infa 2016 Hannover

Die infa 2016 ist auch in kulinarischer Sicht ein echter Hochgenuss. Ob exotisch oder gut bürgerlich, ob veggie oder fleischlastig, ob „to go“ oder gemütlich am Tisch – das Angebot in Sachen Essen & Trinken lässt keine Wünsche offen und bedient jeden noch so ausgefallenen Geschmack.

Feinschmecker und Fast-Food-Fans finden beispielsweise in der Markthalle ein wahres Paradies. Wie wäre es z.B. mit einem feurigen Curry aus Indien? Oder doch lieber die berühmte VW-Currywurst? Auch ungarische Gulaschspezialitäten sind in der Markthalle zu finden, genau wie köstliche Käse-Variationen, asiatische Köstlichkeiten, Mediterranes aus Griechenland und Italien sowie Weine aus aller Welt.

Wer sich eine kleine Pause vom Messetrubel gönnen möchte, kann dies am besten im edlen Ambiente der LEBENSART tun. Hier kann man zum Beispiel bei Hannovers Sternekoch Ekkehard Reimann und seinem Clichy regionale Köstlichkeiten wie Gänsebrust und herzhaften Grünkohl genießen, während gleich nebenan das Team vom Al Dar syrische Verführungen auf die Teller zaubert.

Weihnachtlich geht es in der Christmas zu. Hier bekommen die Besucher schon im Oktober einen Vorgeschmack, wie das Fest der Liebe schmeckt – mit backfrischen Honigkuchen, gebrannten Mandeln, Dresdner Christstollen, himmlischen Marzipantorten, selbstgemachten Baum- und Flammkuchen sowie Kaffeespezialitäten, Glühwein und Kakao.

Wer es orientalisch mag, ist im Basar der Nationen richtig. Hier bietet der „Moccamaker“ köstliche Tee- und Kaffeevariationen an, außerdem himmlische Snacks wie Feigenfinger und Dattelkuchen. Gleich nebenan befindet sich die Piazza Italia, wo es belegte Brötchen, Schoko-Genüsse, würzige Wurst-Spezialitäten sowie Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato & Co. gibt.

Für Menschen, die auf bewusste, gesunde Ernährung Wert legen, ist die infa balance genau das Richtige. Neben frischen Säften und Smoothies, Brotspezialitäten und Snacks findet der Besucher auch eine große Auswahl an veganen, vegetarischen und ayurvedischen Spezialitäten – alles bio, alles gesund.
Total angesagt: Das Food Truck Festival am ersten infa-Wochenende (15. + 16. 10.). Hier stehen auf dem Freigelände liebevolle Neu-Interpretationen von Burgern, Hotdogs und Sandwiches auf der Speisekarte, außerdem exotische Versuchungen von jungen, innovativen Köchen.

Wer sich bei einem so großen Angebot darüber hinaus noch Anregungen, Rezeptvorschläge und Ideen vom Profi holen möchte, für den ist das täglich wechselnde Tagesprogramm mit prominenten Gästen gedacht. Mit dabei sind unter anderem Enie van de Meiklokjes, die in mehreren Backshows köstliche Backrezepte aus ihrem neuesten Buch „Sweet & Easy – Enie backt“ vorstellt.

Im Rahmen der Cake World Germany, dem großen Event für alle Torten-Fans vom 15. bis 17. Oktober, zeigt Sally vom YouTube-Kanal „Sallys Tortenwelt“, wie man mit ein wenig Geschick und ein paar Ideen leckere Cupcakes, Muffins & Co. zaubert.

„The Taste“-Gewinnerin Felicitas Then zeigt ihr Können ebenfalls auf der infa und demonstriert am Backofen, was sie in Sachen Torten, Kuchen, Kekse auf der Pfanne hat.
Außerdem auf der infa mit dabei sind die bekannten Foodblogger Jens Glatz und Mirja Hoechst alias Kochhelden.TV & Küchenchaotin, Bingo-Bär Michael Thürnau mit „Bingo, Kochen & mehr“ sowie TV-Koch Rainer Sass, der inzwischen zu den Dienstältesten Köchen der Branche zählt. Längst sind seine Live-Auftritte Kult, wovon sich die Besucher der diesjährigen infa überzeugen können. Unterstützt wird Sass auf der infa von Kult-Brotbäcker Jochen Gaues.

Kulinarische Hochgenüsse und tolle Tipps von den besten Köchen der Stadt gibt es in der großen Küchenwelt von Möbel Staude. Am 15., 16., 20., 21., 22. und 24. Oktober stehen hier die Köche vom Berggasthaus Niedersachsen, Jante, WeinBasis, Zauberlehrling, Tresor und Titus am Herd und bereiten ihr ganz persönliches Leibgericht vor. Probieren natürlich erlaubt.

Außerdem: Kinderküche Hannover mit tollen Kochshows für kleine Esser, gemeinsames Kochen mit der LACOCCINA Kochschule, große Marché-Mövenpick-Backshow „Äpfel aus dem Alten Land“, Küchen-Talk über die Küchen-Trends von morgen mit einem IKEA Interieur Designer und vieles mehr.

infa 2016 – Deutschlands größte Erlebnis- und Einkaufsmesse, vom 15. bis 23. Oktober auf dem Messegelände in Hannover. Täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet.
Tickets zum ermäßigten Preis im Online-Shop (www.meine-infa.de): Erwachsene 11,50 EUR, Ermäßigt 10,50 EUR, Junior-Ticket (13-17 Jahre) 6,50 EUR.
Tickets Messe-Kasse: Erwachsene 13,50 EUR, Ermäßigt 12,50 EUR, Junior-Ticket 8,50 EUR. Kinder bis einschließlich 12 Jahre haben freien Eintritt.

Heinz Reitbauer Junior

Heinz Reitbauer Junior muss man eigentlich nicht erklären und schon gar nicht vorstellen, ist er doch seit Jahren eine fixe Größe der österreichischen Gastronomie und zählt zu den brillanten Vertretern seiner Kunst. Er versteht es wie kaum ein anderer, mit scheinbar leichter Hand verblüffende Gerichte zu kreieren und dabei niemals seine individuelle Handschrift zu verlieren. Im österreichischen Gastronomieführer „Gault&Millau 2016“ erreichte der 4-Hauben-Koch 19 von 20 möglichen Punkten.

BEGEHRTE AUSZEICHNUNG
Der „Koch des Jahrzehnts“ von Gault&Millau ist die begehrteste Auszeichnung in der heimischen Gastronomiebranche. Der Preis wurde heuer zum vierten Mal verliehen. Lohberger und Küchensystem unterstützen diese Auszeichnung. Beide Unternehmen gehören zur Austro Holding, stehen für innovative und hochwertige Großküchenkonzepte und sind in Österreich Marktführer.
 
