 6.100 Euro

Einen guten Weinkeller aufzubauen, in dem Weine bis zu ihrer optimalen Trinkreife lagern und sich für jede Gelegenheit der passende Tropfen findet, ist ein aufwändiges und nicht ganz billiges Hobby. Wer nicht so lange warten oder sammeln will und das nötige Kleingeld hat, kann sich natürlich auch gleich einen gut gefüllten Weinkeller zulegen. Genau dies hat der Käufer des teuersten Artikels in der eBay-Kategorie Feinschmecker im November getan: Für 6.100 Euro kaufte er einen 264 Flaschen zählenden First-Class-Weinkeller mit guten Tropfen aus Spanien und belegte damit Platz eins in der Hitliste, wie die Auswertung der aktuellen eBay-Verkaufsdaten ergab.

Der Fachhandelspreis für den Weinkeller liegt bei rund 10.000 Euro. Zum Sortiment gehören Spitzenweine aus den Anbaugebieten Ribera del Duero und Toro (Kastilien-Léon), aus dem katalanischen Priorat und dem nordspanischen Rioja. Die meisten Weine stammen aus den Jahrgängen 2004 und 2005.

Eine tolle Investition für einen Weinkeller, der vor allem als Wertanlage betrachtet wird, ist auch die 6-Liter-Flasche Château d’Yquem aus dem Bordeaux, Jahrgang 1989. Der weiße Süßwein dieses wohl berühmtesten Weinguts der Welt – es ist das einzige Gut, das den offiziellen Status „Premier Grand Cru Classé Superieur“ genießt – ist legendär und kostbar: 5.405 Euro zahlte der Käufer für den Wein, dessen besonderer Geschmack auf einem einzigartigen Prozess und dem Mikroklima beruht. Ein Pilz, dessen Enzyme die Beerenhaut zerstören, sorgt dafür, dass das Wasser in der Beere verdunstet und die Beeren faulen. So gärt der Saft „edelfauler“ Beeren zur süßen, hochkonzentrierten und hocharomatischen Basis für einen Ausnahmewein, der sich sehr lange hält – selbst weit über hundert Jahre alte Flaschen munden prächtig.

Davon wird sich hoffentlich auch der Käufer des Artikels auf Platz drei überzeugen können, der ebenfalls eine Flasche Château d’Yquem erwarb, allerdings eine 5-Liter-Jeroboam-Flasche aus dem Jahrgang 1988. 4.393 Euro investierte er in den Spitzenwein, von dem nur rund 1.250 Flaschen pro Hektar produziert werden – das ist ein Glas pro Rebstock.

Top-Suchbegriffe
Süßigkeiten stehen jetzt hoch im Kurs: Schokolade lautete der im November am häufigsten gesuchte Begriff in der eBay-Kategorie Feinschmecker. Die Bonner Süßwarenfirma Haribo hielt sich wie im Vormonat auf Platz zwei, vor den USA. Es folgen Lindt, Schinken, Wein, Milka und Adventskalender – vor dem Kontrastprogramm: Weight Watchers.

Château Margaux für 6.651 Euro

Dieser Wein schmeckt nicht nur dem amerikanischen „Weinpapst“ Robert Parker – auch wenn der 100 Punkte und damit die Höchstpunktzahl auf seiner ganz persönlichen Parker-Skala an ihn vergab: Ein Château Margaux, produziert auf dem gleichnamigen Weingut der Médoc-Halbinsel im französischen Bordeaux, gilt vielen als Ausnahmetropfen. Das zeigt auch die Summe, die der Käufer für eine Kiste mit 12 Flaschen aus dem Jahrgang 1996 auf dem weltweiten Online-Marktplatz eBay investierte: Mit 6.651 Euro waren die zwölf mit dem Grand Cru gefüllten 0,75-Liter-Flaschen im September der am teuersten verkaufte Artikel in der eBay-Kategorie Feinschmecker. Das ergab die Auswertung der aktuellen eBay-Verkaufsdaten.

