Vom FEINSCHMECKER: Die besten Weingüter in Deutschland 2012

Trotz des schwierigen Jahrgangs 2010 und einer kleinen Ernte konnten die deutschen Winzer in den letzten Monaten eine ganze Reihe von weißen Spitzenweinen vorstellen – und dazu auch exzellente Rotweine aus dem Jahrgang 2009. Diese Erfolge haben sich in der aktuellen Bestenliste der deutschen Weingüter und Winzergenossenschaften niedergeschlagen, die das Magazin DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG in seiner neuesten Ausgabe veröffentlicht (jetzt am Kiosk für 9,95 Euro).

In einem reich illustrierten Taschenbuch, das dem DER FEINSCHMECKER beiliegt, werden insgesamt mehr als 900 Weinbaubetriebe präsentiert, alle mit Adresse und aktueller Bewertung. Die Besten der Besten werden zudem mit einem Kurzporträt vorgestellt, ergänzt durch ausgewählte Weinempfehlungen. Die Bewertungen basieren auf den Erfahrungen bei etlichen verdeckten, d.h. anonymisierten Weinproben, bei denen die DER FEINSCHMECKER-Weinjury in den Monaten August und September mehrere tausend Weine verkostet hat.

Zehnjähriger Lemberger von Hans Haidle ausgezeichnet

„Bester Rotwein“ der 2001er Jahrgänge im Wettbewerb zu Gerhard Eichelmanns Weinführer „Deutschlands Weine 2012“

Der Stettener Weinmacher Hans Haidle vom Weingut Karl Haidle beim steht erneut auf dem Siegertreppchen: Sein zehn Jahre alter Lemberger trocken aus dem Barrique wurde jetzt bundesweit als „Bester sonstiger Rotwein“ des 2001er Jahrgangs ausgezeichnet. Dies ist im neuen „Eichelmann. Deeutschlands Weine 2012“ nachzulesen, der neben dem Gault Millau zu den beiden anerkannten Weinführern der Republik zählt.

Im jährlich erscheinenden unabhängigen Standardwerk, so Autor Gerhard Eichelmann bei der Feierstunde in Mainz, werden 915 Weingüter und 9.507 Weine vorgestellt, verkostet wurden zuvor fast 13.000 Weine von etwa 1.300 Betrieben. Dabei habe man die „Zehn-Jahres-Verkostungen“, diesmal wurden also Weine des Jahrgangs 2001 unter die Lupe genommen, konsequent ausgeweitet. Die Weine werden in Klassen (Sorten) eingeteilt und einzeln bewertet. Die hochrangige Jury sei sich nach der Blindverkostung sofort einig gewesen, berichtete Gerhard Eichelmann in seiner Laudatio, dass „der jugendlich-saftige Lemberger von Hans Haidle“ die Auszeichnung für „Bester sonstiger Rotwein 2001“ erhält. Der Wengerter aus dem Remstal präsentiere Jahr für Jahr hochklassige Kollektionen: „Noch nie hat uns ein Haidle-Wein enttäuscht.“

Le Beaujolais nouveau est arrivé

„Le Beaujolais nouveau est arrivé“ lautet die frohe Botschaft ab dem 17.11., dem dritten Donnerstag im November, wenn der erste Wein des neuen Jahrgangs auf den Markt kommt. Eine Tradition, die dieses Jahr ihren 60. Geburtstag feiert. Der Primeur ist zugleich ein Vorbote für den vielversprechenden Beaujolais-Jahrgang 2011. Auf den dürfen sich Weinfreunde schon jetzt freuen – und insbesondere auf die lange lagerfähigen Spitzenweine des Beaujolais, die so genannten Crus. Denn Beaujolais hat noch viel mehr zu bieten, als den „Nouveau“! Die Spitzenweine aus den zehn Cru-Lagen, darunter Morgon, Brouilly oder Juliénas bieten das ganze Jahr über Genuss, sind aber vor allem auch in der kalten Jahreszeit und zu festlichen Anlässen eine sichere Wahl.

