Schlank und potent – mit Nebenwirkungen

Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion oder Steigerung der Potenz können unerlaubte Wirkstoffe enthalten

„Rein pflanzlich“ und „frei von Nebenwirkungen“. So werden Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion oftmals angeboten. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) wird europaweit vor zahlreichen Präparaten dieser Produktgruppe gewarnt. Einige Untersuchungen von Überwachungsbehörden haben ergeben, dass manche dieser Produkte unerlaubte, nicht deklarierte arzneiliche Wirkstoffe enthielten. “Wir raten zur Vorsicht bei Präparaten, die als Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion angeboten werden“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Verbraucher werden in einigen Fällen über die wahre Zusammensetzung der Produkte und ihrer Eigenschaften, ein schließlich ihrer Risiken, getäuscht.“ Nahrungsergänzungsmittel müssen als Lebensmittel nicht staatlich zugelassen werden.

Als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnete Präparate zur Steigerung der Potenz werden überwiegend im Internet oder in Erotik-Shops unter verschiedenen Bezeichnungen vertrieben. Die Produkte sollen nach Angaben der Anbieter häufig ausschließlich rein pflanzliche, natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Bei einer Reihe von Präparaten ergaben Analysen jedoch, dass sie nicht deklarierte „verschreibungspflichtige“ arzneiliche Wirkstoffe (Sildenafil, Tadalafil) bzw. nicht zugelassene Sildenafil-Analoga (Hydroxyhomosildenafil, Hydroxythiohomosildenafil, Sulfoaildenafil) in pharmakologisch wirksamen Konzentrationen enthielten. Bei Einnahme von Arzneimitteln dieser Wirkstoffgruppe muss davon ausgegangen werden, dass auch bei gegebener Indikation und bestimmungsgemäßem Gebrauch in seltenen Fällen schwere unerwünschte Wirkungen (z. B. Schlaganfall, Herzinfarkt) auftreten können.

Auch in als Nahrungsergänzungsmittel bezeichneten Präparaten zur Gewichtsreduktion wurden in der Vergangenheit wiederholt pharmakologisch wirksame Substanzen nachgewiesen, u. a. der in Deutschland in Arzneimitteln nicht mehr zugelassene Wirkstoff Sibutramin. Derartige Produkte werden ebenfalls überwiegend über das Internet vertrieben und häufig als „natürliche“ oder „100% pflanzliche“ Nahrungsergänzungsmittel beworben. Sibutramin ist eine seit Februar 2010 in Deutschland nicht mehr zugelassene pharmakologisch wirksame Substanz aus der Gruppe der Appetitzügler. Aufgrund zum Teil erheblicher Nebenwirkungen, insbesondere bei übergewichtigen Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hatte die Europäische Arzneimittelagentur im Januar 2010 empfohlen, die Zulassung von Sibutramin-haltigen Arzneimitteln zu widerrufen.

Als Nahrungsergänzungsmittel hält das BfR Produkte mit den genannten Wirkstoffen für nicht sicher. Insbesondere über das Internet angebotene Präparate sind durch die amtlichen Überwachungsbehörden schwer zu fassen. Es besteht die Gefahr, dass Verbraucher über die wahre Zusammensetzung der Produkte und ihre Eigenschaften, einschließlich ihrer Risiken, getäuscht werden.

Der Verzehr von als Nahrungsergänzungsmittel bezeichneten Produkten zur Potenzsteigerung oder zur Gewichtsreduktion kann mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden sein, wenn sie pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten. Das BfR rät daher Verbrauchern zur Vorsicht und dazu, sich beim Hersteller über die genaue Zusammensetzung zu informieren. Bei Zweifeln oder unklaren Auskünften sollte auf die Einnahme derartiger Produkte verzichtet werden.

Trink Wasser

In Deutschland hat das Trinkwasser eine sehr gute Qualität. Das hat ein aktueller Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit und des Umweltbundesamts bestätigt. Die Auswertung basiert auf den Daten der Bundesländer aus den Jahren 2008 bis 2010. Knapp 2.400 größere Wasserwerke einschließlich Leitungsnetz und häusliche Trinkwasserinstallation waren an den Untersuchungen beteiligt.

