HONG KONGS EINZIGARTIGE LIVING CULTURE

Hinter der modernen High-Tech-Fassade von Hong Kong bestim­men jahrtausende alte Traditionen und Bräuche das Leben in der Mil­lio­nen-Metro­pole. Insbesondere die chinesischen Feste im April gehören zu den be­sten Möglichkeiten, die einmalige Kultur Hong Kongs – die so genannte Living Culture – hautnah mitzuerleben. Zu den beeindruckenden Feiern zählen die Geburtstage von Tin Hau und Tam Kung sowie die Feierlichkeiten zu Lord Buddhas Geburtstag. Ein weiteres Highlight ist das farbenprächtige Bun Festival auf der vorgelagerten Insel Cheung Chau.

Die Kombination aus einzigartigen Ritualen und Gebräuchen fasziniert sowohl Einwohner als auch Touristen – sei es während eines Besuches in einem der nach Räucherstäbchen duftenden Tempel oder bei einem köstlichen traditionellen Festtagsmahl, das Frieden, Harmonie und Glück bescheren soll.

Am 13. April 2012 zelebrieren die Einwohner Hong Kongs den Geburtstag von Tin Hau – der Göttin des Meeres und der Fischer. Die Seeleute schmücken an diesem Tag ihre Boote mit bunten Bändern, um der Göttin für ihren Schutz in der Vergangenheit zu danken und um Glück für die Zukunft zu beten.

Vom 25. Bis 29. April findet das spektakuläre Cheung Chau Bun Festival statt. Zentrum des Festivals im Pak Tai Tempel auf der Insel Cheung Chau sind 15 Meter hohe Bambustürme, die mit Brötchen bestückt sind. Höhepunkt ist eine Prozession, bei der als Göt­ter oder Helden ver­kleidete Kinder über den Köpfen der Menge zu schweben scheinen.

Am 28. April wird in Hong Kong sowohl der Geburtstag von Tam Kung (ein weiterer Schutzheiliger der Seefahrer) als auch der Geburtstag von Lord Buddha zelebriert. An Lord Buddhas Geburtstag demonstrieren die Gläubigen ihre Hingabe und Ehrerbietung, indem sie Buddha-Statuen baden. Das Po Lin Kloster auf der Insel Lantau bildet den Mittelpunkt der Ak­tivitäten.

Im Rahmen des diesjährigen Themenjahres „Festive Hong Kong 2012“ organisiert das Hong Kong Tourism Board eine Serie von weiteren spektakulären Events, die neben den sowohl westlich als auch chinesisch beeinflussten Festen und kulturellen Veranstaltungen durchgeführt werden.

www.DiscoverHongKong.com

airberlin fliegt nonstop von Düsseldorf nach Las Vegas

airberlin baut ihr Flugangebot nach Nordamerika weiter aus und fliegt ab Sommer 2012 zwei Mal pro Woche nonstop von Düsseldorf nach Las Vegas. Mit der neuen Destination stehen airberlin Passagieren insgesamt sieben Ziele in Nordamerika zur Verfügung (New York, Miami, Fort Myers, Los Angeles, San Francisco, Las Vegas, Vancouver). Damit ist airberlin auf dem Airport Düsseldorf der wichtigste Anbieter von Nonstopflügen nach Nordamerika.

Der erste airberlin Flug in die Wüstenmetropole im US-Bundesstaat Nevada wird am 10. Mai 2012 in Düsseldorf abheben. Der Flug wird jeweils donnerstags und sonntags mit einem Airbus A330 durchgeführt. Startzeit in Düsseldorf ist um 13:55 Uhr und Landung in Las Vegas um 16:15 Uhr. Der Rückflug erreicht Düsseldorf um 13:30 Uhr. Zusätzlich stehen von sechs deutschen Airports sowie Österreich, der Schweiz, Kopenhagen und Mailand Zubringerflüge mit airberlin nach Düsseldorf zur Verfügung. Aufgrund der Abflug- und Ankunftszeiten in der Tagesmitte ist der neue Flug insbesondere auch für airberlin Passagiere aus den Niederlanden interessant.

