Fleischpapst Dirk Ludwig verrät die Grilltrends 2015

Dirk Ludwig, Fleischexperte und größter handwerklicher Steakversender Deutschlands, hat sich für die kommende Grillsaison bei den Profis umgeschaut. Der kreative Kopf kennt die Szene wie kein anderer und zeigt, welche Spezialitäten 2015 eine besonders gute Figur auf den Grills machen. Neben Burgern und Pulled Pork gehören für ihn zudem Pastrami und Ribs auf die Must-have-Liste. Aber auch veredelte Fleischstücke wie Smoked oder Aqua Aged Rib Eye sind groß in Mode.

Maxikleid meets Flanksteak, so oder so ähnlich könnte ein Sommertrend 2015 aussehen, denn nicht nur die Modebranche bewegt sich, auch in der Grillszene gibt es keinen Stillstand. Neue Impulse gibt hier Fleischexperte Dirk Ludwig. Er weiß, was 2015 „in“ ist und verrät in seiner Steakschaft, der ersten Fleischerlebniszentrale Europas, und auf seinem Blog Geheimtipps für den Fleischgenuss.

Experimentierfreudigen empfiehlt er zum Beispiel Baby Back Ribs vom Kalb oder Lamm; die feinen Kotelett-Rippchen setzen neue Akzente auf jeder Grillparty. Aber auch Beef Ribs, deftige Kotelett-Rippchen vom Rind, und die typisch amerikanischen Short Ribs aus der Blattrippe des Rindes gehören für den Fleischpapst auf die Trendliste für diesen Sommer. Wer sein Grillgut individueller gestalten möchte, kann sich bei der Zubereitung hausgemachter Burger austoben. Je nach Vorliebe nimmt man für das Burgerpatty zum Beispiel aromatisches Dry Aged Beef und kombiniert es mit Gorgonzola.

Wenn es nach Dirk Ludwig geht, darf in der kommenden Saison auch Pastrami nicht fehlen. Das spezielle, ursprünglich aus Rumänien stammende gepökelte Rindfleisch wurde im Katz‘s Delicatessen in New York City weltberühmt, jetzt kehrt der gesundheitsunbedenkliche Trend nach Europa zurück. Um die Spezialität selbst herzustellen, empfiehlt der Fleischliebhaber ein schön marmoriertes Stück gepökelte Rinderbrust mit feinem Gewürzmantel und viel Zeit für die Zubereitung im Smoker, einem Räucherofen. Zeit braucht auch die Umsetzung des Grilltrends Pulled Pork, denn hierfür muss Schweinefleisch aus Schulter oder Nacken bei genauer Temperaturführung teilweise über 20 Stunden auf dem Grill oder im Smoker gegart werden, bevor man es mit der Gabel zerrupfen kann. Aber die Geduld lohnt sich. Als passendes Accessoire empfiehlt der Metzger ein Burger-Bun mit selbstgemachter Barbecuesoße.

Perfekte Steaks durch Reifung in Wasser, Buttermilch, Asche und Heu
Für den gehobenen Grillgenuss gehört Dry Aged Fleisch mittlerweile zum Standard. Bei diesem traditionellen Verfahren reift das Fleisch langsam am Knochen. Dirk Ludwigs Geheimwaffe für Trockenreifung ist die Carnothek, sozusagen der Catwalk und das Herzstück seiner Steakschaft. In dem knapp acht Meter langen verglasten Reifeschrank aus Alpensalz-Ziegelsteinen reifen Rind, Lamm oder Schwein bei geringer Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von einem Grad Celsius. Neben dem Dry Aging sieht Dirk Ludwig aber auch andere Veredelungsmethoden stark im Kommen, denn auf dem Rost zählt Vielfalt. Beim Smoked Beef zum Beispiel wird bereits gereiftes Fleisch über Buchenholz kalt geräuchert und beim Buttermilk Aged Beef wird Fleisch über mehrere Wochen in Buttermilch eingelegt. Für ein besonders zartes und saftiges Ergebnis auf dem Grill hat Dirk Ludwig das Aqua Aging mit Mineralwasser entwickelt, eine ganz neue Methode, die in der Grillszene bereits viele Fans gefunden hat. Selbst Heu und Asche inspirieren Dirk Ludwig zu wohlschmeckenden Experimenten. Beim Asche Aging reibt er Fleisch komplett mit schwarzer Buchenholzasche ein und bedeckt es zusätzlich damit. Es wird dadurch sehr trocken und entwickelt ein kerniges und kräftiges Aroma.