In Deutschland werden an das Wasser aus dem Hahn hohe Anforderungen gestellt: Es darf keine Krankheitserreger und Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen enthalten und muss „rein und genusstauglich“ sein. Tatsächlich waren 99 Prozent aller Trinkwasserproben aus dem Wasserhahn einwandfrei.

Nur bei ein bis drei Prozent der Überwachungsmessungen wurde der Grenzwert für einzelne Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln oder coliforme Bakterien überschritten. Diese Proben stammten aber nicht aus dem Wasserhahn, sondern von Wasserwerken und direkt aus dem Rohrnetz. Bei Nitrat sind die Grenzwertüberschreitungen durch die richtige Aufbereitung und Mischung mit weniger belastetem Wasser nahezu vollständig zurückgegangen. Wenn der Gehalt an Blei, Kupfer, Nickel und Kadmium im Trinkwasser zu hoch ist, liegt es in der Regel an den Leitungen und Armaturen und nicht an der Wasserversorgung.
Heike Kreutz, www.aid.de

ÖKO-TEST Grippemittel

Unsinnige Wirkstoffkombinationen

Ein grippaler Infekt ist mit Kopf-, Hals-, Gliederschmerzen sowie Fieber und Schnupfen verbunden. Bis heute gibt es keinen Wirkstoff, der gleichzeitig alle diese Symptome beseitigt. Deshalb mischen die Hersteller von Grippemitteln nach dem Gießkannenprinzip zig verschiedene Wirkstoffe zusammen. Das ist nicht nur unsinnig, weil unwirksam, sondern kann auch zu gefährlichen Nebenwirkungen führen. Darauf macht das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aufmerksam. Von den 14 Arzneimitteln im Test fallen deshalb auch acht Produkte mit „ungenügend“ und eines mit „mangelhaft“ durch.

Wirkstoffkombinationen sieht auch die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft kritisch. Laut deren Therapieempfehlungen entspricht die Zusammensetzung dieser Kombinationen nicht rationalen Prinzipien der Behandlung von Atemwegsinfektionen. Mit Wirkstoffkombinationen ist schließlich nicht zu spaßen, denn je mehr Wirkstoffe ein Arzneimittel enthält, desto mehr Nebenwirkungen können auftreten. Durch Wechselwirkungen der Wirkstoffe untereinander verändern sich außerdem ihre Verteilung im Körper und die Wirkdauer.

Wie sinnlos Kombinationspräparate sind, zeigt sich unter anderem daran, dass viele Grippemittel einen Hustenreizdämpfer enthalten. Doch bei vielen grippalen Infekten tritt Husten gar nicht auf. Und selbst wenn sich die Erkältung auf die Bronchien geschlagen hat, erschweren Hustenreizdämpfer das Abhusten des gebildeten Schleims. ÖKO-TEST empfiehlt, gezielt mit Monopräparaten gegen den Husten, den Schnupfen und Schmerzen anzugehen.

Das ÖKO-TEST-Magazin November 2011 gibt es seit dem 28. Oktober 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Hannes Sattler

Für das gute Gewissen: Das „Lebenskraft-Menü“ vom 2-Haubenkoch im Genießerhotel Sattlerhof/Steiermark – Lebenslust zum Anbeißen

Ob besonders gesundheitsbewusst, damenhaft oder einfach keine Lust auf ein deftiges Abendmahl: Das „Lebenskraft-Menü“ im südsteirischen Sattlerhof weckt häppchenweise die Lebensgeister.

Animiert von einer Vielzahl an kulinarischen Abenteuerreisen vereint 2-Haubenkoch Hannes Sattler die Lebensweisheit der Chinesen und die Heilkraft der steirischen Natur in 5 Gängen. Im Gourmetrestaurant mit Blick auf die Reben der Hügelkuppe des Sernauberges genießen Feinschmecker die „Lebenskraft“ begleitet von erlesenen Weinen des führenden steirischen Weingutes von Bruder Hannes Sattler – dem Weingut Sattlerhof.

Auszüge aus der Menükarte:
Die Sulz von der roten Rübe stärkt das Immunsystem, das Risotto vom Roten Reis mit Bärlauch und Forelle senkt den Blutdruck. Auch bei der Nachspeise – Zweierlei von der Melone Süppchen und Sorbet – stehen nicht nur die Wirkstoffe sondern vor allem der Genuss im Vordergrund. Das Lebenskraftmenü kostet Euro 53 (4 Gänge) und Euro 63 (5 Gänge) ohne Weinbegleitung.

