ÖKO-TEST Feldsalat

Gefährliches Grün

In der aktuellen Januar-Ausgabe wollte ÖKO-TEST wissen, wie stark Feldsalat mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet ist. Die Labore fanden in einigen Proben verschiedene Spritzgifte, teilweise waren besonders gefährliche Stoffe darunter. Bei manchen Salaten wurden zudem erhöhte Nitratwerte und bedenkliche Chlorverbindungen analysiert.

Das Verbrauchermagazin hat je drei Feldsalat-Proben von elf Lebensmittelgeschäften ins Labor geschickt. Ziel war es nicht nur, einzelne Salate zu testen, sondern auch zu prüfen, mit welcher durchschnittlichen Qualität Kunden in den einzelnen Supermärkten, Discountern und Bio-Läden rechnen können. Die Gesamtnote „sehr gut“ kann ÖKO-TEST nur ein einziges Mal attestieren: für die Proben eines Bio-Händlers.

Ausnahmslos alle konventionellen Handelsketten haben aber Probleme mit besonders gefährlichen Pestiziden wie etwa dem Pilzbekämpfungsmittel Iprodion, das als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft ist. Leider ist auch Bio nicht ganz ohne: Vier von sechs Bio-Feldsalaten enthalten das bienengiftige Insektenbekämpfungsmittel Spinosad.

Weitere Kritikpunkte bei den Feldsalaten sind unter anderem die zu hohen Nitratwerte und Perchlorat. Letzteres hemmt die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse. Nitrat ist zwar relativ unbedenklich, kann im Körper aber zu Nitrit umgebaut werden, was die Bildung krebserregender Nitrosamine begünstigt.

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2017 gibt es seit dem 29. Dezember 2016 im Zeitschriftenhandel.

Mozzarella: Der Testsieger kommt vom Discounter

Von 16 Kuhmilchmozzarellas schnitten bis auf zwei alle mit dem test-Qualitätsurteil „Gut“ ab, fünf waren sogar in der sensorischen Prüfung „sehr gut“. Ein Bio-Produkt war hingegen kurz davor, ungenießbar zu werden und schnitt nur „ausreichend“ ab. Von 4 Büffelmozzarellas waren zwei „gut“, die anderen beiden nur „ausreichend“, hier fanden die Tester einen hohen Gehalt an Darmbakterien.

Die fünf besten Kuhmilchmozzarellas kommen vom Discounter und kosten zwischen 55 und 89 Cent für eine 125-Gramm Packung. Gar nicht gut schmeckte den Testern hingegen der Bio-Mozzarella einer Regionalmarke; hier waren die mikrobiologische Qualität und damit das Gesamturteil nur „ausreichend“. Das gilt auch für zwei von vier Büffelmozzarellas, bei denen ein hoher Gehalt an Enterobakterien den Genuss trübte. Diese Keime gehören zur Darmflora von Mensch und Tier und können während der Produktion in den Käse gelangen, wenn es an Hygiene mangelt.

Dennoch hat sich die Qualität von Mozzarellas offensichtlich deutlich verbessert. Vor rund elf Jahren hatte die Stiftung Warentest die italienische Spezialität schon einmal getestet. Damals war der Gehalt auffälliger Keime noch in jedem zweiten Produkt erhöht.

Der ausführliche Test Mozzarella erscheint in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/mozzarella abrufbar.

Würchwitzer Milbenkäse

Ökologen der TU Darmstadt entlocken Milbenkäse das Aroma-Geheimnis

Der „Würchwitzer Milbenkäse“ gehört zu den teuersten deutschen Käsesorten. Woher aber kommt sein Zitrus-Aroma? Dieser bislang ungeklärten Frage gingen Biologen der TU Darmstadt nach. Sie fanden heraus: Milben helfen nicht nur bei der Reifung, sondern prägen mit ihren Abwehrstoffen den Geschmack.