Ob Pastrami am Stück, Burger, Pulled Pork, Ribs oder veredeltes Fleisch: Wer die Grillmoden selbst ausprobieren möchte, kann das Fleisch in der Metzgerei Der Ludwig in Schlüchtern direkt oder im Online-Shop unter www.der-ludwig.de bestellen.

Ho Chi Minh City, Vietnam, Reisebericht

Nach einem doch anstrengenden Flug mit Cathay, sind wir in Ho Chi Minh City (HCMC) angekommen.
Die Flugbegleiter der Cathay erstaunten mich. Mein Business Class Sitz lies sich nicht zum flachen Bett ausfahren. Irgendetwas hakte. Der Steward reparierte vor Ort. Eine halbe Stunde fummelte er an der Mechanik im Sitz rum und hat es sogar hinbekommen. Einzig, dass er mit Schuhen auf meinem Bett rumturnte und mit seinen dann schmutzigen Händen mein Kissen anfasste, war weniger schön.
Im Transitbereich wartete meine Tochter bereits auf uns. Sie kam eine halbe Stunde vorher mit der Aeroflot an.
Wir stellten uns dann bei der Passkontrolle an. Nach 20 Minuten warten, wurden wir wieder zurückgeschickt. Man muss zuerst sein Visa abholen. Die Visastelle war umlagert, nirgendwo war etwas erklärt. Anstellen ist Blödsinn. Man drängelt sich an den Wartenden vorbei und holt sich den Antrag. Allerdings muss man vorher bereits das Visa via Internet beantragt haben. Das hatten wir. Kostet ca. 20 Euro pro Kopf. Nun füllt man den neuen Antrag aus und gibt ihn mit 2 Passfotos – 4×6 cm – wieder ab. Dann wartet man ewig wie alle anderen an diesem Nadelöhr. Nach 40 Minuten wurden wir aufgerufen und zahlten 45 $ pro Kopf und mussten wieder zur Passkontrolle. Die waren nett und ich durfte – da niemand da war – zum Diplomatenschalter.

Da wir die Gegebenheiten nicht kannten, liessen wir uns von unserem Hotel, Saigon Domain, abholen. 25 $. Der Fahrer lief vor, wir mit dem Gepäck hinterher…. Wir sind von MiddleEast wohl zu verwöhnt. Im Hotel angekommen, schliefen wir erst einmal 4 Stunden, um dann Essen zu gehen.

Das Hotel selber ist eher ein Serviced Apartmenthaus. Wir hatten „Two Bedroom“ bestellt, bekamen aber sogar drei, so dass die Kinder jeder ein eigenes Zimmer hatten.
Das Apartment ist riesig, ca. 150 qm, gut ausgestattet, aber schlecht gepflegt und etwas oberflächlich sauber gemacht. Da es noch relativ neu war, ging es noch. In ein paar Jahren ist es sicher komplett runtergekommen.

Wir nahmen uns ein Taxi – man sollte nur Taxis der Firmen VinaSun, VinaTaxi und MaiLinh nehmen, da diese seriös sind. Wir zahlten 8 Euro bis zu einem kleinen Nacht-Markt. Hier gab es viele gefälschte Sachen, die uns wenig interessierten. Wir aßen recht nett in einem Zelt. Vietnamesiche Frühlingsrollen, „Kantonesichen“ Reis und Schweinebauch. Austern und Jacobsmuschel waren nicht berühmt. Der Rest war gut.

Das Frühstück im Hotel war okay. Es gab an Brot nur Toast. Aufschnitt gab es nicht, nur zwei Marmeladen. Eierspeisen nach Wahl und viel frisches, gutes Obst. Man sitzt sehr hübsch direkt am Fluß. Der Service ist liebevoll aber ahnungslos.

