Nachhaltiger Tourismus in Sri Lanka

Nachhaltiger Tourismus in Sri Lanka

Besucher des Bogenvillya Ayurveda Resort können mit der Buchung einer Ayurveda-Kur zum Erhalt der einheimischen Schulen beitragen

Das Bogenvillya Ayurveda Resort am Sandstrand von Ahungalla im Südwesten Sri Lankas ist nicht nur eine Wohlfühloase zwischen Palmenhainen, sondern gleichzeitig ein Förderer der Hilfsorganisation one world foundation. Mit der Buchung einer Ayurveda-Kur unter ärztlicher Betreuung unterstützen die Gäste automatisch die Weiterentwicklung der Bevölkerung in und um Ahungalla sowie der benachbarten Schule.

Durch nachhaltigen Tourismus versuchen nun immer mehr Veranstalter, Reisenden eine sanfte Annäherung an fremde Kulturen sowie Respekt vor Mensch und Umwelt zu vermitteln. Das Projekt der Bogenvillya ist ein Beispiel dafür, wie rund 700 Schüler die einmalige Chance zur nachhaltigen Verbesserung ihres Bildungsniveaus und ihrer Berufsaussichten erhalten.

Einen zweiwöchigen Aufenthalt im Bogenvillya Ayurveda Resort, inklusive einer Ayurveda-Kur, ist derzeit nur über den Münchner Reiseanbieter Lotus Travel buchbar. Im Preis ab 2.420 Euro pro Person im Doppelzimmer sind Flug, Transfers, Übernachtung mit ayurvedischer Vollpension, mehrere Arztkonsultationen, alle Kuranwendungen, Entspannungsprogramme, deutschsprachige Gästebetreuung sowie eine Spende für die Schule der one world foundation enthalten.

Rundreisen und Hotels in Sri Lanka sind hierzulande über viele Reiseveranstalter wie TUI, Dertour, ITS, Jahn Reisen und FTI buchbar.
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Allgemeine Informationen über Sri Lanka finden Sie unter www.srilanka.travel

85% der Verbraucher wollen Öko-Fisch

85% der Verbraucher wollen Öko-Fisch. WWF unterstützt Edeka-Gruppe bei Umstellung auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei. Partner fordern Umdenken der Politik

Der WWF und die Hamburger Edeka-Gruppe haben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Kooperation für nachhaltige Fischprodukte vorgestellt. Mit Unterstützung der Umweltschützer will der größte deutsche Lebensmittelhändler bis Ende 2011 nur noch Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbieten. „Diese Partnerschaft ist wegweisend für einen schonenden Umgang mit der Ressource Fisch. Die Edeka-Gruppe hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der WWF steht Edeka beratend zur Seite und begleitet die Umstellung des Fisch-Sortiments“, erläutert WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes.

Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage entspricht die Edeka-Gruppe mit ihrer Nachhaltigkeits-Strategie dem Willen der Verbraucher. 85 Prozent der 1002 Befragten sind der Auffassung, dass Supermärkte und Fischgeschäfte keinen Fisch mehr anbieten sollten, bei dessen Fang oder Zucht die Meeresumwelt geschädigt wird.

Auf Dauer setzt Edeka vor allem auf Fischprodukte, die das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) tragen oder aus nachhaltiger Aquakultur stammen. „Als Marktführer sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, auch künftig das Fischangebot zu sichern. Und dies geht nur, wenn wir zum Schutz der weltweiten Fischbestände beitragen und uns für umweltschonende Fangmethoden einsetzen“, betont Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG.

Auch die Politik müsse umsteuern, fordern die Partner. 94 Prozent der Bürger sind laut WWF-Umfrage der Auffassung, die Regierungen sollten die Meere durch strengere Gesetze und stärkere Kontrollen besser schützen. Der WWF und Edeka setzen sich für eine neue, umweltfreundliche Fischereipolitik ein. Gemeinsam fordern die Umweltschützer und der Lebensmittelkonzern die drastische Verringerung des Beifangs von Meeresschildkröten, Haien, Delfinen und Fisch. Diese Fänge werden meist noch auf See wie Müll wieder über Bord geworfen (sogenannter „Rückwurf“). Die Beifangvermeidung und ein Rückwurfverbot müssten ein zentrales Ziel der anstehenden EU-Fischereireform sein, fordern Edeka und der WWF.

