Wasserpfeife ist Mist!

Gefährlicher Trend: 40 Prozent der Jugendlichen rauchen Wasserpfeife –
DAK warnt vor Gesundheitsschäden und Suchterscheinungen

Fast 40 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren haben laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mindestens schon einmal in ihrem Leben Wasserpfeife geraucht. Jeder Achte raucht sogar regelmäßig.

Wasserpfeifen, in arabischen Ländern Shisha genannt, versprechen harmlosen Genuss und gemütliches Beisammensein. „Viele unterschätzen jedoch das Suchtpotenzial und die Schadstoffmenge“, warnt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. „Über den Rauch der Wasserpfeife werden mehr Gifte aufgenommen als über filterlose Zigaretten.“ Beim Verschwelen des Tabaks entstehen hochgiftige Stoffe, wie Acetaldehyd, Acrolein oder Benzol. Auch giftiger Teer gelangt in den Körper und setzt sich in den Atemwegen und der Lunge fest. Der spezielle Shisha-Tabak wird zusätzlich mit Feuchthaltemittel, Zucker und Sirup versetzt, bei deren Erhitzung ebenfalls krebserregende Substanzen entstehen.

„Alle Organe, die mit Tabakrauch in Berührung kommen, sind besonders krebsgefährdet“, sagt Kremer. „Das Gefährliche beim Shisha-Rauchen ist, dass der Qualm oft länger und tiefer inhaliert wird als bei normalen Zigaretten.“ Denn der mit Früchten aromatisierte Tabak schmeckt mild und fruchtig und der durch das Wasser abgekühlte Rauch kratzt nicht im Hals. „So ist die Konzentration des süchtig machenden Nikotins im Blut nach dem Shisha-Rauchen viel höher als nach dem Rauchen von Zigaretten“, weiß der DAK-Experte. „Viele Jugendliche sehen die Wasserpfeife als harmlose Freizeitbeschäftigung an, dabei ist sie eine Einstiegsdroge.“ Die kultige Pfeife zieht zudem Jugendliche an, die eigentlich keine Raucher sind, sondern nur mal „mitmachen“ und den fruchtigen Geschmack ausprobieren wollen.

Weitere Risiken sieht Kremer in den Infektionskrankheiten: „Wenn die Shisha in gemütlicher Runde von Mund zu Mund geht, können durch Speichelreste am Mundstück auch Krankheiten wie Herpes oder Hepatitis übertragen werden.“

Zigaretten mit Pathogenen kontaminiert

Bakterien und gefährliche Mikroben belasten Zigaretten – Einige der gefundenen Bakterien, die auch im Boden vorkommen, können zu schweren Erkrankungen führen – Keine Jin Ling Schmuggelzigaretten, sondern teure Markenware

Ein
französisch-US-amerikanisches Forscherteam hat festgestellt, dass
Zigaretten mit einer Reihe von Bakterien und anderen Mikroben belastet
sind. Einige der gefundenen Bakterien, die auch im Boden vorkommen,
können zu schweren Erkrankungen führen. Die untersuchten Zigaretten
waren Markenprodukte, berichten die Forscher im Fachmagazin
Environmental Health Perspectives www.ehponline.org

„Wir waren ziemlich überrascht davon, wie viele verschiedene bakterielle
Pathogene in den Zigaretten enthalten waren“, so Studienleitautorin Amy
Sapkota, Professorin an der University of Maryland School of Public
Health www.sph.umd.edu . „Die Zigaretten, die wir untersucht
haben, gibt es in jedem Tabakladen zu kaufen und sie enthielten jede
Menge Bakterien, die für den Menschen sehr gefährlich werden können.“
Ein solches Pathogen war etwa Pseudomonas aeruginosa – der bedeutendste
„Krankenhauskeim“ mit Mehrfachresistenzen gegen Antibiotika.