Über den begehrten Titel „Koch des Jahrzehnts“ zeigt sich Heinz Reitbauer gewohnt bescheiden: „Die Auszeichnung „Koch des Jahrzehnts“ gebührt all den Menschen, die dazu beitragen, unser Haus einzigartig zu machen. Unserem Team – immer suchend, leidenschaftlich und Gastfreundschaft vermittelnd. Unseren Lieferanten und Partnern – bei ihnen beginnt der Geschmack zu wurzeln. Sie sind unsere größte Inspirationsquelle. Unseren Gästen & Freunden – denn sie geben uns Kraft und Ansporn. Ihnen allen sei dieser Titel gewidmet.“
 
Martina und Karl Hohenlohe, Herausgeber des Guide GaultMillau über das Ausnahmetalent: „Heinz Reitbauer erhält den Titel „Koch des Jahrzehnts“ für seine beeindruckenden Leistungen in den vergangenen Jahren. Zehn Jahre Steirereck im Stadtpark, acht Jahre mit vier Hauben an der Spitze der österreichischen Gastronomie. Seine Küche spricht für Innovation, sie spiegelt den Respekt vor dem Produkt wider, er war einer der ersten, der bewies, dass man auch landwirtschaftlichen Produkten eine Bühne gibt. Und was für eine. Heinz Reitbauer ist einer der ganz Großen – das Sympathische, man spürt dies bei jedem Teller, den er aus der Küche schickt, aber niemals im persönlichen Gespräch. Understatement scheint sein zweiter Vorname.“
 
Werner F. Redolfi, Geschäftsführer der Küchensystem Vertriebs GmbH: „Wir freuen uns sehr über die heurige Titelverleihung an Heinz Reitbauer. Er hat in den letzten Jahren mit enormer Innovationskraft und Kreativität viel Pionierarbeit geleistet und damit auch national und international das Image der österreichischen Küche mitgeprägt. Zudem verbindet uns eine langjährige Partnerschaft und Freundschaft, die uns sehr stolz macht.“

DER AUSGEZEICHNETE KOCH – Daten und Fakten
Heinz Reitbauer Junior wurde 1970 in Wien geboren. Eine Karriere in der Gastronomie wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, eröffneten seine Eltern doch wenige Monate vor seiner Geburt das Restaurant Steirereck, damals noch in der Rasumovskygasse in 1030 Wien. Über die Jahre entwickelte sich seine große Leidenschaft für das Kochen, nach Abschluss der Hotelfachschule in Altötting ging er zu seinem Vater in die Lehre, lernte bei den Brüdern Obauer in Werfen, sammelte Auslandserfahrung bei Alain Chapel in Mionnay bei Lyon, Anton Mosimann in London und Joel Robuchon in Paris. 1992 kehrte er schließlich in den elterlichen Betrieb zurück.

1996             Wirtshaus Steirereck, Turnau
1999             Trophée Gourmet für österreichische Küche
2002             Erwerb der Meierei im Stadtpark
Seit 2005      Küchenchef im Steirereck im Stadtpark, Wien

SlowMobil Stuttgart

Sie fahren ab sofort in Stuttgart zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und vermitteln den Kleinsten in unserer Gesellschaft den Spaß am Kochen. Die Initiatoren des SlowMobils Stuttgart bringen die vierte, fahrbare, mit Gaggenau Geräten ausgestattete Küche, ins Rollen. Wie schon in München, Frankfurt und Karlsruhe wollen sie nun auch in Stuttgart den Kindern auf spielerische Weise bewussten Geschmack und die Vielfalt regionaler Lebensmittel nahe bringen.

Weil Begeisterung für gute Lebensmittel ein wesentlicher Bestandteil der Genusskultur ist, fördert Gaggenau nicht nur Slow Food Deutschland, sondern auch vielerorts die Kinder- und Jugendarbeit der Vereinigung und das Engagement ihrer Mitglieder. Was 2008 in München begann, hat nachhaltige Kreise gezogen: Ein mit Gaggenau Geräten ausgestattetes Slow Mobil fährt mittlerweile in München, Frankfurt, Karlsruhe und nun auch in Stuttgart zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit. In der fahrbaren Erlebnisküche können Kinder selbst ausprobieren, aus frischen Zutaten etwas Schmackhaftes zu kochen.

Wo wachsen eigentlich Zucchini? Was ist Rote Bete? Und wie schmeckt Grünkern? „Wenn Kinder neugierige Fragen stellen und staunen, wie ein frisches, unverarbeitetes Produkt schmeckt, dann sind wir auf dem richtigen Weg“, meint Waltraud Ulshöfer vom Trägerverein des SlowMobils, Junior Slow Stuttgart e.V. Das Organisationsteam des SlowMobils in Stuttgart will Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren unter pädagogischer Anleitung das passende Wissen über saisonale und naturnah erzeugte Lebensmittel aus der Region nahebringen. Als Ergänzung zum Schulunterricht sollen auf spielerische Weise die Sinne geschult werden, damit die kleinen Köchinnen und Köche bewusst Geschmack wahrnehmen und auf die Vielfalt der Lebensmittel aufmerksam werden.

Dieses Konzept hat seinen Ursprung in München. Das Slow Mobil München war das erste Slow Mobil in Deutschland. Es fährt 2015 im achten Jahr und erscheint inzwischen im neuen Look. Das Künstler-Duo FRABO hat original Kinderzeichnungen neu komponiert und auf den Bauwagen übertragen. Immer wieder werden die Kochkurse, die teilweise auch von prominenten Köchen begleitet werden, begeistert in Kindergärten, Horten und Schulen erwartet. Das Slow Mobil München erreicht pro Jahr ca. 1.000 Kinder und ist von Ostern bis Ende Oktober durchgehend ausgebucht.

Auch in Frankfurt kochen jährlich knapp 1.000 Kinder im Slow Mobil. Seit 2010 ist die rollende Küche von April bis Oktober unterwegs und für das laufende Jahr ebenfalls bereits ausgebucht. Möglich wurde das Projekt in Frankfurt durch den Gaggenau Partner Küchenhaus Süd als Initiator des Projektes. Nach dem Erfolg in München war der Partner von Gaggenau so begeistert, dass er mit der Frankfurter Sektion von Slow Food Kontakt aufgenommen und das zweite Slow Mobil umgesetzt hat. Der umgebaute Bauwagen wird mit viel Mühe und Engagement ehrenamtlich durch die Mitglieder des eigens gegründeten Vereins Junior Slow Frankfurt e.V. betreut. Bei so viel Engagement ist jede helfende Hand willkommen.

