Bauli Panettone

Alle Jahre wieder: Der traditionsreiche Panettone kehrt zurück in die Supermarktregale

Weihnachtszeit ist Panettone-Zeit, ganz besonders in Italien. Aber auch in Deutschland ist das traditionelle winterliche Gebäck immer beliebter. Der kegelförmige Kuchen aus leichtem Weizensauerteig mit kandierten Früchten und Rosinen ist vergleichbar mit unserem Christstollen. Führender Hersteller ist Bauli und in der Vorweihnachtszeit ist der legendäre Panettone wieder in den Supermärkten zu finden.

Ob an Weihnachten als Festtagsspezialität oder an Silvester als Glücksbringer, der traditionsreiche Panettone spielt in Italien an Feiertagen aber auch davor eine große Rolle. Neben vielen individuellen, generationsübergreifenden Familienrezepten gibt es auch zahlreiche namhafte Hersteller für Panettone. Besonders erfolgreich ist das in der dritten Generation geführte Familienunternehmen Bauli. Es wurde 1922 von Ruggero Bauli gegründet, der sein Gebäck zunächst per Hand in seiner Bäckerei nahe Verona gefertigt hat. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde schnell klar, dass er seine Produktion größer ausbauen musste. Der Panettone von Bauli wurde in kürzester Zeit in ganz Italien berühmt. Heute gehört Bauli auch in Deutschland in der Vorweihnachtszeit und zu Weihnachten auf den Tisch.

Der große Erfolg ist sicher dem über viele Generationen gehüteten Geheimrezept zu verdanken. Die Herstellung des Fruchtkuchens ist nämlich sehr individuell und unglaublich aufwendig. Es kann bis zu 40 Stunden in Anspruch nehmen, einen klassischen Panettone herzustellen. Das Ergebnis überzeugt, denn im Vergleich zum Christstollen ist der Panettone besonders luftig und weich und entfaltet seinen besonderen Geschmack durch die einzigartige Mischung aus getrockneten und kandierten Früchten.

Die Geschichte des süßen Kuchens ist bis heute umstritten. Wo viele an die Legende mit dem Küchenjungen Toni glauben, der aus der Not heraus seinem Fürsten ein süßes Brot aus Teigresten und Trockenfrüchten servierte, das alle Pane de Toni nannten und das über die Jahre zu Panettone wurde, sind sich andere sicher, dass Panettone schon viel früher von lombardischen Familien für Weihnachten gebacken wurde. Wie Panettone auch nun immer entstanden ist, er wird von der Lombardei bis Sizilien in der Winterzeit noch heute als Dessert und auch über italienische Grenzen hinaus als süßer Kuchen gegessen. Vor Weihnachten ist der Panettone von Bauli fast überall im deutschen Einzelhandel erhältlich und liegt preislich bei zehn Euro.

Thai-Suppe und Tabasco-Schokolade

Anstatt der traditionellen Bratwurst bevorzugen junge Deutsche vegane Thai-Suppe und Tabasco-Schokolade. Laut einer aktuellen Untersuchung von Mintel sind deutsche Verbraucher, die zwischen 1980 und 2000 auf die Welt kamen, eine der experimentierfreudigsten Generationen in Europa, was das Kochen oder Essen neuer Gerichte angeht.

Laut dieser Untersuchung bezeichnen sich zwei von fünf (41%) der 16- bis 24-jährigen Deutschen beim Kochen als sehr abenteuerlustig. Dieser Prozentsatz ist in derselben Altersgruppe in anderen europäischen Ländern deutlich geringer: 13 % in Frankreich, 18 % in Italien, 21 % in Spanien und 29 % in Polen. Außerdem hält sich nur einer von fünf Deutschen (18 %) in dieser Altersgruppe gerne an traditionelle Rezepte. Zum Vergleich: in Polen liegt dieser Prozentsatz bei 29 % und in Spanien bei 24 %.

Dieser Umschwung hin zu einem kreativeren Zugang zum Essen ist in Deutschland jedoch relativ neu. Noch 2012 bezeichneten sich nur 23 % der jungen Deutschen als experimentierfreudig bei der Zubereitung von Mahlzeiten. Gleichermaßen legten dieses Jahr 44 % der deutschen Verbraucher zwischen 25 und 34 Jahren nach eigenen Angaben Wert darauf, neue Rezepte auszuprobieren, während dieser Prozentsatz in der selben Altersgruppe im Jahr 2012 lediglich bei 26 % lag.