Wenn Milben einen Käse befallen, gilt er normalerweise als verdorben. Nicht so beim „Würchwitzer Milbenkäse“: Dieser wird bei der Herstellung willentlich mit tausenden der Tierchen versetzt – die Milben leben dann mehrere Monate auf dem Käse, unterstützen so dessen Reifung, und machen ihn zu einem der teuersten Käse Deutschlands. Der Würchwitzer Milbenkäse zeichnet sich zum einen durch seinen kümmelartigen Geschmack aus, zum anderen wird er schon seit hunderten von Jahren wegen seines fruchtigen Aromas geschätzt. So schrieb der Arzt und Parasitenforscher Friedrich Küchenmeister schon 1881: „Bekanntlich wird Acarus siro [die Käsemilbe] in manchen Gegenden Deutschlands von Landwirten förmlich (in sogenannten Milbenkisten) gezüchtet, um den Milbenkäse, der wegen seines zitronensäuerlichen Geschmackes von Gourmands geliebt wird, herstellen zu können.“ Mittlerweile haben die Würchwitzer ihren Käsemilben sogar ein Denkmal gesetzt und ein Stückchen des berühmt-berüchtigten Käses zur Internationalen Raumstation ISS entsandt.

Woher aber kommt der fruchtige Geschmack? Das war bis jetzt unbekannt und kann durch die zugesetzten Gewürze nicht wirklich erklärt werden. Der Frage gingen der Milbenkundler Dr. Michael Heethoff und sein Doktorand Adrian Brückner aus der Arbeitsgruppe „Ökologische Netzwerke“ im Fachbereich Biologie der TU Darmstadt nach. Was als Käse-Tasting begann, wurde schnell zur Suche nach den chemischen Ursachen für das Zitrus-Aroma. Zunächst entfernten die Forscher alle Milben und untersuchten das Duft-Bouquet des Käses ohne seine Bewohner. Hier konnten sie jedoch keine zitronenartigen Duftstoffe nachweisen. Käsemilben zeichnen sich, neben ihrer Vorliebe für Käse, dadurch aus, dass sie sich ihre Feinde mit einem abschreckenden Wehrsekret vom Leibe halten. Und in ebendiesem Sekret fanden die Wissenschaftler unter anderem Neral, eine der Hauptkomponenten des Zitronenöls. Der fruchtige Charakter des Käses begründet sich also nicht durch die eigentliche Herstellung, sondern erklärt sich vielmehr durch eine Abwehrreaktion der Milben beim Schneiden und Zerkauen der Delikatesse. Für das volle Aroma des Milbenkäses sind also die Milben unverzichtbar.

Neben dem deutschen Milbenkäse gibt es übrigens auch noch den französischen Mimolette, welcher ebenfalls mithilfe von Käsemilben reift. Auch bei diesem fanden die Forscher Neral und konnten die zitronenartige Geschmacksnote somit den Käsemilben zuschreiben.

Weitere Informationen:

Adrian Brückner, Michael Heethoff (2016) Scent of a mite: origin and chemical characterization of the lemon-like flavor of mite-ripened cheeses. Experimental and Applied Acarology, doi: 10.1007/s10493-016-0040-7.

Test: Gourmet-Öle

11 von 25 sind „mangelhaft“ – und viele mit kritischen Schadstoffen belastet

Das Ergebnis der Untersuchung von Gourmet-Ölen ist erschreckend: 11 Produkte sind „mangelhaft“, zwei davon nicht verkehrsfähig, die beiden hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Viele der getesteten, vermeintlich erlesenen Produkte enthalten bedenkliche Stoffe, von Lösemitteln bis zu potenziell krebserregenden Substanzen. Die Stiftung Warentest hat für ihre September-Ausgabe von test 25 Speiseöle der Sorten Lein-, Walnuss-, Sesam-, Traubenkern- und Arganöl getestet, darunter 16 Bioprodukte. Die Öle kosten bis zu 112 Euro pro Liter.

Gourmet-Öle sind bei Feinschmeckern beliebt, gelten als erlesen, köstlich und gesund. Doch viele Öle sind ihr Geld nicht wert: Die Tester fanden etliche, mitunter gesundheitlich bedenkliche, sogar krebserregende Schadstoffe. Lediglich sieben Öle sind „gut“, darunter auch ein günstiges Leinöl für 11,80 Euro pro Liter. Immerhin kann die Stiftung Warentest pro Sorte mindestens ein „gutes“ Öl empfehlen, außer bei Traubenkernöl. Hier lauten die Qualitätsurteile einmal „Ausreichend“ und zweimal „Mangelhaft“: In zwei von drei geprüften Traubenkernölen wiesen die Tester potenziell krebserregende Mineralölbestandteile nach. Bei einem der Öle lassen verschiedene Analysewerte darauf schließen, dass es mehr als 10 Prozent fremdes Speiseöl enthält.