Bewertung von ALDI Weinen getürkt

Auf dem deutschen Markt hat der Name Parker offenbar, wie in anderen Ländern auch, eine ungebrochen verkaufsfördernde Wirkung. In unzähligen Weinkatalogen und Angeboten erscheint sein Name und schmückt die ausgezeichneten Weine. Vor allem spanische Weine erscheinen gehäuft mit erstaulich hohen Bewertungen. Die helfen offensichtlich ganz gewaltig beim Verkauf, wie aktuell an den beim Discountprimus Aldi Süd (Angebot vom 12. Dezember) offerierten Weinen zu erkennen ist. In vielen Filialen waren die Weine, insbesondere der mit 90 Parker Punkten beglückte spanische Azumbre Verdejo aus der DO Rueda der Agricola Castellana aus dem Jahrgang 2010, schon nach wenigen Tagen ausverkauft. Offenbar nicht ohne Grund ziert Jay Millers Präsentation auf Parkers Homepage der Zusatz »The Million Dollar Nose«. Am Beispiel dieses Weines lassen sich jedoch sehr gut die Zweifel an Parkers System und Seriosität, insbesondere auch an der Qualität der Urteile von Jay Miller aufzeigen. Der gleiche Wein stand auch schon vor einem Jahr bei Aldi Süd in der Aktion, ziemlich genau zur gleichen Zeit vor Weihnachten. Allerdings war es damals der Jahrgang 2009, der von Miller mit 88 Punkte bedacht und wie der Wein aus dem Jahrgang 2010 für 4,99 Euro zu haben war. Er soll, wie WEINWIRTSCHAFT damals recherchieren konnte, im April 2010 von Miller verkostet worden sein. Die Füllung erfolgte jedoch erst im Herbst 2010 also kurz vor dem Verkauf bei Aldi.

Lesen Sie den ganzen Bericht bei der Weinwirtschaft:
www.weinwirtschaft.de/22723981–~Redesign2010~Aktuell~stories~2011-12-15_parker.html

Stevia-Extrakt als Süßstoff zugelassen

Neues Mitglied in der E-Familie

Stevia-Extrakt trägt jetzt eine „E-Nummer“: Die aus dem Kraut der südamerikanischen Stevia-Pflanze extrahierten Steviolglycoside reihen sich ab dem 3. Dezember 2011 unter der Nummer „E 960“ in die Liste der als Zusatzstoff zugelassenen Süßstoffe ein. Sie dürfen dann zum Süßen diverser Lebensmittel eingesetzt werden, etwa für alkoholfreie Erfrischungsgetränke, Speiseeis, Milchprodukte und Konfitüren. Vorausgesetzt, die gesetzlich festgelegten Höchstmengen werden eingehalten.

Damit können Stevia-Befürworter nach langem Hin und Her zumindest einen Teilerfolg für sich verbuchen. Doch noch ist die Geschichte nicht zu Ende: Reines Stevia-Kraut darf nach wie vor nicht als Zutat in Lebensmitteln eingesetzt werden. Auch der Anbau der Pflanze in Europa bleibt vorerst verboten. Über vier Jahre dauerte das Zulassungsverfahren für die Steviolglycoside. Seine Geschichte ist eng verknüpft mit der des Stevia-Krauts, aus dem die Glycoside extrahiert werden. Das in Südamerika heimische Kraut wird wegen seiner stark süßenden Eigenschaften – es ist rund 300mal süßer als Zucker – dort seit jeher verwendet. Punkten kann es außerdem damit, dass es praktisch kalorienfrei und nicht kariogen ist (verursacht keine Karies).

Für das reine Kraut ergaben Studien jedoch Hinweise auf eine mögliche gesundheitsschädigende Wirkung. Für den Extrakt – die Steviolglycoside – hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dagegen im Januar 2011 eine Sicherheitsbewertung abgegeben. Danach gilt eine tägliche Aufnahmemenge von 4 Milligramm Steviolglycoside pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich.