In Frankreich, südlich von Mâcon, erstreckt sich bis vor die Tore Lyons die reizvolle Hügellandschaft des Beaujolais. Hier wird fast ausschließlich die Rebsorte Gamay angebaut, aus der die bekannten Rotweine entstehen. Durch ein spezielles Verfahren, bei dem die per Hand gelesenen Trauben als Ganzes gären, ist der Gehalt an Gerbstoffen sehr niedrig. Solche Weine liegen im Trend! Sie bieten viel Geschmack, erfreuen den Gaumen durch ihre geschmeidige, elegante Art und harmonieren ausgezeichnet mit vielen Speisen.

Beaujolais und Beaujolais Villages heißen die beiden größten Herkunftsbezeichnungen, aus denen auch der bekannte Beaujolais nouveau kommt. Und dann gibt es die sogenannten Crus: besonders hochwertige, mehrere Jahre lagerfähige Weine, die sich geschmacklich deutlich abheben. Hervorgebracht werden sie in zehn Gemeinden des Beaujolais, bei deren Namen Kenner mit der Zunge schnalzen: Chiroubles, Moulin-à-Vent, Saint-Amour, Juliénas, Fleurie, Morgon, Brouilly, Côte de Brouilly, Régnié sowie Chénas.

Beaujolais-Tipps für die kalte Jahreszeit
Empfehlenswerte Crus aus dem Beaujolais für gemütliche Kaminabende oder festliche Abendessen sind auch bei uns zu finden.So beispielsweise der 2009er Juliénas „Sélection de la Hante“ von Cave du Château de Chénas (ca. 8 Euro, www.krote.de ).Dieser Wein ist rund und kräftig, da seine Trauben in windgeschützten Seitentälern, von der Sonne verwöhnt, wachsen und reifen können. Der 2009er Morgon „Cuvée du Py“ von Château de Pizay (ca. 10 Euro, Karstadt) besticht mit expressiv fruchtige Aromen und dem Duft nach Kräutern, Kakao und Kirsche. Damit ist er ein typischer Vertreter seiner Herkunft. Leicht gekühlt schmeckt ein Beaujolais übrigens am besten (15 bis 16° Celsius).

Ergebnisse der Bundesweinprämierung

Rund 4.700 Weine und Sekte von Experten getestet – Sonderpreis „Beste Collectionen“ und „Bestes Riesling-Sortiment“

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt die Weine und Sekte bekannt gegeben, die in der DLG-Bundesweinprämierung 2011 ausgezeichnet wurden. In drei Prüfrunden zur führenden Qualitätsprüfung für deutsche Weinerzeuger testete die DLG rund 4.700 Weine und Sekte von rund 350 teilnehmenden Winzerbetrieben aus allen 13 deutschen Anbauregionen. In diesem Jahr vergaben die Weinexperten des DLG-Testzentrums Lebensmittel 62 Gold Extra-, 1.107 Gold-, 1.710 Silber- und 938 Bronze-Medaillen. Alle Testergebnisse sind im Internet unter „www.wein.de > Bundesweinprämierung“ veröffentlicht. Die Verleihung der Bundesehrenpreise mit Bekanntgabe des DLG-Winzers des Jahres findet am 20. Oktober in Berlin statt.