Katya Witham, Senior Food and Drink Analystin bei Mintel, sagt:
„Millennials sind wagemutig beim Kochen, bevorzugen neuartige Zubereitungsweisen und Geschmacksrichtungen und wenden sich daher von traditionellen Rezepten ab. Viele Deutsche, die in den 80er und 90er Jahren zur Welt kamen, haben schon früh Gerichte aus verschiedenen Kulturen und Ländern kennen gelernt und sind von Lasagne bis Sushi mit einer großen Auswahl aufgewachsen. Daher überrascht es nicht, dass diese Generation ausgefallene Essgewohnheiten an den Tag legt.“

Die Untersuchung von Mintel zeigt auch, dass deutsche Millennials von allen Generationen am ehesten bereit sind, sich auf neue Geschmacksvarianten und
-erfahrungen einzulassen. Beispielsweise stimmen 29 % der 16- bis 24-jährigen und
27 % der 25- bis 34-jährigen Deutschen der Aussage zu, dass sie Schokolade mit ungewöhnlichen Zutaten und/oder Geschmacksrichtungen wie Brezel oder Wasabi bevorzugen. Im Vergleich dazu stimmen nur 16 % der Befragten im Alter von 45 bis 54 dieser Aussage zu.

Dies gilt auch für Kaffee in verschiedenen Geschmacksrichtungen: sechs von zehn
(59 %) der 16- bis 24-jährigen Deutschen geben an, Kaffee in anderen Geschmacksrichtungen, wie z. B. Haselnuss oder Vanille, probieren zu wollen. Unter den Befragten der Altersgruppe 45 bis 54 gaben nur 34 % an, für solche Geschmacksrichtungen offen zu sein.

Deutsche Millennials sind aber nicht nur auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen, sie sind auch gesundheitsbewusster als ältere Generationen. Zwei von fünf (43 %) Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren sind bereit, ihren Lebensstil zu ändern um ihre Gesundheit zu fördern, während es bei der Gruppe der Verbraucher über 45 Jahren nur 32 % der Befragten sind. Außerdem geben drei von 10 deutschen Konsumenten (32 %) zwischen 16 und 34 Jahren an, regelmäßig die Liste der Inhaltsstoffe auf Verpackungen zu lesen, während 27 % der 25- bis 34-Jährigen nach eigener Aussage Essen und Getränke mit künstlichen Zusatz- oder Konservierungsstoffen vermeiden.

Gesundheitbewusste, junge Deutsche sind auch eher bereit, Ernährungsweisen auszuprobieren, die gerade im Trend liegen, wie beispielsweise vegetarische oder eiweißreiche Kost. Beinahe zwei von fünf (37 %) der 16- bis 24-jährigen Deutschen geben an, sich eiweißreicher zu ernähren als noch vor einem Jahr, während es bei 45- bis 54-Jährigen nur 17 % sind.

Wie frühere Untersuchungen von Mintel gezeigt haben, steigt auch die Anzahl von Vegetariern und der Konsum von Fleischersatzprodukten in Deutschland stetig an. Tatsächlich geben 16 % der 16- bis 24-jährigen Deutschen an, sich vegetarisch zu ernähren, verglichen mit 6 % aller deutschen Verbraucher. Das ist eine der höchsten Prozentsätze Europas. Beispielsweise äußerten nur 9 % der italienischen und 8 % der spanischen Verbraucher in derselben Altersgruppe, sich vegetarisch zu ernähren.

„Deutsche Millennials sind Anhänger einer gesunden Ernährung und eines aktiven Lebensstils; für sie sind Gesundheit und Wohlbefinden im Alltag sehr wichtig. Daher sind gesundheits- und leistungssteigernde Speisen und Getränke auf Grundlage natürlicher Rezepte am besten geeignet, die Aufmerksamkeit dieser Altersgruppe zu erregen“, fasst Witham zusammen.