Während also in diesem Fall 12 Flaschen dafür sorgen, dass sich im Bedarfsfall auch nette Gäste an dem Spitzenwein laben können, sollte sich der Käufer der Artikels auf Platz zwei der Rangliste gut überlegen, mit wem er diesen Wein teilen möchte: Er bezahlte nämlich 6.500 Euro für eine Flasche – aber was für eine: Der Château Petrus aus Pomerol im Bordeaux gilt als legendäre Kult-Rebe und zählt zu den teuersten und berühmtesten Rotweinen der Welt. Jedes Jahr werden nur 65 Fässer abgefüllt. In diesem Fall stammt der Petrus auch noch aus einem der besten Jahrgänge: 1961. Der Käufer erwarb eine Magnum-Flasche mit 1,5 Liter Inhalt, die seit 30 Jahren im Familien-Keller des Verkäufers lagert. Nicht umsonst sagen Weinkenner, dass der Petrus ein Wein für Millionäre sei, die ihn für ihre Kinder kaufen, um ihn später zu vererben…

Den dritten Platz der am teuersten verkauften Artikel in der Kategorie Feinschmecker belegt eine kostbare Weinsammlung: Für 6.350 Euro gab es auf eBay zwei Flaschen Château Mouton Rothschild 1982 und 1986, eine Flasche Château Lafite Rothschild 1986, einen Château Haute Brion 1989, einen Château Latour 1990 und eine Flasche Château Margaux 1990 – zum Trinken viel zu schade, weswegen der Verkäufer auch ausdrücklich die hervorragende Geldanlage preist. Vielleicht will der Käufer aber doch selber schmecken, warum Weinkritiker Parker jedem dieser Weine 100 Punkte gegönnt hat.

Top-Suchbegriffe
Amerikanische Weine sind im Kommen – das ist wohl die Erklärung dafür, dass sich der Begriff USA auch im September auf Platz eins der am häufigsten in die Suchmaske der eBay-Kategorie Feinschmecker eingegebenen Begriffe hält. Dass sich in dieser Kategorie auch Schlemmer umschauen, die abnehmen wollen, belegt der Begriff Weight Watchers auf Platz zwei. Dahinter folgt Bier vor Schokolade, Lindt, Haribo und Schinken.

Traders Hotel Beijing: "Deal or no Deal?"

In China wird um fast alles gehandelt, ob Bananen oder Perlen, das Spiel heißt Feilschen. Diese Tatsache ist zwar allgemein bekannt, die meisten Außenseiter kennen aber die Regeln dafür nicht. Zu den Olympischen Spielen 2008 rechnet man mit fast sieben Millionen Besuchern – und die Händler stehen bereit, ihr Stück vom olympischen Kuchen zu ergattern.

Das Traders Hotel Beijing ist Partnerhotel der Olympiade. Das beliebte Vier-Sterne-Haus liegt im Herzen von Beijings „Einkaufshimmel“. Der berühmte Silk Street Market, in dessen fünf Stockwerken man – vom neuesten North Face Modell bis zu einer riesigen Auswahl an Seide – alles unter einem Dach findet, ist nur einen Steinwurf entfernt. Der Markt ist ein Muss für alle Beijing-Besucher. Eine weitere nahe gelegene Einkaufsoase ist der Panjiayuan Weekend Market, Beijings ursprünglicher Trödlermarkt. Hier findet sich auf 48.000 Quadratmetern ein endloses Sammelsurium von chinesischem Kunsthandwerk sowie Sammlerstücke und Antiquitäten aller Art.

Bei so viel Auswahl werden die meisten „Neulinge“ leichtsinnig und lassen die Grundregeln des Feilschens außer acht. Deshalb ist der vom Traders Hotel Beijing zusammengestellte „Führer für die Kunst des Feilschens“ ein unentbehrlicher Ratgeber, der in keiner Einkaufstasche fehlen sollte.

Beispiele aus dem „Führer für die Kunst des Feilschens“

Seien Sie rücksichtslos! Geübte Feilscher werden Ihnen bestätigen, dass dies die wichtigste Regel ist, die man bei Einkäufen in China immer im Gedächtnis haben sollte. Sie raten den Käufern, nicht Opfer des traurigen Ausdrucks des Verkäufers zu werden und nicht auf den Aufschrei „Ich habe kein Geld!“ hereinzufallen. In vielen Jahren haben sie gelernt, was bei naiven Ausländern am besten wirkt um die freundlich gesinnten Käufer zu einem „okay“ zu bewegen. Bleiben Sie hart.

Geben Sie den Preis vor. Einer der Tricks den die Verkäufer gelernt haben: Wenn sie hoch genug anfangen und dann 50 Prozent nachgeben, sieht das aus wie ein gutes Geschäft. Das Eröffnungsangebot des Käufers sollte rund 10 Prozent des Anfangspreises des Verkäufers betragen.

Beobachten Sie andere Feilscher, vor allem Chinesen. So können Käufer anfangen zu lernen, welchen Preis sie wirklich zahlen sollten. Schauen und lernen Sie.

Vergleichen Sie die Preise. Sie werden sofort feststellen, dass die meisten Dinge auf einem Markt an mindestens zehn verschiedenen Ständen angeboten werden. Wenn Sie Gefallen an etwas finden, handeln Sie ein wenig und gehen dann zu einem anderen Stand um herauszufinden, ob ein anderer Händler ein besseres Angebot macht.