In der diesjährigen DLG-Bundesweinprämierung standen die Weine des Jahrgangs 2010 im Mittelpunkt. Nur auf etwa sieben Millionen Hektoliter belief sich die Erntemenge dieses Jahrgangs, die kleinste Ernte seit 25 Jahren. Gründe dafür waren der geringe Fruchtansatz, hervorgerufen durch sehr kühle Temperaturen während der Rebblüte, sowie eine erhöhte Auslese durch den Winzer, um gesunde Trauben zu erhalten. Spät reifende Rebsorten wie Riesling, Silvaner oder die Burgundersorten konnten von einem sonnenreichen Oktober profitieren. Die 2010er Weine fallen insgesamt gesehen schlanker aus als der Vorgängerjahrgang. Die Weißweine zeichnet eine typisch frische Frucht und belebende Spritzigkeit aus. Verbraucher dürfen sich auch auf edelsüße Spezialitäten freuen. Es wurden Trockenbeerenauslesen mit Rekordmostgewichten von über 250 Grad Oechsle gelesen. „Auch wenn sich die Meinungen über die Qualität des 2010er Jahrgangs unterscheiden, so konnten die getesteten Weine in der Bundesweinprämierung mit einer guten Prämierungsquote überzeugen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass das fachliche Können der Winzer entscheidend dazu beiträgt, um angesichts eines schwierigen Jahrgangs hervorragende Weine zu erzielen“, so Prof. Dr. Rainer Jung (Fachhochschule Geisenheim), Prüfbevollmächtigter der DLG-Bundesweinprämierung.

Die 50 besten Weine und die zwölf besten Sekte

Mit 22 Auszeichnungen stellt Baden in diesem Jahr die meisten Weine und Sekte, die mit dem „Goldenen DLG-Preis extra“ prämiert wurden. Es folgen Württemberg (13), die Pfalz (10) und Rheinhessen mit sieben „Goldenen DLG-Preisen extra“. Die meisten Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze erzielten mit 1.044 Prämierungen die Winzer aus der Pfalz, gefolgt von Baden (731), Württemberg (695) sowie Rheinhessen (584).

Beste Collectionen 2011

Im Rahmen der Bundesweinprämierung werden jedes Jahr die besten Kollektionen in den Kategorien „Weißwein trocken“, „Weißwein fruchtig“, „Rotwein trocken“, „Barrique trocken“ und „Edelsüß“ ermittelt und ausgezeichnet. Die Preisträger für die „Besten Collectionen 2011“ sind:

Beste Collection „Weißwein trocken“
Weingut Anselmann Erben, Edesheim (Pfalz)
Beste Collection „Weißwein fruchtig“
Weingut August Ziegler, Maikammer (Pfalz)
Beste Collection „Rotwein trocken“
Weingut Georg Müller Stiftung, Hattenheim (Rheingau)
Beste Collection „Barrique trocken“
Affentaler Winzergenossenschaft eG, Bühl (Baden)
Beste Collection „Edelsüß“
Durbacher Winzergenossenschaft eG, Durbach (Baden)

Bestes Riesling-Sortiment
Zum 13. Mal wurde in diesem Jahr der „ProRiesling“-Ehrenpreis des Vereins „ProRiesling“ verliehen. Er geht an das beste Riesling-Sortiment der Bundesweinprämierung 2011:
Weingut Sonnenhof, Vaihingen-Gündelbach (Württemberg)

D.O.Ca Rioja

Kontrollrat der D.O.Ca Rioja bewertet Jahrgang 2010 als „ausgezeichnet“ – „Es kann ein historischer Jahrgang werden.“

Der Kontrollrat der nordspanischen Weinbauregion D.O.Ca Rioja hat jetzt die Weine des Jahrgangs 2010 mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ bewertet. Die Ergebnisse bestätigen die großen Erwartungen, zu denen die hohe Qualität der geernteten Trauben und die sich anschließende Weinherstellung Anlass gegeben haben.

Der Beurteilung ist ein strenger Bewertungsprozess vorausgegangen, in dem mehr als 4.000 Proben getestet und verkostet wurden. „Das sehr gute Wetter während der Wachstumsperiode der Reben sowie das Engagement und die Professionalität unserer Winzer können den Jahrgang 2010 der Rioja-Weine zu einem historischen machen“, ist sich Victor Pascual Artacho, Präsident des Kontrollrats der D.O.Ca Rioja sicher.

Der Bewertungsprozess für den Jahrgang 2010 begann im November vergangenen Jahres. Hierfür zugelassen wurden insgesamt knapp 255 Millionen Liter Wein (davon 227,03 Liter Rotwein, 14,49 Liter Weißwein und 13,56 Liter Rosé) – sowie weitere 5,29 Millionen Liter aus dem Lagerbestand.