Genießerhotel- und Restaurant Sattlerhof: Hannes Sattler, Tel. +43 (0) 3453/4454-0, A-8462 Gamlitz, Sernau 2 A, restaurant@sattlerhof.at, www.sattlerhof.at

Weingut Sattlerhof: Willi & Maria Sattler, Tel. +43 (0) 3453 / 2556, A-8462 Gamlitz, Sernau 2 A E-mail: weingut@sattlerhof.at, www.sattlerhof.at

Stiftung Warentest: Erkältungsmittel

Erkältungsmittel:Welche Mittel wirklich helfen

Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind lästig, aber meist harmlos. Da die Symptome aber sehr unangenehm sein können, bieten die Apotheken eine Vielzahl von Mitteln an, die Erkältungssymptome lindern und behandeln. Doch längst nicht alle sind auch geeignet, wie die Zeitschrift test für ihre Dezember-Ausgabe ermittelt hat.

Wenig geeignet sind zum Beispiel die Mittel Grippostat C, Wick medinait Erkältungssaft für die Nacht, Wick daymed Erkältungskapseln für den Tag, Doregrippin oder Aspirin Complex Granulat. Diese Mittel sind nicht sinnvoll zusammengesetzt, weil es sich um Kombinationen mehrerer Wirkstoffe gegen verschiedene Erkältungssymptome handelt.

Besser ist es, gezielt einzelne Erkältungssymptome zu behandeln und Präparate zu benutzen, die nur einen Wirkstoff enthalten. Hier kann man getrost die preiswertesten Mittel kaufen. Bei Schmerzen und Fieber eignen sich zum Beispiel Mittel mit den Wirkstoffen Azetylsalizylsäure (ASS), Ibuprofen oder Parazetamol. Bei Schnupfen hilft der Wirkstoff Xylometazolin, der in Nasensprays vorhanden ist, die zwischen 2,56 Euro und 5,05 Euro für 10 ml kosten. Bei Husten können die Wirkstoffe Ambroxol und Azetylzystein dazu beitragen, dass sich der festsitzende Schleim in den Bronchien löst und besser abgehustet wird. Hier kosten die Mittel zwischen 2,30 Euro und 2,53 Euro für 100ml oder 3,51 und 4,45 Euro für 20 Tabletten.

Eine gute Alternative sind allerdings häufig auch einfache Hausmittel wie ein Kopfdampfbad, Brust- oder Wadenwickel, Kräutertee oder Gurgeln mit Salzwasser.

Der ausführliche Test findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/grippemittel.

Kaum Rückstände in deutschen Erdbeeren

Kaum Rückstände in deutschen Erdbeeren

QS-Systempartner arbeiten vorbildlich

Die ersten Rückstandsuntersuchungen QS-zertifzierter deutscher Erdbeeren in diesem Jahr zeichnen ein erfreuliches Bild: In keiner der bislang 150 untersuchten Proben der Saison 2009 fand sich ein unzulässiger Wirkstoff. Lediglich bei 1 Prozent der Analysen kam es zu Überschreitungen. Drei von vier Proben wiesen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Die Gehalte waren mit maximal 5 Prozent Auslastung der zulässigen Höchstwerte allerdings äußerst niedrig. Den höchsten, dennoch klar zulässigen Rückstandswert mit 40 Prozent des Höchstgehalts wies lediglich eine Probe auf. Die Ausschöpfung der akuten Referenzdosis (ARfD) lag bislang bei maximal 3 Prozent. Auch Probenergebnisse, die ein Sachverständiger im Rahmen der übergeordneten Systemkontrolle (Metakontrolle) in Ergänzung zu den regulären Kontrollen an verschiedenen Stellen der Produktions- und Handelskette gezogen hat, bestätigen das positive Bild. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Systempartner vorbildlich arbeiten“, sagt Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH.