Gehen Sie weg. Dies ist eines der nützlichsten Instrumente der Kunst des Feilschens. Wenn ein Käufer einen Punkt erreicht, der ihn nicht zufrieden stellt, sollte er langsam weggehen. Während er das tut, kann er hören wie der Verkäufer lauter wird und immer niedrigere Preise nennt, bis er da ist, wo ihn der Käufer haben will. Dann kann er zurückkehren und das Angebot einfordern. Taktik.

Nennen Sie den Preis nicht bis zum Ende. Käufer sollten immer versuchen, einen niedrigeren Preis zu bekommen, ehe sie selbst eine bestimmte Zahl nennen. Wenn Sie einmal einen Preis genannt haben, können Sie nicht mehr zurück.

Ebay unsicher wie nie – Drei, zwei, eins – keins

In Ruhe bei Ebay alte Sachen versteigern,

bedenkenlos nach Schnäppchen stöbern – das wird schwieriger. Denn im

Internet-Auktionshaus tummeln sich immer mehr Betrüger mit dreisten

Tricks. Käufer und Verkäufer werden etwa mit fingierten Fotos,

gefälschten Waren und kaputten Retour-Geräten geprellt.

Aber auch

Ebay selbst hat Sicherheitslücken: Identitätsklau. So kann sich jeder

mit wenig Aufwand unter dem Namen anderer Personen anmelden und

Schaden anrichten. Das berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD

(Ausgabe 12/2007, ab Samstag im Handel).

Die Redaktion erklärt die 23 fiesesten Betrüger-Tricks bei Ebay

und gibt Tipps, wie sich Käufer und Verkäufer davor schützen können.

So ist es zum Beispiel kinderleicht, unter fremdem Namen ein

Ebay-Konto einzurichten. Zwar kontrolliert Ebay Name, Anschrift und

Geburtsdatum bei der Schufa. Solche persönlichen Daten von anderen

Personen sind aber etwa per Internetsuche einfach zu finden.

COMPUTERBILD hat einen entsprechenden Fall dokumentiert. Mit so einem

gefälschten Konto können Gauner dann Waren verkaufen und das Geld auf

ein Auslandskonto überweisen lassen. Oder sie nutzen die fremden

Identitäten, um heimlich die Preise ihrer Auktionen hochzutreiben.

Eine genaue Identitätskontrolle gehörte noch nie zum

Ebay-Standard. Gegenüber der Redaktion spielte Ebay das Problem

herunter und gab an, dass derzeit „verschiedene Möglichkeiten einer

weitergehenden Identitätsprüfung evaluiert“ würden.

Größtes Problem sind die vielen Betrüger, die bei Ebay arglose

Nutzer um Geld oder Waren bringen. Zum Beispiel werden über das

Auktionshaus angesagte Geräte wie Handys „verkauft“, die zwar

angekündigt, aber noch gar nicht auf dem Markt sind. Die Fotos für

die Auktionen sind gefälscht. Wer für so ein brandaktuelles Gerät per

Vorkasse zahlt, ist sein Geld los.

Auch für Verkäufer können Ebay-Auktionen böse enden. Etwa durch

gefälschte Treuhandüberweisungen oder Käufer, die funktionstüchtige

Geräte gegen kaputte Exemplare austauschen. Danach reklamieren sie

die Ware, fordern das Geld zurück und drohen mit einer Strafanzeige.

Auch der Berliner Tagesspiegel berichtet über die vielen Vorfälle bei eBay:
Drei, zwei, eins – keins
Die Beschwerden über Ebay häufen sich. Das Onlineauktionshaus reagiere nicht schnell genug auf Betrüger, kritisieren Kunden
Das Angebot war verlockend: eine ganze Palette Kopierpapier, beste Qualität, nur 419 Euro. Beim Internetauktionshaus Ebay stieß der Verlagsunternehmer Lutz T. auf die günstige Offerte. Er schlug zu – und glaubte, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Zweifel an der Seriosität des Verkäufers kamen ihm nicht, denn dessen Kundenbewertungen – bei Ebay so etwas wie die gemeinschaftlich erstellte Bonitätsprüfung – waren zu annähernd 99 Prozent positiv.

Seit gut zwei Monaten wartet Lutz T. jetzt auf sein Kopierpapier. Bezahlt hatte er die Ware schon am Tag des Verkaufs per Banküberweisung, nachdem der Anbieter ihn per E-Mail dazu aufgefordert hatte.
Lesen Sie im Tagesspiegel weiter:
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/27.05.2007/3294191.asp