Der strenge Abnahmeprozess ist ein Alleinstellungsmerkmal der D.O.Ca Rioja. Denn im Gegensatz zu anderen Weinbauregionen Spaniens werden hier Proben aus allen Weinfässern der Bodegas entnommen. Der Kontrollrat der D.O.Ca Rioja erhält auf diese Weise seriöse Daten über die Qualität der Weine eines Jahrgangs, die in die finale Bewertung einfließen.

Weitere Informationen zur D.O.Ca Rioja und den Weinen dieser Region gibt es im Internet unter www.rioja-welt.de

Perfektes Wetter für Eisweinernte 2010

Geringe Mengen hochwertiger Eisweine krönen den Weinjahrgang 2010. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, nutzten einige Winzer die kühlen Nächte dieser Woche, um bei Temperaturen von minus sieben Grad und darunter, tief gefrorene Trauben für die begehrte, edelsüße Spezialität einzubringen.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 30. Novembers konnte die Winzergenossenschaft Oberbergen am Kaiserstuhl 400 Liter Weißburgunder Eiswein mit 170 Grad Oechsle lesen. In der heutigen Nacht freuten sich auch Betriebe in anderen Anbaugebieten, wie etwa Franken, Rheingau, Rheinhessen, Mosel und Pfalz, über eine erfolgreiche Eisweinlese.

Einige Weingüter warten noch die kommenden Nächte ab, für die teilweise noch tiefere Temperaturen vorhergesagt sind. Für die Bereitung der edelsüßen Spezialität muss das Thermometer mindestens minus sieben Grad zeigen – je kälter desto besser, denn der Konzentrationsprozess in den Trauben steigt mit sinkender Temperatur. Von der Kelter tropft dann nur der zuckersüße Saft, der größte Teil des Traubenmosts bleibt gefroren als Eiskristall zurück. Entsprechend gering ist die Ausbeute. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der ursprünglichen Erntemenge finden sich später als Eiswein in der Flasche wieder.

„Die diesjährigen Eisweinmengen werden ebenso wie der Gesamtertrag des Jahrgangs 2010 weit unter dem Durchschnitt liegen. Nur wenige Erzeuger sind in diesem Jahr auch noch das Risiko der Eisweinbereitung eingegangen. Umso erfreulicher ist es, dass dies mit einem frühen Frost belohnt wurde“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Der Winzer geht mit dem Hängenlassen der Trauben für den Eiswein alljährlich das Risiko des Totalverlustes ein. Wird es nicht kalt genug, müssen die Trauben in der Regel verworfen werden. Lässt er sich darauf ein, müssen sie in Folie gepackt werden, um sie gegen Regen, Sturm und Vogel- oder Wildschweinfraß zu sichern. Der Hauptlesemonat für Eiswein ist in der Regel der Dezember. Aber auch ein Eiswein, der erst im Januar gelesen wird, zählt zu dem Jahrgang in dem er gewachsen ist.

Eiswein ist ein hervorragender Begleiter festlicher Anlässe. Zum Abschluss eines Menüs, verspricht er ein glanzvolles Finale besonders zu fruchtigen Desserts, Eis oder Sorbets. Als Solist eignet sich Eiswein auch sehr gut zum Aperitif. Die kostbare Rarität kann in der Regel Jahrzehnte lang gelagert werden.

Beaujolais: weit mehr als nur „Nouveau“

Am 18. November ab 0 Uhr heißt es weltweit wieder „Le Beaujolais nouveau est arrivé“. Denn traditionell am dritten Donnerstag im November wird der Primeur, der erste Wein des neuen Jahrgangs, ausgeschenkt. Was viele nicht wissen: Neben diesen jungen Tropfen bietet das Beaujolais eine Vielzahl lagerfähiger Spitzenweine, die das ganze Jahr über genossen werden können, die sogannten „Crus“ aus den zehn besten Lagen der französischen Region. Ein echter Geheimtipp! Diese eleganten Weine passen besonders gut zur feinen Herbst- und Winterküche.

