Kyung-Kuk Lee

Erfolgreicher Start des Gourmetrestaurants Ars Vivendi im Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte

Wie kann man Erfolg messen? Mit einer Stoppuhr, in Dax-Kurven oder der Anzahl von Oldtimern, die in der Garage stehen? Mit den Klicks von Facebookfreunden und Herzchen für hochgeladene Bilder auf Instagram? Mit einer höheren Auflage oder den Designerlabeln an der Kleidung, die man trägt? Edmund Dornhöfer, Eigentümer des Relais & Châteaux Hotels Jagdhof Glashütte und sein Team messen Erfolg daran, dass Teller leer sind, Gäste viele Grüße an den Koch bestellen und immer wieder zurück in sein Countrystil-Hotel ins Wittgensteiner Land kommen.

In den letzten beiden Wochen war dies sehr häufig der Fall und Edmund Dornhöfer zog jetzt ein erstes Fazit: „Die Eröffnung war ein voller Erfolg. Wir waren ausgebucht und konnten schwerlich alle Reservierungen unterbringen“, äußerte sich der charismatische Jagdhofpatron, der stets vor Ideen sprüht und zu den Top50-Hoteliers in Deutschland zählt zufrieden. „Zudem bestand ein großes Interesse am Arrangement „Gourmet & Night“, bei dem man nicht nur die indische Küche à la „Ayurveda auf dem Teller“ genießen konnte, sondern auch noch eine Übernachtung plus zahlreicher Specials erhielt.“ So kombinierten clevere Besucher die neue indische Kulinarik mit der erholsamen Natur der Wittgensteiner Wälder und dem Komfort eines luxuriösen Country Style Zimmers im, mit viel Liebe zum Detail, eingerichteten Hotel.

Als erster „Gastkoch“ hatte der mehrfach – u.a. vom World Gourmet Summit – ausgezeichnete Preetam Singh Sodi Töpfe und Pfannen im Ars Vivendi wieder in Betrieb genommen. Besonderen Wert legt der indische Spitzenkoch auf authentische Gewürze und Zutaten. Kyung-Kuk Lee, gastronomischer Leiter im Jagdhof Glashütte, war deshalb nicht nur im Internet unterwegs, sondern fuhr teilweise mehrere hundert Kilometer, um Ingredienzen aus der indischen Küche zu besorgen: „Die hohe Qualität der Speisen und die Zufriedenheit unserer Gäste ist uns sehr wichtig, dafür nehme ich gern mal eine längere Fahrzeit in Kauf“, äußerte er sich bescheiden.

Besonders erfreut war das Jagdhofteam darüber, dass viele Gäste aus umliegenden Großstädten wie Köln, Dortmund und Bochum die Gelegenheit wahrgenommen hatten, das neue Ars Vivendi sowie authentische indische Küche kennenzulernen. Gleichzeitig konnte der Empfang zahlreiche Besucher aus den Niederlanden begrüßen, die das Gourmeterlebnis als Anlass für mehrtägige Übernachtungen nutzten. Außerdem unter den Gästen: bekannte Gesichter aus der Wirtschaft, die ihre Belegschaft als Dankeschön in den Jagdhof Glashütte eingeladen hatten oder – tatsächlich – adlige Herrschaften wie die Fürsten von Sayn-Wittgenstein, die regelmäßig im Jagdhof Glashütte tafeln.

Und wie geht es jetzt weiter mit dem Ars Vivendi?
„Der Zuspruch von Lieferanten exotischer Zutaten und das Interesse anderer Gastronomen an neuen indischen Konzepten mit natürlicher und authentischer Küche ist sehr groß“, beantwortete Kyung-Kuk Lee entsprechende Nachfragen. „Man tauscht sich aus und jedes Mal erkennen wir, dass es einen merklichen Trend und eine Nachfrage für gehobene exotische und natürliche kulinarische Erlebnisse in Deutschland gibt. Aufgrund dessen haben wir uns entschlossen, das Angebot von Herrn Sodi im Rahmen des Gastköche Festivals 2016 vorerst bis Herbst zu verlängern. Denn es gibt nichts Schöneres, als mit Genießern und Gleichgesinnte, spannende Geschmackserlebnisse zu zelebrieren und authentische Cuisine zu genießen.“ Natürlich wird dabei auch munter experimentiert. „Ganz aktuell hat Herr Sodi einen Wittgensteiner Hirsch mit indischen Gewürzen verfeinert „, ergänzte Kyung-Kuk Lee und verschwand … vielleicht um neue, originale indische Schätze zu besorgen?

Christian Bau lädt zum "Four Hands Dinner"

Novum der deutschen Sterneküche – „Kochen mit Freunden für Freunde“

Küchenduell mal anders: Statt Rivalität vorm Herd heißt es im Victor’s FINE DINING by Christian Bau gemeinsam anpacken. Denn beim „Four Hands Dinner“ geht es nicht um die Konkurrenz zwischen Spitzenköchen sondern darum, gemeinsam Gäste zu bekochen. Der erste Termin am 21. Februar 2016 war ein voller Erfolg. Weitere Termine im April und Juni sowie in der zweiten Jahreshälfte folgen.
Das Konzept, das Drei-Sterne-Koch Christian Bau in seinem Restaurant im Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg eingeführt hat, ist ein Novum hierzulande. Die Menüs werden im Team kreiert, wobei jeweils einer der Spitzenköche für vier Gänge zuständig ist.

Die Premiere am 21. Februar 2016 war bereits ein voller Erfolg. Gemeinsam mit Jan Hartwig vom „Restaurant Atelier“ im Hotel Bayerischer Hof wurde unter dem Motto „Kochen mit Freunden für Freunde“ ein kulinarisches Highlight aufgetischt. Innerhalb von vier Stunden waren die Karten ausverkauft.