Nach Angaben des WWF wird allein in der Nordsee jedes Jahr ein Drittel des Fanges – das entspricht etwa einer Million Tonnen Fisch und Meerestiere – wieder über Bord geworfen. Besonders betroffen ist der stark überfischte Nordsee-Kabeljau. Fast die Hälfte des gefangenen Kabeljau verendet als Rückwurf. Die Edeka will durch eine Sortimentsumstellung sowie durch politische Initiativen in Berlin und Brüssel dazu beitragen, den Kabeljaubeifang in der Nordsee zu drosseln.

EDEKA-Gruppe baut Nachhaltigkeits-Strategie weiter aus

EDEKA-Gruppe baut Nachhaltigkeits-Strategie weiter aus

– Zusammenarbeit: Langfristige Kooperation zu nachhaltiger
Fischerei mit WWF vereinbart
– Ziel: Bis Ende 2011 ausschließlich Fisch aus nachhaltiger
Fischerei
– Aufforderung: EDEKA erstellt Risikoliste für Obst- und
Gemüseproduzenten
– Vorstellung: Erste Klima-Bilanz auf der Internationalen Grünen
Woche (IGW) in Berlin

Die Hamburger EDEKA-Gruppe setzt ihre wertorientierte Wachstumsstrategie 2009 konsequent fort. Mit weit reichenden Einkaufsrichtlinien für den Einkauf von Fisch und Meeresfrüchten sowie verschärften Vorgaben für regionale und internationale Obst- und Gemüseproduzenten baut Deutschlands größter Lebensmittelhändler sein Nachhaltigkeits-Programm weiter aus.

„Wirtschaftliche Stärke und unternehmerische Verantwortung sind zwei Seiten derselben Medaille“, erklärte Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG, im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) in der kommenden Woche in Berlin, auf der die EDEKA-Gruppe als Lebensmittelhändler Flagge zeigt. Zielsetzung ist es, bis Ende 2011 ausschließlich Fisch aus nachhaltiger und bestandserhaltender Fischwirtschaft in allen Märkten der EDEKA-Gruppe anzubieten. Dabei kooperiert die EDEKA-Gruppe als Partner des Handels in Deutschland langfristig mit der Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF). Darüber hinaus hat der Lebensmitteleinzelhändler gemeinsam mit dem Freiburger Öko-Institut eine Wirkstoff-Risikoliste erarbeitet, die regionalen, nationalen und internationalen Obst- und Gemüseproduzenten Transparenz über die Risiken beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aufzeigt und die Reduzierung von als „rot“ eingestuften Wirkstoffen fordert.

Nachhaltige Einkaufspolitik bei Fisch – Partnerschaft mit WWF

„Wir haben ein umfangreiches Maßnahmen-Paket geschnürt, um unsere Sortiments- und Qualitätsphilosophie kurz- und langfristig weiter zu optimieren“, so Markus Mosa am Freitag in Hamburg. „Der nächste Schritt ist die konsequente Ausrichtung unserer Fisch-Einkaufspolitik an Nachhaltigkeitskriterien.“ Zu den bis 2011 definierten Zielen gehört der massive Ausbau des Angebots von nach den Kriterien des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizierten Fischereien sowie aus nachhaltiger Aquakultur. Bei ihren Eigenmarken setzt die EDEKA-Gruppe bereits heute auf MSC-zertifizierte Fischprodukte. Handlungsbedarf sieht EDEKA vor allem im Bereich des Frischfisch-Angebots. „Als größter Fischhändler Deutschlands wollen wir zum Schutz der weltweiten Fischbestände entscheidend beitragen und umweltschonende Fangmethoden unterstützen. Als wertvolles Nahrungsmittel muss Fisch auch künftig ausreichend zur Verfügung stehen, bei gleichzeitigem Schutz der Natur“, erläuterte Mosa.

Um neue Lieferquellen zu erschließen und die Umstellung herkömmlicher Fischereien zu beschleunigen, ist EDEKA eine langfristige Zusammenarbeit mit dem WWF eingegangen. Dies ermöglicht der EDEKA-Gruppe nicht nur eine fundierte fachliche Begleitung der Fischeinkaufspolitik, sondern auch die Nutzung des WWF-eigenen Panda-Logos für die Kommunikation zu Produkten aus nachhaltiger Fischerei. Gemeinsam mit dem WWF wird EDEKA neue Beschaffungs-Leitlinien ausarbeiten. „Um den Kreis zu schließen, haben wir die wichtigsten Lieferanten mit ins Boot geholt“, betonte Mosa. „Wir erwarten, dass die Unternehmen sich an Nachhaltigkeitskriterien ausrichten und mit dem MSC-Siegel zertifizieren lassen.“ Bei Lieferanten, die Fisch aus Aquakulturen anbieten, werden EDEKA und WWF gemeinsam darauf hinarbeiten, dass diese Zuchten bis 2011 anerkannte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen.