Hunderte verschiedene Bakterien gefunden

Bakterien, die für Milzbrand, Lebensmittelvergiftungen und
Lungeninfektionen verantwortlich waren – etwa Clostridium, Klebsiella
und Acinetobacter waren in den Zigaretten ebenfalls in großen Mengen
nachweisbar. Die Forscher sprechen von hunderten verschiedenen
Bakterien, die sie mit Hilfe der DNA-Microassay-Methode nachweisen
konnten.

Die Forscherin geht davon aus, dass Bakterien den Verbrennungsvorgang
überleben können. „Wenn das so sein sollte, heizen Zigaretten
Infektionen, aber auch chronische Erkrankungen sowohl bei Rauchern als
auch bei Nichtrauchern in der Umgebung an“, so die Forscherin.

Weiterforschung dringend notwendig

Den ersten Befund findet der Ordinarius für Umwelthygiene an der
Medizinischen Universität Wien www.meduniwien.ac.at , Manfred
Neuberger, als interessant. Er traue sich allerdings nicht, ein weiter
reichendes Bild zu zeichnen, denn dazu müsste man mehrere Untersuchungen
durchführen, erklärt der Experte. „Die wesentliche
Frage ist, wie viele pathogene Keime in die Lunge transportiert werden
und ob sie dort auch in ausreichender Menge vorhanden sind, um
tatsächlich Erkrankungen zu verursachen.“

„Es ist auch nicht geklärt, ob im Rauch tatsächlich noch lebensfähige
Keime vorhanden sind“, erklärt der Experte. Diese Fragen könne letztlich
allerdings nur in Raucheruntersuchungen geklärt werden. Erschwerend
hinzu komme sicherlich, dass der Rauch das Flimmerhärchen lähmt und
dadurch die Selbstreinigung herabgesetzt wird. „Weiterführende
Untersuchungen wären jedenfalls sehr wünschenswert“, so der Forscher.
Wolfgang Weitlaner

Elektronische Zigarette in der Minibar

Für Raucher wird die Luft in den Vereinigten Staaten seit Jahren dünner. Rauchverbote an nahezu allen Orten drängen die Raucher immer weiter zurück. Inzwischen sind auch zahlreiche Hotels dazu übergegangen, ausschließlich Nichtraucherzimmer zu vermieten. Das Geschäft mit den nikotinbedürftigen Gästen wollten sich ein paar findige Hoteliers aber dennoch nicht verscherzen. Neben Spirituosen und Knabberzeugs beherbergt die Minibar im Zimmer als besonderen Service für Raucher nun auch elektronische Zigaretten.

Rauchen in der Öffentlichkeit ist in den USA verpönt. Aber nicht nur öffentliche Plätze sind fest in der Hand der Anti-Raucher Fraktion. Auch in vielen privaten Bereichen, in denen bis vor kurzem noch Rückzugsmöglichkeiten für die Nikotin-Junkies existierten, ist das Qualmverbot unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Der Trend zur rauchbefreiten Zone hat sich auch im amerikanischen Hotelgewerbe durchgesetzt. Hotelzimmer, in denen der Tabakkonsum noch gestattet ist, haben Seltenheitswert. Rauchverbote in Hotels haben einen handfesten kommerziellen Hintergrund: die Vermietung verqualmter Räume an nichtrauchende Gäste ist nahezu unmöglich geworden. Aber auch Brandschutzüberlegungen spielen eine wichtige Rolle. Glimmende Zigarettenkippen sind regelmäßig die Ursache verheerender Brandkatastrophen. So entkam der deutsche Tennisprofi Tommi Haas im Jahr 2004 bei einem Inferno in einem italienischen Luxushotel, bei dem drei Gäste starben, selbst nur knapp einer Katastrophe. Grund war eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe.
In den vom blauen Dunst befreiten Luftraum dringt nun ausgerechnet ein Produkt ein, das ursprünglich als gesündere Alternative zur Tabakzigarette entwickelt wurde, die sogenannte elektronische Zigarette. Neben der Minibar im Hotel erobert die elektronische Alternative auch andere Bereiche, in denen herkömmliche Zigaretten aus Nichtraucherschutzgründen längst ihren letzten Zug getan haben.
Jüngstes Beispiel ist die Billig-Fluglinie Ryanair, die ihren nach Nikotin schmachtenden Fluggästen elektronische Ersatzzigaretten im Bordservice anbietet, wohl nicht zuletzt, um diese über den Wolken einigermaßen ruhig zu stellen. Auch erste Gaststätten und Restaurants sind dazu übergegangen, den Genuss der Ersatzzigarette zu gestatten, um so die rauchende Kundschaft anzulocken und das Rauchverbot auszuhebeln, da es sich streng genommen bei den Elektro-Zigaretten nicht um Rauchen handelt.