Ü-100-Party: Alte Reben im Sternerestaurant Becker‘s

Es ist beeindruckend, führt man sich vor Augen, dass einige Rebstöcke mehr als 100 Jahre alt werden können. Über Generationen hinweg gepflegt, sind sie mittlerweile älter als ihre Winzer und erbringen trotz oder gerade wegen ihres hohen Alters hervorragende Qualität und vielschichtige Weine. Winzerin und Sommelière Christine Becker lädt am 16. Januar 2016 vier Winzer ein, die genau solche Weinberge bewirtschaften. Abgestimmt zu einem Fünf-Gänge-Menü von Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker werden unter dem Titel „Alte Knochen“ acht Weine von Reben verkostet, die alle um das Jahr 1900 gepflanzt wurden.

Als echter Winzer geht man nicht in den Ruhestand, da steht man mit 80 Jahren noch im Weinberg, genießt die frische Luft und natürlich den eigenen Wein. Rebstöcke dagegen werden in der Regel bereits frühzeitig im Alter zwischen 20 und 30 Jahren in Rente geschickt. Grund dafür ist häufig nicht die altersbedingte Qualitätsabnahme, sondern vielmehr der sinkende Ertrag. Wie beim Menschen wird auch die Leistungsstärke eines Rebstocks mit den Jahren geringer, die Pflege dagegen intensiver. „Ich finde es extrem eindrucksvoll, dass ein über 100 Jahre altes Gewächs immer noch so viel Kraft und Leben in sich hat. Die Rebstöcke mögen alt sein, müde oder gar tot sind sie aber lange nicht“, erklärt Christine Becker, Leiterin des Becker‘s Weingut. Mit dem Alter kommt erst die Reife, denn das bis zu 20 Meter tiefe Wurzelwerk alter Rebstöcke sorgt für eine kontinuierliche und optimale Wasser- und Mineralversorgung. So entstehen sehr facettenreiche, aromatische und elegante Weine.

Gleich acht dieser seltenen Weine gibt es am Samstag, dem 16. Januar 2016, im Becker‘s Hotel & Restaurant in Trier zu verkosten. Unter dem Motto „Alte Knochen“ stellen vier Winzer von Mosel und Saar jeweils zwei ihrer Weine vor, die alle von Reben stammen, die bereits über 100 Jahre alt sind. Seither haben viele Generationen und Hände an diesen Weinstöcken gearbeitet, ein geschichtsträchtiges und spannendes Thema. Was eine „alte Rebe“ überhaupt ist und warum dieser Begriff erstmal nichts über die Qualität eines Weines aussagt, erklären die vier Winzer ebenso wie den geschmacklichen und wirtschaftlichen Unterschied zu herkömmlichen, weit jüngeren Rebstöcken. Passend zu den Weinen kreiert Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker ein edles Fünf-Gänge-Menü.

Diese Winzer nehmen an der Veranstaltung „Alte Knochen“ teil:
Ø Manfred Loch, Weinhof Herrenberg
Ø Florian Lauer, Weingut Lauer
Ø Karl Josef Loewen, Weingut Carl Loewen
Ø Clemens Busch, Weingut Clemens Busch

Die Veranstaltung am Samstag, dem 16. Januar 2016, beginnt um 19 Uhr im Becker‘s Hotel & Restaurant, Olewiger Straße 206, Trier. Die Karten sind limitiert und kosten 235 Euro pro Person, Aperitif, Fünf-Gänge-Menü, zwei Weine je Weingut, Mineralwasser und Kaffee sind inklusive. In Verbindung mit einer Zimmerreservierung erhalten Veranstaltungsgäste 20 Prozent Rabatt auf den Zimmerpreis. Reservierungen sind per Mail an info@beckers-trier.de oder telefonisch unter +49 – 651 – 93 80 80 direkt im Restaurant möglich.