Kontinuierliche Kontrolle der Rückstandssituation bei Obst und Gemüse

Insgesamt 15 verschiedene Wirkstoffe wurden in den Rückstandsuntersuchungen nachgewiesen. Während in den Gewächshausproben im Schnitt zwei bis drei Wirkstoffe je Probe gefunden wurden (eine Probe mit fünf Wirkstoffen) waren es im Freiland durchschnittlich vier verschiedene Rückstände. Um das Rückstandsniveau bei Obst, Gemüse und Kartoffeln im QS-System zu kontrollieren, finden kontinuierlich Beprobungen statt. Die Untersuchungen führen unabhängige Labore durch, die sich im Vorfeld für die QS-Analyse qualifizieren mussten. QS verpflichtet alle Systemteilnehmer in der Prozesskette Obst, Gemüse und Kartoffeln zur Teilnahme am Rückstandsmonitoring. QS untersucht und kontrolliert im Rahmen des Rückstandsmonitorings die Einhaltung der Rückstandshöchstgehalte sowie den Einsatz für die Kultur zulässiger Wirkstoffe. Die Vorgaben für die Beprobung sind nach einem risikoorientierten Kontrollplan festgelegt. Kommt es zur Überschreitung oder dem Nachweis nicht zulässiger Wirkstoffe folgen Sperrungen der Waren sowie Sanktionsverfahren gegen die Systempartner, die bis zum Ausschluss aus dem QS-System führen können.

Ingwerwein

Ingwerwein – Das Trendgewürz in einer besonderen Form

Exklusive Fruchtweine Spitz stellt, nach einem Jahrzehnte alten Rezept, einen besonderen Fruchtwein her, in dem der Ingwer die herausragende Rolle spielt. Durch ein aufwändiges Verfahren, für das sehr viel Handarbeit und Zeit notwendig ist, werden die Ingwerwurzeln und ein Cuvee aus ausgesuchten Fruchtweinen zum Ingwerwein vereinigt. Nach langer Reifezeit entwickelt sich der unverwechselbare wohltuende Geschmack des Ingwerweins.
Die Ingwerwurzel aus Fernost gewinnt bei uns immer mehr an Bedeutung, denn sie ist ein Tausendsassa unter den Gewürzen. Es gibt sie frisch oder getrocknet. Mit Schokolade überzogen, als Bonbon oder kandiert.
Man verwendet Ingwer in Backwaren, Desserts, Saucen oder Marmelade. Ingwer gibt neben Likör und Ginger Ale auch dem Ingwerwein seinen unvergleichlichen Geschmack. Immer mehr Deutsche genießen Exotisches aus Asien und kommen somit auf den Geschmack von Ingwer, eher scharf und wärmend mit leicht süßlichem Einschlag.
Bisher wurden über 20 sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle oder Harze im Ingwer entdeckt. Der Ingwer verleiht ein erfrischendes Aroma, das an Zitrone und Holz erinnert. Ingwer hat eine wohltuende, wärmende Wirkung, die Verspannung und Verkrampfung im Magen und Darmtrakt löst. Seine Wirkstoffe helfen bei Schwindel und Übelkeit. In China wird er auch gegen Migräne, Husten, Blähungen, Fieber und Unwohlsein eingesetzt. Neuste Studien besagen, dass Gingerol, ein Inhaltsstoff (von ginger, englisch für Ingwer), hätte ähnliche Wirkung wie unser geläufigstes Schmerzmittel, das Aspirin.
Eine angenehme Art die wärmende und entspannende Wirkung von Ingwer zu erfahren ist ein Glas Ingwerwein – vor, während oder nach einer Mahlzeit getrunken – sorgt er für allgemeines Wohlbefinden. Er wärmt, erfrischt und belebt den Geist.

Ingwerwein ist der faszinierende Genuss zur besinnlichen Abendstunde oder das extravagante Entrée zu einem außergewöhnlichen Essen.

