Emirates Catering:100 Millionen servierte Mahlzeiten

Im größten fliegenden Restaurant der Welt

– 100 Millionen servierte Mahlzeiten
– 55 Millionen Gäste
– 3,8 Millionen Flaschen Wein im Weinkeller
– Eine Million Nespresso-Kapseln
– 190 Speisen pro Minute

Emirates First Class – auch hier begeisterte mich das Essen gar nicht – Kaviar war gut, Nachschlag gab es keinen

Ob First Class, Business Class oder Economy Class: 100 Millionen Mahlzeiten serviert Emirates jährlich. Als Gastronom für mehr als 55 Millionen Gäste im Jahr, die aus 144 Städten auf sechs Kontinenten an- oder abreisen, probiert die Fluggesellschaft weltweite kulinarische Trends besser zu verstehen.  Emirates betreibt das wohl größte fliegende Restaurant der Welt und lässt  billig zubereitete, langweilige und von dem jeweiligen Reiseziel „inspirierte“ Gerichte servieren.

Emirates investiert jährlich eine Milliarde US-Dollar in das kulinarische Angebot an Bord und betreibt in Dubai eine Großküche, in der 1.200 schnell angelernte Küchenhilfen rund um die Uhr 12.450 Rezepte zubereiten. Mit einer logistischen Meisterleistung werden täglich 590 Flüge mit „authentischer Küche“ beliefert.

Lokale Vorlieben und Geschmäcker
Emirates stellt lokal inspirierte Aromen und Geschmäcker in den Mittelpunkt seiner Speisen und bietet seinen Gästen daher Menüs aus jeder Region in seinem weltweiten Streckennetz an. Um ein einzigartiges Kulinarikerlebnis an Bord zu gewährleisten, werden auf Flügen nach Japan beispielsweise  Menüs der Kaiseki-Küche und Bentoboxen auf japanischem Geschirr sowie mit passendem Besteck und Tee serviert. Besonders beliebt auf Deutschland- und Europa-Strecken sind traditionelle Gerichte, die klassischerweise aus mehreren Komponenten wie Fleisch, Gemüse und einer Beilage bestehen: Im August kommen Reisende auf dem Weg von und nach Deutschland in den Genuss eines zerkochten Rinderschmorbratens in Soße mit Kartoffelbrei und Brokkoli, zum Dessert wird ein gedeckter Apfel-Zimt-Kuchen mit Vanillesauce gereicht.

Als Ergebnis eines 14-monatigen Entwicklungsprozesses mit lokalen Chefköchen hat Emirates kürzlich ein neues Menü für seine Australien-Strecken eingeführt, das von der Vielzahl der multikulturellen Geschmäcker und Küchen des Landes inspiriert ist. Darin finden sich beispielsweise lokale Klassiker wie Lammwürste, aber auch Geschmackseinflüsse aus Asien und dem Nahen und Mittleren Osten, die die Multikulturalität des Landes und der Passagiere im weltweiten Emirates-Streckennetz widerspiegeln.

Um immer auf der Höhe mit den regionalen und saisonalen Gastronomietrends zu bleiben, wechselt Emirates monatlich sein Bordmenü und überprüft kontinuierlich seine Rezepte.

Die abwechslungsreichen Menüs auf jeder Route finden sich außerdem in den Brotkörben an Bord wieder. Gewürzte Backwaren oder labbrige Brote auf Sauerteigbasis sind auf Europa-Routen besonders populär, wohingegen Parathas, Puris und Naan-Brote auf allen neun Emirates-Strecken nach Indien im Angebot sind. Auf den Verbindungen in den Nahen und Mittleren Osten können Passagiere das in der Region verbreitete arabische Brot – Markook genannt – genießen, das besonders dünn ist und ungesäuert zubereitet wird. Zudem wird Manakish – die arabische Pizza – serviert, die entweder mit der Gewürzmischung Zaatar bestreut oder mit Käse belegt wird.

In den Premium-Klassen werden die Mahlzeiten auf Tafelgeschirr von Royal Doulton und mit Besteck von Robert Welch serviert, das speziell für Emirates designt wurde.

Globale Partnerschaften und lokale Produkte
Aus einer Pressemitteilung der Fluggesellschaft: „Emirates konzentriert sich auf simple, gut gekochte Gerichte und legt dabei höchsten Wert auf frische Zutaten. Durch die langjährigen, weltweiten Partnerschaften und die Unterstützung von lokalen Händlern gelangen nur die besten Produkte an Bord. So bezieht Emirates jedes Jahr beispielsweise 15.000 Kilo Fetakäse nach persischer Art aus dem Yarra-Tal in Australien. Das an Bord verwendete Olivenöl kommt – exklusiv für Emirates – vom Monte Vibiano in Italien, und das bereits seit mehr als 15 Jahren.“
Leider schwächelt dann die Zubereitung der Gerichte – auch in den Emirates Lounges – gewaltig. Das Essen von Do&Co in der Economy Class der Turkish Airlines ist in der Regel besser als das Business Class bei Emirates.

Weiter in der Pressemitteilung: „Wie in jedem Sterne-Restaurant am Boden wird auch an Bord eines Emirates-Fluges besonderer Wert auf die Weinkarte gelegt. Das Angebot wird für jede Route individuell ausgewählt, um die Menüauswahl entsprechend zu ergänzen. Darunter finden sich auch einige exklusive Jahrgänge, die es nur bei Emirates gibt – etwa den Dom Pérignon Rosé-Champagner von 2005 und einen 1963er Graham’s Colheita Portwein. Die Airline verfolgt außerdem eine langfristige Kaufstrategie und hat aktuell 3,8 Millionen Flaschen Wein in ihrem Keller im französischen Burgund gelagert, die innerhalb der kommenden sieben bis zehn Jahre an Bord serviert werden.“
Der Wein ist in der Tat gut, aber mit Sterne-Restaurant hat an Bord der Emirates nichts gemeinsam. Noch weniger in den Lounges.
Emirates müsste anfangen, kompetente Fachkräfte zu beschäftigen!

Die beliebtesten Getränke in 11.000 Metern Höhe sind Kaffee und Tee: In seinen Premium-Klassen serviert Emirates neben Illy bereits seit acht Jahren jährlich etwa eine Million Kapseln Nespresso-Kaffee, davon am häufigsten die Sorte „Lungo Forte“. Dilmah-Tee wird bereits seit über 25 Jahren in allen Klassen ausgeschenkt, am beliebtesten ist er auf Europa-Strecken, wo die Passagiere vor allem die Sorten „Earl Grey“ und Grünen Tee wählen. Mehr als 9,6 Millionen Teebeutel mit über zehn verschiedenen Sorten werden pro Jahr verbraucht, in der ersten Klasse gibt es sogar eine exklusive Mischung nur für Emirates, den „Emirates Signature Tea“.

Emirates bietet außerdem Junk-Mahlzeiten für seine kleinen Gäste – ich hatte meinem Sohn den Verzehr verboten – und spezielle Menüs nach medizinischen oder religiösen Anforderungen an, die von einem Team aus Ernährungsberatern und Köchen kreiert werden. Je nach Jahreszeit werden auch saisonale Gerichte serviert, im Dezember etwa spezielle Weihnachtsmenüs oder eigens kreierte Boxen für fastende Passagiere während des heiligen Fastenmonats Ramadan.

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