Rund 1.600 Kinder haben seit dem Start 2013 in Karlsruhe im Slow Mobil gekocht. Um dies zu ermöglichen, gründeten im April 2012 in Karlsruhe rund 20 aktive Mitglieder des Conviviums Slow Food Karlsruhe den Verein Junior Slow Karlsruhe e.V. Wie zuvor in München und Frankfurt wurde ein Bauwagen mit privaten Spenden und der Unterstützung von engagierten Unternehmen zum Slow Mobil umgebaut. Das Slow Mobil Karlsruhe versteht sich als Kind der internationalen Slow Food Bewegung. Die pädagogische Konzeption wird kontinuierlich weiterentwickelt. 2014 wurde das Slow Mobil Karlsruhe mit dem 2. Platz beim Kinderfreundlichkeitspreis der Stadt Karlsruhe ausgezeichnet. Im April 2015 startete mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe das Projekt „Wenn Kinder vor der Kiste sitzen“. Schülerinnen und Schüler bepflanzen Kisten, Hochbeete und Schulgärten, beobachten den Kreislauf von Gemüse und Salaten, ernten und kochen damit im Slow Mobil.

Das SlowMobil Stuttgart steht inhaltlich der Idee der internationalen Bewegung Slow Food nahe, ist aber organisatorisch unabhängig. Slow Food setzt sich für gute, saubere Lebensmittel ein, die auch unter fairen Bedingungen erzeugt und gehandelt werden. Der Trägerverein des SlowMobils Stuttgart, Junior Slow Stuttgart e.V., kooperiert mit der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, die den technisch-organisatorischen Betrieb des Kochmobils übernimmt. Junior Slow Stuttgart e.V. ist für die inhaltlichen und pädagogisch-konzeptionellen Aufgaben zuständig.

„Auch das Stuttgarter SlowMobil zeigt, wie stark die Umsetzung eines solchen Projekts mit dem persönlichen Engagement der Mitglieder von Slow Food verbunden ist“, erläutert Gaggenau Marketingleiterin Karin Stengele. „Dieses Engagement für eine Kultur des bewussten, geschmackvollen Genusses – gerade auch für die folgenden Generationen – unterstützen wir sehr gerne. Wir freuen uns über jedes weitere Slow Mobil, das in Planung ist.“ Der Hausgeräte-Hersteller setzt sich seit jeher für schonende Zubereitungsmethoden und die perfekte Lagerung von hochwertigen Lebensmitteln ein. Inspiriert von den Ansprüchen der Profiküche hat Gaggenau Kücheneinbaugeräte für den Privatbereich immer wieder neu definiert und so entscheidend zur Weiterentwicklung der Kochkultur beigetragen.

www.gaggenau.com

Naturpark-Apfelfest und Hoffest bei Apfeltraum

Am Samstag, den 20. September ist es wieder so weit. Der frisch gemostete Saft von den Obstbäumen der Märkischen Schweiz wird diesmal von den Junior-Rangern auf dem Hof Apfeltraum zum Kosten gereicht, denn das Naturpark-Apfelfest wird gemeinsam mit dem Hoffest der „Apfelträumer“ gefeiert.

Dem Apfel, als Markenzeichen der Märkischen Schweiz, wird wieder von 12 – 18 Uhr gebührende Aufmerksamkeit gezollt. Fachleute beraten zur Pflege von Obstbäumen, Apfelsortenbestimmung und eine Apfelschau zeigen die Vielfalt der regionalen Sorten. Äpfel zum Bestimmen können auch in diesem Jahr mitgebracht werden.

Zum Auftakt gehört die Auszeichnung der neuen Naturparkpartner, die sich mit viel persönlichem Engagement für eine nachhaltige Landnutzung, Umweltbildung und Tourismus in der Region einsetzen.

Die Partner des Hofes Apfeltraum präsentieren im Laufe des Nachmittags mit Führungen und Informationen die verschiedenen Arbeitsbereiche und die Methoden ihres Demeter-Betriebes. Die Gärtnerei, Baumschule, Imkerei, Tierhaltung und der Feldbau werden mit Führungen vorgestellt. Von der Qualität und Vielfalt der Produkte kann sich jeder Gast zudem an den Verkaufstischen und am Buffet des Hofes überzeugen.

Neben der Produktion kommt auch der Arten- und Ressourcenschutz nicht zu kurz, da bei Apfeltraum versucht wird, dieses zu vereinbaren. Um 15 Uhr wird dieses Thema „Beitrag der Landwirtschaft zur Artenvielfalt“, das in diesem Jahr bereits bei verschiedenen Grünen Touren des Naturparks vorgestellt wurde, beim Naturpark-Forum diskutiert. Um 16 Uhr findet eine gemeinsame Aussaat-Aktion statt, um Ackerwildkräutern in der Feldflur einen Überlebensraum zu geben.

Die Kenntnisse über die heimische Flora können zudem bei einem Kräuterspaziergang ab 13.00 Uhr vertieft werden. Live-Musik, Spiele, Krummholzbau, Filzen, Märchenerzählen, Infostände und weitere kulinarische Köstlichkeiten der Region stehen ganztägig auf dem Programm.

Und alle, die sportlich zum Naturparkfest starten wollen, haben dazu zweifach Gelegenheit: bei einer Wanderung mit den Naturfreunden e.V. um 10.00 Uhr ab Bahnhof Müncheberg durch die Gumnitz. Und um 14 Uhr beginnt die Radtour von Silvia Plötz an der Touristeninformation in Müncheberg (Unkostenbeitrag 3,- €).

Termin: 20. September 2014 (Samstag)
Naturpark-Apfelfest und Hoffest Apfeltraum
Zeit: 12 – 18 Uhr
Treffpunkt: Hof Apfeltraum, Hauptstr. 43, 15374 Müncheberg, OT Eggersdorf

Informationen zur Veranstaltung unter Naturparkverwaltung Telefon: 033433 / 158 -41 oder -53, Hof Apfeltraum: 033432/736082.

London preiswert für Feinschmecker

Mandarin Oriental – Dinner bei Heston Blumenthal – ein Drei-Sterne-Restaurant in einem 5-Sterne-Superior-Hotel im Herzen von London am Hyde Park gegenüber dem Nobelkaufhaus Harvey Nichols: Das hört sich teuer und steif an!

Mandarin Oriental Hyde Park, London

Falsch! Falsch! Falsch! Es ist so richtig schön unbritisch. Und dabei doch Britisch. Heston Blumenthal und sein langjähriger Head-Chef Ashley Palmer-Watts haben einen wundervollen Ort geschaffen. Ein Ort des Geniessens. Ein Ort des Entspannends. Ein Ort der guten Küche. Ich muss mir hier keine Krawatte umbinden oder eine Jacke anziehen. Ich kam kommen, wie ich mag. Das machen die Gäste aus aller Welt und die Londoner auch. Jeder kommt, wie es ihm gefällt. Da ist die Dame im Dior Kleid mit Channel Tasche aber FlipFlops, der Herr im korrekten, dunklen Anzug, der Tourist mit T-Shirt und Turnschuhen. Und alle sind fröhlich. Das Personal ist mit 200 % dabei. Eifrig und heiter ohne übereifrig zu wirken.