Heinz Spitz
Exklusive Fruchtweine Spitz
In den Hähnen 30
53560 Vettelschoss
Tel: 02645-532358
Fax: 02645-976626
Email: heinz.spitz(at)ingwerwein.de
Internet: www.ingwerwein.de

Granatapfel

Neuer Gesundheitsratgeber informiert über Granatapfel – Von Sirup bis Lebenselixier – darauf kommt es wirklich an

Der aromatische Saft des Granatapfels
gilt schon seit dem Alten Testament als Lebenselixier und Symbol der
Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit. Heute belegen mehr als 250
wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernde Wirkung.
Granatapfelsaft-Wirkstoffe sind wirksam gegen:
* Zellalterung, insbesondere auch im Gehirn
* Chronische Entzündungsprozesse
* Krebs, insbesondere Prostatakrebs
* Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Granatapfelprodukte – von Grenadinensirup bis echtes Lebenselixier

Zahllose Granatapfelprodukte werden heute auf dem deutschen Markt
angeboten, allerdings erfüllen nur wenige die Erwartungen an Qualität
und Wirkung. Viele Säfte werden mit Gelatine geklärt, die Wirkstoffe
dabei herausgefiltert; damit eignen sie sich bestens für die Zubereitung
von Erfrischungsgetränken – nicht für Gesundheitsgetränke. Bei Extrakten
werden durch hohe Temperaturen beim Herstellungsprozess oft Wirkstoffe
geschädigt (erkennbar an der bräunlich oxidierten Farbe).

Polyphenole – darauf kommt es wirklich an

Die gesundheitsfördernden Wirkungen des Granatapfels beruhen auf dem
ganzheitlichen Zusammenspiel der Pflanzenstoffe, allen voran der
Polyphenole, in ausreichend hoher Konzentration. Polyphenole wirken
antioxidativ, antientzündlich und krebshemmend. Die antioxidative
Wirkung gleicht – sehr vereinfacht ausgedrückt – einem Rostschutz für
Zellen und Gefäße. In einer aktuellen Studie (Seeram et.al. 2008) wurde
in 7 Testverfahren festgestellt, dass Granatapfelsaft die bisher
herausragenden Antioxidantien wie Rotwein, Blaubeersaft, Acaisaft und
Cranberrysaft bei weitem übertraf. Granatapfelsaft hat die 3 bis 4fache
antioxidative Kraft von Rotwein oder Grüntee, ein besonderes
Granatapfel-Elixier mit lebendfermentierten Granatapfel-Polyphenolen
erreicht sogar die etwa 70-fache Stärke.

In der bislang größten, in einer Fachzeitschrift veröffentlichten
Reihenuntersuchung (1) ergaben sich für Verbraucher wichtige Ergebnisse:
So schwankte der wesentliche Polyphenol-Gehalt bei Frisch/Direktsäften
zwischen 904 bis 2067 mg/l, bei den Säften aus Konzentrat zwischen 897
und 4265 mg/l Polyphenole. Die Chance, einen antioxidantien- armen Saft
zu erwerben ist damit sehr hoch. Ein gesunder und hochwertiger Saft hat
ein erfrischendes, typischerweise leicht herbes Aroma.

Für die Entfaltung der gesundheitsfördernden Wirkung ist die
Bioverfügbarkeit, also die Aufnahme der Polyphenole, wichtige
Voraussetzung.Diese ist am höchsten beim Verzehr ca. 1 Stunde separat
von Hauptmahlzeiten und von Milchprodukten. Sie ist auch stark abhängig
von der individuellen Beschaffung der Dickdarmflora, so dass dieser hier
eine hohe Bedeutung zukommt.

Hohe Bioaktivität der lebendfermentierten Grantapfel-Polyphenole

Bei der Lebendfermentation wirken speziell ausgewählte probiotische
Mikroorganismen mit Ihrem natürlichen Enzymspektrum auf die
Granatapfelsaft-Polyphenole ein und setzen diese frei. Die probiotischen
Mikroorganismen können die fehlende Stoffwechselleistung der Darmflora
zum Teil ersetzen, indem sie die schwer resorbierbaren
Granatapfelpolyphenole quasi vorverdauen. Der fruchteigene Zucker wird
dabei fast komplett abgebaut.

Täglich sollten ca. 500 mg Granatapfel-Polyphenole verzehrt werden,
wobei die lebendfermentierten Polyphenole eine höhere Bioaktivität
haben.

Gesundheitsratgeber Granatapfel

Der neue 60-seitige, vierfarbige Ratgeber „Granatapfel“ stellt den
gesamten Themenbereich des Granatapfels gut verständlich vor und gibt
einen umfassenden Überblick zu Wirkspektrum und Anwendungsmöglichkeiten:
einfach und praxisorientiert, wissenschaftlich korrekt unter
Berücksichtigung von etwa 200 Studien.