Ab heute Genuss-Festival in Wien

Alles was gut ist – Heuer präsentieren sich erstmals mehr als 170 ländliche Produzenten und kulinarische Manufakturen aus ganz Österreich in der Bundeshauptstadt

Das Countdown läuft. In 5 Tagen tischt das Genuss-Festival im Wiener Stadtpark traditionell und handwerklich hergestellte Feinkost aus ganz Österreich auf und alles, was Genießer und Feinschmecker lieben. An mehr als 170 Ständen gibt es an allen drei Tagen wieder reichlich zu probieren und zu kaufen. Neben klassischem Speck, Käse, Brot, Wurst und Marmeladen, auch innovative Spezialitäten wie etwa Kastanienkipferl aus dem Burgenland, Rotschmier-Rotweinkäse aus Oberösterreich, steirischen Brombeeressig, Ganshenkele aus Osttirol, Wildschönauer Krautinger Schnaps, Köstliches aus Straußeneiern und Wiener Zuckerl.

Heuer neu: Innerhalb des Veranstaltungszeltes werden die unterschiedlichsten kulinarischen Produkt- bzw. Genusswelten eindrucksvoll und abwechslungsreich inszeniert. Zudem wird ein Koch die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten von Eiern zeigen und es darf einem Bäcker bei der Herstellung von Brot aus Sauerteig über die Schulter geschaut werden, um im Anschluss den frisch gebackenen Laib zu verkosten. Passend zum Muttertags-Wochenende haben Kinder dort auch die Möglichkeit, Lebkuchenherzen als Geschenk für die Mütter selbst zu verzieren.

Möglich wird das Genuss-Festival, das übrigens in Österreich und im gesamten deutschsprachigen Raum einmalig ist und sich mittlerweile zum Muttertags-Wochenende etabliert hat, unter anderem durch die Kooperation mit Stadt Wien, Zurück zum Ursprung, Agrarmarkt Austria, Casinos Austria, Kattus Sekt, Ottakringer Bier, Wirtschaftskammer Wien, Waldquelle Mineralwasser, Raiffeisen Versicherung, GenussRegion, Wiener Zucker, u.v.a.

Neben intensiven Bemühungen das Genuss-Festival Jahr für Jahr zum erfolgreichsten Gourmetevent des Landes werden zu lassen, sammelt das Kulinarische Erbe Österreich seit mehr als einem Jahrzehnt Wissen über traditionelle österreichische Spezialitäten, alte Rezepturen und landwirtschaftliche Rohprodukte und Gaumenfreuden, die mindestens seit drei Generationen «tradiert» d. h. weitergegeben wurden und heute noch konsumiert und produziert werden. Seit einigen Jahren setzt das Kuratorium auch in Gastronomie und Presse erfolgreiche Maßnahmen, die das kulinarische Erbe Österreichs und die dazugehörenden gewachsenen Strukturen für zukünftige Generationen erhalten sollen.

Öffnungszeiten: Fr., 9. Mai 2014 11.00 bis 21.00 Uhr
Sa., 10. Mai 2014 10.00 bis 21.00 Uhr
So., 11. Mai 2014 10.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei!

Gourmetführer loben Südtirol

Was haben Schüttelbrot, Südtiroler Speck und Semmelknödel gemeinsam? Sie alle sind seit Generationen in der Küche Südtirols verankert. Die kulinarischen Auszeichnungen für 2014 zeugen davon, dass auch Südtirols Spitzenköche sich verstärkt auf Gutes aus der Region konzentrieren und dieses neu und kreativ interpretieren: Mit 23 Michelin-Sternen, 112 Gault Millau-Hauben und 27 Drei-Gläser-Weinen verfügt Südtirol, gemessen an der Bevölkerungsdichte unter allen Provinzen Italiens, über die höchste Anzahl an Ehrungen.

Sterneregen und Haubensegen
Gleich zwei Neuzugänge zeichnete der renommierte Gastronomieführer Guide Michelin für 2014 mit einem Stern aus: Chris Oberhammer vom Restaurant Tilia in Toblach und Egon Heiss vom Restaurant Alpes im Hotel Bad Schörgau in Sarnthein. Damit steigt die Zahl der Sternerestaurants in Südtirol auf insgesamt 20 an. Nachwievor herausragend: Gerhard Wieser von der Trenkerstube im Hotel Castel in Dorf Tirol, Norbert Niederkofler vom St. Hubertus im Hotel Rosa Alpina in St. Kassian und Martin Obermarzoner aus dem Restaurant Jasmin in Klausen. Sie alle erhalten erneut zwei Sterne – die zweithöchste Wertung des Restaurantführers!