In einem Walnussöl fanden die Tester zwei kritische Weichmacher, in einem anderen ungesunde Transfettsäuren – jeweils in hohen Gehalten. Ein Sesamöl enthielt Xylole, Ethylbenzol und Toluol – Lösemittel, die bisher in keinem der vielen Speiseöl-Tests der Stiftung Warentest nachgewiesen wurden. Zwei Leinöle hätten wegen zu hoher Gehalte an krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gar nicht verkauft werden dürfen.

Auch geschmacklich enttäuschten einige Produkte: So schmecken die beiden mit 95 bzw. 112 Euro pro Liter teuersten Produkte im Test, zwei Arganöle, deutlich käsig. Sie sind wie auch zwei sensorisch fehlerhafte Leinöle im test-Qualitätsurteil „mangelhaft“.

Der ausführliche Test Gourmet-Öle ist unter www.test.de/gourmetoele abrufbar und erscheint auch in der September-Ausgabe der Zeitschrift test, ab 28.08.2015 am Kiosk.

TK-Pizza Test: lecker aber ungesund

Pizza Salami:
Fünf Tiefkühlpizzen sind „sehr gut“ im Geschmack

Fünf von 27 Tiefkühl-Salami-Pizzen sind „sehr gut“ im Geschmack, insgesamt erhalten 19 das Qualitätsurteil „Gut“, darunter zwei Bio-Produkte. Bei der Verkostung fanden die Tester etliche Salami-Pizzen, die selbst hohen kulinarischen Ansprüchen genügen. Ihr Belag war besonders aromatisch, ihr Boden außen durchgängig knusprig und innen luftig-locker, auch der Rand. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der April-Ausgabe der Zeitschrift test.

27 Tiefkühl-Salami-Pizzen prüfte die Stiftung Warentest
Die besten Ergebnisse erzielten überwiegend klassische, teure Markenprodukte. Doch die Tester fanden auch zwei Ausreißer. Die Pizza Real/Tip enttäuschte wegen unzutreffender Zubereitungsempfehlung und des teils rohen und bitteren Gemüses und die Casa Romantica war mit zu viel Weißöl belastet. Das darf die Lebensmittelindustrie zwar für Maschinen und Geräte benutzen, doch es sollte nicht in die Lebensmittel gelangen und diese belasten. Die preiswerten Eigenmarken des Handels schneiden überwiegend „befriedigend“ ab. Das test-Qualitätsurteil „Befriedigend“ bekommt auch eine glutenfreie Salami-Pizza.

Selbst wenn viele Pizzen „gut“ im Geschmackstest abschneiden, sollten Verbraucher nicht ständig zuschlagen: Die meisten Produkte enthalten jede Menge Kalorien, Fett und Salz. Wer eine ganze Pizza isst, kommt beim Salz schnell auf die tolerierte Tageszufuhr von 6 Gramm. Bei Fett liefert eine Pizza fast die Hälfte der empfohlenen Tagesration und die tägliche Obergrenze an Energie schöpft sie durchschnittlich zu mehr als einem Drittel aus.

Der ausführliche Test Tiefkühl-Pizza erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.03.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/pizza abrufbar.

Culinary World Cup vom 22.-26.November 2014 in Luxemburg

Deutsche Präsenz in Luxemburg
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Das Training für die kommende Weltmeisterschaft der Köche in Luxemburg läuft für die deutschen Teams auf Hochtouren. Schließlich wollen die Botschafter der deutschen Kochkunst mit Medaillen und Titeln im Gepäck nach Hause kommen.

In Siegen, im Restaurant Münzwerk von VKD-Vizepräsident Hans-Peter Tuschla fanden Ende Oktober die Generalproben der Weltmeistermenüs der deutschen Nationalmannschaft und der Jugendnationalmannschaft der Köche statt. Beide Teams überzeugten die Gäste und die gestrenge Jury.

Teammanager Matthias Kleber freute sich, dass seine erst kürzlich zusammen gestellte Nationalmannschaft nach nur wenigen Wochen Training bereits ein Spitzenergebnis präsentieren konnte. Auch die Jugend unter Teammanager Markus Wolf und Teamtrainer René Weiser überzeugten mit einer hervorragenden Performance.