Ob Beaujolais Nouveau oder Beaujolais Cru – eines haben alle Rotweine aus der Region gemeinsam: Sie werden aus nur einer Rebsorte hergestellt, dem Gamay, der für seine besonders fruchtigen Kirschnoten berühmt ist. Dennoch entwickeln die Beaujolais-Crus aufgrund ihrer zehn unterschiedlichen geographischen Herkünfte ihren jeweils individuellen Charakter, der sich in den Aromen des Weines widerspiegelt.

Bei aller Leichtfüßigkeit und Finesse sind die Crus des Beaujolais im Gegensatz zum Primeur, also dem ersten Wein des neuen Jahrgangs, durchaus lagerfähig. Sie entfalten ihr ganzes Potenzial nach etwa zwei bis fünf Jahren. Auf ihrem Etikett tragen sie jeweils den Namen der Ortschaft, in der sie angebaut werden: Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Régnié oder Saint-Amour.

Der Jahrgang 2010, auf den der „Beaujolais Nouveau“ bereits einen Vorgeschmack gibt, verspricht dank optimaler Wetterbedingungen mit viel Sonnenschein und kühlen Nächten ausgezeichnet zu werden. Die Winzer haben mit der Lese so lange warten können, bis die Trauben in jeder ihrer Parzellen den jeweils perfekten Reifezustand erreicht hatten. Geprägt sind die Weine des neuen Jahrgangs durch die charakteristischen Eigenschaften des Gamay: Fruchtigkeit (Himbeere, rote und schwarze Johannisbeere), Finesse und Intensität.

iPhone als mobiler Weinberater

Das iPhone als mobiler Weinberater – „Wine & Vintage“ hilft bei der Auswahl

Wie oft sitzt man im Restaurant ratlos vor der Weinkarte? Ein 2008-er Riesling aus der Pfalz oder doch der Badener Weißburgunder von 2007. Rat weiß in dieser Situation eine pfiffige neue App fürs iPhone. Das für den Einstiegspreis von 1,59 Euro im App Store herunterladbare Programm „Wine & Vintage“ hält für Weingenießer die passende Antwort bereit. Sowohl die Qualität eines konkreten Jahrgangs, als auch dessen Reifegrad erfährt man in wenigen Sekunden. Der Zeiger einer „Reifeuhr“ spricht dabei konkrete Empfehlungen für den besten Trinkzeitpunkt aus: Wait, Now, Over.

Entwickelt hat den kleinen Helfer fürs iPhone/iPod touch die Essener Weinvermarktungsgesellschaft Madison mit Unterstützung der Weinexperten von Sommelier-Consult, beides Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Weinwelt. Die neue App kann sogar bei Weinprofis wie Christian Frens, Geschäftsführer der Kölner Sommelier-Consult GmbH, noch punkten: „Ich nutze es tatsächlich selbst. Auch Kenner haben nicht immer jedes Anbaugebiet und jeden Jahrgang exakt im Kopf. Vintage ist für mich eine praktische und jederzeit verfügbare Gedächtnisstütze.“ Die Entwickler legten demnach auch größten Wert auf eine fachlich fundierte Beurteilung und Einschätzung. Vorerst wurden die Jahrgänge 1999 bis 2008 bewertet. Zur Verfügung stehen Informationen zu den wichtigsten Anbaugebieten in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. „Aber das ist erst ein Anfang“, so Madison-Chef Hanswerner Bendix. Mehrfach im Jahr liefern kostenfreie Updates neue Länder, mehr Anbaugebiete und neue Jahrgänge. Das Programm steht den Anwendern in Deutsch und bei ausländischen Mobilfunkgeräten in Englisch zur Verfügung. Wer die neue App testen will: Die Regionen Frankreichs gibt es als Free Version für das iPhone. Aber nicht nur dort ist Vintage einsetzbar: Auch auf dem iPod touch kann man den mobilen Jahrgangsberater nutzen. Eine Internetverbindung beim Nachschlagen ist nicht notwendig.
„Unser Ziel war es, ein umfangreiches, aber auch einfaches Nachschlagewerk zu schaffen. Letztlich geht es um eine überschaubare Art der Vorselektierung bei der Weinwahl: Welche Qualität hat der Wetterverlauf eines Jahrgangs in der jeweiligen Region hervorgebracht? Wir urteilen nicht über die Arbeit eines einzelnen Winzers, beziehungsweise über eine konkrete Weinberglage“, erklärt Bendix. Seine App sollte Spaß machen und nicht zu komplex werden. „Es muss ja in der Situation vor Ort meist schnell gehen. Vintage wird da eine echte Hilfe sein.“