Dass elektronische Zigaretten mit wachsender Akzeptanz in öffentlichen Einrichtungen geduldet werden, liegt nicht zuletzt an der innovativen Technologie, die den Belästigungsgrad für unbeteiligte Mitmenschen auf nahezu null reduziert. Statt Rauch wird neutraler Dampf erzeugt, der schon wenige Zentimeter entfernt kaum noch wahrnehmbar ist und weder Geruchs- noch Aschespuren hinterlässt. Auf Tabakverbrennung wird gänzlich verzichtet. Im Inneren der elektrischen Zigarette wird stattdessen mit jedem Zug eine winzige Menge einer Flüssigkeit erhitzt. Der hierbei entstehende Druck „zerreißt“ diese Flüssigkeit in feinste Tröpfchen und setzt einen Zigarettenrauch-ähnlichen Nebel frei.

Um ein möglichst reales Raucherlebnis zu erzielen, ist das nachfüllbare Fluid mit Aromen angereichert, die den Geschmack von Tabakzigaretten verblüffend echt imitieren. Auch optisch sehen die Elektrischen ihren mit Tabak vollgestopften Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Selbst die Glut an der Spitze wird bei jedem Zug mit einem aufleuchtenden LED-Lämpchen nachempfunden.

Trotz der erstaunlichen technischen Reife des Produktes ist die elektronische Zigarette in Deutschland aber bislang noch weitgehend unbekannt bei Rauchern.

In einer unter Rauchern durchgeführten Studie kam heraus, dass etwa nur 1 Prozent aller Befragten jemals etwas von elektronischen Zigaretten gehört hatte. Wenn es jedoch nach der Vorstellung von Raimund Woitinek, dem Geschäftsführer der in Fürth ansässigen VitaSmoke GmbH geht, dann sind seine „Vitaretten“ bald in aller Munde. In TV-Spots betreiben Woitinek und seine Mitarbeiter des auf hochwertige E-Zigaretten spezialisierten Unternehmens Aufklärungsarbeit der ersten Stunde.

„Bei fast 20 Millionen Rauchern in Deutschland, von denen die meisten mehr als nur einmal über das Aufhören nachgedacht haben, ist das Potential für unsere Vitarette enorm“, erläutert der freundliche Mann aus dem Odenwald. „In einer Stichprobe unter unseren Kunden haben wir bei mehr als drei Viertel der Befragten eine positive bis sehr positive Resonanz auf die Anwendung unserer Produkte bekommen“, freut sich Woitinek über den gelungenen Vermarktungsstart.