Für das nächste gemeinsame Kochen am 24. April 2016 hat Christian Bau Nenad Mlinarevic zu sich ins Saarland eingeladen. Der aktuelle Schweizer „Koch des Jahres“ gilt als Rockstar der Szene und wurde in kürzester Zeit mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Seine „Neue Schweizer Küche“ präsentiert Nenad Mlinarevic im Restaurant Focus im Parkhotel Vitznau.

Am 12. Juni 2016 folgt ein Abend mit Vier-Hauben-Koch Simon Taxacher. Das „Restaurant Simon Taxacher“ im Tiroler Hotel Rosengarten wurde von Gault Millau mit 19 Punkten bewertet. Gäste dürfen sich somit auf ein Gourmet-Erlebnis der Spitzenklasse freuen.

Jedes „Four Hands Dinner“ ist inklusive Aperitif und wird mit passenden Weinen angeboten. Die Preise für das jeweilige Menü beginnen ab 265 Euro. Gäste des Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg, die ein „Four Hands Dinner“ buchen erhalten ein kostenloses Zimmer-Upgrade.

Abseits der „Four Hands Dinners“ kreiert Christian Bau europäische Sterneküche mit asiatischen Einflüssen. Besonders Japans Küche, aber auch Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in seinen Kompositionen. Bei der sogenannten „Voyage Culinaire“ wählen Gäste aus der aktuellen, saisonal geprägten Speisekarte aus verschiedenen Gängen, die beliebig erweiterbar oder auf mindestens sechs Gänge reduzierbar sind.

„Four Hands Dinner“-Reservierungen sind über info@victors-fine-dining.de möglich.

Steve Karlsch,

Steve Karlsch, langjähriger Weggefährte von Spitzenkoch Tim Raue,ist Kulinarischer Direktor der Tertianum Premium Residences

Mit der Eröffnung der Brasserie „Colette Tim Raue“ in München ist die Isarstadt im Dezember 2015 um eine kulinarische Institution reicher geworden. Das neue Gastronomiekonzept, an dessen Spitze Sternekoch Tim Raue als kulinarischer Berater steht, ist ein Projekt der Tertianum Premium Residences, das in diesem Jahr nun auch in Berlin und Konstanz umgesetzt werden soll. Angelehnt an die französische Küche und im Stil einer klassischen Brasserie eingerichtet, ist das „Colette“ damit das erste Tim Raue Restaurant außerhalb Berlins. Eine besondere, vor allem aber neue Situation für den inzwischen zum Unternehmer avancierten Raue. Um seine hohen Qualitäts-Standards auch außerhalb der Hauptstadt kompromisslos umgesetzt zu wissen, hat er daher schon vor Monaten einen langjährigen Weggefährten zurückgewinnen können: Seit dem Sommer 2015 ist Steve Karlsch als Kulinarischer Direktor an Bord der Tertianum Premium Residences und kümmert sich sowohl um die operative Umsetzung aller Colette-Konzepte als auch um die Einhaltung der neu gesetzten Standards in den Bewohner-Restaurants.

Dass Tim Raue mit dem Engagement von Steve Karlsch einen echten Gewinn verzeichnen kann, zeigt ein Blick auf die gemeinsame Vergangenheit der beiden: Geboren und aufgewachsen in Berlin, lernte Steve Karlsch sein Handwerkszeug zunächst in Bayern, wo er im Landhotel Rappenhof im Bayerischen Wald seine Lehre absolvierte. Nach drei Jahren Ausbildung zog es ihn zurück in die alte Heimat, um im renommierten Kempinski Hotel Adlon seine erste Anstellung anzutreten und sein Wissen unter der Regie von Küchenchef Rainer Sigg weiter auszubauen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Rahmen seines Wehrdiensts, den der junge Berliner im Casino des Verteidigungsministerium ableistete, folgte 2004 dann die erste Begegnung mit Tim Raue im Restaurant 44 des Berliner Swissôtel. Dort agierte Raue als Küchenchef und Global Culinary Advisor für Swissôtel & Resorts Worldwide. Drei Jahre später dann der erste große Erfolg: Die beiden Köche, Karlsch war damals Sous Chef, holen den ersten Michelin Stern des Restaurants und sichern sich obendrein 18 Punkte im Gault&Millau. Nach insgesamt vier Jahren dann der gemeinsame Wechsel zur Adlon Holding, wo sich Karlsch zunächst als Sous Chef und kurze Zeit später als Küchenchef für die MÂ Restaurants verantwortlich zeichnete. Und auch dort ließ der Erfolg des Duos nicht lange auf sich warten: Ein Michelin Stern und 18 Gault&Millau Punkte für das Team Raue/Karlsch. Mit Eröffnung des Restaurant Tim Raue zwei Jahre später folgte dann der nächste Meilenstein, der schließlich mit zwei Michelin Sternen und 19 Gault&Millau Punkten belohnt wurde. Im Mai 2013 zog es Karlsch dann nach Österreich, wo er die Position des Küchenchefs im Restaurant Petit Tirolia des Grand Tirolia Kitzbühel übernahm und als Küchendirektor des Hauses auch alle anderen gastronomischen Bereiche kulinarisch betreute. Die berufliche Trennung der beiden Berliner währte jedoch nicht lang: 2015 folgte Karlsch dem Ruf seines langjährigen Weggefährten und unterschrieb seinen Vertrag bei den Tertianum Premium Residences.

In seiner Position als Kulinarischer Direktor reportiert er zum Regionaldirektor Holger König und arbeitet eng mit den Küchenchefs der Bewohner-Restaurants und der Colette Tim Raue Brasserien zusammen. Inspiration findet der Familienvater übrigens vor allem auf Reisen und in der Natur – denn dort kann er abschalten und neue Energie für das nächste große Projekt tanken.