Dazu gehören auch Themenbereiche wie Bioverfügbarkeit, Aufnahme der
wichtigen Polyphenole und Wirkungsweise am Beispiel von Entzündungen,
Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz/Alzheimer,
Potenzstörungen, Krebs/Prostatakrebs mit vielen wissenschaftlichen
Informationen bis hin zu Erfahrungsberichten und exotischen Rezepten
rund um den Granatapfel.

Herausgegeben vom Verband für Ganzheitliche Gesundheitsberatung e. V.
kann der Ratgeber gegen eine Schutzgebühr von nur Euro 5,95 inkl. Versand
direkt online bestellt werden unter
http://www.granatapfelsaft.de/ratgeber.html .

Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V.
Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, Fachwissen
in den Bereichen Naturheilkunde, Komplementärmedizin, gesunde Ernährung
und Lebensweise für medizinische Laien transparent zu machen. Um die
„Spreu vom Weizen“ zu trennen, selektiert der Verband die
Informationsflut im Gesundheitsbereich nach wissenschaftlichen
Kriterien. Zu den Leistungen des Verbandes gehören Informationsmedien
wie z. B. Internetportale (http://www.granatapfelsaft.de ,
http://www.regenergetik.de , Newsletter sowie Programme zur
Gesundheitsförderung http://www.gesundheitsverband.net)

1) Fischer-ZornM, Ara V. „Granatapfelsaft – Chemische Zusammensetzung
und mögliche Verfälschungen.“ Flüssiges Obst 08:386-393, (2007).

http://www.gesundheitsverband.net

Neue Pestizidzulassung in der EU

Neue Pestizidzulassung in der EU
Win-win Situation für Alle, Herausforderung oder Luftnummer?

Am 13. Januar 2009 hat das europäische Parlament die Pflanzenschutzmittelpolitik durch seine Zustimmung zu zwei gesetzlichen Regelungen auf neue Füße gestellt. Sie regeln künftig unmittelbar die Prüfung und Zulassung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen auf EU-Ebene und die nationale Zulassung und das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln. Nachdem der erste Rauch sich verzogen hat, eine Mengewuchtiger Stellungnahmen abgegeben sind und die Aufgeregtheit sich ein wenig gelegt hat, darf man vorsichtig die Frage stellen: Was passiert wirklich?

Die neu eingeführten Ausschlusskriterien bedeuteten den Abschied von der 500 Jahre alten Erkenntnis, dass die Dosis das Gift mache, meint der Industrieverband Agrar. Das Pestizid-Aktionsnetzwerk freut sich zwar über viele gute Ansätze, moniert aber, dass Pestizide, die das Immun- und Nervensystem schädigen oder die gefährlich für Bienen sind, weiter eingesetzt werden dürften. Wenn auch unter strengeren Prüfungen. Die Wasserwirtschaft erwartet sinkende Kosten für die Entfernung von Pflanzenschutzmitteln aus dem Trinkwasser, während der Deutsche Bauernverband zwar anerkennt, dass das neue Paket in die richtige Richtung weise, es stelle die Landwirte aber vor große Herausforderungen, da wichtige Wirkstoffe vielleicht nicht mehr verfügbar seien.

Dass der bis zuletzt erbitterte Widerstand der Industrie und der Landwirte nun kaum noch laut artikuliert wird, liegt wohl vor allem daran, dass man das neue Recht mit einem komfortablen Zeitfenster versehen hat. Das Verbot greift schrittweise, geltende Zulassungen dürfen ausgeschöpft werden. Manche gehen bis über 2016 hinaus. Und auch danach gibt es in Einzelfällen Ausnahmeregelungen, in denen ein Wirkstoff für den Pflanzenschutz nachweislich unverzichtbar ist.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz versucht, der aufgeregten Diskussion die Dramatik zu nehmen. Auf Basis einer Analyse des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit seien voraussichtlich 18 zugelassene Wirkstoffe betroffen, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung stören. Das entspräche ca. sieben Prozent der derzeit in Deutschland zugelassenen Wirkstoffe. Es sei davon auszugehen, dass sich die möglichen negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln in einem überschaubaren Rahmen bewegten.