Ernst wird es für die neue deutsche Nationalmannschaft der Köche am 24.November 2014, wenn sie sich und ihre Exponate für die Plattenschau erstmals dem internationalen Fachpublikum präsentieren Am 26. November steht das Team in der Küche und wird gegen Dänemark, Hong Kong, Luxemburg, Kroatien und Litauen antreten.

Die deutsche Jugendnationalmannschaft geht bereits am ersten Messetag ins Rennen. Ihre Gegner sind Nachwuchstalente aus Wales und Slowenien. Die Plattenschau findet für sie am 25. November statt.
Die Nationalmannschaft wird ein Drei-Gang-Menü für 110 Personen erstellen und die Jugendnationalmannschaft 70 Drei-Gang-Menüs.

www.vkd.com

Mailand, Monaco, Cote d'Azur, Genua und Florenz

Mich rief Italien, meine Frau Monaco und Frankreich. So machten wir einen Kompromiss und besuchten alles. Unser Trip fing in Mailand an. Da wir fast 1/3 de Jahres reisen und selber zahlen, müssen wir natürlich die Kosten im Griff halten.

Mailand

Mailand ist eine teure Hotelstadt. So richtig teuer. Und wir brauchen ein Dreibettzimmer oder besser zwei, weil Junior mitreist. Er wird jedoch später in Mailand weiterreisen, er fliegt alleine zu den Großeltern. Das einzig preislich Akzeptable was ich fand, war das 4-Sterne Art Hotel Navigli im gleichnamigen Stadtteil. Das Hotel selber ist jetzt nicht der Hit, aber wirklich okay. Unser relativ teures 3-Bett Zimmer war ein kleines Zweibettzimmer mit Zustellbett. Das kleine Zimmer war blitzsauber. Leider war das Zimmer zur Strasse hin und das Vorurteil, nur Deutsche machen anständige Fenster, bestätigte sich wieder. Es war laut! Sehr laut.

Das Frühstücksbuffet – im Zimmerpreis enthalten – war sehr gut, bis aufs Brot und Rühreier, beide ausreichend. Aber San Daniele Schinken, Mailänder Salami, ordentliche Mortadella, frische Früchte, gute Croissants, hervorragender Cappuccino und einiges mehr entschädigten. Da die Qualität der Wurstwaren und des Käses gut war, war es wirklich hervorragend.

Die zufällige Wahl des Stadtteils Navigli war auch gut. Sonntag ist ein gigantischer Markt mit Produkten der Gegend genau ausserhalb des Hotels. Sah aus wie von Slowfood. Ein Treffen der Einheimischen. Hatte Berliner Winterfeldmarkt Charakter. Navigli ist eine beliebte Ausgehmeile. Besonders gerne gehen viele in die Kneipen, die zum Getränk ein gratis Buffett anbieten. Dafür ist Navigli berühmt.

Wir besuchten zwei mal das Steakhouse 66, das genau gegenüber dem Hotel liegt. Weil es uns Spaß machte. Meine Frau hatte eine sehr gute Tagliatta, mein Sohn und ich prima Hamburger. Nicht billig, aber preiswert und sehr unkompliziert. WLAN.

Wir besichtigten die üblichen Mailänder Sehenswürdigkeiten wie den riesigen Dom. Auch die Scala besuchten wir. Schwanensee. Sehr schön. Es war schwierig, Tickets online zu bekommen, aber es klappte. Jedoch ausgesprochen mieser Service. Da lobe ich mir die Berliner Bühnen, die auch email beherrschen!

An Restaurants hatten wir jetzt noch das Ristorante Pirandello, ein Sizilianisches Restaurant mit bemerkenswerter Pasta, preiswert. Hat auch teure Gerichte, wir waren aber nicht so hungrig. Dauert länger, freundlicher Service. www.facebook.com/media/set/?set=a.10152134082068124.1073741882.168996673123&type=3

Jetzt wollten wir unser Mietauto Auto abholen, um nach Monaco zu kommen. Wie sich Europcar und AutoEurope verhalten hat und warum wir dann mit Goldcar fahren mussten, lesen Sie später. Diese Story ist zu nervig für einen Reisebericht und will ich Ihnen hier ersparen! Aber der Service mancher Firmen ist unglaublich!