Sascha Kemmerer

Die begehrtesten Auszeichnungen in der Haute Cuisine sind ohne Zweifel die Sterne des Guide Michelin und die Punkte von Gault&Millau. Seit 2012 hält die Kilian Stuba, das Gourmet Restaurant des Travel Charme Ifen Hotels im österreichischen Kleinwalsertal, bereits einen Stern. In der aktuellen Ausgabe des Gault&Millau Österreich wurden die Kilian Stuba und das Team rund um den ambitionierten Küchenchef Sascha Kemmerer von 16 auf 17 Punkte aufgewertet und mit der dritten Haube ausgezeichnet. Damit zählt das Restaurant zu den Aufsteigern des Jahres 2016.

20 Punkte als höchste Auszeichnung
Beim Klassentreffen der Haute Cuisine Österreichs im Wiener Dorotheum wurde bereits zum 37. Mal der einflussreiche Restaurantführer französischen Ursprungs präsentiert. Als Bewertungssystem dient eine Skala von einem bis 20 Punkten. Unter Berücksichtigung des persönlichen Geschmacks der Tester werden Frische, Qualität der Produkte, Kreativität der Zubereitung, Einfallsreichtum in Bezug auf neue Gerichte, Harmonie der Zubereitung, Beschaffenheit von Suppen und Saucen sowie Exaktheit der Garung bewertet. In Österreich werden neben den Punkten kleine Kochmützen, genannt „Hauben“, abgebildet. Bei 17 und 18 Punkten erhält das Restaurant drei Hauben. Ab 19 Punkten wird die vierte Haube vergeben. Bis dato gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein Restaurant mit 20 Punkten.

Unter den besten Restaurants in Österreich
Die Auszeichnung mit 17 Punkten und der dritten Haube für die Kilian Stuba ist ein Fingerzeig, wo es in Zukunft hingehen soll. „Das ist ein großer Erfolg für Sascha Kemmerer, sein Team und das gesamte Travel Charme Ifen Hotel“, sagt Nikolaus Jäger, der Hoteldirektor und ergänzt: „Wir haben das Ziel, auch in Zukunft unsere Gäste auf höchstem Niveau zu verwöhnen.“ Mit der Aufwertung reiht sich die Kilian Stuba, nach Gault&Millau, unter die besten 49 Restaurants in Österreich ein.

Auch für Sascha Kemmerer ist die aktuellste seiner Auszeichnungen eine großartige Bestätigung: „Wir wollen jeden Tag ein wenig besser werden. Der jüngste Erfolg unserer regional inspirierten Küche gibt meinem Team und mir recht, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Der 33-jährige Küchendirektor des 2010 wiedereröffneten Travel Charme Ifen Hotels kann in seiner jungen Karriere bereits beachtliche Erfolge vorweisen. In seinem dritten Jahr im Ifen Hotel erhielt er im Jahr 2012 einen Stern des Guide Michelin. Damit knüpfte er an die Tradition des Hauses an, das mit Ortwin Adam im Jahr 1978 als erstes Hotel in Österreich einen Michelin-Stern errang. Sascha Kemmerer wurde während seiner Ausbildung, die er von 1997 bis 2000 bei Sternekoch Armin Langer im Allgäu absolvierte, von Ortwin Adam unterrichtet und sammelte anschließend umfangreiche Erfahrung in verschiedenen Gourmet-Restaurants in Deutschland, Österreich und Südafrika

Reservierungen für die Kilian Stuba werden unter der Telefonnummer +43 (0)55 17 ? 60 85 41 entgegen genommen. Folgende Schließzeiten des Restaurants sind zu beachten: vom
8. November bis einschließlich 30. November 2015 sowie am 24. und 31. Dezember 2015.

Weitere Informationen rund um das Travel Charme Ifen Hotel unter www.travelcharme.com

Wolfgang Becker

Überraschende Mietvertragskündigung für Wolfgang Becker’s Vorzeigeprojekt

Als Wolfgang Becker 2013 das Becker’s XO am Kornmarkt in Trier eröffnete, freuten sich Projektentwickler und Gäste auf das außergewöhnliche Vorhaben des renommierten Sternekochs. Mit Mut und einem innovativen Konzept belebte Becker das historische Postgebäude neu und erntete viel Lob für die Bereicherung der Gastronomielandschaft und die Attraktivitätssteigerung der Trierer Innenstadt. Aufgrund verschiedener äußerer Einflüsse steht der zirka 700 Quadratmeter große Gastrobetrieb jetzt vor dem Aus.

Die Kündigung seitens des Vermieters traf Wolfgang Becker vollkommen unerwartet. Es hatte in der Vergangenheit Verhandlungen über eine Mietminderung aufgrund der hohen Umsatzeinbußen gegeben, die das XO wegen der über ein Jahr andauernden Baustelle im Posthof zu verzeichnen hatte. Es ging um dauerhaften Lärm, extreme Verschmutzungen und unzureichende Übergangslösungen. Zwei strittige Monatsmieten, die Becker Anfang des Jahres einbehalten hatte, dienten dem Vermieter nun als Kündigungsgrund. „Ich war entsetzt, als ich diese konstruierte Begründung gelesen habe“, erklärt Becker. Für ihn ist der Standort des XOs existenziell, denn seit 2012 wurden etwa 1,25 Millionen Euro in den hochwertigen Ausbau und die Einrichtung investiert.