Das Problem, das die EFSA nach wie vor sieht: Konsumieren Erwachsene, insbesondere aber Kinder große Mengen des süßenden Stoffes, kann dieser Wert leicht überschritten werden. Etwa bei Erfrischungsgetränken gilt das als gar nicht so unwahrscheinlich. Deshalb enthält die Zulassung Höchstmengen, die strikt eingehalten werden müssen. Die Europäische Kommission geht in den am 14.11.2011 beschlossenen beiden Zusatzstoffverordnungen sogar noch weiter. Sie kündigte an, dass sie von Herstellern und Verwendern der Steviolglycoside Angaben über die tatsächliche Verwendung des Süßstoffes einfordern und diese den Mitgliedstaaten zugänglich machen wird.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Trans-Fettsäuren

Eine zu hohe Aufnahme von trans-Fettsäuren (TFA) kann das Herz-Kreislauf-System schädigen, das gilt als gesichert. Weniger klar ist: Bei welchen Produkten sind die Gehalte hoch, was bringen Minimierungsstrategien und wie viele Menschen nehmen zu große Mengen auf. Nach einer aktuellen Studie der Universität Jena sind die Durchschnittswerte in einzelnen Lebensmittelgruppen zwar gesunken, bei einigen gibt es aber immer noch sehr hohe Werte, insbesondere bei Back- und Süßwaren. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung liegt mit ihrem Verzehrsverhalten über der Empfehlung, nach der trans-Fettsäuren täglich weniger als ein Prozent der Energieaufnahme ausmachen sollten.
TFA sind ungesättigte Fettsäuren synthetischen, aber auch natürlichen Ursprungs. Sie wirken auf den Blutcholesterinspiegel: Das „schlechte“ LDL-Cholesterin lassen sie ansteigen, gleichzeitig reduzieren sie das „gute“ HDL-Cholesterin.

Natürlicherweise entstehen TFA im Pansen von Wiederkäuern. Sie sind also auch in Milch und Fleisch zu finden. Weitaus mehr Wellen schlägt das Thema aber im Zusammenhang mit der industriellen Lebensmittelherstellung. Hier entstehen TFA insbesondere bei der Fetthärtung pflanzlicher Öle. Der Lichtblick dabei: Durch eine veränderte Prozesssteuerung oder Rohstoffauswahl lässt sich die Entstehung der unerwünschten Stoffe minimieren. Doch wie erfolgreich das ist, dazu ist die Datenlage bislang dünn.

Einen Vorstoß machten die Jenaer Wissenschaftler mit ihrer Untersuchung von 53 Kartoffelprodukten, 60 Backwaren und 116 Süßwaren. Ihr Ergebnis: Die mittleren Gehalte an TFA gehen zwar zurück, insbesondere bei den Kartoffelprodukten; jedoch zeigen die Werte insgesamt eine große Variationsbreite. Gehalte von null Prozent bis zu 38 Prozent TFA bezogen auf den Fettgehalt konnten die Wissenschaftler nachweisen, mit wenigen extrem hohen TFA-Gehalten.

Problematisch in der Praxis: Oft unterscheiden sich Lebensmittel gleichen Typs aber verschiedener Hersteller deutlich in ihrem TFA-Gehalt. Erkennbar für den Verbraucher ist das jedoch nicht. Eine entsprechende Angabe auf dem Etikett ist derzeit nicht geplant.
Sie ist unter der aktuellen Gesetzeslage noch nicht einmal erlaubt. Das heißt: Hersteller die auf eine Minimierung setzen, können dies auf dem Etikett kaum bewerben. Die einzige Orientierungshilfe für den Verbraucher bietet der Hinweis „gehärtet“, der bei der Verarbeitung gehärteter Fette Pflicht ist. War er auf der Packung, lag der TFA-Gehalt bezogen auf den Fettgehalt bei jedem zweiten Produkt über zwei Prozent, so die Ergebnisse aus Jena. Dagegen enthielten alle Produkte mit der Aufschrift „ungehärtetes Fett“ TFA-Gehalte kleiner als zwei Prozent. Der Wert entspricht dem TFA-Grenzwert, der in Dänemark seit 2003 gilt. Für Deutschland ist ein solcher Grenzwert bislang nicht in Sicht.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Warnung vor französischer Oliven- und Tomatenpaste

In Frankreich sind mehrere Personen an Botulismus erkrankt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teilt mit, dass in Frankreich acht Personen an Botulismus erkrankt sind. Ursache der Infektion war nach Informationen der zuständigen Behörden in Frankreich der Verzehr von Oliven- bzw. Tomatenpaste der Marke „Les Délices de Marie Claire“ des regionalen Herstellers „La Ruche“ in der Region Vaucluse in Südfrankreich und in der Region Somme in Nordfrankreich. Diese Produkte wurden auch unter den Namen „Terre de Mistral“ und „Les secrets d’Anaïs“ vertrieben. Die Produkte aller drei Marken waren darüber hinaus über das Internet erhältlich.