Von der Zigarette aus der Minibar nach amerikanischem Vorbild ist der vielgereiste Geschäftsmann allerdings nicht hundertprozentig überzeugt. „Unser Produkt ist immer noch sehr erklärungsbedürftig. Wie man die Cola aus der Minibar öffnet, wissen die Hotelgäste“, sagt Woitinek. „Bei der elektrischen Zigarette aus der Minibar hingegen hätte ich Angst“, fügt er lachend hinzu „ dass die Gäste aus Gewohnheit versuchen, das Ding anzuzünden.“

Lesen Sie auch unsere älteren Artikel zu diesem Thema:
www.kochmesser.de/archiv/2009-09/Rauchen-im-Flugzeug-erlaubt_31425.html
www.kochmesser.de/archiv/2008-04/Elektronische-Zigarette-Raucherentwoehnung_16425.html
Ein Shop, der elektrische Zigaretten anbietet:
www.elektronische-zigarette.freesmoke.eu

Rauchen im Flugzeug erlaubt

Rauchen wirklich erlaubt – Eigentlich ist das Rauchen im Flugzeug fast überall verboten, aber es gibt Alternativen – Ryanair verkauft Smokeless Cigarettes an Bord – Andere System jedoch preiswerter

Similar Smokeless Cigarettes als Verkaufsrenner

Ryanair zeigt ein Herz für Raucher und vertreibt auf ihren Flügen an Bord nun eine neue Form der „rauchfreien“ Zigarette. Der Raucher kann mit ihr seiner Nikotinsucht frönen ohne Gefahr zu laufen, damit Mitreisende zu belästigen.

Einer jüngsten Umfrage zu Folge gaben über 24.000 Ryanair-Fluggäste zu, dass sie liebend gerne während des Fluges rauchen würden. Seit den 1990er Jahren jedoch gilt für alle Flüge Rauchverbot, welches Ryanair nun mit der Einführung der Similar Smokeless Cigarettes umgehen kann: Sie sieht aus wie eine Zigarette, sie fühlt sich an wie eine Zigarette und sie enthält Nikotin wie eine Zigarette – aber sie muss nicht wie eine Zigarette angezündet werden.

Die Similar Smokeless Cigarettes sind für Ryanair-Passagier über 18 Jahre verfügbar und werden an Bord in Päckchen à zehn Stück zum Preis von sechs Euro angeboten. Im Gegensatz zum normalen „Glimmstengel“ enthalten Similar Smokeless Cigarettes keine Toxine oder andere chemische Stoffe und sind ungefährlich für den Nutzer wie seine Umgebung.

Ryanairs Head of Communications, Stephan McNamara erklärt dem Gourmet Report:
“Wir wollen Rauchern den passenden Service bieten – sie können ihren Nikotinpegel halten dank unserer neuartigen Similar Smokeless Cigarettes! Das beste daran: Da diese im Gegensatz zu herkömmlich Zigaretten nicht angezündet werden müssen, kommt es zu keiner Rauch- und Geruchsbelästigung der umsitzenden Reisenden. Und: Sie hält doppelt sogar so lange – und ist derzeit in zwei Geschmacksrichtungen, American oder Virginian Flavour, verfügbar.“

Und Smokeless-Manager Chris Parsons ergänzt: “Wieder einmal ist Ryanair Pionier im Dienste der Sache – und wird jetzt auch zur beliebtesten Raucher-Airline. Auf den italienischen und spanischen Ryanair-Märkten hat sich das Exklusiv-Produkt seit der Testeinführung im Frühjahr 2009 schon zu einem Verkaufsrenner entwickelt.“

Wer nicht mit Ryanair fliegt (oder fliegen will), kann auch bei jeder anderen Airline rauchen. Smokeless, elektronische Zigaretten oder e-cigarettes sollten bei jedem Flug erlaubt sein. Diese elektronischen Zigaretten erzeugen sogar „Rauch“, der aus ungefährlichen Dampf besteht. Der „Tabak“ wird in Patronen geladen und ist in vielen geschmackrichtungen verfügbar. Das Nikotin wird vernebelt. Diese Art von Rauchen soll auch deutlich gesünder sein als das richtige Rauchen. Dieses System ist deutlich preiswerter, auch als normales Rauchen. Ein Shop, der elektronische Zigaretten verkauft:
www.elektronische-zigarette.freesmoke.eu