Im Gourmetführer Gault Millau Südtirol hielten sich vor zehn Jahren die Anzahl der Betriebe und der Hauben in etwa die Waage. Für 2014 ist es nun mit 112 Hauben fast ein Viertel mehr. Zehn neue Restaurants wurden erstmalig geehrt und elf Köche wurden noch besser bewertet als im Vorjahr. Die höchste Anerkennung mit vier Hauben ging erneut an Norbert Niederkofler, Chefkoch des Restaurant St. Hubertus im Hotel Rosa Alpina. „In Südtirol hat man wahrscheinlich früher als anderswo begriffen, dass man sich auf Region und Saison in der Küche besinnen soll. Die Konzentration auf die Schätze der Heimat ist das Erfolgsgeheimnis der hiesigen Gastronomen“, lobt Karl Hohenlohe, Herausgeber des Gault Millau-Führers die Region Südtirol.

Weißweine auf dem Siegertreppchen
Auch bei den Weinen sind die Südtiroler ganz weit vorne: Der bekannte italienische Weinführer Gambero Rosso vergab für 2014 insgesamt 27 Südtiroler Weinen (im vergangenen Jahr waren es 26) die Auszeichnung Drei-Gläser-Weine – darunter 18 Weißweine. Bei den Rebsorten steht der Weißburgunder mit acht Weinen an der Spitze. Unter den Rotweinen liegen die autochthonen Sorten klar vorne. Zwei Vernatsch-Weine wurden erneut ausgezeichnet: der St. Magdalener Antheus 2012 vom Weingut Waldgries in Bozen und der Kalterersee Leuchtenburg 2012 von der Ersten und Neuen Kellerei in Kaltern.
Wer sich in Südtirol auf die Spuren der Weine begeben möchte kann beispielsweise bei der Weinsafari entlang der Südtiroler Weinstraße auf Entdeckungsreise gehen.

Seit Generationen gut
Esskultur ist in Südtirol auch Alltagskultur: 72 Prozent der Südtiroler essen mittags zu Hause – und schätzen alpine Speisen mit mediterranem Pfiff. Ein Blick in die Töpfe zeigt, warum die Gerichte seit jeher so beliebt und qualitativ hochwertig sind.
Der Semmelknödel ist im Grunde genommen eine volle Mahlzeit. Er besteht zu 48 Prozent aus Kohlenhydraten, 32 Prozent aus Fett und 20 Prozent aus Eiweiß – das entspricht der empfohlenen Menge. Sein Vorteil liegt in der Variabilität der Zutaten: Durch einen höheren Ei-Gehalt und mehr fettarme Milch wird er eiweißreicher, die gesundheitsbewusste Variante wäre angereichert mit Ballaststoffen und auf Salaten serviert. Wie für alle Speisen, die seit Generationen zubereitet wurden, haben sich harmonische Praktiken und Abläufe bewährt. In Südtirol ist der Knödel mittlerweile auch Teil der Alltagskultur – von Knödeltagen bis zu Sprichwörtern und Liedern ist er überall zu finden.
Besonders bekömmlich ist das Südtiroler Schüttelbrot. Neben Roggen und anderen wenigen, regionalen und qualitativ hochwertigen Zutaten bedarf es keiner zusätzlichen Hilfsstoffe. Zudem ist „altes“ oder abgelagertes Brot wesentlich bekömmlicher und sättigender als frisches Hefebrot. Es braucht eine deutlich kürzere Verdauungsruhe und ist somit auch für Abendmahlzeiten und vor mentalen oder physischen Arbeiten empfehlenswert. Zudem regen die Gewürze wie Kümmel und Fenchel den Stoffwechsel an. Gemeinsam mit Südtiroler Speck wird die Sättigung noch gesteigert, denn die Kohlenhydrate aus dem Schüttelbrot werden durch das Fett im Speck langsamer ins Blut aufgenommen. Die Verbindung zur Region wird bei der Herstellung: Das typische Lufttrocknen des Schüttelbrotes funktioniert beispielsweise nur in Südtirol; in Gegenden mit höherer Luftfeuchtigkeit wäre eine hohe Schimmelgefahr gegeben.
Das besondere am Südtiroler Graukäse ist sein niedriger Fettanteil bei gleichzeitig würzigem Geschmack und hohem Eiweißgehalt. Seit jeher verarbeiten die Südtiroler diesen Magerköse zu Kaspressknödeln, Krapfen oder Graukassuppe. Traditionell wird er kalt mit Öl, Essig und Zwiebeln als Vorspeise serviert. Das Casein im Graukäse regt die Magensäureausschüttung an und führt so zu einem niedrigen ph-Wert im Magen – eine gute Voraussetzung für die Verdauung nachfolgender Speisen. Da der fettarme Graukäse nicht so lange im Magen liegt wie etwa gebratenes Fleisch oder überbackener Käse ist er auch am Abend sehr bekömmlich. Slow Food hat den „Ahrntaler Graukäse“ als besonders schützenswertes Traditionsprodukt mit seinem Presidio-Siegel bedacht. Die Herstellung wird in Südtirol nachwievor nach dem Meister-Schüler-Prinzip weitergegeben: Der Schüler beobachtet seinen Meister bei den einzelnen Arbeitsschritten bis er schließlich die traditionelle Praktik im „Gespür“ hat. Tradition bewährt sich eben!