aid, Britta Klein

EDEKA erstellt Wirkstoff-Risikoliste für Obst und Gemüse

Verschärfte Vorgaben für Lieferanten
EDEKA erstellt Wirkstoff-Risikoliste für Obst und Gemüse

– 1.000 Produzenten aufgefordert, kritische Pflanzenschutzmittel
zu reduzieren
– Öko-Institut bewertet Risikostoffe
– Rückstandsdatenbank entlarvt Schwarze Schafe

Die Hamburger EDEKA-Gruppe nimmt Obst- und Gemüse-Lieferanten bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln verstärkt in die Pflicht. In einem aktuellen Schreiben fordert der führende deutsche Lebensmittelhändler rund 1.000 regionale und internationale Produzenten auf, den Einsatz besonders kritischer Wirkstoffe zukünftig deutlich zu reduzieren. „Die Versorgung der Verbraucher mit gesundem Obst und Gemüse und konsequente Qualitätssicherung genießen bei uns oberste Priorität“, unterstrich Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Hamburger EDEKA AG, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Präventiver Verbraucherschutz dürfe aber nicht zur Einbahnstraße werden. Sorglosigkeit im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln auf Lieferanten-Seite sei für EDEKA deshalb in keiner Weise akzeptabel.

Transparenter Leitfaden für Produzenten

Grundlage des Schreibens an die Produzenten ist eine gemeinsam mit dem Freiburger Öko-Institut erarbeitete Risikoliste. Darin werden Wirkstoffe von neutraler Stelle toxikologisch bewertet und in die drei Kategorien „unbedenklich“, „kritisch“ und „besonders kritisch“ – gekennzeichnet durch eine farbliche Ampel-Darstellung – unterteilt. „Wir geben den Produzenten damit einen fundierten Leitfaden an die Hand, der für mehr Transparenz im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sorgt“, so Mosa. Vor allem die als „rot“ eingestuften Wirkstoffe müssten zukünftig reduziert werden, lautet die Aufforderung aus Hamburg. Vorausgegangen war eine im Auftrag der EDEKA-Gruppe durchgeführte umfassende Analyse der EDEKA-eigenen Rückstandsanalytik durch das Öko-Institut sowie ein Abgleich mit den auf EU-Ebene harmonisierten Wirkstoffen.

EDEKA-Chef Mosa betonte in Berlin: „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Qualitätsmanagement-Systeme.“ Über das unternehmenseigene Fruchtkontor baut die EDEKA-Gruppe ihre Qualitätssicherung für Obst- und Gemüse seit Jahren systematisch aus.

Für Lieferanten der EDEKA-Eigenmarken gilt bereits seit mehr als zehn Jahren: maximal 50 Prozent der geltenden Rückstandshöchstmengen. Die Vorgaben werden im gesamten Warenfluss – in der Produktion, im Großhandel, aber auch direkt im Einzelhandel – regelmäßig durch unabhängige Labore und eigene Stichproben kontrolliert.

Schwarzen Schafen droht Ausschluss

Grundgedanke der EDEKA-Leitlinien für den Obst- und Gemüse-Einkauf bleibt das Vorsorgeprinzip, das auf Prävention setzt und so das Risiko beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert. Das EDEKA Fruchtkontor hat dazu in den vergangenen Monaten eine in dieser Form im deutschen Handel einzigartige Rückstandsdatenbank aufgebaut. Diese ermöglicht, die Schwarzen Schafe beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln frühzeitig zu identifizieren und in der Konsequenz von der Belieferung auszuschließen.

Allein 2009 sollen rund 20.000 Datenproben von externen und internen Analysen in die Datenbank einfließen. Seit Start der Rückstandsdatenbank vor einem Jahr sind bereits 12.500 Proben eingespeist worden. Rund 20 Lieferanten sind in der Folge zeitweilig von der Warenlieferung ausgeschlossen worden.

Die EDEKA-Gruppe im Profil: Die EDEKA-Gruppe ist mit einem in 2009 erwarteten Umsatz von 43 Mrd. Euro und rund 12.000 Märkten Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.
Kerngeschäftsfelder sind das von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft sowie das Discount-Segment. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 280.000 Mitarbeiter.