Transparenz durch Kennzeichnung

Darüber hinaus strebt der Lebensmitteleinzelhändler eine klare Kennzeichnung der Fischprodukte an. So sollen zum Beispiel genauere Herkunftsnachweise Verbrauchern mehr Informationen vermitteln und eine konsequente Kaufentscheidung ermöglichen. Die Lieferanten sind gefordert, künftig bei allen Fischarten und Meeresfrüchten die konkreten Fanggebiete und die Ozeanbezeichnung (bei Wildfang) oder das Herkunftsland (bei Zuchtfisch) anzugeben.

Neue Wirkstoff-Risikoliste für Obst- und Gemüseproduzenten

Über das unternehmenseigene Fruchtkontor baut die EDEKA-Gruppe überdies ihr Qualitätssicherungssystem für Obst und Gemüse seit mehr als zehn Jahren systematisch aus. „Nachdem wir seit 2007 ausschließlich 70 Prozent der gesetzlich vorgeschriebenen Rückstandshöchstmengen bei unseren Lieferanten akzeptieren, ist es deshalb nur konsequent, dass wir nun auch die von den Produzenten verwendeten Wirkstoffe einer genauen Prüfung unterzogen haben“, erklärte Mosa. So hat das Freiburger Öko-Institut im Auftrag von EDEKA in den vergangenen Monaten eine umfassende Analyse der in der EDEKA-eigenen Rückstandsdatenbank erfassten Wirkstoffe und einen Abgleich mit den auf der EU-Ebene harmonisierten Stoffen vorgenommen. Eine toxikologische Bewertung der Stoffe in den Kategorien:
„unbedenklich“, „kritisch“ und „besonders kritisch“ – gekennzeichnet durch eine farbliche Ampel-Darstellung – soll auch den Produzenten einen Leitfaden an die Hand geben und für mehr Transparenz sorgen.

Lieferanten müssen strengere Auflagen erfüllen

In einem Schreiben an rund 1000 regionale, nationale und internationale Lieferanten, hat die EDEKA-Gruppe alle Lieferanten in dieser Woche aufgefordert, eigenverantwortlich und im Sinne des präventiven Verbraucherschutzes auf den Einsatz „besonders kritischer“ Stoffe zu verzichten. „Unsere Rückstandsdatenbank, die in dieser Form einzigartig ist im deutschen Handel, ermöglicht uns, die Schwarzen Schafe zu identifizieren und von der Belieferung auszuschließen“, betont Mosa. Allein 2009 sollen rund 20.000 Datenproben von externen und internen Analysen in der Datenbank erfasst werden. Seit Start der Rückstandsdatenbank vor einem Jahr sind bereits 12.500 Proben eingespeist worden. Rund 20 Lieferanten sind in der Folge zeitweilig von der Warenlieferung ausgeschlossen worden.

Grundgedanke der Leitlinien für den Obst- und Gemüse-Einkauf bleibt das Vorsorgeprinzip, das auf Prävention setzt und so das Risiko beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert. Bereits heute akzeptiert EDEKA bei allen Produzenten maximal 70 Prozent der gesetzlich vorgegebenen Rückstandshöchstmengen; für Lieferanten der Eigenmarken gilt bereits seit mehr als zehn Jahren: maximal 50 Prozent. Die Vorgaben werden im gesamten Warenfluss – in der Produktion, im Großhandel, aber auch direkt im Einzelhandel – regelmäßig durch unabhängige Labore und eigene Stichproben kontrolliert.

Klimaschutz: EDEKA erarbeitet Klimabilanz

Konkrete Schritte wird die EDEKA-Gruppe auch mit Blick auf den Klima-Schutz unternehmen. „Wir verfolgen bereits heute sehr tragfähige Aktivitäten auf allen Ebenen des Unternehmens, werden diese aber systematisch und strategisch zusammenführen müssen, um die Energieeffizienz weiter zu steigern“, kündigte Mosa an. Die im Herbst vergangenen Jahres in Auftrag gegebene Klima-Bilanz wird in diesen Tagen fertig gestellt werden. Erste Ergebnisse sollen auf der Grünen Woche vorgestellt werden.