Mit Gründung der Becker‘s Genuss Aktiengesellschaft 2012 entwickelte der Sternekoch ein Teilhaber-Konzept mit rund 120 Aktionären, darunter viele Stammgäste. Mit über der Hälfte der Anteile ist Wolfgang Becker Hauptaktionär und Vorstand und darüber hinaus Hauptinvestor mit persönlicher Haftung. Trotz schwieriger Phasen und bislang ausbleibender Rentabilität war und ist die AG nicht zahlungsunfähig: Rechnungen wurden immer beglichen, Löhne immer gezahlt. „Die Kündigung des Mietvertrages ist besonders deshalb so bitter, weil alle Investitionen und der aufwendige Innenausbau nun wertlos sind“, erklärt Becker. Wirtschaftlich hat die Kündigung erhebliche Folgen für das Unternehmen, denn der Inhaber ist nun gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Von Beginn an musste Becker im Posthof mit ungeplanten Hindernissen umgehen. Zuerst blieb durch die Innenhoflage und mangelhafte Beschilderung die Laufkundschaft weitgehend aus, dann stellte die mehr als einjährige Baustellensituation den Sternekoch vor weitere Herausforderungen. Ein ständiges Baustellen-Image, Lärm und Staub belasteten die Mitarbeiter und führten zu erheblichen Umsatzeinbußen. Dennoch entwickelte Becker das innovative Konzept kontinuierlich weiter. Veranstaltungsangebote wie Open Air Kino, Konzerte oder Salsa-Abende brachten Kultur und Leben in den alten Posthof. Nicht zuletzt der Ausbau des XO-Delis zur Oxerei, den Becker im Juli diesen Jahres gemeinsam mit Fleischexperte Wolfgang Otto erfolgreich durchführte, zeigt deutlich, wie überraschend die jetzigen Entwicklungen kamen.

Zuerst von Seiten des Vermieters als Chance angepriesen, trug die Eröffnung des Ibis-Styles-Hotels 2015 nicht wie versprochen zu neuem Erfolg bei. „Wir waren die ersten Mieter im Posthof und unsere Nutzungsanforderungen waren von Anfang an klar, allerdings wurde unser Standpunkt bei der Entscheidung für den Neumieter grob vernachlässigt. Ging es dem Projektentwickler vor kurzem noch um die Belebung des Posthofs, hat heute die Ruhe der Hotelgäste oberste Priorität“, kritisiert Becker. Die Projektentwickler des Posthofes hatten sich für zwei gegensätzliche Konzepte entschieden, die nicht nebeneinander bestehen konnten. Der Anspruch eines Hotelgastes nach Ruhe und der eines XO-Gastes nach Musik und Entertainment passten nicht zusammen.

Mit der plötzlichen Kündigung wird der Beckers Genuss AG nach zwei Jahren intensiver Aufbauarbeit die Basis entzogen. „Mir wird damit jede Möglichkeit genommen, weiter für den Erfolg dieses tollen Projektes zu kämpfen,“ bedauert Becker, der immer wieder eigenes Kapital investiert hatte. Eine finale Entscheidung über die Zukunft des XO wird erst in den nächsten Wochen getroffen. Becker‘s Weingut, Becker‘s Hotel & Restaurant und Becker’s Weinhaus in Trier Olewig waren zu keiner Zeit vom Insolvenzverfahren betroffen. Hier bleibt Wolfgang Becker weiterhin kreativer Kopf, Inhaber und Küchenchef.

Gute Schokolade

UTZ erreicht weltweit mehr als 910.000 Farmer und Farmarbeiter –
Neue Höchstmarken bei zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee –
Langfristiges Ziel: Farmer fit machen für den Klimawandel

Mehr als 20.000 Produkte, die das Siegel tragen. 37 Länder, in denen Kaffee, Kakao und Tee angebaut werden. 135 Länder, in denen die Produkte verkauft werden. Über 910.000 Farmer und Farmarbeiter, die vom Programm profitieren. Das sind die Eckdaten des Jahresberichts 2014 von UTZ Certified, der nun veröffentlicht wurde. Seit Mitte der Neunziger Jahre arbeitet das Nachhaltigkeitsprogramm und Gütesiegel daran, den nachhaltigen Anbau von Kaffee, Kakao und Tee zur natürlichsten Sache der Welt zu machen. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, dass im letzten Jahr erneut Fortschritte gemacht wurden: 2014 wurde so viel UTZ-zertifizierter Kaffee, Kakao und Tee wie noch niemals zuvor verkauft.

Von der Nische zur relevanten Größe – und zum Erfolg
Mittlerweile erreicht das UTZ-Programm 575.000 Farmer und 335.000 Farmarbeiter. Es wirkt sich somit positiv auf das Leben von 910.000 Menschen aus. Studien beweisen, dass UTZ-zertifizierte Farmer ein höheres Einkommen erzielen, umweltschonendere Produktionsverfahren anwenden und bessere Arbeitsbedingungen schaffen als diejenigen, die nicht zertifiziert sind. „Der Jahresbericht zeigt einmal mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Han de Groot, Geschäftsführer von UTZ Certified. „Außerdem werden wir unsere Anstrengungen für die Bereiche Haselnüsse, Reis und Kräutertee weiter vorantreiben“, erklärt er die Pläne für das Jahr 2015.

22 Prozent Plus bei UTZ-zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee
Die mehr als 650.000 Tonnen an UTZ-zertifiziertem Kaffee, Kakao und Tee, die 2014 den Handel erreichten, sprechen ebenfalls eine eindeutige Sprache, was den Erfolg von UTZ Certified betrifft. Insgesamt stieg die Menge an verkauftem UTZ-Kaffee, -Kakao und -Tee im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent. Am stärksten zugelegt hat mit 32 Prozent der Kakao. Umgerechnet rund 9,7 Milliarden 100-Gramm-Tafeln Schokolade könnten mit dem UTZ-Kakao 2014 hergestellt werden (390.416 Tonnen). Die Menge an verkauftem UTZ-Tee stieg um 18 Prozent, die von Kaffee um 16 Prozent. Das reichte für zwei Milliarden Tassen Tee (4.527 Tonnen Tonnen) und 31 Milliarden Tassen Kaffee (258.867 Tonnen).