Eigentlich wollte meine Frau zu einer großen Outlet Mall in der Nähe. Da die Autovermieter uns sechs Stunden gestohlen hatten, fehlte jetzt die Zeit dazu. Außerdem hatte ich nun gar keine Lust mehr.

Monaco

Wir hatten einen Opel Meriva. Sicher ein schönes Auto für die Stadt. Aber für die gebirgige Landstraße eine Katastrophe auf vier Rädern, zumindest in der kleinsten Motorausstattung. In Monaco angekommen, waren wir sehr froh, ein Navigationsgerät mitgenommen zu haben. Das geht Zickzack dort. Unser Ziel war das Hotel Port Palace, das wir nicht sofort fanden, weil kein Schild etwas verriet. Der Navi führt uns aber korrekt. Das Port Palace liegt genau im Yachthafen. Sensationell sind die Yachten, die davor liegen. Teilweise fünfstöckige Monster. Das glaubt keiner, der es nicht selber gesehen hat. Ich gab dem Portier beim Einchecken einen guten Tipp, damit wir ein Zimmer im höchsten, im 5. Stock bekamen. Denn im Ersten sieht man nur Bäume. Wir aber guckten auf die Yachten. Das Zimmer ist sehr eigenwillig eingerichtet, groß und leider etwas schmuddelig. Putzen ist nicht die Stärke des Hotels. Das Fenster hatte einen riesigen Sprung! Das irritierte uns. Von dem Erker konnte man runter auf die Straße gucken, die gerade für die Formel1 vorbereitet wurde. Zum Rennen kosten die Zimmer sicher ein Vermögen. Wir zahlten jetzt 245 Euro nur Zimmer/Nacht. Für Monaco ist das eher günstig. Ich würde wieder in das Hotel gehen. Preis/Leistung stimmen und die Location ist erstklassig. Gefrühstückt haben wir preiswerter in der Bäckerei Costa, 10 Minuten vom Hotel zu laufen.
Da es am ersten Abend schon sehr spät war, fanden wir nur in der Oper, die jetzt das berühmte Casino beherbergt, etwas zu essen. Im Train Bleu aßen wir nett und etwas teuer.
Die wichtigen Adressen, Ducasse & Co, hatten alle gemeinsam zu. So sparten wir viel Geld!
Am nächsten Tag fanden wir das Bistro vom 2 Sternechef Llorca, das Preiswert und gut. Sehr empfehlenswert! Direkt neben dem Japanischen Garten im Kongresszentrum, leider nur mittags geöffnet. Das war ein guter Tipp meiner Marco Polo App.
Danach hatten wir ein erstklassiges Konzert der Monaco Symphoniker im Auditorium.

Da wir am nächsten Tag ein Konzert in Cap d’Ail besuchten und dort aber kein Taxi zurück nach Monaco fanden (20-25 Euro! – das eigene Auto nehmen ist besser) aßen wir sehr lecker französisch in Edmond’s Bar: Moules frites, Tartare frites, jeder 1 Glas Wein, 1x Desert für unter 50 Euro. Und es war auch gut. Hier kann man auch hin. Gute Entdeckung. Leckeres Bistro.

Cannes

Nach Monaco ging es durch das hässliche Nizza nach Cannes in die Villa Garbo. Die wollte unser Navigationsgerät partout nicht finden. Wir fanden sie dann aber doch, an einem Platz, an dem wir schon x-mal vorbeigefahren sind. Es ist wirklich mehr eine Villa. Sehr nette Leute dort, manchmal fast schon zu nett. Da ich nach einem Schreibtisch fragte, hatte man uns vom Studio Apartment zu einer richtigen Suite mit eigener Terrasse upgegraded. Auch wenn es nicht ganz sauber war, die Klimaanlage nicht funktionierte und es etwas stickig war und nachts vor dem Haus Bordsteinschwalben anschafften, fühlten wir uns dort recht wohl. Besonders nett: Von 18-20 Uhr gibt es ein Get-together mit Open Bar. In der Lobby trifft man sich zu einem Drink, wird von der Gastgeberin vorgestellt und führt mehr oder weniger interessante Gespräche. Wir zahlten hier 170 Euro/Nacht. Das Frühstück machten wir uns selber, da es eine gut eingerichtete Küche gab. Ein großer Supermarkt ist 150m entfernt.
Die Villa Garbo empfahl uns auch das fast benachbarte Restaurant L’Antidote. Wir hatten das Menü Gourmet für 39 Euro, jeder ein Glas Wein und einen Aperitif, gesamt für 112 Euro. Angemessener Preis.
Am darauffolgenden Abend einer der Höhepunkte: Besuch von Küchenchef Christian Sinicropi im Palm d’or (Goldene Palme) im Hotel Martinez, da jetzt zum Hyatt Konzern gehört. Da ich vor 10 Jahren schon mal dort wohnte und es mir nicht besonders gut, aber sehr teuer in Erinnerung gewesen ist, buchte ich dort das Zimmer nicht. In der Villa Garbo fühlten wir uns wirklich wohl!