Die EDEKA-Gruppe im Profil

Die EDEKA-Gruppe ist mit einem in 2009 erwarteten Umsatz von 43 Mrd. Euro und rund 12.000 Märkten Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Kerngeschäftsfelder sind das von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft sowie das Discount-Segment. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 280.000 Mitarbeiter.

Nachhaltiger Fisch

Nachhaltiger Fisch
Deutsche Handelsketten auf gutem Weg zu nachhaltigem Fisch, aber…

Das neuste Rating von Greenpeace zeigt: Die deutschen Handelsketten sind mit ihrem Fischsortiment auf einem hoffnungsvollen Weg.
Noch ist freilich manches nicht im grünen Bereich. Vor allem bei der Zertifizierung klaffen noch grosse Lücken in den Sortimenten.
Der Einbezug von FOS-zertifizierten Produkten kann helfen, diese Lücken zu schliessen – und im nächsten Rating einen besseren Rang zu erzielen. Denn die Breite der FOS-zertifierten Produkte nimmt stetig zu, aus Wildfang wie aus Aquakultur: Mehr als 50 Spezies mit über 1000 Produkten aus 30 Ländern sind mittlerweile FOS-zertifiziert.

Friend of the Sea (FOS) wird zum weltweit führenden Seafood-Label

FOS erfüllt als einziges Label die FAO-Richtlinien und ist das strikteste Label für nachhaltige Fischerei.
So lehnte FOS zahlreiche Zertifizierungen von Fischereien ab, welche die Anforderungen nicht erfüllen, weil sie auf überfischte Bestände zielen oder schädigende Fischereimethoden anwenden. Nicht zertifiziert wurden u.a. Seehecht (Südafrika und Namibia), Octopus (Marroko) sowie Kabeljau, Schellfisch, Kalmar, Scholle und Köhler (Nordsee), ferner auch Aquakulturen in Ecuador, Bangladesh und Italien.

Inzwischen ist FOS auch mengenmässig das weltweit führende Fisch-Label. Denn heute sind für FOS zertifiziert:
– über 10% der weltweiten Fangmenge
– über 350’000 Tonnen/Jahr aus Aquakultur (zum Vergleich: Bio-Labels zusammen ca 100’000 t/a)

Die bei weitem grösste Fischerei, die peruanische Ringwadenfischerei auf Sardellen, konnte jüngst für FOS zertifiziert werden. Damit führt FOS auch bei Fischmehl und Fischöl aus nachhaltiger Fischerei.

Jacobs Milea mit Food Award 2008 ausgezeichnet

Jacobs Milea als einziger Kaffee mit Food Award 2008 ausgezeichnet
Kraft Foods erneut in Dow Jones Sustainability Index aufgenommen

Der nachhaltig erzeugte und „Rainforest Alliance Certified[TM]“-zertifizierte Jacobs Milea ist als einziger Kaffee mit dem LifeCare Food Award 2008 ausgezeichnet worden. Die unabhängige Initiative LifeCare verleiht den Preis, der unter der Schirmherrschaft von Dr. Gerd Müller, Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, steht, an besonders hochwertige Lebensmittel, die zu einem ausgewogenen Lebensstil beitragen und zugleich zeitgemäß sind. Insgesamt wurden auf der diesjährigen Preisverleihung im Münchener Rathaus 31 Produkte ausgezeichnet.

„Die Auszeichnung mit dem Food Award 2008 beweist, dass es durch einen nachhaltigen Anbau möglich ist, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig höchste Qualität zu erzielen“, freut sich Nicola Oppermann, verantwortlich für die Corporate Social Responsibility Aktivitäten von Kraft Foods, über den Award. Erst kürzlich wurde Kraft Foods unter anderem aufgrund seines Nachhaltigkeitsengagements bereits zum dritten Mal in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen.

Seit 2003 arbeitet Kraft Foods mit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance zusammen. Das Zertifikat „Rainforest Alliance Certified[TM]“ gewährleistet, dass beim Kaffeeanbau hohe ökologische, soziale und ökonomische Standards eingehalten werden. Zugleich bietet die Rainforest Alliance den Kaffeebauern Unterstützung, Know-how und Anreize, um Ernteertrag, Produktionsbedingungen und Qualität der Bohnen stetig zu verbessern. Weltweit ist Kraft Foods der größte Abnehmer von Kaffee aus nachhaltiger Erzeugung und hilft damit die Lebensumstände von rund 200.000 Kaffeebauern und ihren Familien zu verbessern.