Aber der Reihe nach.
Heston Blumenthal verbindet man mit der Fat Duck in Bray, dem englischen Dorf eine ¾ Stunde außerhalb von London mit sieben Sternen. Die Fat Duck ist neben dem elBulli das Aushängeschild der molekularen Küche. Im Dinner jedoch wurden historische Rezepte neu verwirklicht. Ganz spannend. Alte Rezepte wurden entfettet und verjüngt und begeistern.

Wir starteten mit einer Mandarine und Brot, der Meat Fruit. Die Mandarine war Tarnung. In ihr war Hühnerleber mit Foie Gras Mousse. So konnte man sich eine deftige Leberwurststulle schmieren. Klasse Anfang mit Aha Effekt. (15 GBP). Eines der ältesten Rezepte überhaupt, von ca. 1500. So etwas „vegetarisches“ lieben wir 😉

Danach ging es weiter mit „Dressed Snails“ als Vorspeise. Ein Salat aus 1884 mit Schnecken, Roter Beete und Salty Fingers und Rotwein Juice.
Tadellose Vorspeise. Gute Schnecken.

Zu den Schnecken haben wir einen 2010 Pinot Grigio von Schiopetto, Collio, Italien gehabt.

Als nächstes kam der Hauptgang. Meine Frau und mein Sohn wählten die Wachtel (um 1590) mit gekochtem Kohl, Zwiebeln und geräucherter Eßkastanie. Sie war begeistert, Junior gefiel mein Rochen besser. Mir auch. Der gebratene Rochen kam mit Admirals Sauce von 1826. Dazu gab es diverse Gemüse und dreifach fritierte Pommes mit Pilzketchup (4,75 Pfund Aufpreis). Der Rochen war absolut perfekt!

Meine Frau hatte zur Wachtel einen fantastischen 2009 Chianti Classico, Casale dello Sparviero, Italien und ich einen sensationellen 2012 Sauvignon Blanc von Ata Rangi aus Martinborough, Neuseland. Für zwei Glas Wein zum Menü zahlten wir je 16,90 GBP. Ein sehr korrekter Preis für London. Den Abend vorher waren wir in einem Kettenitaliener, Strada. Die nette italienische Bedienung warnte gleich als ich nach al dente fragte. Nudeln sind vorgekocht. Besser nicht nehmen! Der Wein war billig, wurde aber teurer als im Dinner by Heston Blumenthal verkauft. Da braucht man nicht mehr hin.

Unser Sommelier Stefan Neumann – ein Österreicher – begeisterte uns mit seinem Fachwissen genauso wie unser Kellner Michael Jantscher, ein weiterer Österreicher. Michael war immer zur Stelle wenn man ihn brauchte und wenn man gerade tief im Gespräch war, störte er nicht. Michael konnte jedes Gericht erklären. Ziemlich perfekt das Ganze!

Das ist das tolle an dem Konzept. Sie können dort ein leckeres Feinschmecker Menü genießen oder einfach nur ein super gutes Stück Fleisch mit sensationellen Pommes bestellen. Und bei den Getränken werden Sie auch nicht abgezockt. Die 1l englisches Flasche Mineralwasser (Tufapure SP) kostet 4,50 Pfund, Leitungswasser ist gratis. (Hoffentlich liest das Adlon mit! Es geht auch anders)

Zum Dessert wählten wir die Millionaire Tart, kristallisierte Schokolade mit Vanilla Eiskrem (ca. 1730). Junior gefiel das Eis, abe rnicht so die Schokolade, wir aßen beides gerne.
Danach wollte Küchenchef Ashley Palmer-Watts unserem Junior noch was Gutes tun und lud uns zum Eis ein. Michael Jantscher kam mit einem Wagen an unseren Tisch. Dort kippte er in einem Mixer auf Vanilla Milch/Yogurt flüssigen Stickstoff, so dass Eis entstand. Die Stickstoff-Wolken waren groß und alle im Restaurant freuten sich mit Junior. Es herrschte die ganze Zeit so eine angenehme heitere, beschwingt-fröhliche Atmosphäre im Restaurant.
Wie viele Sterneköche arbeitet auch Ashley Palmer-Watts gerne mit CHROMA type 301 . Design by F.A. Porsche – Kochmesser .

Zur Rechnung gab es dann noch mal ein Schokoladendessert mit Darjeeling Tee. Insgesamt zahlten wir zu dritt 160 Pfund, sowie 20 Pfund Trinkgeld (12,5 %) und weitere 10 Pfund gab ich nochmals als extra Trinkgeld, weil alle so engagiert arbeiteten. Der Australier Paul Downie, der der General Manager ist, scheint sehr gut zu motivieren.

Insgesamt arbeiten im Diner bei Heston Blumenthal 100 Mitarbeiter, die täglich knapp 300 Gäste bedienen.

Fazit: Wir hatten zu Dritt für einen vergnüglichen, perfekt zubereiteten und servierten Lunch 220 Euro bezahlt. Wir waren heiter und glücklich als wir das Restaurant verließen. Wir werden wieder hingehen. Ein MUSS in London. Genauso wie die Fish & Chips im Andaz Hotel / Liverpool Street.

Fotos vom Essen finden Sie auf Facebook: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151585777113124.1073741842.168996673123&type=3

Nachtrag: Dinner by Heston Blumenthal hat nicht drei, sondern einen Michelin Stern. Ich war der Meinung, ich würde drei Sterne essen 😉 Kurz vorher war ich im Abama Ritz-Carlton Tenerife und hatte im Kabuki gegessen. Das hatte auch einen Stern. Der Stern des Kabukis ist lachhaft, wenn man ihn mit dem Dinner vergleicht. Auch ohne Vergleich würde ich die Küche im Kabuki als mässig ansehen. Die Tester des Michelins scheinen sehr unterschiedliche Kriterien anzulegen.

