Worldsbest Restaurants: Platz 51 -100

Heute veröffentlichte die „50best Restaurants of the World“ Liste die Plätze 51 – bis 100 – Der Berliner Tim Raue mit Küchenchef Christian Singer verbesserte sich auf Platz 52

Elf Restaurants sind neu auf der Liste
Insgesamt sind 24 Nationen vertreten
Zum ersten Mal seit 2010 ist auch Kanada wieder auf der Liste
Neun Restaurants aus den USA und jeweils vier aus China und Großbrittanien führen die Nationenwertung an
Das umstrittene DiverXo aus Madrid hat den größten Sprung von Platz 94 auf 59 gemacht –> www.troisetoiles.de/2014/12/17/diverxo-ueber-frosch-erbrochenes/
Insgesamt neun von den 50 besten asiatischen Restaurants sind auf der Liste vertreten
Tegui, neunter der „Latin American’s 50 Best Restaurants 2014“ erreichte auf Anhieb Platz 83
Südafrikas „Tasting Room“ und Dubais „Zuma“ teilen sich Platz 88.

Das Lissaboner Restaurant Belcanto schaffte es neu auf Platz 91: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151936386788124.1073741879.168996673123&type=3

Tim Raue: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151702144753124.1073741865.168996673123&type=3

Auch das Restaurant in the Meadowood, ein Daniel Humm Schüler, hat es verdient in die Liste geschafft: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152451615868124.1073741914.168996673123&type=3

Die gesamte Liste finden Sie auf unserer Facebook Seite:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10153045466493124/?type=1&theater

Die Liste der 50 besten geben wir am 1. Juni bekannt!

Wie diese Liste zustande kommt:
972 Wahlmänner aus 27 Regionen wählen jeweils vier Restaurants aus ihrer Region und drei weltweit.
Die Wahlmänner werden vom regionalem „Chairman“ bestimmt. Es sind selber Spitzenköche, die sich dann nicht wählen dürfen, oder Gourmets udn Restaurantexperten. Die Wahlmänner (und Frauen) dürfen sich nicht outen.

Natürlich zeigt diese Liste nicht an, welche nun wirklich die besten Restaurants sind. Es ist aber ein guter Indikator um zu sehen, was in der Küche der welt gerade aktuell ist.

Iberia

So unfreundlich wie die Mitarbeiter der fast Pleite Airline IBERIA sind, ist das neue Business Class Produkt nicht – Iberia ist eine der merkwürdigsten Airlines – es gibt kaum einen erreichbaren Kundenservice – die Europa Maschinen sind einfach schlecht mit schlechtem Service – IBERIA Mitarbeiter mögen Streik, zwischen dem 14. und 21.12.2012 sind ganze Tage wegen Streik verloren – einzig die Business Class nach Amerika ist ein gutes Produkt zu einem günstigen Preis

Im Januar 2013 wird das erste Flugzeug des Typs Airbus A330 in die Iberia-Flotte aufgenommen, danach folgen sieben weitere. Die acht Neuzugänge verfügen über eine neue, verbesserte Inneneinrichtung und stoßen 15 Prozent weniger CO2 aus als ihre Vorgänger. Zusätzlich bestehen Kaufoptionen auf acht weitere A330.

Die neue Business-Class-Kabine bietet ein längeres Bett, eine verbesserte Privatsphäre, mehr Stauraum für Reiseutensilien sowie ein noch umfassenderes Unterhaltungsangebot. Die bereits sehr gute Business Plus Klasse wird weiter verbessert. Schon jetzt ist die Kabine mit Sitzen ausgestattet, die sich in vollständig waagerechte Betten verwandeln lassen und großzügigen persönlichen Freiraum bieten. Schon das jetzige Produkt ist sehr gut, wir sind gespannt wie es in der A330 aussehen wird.

Das gastronomische Angebot wird von spanischen Sterneköchen gestaltet und durch eine große Auswahl guter Weine abgerundet. Leider verhunzt dann das Bordpersonal das Essen komplett. meistens kommt – auch in der Business Class – nur noch Brei an. Sehr schade. Hier sollte sich IBERIA die Mutter BA mit Simon Hulstone als Vorbild nehmen.