Facts zum iPhone App / iPod touch App „Wine & Vintage“:
Verkaufsstart: April 2010Sprachen: Deutsch, EnglischPreis:
Einstiegspreis 1,59 EUR; nach 4 Wochen: 3,99 EURWeinländer: D, F, E, I (jeweils wichtigste Anbaugebiete; Rot-/Weißwein)Jahrgänge: 1999-2008Updates: mehrmals jährlich, kostenlos (Länder, Anbaugebiete, Jahrgänge)

Eisweinlese startet im Weingut Peter Schreiber

Eisweinlese startet im Weingut Peter Schreiber

Bei klirrender Kälte hat das Weingut Peter Schreiber am frühen Freitagmorgen mit der Eisweinlese begonnen.

Das Warten auf die Kälte hat sich gelohnt! Dick eingemummelt standen Jungwinzer Peter Schreiber aus dem rheinhessischen Gundheim und sein Vater Peter bereits um 5. Uhr in der früh im Bermerheimer Hasenlauf, um die ersten Eisweintrauben der Sorten Huxel und Scheu des 2009er Jahrgangs zu ernten.

Der Ertrag fiel in diesem Jahr durch die lang anhaltenden Regenfälle im Herbst geringer aus als in
den Vorjahren. Dennoch ist Peter Schreiber völlig zufrieden mit der Ernte. „Qualitativ wird der Eiswein 2009 deutlich besser als 2008“ so die Einschätzung des Winzers. Durch die stark reduzierte Menge ergab sich eine spürbare Anhebung der Oechslewerte. Nach ersten Messungen wird mit
150 – 190 Grad Oechsle gerechnet.

„Gerade die geringe Menge, der hohe Arbeitsaufwand und das Bangen um die erforderliche Kälte machen Eiswein zur einer echten Rarität“ sagt Peter Schreiber. Freunde dieser Weinspezialität müssen allerdings noch ein wenig warten, denn vor Februar/März 2010 ist der Eiswein 2009 nicht erhältlich.

Das Weingut Peter Schreiber, in Familienbesitz seit 1900, liegt im Wonnegau, einer fruchtbaren Gegend am südlichsten Zipfel Rheinhessens. Es werden ca. 14 Hektar Weinberge in den besten Weinlagen um Gundheim, Bechtheim und Westhofen bewirtschaftet. Seine Spitzenweine keltert Peter Schreiber aus den Trauben der Lagen Gundheimer Sonnenberg, Bermersheimer Hasenlauf und Westhofener Rotenstein.

Weitere Informationen finden Sie unter www.weingut-peter-schreiber.de

Mouton Cadet mit Jubiläumsedition

Mouton Cadet mit Jubiläumsedition

Im kommenden Jahr feiert einer der bekanntesten Weine der Welt sein 80jähriges Markenjubiläum: Mouton Cadet. Aus diesem Anlass bringt die Baron Philippe de Rotschild SA eine limitierte Sonderedition des Jahrgangs 2006 in Magnumflaschen auf den Markt mit einer originalgetreuen Reproduktion des ersten Mouton Cadet Labels von 1930.

Mehr darüber im Planet Bordeaux:
http://bordeaux.blogg.de/eintrag.php?id=928