Sinicropi ist ein Verrückter. Er ist nicht nur der Küchenchef des Palme d’or – bei dem er bei jedem Service selber am Pass steht, er ist auch der Küchendirektor des gesamten Hotels mit über 60 Köchen. Er entwirft zusammen mit seiner Frau das eigene Geschirr. Der Mann scheint 48 Stunden am Tag zu arbeiten.
Auch entwickelt Sinicropi ein sehr eigenen Stil. Er hat zwar auch noch eine relativ normal gegliederte Karte, das ist sicher dem Hyatt Konzern und seinen konservativen Gästen geschuldet, sein Herz hängt aber an „Produkten“, die er verkauft. 1 Produkt 90 Euro, 2 Produkte 175 Euro und drei Produkte 230 Euro. Die Produkte werden in Movements unterteilt. Jede Produktfamilie hat drei bis vier „Bewegungen“, besser bekannt bisher als Gänge.
Wir entschieden uns jeder für zwei Produkte. Als erstes nahmen wir beide „Austern“, danach nahm Madame Hirsch und ich Sardinen. Und wir verabredeten zu teilen.
Das Essen war ein großartiges Erlebnis und für uns ein Muss, wenn man in der Gegend ist. Sehen Sie unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259066988124.1073741892.168996673123&type=3

Am nächsten Abend aßen wir bescheidener. Einfach etwas Sushi in dem Imbiss gegenüber der Villa Garbo abgeholt und „zuhause“ genossen. 32 Euro. Normaler Preis. Sushi Qualität war angemessen.
Von Cannes machten wir einen Ausflug nach Grasses und Mougins, besuchten das neue Kunstmuseum und guckten uns Cannes selber an. Am Strand tranken wir Kaffee (7 Euro/Tasse) und genossen den Sonnenschein. Die Gegend hat Charme. Aber sie ist auch so teuer. Selbst die Supermärkte sind sehr teuer. Ansonsten ganz prima alles. Cannes kann man besuchen. Schöne Stadt. Gute Küche. Aber alles nicht ganz preiswert!

Die Fotos zum Bericht wie immer auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152259041563124.1073741891.168996673123&type=3

Lesen Sie Teil 2 der Reise, hier finden Sie auch alle ServiceAdressen:
www.gourmet-report.de/artikel/345455/Mailand-Monaco-Cote-d-Azur-Genua-und-Florenz.html

Gummibärchen Test

Bunte Bärchen sind beliebt bei Groß und Klein. Für den Geschmack sorgen zugesetzte Aromen. Zahlreiche Hersteller loben auf ihren Verpackungen „natürliches Aroma“ aus. Doch das stimmt oft nicht.

Wer mit „natürlichem Aroma“ wirbt, muss die Bestimmungen der EU-Aromenverordnung einhalten. Doch in drei der 20 untersuchten Produkte wiesen die von ÖKO-TEST beauftragten Labore die Aromastoffe Allylhexanoat bzw. Methylcinnamat nach, die nicht den Anforderungen der Verordnung an natürliche Aromen genügen. In fünf weiteren Marken fanden sie „natürliche Aromen“, die den Geschmack von Schwarzen Johannisbeeren nachbilden sollen. Sie wurden jedoch aus Buccoblättern gewonnen, was die Anbieter nicht deklariert hatten, obwohl es vorgeschrieben ist. Ein Hersteller deklariert als Zutat Bio-Aromen, die es laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung nicht gibt.