Die neue Touristenklasse wird über individuelle Monitore, ein umfassendes Unterhaltungsangebot, bequemere Sitze und Anschlüsse für elektronische Geräte verfügen.

Auch in den Airbus A340/600 Maschinen, die Iberia bisher für die Flüge nach Lateinamerika einsetzt, werden diese Verbesserungen in Business und Economy schrittweise eingeführt. Leider weiß man als Gast aber nie, bekomme ich jetzt das gute, neue Produkt oder ist es noch das alte zum selben Preis.

Unser Fazit zu IBERIA: In Europa nicht doll, Service subnormal. In die USA ganz prima in der Business Class zu recht günstigen Preisen. Essen lieber vorher und im Flieger nur was naschen!

www.gourmet-report.de/goto/iberia

Etikettenschwindel

Faule Ausreden und hanebüchene Rechtfertigungen: Lebensmittelhersteller zeigen beim Thema Etikettenschwindel wenig Einsicht

Geht es nach den Herstellern, sind fast alle Industrie-Lebensmittel gesunde, hochwertige und natürliche Qualitätsprodukte. So kreativ die Werbelyrik, so einfallsreich sind die Unternehmen auch, wenn sie beim Schummeln ertappt werden. Fünf Produkte stehen derzeit auf www.abgespeist.de zur Wahl für den Goldenen Windbeutel 2010, den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres, vergeben von der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. Mit faulen Ausreden und wenig Einsicht haben die Hersteller versucht, ihren Etikettenschwindel zu rechtfertigen. „Die Firmen geben sich einsilbig, uneinsichtig und schwindeln weiter um die Wette“, kritisiert Anne Markwardt , Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de.

So reagierten die Hersteller der fünf Kandidaten für den Goldenen Windbeutel auf die Mogel-Vorwürfe:

· Die „Duett Champignon Creme-Suppe“ von Escoffier ist ein Produkt voller Zusatzstoffe und so gut wie eine herkömmliche Tütensuppe – aber drei bis vier Mal so teuer. Der Hersteller begründet das vor allem mit der Verpackung, denn verkauft wird die Suppe in zwei Dosen – in einer davon wird das Wasser zum Anrühren des Pulvers gleich mitgeliefert: „Zum Erhalt der Qualität wurde […] eine hochwertige Verpackung aus Weißblech gewählt, deren Einsatz preislich über dem herkömmlichen Preis für die Verpackung von Tütensuppen liegt“, schrieb Escoffier an Verbraucher, die sich via abgespeist.de beim Hersteller beschwert hatten. Im Klartext: Die Suppe in der Dose ist vor allem deshalb so teuer, weil sie in der Dose statt in der Tüte verkauft wird.

· Brauereikonzern Carlsberg ging gar nicht auf die Kritik ein, dass in seiner Bio-Limonade „beo Heimat Apfel und Birne“ nur 5,5 Prozent Bio sind (Zucker und Gerstenmalz) und statt echter Äpfel und Birnen nur Aromastoffe aus dem Labor für den Geschmack sorgen: „Wir können Ihnen versichern, dass wir uns bei der Beschaffung der Inhaltsstoffe für unsere Getränke und der Herstellung streng an die EU-Bio-Verordnung halten“, schrieb der „beo Verbraucherservice“ knapp an die Verbraucher.

· Auch Hersteller Zott wollte nicht erklären, warum er seinen „Monte Drink“ wie eine gesunde Zwischenmahlzeit für Kinder bewirbt, obwohl das Getränk mit umgerechnet acht Stück Würfelzucker sogar mehr Zucker als Cola enthält: „Jedes unserer Produkte und insbesondere die Kinderprodukte werden auf die Geschmacksakzeptanz beim Konsumenten geprüft. Völlig ungesüßte Produkte werden dabei geschmacklich abgelehnt“, so Zott. Dabei lautet die Alternative nicht: Viel Zucker oder gar kein Zucker – sondern: Ehrliche Werbung oder Mogelpackung.