Mit guter Agrarpraxis und hoher Produktivität gegen den Klimawandel
Das Hauptanliegen von UTZ Certified ist es, den nachhaltigen Anbau zur Norm zu machen und die Situation der Kaffee-, Kakao- und Teebauern zu verbessern. Erschwert wird deren Lage schon seit Längerem durch die Folgen des Klimawandels. Wetterschwankungen treiben die Produktionskosten in die Höhe, während sowohl die Qualität als auch die Quantität des angebauten Produktes zurückgehen. Dadurch sinken auch die Einnahmen.
UTZ Certified hat den Code of Conduct, seinen Kriterienkatalog für die UTZ-Zertifizierung, im Jahr 2014 noch einmal überarbeitet und die Maßnahmen rund um die Optimierung der Anbaumethoden weiter verstärkt. Damit bekommen UTZ-Farmer Möglichkeiten an die Hand, die sie besser gegen den Klimawandel wappnen. Dazu gehört zum Beispiel die Vermeidung von Monokulturen, denn Mischanbau ist ein probates Mittel, um der Bodenerosion entgegenzuwirken.

Den Jahresbericht 2014 können Sie unter www.utzcertified.org/annualreport einsehen.

Zweites Weinfest im Moselland

Sonntag, den 19. April 2015 findet in der Gemeinde Contz-les-Bains an der Moselweinstraße eine Veranstaltung für Liebhaber von Weinen und bodenständigen Produkten statt.

Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe in Vaux im Metzer Land (mehr als 4000 Besucher an einem einzigen Tag!) liegt es nun am Dreiländereck, diese Veranstaltung auszurichten und den Erfolg zu wiederholen.

Das Winzerdorf ganz in der Nähe von Luxemburg und Deutschland wird dabei den Fußgängern vorbehalten bleiben und es wird sich der Vorstellung der Moselländischen AOC-Winzer und deren Cuvees aus dem Jahre 2014 widmen.

Mehr als 60 verschiedene Weine, darunter Weiß-, Rot- und Rosé-Weine können hier im Beisein der Winzer verkostet werden. Diese werden den ganzen Tag vor Ort verbingen, um den Besuchern ihre Arbeitsweise und ihr Terroir näher zu bringen.

Diese Begegnungen und Verkostungen der AOC Weine aus dem Moselland werden durch die besten mit dem Gütezeichen „Mangeons mosellan“ (Moselländisch essen) ausgezeichneten lokalen Spezialitäten ergänzt, die von den Landwirten aus dem Moselland präsentiert werden.

Auch die Weine der luxemburgischen und deutschen Nachbarn werden im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Weinschaffenden des internationalen Mosellandes am Stand des Moselländischen Terroirs vertreten sein.

Zwischen 11 und 18 Uhr steht das Winzerdorf ganz im Zeichen von Bacchus, mit verschiedensten Animationen in den Gassen des Dorfes und in den Weingärten der lokalen Winzer, inmitten des Dreiländerecks.

Und der Austragungsort dieses Festes ist aufgrund seiner Schönheit durchaus bemerkenswert, liegt er doch am Fuße der Weinberge, unter dem Felsvorsprung des Stromberg und am Ufer der majestätischen Mosel.

Die Organisatoren des Weinfestes im Moselland sind der Fremdenverkehrsverband Moselle Tourisme im Namen des Generalrats des Mosellandes, mit Unterstützung der Gemeinde Contz-les-Bains und des Gemeindeverbandes des Dreiländerecks.

Moselle Tourisme – 2-4, Rue du Pont Moreau, BP 80008 – 57003 Metz Cedex 1

Geöffnet von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr 30 und von 14 bis 17 Uhr 30

Tel. 03 87 37 57 80 – Mail: info@moselle-tourisme.com

MASH – Modern American Steakhouse

MASH – Preisgekröntes dänisches Restaurant kommt nach Deutschland

Das dänische Steakhouse MASH kommt an den Hamburger
HOLZHAFEN. Sechs Jahre nach Eröffung des ersten Restaurants in
Dänemark, stetigem Wachstum und großem Erfolg in den letzten zwei
Jahren in London, wird Hamburg zum ersten deutschen Standort von
MASH.

Erst zwei Jahre ist es her, seit das Unternehmen Copenhagen Concepts,
das hinter den erfolgreichen Restaurants MASH, Le Sommelier und Umami
steht, sein erstes Restaurant außerhalb Dänemarks eröffnete. Das MASH
Steakhouse im trendigen Soho ist seit 2012 eine feste Größe in der
Londoner Restaurantszene. Die Resonanz war so positiv, dass es im
letzten Jahr sogar als „Restaurant des Jahres“ mit dem Londoner
Lifestyle Award ausgezeichnet wurde.

Dank der Erfahrung aus London bereiten MASH und Copenhagen Concepts
nun ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte vor: Am Hamburger
Holzhafen Quartier ist für den Sommer das erste Restaurant
in Deutschland geplant.

„Wir hatten immer den Ehrgeiz, mit MASH in drei verschiedenen Ländern
präsent zu sein. Mit der Eröffnung in Hamburg setzen wir diesen
ambitionierten Plan in die Tat um. Deutschland ist unsere nächste
große Herausforderung. Wir haben eine fantastische Lage in Hamburg
gefunden, der im Augenblick vielleicht interessantesten Stadt
Deutschlands mit einem Einzugsgebiet, das der Bevölkerung Dänemarks
entspricht“, sagt Mikkel Glahn, Mitinhaber von Copenhagen Concepts.

Jesper Boelskifte, Gründer und CEO von MASH, fügt hinzu: „Die Suche
nach dem richtigen Standort war ganz entscheidend für uns. Wir haben
fast zwei Jahre damit verbracht, mögliche Länder und Städte zu
erkunden. Nachdem die Wahl auf Deutschland gefallen war, haben wir
zahlreiche Städte und Stadtteile sowie eine Menge Restaurants
besucht. Es liegt in unserer Natur, neue Projekte sorgfältig und
überlegt anzugehen“, so Boelskifte.