Wir nahmen das kostenlose Boot-Shuttle vom Hotel in die Innenstadt. Ganz prima! Dann tranken wir beim Vietnams #1 Coffeeshop, Nguyen, einen typischen Drip Coffee, der teuer war (4,00 Euro/Tasse) und uns nicht so überzeugte. In der Stadt gab es einiges zu entdecken. Kathedrale, General Post Office etc. Wir wollten uns eigentlich massieren lassen (ca. 15 Euro/Stunde), aber die Läden sahen oft eher wie ein Bordell aus. Da haben wir verzichtet.
Nichst Spektakuläres in HCMH, aber eine gute Atmosphäre. Abends aßen wir in einer Sushi-Bar. Sashimi war okay, der Reis beim Maki zu süss und zu essighaltig. Wirklich preiswert war es nicht.

Am nächsten Tag, der 3., sind wir wieder in die Stadt. Wir besuchten das Kriegsmuseum (ca. 70 cents Eintritt für Erwachsene, Kinder frei). Mein Neunjähriger war begeistert von den ausgestellten Panzern und Fluggeräten, im „Gefängnistrakt“ jedoch war er dann von den Fotos zu schockiert, so dass ich abbrechen musste. Die Bilder der Napalmopfer im Museumsgebäude ersparte ich ihm. Wir hatten danach ein sehr gutes Gespräch über Waffen und den Wahnsinn eines Krieges.
Danach ging es in A O Show in die Saigon Oper. Das Gebäude ist eher ein kleines Opernhaus. Es gab eine stimmungsvolle vietnamesiche Artistik Show. Keine wirkliche Sensationen, aber recht nett. Nehmen Sie Tickets auf der rechten Seite. Wie kauften unsere Tickets im Postamt, da gibt es 20 % Rabatt. Es war mit 20 Euro in der billigsten Kategorie für eine Stunde Show nicht ganz preiswert. Man sitzt relativ bequem.

Ich las den Bericht des geschätzten Günter Klotz, der ganz begeistert zwei Tage vor uns im fünfbesten vietnamesischen Restaurant, dem Hoi An, aß. http://guenterklotz.blogspot.com/2015/03/saigon-little-tokyo-hoi-an.html . Ich kann seine Erfahrung leider nicht teilen.

Nach der Oper liefen wir 10 Minuten zum Restaurant. Die Gegend ist abends gut frequentiert, was woll auch an den ansehnlichen Damen liegt, die vor den Massagesalons werben. Mein Neunjähriger wollte jetzt auch eine Massage, seine Mutter war dagegen.
Im Restaurant wurden wir freundlich empfangen, mussten kurz warten, weil sie nachguckten, ob im 1. Stock was frei ist, was nicht war, so dass wir im EG platziert wurden.
Wir bekamen riesige a la Carte Speisekarten und welche mit über 15 „Set Menüs“. Dazu eine Drinking List und separat eine Weinkarte. Da wir zu faul waren, die Karte durchzuarbeiten, haben wir uns für ein Menü mit besonders vielen „Signature Dishes“ entschieden. Die Tochter nahm das vegetarische Menü.
Der nette Kellner fragte uns, ob wir scharf essen können, worauf wir antworteten, moderate Schärfe sei prima und die Tochter – nach ayurvedischen Regeln – mag es nicht scharf. Dann kam der Oberkellner, drängte den Kellner weg und sagte, er habe verstanden. Ich sagte noch, wir möchten alles so essen, wie der Küchenchef es gedacht hat.
Dann fragte er uns, welches Hotel uns schickte. Und antwortete gleich selber: „Das Inter-Continental bestimmt!“

Am Anfang wurde das Menü umgestellt. Statt der frittierten Frühlingsrollen kamen die hervorragenden Frischen. Danach gab es die frittierten, die sehr mayonnaiselastig waren. Trotzdem noch lecker. Unser 7 Gang Menü entpuppte sich als Fünf-Gang Menü, 2x Frühlingsrollen, gute in Kokoswasser gedämpfte Scampi, Rindfleisch mit Zwiebel und Spinatbeilage, sowie gebratenen Reis. Zum Nachtisch gab es ein Kompott aus Lotuswurzeln, Lotussamen und Lychee. Das ganze mit Eiswürfeln.
Wir Erwachsenen teilten unsere Menüs mit Junior, was sinnvoll war, da die Portionen großzügig sind.
Das vegetarische Menü war kein Brüller. Eine Maissuppe vorab, dann zwei Sorten vegetarische Frühlingsrollen, Tofu mit Gemüse und gebratenem Reis.