Linkliste:
Kulinarik in Südtirol: www.suedtirol.info/kulinarik
Rezepte: www.suedtirol.info/Wissenswertes/Suedtirols-Kueche–Rezepte.html
Weinsafari: www.suedtiroler-weinstrasse.it/deutsch/wein–amp-rad/

Entre Les Bras ­ 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche

ENTRE LES BRAS ist ein Film über die Beziehung von Kochkunst und Geist. Er
dokumentiert die Arbeit des Sternekochs Michel Bras und seines Sohnes
Sébastien sowie die Region Aubrac, der dritten Figur des Films. Ein Vater
übergibt sein Restaurant dem Sohn. Ein einschneidender, wenn auch äußerst
unterschiedlich erfahrener Moment im Leben beider.

Im Jahr 2009 entscheidet
sich Drei-Sterne-Koch Koch Michel Bras sein Restaurant an den Sohn zu
übergeben, der 15 Jahre für ihn gearbeitet hat. Entre les Bras erzählt die
Geschichte wunderbarer Gerichte, zubereitet von einem Vater und einem Sohn
in der Hügellandschaft der Region Aubrac. Den gastronomischen
Generationswechsel verfolgend werden uns persönliche Einblicke in die Familie
gewährt.

Zwischen Jonathan Nossiters Mondovino und Raymond Depardons La
Vie Moderne ist dieser Film ein bewegendes Porträt einer außergewöhnlichen
Familie, die sich seit drei Generationen der Haute Cuisine verschrieben hat.

Familien Backrezepte gesucht

„Wiederentdeckt: Die Schätze aus Omas Backbuch“ heißt ein Buch, das von Rosenmehl, Bayerns beliebter Mehlmarke, gerade entwickelt wird. Erstmals werden dabei Backrezepte gesucht, die als Schätze einer Familie über Jahrzehnte gepflegt und weitergegeben werden. Diese sollen im Buch für folgende Generationen bewahrt werden. Backfansaus ganz Bayern können ihre Rezepte im Internet unter www.rosenmehl.de
einsenden. Knapp 100 der schönsten Rezepte werden in dem im September erscheinenden Buchveröffentlicht. Bereits jetzt haben sich über 2.500 Hobbybäcker an dem Wettbewerb beteiligt. Mit dabei sind originelle und traditionelle Rezepte wie Hochzeitsküchlein, Rohrnudelnoder Geschwollene Herzen.

„Für manche Backfans sind ihre geliebten Rezepte so wichtig, dass sie wie ein Vermächtnis weitergegeben werden und über Hunderte von Jahren inFamilienbesitz bleiben“, erklärt Andrea Schirrmaier-Huber. Die Konditorenweltmeisterin betreibt in München bereits in dritter Generation eine Konditorei und kann die Bedeutung von Tradition beim Backen einschätzen. Diese Tradition und Vielfalt bei außergewöhnlichen Familienre-zepten möchte Rosenmehl pflegen und erhalten.