Dänisches Konzept trifft auf deutsche Präzision
Das neue MASH liegt im aufregenden Hamburger Hafenviertel, nahe dem
Fischmarkt und in unmittelbarer Nachbarschaft des Sushi Restaurants Henssler & Henssler – ein attraktiver Standort, von dem
viele Gastronomen schwärmen. Auf beeindruckende 900 Quadratmeter wird
sich das dänische Restaurant in der Großen Elbstraße erstrecken.

„Zahlreiche deutsche Gastronomen hatten Interesse angemeldet, und so
haben wir uns viele Lokale angesehen. Auch Vermieter wollten uns an
Bord haben, nicht zuletzt wegen unseres erfolgreichen dänischen
Konzepts. Wir bringen wirtschaftliches Denken, Liebe zum Detail und
Professionalität mit. Gleichzeitig sind die Menschen in Hamburg sehr
an Design und Lifestyle interessiert. Aus diesen Gründen passt MASH
perfekt zur Stadt“, sagt Mikkel Glahn.

Das Konzept von MASH ist so einfach wie erfolgreich: großartige
Steaks von den besten Rindern der Welt und eine exzellente Weinkarte,
die auf die Topqualität des Fleischs zugeschnitten ist. Die Vision
hinter dem Konzept ist klar: erstklassiger Service für Gäste mit
hohen Erwartungen.

Das Restaurant wird am 15. August 2015 in der Großen Elbstraße in
Hamburg eröffnen.

MASH – Modern American Steakhouse – öffnete 2009 seine Türen in
Kopenhagen. Es entstand nach mehrmonatiger Suche nach der besten
Lage, dem besten Design und qualitativ herausragenden Fleischsorten.
MASH wurde als Antithese zu den vorherrschenden Trends der dänischen
Restaurantszene, der Molekulargastronomie und der neuen nordischen
Küche, gegründet. Im Jahr 2010 eröffnete MASH zwei neue Restaurants
in Dänemark und noch im selben Jahr ein weiteres am Flughafen
Kopenhagen. Im Jahr 2012 wagte MASH den Schritt ins Ausland mit einem
Restaurant im trendigen Londonder Stadtteil SoHo. Dieses wurde im
Jahr 2013 als „Restaurant des Jahres“ mit dem Londoner Lifestyle
Award 2013 ausgezeichnet.

Nationalmannschaft der Köche

Top Medaillen-Bilanz für deutsche Teams

Nationalmannschaft holt zwei Goldmedaillen- Jugend erreicht Silber und Bronze -Regionalmannschaften gewinnen ebenfalls Edelmetall
„Was für eine Überraschung!“, freute sich Matthias Kleber, Teammanager der deutschen Nationalmannschaft der Köche, nach dem Doppelgold seiner Mannschaft beim Culinary World Cup in Luxemburg.

„Wir sind ohne Zielvorgabe zur Weltmeisterschaft gefahren und wollten nur feststellen, wo wir mit der neuen Mannschaft stehen“, erklärte er seine Strategie. Schließlich trainierte die Nationalmannschaft in der personellen Zusammensetzung erst seit ein paar Monaten. Einen großen Motivationsschub erhielt das Team, nach dem sie in der Kategorie „Plattenschau“ mit Gold bewertet worden sind. Das Feedback der Juroren und die Spitzenleistung der Patisserie in der kalten Schau brachte weiteren Auftrieb in die Nationalmannschaft. In der Königskategorie „warme Küche“ klappte es dann ebenfalls auf Anhieb und am Ende gab es dort ebenfalls Gold.

Beste Vorbereitungsbedingungen während der WM fand die Mannschaft bei VKD-Kollegen Jörg Linden in seiner Pension Linden in Ayl vor.
Der „Culinary World Cup“ fand bereits Ende November 2014 in Luxemburg statt und wird alle vier Jahre ausgetragen. Weltmeister wurde Singapur.

Deutschland holte Gold mit: Goldforelle Sous Vide, gebratene Coquille Saint- Jacques, marinierte Gelbe Beete, Kressesalat mit Apfel-Nuss-Vinaigrette, Steinbutt-Espuma, gepuffter Wildreis in der Vorspeise, Gebratener Hirschkalbsrücken, geschmorte Rinder-Skirts, Stopfleberpraline, Kürbis in Pickelfond, Pilz-Wurzelgemüse-Schnitte in der Hauptspeise und Erdnussmousse, Dulce de leche, Kalamansi Creme, Vanille-Orangen, Haselnuss-Schwamm, Orangenkuchen, Canache von Caribé, Orangen-Buttermilch-Eis, Crumble im Dessert.

Die deutsche Nationalmannschaft der Köche setzt sich aus Spitzenköchen des Landes zusammen: Matthias Kleber, Küchenchef im Seehotel Fontane Neuruppin; Tobias Laabs, Privatkoch beim Drei-Sterne-General der Bundeswehr in der Arnulf Kaserne; Oliver Rickmer von Zobeltitz arbeitet bei Kofler & Kompanie GmbH im Deutschen Historischen Museum, Berlin, Thorben Grübnau, Restaurant Sasso, Oldenburg; Christoph Bartel, Restaurant Alte Schule Fürstenhagen; Yvonne Kollmann; Restaurant Peterchens Mondfahrt, Gersfeld; Pâtissière Sibylle Langner, Café Wessinger, Neu-Isenburg und Patissier Johannes Funtsch, 
Hotel Fire & Ice, Allrounder Mountain Resort Neuss.