Auch in anderen Produkten desselben Herstellers konnten der Keim Clostridium botulinum oder Botulinumtoxin nachgewiesen werden. Die französischen Behörden haben eine Rückrufaktion aller Produkte sämtlicher Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten veranlasst. Es kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass deutsche Touristen diese Produkte in Frankreich erworben haben.
Da eine Vergiftung mit Toxinen von Clostridium botulinum schwerste gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann, wird vor dem Verzehr von Produkten des Unternehmens „La Ruche“, 84300 Cavaillon, insbesondere der Marken „Les délices de Marie Claire“, „Terre de Mistral“ und „Les secrets d’Anaïs“, ausdrücklich gewarnt. Verbraucher, die entsprechende Produkte noch im Haushalt besitzen, sollten diese Produkte über den Hausmüll entsorgen.

Hintergrundinformation

Botulismus ist eine Vergiftung des Nervensystems. Es handelt sich um eine ernste Erkrankung, die in Deutschland selten auftritt. Die Vergiftung ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.
Sie wird hervorgerufen durch den Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels, das von einem Bakterium produziertes Botulinumtoxin enthält. Dieses Toxin kann insbesondere in nicht ordnungsgemäß sterilisierten Konserven häuslicher oder gewerblicher Herstellung enthalten sein. Die Symptome treten in der Regel 12 bis 36 Stunden nach Verzehr auf. Erste typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Ihnen folgen neurologische Einschränkungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit und Sprech- sowie Schluckstörungen, die mit starker Müdigkeit, Schwächegefühl und Schwindel einhergehen. Die Krankheit entwickelt sich weiter mit einer Lähmung der Halsmuskulatur und der Arme, bevor die Atemmuskulatur und die untere Körperhälfte gelähmt werden.

Verbraucher der vorgenannten Erzeugnisse, die vergleichbare klinische Symptome wie die hier beschriebenen entwickelt haben oder entwickeln, sollten ihren Arzt kontaktieren und diesen auf den Verzehr der genannten Erzeugnisse hinweisen.

Weitere Informationen zum Botulismus finden sich auf den Webseiten des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Robert Koch-Instituts:
http://www.bfr.bund.de/cm/350/hinweise_fuer_verbraucher_zum_botulismus_durch_lebensmittel.pdf
http://www.rki.de/cln_117/nn_196658/DE/Content/InfAZ/B/Botulismus/Botulismus.html?__nnn=true

Restaurant-Kritik.de darf kritische Restaurant-Bewertung verbreiten

 

„Die Klage wird abgewiesen.“ – so lautet der zentrale Satz der Entscheidung des Amtsgerichtes Hamburg, die am 18. August 2011 in einem Rechtsstreit gegen das Online-Portal Restaurant-Kritik.de ergangen ist (Az.: 35a C 148/11).

Restaurant-Kritik sollte gezwungen werden, eine kritische Bewertung über ein Lokal zu löschen. Die Klage, die das kritisierte Restaurant angestrengt hatte, wurde abgewiesen.

Die Praxis und das Prinzip von Bewertungsportalen im Internet wird durch dieses Urteil bestätigt und bestärkt.

Der Fall

Wie auf Restaurant-Kritik.de üblich, hatte ein Nutzer des Online-Portals nach seinem Besuch eine Restaurant-Bewertung veröffentlicht. Der Kritiker ist in der Community kein Unbekannter, sondern gehört auf Restaurant-Kritik zu den Top-Bewertern. Seine Kritiken gelten als hart, fair und kenntnisreich.

Mit seinem Besuch des Restaurants, das mit dem typischen maritimen Programm eines an der Ostseeküste gelegenen Lokals aufwartet, war der Kritiker nicht ganz zufrieden, was man seiner Bewertung zumindest zwischen den Zeilen lesend entnehmen kann.