Insgesamt bekam kein Produkt das Gesamturteil „sehr gut“. Ein „mangelhaft“ erhielt wegen des schlechtesten Ergebnis die teuerste Marke im Test – ein Bio-Produkt.

Das ÖKO-TEST- Magazin Januar 2014 gibt es seit dem 27. Dezember 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

TEST: Olivenöl

Bei einem Produkt, das ein so gesundes Image hat wie Olivenöl, möchte jeder Anbieter seine Ware gerne in der höchsten Güteklasse „nativ extra“ anbieten. Und wenn dann auch noch ein Spitzenkoch in dem Geschäft mitmischt, erwartet der Verbraucher erst recht, dass er allerbeste Qualität bekommt – schon gleich, wenn die Flasche stolze 16,95 Euro kostet. Doch ein aktueller ÖKO-TEST ergab: Es wird gemogelt in der Branche. Allen voran beim Spitzenkoch.

Er machte Werbung für Hertha Fleischwurst und McDonalds, und er mischt auch bei Gewürzen und Olivenölen mit:: Starkoch Alfons Schuhbeck. Wenn sein Name auf einem Lebensmittel steht, dann wird schon alles fein sein, denkt sich der Verbraucher. Und ist bereit, für den guten Namen auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Dass teuer nicht immer gut sein muss, ist mittlerweile bekannt. Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat in seiner aktuellen August-Ausgabe einmal mehr belegt, dass ausgerechnet das Testprodukt, das am meisten kostet, im Test am schlechtesten abgeschnitten hat: nämlich Schubecks Griechisches Olivenöl Nativ extra.

Letztere Gütebezeichnung dürfte das Öl gar nicht führen, fanden die von ÖKO-TEST beauftragten Labore heraus, denn das Öl schmeckte den professionellen Testern ranzig, ölig und alt – und verdient deshalb nur die Güteklasse „nativ“.

Der Geschmack war übrigens das Kriterium, an dem die meisten Öle patzten – und sich das Gesamturteil vermasselten. Von den insgesamt 20 als „nativ extra“ ausgelobten Olivenölen bekam nicht einmal die Hälfte gute Noten.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2013 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Salate

Salat ist oft erheblich mit Pestiziden und Nitrat belastet. In einigen Sorten fanden sich sogar bis zu neun verschiedene Spritzgifte, wie eine aktuelle Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt.

ÖKO-TEST hat in den zehn größten deutschen Supermarktketten Salate eingekauft, darunter Kopf-, Eisberg- und Feldsalat, aber auch Rucola und Lollo Rosso, und ins Labor geschickt. Dieses fand teilweise Pestizide in erhöhten Gehalten. Der Rucola-Salat einer Netto-Filiale überschritt sogar die gesetzliche Höchstmenge des Pestizids Imidacloprid, das neuen Studien zufolge für das Bienen- und Hummelsterben verantwortlich gemacht wird.

Der Test zeigt zudem, dass die Produzenten oft einen Mix aus vielen verschiedenen Pestiziden spritzen. Das machen sie, weil es zwar für einzelne Pestizide gesetzliche Grenzwerte gibt, nicht aber für Mehrfachrückstände. So finden sich auf zwei Kopfsalaten gleich neun verschiedene Wirkstoffe. Welche Auswirkungen ein solcher Pestizid-Cocktail auf die Gesundheit hat, ist unklar.

Im Winter enthält Salat mehr Nitrat als im Sommer. Denn in den Treibhäusern wird kräftig gedüngt, und die Blätter bekommen weniger Licht ab, das den Stoff abbaut. Aus Nitrat können im Körper krebserregende Nitrosamine entstehen. Die erlaubten Höchstkonzentrationen von Nitrat werden zwar in allen Proben eingehalten, doch einige Sorten wie etwa Rucola und Kopfsalat wiesen „stark erhöhte“ Werte auf. Beim Endivien- und Eisbergsalat waren dagegen die Rückstände geringer.

Die ÖKO-TEST-Untersuchung zeigt, dass Eisbergsalat und Romana aus Spanien vergleichsweise wenig belastet sind. Auch an den Salaten aus Deutschland gibt es meist nicht viel auszusetzen. Negativ sind allerdings oft Salate mit Herkunftsland Belgien oder Italien aufgefallen.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2013 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.