Mit der Hoffnung auf Gold ist die deutsche Jugendnationalmannschaft nach Luxemburg gereist. Schließlich galten sie nach ihren Siegen in Costa Rica und Moskau als heimliche Favoriten. Während des Probekochens im Trainingscamp der Jugend im Schulungszentrum bei Nestlé Professional in Frankfurt klappte das Weltmeistermenü problemlos. In der Vorspeise bereiteten sie Gebratenes Rotbarbenfilet/Rotbarbenkrokette/
Nussbutterschaum, Rote-Bete-Mousse/glasierte Rüben/Fenchel-Orangensalat, Brioche/Buttercremen und in der Hauptspeise Variation von Jungschwein/Malzsoße, Schwarzwurzel/Rosenkohlpüree, Spitzkohlmaultasche/Buchweizen/Speck zu. Das Dessert bestand aus einem mehrzackigen Stern aus Kürbisschnitte/Knuspernougat/Sanddorneis, Mandarinensauce. In der Nervosität des Wettkampfes blieb die Geschmackskomponente hinter den Erwartungen und brachte dem Team eine Bronzemedaille. Mehr Erfolg hatten die Nachwuchstalente in der Kategorie „Plattenschau“ und holten dort Silber. Die Exponate überzeugten die strenge Jury und die Tischdekoration aus beleuchteten Buchstaben war an dem Ausstellungstag ein Publikumsmagnet.

Beste Vorbereitungsbedingungen fand die Jugend im Europäischen Berufsbildungswerk Bitburg vor. Küchenleiter und Top Ausbilder Uwe Fusenig stand dem Team rund um die Uhr zur Seite.
Die deutsche Jugendnationalmannschaft besteht aus den besten Jungköchen Deutschlands: Teamkapitän Marianus von Hörsten, zuletzt Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg; Mirco Ebers, Maritim-Seehotel Timmendorfer Strand; Lukas Berninger, Hotel Hessischer Hof, Frankfurt; Oscar Fischer, Palmengarten-Gastronomie Lafleur, Frankfurt; Nils Tumbrink, Jagdhaus Wiedehage, Haselünne; Max Dolge, Kempinski Hotel Gravenbruch, Frankfurt; Selina Brandauer, Brenner’s Parkhotel, Baden Baden; Jan Semmelhack, zuletzt Grand Kameha Bonn; Jennifer Burton, Patissière: Dallmayr München. Teammanager und Teamtrainer sind Markus Wolf und René Weiser, Berufsschullehrer an der Bergiusschule Frankfurt bzw. an der Beruflichen Schule des Wetteraukreises Butzbach.

Ein großer Erfolg war die Weltmeisterschaft in Luxemburg auch für die Regionalteams im VKD. Mit einer Goldmedaille im Gepäck fuhren die Mannschaften aus Niedersachsen und die Meistervereinigung Baden-Württemberg heim. Silber holte Berlin-Brandenburg und Bronze gewannen Garde Culinaria aus Köln und die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr. Das Bundeswehrteam holte außerdem im Gemeinschaftswettbewerb eine Silbermedaille.

VKD-Präsident Andreas Becker ist mit dem Erfolg der deutschen Mannschaften sehr zufrieden und ist sich sicher, dass die Teams die nächsten Monate nutzen werden um sich auf die IKA/Olympiade der Köche in Erfurt 2016 vorzubereiten.

www.vkd.com

Der Traum vom eigenen Café

Seit Jahren steigt die Zahl der neu gegründeten Cafés in Deutschland. Das Team vom Gastro-Gründerpreis (www.gastro-gruenderpreis.de) verrät sieben Tipps, wie aus der Leidenschaft für Kaffee und der Gründungsidee und das eigene Café wird.

1. Der Geschäftsplan: Vorbereitung ist alles
Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus – das gilt erst recht für das eigene Café. Aus dem reinen Gründungswunsch entwickelt sich eine langfristig tragende Geschäftsidee. Dafür legt der Gründer eine Leitvision und klare Ziele für die Zukunft seines Unternehmens fest. Hierbei hilft ein Geschäftsplan, um Konzept, Organisation und Marketing zu beschreiben sowie Investitionen und Finanzierung gegenüberzustellen. Daraus leiten sich der finanzielle Bedarf sowie die erwarteten Erträge ab. Für potenzielle Geldgeber bildet der Businessplan einen roten Faden für die Entwicklung des Unternehmens und zeigt Perspektiven für eine Finanzierung auf. Zudem gibt er direkt Auskunft zur angestrebten Zielgruppe, der Lage und der Abgrenzung zum Wettbewerb durch ein schlüssiges Konzept.

2. Die Auswahl der Location: Die Lage macht’s
Es klingt so einfach und banal, aber gerade bei einem ortsgebundenen gastronomischen Betrieb entscheidet die Lage oft über Erfolg oder Misserfolg. Eine perfekte Location ist leicht für Gäste zu erreichen und verfügt über viel Laufkundschaft, ganz besonders in den Morgenstunden. Denn so bringt sie direkt die eigene Kundschaft vor die Tür. Bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird, lohnt es sich, den Ort an verschiedenen Zeiten und Tagen zu beobachten. Dabei offenbart sich schnell, ob es genügend potenzielle Kunden gibt, ob die Laufkundschaft vom ersten Eindruck zur visierten Zielgruppe passt und wie der Wettbewerb aufgestellt ist. Bietet die Immobilie genügend Raum für Außenwerbung, eine adäquate Bestuhlung, Platz für Produktionsflächen, Laufwege und Lagerräumlichkeiten? Perfekt! Dann nichts wie zuschlagen und fleißig um die Miete oder Pacht handeln. Übrigens erzielen Ecklagen in der Regel ein Drittel mehr Umsatz als eingeschlossene Reihenimmobilien.