Fazit: Alles schmeckte sehr nüchtern und ungewürzt. Wir waren wenig begeistert und hatten nicht den Geschmack Vietnams auf der Zunge. Für Vietnam war es für drei Personen mit 152 US$ recht teuer.

Unsere Fotos vom Restaurant: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10152922437278124.1073741927.168996673123&type=3

Berlin natürlich Nr.1 in Deutschland

DER FEINSCHMECKER bewertet Deutschlands Metropolen – Welche bietet die höchste Lebensqualität?

Zum ersten Mal hat DER FEINSCHMECKER zehn deutsche Großstädte einem umfangreichen Test unterzogen. In einem breit angelegten Vergleich ermittelte Deutschlands führendes Reise-, Genuss- und Lifestyle-Magazin in seiner April-Ausgabe, wo Genießer am besten leben.

Dafür wurden aufwendige Statistiken erstellt und ausgewertet sowie Kriterien untersucht, die Aufschluss über die Genussfreudigkeit einer Stadt geben: Dazu gehörten Einkaufsangebot und Trinkkultur, Länderküchen und Spitzenlokale sowie die Verbreitung von Fast Food. Aber auch welche Spezialitäten es gibt, wie sie gepflegt werden, und wie es um die politische Ess-Kultur bestellt ist. Außerdem untersuchte das Team Faktoren der allgemeinen Lebensqualität wie Sicherheit, Kultur, Erholungswert, Verkehr, Umwelt und natürlich das Wetter.

Insgesamt 19 Kriterien offenbaren spannende, unterhaltsame und unerwartete Facetten der Metropolen: Taxifahrten sind etwa in Hamburg am teuersten, Frankfurt ist Deutschlands Fast-Food-City, München verzeichnet die wenigsten Straftaten, und Köln hat das lockerste Gourmetrestaurant.

Dabei macht DER FEINSCHMECKER alle Kriterien und die Auswertung, die nach einem detaillierten Punktesystem erfolgte, in einer großen, ganzseitigen Tabelle am Ende des Vergleichs transparent und nachvollziehbar. Alle Ergebnisse für jede Stadt sowie die Gesamtpunktzahlen sind dort auf einen Blick nachlesbar. Wer am Ende das Rennen machen würde, stand mitnichten von Beginn an fest.

Der Sieger: Berlin ist Deutschlands lebenswerteste Stadt für Genießer!

Aber auch München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Und das ist das Gesamtergebnis des exklusiven FEINSCHMECKER Städte-Tests:

1. Berlin
2. München
3. Hamburg
4. Frankfurt
5. Stuttgart
6. Düsseldorf
7. Dresden
8. Köln
9. Leipzig
10. Essen

Alle Details und unterhaltsamen Erklärungen lesen Sie in der April-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER/www.der-feinschmecker.de, ab dem 11. März für 9,95 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Weißkohl

Der beliebteste Kohl der Deutschen

Für die meisten ist Weißkohl = Sauerkraut. Das klassische Wintergemüse ist aber wesentlich vielseitiger als man denken könnte. Es schmeckt zum Beispiel auch roh im Salat mit Äpfeln, Speck und einer kräftigen Vinaigrette. Kohlliebhaber können den mild-süßen Weißkohl aus dem Wok, im Eintopf, im Wrap oder geschmort als Beilage zu Fleisch und Fisch genießen.

Für Kohlrouladen werden große Blätter blanchiert und beispielsweise mit Reis, fein geschnittenem Gemüse und Feta gefüllt. Anschließend die Rollen kurz anbraten und schmoren. Eine Weißkohlsuppe mit einem Hauch Chili wärmt an kalten Tagen. Gewürze wie Kümmel, Anis oder Fenchel machen das Gemüse für empfindliche Menschen bekömmlicher.