Lesen Sie in unserem Archiv auch über die Risiken, die das BfR beschreibt: www.kochmesser.de/archiv/2008-04/Elektronische-Zigarette-Raucherentwoehnung_16425.html

Nikotinentwöhnung

Ein rauchfreies Leben mit „HappyEnd“

TÜV Rheinland-Programm hilft individuelle Rauchgewohnheiten zu analysieren – Zigaretten enthalten über 50 gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe

Über 50 Inhaltsstoffe in Zigaretten sind krebserregend und erhöhen die Gefahr von tödlichen Herzinfarkten. Doch trotz dieser bekannten Risiken raucht immer noch ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland. Das traurige Ergebnis: Pro Jahr sterben laut des aktuellen Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung rund 140.000 Deutsche vorzeitig an den direkten Folgen des Rauchens. Eigentlich ein guter Grund, um mit dem Rauchen aufzuhören. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn: „Tabakrauchen macht schnell süchtig“, sagt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland. „Gerade die Nikotinabhängigkeit wird häufig unterschätzt.“ Nicht nur körperlich verlangt es Raucher nämlich nach einer Zigarette, auch die psychische Abhängigkeit bestimmt stark das Rauchverhalten.

Doch die Expertin macht Mut: „Dauerhaft aufhören ist möglich!“ Rund eine Million Menschen in Deutschland schaffen es jedes Jahr. Viele haben jedoch Angst vor den anfänglichen Entzugserscheinungen wie Nervosität, Herzklopfen oder Schlaflosigkeit. Ärzte und Apotheker können Betroffenen in solchen Fällen aber mit Rat und Tat zur Seite stehen. Unterstützung finden Aufhörwillige zudem in speziellen Programmen wie etwa „HappyEnd“, dem Raucherentwöhnprogramm von TÜV Rheinland. „Wir bieten unser Programm als Kompaktseminar oder offenes Gruppenkonzept an“, erklärt Dr. Roth. Das Besondere daran: „HappyEnd“ setzt dort an, wo viele Raucher rückfällig werden: am Arbeitsplatz. Hier lauern zahlreiche Gefahren: Die Kaffeepause mit Kollegen sowie häufige Stresssituationen steigern das Verlangen nach einem Glimmstängel. „Gegen diese typischen Rückfallsituationen entwickeln wir mit den Kursteilnehmer hilfreiche Alternativen“, sagt die Expertin. Denn zum Nichtraucher-Programm von TÜV Rheinland gehört die Analyse individueller Rauchgewohnheiten ebenso wie der feste Termin für die letzte Zigarette. Weitere Informationen zu „HappyEnd“ gibt es im Internet unter www.tuv.com/happyend .

Die richtige Motivation ist eine wichtige Grundvoraussetzung bei der erfolgreichen Entwöhnung: „Den ersten Schritt zum Loslassen muss jeder freiwillig und vor allem selber tun“, erklärt Dr. Roth. Bei der Suche nach dem passenden Angebot sollten angehende Nichtraucher darauf achten, dass beide Seiten – die physischen wie psychische Abhängigkeitsfaktoren – bei der Entwöhnung berücksichtigt werden.

19 Zigaretten statt bisher 17

Mindestpackung wird größer – Gesetzgeber schreibt vor: 19 Zigaretten
statt bisher 17

Der Deutsche Zigarettenverband informiert:
Bundestag und Bundesrat haben das „Vierte Gesetz zur Änderung
Verbrauchsteuergesetzen“ beschlossen. Mit der Veröffentlichung im
Bundesgesetzblatt tritt das Gesetz in Kraft. Danach müssen
Zigarettenpackungen in Deutschland mindestens 19 statt wie bisher 17
Zigaretten enthalten. Das Gesetz sieht allerdings eine Übergangsfrist
vor. Bis zum 31. Dezember 2009 können die 17er-Packungen noch
verkauft werden. Danach dürfen sich diese Packungen aber nicht mehr
im Handel befinden, sondern nur noch die 19er-Packungen.