Rund um den Globus tragen mittlerweile acht Kaffeemarken von Kraft Foods das Siegel „Rainforest Alliance Certified[TM]“. In Deutschland werden mit Jacobs Milea für den Einzelhandel und Jacobs Nachhaltige Entwicklung für die Gastronomie zwei Kaffees angeboten, die zu 100 Prozent aus nachhaltiger Erzeugung stammen.

Die Rainforest Alliance mit Sitz in New York, USA, und San José, Costa Rica, wurde 1987 als unabhängige Nichtregierungsorganisation (NGO) gegründet. Ihr zweites Herz schlägt seit rund 15 Jahren in Costa Rica – einem Land mit größter Artenvielfalt. Mit rund 40.000 Mitgliedern und einem jährlichen Budget von 16 Millionen Euro aus Spenden, öffentlichen Fonds und Sponsorenmitteln zählt sie zu den weltweit führenden Umweltschutz-Initiativen. Die Rainforest Alliance ist heute mit vielfältigen Projekten in mehr als 60 Ländern der Erde aktiv und unterhält Niederlassungen und Büros in den USA, in Bolivien, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Nicaragua, Indonesien und Spanien. Sie engagiert sich für den Schutz der sensiblen Ökosysteme, den Erhalt der Biodiversität und für die nachhaltige Sicherung der gemeinsamen Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanze. Damit all dies Realität wird und bleibt, setzt sich die Rainforest Alliance ein für ökologische Landnutzung, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und werteorientiertes Verbraucherverhalten.

Kraft Foods (NYSE:KFT) ist einer der weltweit führenden Lebensmittelhersteller. Im Jahr 2007 haben seine rund 100.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 37 Milliarden US$ erwirtschaftet. Mit einer vielfältigen Produktpalette erfüllt das Unternehmen bereits seit über einem Jahrhundert erfolgreich Konsumentenwünsche. In rund 180 Produktionsstätten werden starke Marken wie Jacobs und Mastro Lorenzo Kaffee, das Heißgetränke-System Tassimo, Milka, Suchard, Toblerone, Mirabell und Côte d’Or Schokolade sowie Philadelphia Frischkäse in bester Qualität für mehr als 150 Länder hergestellt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehört Kraft Foods zu den führenden Herstellern in den Kategorien Kaffee, Schokolade und Käseprodukte. Kraft Foods Inc. ist im Standard and Poor’s 100 Index vertreten sowie im Dow Jones Sustainability Index und Ethibel Sustainability Index gelistet. Weitere Informationen finden Sie unter www.kraft.com und www.kraftfoods.de .

Bio-Garnelenzucht schützt Mangroven

Deutscher Unternehmer will Shrimpzucht nachhaltiger gestalten – Black-Tiger-Sprößling als Grundlage für nachhaltige Zucht

Um dem drohenden
Verlust der tropischen Mangroven in Südostasien entgegenzuwirken, hat
das Unternehmen International Fish Farming Technology IFFT
http://www.ifft.eu ein neues Projekt zur nachhaltigen Shrimpzucht
gestartet. Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
http://www.dbu.de soll zunächst eine nachhaltige und umweltschonende
Setzlingszucht der Black Tiger Riesengarnele (Penaeus monodon) im
Saarland aufgebaut werden. Die dort gezüchteten Tiere werden dann wieder
in die natürlichen Zuchtgebiete zurückgeführt.

„Die Zucht von Black Tiger Garnelen ist im vergangenen Jahr in Asien
zusammengebrochen, da Virusepidemien die krankheitsanfälligen Tiere
dahingerafft haben“, schildert IFFT-Geschäftsführer Friedrich Esser. Das große Problem dabei sei, dass es kaum mehr
gesunde Muttertiere ohne Krankheitserreger gebe. „Jene Garnelen, die
nicht eingingen, blieben klein und erreichten nur 20 Gramm.“ Die
verstärkten Fangaktivitäten vor den Küsten haben zudem den natürlichen
Bestand wildlebender Tiere bedrohlich verringert. Die Industrie hat
darauf reagiert und die robustere Garnelensorte Whiteleg Shrimp
angebaut. „Diese ist nicht in den asiatischen Mangrovenwäldern
beheimatet, sondern stammt aus Südamerika und bedroht damit die
Artenvielfalt“, so Esser. Daher müsse das ganze Problem an der Wurzel
angepackt werden. „Der erste Schritt ist der Aufbau einer Population von
gesunden Muttertieren, die stark und daher auch resistenter gegen
allfällige Infektionen und die vor allem ohne die weit verbreiteten
Krankheitserreger sind.“