Weißkohl versorgt den Körper mit wertvollen Ballaststoffen, Vitamin C, Provitamin A und B-Vitaminen, aber auch Kalzium, Kalium, Eisen und Jod. Das Vitamin C wird dabei erst durch die Umwandlung der Vorstufe Ascorbigen beim Kochen freigesetzt. Das Wintergemüse und insbesondere als Sauerkraut kann die Krebsprophylaxe (Magen, Darm) und die Stärkung des Immunsystems fördern und den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel regulieren.

Der Weißkohl ( Brassica olaracea ) gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler und stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Die Blätter sind blassgrün und mit einer feinen Wachsschicht überzogen, die sie leicht glänzen lässt. Er braucht nicht gewaschen zu werden. Entfernen Sie einfach die äußeren Blätter, durch die das Innere gut geschützt ist. Der Kopf wird geviertelt und der harte Strunk keilförmig herausgeschnitten. Zum Blanchieren den Kohl in schmale Streifen schneiden, dicke Rippen aussortieren und in kochendes Salzwasser geben.

Weißkohl ist ganzjährig im Handel erhältlich, wobei ein Großteil aus dem hiesigen Anbau stammt. Die weißgelben Köpfe sollten geschlossen, knackig und frisch sein – ohne dunkle Stellen. An einem kühlen, trockenen Ort hält sich der Weißkohl etwa zwei Wochen. Angeschnittene Köpfe werden mit Folie bedeckt und im Kühlschrank gelagert.
www.aid.de

Yvonne Lux

Kopf-an-Kopf Entscheidung in Berlin: Hannoveranerin erkocht sich den Titel und wird zur künftigen Königin der Profi-Küche gekürt

Spannendes Finale des neuen Wettbewerbs für die kreativste Nachwuchs-Spitzenköchin 2014, Next Queen of Cuisine: Yvonne Lux (26) aus dem Maritim Airport Hotel Hannover behielt die Nerven und setzte sich auf einer Food-Messe in Berlin – Austragungsort des Finales – mit Jakobsmuschel, Short Rib Rind und fermentiertem Pfeffer gegen zwei Mitfavoritinnen durch. Die illustre Jury konnte den lukullischen Verführungen von Yvonnes Dreigang-Menü nicht widerstehen. Die strahlende Siegerin ließ sich von Ideengeberin und TV-Moderatorin Birgit Lechtermann mit der Kochkrone schmücken – perfektes Rüstzeug für eine Karriere à la Linster, Poletto & Co. Der neue Award war ins Leben gerufen worden, um weiblichen Küchentalenten Wege in die Sterneküche zu ebnen. Denn: Küchengöttinnen sind im leckersten Beruf von allen immer noch Mangelware. Mit tatkräftiger Unterstützung von 13 aktuellen Star-Köchinnen und Köchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde aus zahlreichen Bewerberinnen unter 30 Jahren nun die Kandidatin gekürt, die das größte Potential zum Aufstieg in den Kocholymp hat. Der Karrierekick ist vorprogrammiert: Die Siegern startet jetzt mit einem lehrreichen Küchen-Praktikum bei Cornelia Poletto und vielen wertvollen Sachpreisen durch. Der erste Stern lässt hoffentlich nicht lange auf sich warten.

Next Queen of Cuisine Siegerin Yvonne Lux: “Ich freue mich riesig – mein Herz pocht wie verrückt! Kochen ist meine große Leidenschaft, und die wurde jetzt gekrönt. Ich hoffe, es gelingt mir, mit dem Titel auf diesen großartigen Beruf aufmerksam zu machen.“

Auch Ideengeberin Birgit Lechtermann ist sehr zufrieden: „Kochen ist ein anspruchsvoller Beruf, der einem aber auch sehr viel zurückgeben kann. Das berichten all die tollen Köchinnen und Köche, die uns in den vergangenen Monaten so tatkräftig unterstützt haben. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Next Queen of Cuisine nun besonders Köchinnen familienverträgliche Wege in der Küchenkarriere aufzeigen können.“

Sushi kommt nicht aus Japan!