· „Wir wollen die Konsumenten auf keinen Fall täuschen oder irreführen“, bekannte der österreichische Hersteller Pfanner. Genau das macht er aber: In seinem Wellness-Teegetränk „Der Gelbe Zitrone-Physalis“ ist die als „süße Frucht der Verführung“ angekündigte Physalis nicht einmal in Spuren enthalten – obwohl zwei der exotischen Früchte übergroß auf der Packung abgebildet sind. „In der Deklaration/Sachbezeichung auf der Verpackung wird auf alle Bestandteile hingewiesen. So ist jeder mündige Konsumt in der Lage, sich zu informieren und diese Information richtig zuzuordnen“, verwies der Hersteller zunächst aufs Kleingedruckte. Inzwischen erklärt Pfanner: „Wir sind aufgrund der Kritik von foodwatch auf der Suche nach Physalis-Saft.“ Bis die Suche erfolgreich beendet ist, bleibt das Produkt vor allem eines: Ein dreister Fall von Etikettenschwindel.

· Keine Einsicht auch bei Unilever. Eine „verbesserte Rezeptur“, verspricht der Konzern auf seiner Pastasauce „Bertolli Gegrilltes Gemüse“ – tatsächlich haben sich die Zutaten mit der Rezepturveränderung jedoch verschlechtert. Früher rein natürlich, jetzt mit Aroma, Geschmacksverstärker Hefeextrakt und E 330 (Citronensäure) – kein Widerspruch zur Aussage „verbesserte Rezeptur“, findet Unilever. Die neue Mischung habe den Kunden einfach besser geschmeckt, sagte ein Konzernsprecher gegenüber Medien. Insofern sei die Angabe „verbesserte Rezeptur“ auf den „subjektiven Geschmack der Testpersonen und nicht auf die Qualität der Inhaltsstoffe zurückzuführen“, zitierte Spiegel Online.

Um auf den systematischen Etikettenschwindel aufmerksam zu machen, führt foodwatch die Wahl zum Goldenen Windbeutel durch. Über die dreisteste Werbelüge des Jahres kann noch bis zum 22. April unter www.abgespeist.de abgestimmt werden. „Nur öffentliche Kritik und der Ärger der Kunden können die Unternehmen zur Einsicht bringen“, erklärt Anne Markwardt.

Link: http://www.abgespeist.de

Bertolli-Saucen mit schlechterer Qualität

Von wegen „Verbesserte Rezeptur“: Bertolli-Saucen mit schlechterer Qualität – Marketingtrick führt Verbraucher in die Irre

Auf dem Etikett steht „verbesserte Rezeptur“, doch tatsächlich hat sich die Qualität der Produkte verschlechtert – mit dieser Masche führt Unilever die Kunden bei seinen Bertolli Pasta Saucen in die Irre. Ein besonders freches Beispiel hat die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch heute auf www.abgespeist.de, der Internetplattform zum Thema Etikettenschwindel, veröffentlicht:
Die Sorte Bertolli „Gegrilltes Gemüse“, die seit Oktober 2009 mit neuer Zusammensetzung verkauft wird. Die angeblich „verbesserte Rezeptur“ enthält ein nicht näher bestimmtes Aroma und den Geschmacksverstärker Hefeextrakt – beide Zutaten waren vor der Umstellung nicht in der Sauce. Außerdem wurde natürlicher Zitronensaft durch den Zusatzstoff E 330 (Citronensäure) ersetzt.

„Bertolli macht seinen Kunden ein X für ein U vor. Was als verbesserte Rezeptur verkauft wird, ist eine Verschlimmbesserung – und ein klarer Fall von Etikettenschwindel“, sagt Henrik Düker von foodwatch. Mit dem Hinweis auf eine „verbesserte Rezeptur“ setzen Lebensmittelhersteller mit minimalem Aufwand neue Kaufanreize im Supermarkt. Denn anstatt ein gänzlich neues Produkt zu entwickeln, wird die Rezeptur eines bestehenden Produktes nur geringfügig verändert und dann als „besser“ verkauft. „Hinweise auf eine verbesserte Rezeptur sind oft nicht mehr als ein billiger Marketingtrick – von einer ‚Verbesserung‘ kann meist nur für den Hersteller die Rede sein, aber nicht für den Kunden“, kritisiert Henrik Düker.