Update 26.Sept.2013: Meine Einschätzung, dass hier über 1 Sterne-Niveau gekocht wird, wurde heute vom Michelin bestätigt! Das Dinner by Heston Blumenthal bekam den 2. Stern. Das freut mich besonders!
Alle Sternerestaurants in UK: www.gourmet-report.de/artikel/344675/Alle-Sternerestaurants-in-Grossbritanien.html

Andere empfehlenswerte Restaurants in London:
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/
Für Fish & Chips empfehlen wir das Andaz in der Liverpool Street: www.kochmesser.de/component/name,Fish-Chips/option,com_gourmet/task,article/id,344127
Plum Valley: leckerer Kantonese im Chinatown – durchgehend Dim Sum, günstig:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151588901558124.1073741844.168996673123&type=3

The Ledbury

Lunch in London

Eine der besten Sachen in London ist der relativ günstige Lunch in Toprestaurants. Wir besuchten das LEDBURY des sympathischen Brett Graham.

Das Ledbury liegt in der Ledbury Road im Bezirk Notting Hill. Der sieht immer noch genauso aus wie in dem gleichnamigen Film mit Julia Roberts und Hugh Grant.
Das Ledbury liegt an einer Ecke und ist ein recht klassisches Fine Dining Restaurant. Derzeit redet die halbe kulinarische Welt von diesem Restaurant, dass auf Platz 13 der 50best Restaurants der Welt in 2013 ist. Michelin gab zwei Sterne. In London ist nur das DINER by Heston Blumenthal ( ) von Ashley Palmer-Watts auf Platz 7 – aber nur 1 Stern – höher bewertet.
Obwohl es so normal aussieht, ist es besonderer Ort. Der Inhaber und Küchenchef Brett Graham machte es dazu. Der sympathische Australier fing mit 15 Jahren in einem normalen Fischrestaurant in Newcastle, Australien zu arbeiten an. Später zog er nach Sidney wo er bei Liam Tomlin in der „Banc“ arbeitete. Er hat DEN australischen Küchenpreis gewonnen, den „Josephine Pignolet Award“. Dadurch bekam er ein Praktikum in Großbritanien, wo er hängenblieb. Er arbeitet im THE SQUARE bei Philip Howard. 2002 wurde Brett „Young Chef of the Year“. Im Elite Traveller ist das Ledbury aktuell auf Platz 10 (http://www.elitetraveler.com/category/top-100-restaurants-in-the-world/ – Heinz Beck auf 5, Sven Elverfeld auf Platz 6). Im Tripadvisor steht das Ledbury nach dem Petrus auf Platz 2 in London. Auch der Endverbraucher schwört aufs Ledbury.

2005 eröffnete Graham mit Partnern THE LEDBURY. Sein Sous Chef war und ist der Australier Greg Austin. Die Anfangsjahre waren schwer. An manchen Tagen kam niemand zum Lunch. Aber die Qualität der Küche sprach sich rum. Die erste begeisterte Kritik von Terry Durack in 2005 in der wichtigen Tageszeitung „The Independent on Sunday“ half. Viele weitere gute Kritiken folgten in den Jahren.

Brett Graham ist bescheiden geblieben, ausser Arbeit kennt er nicht viel. Er hat 7 Tage geöffnet nur am Montag Mittag hat er geschlossen. Er steht immer selber in seiner heissen Küche, die im Keller untergebracht ist. Mit den Gästen kamen die Sterne. Man glaubt ihm, dass er nicht auf die Sterne arbeitete, sondern einfach seine Küche immer mehr verfeinerte und immer mehr Konstanz einhauchte. Er ist der australische Sunnyboy. Auch mit 2 Sternen an der Brust.

Privat hat Graham seine Liebe auch in London gefunden. Nach einem Dinner ist seine jetzige Frau, eine Londonerin, nicht mehr von seiner Seite gewichen. Auch der Sous Chef heiratete eine Britin.
Besonders interessant ist Grahams Küche im Herbst zur Jagdzeit. Er jagt selber. Sein erster, selbst geschossener Hirsch hängt ausgestopft über dem Küchen Eingang.

Wenn anfangs kaum Gäste kamen, so ist es heute für Gäste schwer, einen Tisch im THE LEDBURY zu bekommen. Sehr schwer. Am Monatsersten werden die Tische für den übernächsten Monat vergeben. Teilweise stehen bis zu 150 Leute am Tag auf der Warteliste!

Wir hatten nur um 12.30 Uhr einen Tisch bekommen. Recht früh, aber wir hatten kaum gefrühstückt, da hatten wir auch um 12.30 Uhr Hunger. Der Dining Room ist recht traditionell. Nicht groß. Übersichtlich. Hell. Große Fenster. Bequem. Der Service ist sehr gut. Kein Dressing Code. Trotzdem waren alle Gäste anständig angezogen.

Wir entschieden uns für das LunchMenü. 3 Gänge für 35 Pfund. Dazu hatte ich ein Glas Pinot Blanc (7 Pfund) und Madame einen Pauillac für 28 Pfund. Es gab ein Ameuse Bouche vom Tintenfisch. Dann wurden sehr gute Brötchen gereicht, die immer warm waren. Nachdem ich lange schon kein anständiges Brot hatte, liebte ich diese Brötchen im Ledbury und aß im Verlauf des Lunches 4 Stück, immer waren sie warm!
Die erste Überraschung: Wasser – auch mit Kohlensäure – gab es gratis. Unfassbar!

Der Start war fulminant. Junior hatte Heritage Tomaten, ein wahrhaft sensationeller Gang. Madame und ich hatten Wachteln, die sehr gut waren.
Als Zwischengang spendiert Brett Graham uns eine sensationelle Makrele.

Madame und Junior hatten Short Ribs vom Ruby Red, einen North Devon Rind, Sous Vide gegart, mit gebackenen Knollensellerie und Pilzen, sowie Sommertrüffeln. Ich hatte eine perfekte Dorade mit schönen Gemüsen.

Zum reinknien sind Grahams Deserts: Ein Pre-Desert mit Baiser war genial. Leckerst war das Mille Feuille mit Erdbeeren. Super!

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Inklusiven Trinkgeld zahlten wir 157,50 Pfund. Wir empfanden das als sehr günstig für das, was wir bekommen haben.

Andere empfehlenswerte Restaurants in London:
Dinner by Heston Blumenthal: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/
Fisch und Chips im Andaz Liverpool Street: www.gourmet-report.de/artikel/344127/Fish-Chips.html
Plum Valley – Leckerer Chinese mit durchgehender Dim Sum Küche, also auch abends im Chinatown, günstig: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151588901558124.1073741844.168996673123&type=3

Man kann auch in London schlecht essen

Ausgerechnet beim berühmtesten Fernsehkoch der Welt schmeckt es nicht! Nach drei tollen Tagen in London, haben wir jetzt zum ersten Mal daneben gegriffen

Jamie Oliver, der bekannteste britische TV Koch scheint wohl Kasse zu machen. Anders als sein deutscher Wegbegleiter Tim Mälzer, der ein anständiges Lokal in Hamburg führt – die Bullerei – hat Jamie Oliver Kettenrestaurants gestartet.
Die bewirbt er wie folgt:
„We’re proud to say that every one of our restaurants is unique – from the daily specials on the blackboard, to the look of the menus, to the design of the restaurants themselves. Whichever one you go to, you’ll always get fresh ingredients and beautiful recipes, all cooked with love and passion.“

Ich hatte bisher immer eine hohe Meinung über Jamie Oliver gehabt. Also freuten wir uns, als wir entdeckten, dass es im Flughafen Gatwich einen „Jamie’s Italian“ gab. Und auch die Preise waren für einen Flughafen recht zivil. Und wir waren hungrig. Das passte!