Reis mit etwas anderem = Sushi

Wer an japanisches Essen denkt, hat sofort die mundgerechten Stücke des Sushi im Kopf. Dabei ist das Gericht aus gesäuertem Reis, ergänzt zum Beispiel um rohen oder geräucherten Fisch, rohe Meeresfrüchte, getrockneten und gerösteten Seetang, Algen, Gemüse, Tofu und Ei keine Erfindung aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die Art der Zubereitung stammt aus der Region um den Fluss Mekong.

Für Sushi (= Reis mit etwas anderem) werden bevorzugt Reissorten mit guten Klebeeigenschaften verwendet. Vor der Zubereitung wird der Reis gründlich gewaschen und anschließend mit einem Stück Seetang bei geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur gekocht. Er quillt dann für eine Weile bei niedriger Temperatur und wird dann vom Herd gezogen, um ihn nachgaren zu lassen. Der gegarte Reis wird im nächsten Schritt in einen Holzbottich gefüllt und mit einer Würzmischung aus Reisessig, Salz und Zucker oder Reiswein versetzt. Bis zur Verwendung wird der Reis zum Schutz vor Austrocknung mit einem feuchten Tuch abgedeckt.

Die weitere Verarbeitung hängt dann von der Art des Sushis ab. Neben der traditionellen Art wird der Reis auch industriell vorgekocht und entweder als Reismasse in großen Behältern oder als vorgefertigte Ware ausgeliefert. Meist muss der Reis vor dem Verkauf an den Kunden dann nur noch belegt werden.

In gehobenen Sushi-Restaurants bereitet der Koch Sushi so zu, dass es vom Kunden nicht mehr nachgewürzt werden muss. Die Köche verwenden häufig eine eigene Sojasoßenmischung zum Einpinseln des auf dem Reis liegenden rohen Fisches. Weiterhin fügt der Koch bereits die von ihm als richtig empfundene Menge Wasabi (grüner, japanischer Meerrettich) hinzu, wobei bei fettem Fisch mehr Wasabi verwendet wird als bei magerem.

Im Supermarkt angebotene Sushi-Platten sind meist bis zu drei Tage haltbar. Aus hygienischen Gründen wird für sie kein roher unbehandelter Fisch verwendet, sondern häufig geräucherter Lachs oder gekochte Garnelen. Sushis sind auch als Tiefkühlprodukt erhältlich. Korrekt bezeichnet werden diese Produkte als Sushi „plus Sortenbezeichnung“ (z. B. „Nigiri“) mit dem beigegebenen Lebensmittel (z. B. „Garnelen“). Die alleinige Angabe „Sushi“ reicht nicht aus.
Dr. Jörg Häseler, www.aid.de

Kirschen

2,1 Kilogramm Kirschen verbrauchte jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch, bei dem auch alle Kirscherzeugnisse, wie Säfte oder Marmeladen, eingerechnet werden, bewegt sich seit einigen Jahren auf stabilem Niveau (2012: 2,3 Kilogramm, 2011: 2,1 Kilogramm, 2010: 2,3 Kilogramm). Süß- und Sauerkirschen wurden 2013 in Deutschland auf rund 7.400 Hektar angebaut. Der Süßkirschenanbau machte mit rund 5.200 Hektar den größeren Anteil aus. Mit über 2.000 Hektar ist Baden-Württemberg mit Abstand Hauptanbaugebiet von Süßkirschen, gefolgt von Niedersachsen mit rund 500 Hektar. Sauerkirschen wurden 2013 in Deutschland auf einer Fläche von auf rund 2.200 Hektar geerntet. Die größten Anbauregionen lagen in Rheinland-Pfalz (über 600 Hektar) und Sachsen (mehr als 500 Hektar).

Die Kirschernte ist zur Zeit in vollem Gange. Obstbauern rechnen für 2014 mit einer guten Ernte: Wegen des milden und trockenen Frühjahrs werden schätzungsweise 51.900 Tonnen Kirschen erwartet. Das sind rund 38 Prozent mehr als in der Saison zuvor – allerdings fiel die Ernte 2013 mit 37.523 Tonnen wetterbedingt schwach aus. Erntezeit für Kirschen ist meist Juni bis August. Da Kirschen nach der Ernte nicht nachreifen, werden sie reif gepflückt und sollten dann möglichst rasch verzehrt werden.