3. Formelle Gründung: Den Kampf im Papierkrieg gewinnen
Insbesondere in der Gastronomie werden Gründer zum Unternehmensstart mit einer Hülle und Fülle gesetzlicher Vorschriften und Auflagen überrannt – von Hygienevorschriften, Gaststättenverordnungen, Bauvorschriften, und, und, und. Diese beeinflussen beispielsweise stark die Wahl der Immobilie, das Angebot und damit auch die Finanzplanung. Beispielsweise erfordert der Ausschank von alkoholischen Getränken eine Konzession. Um hier den Überblick zu behalten, empfiehlt sich direkt von Anfang an eine auf Gastronomie spezialisierte Gründungsberatung. Die Industrie- und Handelskammern bieten für einen schmalen Taler sehr gute Vorbereitungskurse an, damit sich Unternehmer nicht im Bürokratie-Dschungel verirren. Eine fundierte Beratung in der Gründungsphase erspart spätere Belastungen durch erforderliche Umbauten und ähnliches.

4. Finanzierung: Über die Startfinanzierung hinausdenken
In der Gründungsphase dreht sich alles um die Startfinanzierung. Gute Anlaufstellen für die Finanzierung sind lokale Banken und regionale Fördermöglichkeiten, aber auch die Familie und Freunde können sich in die Café-Gründung als Investoren einbringen. Je besser das Wissen über die Café-Branche, den Wettbewerb, über attraktive Nischenmärkte wie beispielsweise Zusatzeinnahmequellen durch mobile Café-Bikes oder Kurse für Kaffee-Gourmets ist, desto überzeugender lässt sich eine Finanzierung gewinnen. Doch gerade für Gründer sind die beiden Punkte Refinanzierung und Geldfluss (Cash-flow) unerlässlich: Was sind die geplanten Umsatzbringer, die Renner und Penner des Geschäfts, wann sind große Zahlungen für Anschaffungen fällig?

5. Klare Prozesse und Organisation
Dort, wo auf kleiner Fläche Großes vollbracht wird, sichern klare Prozessabläufe, Verfahrensanweisungen und Zuständigkeiten einen runden Arbeitsablauf. Inspirationsquellen für die Organisation im eigenen Café liefert die Systemgastronomie, die mit viel Struktur ihren wirtschaftlichen Erfolg und Wachstum sicherstellt. Effiziente Zubereitungsprozesse und kurze Laufwege sollten vorher mit Hilfe von Skizzen und Testläufen vor Ort erörtert werden, um gegebenenfalls Umbauten noch vor der Eröffnung vorzunehmen. Für eine einheitliche Qualität und eine standardisierte Zubereitung der Speisen und Getränke leistet ein Handbuch mit Rezepturen und Zubereitungsweise für Mitarbeiter gute Dienste.

6. Die Qual der Auswahl: Dein Produkt lebt von Produkten
Was macht ein Café so besonders? Die Atmosphäre, der Service, das Warenangebot machen hier den Unterschied. Hier gilt es zu scheinen und zu strahlen. Mit den Speisen und Getränken definiert sich bereits der unternehmerische Erfolg. Schmeckt es den Gästen und sind Wareneinsatz und Preise gut kalkuliert, klingelt es auch in der Kasse. Gerade beim Rösten und Zubereiten von Kaffee sind Lieferanten Gold wert, denn die individuelle braune Bohne und gutes Equipment sichern langfristig exzellente Qualität und das unvergleichliche Geschmackserlebnis. Gute Lieferanten bieten Preisnachlässe auf Großeinkäufe und eine schnelle portofreie Lieferung in einem vorgegebenen Zeitfenster an. Einige locken Gastronomiebetriebe sogar mit besonderen Preisvorteilen, um eine dauerhafte Lieferantenbeziehung aufzubauen.

7. Marketing: Auf dem Weg zu den ersten Stammgästen
Wenn alle Hausaufgaben gemacht und alle Höhen und Tiefen durchstanden sind, kommt der große Tag: die Eröffnung. Doch wie auf das neue Café aufmerksam machen? Oft wird das Einfachste vergessen: Ganz einfach in der Umgebung Flyer austeilen, Anwohner und Unternehmen in der Umgebung zur Eröffnung einladen. Je nach Zielgruppe bieten sich anfangs Gutscheine an, wobei gerade Rabatte vorsichtig und zeitlich begrenzt eingesetzt werden sollten. Ein entscheidender Kanal eröffnet sich über das Internet – das Café bei Google Maps eintragen, eine eigene Website und eine Facebook-Seite, um über das eigene Angebot und Highlights zu informieren. Zusätzliche Absatzpotenziale bieten sich durch Kooperationen, Sonderveranstaltungen oder auch Cateringangebote.

Tagtäglich berät Irena Markovic angehende Café-Inhaber bei der Berlin School of Coffee http://berlinschoolofcoffee.de . Irena Markovics Tipp: „Oft reicht der Blick über den eigenen Tellerrand, um zu sehen, was sich die Gäste eigentlich wünschen. Kundenorientierung muss sich im Angebot und Service spiegeln. So lassen sich Gäste begeistern und als Stammkunden gewinnen.“ Für den Gründer bedeutet der Wechsel ins Unternehmertum oft eine große Umstellung: „Das Gründerdasein im Café-Bereich zeichnet sich stark durch das Management einer Person, also einer ‚One-Man-Show’ aus – von der Auswahl und dem Führen des Teams, der Buchführung, dem Einkauf, den Rezepturen und natürlich bis hin zum täglichen Geschäft.“, erklärt Irena Markovic.

Über den Gastro-Gründerpreis:
orderbird, Anbieter von iPad-Kassensystemen für die Gastronomie, initiiert und veranstaltet den „Gastro-Gründerpreis 2014“. Unterstützt wird der Gründerwettbewerb von den Partnern ETL ADHOGA, der Steuerberatung für Hoteliers und Gastronomen, und PayPal, dem schnellen, sichereren Weg für Online-Bezahlvorgänge – mobil ebenso wie im Geschäft. Als Sponsoren fördern die IFBI, die Getränkespezialisten für die Gastronomie, und die Berlin School of Coffee, die Kaffeetrainer für Profis, Red Bull sowie der Medienpartner FIZZZ die Gründungsinitiative für die Gastronomie.