Viele Bewerber haben Rosenmehl nicht nur ihre ganz persönlichen Lieblingsrezepte, sondern auch echte, alte Rezeptbücher, Erinnerungsfotos der Familie oder Briefe mit Geschichten undkleine Anekdoten geschickt. Der gemeinsame Tenor all dieser Einsendungen zeigt, dass die vielen, alten Back-Schätzchen seit Generationen sorgfältig gehütet und bewahrt werden und mitzahlreichen Erinnerungen verbunden sind.

Wer sein Familienrezept aus der Kindheit ebenfalls im Backbuch von Rosenmehl verewigt sehen möchte, kann sich noch bis Ende Juli auf www.rosenmehl.de
bewerben.

Ein Museum für Ausnahmekünstler Diether Kunerth, Ottobeuren

Ottobeuren setzt seinem Ausnahmekünstler ein Denkmal: Am 21. April wird der Grundstein zum „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“ gelegt. Der barocken Ottobeurer Basilika und der Benediktinerabtei, als den Wahrzeichen der 8.000-Einwohner-Gemeinde, wird damit im Ortszentrum ein moderner, 4,7 Millionen Euro schwerer Kunstbau zur Seite gestellt werden.

Der vielfach ausgezeichnete Maler, Bildhauer, Grafiker, Fotograf und Videokünstler Diether Kunerth (*1940) lebt seit mittlerweile 45 Jahren in Ottobeuren. In der Abgeschiedenheit eines barocken Klostergebäudes lässt er sich inspirieren, künstlerisch strebt er nach einer möglichst perfekten Darstellung des mythologischen und bildnerischen Universums. Der Künstler hat aus sämtlichen Epochen seines Schaffens Werke zurückbehalten, um sein Lebenswerk auch für künftige Generationen zu erhalten. Über eine Stiftung stellt er dem Ende 2008 gegründeten Förderverein „Kunst+Werk Diether Kunerth“ mehr als 200 Gemälde und 17 Bronzeskulpturen zur Verfügung. Ab 2014 werden diese im neuen Museum auf einer Fläche von rund 1900 Quadratmetern zu sehen sein. Dabei will das künftige Museumsteam großen Wert auf museumspädagogische Aspekte legen mit dem Ziel, die heimische Jugend schon früh ans Thema Kunst heranzuführen. Geplant hat den Museumskomplex auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei der Stuttgarter Architekt Fabian Lohrer.

Details zum Projekt finden sich auch im Internet unter www.diether-kunerth-museum.de

Biologische Vielfalt – Schutz durch Nutzung

Saisonaler Einkaufsführer Juli

…mal etwas Unbekanntes ausprobieren
und sich von neuen Geschmackserlebnissen verführen lassen – wer möchte das nicht?

Dass Salat nicht immer grün ist, dass Möhre nicht gleich Möhre ist und wir theoretisch zwischen mehr als 2.000 Tomatensorten wählen könnten – das ist für viele neu. In jeder Region gibt es typische Obst- und Gemüsesorten, die nur dort heimisch sind und das oft schon seit Generationen. Dasselbe gilt für alte Landrassen von Schweinen, Rindern, Hühnern und Schafen. Eine Vielfalt von Produkten wird mittlerweile in Deutschland wieder erzeugt und sowohl Spitzenköche als auch Gourmets schätzen diese Genussvielfalt. Hier ist jeder einzelne gefragt: Jeder kann als Verbraucher darüber entscheiden, welchen Teil dieser biologischen Vielfalt er wirklich nutzt – und somit erhält.

Das können Sie tun, um die biologische Vielfalt zu erhalten! Auch Sie können die biologische Vielfalt effektiv erhalten und schützen – indem Sie sie nutzen! Diese Checkliste gibt Ihnen Hinweise und Anregungen, was Sie im Alltag tun können.

Checkliste
Vielfalt bei Brot, Käse und Wein

Entdecken Sie den Geschmack von Roggen, Hafer und Hirse oder probieren Sie mal die gesunden „Urkörner“ Einkorn, Emmer oder Dinkel.
Wechseln Sie zwischenSauerteig- und Hefebroten. In Deutschland werden mehr als 150 Käsesorten hergestellt.
Probieren Sie ruhig, bevor Sie kaufen: Kein Käsehändler wird Ihnen diesen Wunsch versagen!
Probieren Sie mal Wein aus heimischen Anbaugebieten: Fragen Sie gezielt nach bestimmten Sorten und Lagen!