Unilever hat nicht nur die Rezeptur der Pasta-Sauce „Gegrilltes Gemüse“ verändert. Auch andere Saucen aus der Bertolli-Reihe stehen seit Herbst 2009 mit angeblich „verbesserter Rezeptur“ im Supermarktregal:

· Bertolli Basilico: Seit der Rezepturverbesserung enthält die Sauce ein Viertel weniger Basilikum als vorher, auch den Anteil an Tomaten und Tomatenmark hat Unilever reduziert.

· Bertolli Arrabiata: Im Zuge der „Verbesserung“ hat Unilever die Zutat Zitronensaft gegen den Zusatzstoff Citronensäure (E330) ausgetauscht, außerdem enthält das Produkt nun neben Olivenöl auch pflanzliches Öl.

· Bertolli Sonnengetrocknete Tomaten: Der Anteil der „sonnengetrockneten Tomaten“ wurde reduziert – von ohnehin nur 2,5 Prozent auf gerade einmal 2 Prozent. Zudem enthält die Sauce mehr pflanzliches Öl als Olivenöl, dennoch wird das Produkt mit dem Hinweis auf „feinstes Olivenöl“ beworben.

/www.abgespeist.de

Vergiftungen erkennen, bewerten und verhindern

Vergiftungen erkennen, bewerten und verhindern

45 Jahre erfolgreiche Präventionsarbeit der BfR-Kommission zur Bewertung von Vergiftungen

Mit einer Festveranstaltung hat die am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angesiedelte Kommission „Bewertung von Vergiftungen“ ihr 45-jähriges Jubiläum begangen. Seit der Gründung der Kommission im Jahr 1964 sind in Deutschland wesentliche Grundlagen der klinischen Toxikologie entstanden, die eine verbesserte Prävention und eine zielgerichtete Behandlung von Vergiftungsunfällen ermöglichen. Die individuelle und maßgerechte Behandlung von Vergiftungsunfällen in Zusammenarbeit mit den Giftinformationszentren, die verbesserte Prävention und der verbesserte Verbraucherschutz – insbesondere durch neue Zusammensetzungen von Produkten, Warnhinweise und Verkaufsverbote – haben die Anzahl der Todesfälle von Kindern nach Vergiftungsunfällen wesentlich reduzieren können. „Bei der Prävention von Vergiftungsunfällen hat die Kommission durch Forschungsergebnisse ihrer Mitglieder und durch die Begleitung der Gesetzgebung herausragende Fortschritte erzielt“, so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Die Kommission zur Bewertung von Vergiftungen wurde 1964 nach dem Vorbild der amerikanischen FDA-Kommission „National Clearing House for Poison Control Centers“ im ehemaligen Bundesgesundheitsamt gegründet. In die Kommission wurden anerkannte Fachleute berufen, die in den deutschen Giftinformationszentren die Beratung und Behandlung von Vergiftungsunfällen unterstützen. Die Kommission, in der bisher über 170 Expertinnen und Experten zusammengearbeitet haben, gibt Impulse für Gesetzgebungsverfahren. So hat das BfR mit Unterstützung der Kommission eine EU-weite Verkaufsbeschränkung bei paraffinhaltigen, gefärbten und parfümierten Lampenölen angestoßen und damit eine deutliche Abnahme der Vergiftungsunfälle mit diesen Ölen erreicht. Auch die EU-Norm „Kindergesicherter Verschluss“, die Einschränkung von Methanol in Verbraucherzubereitungen sowie Rezepturänderungen und Warnhinweise bei maschinellen Geschirrreinigern gehen auf Initiativen aus der Kommissionsarbeit zurück.

Informationen zur Erkennung und Behandlung von Vergiftungen bewertet die Kommission seit 1965 und erfasst sie im BfR in einem „Giftinformations- und Erfassungssystem GIFAS“. Neben Stoff- und Therapieinformationen wurden über 300.000 Rezepturinformationen bearbeitet.