Zum einen waren dem etwas korpulenten Hobbykoch die Stühle zu schmal, weshalb er auf eine Eckbank auswich. Zum anderen fand er die Speisekarte ein bisschen langweilig, die er daher angesichts der Lage direkt an einer Strandpromenade als „üblich“ bezeichnete. Außerdem kritisierte er die Preisstaffelung zwischen kleiner (10,50) und großer Portion (12,50) als etwas mager. Zudem bemängelte er die Zubereitung des Fisches. Er wollte ihn nämlich „glasig“ haben, was dem Koch nicht ganz gelang. Zuletzt fand er es unmöglich, dass sein Wein als „französisch“ auf der Karte stand, ihm aber stattdessen eine Cuvée aus deutschen Weinen serviert wurde, was er als „Warenunterschiebung“ bezeichnete.

Da es auch mit dem Service ein paar Problemchen gab, bewertete er das Essen mit 2 von 5 Sternchen, den Service mit 1 von 5 Sternchen, Ambiente und Sauberkeit mit 4 von 5. Preis-Leistungs-Verhältnis kam mit 2 von 5 ziemlich schlecht weg.

Fazit des Kritikers: „Oh wenn doch Service und Küche das Niveau des Ambiente erreichen würden. Aber so bleiben mir nur die Worte aus dem Ring des Polykrates: ‚Hier wendet sich der Gast mit Grausen…'“

All dies war den Besitzern des Restaurants schlicht zuviel der Kritik. Sie beschlossen daraufhin, gegen Restaurant-Kritik.de vorzugehen. Zunächst per E-Mail. Verlangt wurde ultimativ die Löschung der gesamten Bewertung. Das wurde Restaurant-Kritik abgelehnt. Daraufhin kam es zu einem anwaltlichen Briefwechsel, der aber an der Position von Restaurant-Kritik nichts ändern konnte.

Denn, so die Einschätzung von Restaurant-Kritik, …
 – enthält die Bewertung des Kritikers keine falschen Tatsachenbehauptungen sondern einfach nur Schilderungen des Restaurantsbesuchs inklusive subjektiver Meinungsäußerungen. Das ist durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt.
 – ist die Bewertung nicht abfällig, beleidigt nicht und enthält keine schmähenden oder herabwürdigenden Passagen oder Begriffe.

Daraufhin haben die Restaurantbesitzer vor dem Amtsgericht Hamburg Klage erhoben. Restaurant-Kritik beantragte seinerseits, die Klage abzuweisen. Dem hat das Amtsgericht nach einer mündlichen Verhandlung stattgegeben Der Richterspruch ist eindeutig: „Die zulässige Klage hat in der Sache keinen Erfolg.“

Sieg auf der ganzen Linie für die Rechtsauffassung von Restaurant–Kritik. Die Kosten des Rechtsstreits gehen zu Lasten des Restaurants.

Die Entscheidungsgründe

Interessant sind bei einer solchen Entscheidung immer die Begründungen zu den einzelnen Sachverhalten.

Zunächst wird das Amtsgericht in Person des Richters Dr. Lohmann in seinem Urteil grundsätzlich, in dem  es den von der Meinungsfreiheit gedeckten Anspruch bestätigt, subjektive Urteile über gastronomische Leistungen veröffentlichen zu dürfen.

Zitat Amtsgericht:
Restaurant-Kritiken entziehen sich einer objektiven Beurteilung weitgehend. Dabei hängt es  – auch nach dem Verständnis der angesprochenen Kreise – maßgeblich von den mehr oder minder subjektiv gefärbten Eindrücken und Empfindungen des Kritikers ab, wie er die angebotenen Leistungen bewertet. Daher ist von vornherein nicht auf die strengen Maßstäbe abzustellen, die für Warentests gelten. Unzulässig ist eine wertende Restaurant-Kritik grundsätzlich erst, wenn sie insgesamt auf eine gezielte Herabwürdigung gerichtet ist, was insbesondere auch dann der Fall sein kann, wenn die Kritik ersichtlich auf einer unzureichenden Tatsachengrundlage beruht.

All diese Sachverhalte würden bei der inkriminierten Kritik aber vorliegen. Es sei nichts zu beanstanden.

Die Beschreibung der Stühle als „relativ schmal“ und „daher für korpulentere Gäste ziemlich unbequem“ sei nicht feststellbar unwahr, soweit in dieser Darstellung Tatsachenbehauptungen enthalten seien.