Hobbykochwettbewerb

Mitmachen und gewinnen: iglo sucht Deutschlands kreativstes Hobbykoch-Team

Hobbyköche, Küchenfeen und experimentierfreudige Rezeptfans aufgepasst: Ab sofort ist iglo auf der Suche nach den kreativsten Sternen am Hobbykoch-Himmel. Verbraucher aus ganz Deutschland können mitmachen und mit etwas Glück beim großen Kochevent in Hamburg im September dabei sein.

„Ran an die Töpfe!“ lautet das Motto, wenn der Hamburger Tiefkühlkosthersteller iglo zum großen Kochduell aufruft. Mitmachen kann jeder, der leidenschaftlich gerne kocht und sein Können unter Beweis stellen möchte. Bis zum 17. August 2014 können sich Verbraucher über die Homepage www.iglo.de/hobbykoch bewerben. Wie das geht? Ganz einfach: Die Teilnehmer dürfen ihrer kulinarischen Kreativität einfach freien Lauf lassen und ihre schönste Rezeptidee zu einem vorgegebenen oder einem Thema ihrer Wahl einsenden.

Aus allen Einsendungen kürt die iglo Jury die zehn vielversprechendsten Hobby-Köche Deutschlands. Diese dürfen dann mit Unterstützung des vom Hamburger Szene-Restaurant Fillet of Soul bekannten Kochprofis Patrick Gebhardt am 13. September 2014 in Hamburg in einem spannenden Live-Duell gegeneinander ankochen. Dabei sind sie nicht allein: Ob mit dem besten Freund, der kocherfahrenen Mama oder der Oma mit dem traditionellen Geheimrezept – die Kandidaten dürfen ihren besten Kochgehilfen mitbringen und als Koch-Duo in einem aufregenden Kopf-an-Kopf-Kochen live gegen die anderen Teams antreten. Das Gewinner-Duo erhält je eine hochwertige Kenwood Küchenmaschine Cooking Chef KM086 im Wert von ca. 1.200 Euro sowie eine exklusive, aufmerksamkeitsstarke Medien-Veröffentlichung in der Heimatstadt.

Anton Schmaus

Dieser Tag wurde mit Spannung erwartet: Sternekoch Anton Schmaus hat sein neues Restaurant Storstad im Zentrum Regensburgs eröffnet und verwirklicht damit seine ganz eigene gastronomische Vision. In nur zehn Wochen Umbauphase entstand im fünften Stock des geschichtsträchtigen Goliath-Hauses ein gastronomisches Konzept, das puristisch, skandinavisches Design und aufgeschlossenes Großstadtflair verbindet. Gäste erwarten drei ineinander übergehende Genussbereiche (Restaurant, Bar, Lounge). Das absolute Highlight ist dabei der Skyframe im Restaurantbereich mit atemberaubendem Blick über die Altstadt und den Dom.

Obwohl das Storstad hoch über den Dächern der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt liegt, möchte Anton Schmaus damit bewusst Schwellen abbauen. Storstad heißt auf Schwedisch Großstadt und es ist genau die offene, großstädtische Denkweise, die Konventionen prüft und verwirft, auch mal provoziert und verschiedenste Kulturen einfließen lässt, die Anton Schmaus hier auf allen Ebenen verwirklichen möchte. „Großstadt ist das, was in Deinem Kopf passiert“, sagt der junge Spitzenkoch. „Ich möchte hier zeitgemäße, unangestrengte Küche bieten, casual fine dining auf höchstem Niveau, ganz ohne Krawattenzwang.“

So soll das Storstad höchsten Standards gerecht werden, ohne ein „Gourmettempel“ im herkömmlichen Sinne zu sein. „Wichtig ist zunächst einmal geiles, leckeres Essen – „Foodporn“ eben“, so Anton Schmaus weiter. Deshalb werden im Storstad nicht nur gehobene Mehrgang-Menüs angeboten, auch Burger und Bar-Food können kredenzt werden oder einfach nur ein feiner Cocktail auf der Loungeterrasse. Das Storstad steht allen offen, die gutes Essen und guten Service lieben – egal ob sie nun im Anzug oder in Jeans und Turnschuhen aufschlagen.