Das wichtigste Ziel der zukünftigen Kommissionsarbeit ist die Einrichtung eines nationalen Monitorings zu Vergiftungen in Zusammenarbeit mit den deutschen Giftinformationszentren und der Gesellschaft für Klinische Toxikologie.

Bitterstoffe helfen bei der Weihnachtsvöllerei

Geschenk für den Magen: Bitterstoffe helfen bei der Weihnachtsvöllerei

In der Weihnachtszeit gehört für viele Menschen Schlemmen und Naschen einfach dazu. Dabei ist die Ernährung an den Festtagen oft eine wahre Herausforderung für die Verdauung: Gänsebraten, Plätzchen und Glühwein überfordern den Magen und können zu Völlegefühl und Übelkeit führen.

Bitterstoffe (z.B. Amara-Tropfen von Weleda, Apotheke) von Wermut, Tausendgüldenkraut, Enzian und Wegwarte u. a. sorgen bereits im Mund für eine verbesserte Verdauung. Sie unterstützen, indem sie die Speichelproduktion steigern, die Tätigkeit von Galle und Bauchspeicheldrüse – und somit die Fettverdauung – anregen und für eine erhöhte Produktion von Salzsäure sorgen, die im Magen gebildet wird. Gleichzeitig nimmt der Heißhunger auf Süßes ab. Bitterstoffen helfen dem Organismus, die ihm zugeführte Nahrung optimal zu verwerten.

Alternativen beim Einsatz gentechnisch veränderter Tiere

Alternativen beim Einsatz transgener Tiere

Experten evaluierten den aktuellen Status des Einsatzes gentechnisch veränderter Tiere in der Forschung und diskutierten Alternativmethoden

Seit Jahren steigt die Anzahl der Versuchstiere, die für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Dieser Anstieg wird auch auf den vermehrten Einsatz transgener Tiere zurückgeführt. Transgene Tiere sind genetisch veränderte Organismen, bei denen Gene ausgeschaltet oder herunter reguliert wurden oder denen artfremdes genetisches Material in das eigene Erbgut eingebaut wurde. Ende Mai traf sich eine internationale Expertenrunde im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), um Alternativen zum Einsatz transgener Tiere in der Wissenschaft zu diskutieren und Forschungsschwerpunkte zu empfehlen. „Gentechnisch veränderte Tiere haben völlig neue Felder in der Erforschung von Krankheiten und Wirkmechanismen eröffnet“, sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Aber auch hier sollten Tierversuche nur dann angewandt werden, wenn alle tierversuchsfreien Methoden im Vorfeld ausgeschöpft wurden oder eine spezifische Fragestellung allein dadurch beantwortet werden kann.“

Im Jahr 2007 sind in Deutschland etwa 2,7 Millionen Wirbeltiere für Tierversuche und andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt worden. Seit 1998 ist ein Anstieg des Tierverbrauchs zu Forschungszwecken zu verzeichnen, der zu einem großen Teil im vermehrten Einsatz von transgenen Tieren begründet ist. Als Krankheitsmodelle sind sie beispielsweise geeignet, menschliche Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Alzheimer zu imitieren. Durch derartige Modellorganismen werden die Erforschung der Krankheiten und die Entwicklung von Therapien erleichtert und verbessert, in manchen Fällen sogar überhaupt erst ermöglicht.

Ende Mai 2009 diskutierten Experten aus sieben europäischen Ländern und aus Australien im Rahmen eines internationalen Workshops im BfR über den Einsatz transgener Tiere in der Forschung. Im Zentrum der Diskussionen standen Möglichkeiten und Strategien, um die steigende Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren. Leitlinie der Diskussion war das sogenannte 3R-Prinzip, demzufolge Tierversuche möglichst ersetzt (Replace), verringert (Reduce) oder das Leiden der Tiere im Experiment vermindert (Refine) werden sollen.