Die Darstellung der Speisekarte als „üblich“ könne – bezogen auf ihren Tatsachenkern – ebenfalls nicht als unwahr angesehen werden. So ist zu berücksichtigen, dass diese Beschreibung auf einen Satz folgt, in dem die Speisekarte als „logischerweise (…) in einem Küstenort maritim ausgerichtet“ bezeichnet wird.

Unstreitig wahr sei die Darstellung, dass eine kleine Portion eines Gerichts bei der Klägerin weniger kostet als eine größere. Die Kritik lässt auch noch ausreichend erkennen, auf welcher Grundlage die Preisnachlässe gewährt werden.

Ebenso unstreitig wahr sei die Beschreibung der Diskussion über die Art des Bratens des bestellten Fisches. Dass das Restaurant ein „glasig braten“ aus lebensmittelhygienischen Gründen ablehnte, spiele insofern keine Rolle.

Schließlich könne die Beschreibung des servierten Weines als „Warenunterschiebung“ in ihrer Gesamtheit als Tatsachenbehauptung nicht als unwahr festgestellt werden. So sei unstreitig, dass der bestellte Wein in der Speisekarte unter „Frankreich“ stand, indes aber tatsächlich kein (rein) französischer Wein gewesen sei.

An dieser Stelle noch etwas zu diesem letzten Satz, diese unmissverständliche Formulierung mit dem „mit Grausen abwenden“. Hier meinte das Gericht, dass sich diese Formulierung „gerade noch im Rahmen des rechtlich Zulässigen“ hält. Denn: „Indes dürfen Ausführungen insbesondere in einer Restaurant-Kritik durchaus plakativ und scharf formuliert sein.“

Fazit

Im Rahmen fairer und sachlicher Bewertungen kann jeder im Internet seine persönliche Meinung zu Erlebnissen in Restaurants veröffentlichen, auch negativer Art. Nicht Kritik an sich ist unzulässig, sondern nur die Veröffentlichung von falschen Tatsachenbehauptungen, von Schmähungen und Beleidigungen.

Restaurants ist dringend anzuraten, ihren subjektiv verständlichen Ärger über negative Bewertungen, die sich in dem genannten Rahmen bewegen, herunterzuschlucken, anzunehmen und sich diesen zu stellen Es besteht immer die Möglichkeit, insbesondere bei Restaurant-Kritik, zu diesen Bewertungen persönlich und transparent Stellung zu nehmen.

Das bedeutet nicht, auch das sei hier unterstrichen, darauf prinzipiell zu verzichten, sich gegen Verleumdungen zur Wehr zu setzen. Allerdings sollte man, wenn die Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Plattformen kein Ergebnis bringt, auf die Beratung durch in diesen Dingen erfahrene Rechtsbeistände zurückzugreifen.

Neu: Airport-Flugsteig A-Plus in Frankfurt

Mit der Inbetriebnahme des Flugsteigs A-Plus im Sommer 2012 erweitert die Fraport AG die Retailflächen an ihrem Heimatstandort Frankfurt von derzeit 31.000 auf über 41.000 Quadratmeter. In mehr als 60 neuen Shops und Restaurants erwarten die Passagiere des Airports viele bekannte Marken, aber auch frische Konzepte, die erstmals an einem Flughafen vertreten sein werden. Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, stellte heute die Konzessionäre für den 800 Meter langen Neubau vor.

„Gut 10.000 Quadratmeter zusätzliche Retailflächen kommen in FRA einem Quantensprung gleich“, bewertete Schulte die Entwicklung. „Gleichzeitig wird die Eröffnung des neuen Piers die Attraktivität des bedeutendsten deutschen Luftverkehrsdrehkreuzes spürbar steigern. Der neue Flugsteig setzt mit hochwertigen Materialien, lichtdurchfluteten Atrien und luftigen Raumkonzepten zukunftsweisende Maßstäbe beim Terminalbau, die Fraport auch bei der Planung von Terminal 3 anlegen wird“, erläuterte er.

Wirtschaftlich erwartet Fraport durch die zusätzlichen Retailflächen, die überwiegend auf der „Luftseite“ angeordnet werden, einen entscheidenden Schub für das Segment „Retail & Real Estate“. Der Retailumsatz soll von drei Euro pro Passagier auf vier Euro steigen, der Marktplatz A-Plus wird zur Erreichung dieses Ziels maßgeblich beitragen.