Wir hatten auch einen relativ schönen Platz fast am Fenster. Der Tisch war auch fast sauber. Positiv: Wie überall in UK gibt es gratis Leitungswasser. Auch „al dente“ soll hier geben, da anders als bei anderen Ketten wie Strada oder Carluccios alles frisch zubereitet wird.
Wir bestellten für Junior die Spaghetti Bolo mit Salat und frischen Apfelsaft (6 Pfund), für mich die Spaghetti Norma (11 Pfund) und für Madame ein Schweinekotelett (13 Pfund). Alles zivile Preise.

Wir freuten uns schon. Es kam das Essen der Erwachsenen. Aber kein Kinderessen. Das kam Minuten später. Junior war aber auch als erster fertig. Der 7jährige hatte die Miniportion Nudeln und den kleinen Salat sofort aufgegessen. Saft kam keiner.

Das Kotelett war zu Tode gebraten, saft- und kraftlos mit starken Röstaromen auf der Unterseite.
Die Spaghetti waren einfach nur scheusslich. Die Haut der Auberginen war komplett verkohlt, so dass das ganze Gericht wie Kohle schmeckte.
Ich tauschte mit meiner Frau, weil wir Hunger hatten und hofften, das jeweils andere Gericht sei besser!
Mittlerweile quengelte Junior, er sei hungrig. Also fragte ich, ob es „seconds“, also Nachschlag gab. Ja, selbstverständlich. Die Marge bei den Nudeln muss trotz Salat und kleinem Saft, den es dann später gab, enorm sein. Die Nudeln werden nur durch die Tomatensosse gezogen, vielleicht bleiben 10 gr Fleisch hängen. Aber Recht hat er: Gerade unsere Kinder essen zu viel Fleisch! Wir bestellten dann noch eine Kugel Eis für Junior und einen Saft. Wir hatten vergessen, dass dieser ja inklusiv war.

Der Kellner fragte uns, wie es schmeckte, war aber nicht sonderlich interessiert und empfahl uns stattdessen den Blick in die Dessert Karte. Wir hatten nun aber komplett das Vertrauen verloren und verlangten die Rechnung. Wir wollten den Besuch unter Erfahrung abbuchen und nicht wieder hin.

Aber die Rechnung erstaunte uns dann doch. Die 2. Portion Spaghetti wurde voll als Kindermenü berechnet. Nun verlangte ich nach der Geschäftsführerin. Der tat alles ganz schrecklich leid. Dass wir so schlecht gegessen haben, so etwas kommt sonst nie vor und zog die beiden Kindermenüs von der Rechnung ab. Warum die Kindermenüs? Keine Ahnung.

Wir zahlten dann die 28 Euro, rundeten sogar auf 30 auf. Flughafen ist nun mal schlecht und teuer. Wir haben keine bösen Gefühle, werden aber auch nicht noch einmal dort essen gehen.

Danach holten wir uns bei Pret-a-manger 2 Sandwichs und 2 Salate. 14 Pfund. Wir aßen es im Flugzeug. Alles war richtig lecker. Wir wissen, was wir in London in der Zukunft machen werden!

Gucken Sie sich auf Facebook die Fotos an:
www.facebook.com/media/set/?set=a.10151590693278124.1073741845.168996673123&type=3

Die Homepage von Jamie’s Italian:
www.jamieoliver.com/italian/home

Unsere Empfehlungen für London:
The Ledbury: www.gourmet-report.de/artikel/344479/The-Ledbury/ – vielleicht Londons bestes Restaurant
Für Fish & Chips empfehlen wir das Andaz in der Liverpool Street: www.kochmesser.de/component/name,Fish-Chips/option,com_gourmet/task,article/id,344127
Plum Valley: leckerer Kantonese im Chinatown – durchgehend Dim Sum, günstig:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151588901558124.1073741844.168996673123&type=3
Mandarin Oriental – Dinner bei Heston Blumenthal – super relaxed und oberlecker: www.gourmet-report.de/artikel/344476/London-preiswert-fuer-Feinschmecker/

Schottland Gourmet Tour 2013

Fortsetzung von Teil 2 – www.gourmet-report.de/artikel/344152/Schottland-Gourmet-Tour-2013/

Ziel war in Invergarry das Glengary Castle, ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert, wiederaufgebaut in 1866 und als Hotel in 1958 eröffnet. Offenbar wurde unser Zimmer seit dem auch nicht mehr renoviert. Beim Betreten des Hotels meinte Junior, es rieche wie in Russland und es schaue auch so aus. Ich empfand es mehr als einen Altenheimgeruch.
Unser Zimmer war groß, aber idiotisch angeordnet. Einzig ein ultraflacher TV mit deutschem SAT1 (!) passte so gar nicht in das Zimmer mit beigen Teppichboden. Alles war ansonsten alt. Man schlief unter Pferdedecken. Die fleckigen Betttücher selber waren nicht sehr gut gewaschen. Auch hier wenig Service. Beispiel Schuhputzen. Im Hotel Directory heißt es: Die Rezeption hält Schuhputzzeug für Sie an der rezeption bereit! Dabei wurden Preise wie im LHW Old Course aufgerufen. Der Blick vom Zimmer war auch sensationell schön und versöhnte. Das Schloss liegt in einem alten verwunschenem Park, direkt am Kanal, der die verschiedenen Lochs verbindet. 
Wir sind erst einmal nach Fort Augustus gefahren, um uns Loch Ness, das eigentliche Ziel unserer Reise, anzugucken. Nessie hatte gerade keine Bereitschaft, deswegen sah es aus wie alle anderen Lochs. Eigentlich etwas enttäuschend, jedoch ist die Landschaft der Highlands einmalig schön. Obwohl ich kein Freund des Nordens bin, gefällt es auch mir dort.

Wir besuchten die imposante Schleusenanlage in Fort Augustus auf Empfehlung des Tourismusamtes VISIT SCOTLAND. Die netten Damen empfahlen uns auch das LOVAT zum Essen.