Wasserpfeife – Kein Zug ohne Risiko

Wasserpfeife: Kein Zug ohne Risiko

Hohe Mengen an Kohlenmonoxid in Wasserpfeifenrauch vor allem für Schwangere und Herz-Kreislaufpatienten gefährlich

Wasserpfeifen, auch Shisha genannt, sind vor allem unter Jugendlichen in Deutschland ein beliebter Trend. Dass der regelmäßige Konsum von Tabak mit Wasserpfeifen kaum weniger gesundheitliche Risiken mit sich bringt als das Rauchen von Zigaretten, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits 2005 nach der Auswertung damals verfügbarer Daten mitgeteilt. Neue Daten, unter anderem aus eigenen Forschungsarbeiten, lassen nun den Schluss zu, dass Wasserpfeifenkonsumenten mit dem Rauch erheblich höhere Mengen an Kohlenmonoxid aufnehmen als Zigarettenraucher. Dieses giftige Gas bindet an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und kann damit den Sauerstofftransport im Körper behindern. „Vor allem Schwangere und Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten deswegen nicht Wasserpfeife rauchen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Schwangere sollten sich auch nicht über längere Zeit in „Shisha-Cafes“ aufhalten.

Der hohe Kohlenmonoxidgehalt von Wasserpfeifenrauch ist auf die Kohle zurückzuführen, mit der der Tabak in der Wasserpfeife erhitzt wird. Schon der Kohlenmonoxidgehalt des Rauchs einer Wasserpfeife kann beim Konsumenten zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Da das Gas die Plazenta passieren kann, erreicht es bei Schwangeren auch das Ungeborene und kann dort ebenfalls die Sauerstoffversorgung behindern. Schwangere sollten daher auf den Konsum von Wasserpfeifen verzichten. Da sich Kohlenmonoxid auch in der Raumluft wiederfindet, wenn Wasserpfeifen geraucht werden, sollten Schwangere längere Aufenthalte in Shisha-Cafes vermeiden. Gleiches gilt für Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen.

Neben Kohlenmonoxid enthält Wasserpfeifenrauch nach Ergebnissen eines Forschungsprojekts am BfR auch andere Schadstoffe in größeren Mengen als Zigarettenrauch, darunter die Krebs erregenden Stoffe Benz(a)pyren und Formaldehyd. Auch Nikotin findet sich in größeren Mengen in Wasserpfeifenrauch als in Zigarettenrauch. Da dieser Stoff die Suchtwirkung von Tabak erzeugt, ist davon auszugehen, dass die Suchtgefahren von Wasserpfeifen nicht geringer sind als die von Zigaretten, wie oft fälschlicherweise behauptet wird.

Nach den Untersuchungen zu Schadstoffgehalten im Rauch von Wasserpfeifen und Zigaretten ist es nun erforderlich, mittels Biomonitoringstudien abzuklären, welche Mengen der nachgewiesenen Substanzen beim Rauchen in den Körper gelangen und wie sie dort wirken.

Jeder zweite Raucher will aufhören

Neujahrsvorsatz Nichtrauchen
Jeder zweite Raucher will aufhören

„Nicht mehr rauchen“ ist ein häufiger Neujahrsvorsatz. Bundesweit raucht etwa jeder Vierte noch. Jeder zweite Raucher (54 Prozent) will unabhängig vom Jahreswechsel aufhören, so eine repräsentative infas-Umfrage unter 3.370 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Besonders in Hessen ist der Wunsch verbreitet, Nichtraucher zu werden, hier wollen drei Viertel (73 Prozent) ohne Zigaretten leben. Anders in Sachsen, dort will sich nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) vom Glimmstängel verabschieden. Wichtigstes Motiv ist die Gesundheit. 73 Prozent der Raucher nennen sie als Grund, das Rauchen aufgeben zu wollen. Je schlechter der Gesundheitszustand bereits ist, desto größer ist der Wunsch, nicht mehr zu rauchen. Finanzielle Gründe stehen für 16 Prozent im Vordergrund.