„Darüber hinaus schafft der Flugsteig A-Plus mit einer jährlichen Kapazität von sechs Millionen Passagieren wichtige zusätzliche Terminalkapazität. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass der Flughafen Frankfurt mit dem kommenden Winterflugplan die neue Landebahn in Betrieb nehmen und auf 90 Flugbewegungen je Stunde hochgehen wird“, informierte der Flughafenchef.

Erstmals sei der Aspekt Retailing von Anfang an konsequent in die Konzeption eines Terminalabschnitts eingebunden gewesen. Attraktive Marktplätze, Bars und Bistros mit Vorfeldblick sowie Lounges seien so optimal in einen effizienten Passagier- und Transferprozess integriert worden, betonte Schulte: „Die Aufenthaltsqualität sowie die Attraktivität und Vielfalt der Angebote sind zunehmend wichtige Bestandteile der bewussten Entscheidung für oder gegen einen Flughafen – insbesondere bei den für Frankfurt so wichtigen Umsteigeverkehren. Die optimale Versorgung muss gewährleistet sein. Darüber hinaus gilt es, sich mit dem Außergewöhnlichem von der Konkurrenz abzuheben. Wir sind uns sicher, mit dem angestrebten Angebotsmix genau das zu erreichen.“

Unter den neuen Mietern befinden sich Wempe und Engelhorn, beides namhafte deutsche Traditionsunternehmen, die erstmals einen Shop an einem Flughafen betreiben werden. Während Wempe international zu den Top-Juwelieren zählt, handelt es sich bei Engelhorn um ein familiengeführtes Mode-Kaufhaus aus Mannheim mit exklusiver Angebotspalette. Die renommierte britische Marke Mulberry eröffnet ihren ersten Store in Deutschland. Hermès, Montblanc und Porsche Design werden ebenfalls mit eigenen Shops vertreten sein. Für das leibliche Wohl der Fluggäste sorgen im Schengen-Bereich das Bistro Hausmann’s – betrieben von Tim Mälzer, Patrick Rüther und Tim Plasse – sowie COA mit dem Besten aus den Küchen Ostasiens und das Frankfurter Wirtshaus. Traditionelle deutsche Küche bietet im Non-Schengen-Bereich der Marktwirt. Lucullus Nero offeriert authentische italienische Köstlichkeiten. Bei Reingold handelt es sich um eine klassische Wein- und Cocktailbar in schickem Design. Finanzdienstleistungen wie Geldwechsel gibt es bei der Reisebank. Auch Duty free und Travel Value dürfen nicht fehlen und werden im Flugsteig A-Plus völlig neu präsentiert. Erstmals führen die Wege der Passagiere zum Gate direkt durch die großzügig geplanten Shops. Dieses neue Walk-through-Konzept wird laut Fraport zwar einladend, aber dezent umgesetzt werden.

Hotel der Woche: Villa Godesberg in Bonn

Hotel Villa Godesberg in Bonn

Es ist schon bemerkenswert, wie rasant sich das Hotel Villa Godesberg seit seiner Eröffnung entwickelt und als angesagte Herberge am Bonner Hotelmarkt etabliert hat. Dieses liebevoll und privat geführte Haus überzeugt insbesondere mit seinen hochmotivierten und vor allem freundlichen Mitarbeitern. Für die engagierte Hotelchefin Friederike Sträter, die das Jugendstil-Schmuckstück im Godesberger Villenviertel kurz vor ihrem 50. Geburtstag im Sommer 2008 übernommen hat, haben Gästezufriedenheit und persönliche Atmosphäre höchste Priorität. Dies spürt man als Gast während des gesamten Aufenthaltes vom Check-in bis zum Frühstück am Morgen.

Unser Blick beim Betreten des Hauses schweift zunächst durch das historische Treppenhaus, in das sich die kleine offene Rezeption ansehnlich einfügt. Besonders schön ist die einmalige Kreuzgewölbedecke in der ersten Etage. Den Innenarchitekten muss man ein Kompliment machen. Mit behutsamen Eingriffen ist es gelungen, liebevoll erhaltene Jugendstil-Details mit modernen Ausstattungselementen aufzuwerten.