Die Experten befassten sich mit Methoden, die Versuche mit transgenen Wirbeltieren möglicherweise zukünftig ersetzen können. Dazu zählt beispielsweise der Einsatz alternativer Modellorganismen wie der Fruchtfliege Drosophila melanogaster oder des Fadenwurms Caenorhabditis elegans. Aber auch bestimmte Zellkulturexperimente oder dreidimensionale Gewebekulturen zeigen Möglichkeiten, durch die Versuche mit transgenen Tieren ersetzt oder zumindest die Anzahl der benötigten Versuchstiere verringern werden können. So wurde auf dem Workshop zum Beispiel eine Technik vorgestellt, die es erlaubt, menschliche Antikörper ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Tiere herzustellen. Bisher werden hierfür vielfach noch immer gentechnisch veränderte Mäuse verwendet.

Aber auch Maßnahmen wie verbesserte Zucht- und Reproduktionsmethoden oder eine verbesserte Ausbildung der Experimentatoren und Tierpfleger kann die Zahl der Versuchstiere verringern. Gut ausgebildetes Personal trägt dazu bei, Schmerz, Leid und Unbehagen der Tiere zu minimieren und verbessert zugleich die Qualität der gewonnenen Daten aus Tierversuchen. In der Folge wird die notwendige Anzahl der Tiere je Untersuchungsgruppe verringert, und weniger Wiederholungen der Versuche sind notwendig.

Durch die verbesserte Dokumentation bereits durchgeführter Versuche mit transgenen Tieren und die kostenlose Bereitstellung der Daten und Ergebnisse zu Forschungszwecken in einer zentralen Datenbank könnte nach Ansicht der Fachleute die Zahl der Versuchstiere reduziert werden. Eine weitere Möglichkeit der Reduktion ist das Bereitstellen von Informationen über vorhandene in vitro-Modelle mit den jeweiligen Anwendungsmöglichkeiten.

Das größte Potenzial, um die Versuchstierzahlen in naher Zukunft zu senken, sahen die Experten nicht im vollständigen Ersatz der transgenen Tiermodelle, sondern in den Möglichkeiten, einzelne Fragestellungen verstärkt in in-vitro-Modellen, also in Zell- und Gewebekulturen, zu untersuchen. Der Einsatz dieser Modelle würde auch bei bisher nicht ersetzbaren Tierversuchen die Anzahl der Versuchstiere verringern und deren Leiden vermindern (Reduction und Refinement). Beides heißt: Die Zahl der benötigten Tiere sinkt auch dort, wo auf Tierversuche aus wissenschaftlichen Gründen nicht verzichtet werden kann.

„High Fat”- Kost für „Low Fat”- Blut?

“High Fat”- Kost für “Low Fat”- Blut?

Aktuelle Studien stellen den schlechten Ruf fettreicher Lebensmittel in Frage und belegen den Nutzen einer kohlenhydratärmeren Ernährung bei erhöhten Blutfettwerten. Die einseitigen Ernährungsempfehlungen für verschiedene Erkrankungen sind damit einmal mehr als fragwürdig.

Die Supermarktregale sind voll mit fettreduzierten Lebensmitteln und Light-Produkten. Trotz dieser „hervorragenden“ Ausrichtung der Lebensmittelindustrie auf unsere Bedürfnisse werden wir immer kränker. Verbraucher greifen bevorzugt zu solchen Produkten, gilt eine fettreiche Ernährung gemeinhin als ungesund und als Übeltäter für Übergewicht, Diabetes mellitus sowie koronare Herzerkrankungen.

Wissenschaftler der Pennsylvania State University verglichen nun 30 Studien und zeigten damit, dass die allgemeine Fettphobie unberechtigt ist . Nahmen die Teilnehmer mehr Fett auf als offiziell empfohlen, normalisierten sich deren Blutfettwerte deutlicher als beim sparsamen Verzehr. Insbesondere verbesserte sich das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin, ein Maß zur Abschätzung des Arterioskleroserisikos. Weniger überrascht hat die Tatsache, dass vor allem Diabetiker von dieser Ernährung profitieren.