Am besten gelinge das fernab der eigentlichen Heimat der Garnelen. Wenn
sie dann herangereift sind, werden sie nach Südostasien transportiert
und in nachhaltig geführten Betrieben, in den Mangroven ausgesetzt und
wachsen dort heran. „Solche Bio-Garnelen nutzen die natürliche Umgebung
in den Mangroven, um zu wachsen. Das bedeutet auch, dass der
Garnelenfarmer auch darauf zu achten hat, dass die Mangroven gesund
bleiben und etwa die Tiere vor zuviel Sonnenlicht geschützt werden.“ Es
sei wesentlich, den Menschen, die Garnelenzucht vor Ort betreiben, eine
langfristige Perspektive zu geben. In Zukunft will die IFFT dann den
gesamten Zyklus nach Südostasien verlagern und dort nachhaltige,
biosichere Kreislaufanlagen für extensiv wirtschaftende organische
Betriebe errichten.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Import von Garnelen nach
Deutschland verdoppelt. Allein 2007 wurden 31 Prozent mehr aus dem
Ausland eingekauft als im Vorjahr. Eine Folge der starken Nachfrage war
die Zerstörung riesiger Mangrovenflächen in Südostasien und in
Mittelamerika. „Die empfindlichen Ökosysteme der Mangrovenwälder an den
Küsten des Indischen Ozeans werden zerstört. Ein Viertel der Gebiete
ging in den vergangenen 20 Jahren durch menschlichen Einfluss verloren“,
so Esser. Bis 2010 könnten sich die Garnelenfarmen im Mekong-Delta auf
80.000 Hektar ausweiten. Im Vergleich dazu waren es 1995 nur 3.000
Hektar. „Ein sehr großes Problem stellt neben den Infektionen auch der
zu dichte Besatz der Tiere dar, der dazu führt, dass bereits als
vorbeugende Maßnahme Antibiotika zum Einsatz kommen.“

„Wir wollen eine Technologie entwickeln, die eine nachhaltig künstliche
Vermehrung und eine kontrollierte Setzlingsaufzucht in Aquakulturen
ermöglicht“, erklärt Esser. Man setze dabei auf geschlossene Kreisläufe
inklusive der Nutzung von Algen für den Betrieb einer Biogasanlage.
„Wissenschaftliche Unterstützung erhält IFFT zusätzlich von der
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die ab dem
kommenden Wintersemester eine dreijährige Professur für Aquakultur
eingerichtet hat“, so Esser abschließend. Wolfgang Weitlaner

Studierende haben Geschmack

Studierende haben Geschmack

Repräsentative Umfrage zeigt: Studenten wollen gesünderes
Mensen-Essen. Erfolgreiches Pilotprojekt in Salzburg und Graz

Die Diskussion um steigende Lebensmittelpreise und
Klimawandel hat Studierende zunehmend sensibilisiert, nicht nur was
die Qualität, sondern auch, was die Herkunft ihres Mensenmahls
betrifft: Österreichs Studenten essen einfach nicht (mehr) alles!
Eine neue Umfrage räumt nun mit dem Mythos auf, dass Hochschüler bloß
satt werden wollen: Ganz im Trend der Zeit bevorzugen sie bio,
saisonales Obst und Gemüse sowie fett- und fleischarme Speisen. Das
bestätigt nun eine repräsentative Befragung von gutessen consulting,
die im Rahmen eines Projektes des Lebensministeriums an der
Universität Salzburg und an der FH Joanneum Graz durchgeführt wurde.
Frische, Leichtigkeit, purer Geschmack und Regionalität, so lauten
die erhobenen Wünsche.

Wünsche im Einklang mit Nachhaltigkeit Die Ergebnisse im Detail: An
vorderster Stelle liegt bei der Studenten- Befragung der Wunsch nach
heimischen und saisonalen Lebensmitteln.