Nachhaltig konsumieren: Regional und saisonal

Bevorzugen Sie saisonales Obst und Gemüse aus Ihrer Region.
Entwickeln Sie neue Einkaufsroutinen: Gehen Sie mal auf den Markt oder in kleinere Läden statt in den Supermarkt – dort sind oft andere Sorten im Angebot.

Saisonaler Einkaufsführer Juli

Jede Menge gesundes Sommergemüse ist im Juli reif. Dank kur­zer Transportwege steckt es voller Vitamine und Mineralien. Da beim Garen viele der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört wer­den, sollten Sie so viel wie möglich roh essen: Staudensellerie, Fenchel, Möhren, Zucchini und Zwiebeln schmecken auch im Salat.

Zucchini gibt es in zahlreichen Versionen: grüngelb gestreifte Cocozelle von Tripolis, goldgelbe Goldrush, grüne Zoboda sind nur einige von ihnen.

Auch die würzig-zarten Teltower Rübchen, die schon Goethe und Fontane lobend erwähnen, sind jetzt zu bekommen. Zum Kochen oder Schmoren eignen sich grüne und dicke Bohnen, Pastinaken, Blumenkohl und Brokkoli. Wie wäre es mit einer bunten Gemüsequiche fürs sommerliche Picknick?

Im Juli ist außerdem Beerenzeit: Schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren, Blaubeeren, Stachelbeeren und frühe Him­beersorten wie Malling Promise oder Wilmette gibt es jetzt zum Naschen. Auch das Steinobst reift allmählich bei uns: Aprikosen, Pfirsiche, Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen machen Lust auf Obstkuchen.

Happy Birthday! iglo wird 50 und der Rahm-Spinat feiert mit

… und es hat „blubb“ gemacht

Ein Löffel für die Omi, die Mutti, die
Kinder und die Enkel… 1961 lief das erste Päckchen Spinat vom Band.
Seitdem ist der iglo Rahm-Spinat mit dem Blubb aus Deutschlands
Küchen nicht mehr wegzudenken.
Am Anfang war der Spinat. Als am 8. Mai 1961 das erste Mal der tiefgekühlte
Junge Spinat und der Rahm-Spinat vom Band liefen, startete zugleich die iglo
Erfolgsgeschichte.

Ob als Klassiker mit Kartoffeln und Ei oder modern
inspiriert mit Pasta, Crêpes oder als Auflauf – iglo Rahm-Spinat bringt Farbe
auf den Teller. In den 70ern kamen die Varianten Blattspinat und Würz-
Spinat hinzu und erweiterten die Anwendungsmöglichkeiten. Doch die iglo
Produktentwickler arbeiteten an weiteren Leckereien: Seit den 2000ern gibt
es den Blattspinat auch mit cremigem Philadelphia, würzigem Gorgonzola
oder mildem Mozzarella verfeinert.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Spinat gesund ist und den
Körper mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Doch nicht nur das
sorgt für Genuss mit gutem Gewissen. Seit 1999 betreibt iglo nachhaltigen
Spinatanbau. Die Anbaumethoden werden kontinuierlich zum Wohle der
Umwelt, der Konsumenten, regional gewachsener Strukturen und
nachfolgender Generationen angepasst und weiterentwickelt. Blühende
Ränder entlang der Felder sind so längst keine Seltenheit mehr.
Die Verarbeitung des iglo Spinats vom Feld bis in die Tiefkühlung dauert nur
rund drei Stunden, so dass das Gemüse ganz besonders frisch in die Packung
kommt.

Davon können sich wissbegierige Verbraucher im „offenen Werk“ in
Reken im Münsterland überzeugen.
Der iglo Rahm-Spinat ist im Handel in fünf verschiedenen Portionsgrößen
erhältlich.

Weitere Informationen, Tipps & Rezepte rund um 50 Jahre iglo Rahm-Spinat
gibt’s auf www.iglo.de