Auch die Befürchtung, dass der Griff zur fettreicheren Variante Übergewicht fördert, trifft nicht zu. Teilnehmer einer aktuellen Studie der Universität Connecticut nahmen mit dieser Ernährungsweise mehr ab, als durch getreidebetonte Kost. Auch hier profitierte das Herz-Kreislaufsystem von kohlenhydratärmeren Speisen.
Interessanterweise verbesserte sich das Blutbild trotz des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren. Tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milchprodukte enthalten hohe Mengen dieser Fettsäuren, die als arteriosklerosefördernd gelten. Die Studienergebnisse zweifeln nun auch diese pauschale Beurteilung an. So sind die allseits beliebten Light-Produkte, die im Gegensatz zu ihren natürlichen Vertretern häufig hohe Zucker- oder Süßstoffgehalte aufweisen, wohl schädlicher als das gefürchtete tierische Fett.

Gerade bei erhöhten Blutfettwerten ist somit eine eiweiß- und fettbetonte Kost mit qualitativ hochwertigem Fleisch, Fisch, Ölen und Milchprodukten sowie einem hohen Anteil an stärkearmen, vitaminreichen Gemüsen und Beerenobst empfehlenswert.

Tierische Lebensmittel "ohne Gentechnik"

Wahlfreiheit für Verbraucher

Verbraucher- und Umweltverbände, ökologische Lebensmittelwirtschaft und Handel unterstützen verbesserte Kennzeichnung

Ein breites Bündnis von Verbraucher- und Umweltverbänden, ökologischer Lebensmittelwirtschaft und Einzelhandel unterstützt den am Wochenende bekannt gewordenen Vorschlag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) für eine verbesserte Gentechnik-Kennzeichnung tierischer Lebensmittel. Demnach soll ein Etikett „Ohne Gentechnik“ signalisieren, dass zur Produktion tierischer Lebensmittel gentechnisch unveränderte Pflanzen verfüttert wurden. Damit erhielten Verbraucher endlich eine Wahlfreiheit für oder gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel. Am 16. Januar befasst sich der Verbraucherausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema. Der offizielle Entwurf liegt jedoch noch nicht vor.

Die meisten Verbraucher lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Mangels Wissen konsumieren jedoch viele von ihnen gegen ihren Willen tierische Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier und Fleisch, bei deren Erzeugung gentechnisch veränderte Futterpflanzen verwendet wurden. Ursache ist die bisher praxisferne nationale Regelung zur Gentechnik-Kennzeichnung, die dazu geführt hat, dass eine Auslobung „ohne Gentechnik“ bei Futter- und Lebensmitteln nahezu unmöglich war. Das jetzt vorgeschlagene Etikett beendet diese Kennzeichnungslücke. Es ermöglicht Herstellern und Handel, die Lebensmittel einfach und überprüfbar zu markieren, wenn gentechnisch unveränderte Futterpflanzen eingesetzt wurden.

Auch Beimengungen von gentechnisch erzeugten Zusatzstoffen, Aromen und Vitaminen in Lebensmitteln sind grundsätzlich verboten, wenn das Kennzeichen „ohne Gentechnik“ verwendet wird. Lediglich bei der Herstellung von Futtermitteln dürfen Zusatzstoffe, Aromen und Vitamine verwendet werden, wenn diese in geschlossenen Anlagen mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden. Voraussetzung ist, dass die eingesetzten Mikroorganismen vollständig entfernt und in den jeweiligen Zusatzstoffen oder Aromen des Futtermittels nicht mehr enthalten sind.

„Mit der neuen Kennzeichnung haben Verbraucher künftig die Wahl, Erzeugnisse von Tieren zu kaufen, die ohne gentechnisch veränderte Pflanzen gefüttert wurden“, erklärt Gerd Billen, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Verordnung schaffe einen Anreiz dafür, dass ein Markt für Futtermittel ohne Gentechnik überhaupt entstehen kann. Mit der neuen Kennzeichnung werde die bestehende Lücke der europäischen Regelung geschlossen.

„Damit kann der einzelne Verbraucher beim Einkauf endlich eine politische Entscheidung treffen, die Gentechnik auf dem Acker nicht zu unterstützen“, sagt Thilo Bode von foodwatch. „Die neue Verordnung setzt ihren Schwerpunkt richtig, nämlich bei den Futterpflanzen. Denn diese werden im Freiland angebaut und haben den größten potentiellen negativen Effekt.“ Der Vorschlag sei pragmatisch und sinnvoll.