„Jede nicht gerauchte Zigarette nutzt der Gesundheit. Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann sich in der Apotheke beraten lassen“, so Dr. Ulrich Krötsch, Präsident der Bundesapothekerkammer. Drei Viertel der Raucher (71 Prozent) stellt sich einen Rauchstopp ganz einfach vor und „wollen einfach nicht mehr rauchen“. Offenbar nimmt die Hoffnung, so einfach von Zigaretten los zu kommen, mit dem Alter ab.
Vier von fünf Menschen unter 29 Jahren meinen, für einen Rauchverzicht keine Hilfe zu brauchen. In der Altersgruppe der Rentner ist es nur noch jeder Zweite. Zu Hilfsmitteln wie Nikotinkaugummis wollen etwa 13 Prozent greifen.

www.abda.de

Milchgesichter kriegen keine Zigaretten aus dem Automaten

Milchgesichter kriegen keine Zigaretten aus dem Automaten – Japanische Raucher müssen Zigarettenkarte beantragen

In aller Welt versuchen Gesundheitspolitiker, Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Zigarettenautomaten werfen die Glimmstengel in Deutschland deshalb nicht mehr ohne Altersnachweis aus und auch in Japan will man dem ungehemmten Nikotinmissbrauch mit Technik begegnen. Sogar Biometrie soll zum Einsatz kommen

http://www.golem.de/0805/59664.html

Vorbild REWE

REWE & toom geben Signale zum Jugendschutz beim Alkoholverkauf – Neues Sicherheitssystem an den Kassen unterstützt die Alterskontrolle

Die Kölner REWE Group verstärkt ihr Engagement für den Jugendschutz in Deutschland über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus: Ab sofort unterstützt ein zweistufiges Sicherheitssystem an den Kassen der über 2.500 REWE Märkte und 150 toom Verbraucher- und Getränkemärkte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutschlandweit bei der Alterskontrolle im Zuge des Verkaufs von Alkohol, Tabakwaren, CDs und DVDs.

Die besorgniserregende Entwicklung rund um den Alkohol- und Tabakkonsum von Jugendlichen in Deutschland veranlasst die REWE Group, die Kontrollen an den Kassen ihrer REWE und toom Märkte zu verschärfen. Damit will das Handelsunternehmen seiner Verantwortung in Sachen Jugendschutz noch effektiver gerecht werden.

So soll künftig ein zweistufiges Sicherheitsverfahren insbesondere die Abgabe von Alkohol und Tabakwaren an Minderjährige gänzlich ausschließen. Auch der Verkauf von Medien, die mit jugendgefährdenden Inhalten bespielt sind, wird künftig noch schärfer kontrolliert. Verbunden mit einem Hinweis auf dem Kassendisplay ertönt ab sofort beim Kauf eines solchen Produktes an der Kasse ein akustisches Signal, und die Kasse wird gesperrt. Die Marktmitarbeiter werden auf diese Weise noch einmal gesondert darauf hingewiesen, das Alter des Käufers zu kontrollieren. Erst nach Betätigen der Freigabetaste kann weiter kassiert werden.

Im Zweifelsfall muss immer der Ausweis vorgelegt werden. Denn wer eine Flasche Wodka oder eine Packung Zigaretten kaufen möchte, muss 18 Jahre alt sein. Für Feuerzeug oder Bier beispielsweise liegt die Altersgrenze bei 16 Jahren.

„Wir tun dies über die gesetzlichen Vorgaben hinaus“, betont Jan Kunath, Leiter Vollsortiment National der REWE Group. „Als zweitgrößter Lebensmittelhändler Deutschlands handeln wir hierbei allein aus dem Bewusstsein unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus.“