Als wir dort eintrafen, war es ein simples Bistro. Ein Baby schrie am Nebentisch, die Tische waren ohne Decken. Da wir noch keinen guten Kaffee am Tag hatten, bestellte ich erst einmal zwei Cappuccini. Ein Lächeln tiefer Zufriedenheit kam in mein Gesicht. Der Kaffee war gut! Und die Karte sah vielversprechend aus. Wir bestellten einen exzellenten kleinen Salat vorab, den wir uns teilten, während Junior das Kindermenü nahm. Soup of the day war für ihn Orangecremesuppe. Er wollte nur einen kleinen Löffel abgeben, so gut schmeckte diese. Der Service hatte ausnahmsweise sogar Ahnung, war flink und engagiert. Als Hauptgericht hatte ich sehr gute Ochsenbacken, nur Semmler in Berlin macht die besser. Meine Frau hatte Lamm, Schulter und Leber. Das war ein wirklich sensationelles Gericht. Superfleisch. Nur der Fisch meines Sohnes überzeugte nicht, er war nicht ausgebacken genug. Die Reklamation interessierte aber den Service nicht wirklich. Ansonsten hatten wir hier das beste Essen auf der Tour. Und nicht besonders teuer mit 70 GBP.

Nach einem sehr old fashioned schottischen a la carte Frühstück mit Blutwurst und fadem Kaffee im alten Schloß Glengary ging es nach Glasgow, unser letzten Station. Wir fanden zuerst das Innenstadt-Hotel Fraser Suites gar nicht. Die Navigation hat es falsch verortet und das Hotel selber war sehr dezent mit zwei kleinen A4 Schildern aussen schwer als Hotel zu erkennen. Niemand kannte es in der Umgebung! „It does not sound familiar to me,“ meinte der nette Polizist, der uns dann in eine ganz falsche Richtung schickte. Nach dem wir im Hotel anriefen und nachfragten, erklärte man uns den Weg. Es ist direkt neben dem Q Parkhaus. Leider gibt es keine Hilfe mit dem Gepäck. Unser Apartment war klein aber kuschelig im ersten Stock, etwas dunkel und fast schon im Parkhaus gelegen. Und sehr kalt. Und wurde nicht warm. Das Fenster war defekt. Wir mussten dann das Zimmer wechseln und sind in die 4. Etage in ein deutlich größeres Apartment in gleicher Kategorie gezogen. Gut, das unser Gepäck Rollen hat. In diesem schön möblierten Apartment gab es eine gut ausgestattete Küche, aber keinen Esstisch. Und auch nur 2 Stühle. Und es war etwas schmuddelig. Meine Frau trat in eine Glasscherbe. Offenbar wird nicht gut genug gesaugt.

Nach dem wir uns Glasgow anschauten, besuchten wir zum Essen das Rogano, ein Fischrestaurant seit 1932 in der Innenstadt. Hier war die Bedienung auch eine absolut ahnungslose Tellerträgerin. 15 Euro für ein Gläschen Champagner verlangen, aber Null Ahnung von nichts. Für uns befremdlich. Der Perrier-Jouët wurde in gigantisch dicken Sektgläser serviert. Von der Haptik dachte man an Kaffeebecher. Es gab zwei Ameuse Bouche, die die Bedienung uns mit „etwas mit Fisch“ beschrieb. Wir hatten dann schottische und irische Austern als Vorspeise, sowie einen Haggis. Die Bedienung brachte alles zusammen 🙁 Für Junior bestellten wir einen sehr ordentlichen Fisch aus der Pfanne, selber aßen wir nach den guten Erfahrungen mit der Jakobsmuschel in St. Andrews Schweinebauch und Scallops. Mein Bauch war fett und zäh, der der Gattin perfekt. Es war wie im richtigen Leben. Die Scallops waren zu lange gegart und kamen nicht an die Handgefischten aus Skye ran. Sie schmeckten eher wie TK Ware. Es war trotzdem noch okay, nur nicht berühmt. 12,5 % Trinkgeld wird zwangsweise auf die Rechnung addiert, die sich auf 125 GBP belief. Speziell das Trinkgel war schmerzhaft, weil ungerechtfertigt.

Übrigens machen die meisten Geschäfte selbst in Großstädten oft schon um 17 Uhr zu! Einige Kaufhäuser haben bis 19 Uhr geöffnet, Lebensmittelmärkte oft durchgehend.

Als wir Freitag abends nach Hause liefen, dachten wir, wir wären in einer RTL2 Show. Die Mädels machten sich ausgehfein. Das bedeutete 500 Gramm Schminke im Gesicht, hochhackige Schuhe, einen etwas breiteren Gürtel, der die Scham gerade bedeckte, oft keine Strumpfhosen (es war 5 °C), ein halbtransparentes T-Shirt, BH. Haare zum Dutt. Etwas fülligere junge Damen hatten sehr oft elastische, dünne Hosen, die wie eine zweite Haut waren. Da drin wabbelte dann das Fett hin und her. YSWYG (You see what you get). Originell. Vor jedem Pub waren mindestens vier Rausschmeisser. Hier geht es bestimmt ab.

Am nächsten Morgen sind wir eine Stunde zu spät aufgestanden, da der Radiowecker des Hotels noch auf Winterzeit war (6 Tage danach). Es startete ein Telefonterror von der Rezeption, dass wir um 11 Uhr Check out das Zimmer verlassen müssten. Wir einigten uns dann im 4. Gespräch auf 12 Uhr. Man wollte uns sogar jetzt beim Gepäck helfen.

Insgesamt ist Schottland ein wahrhaft schönes, sehr großes Reiseland. Etwas unbequem mit seinen engen Straßen und dem schlechtem Service. Aber die Freundlichkeit der Menschen und die Schönheit der Natur entschädigt vollständig. Wir werden wieder nach Schottland fahren!

Fotos auf www.facebook.com/gourmetreport : www.facebook.com/media/set/?set=a.10151444817998124.1073741830.168996673123&type=3

Haben Sie schon den ersten Teil gelesen? www.gourmet-report.de/artikel/344151/Schottland-Gourmet-Tour-2013/

Schottland Gourmet Tour 2013

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Am Folgetag hatten alle besseren Restaurants geschlossen Oder waren ausgebucht Wir probierten zuerst die Brasserie im Scottsman. Jedoch verließen wir das Restaurant wieder. Kein Kellner konnte auch nur irgendeine Angabe zu den Speisen oder Getränken machen. Da hatten wir Angst, dass die Küche ähnlich ahnungslos ist. Im Balmoral, dessen Sternerestaurant ausgebucht war, empfahl uns der Concierge einen angenehmen Italiener, wo wir schön al Dente Pasta aßen.