„Lebensmittel aus ökologischem Landbau werden definitionsgemäß ohne Gentechnik erzeugt. Eine neue Kennzeichnung, die es den konventionellen Bauern ermöglicht, dem Verbraucher mitzuteilen, dass sie auf Gentechnik-Futtermittel verzichten, hilft aber auch dem Ökolandbau. Deshalb unterstützen wir den Regierungsentwurf. Denn Biobauern werden geschützt, wenn ihre konventionellen Nachbarn motiviert werden, ebenfalls ohne Gentechnik zu arbeiten“, sagt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Andreas Swoboda von der Einzelhandelskette Tegut erklärt: „Wir sehen die Chancen, mit einer klaren und abgesicherten Aussage die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen. Gleichzeitig fördern wir so die Nachfrage nach Futtermittel ‚ohne Gentechnik‘ und damit auch die traditionell arbeitende Landwirtschaft.“

Die Organisationen sind sich einig, dass die Einführung der neuen Kennzeichnungs-Regelung mit einer breiten Aufklärungskampagne begleitet werden muss. „Die Bevölkerung muss über den Sinn des Kennzeichens genau informiert werden“, fordert Alexander Hissting von Greenpeace. „Und auch Handel und Hersteller müssen jetzt verstärkt angesprochen werden, damit die neuen Kennzeichnungsmöglichkeiten auch tatsächlich genutzt werden und der Verbraucher ein größeres Angebot bei gentechnikfreier Ware erhält.“

Lufthansa erzielt neuen Passagierrekord 2007

Rund 63 Millionen Fluggäste im Lufthansa-Konzern – Lufthansa Cargo mit Zuwächsen bei Frachtmenge und Auslastung

Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr für die Deutsche Lufthansa AG. In einem positiven Marktumfeld konnte der Konzern durch eine gezielte Kapazitätsausweitung und ein erfolgreiches Vertriebsmanagement weiter wachsen. Noch nie reisten mehr Fluggäste mit der größten deutschen Fluggesellschaft als im vergangen Jahr. Auch bei der Zahl der Flüge, dem Absatz von Sitzkilometern und der Auslastung der Flüge wurden im zurückliegenden Jahr Spitzenwerte erzielt.

Lufthansa begrüßte 2007 rund 56,4 Millionen Passagiere an Bord ihrer Flugzeuge, ein Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Fluggäste und die Auslastung der Flugzeuge wurde dabei in allen Verkehrsgebieten deutlich gesteigert. Der Sitzladefaktor der Lufthansa-Flüge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 77 Prozent.

Insgesamt flogen 62,9 Millionen Fluggäste mit den Airlines des Lufthansa-Konzerns, 6,5 Millionen Passagiere davon mit SWISS. Die Verkehrszahlen der SWISS sind seit Juli 2007 in denen des Lufthansa-Konzerns enthalten. Mit 749.431 Starts und Landungen erzielte der Lufthansa-Konzern zudem einen neuen Rekordwert bei der Zahl der Flüge. Das Streckennetz wurde im zurückliegenden Jahr auf knapp 200 Flughäfen erweitert.

Lufthansa Cargo steigerte die Frachtmenge und die Auslastung und verbesserte somit ebenfalls ihre Verkehrszahlen. Die Konzerngesellschaft transportierte im letzten Jahr 1,8 Millionen Tonnen Fracht und Post und legte damit im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozent zu. Das angebotene Transportvolumen wurde in 2007 um 2,2 Prozent ausgeweitet, der Absatz legte um 4,3 Prozent zu. Entsprechend kletterte der Fracht-Nutzladefaktor um 1,4 Prozentpunkte auf 69,1 Prozent.

Das wirtschaftliche Ergebnis des Lufthansa-Konzerns für das Jahr 2007 wird am 12. März 2008 veröffentlicht und ist dann unter www.lufthansa-financials.de abrufbar.