Auch ein verbessertes Salat-Angebot und leichtere, fettärmere
Speisen sind vordringlicher Wunsch. Ebenso mehr Bioprodukte und mehr
vegetarische Menüs. Durchwegs abgelehnt werden Fertigprodukte und
Konserven. Als unterschiedlich groß erweist sich die Bereitschaft,
für mehr Qualität tiefer ins Geldbörsel zu greifen: Fast die Hälfte
der Befragten zeigten sich bereit, 10% mehr für bio zu zahlen, ein
Viertel würde bis zu 20% mehr bezahlen, und immerhin noch 5% wären
sogar bereit, um ein Drittel mehr auszugeben.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Die Universitätsverwaltungen wissen, dass sie mitentscheiden
können, was in den Mensen serviert wird. Besonders rasche
Konsequenzen aus der Umfrage zog die Uni Salzburg sowie die FH
Joanneum in Graz: Die Mensenbetriebs GesmbH etwa, hat die Menüs an
der Uni Salzburg nun nachhaltiger gestaltet: Milchprodukte, Nudeln,
Tofu und saisonale Gemüse sind ab jetzt zu 100% bio, auch Säfte
stammen von Biobauern oder werden direkt in der Mensa frisch
gepresst. Das Angebot am Salatbuffet wurde mit Saisonsalaten
erweitert, es gibt mehr frische und leichte Speisen. „Universitäten,
Fachhochschulen und Hochschulen sind Impulsgeber und Ort der
Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung“, sagt Peter Iwaniewicz vom
Lebensministerium, dem Auftraggeber des Projektes. „Die Art der
Verpflegung ist nicht bloß gesundheitspolitisch relevant: Was auf die
Teller kommt, hat auch enorme ökologische, soziale und
wirtschaftliche Auswirkungen.“

Verbraucher können nachhaltige Fischerei unterstützen

„Verbraucherinnen und Verbraucher können aktiv dazu beitragen, dass die weltweiten Fischbestände nachhaltig genutzt werden und auch für künftige Generationen erhalten bleiben,“ erklärte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesernährungsministerium anlässlich eines „Runden Tischs zur Nachhaltigen Fischerei“ gestern in Bonn.

Viele Fischbestände befinden sich in einem schlechten Zustand. Laut einer vor kurzem vorgelegten Studie der Welternährungsorganisation FAO sind etwa 25% bereits erschöpft, bei weiteren 50% besteht kaum noch Spielraum für eine Ausweitung der Fänge. Vor diesem Hintergrund diskutierten am Mittwoch Vertreter aus Politik, Fischwirtschaft, Handel sowie Umwelt- und Verbraucherverbänden auf Einladung des Bundesernährungsministeriums an einem „Runden Tisch“ über mögliche Wege hin zu einer nachhaltigeren Bewirtschaftung der lebenden Meeresressourcen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Maßnahmen zur besseren Information der Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass die drohende Überfischung nicht allein durch ständig neue Fangbeschränkungen bekämpft werden kann, sondern dass die Anstrengungen für eine nachhaltige Fischerei auch von der Nachfrageseite her unterstützt werden müssen. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollen sich bewusst für Erzeugnisse aus nachhaltiger Fischerei entscheiden können“, so Lindemann.

Die Teilnehmer am „Runden Tisch“ waren sich einig, dass dazu vor allem ein EU-einheitlicher Rahmen für eine klare und transparente Kennzeichnung von Erzeugnissen aus nachhaltiger Fischerei beitragen könnte. Bisher fehlen solche Bestimmungen.

Auch die in Deutschland jüngst ergriffenen Initiativen von Umweltverbänden und Fischwirtschaft, Fischereierzeugnisse mit genaueren Herkunftsangaben zu versehen, wurden von allen Beteiligten als ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Information der Verbraucherinnen und Verbraucher angesehen. So könnten diese gezielter auf Erzeugnisse aus Fanggebieten mit gesicherten Beständen zurückgreifen. Ware aus nicht nachhaltiger oder gar illegaler Fischerei wäre demgegenüber zunehmend schwieriger abzusetzen, mit dem erwünschten Ergebnis, dass derartigen Aktivitäten am Ende die wirtschaftliche Basis entzogen würde.

In den kommenden Monaten wollen nun alle Beteiligten gemeinsam konkrete Vorschläge entwickeln, wie diese Ideen in die Praxis umgesetzt werden können.