Dann ging es nach St. Andrews. Dem berühmten Universitätsort, an dem der Golfsport geboren wurde. Wir mieteten uns im Old Course Hotel, einem Leading Hotel, das den ältesten Golfplatz der Welt überblickt, ein.  Das Old Course entspricht, was man von einem guten 5 Sterne Hotel erwartet. Die Zimmer zum Golfplatz haben einen sensationellen Blick. Die Mitarbeiter des Hotels sind liebevoll bemüht, manchmal aber auch unwissend. Unser Sohn wurde mit einem Teddy und einem Plastikgolfset, sowie Kinder-Slippers und Bademantel begrüßt. Wirklich sehr, sehr nett! Am ersten Morgen weckte mich der Radiowecker um 6.55 Uhr.
Voreingestellt. Das blöde Ding war kaum ausstellbar. Ich bat später die Rezeption, den Wecker auszustellen. Am nächsten Tag klingelte der Wecker mit Alarm 2 bereits um 6.35 Uhr. Es dauerte 30 Minuten bis ich im Halbschlaf das Ding aus bekam. Selbst wenn man den Stecker rauszieht, klingelt es weiter alle 5 Minuten! Das sollte in so einem Haus nicht passieren!

Auch das Fine Dining Restaurant des Hotels, Road Hole, besuchten wir natürlich. Es ist das gleiche Restaurant wie zum Frühstück. Mit wunderschöner Aussicht auf den Old Course Golfplatz. Leider ist hier der Service ganz weit weg vom internationalem Standard. Offenbar ein Ausbildungsproblem, denn selbst die stellvertretende Restaurantleiterin weiß nicht, wie man serviert. Das ist etwas schade. Von unseren drei Hauptgerichten kamen nur zwei, das dritte kam nach dem die Restaurantleiterin erst einmal neue Gäste platzierte und ich protestierte. Dabei gab es bei sieben besetzten Tischen sechs Kellner und drei Köche. Vom Junior wurde das Besteck nicht immer gewechselt. Wie soll er Gourmet lernen, wenn selbst die Kellner es nicht wissen?
Vorspeisen: Meine Ravioli mit Hirsch war ein einziger Brei – ich fragte extra bei der Bestellung, ob die al dente gemacht werden, die handgefischten Jakobsmuscheln aus Skye dagegen sensationell! Junior war von seinem Melonenschiffchen mit Erdbeeren und Fruchtmark begeistert. 
Bei den Hauptgerichten hatte ich einen wunderbaren, aber recht kalten Schweinebauch mit zähen Hummer, die Gattin hatte einen saftigen aber kalten Seeteufel und Junior ein trockenes Hühnerfilet mit zu starkem Grillaroma, wie es die Engländer lieben. Junior begeisterte sich bei dem Desert „Knickerbockers Glory“, die Gattin hatte ein modisches Anis Soufflee oder so etwas. Ich enthielt mich. Wir zahlten 116 GBP.
Insgesamt war die Küche noch okay, der Service für ein Leading Hotel jedoch unterirdisch.

Bereits am Vortag besuchten wir das ebenfalls am Golfplatz gelegene MacDonald Rusack Hotel. Dessen Service war deutlich besser, die Küche etwas ambitionierter. Die Gattin war neugierig und bestellte das 5 Gang Menü, mir und Junior reichten drei Gänge. Der Hirsch der Gattin war exzellent, vermutlich Neuseelandhirsch. Uns blieb sonst nichts besonders im Gedächtnis, weder positiv noch negativ. Höchstens, dass der Käsegang ein Langweiler war und mein Dry-aged „Medium“ Fleisch gut durch war. Fish & Chips von Junior waren gut! Wir zahlten 130 GBP. 
Das nächste Mal würde ich eher wieder in den Keller des Hauses in den Gastropub gehen, wo ich auf vorherigen Reisen immer gut und günstig aß. Allerdings ohne diese perfekte Aussicht auf das 18. Loch des Golfplatzes. Anyway, es ist der beste McDonald in dem ich jemals aß.

Nach St. Andrews ging es weiter nach Loch Ness. Das ist eine dreistündige Fahrt auf enorm schmalen Strassen. Man wird nicht nur durch Schilder sondern auch durch Buse und LKWs erinnert, dass Fahrzeuge auf die eigene Fahrbahn geraten können. Es ist enorm anstrengend, darauf zu achten, in der eigenen engen Fahrbahn auf der falschen Seite zu fahren und dass niemand einen frontal rammt. Oft musste ich komplett stehen bleiben. So konnten wir die teilweise sensationelle Natur nur aus den Augenwinkeln genießen. Die Gattin nannte manchmal den Platz in cm, den man noch auf der linken Seite hatte …

Lesen Sie die Folge drei unserer Schottland Reise:
www.gourmet-report.de/artikel/344153/Schottland-Gourmet-Tour-2013/

Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151444817998124.1073741830.168996673123&type=3

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder

„Klugstoff für Kinder“, „So kauen die Schlauen“, „Gehirnproteine“: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder werben mit großen Versprechen – Stiftung Warentest testet zwölf Produkte – Das Urteil: Alle sind „wenig geeignet“, der Nutzen ist nicht ausreichend belegt – Volksverdummung!

Die Pillen mit Namen wie „Concentrix“, „Omega IQ junior“ oder „Brain Effect junior“ enthalten meist Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch, manche bieten zusätzlich Omega-6-Fettsäuren aus Pflanzen und weitere Substanzen. Die Kapseln sollen bei Kindern für kluge Köpfe sorgen. Nur: Es gibt kaum Belege für die Wirksamkeit.
Gourmet Report meint: Wahre Volksverdummung!

Die Werbeslogans sind zudem nicht mehr erlaubt. Am 14. Dezember 2012 trat eine EU-Verordnung in Kraft, die festlegt, mit welchen gesundheitsbezogenen Werbeslogans für Lebensmittel noch geworben werden darf. Dass Omega-Fettsäuren günstig auf die geistige Entwicklung oder das Lern- und Konzentrationsvermögen wirken, gehört nicht zu den erlaubten Slogans. Auf den Verpackungen und Beipackzetteln standen solche Werbesprüche aber auch noch nach dem Stichtag.

Auch die Stiftung Warentest empfiehlt, den Bedarf an Omega-Fettsäuren über die Nahrung zu decken. Dafür reichen pro Woche ein bis zwei Mahlzeiten mit fettem Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele. Kommt Fisch beim Nachwuchs schlecht an, helfen auch Lein- und Rapsöl oder täglich ein paar Walnüsse. Wichtig für Kinder ist zudem tägliche Bewegung, etwa Toben im Freien. Das fördert die Durchblutung und Nervenvernetzung im Hirn.

Der ausführliche Artikel Nahrungsergänzungsmittel für Kinder erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test, die seit heute am Kiosk ist.

Auch online unter www.test.de/thema/nahrungsergaenzungsmittel abrufbar.