Auch die 12 Zimmer und 2 Suiten, die im Gegensatz zu vielen anderen Hotels überhaupt nicht uniformiert wirken, zeigen sich in modern-stilvollem Ambiente in Kombination mit dem Charme alter Baukunst. Die Farbgebung der Tapeten und Stoffe ist vielleicht etwas gewagt, aber durchaus ansprechend. Alle Zimmer und Suiten sorgen aufgrund ihrer beachtlichen Raumhöhe und des traditionellen Schnitts für eine authentische Atmosphäre. Auf neuzeitlichen Komfort muss der Gast jedoch nicht verzichten, so findet man ausgesprochen moderne Bäder, TV-Flachbildschirme, Telefon, Wireless Lan, Minibar, Safe sowie Tea-Corner mit Wasserkocher.

Auf Wunsch stehen für Freizeitgäste kostenfreie Leihfahrräder in verschiedenen Größen zur Verfügung. Erwähnt werden sollte außerdem der gut ausgestattete Tagungsraum. Für Konferenzen und Seminare in kleinem Rahmen ist der mit zeitgemäßer Technik ausgestattete Raum für bis zu 14 Teilnehmer die perfekte Location. Der angrenzende Salon lädt zum privaten Verweilen oder zur Besprechung mit Geschäftspartnern ein.

Das sehr gute Villenfrühstück nehmen Hausgäste im hübschen Wintergarten oder zur warmen Jahreszeit auch auf der gepflegten Gartenterrasse ein. Wer Abgeschiedenheit und Ruhe sucht, findet hier genau das Richtige. Guter Service ist in der Villa Godesberg keine Glückssache, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ein Schmuckstück, das auch die Experten des Varta-Führers begeistert hat: In der kommenden Buchausgabe, die Anfang Oktober dieses Jahres erscheint, wird das Hotel Garni erstmals mit zwei Varta-Diamanten empfohlen.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Hotel Villa Godesberg
Mirbachstraße 2A
53173 Bonn / Bad Godesberg
Tel.: 0228 / 357626
Fax: 0228 / 365315
E-Mail: info@Villa-Godesberg.de
Internet: www.villa-godesberg.de

Neuer Nationalpark in Finnland

Finnland, das Land der tausend Seen, wird ab dem Frühjahr 2011 über einen neuen Nationalpark verfügen, den Bothnian Sea National Park. Er umfasst die Inselgruppe vor der westlichen Küstenstadt Rauma und bietet beste Bedingungen für Angler, Wanderer und Entdeckungstouren per Boot oder Fahrrad.

Besucher können bequem per Fähre den Nationalpark erkunden und die Nacht beispielsweise in einem Leuchtturmhotel verbringen. Auf der kleinen Insel Kylmäpihlaja liegt das Lighthouse Hotel. Mit seinen elf Doppelzimmern bietet es eine persönliche Atmosphäre. Für kulinarischen Genuss sorgt der Leuchtturmwärter als gelernter Koch selbst. Nach jahrelanger Arbeit in europäischen Luxushotels sehnte er sich zurück nach seiner Heimat und führt heute das Lighthouse Hotel gemeinsam mit seiner Frau. Das Hotel hat vom 11. Juni bis 1. September 2011 geöffnet, das Doppelzimmer kostet 125 Euro pro Nacht inklusive Frühstücksbuffet.

Rauma ist eine der schönsten und geschichtsträchtigsten Städte an der finnischen Westküste und insbesondere wegen ihrer Altstadt bekannt. Sie umfasst das größte Areal an alten Holzhäusern in Skandinavien und zählt seit 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt kann von Helsinki per Bus in vier Stunden erreicht werden. Eine einfache Fahrt kostet circa 35 Euro.

Nähere Informationen über die Stadt Rauma unter www.rauma.fi (deutsche Informationsbroschüre zum Download verfügbar), über Wandermöglichkeiten und Finnlands Nationalparks unter www.outdoors.fi sowie über das Lighthouse Hotel unter www.kylmapihlaja.com

Steckbrief Finnland:
5,4 Millionen Einwohner
1,8 Millionen Saunen
180.000 Inseln
188.000 Seen (10 % der Landesoberfläche besteht aus Seen)
475.000 Sommer-Cottages
230.000 Rentiere
1.000.000 Lachse
35 Nationalparks
5,2 Millionen Handys
1 Weihnachtsmann – und zwar das Original!