www.storstad.de

Veganes Kochbuch für Gourmets

Veganes Essen ist eine Frage des Genusses, nicht der Ideologie. Unter diesem Motto hat Ursel Kiefer auf 324 Seiten ihr Kochbuch „ab und zu vegan-4-you“ mit 135 Rezepten und Fotos zusammengestellt. Dass vegane Ernährung die Gesundheit fördert und zugleich dem Tier- sowie dem Umweltschutz dient, sind willkommene Nebeneffekte. Diese treten auch dann ein, wenn man nur „ab und zu“ auf tierische Produkte verzichtet. „Wenn es schmeckt, wird man es ganz von allein öfter tun“, ist die Autorin überzeugt. Sie plädiert für einen undogmatischen und genießerischen Umgang mit dem veganen Alltag.

Um den höchstmöglichen Genussfaktor zu erreichen, hat Ursel Kiefer einen Großteil der Rezepte vom Küchenchef Ralf Hiener (Essbare Landschaften, Raskolnikoff, Dresden) prüfen und nachkochen lassen. „Dabei wurde ich vom Vegan-Skeptiker zu einem großen Fan veganer Kochkunst“, betont der Gastronomie-Profi. In der Einleitung schildert die Autorin, wie sie selbst zum veganen Essen und Kochen fand. In dieser sehr persönlichen Geschichte spielen die Aspekte Tierschutz und Gesundheit eine große Rolle. Deshalb packt sie auch das heikle Thema Mangelerscheinungen durch vegane Ernährung bei den Hörnern: In einem Interview mit der Ernährungsexpertin Prof. Dr. Michaela Döll erfährt der Leser, wie ein Mangel an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen vermieden werden kann – was übrigens auch für Fleischesser interessant ist. Im einleitenden Kapitel „Lebensmittelkunde“ werden zudem wichtige Zutaten der veganen Küche ausführlich vorgestellt.

Doch das wichtigste sind natürlich die Rezepte: Vom Brotaufstrich bis „Vegan international“ reicht die breite Palette der Gerichte, die so appetitlich wie übersichtlich präsentiert werden. Suppen, Pasta und Aufläufe gehören ebenso zu den liebevoll zusammengestellten Kreationen wie Soßen, Gemüse und Salate. Anregungen für die schnelle Küche, Grundrezepte für vielfältigen Einsatz und aufwendige Hauptgerichte finden sich in dem von der Autorin selbst gestalteten Buch.

Dogmatismus aller Art lehnt sie ab und setzt auf die sanfte Überzeugungskraft leckerer Rezepte und fundierter Argumente: „Ich denke, dass man mit Schwarzweißdenken nicht weiterkommt, und dass jeder für sich selbst entscheiden soll. Ich möchte lieber zur Diskussion stellen, was passieren würde, wenn sich der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von 87 Kilogramm Fleisch auf 50 Kilogramm oder auf noch weniger reduzierte. Und wenn die Menschen auch Fisch, Käse und Milch bewusster einkaufen, sich vielleicht nur noch jeden zweiten Sonntag ein Ei genehmigen und so den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 217 Eiern halbieren würde.“ Mit den feinen Rezepten ihres Kochbuchs wird solches Umdenken auch für ausgesprochene Eierspeisen- und Fleischliebhaber zu einer leichten Übung.

Ursel Kiefer ist gelernte Schriftsetzerin und Fotografin und hat viele Jahre in den Bereichen Marketing und Vertrieb in mittelständischen Unternehmen gearbeitet. Sie war ehrenamtlich bei der Anonymen Telefonseelsorge tätig und hat dort als Kotrainerin bei der Ausbildung neuer Mitarbeiter gewirkt. Als ausgebildete Heilpraktikerin und Transaktionsanalytikerin (Praxiskompetenz) betreibt sie heute eine Praxis für Psychotherapie und Coaching in Wehr nahe der Schweizer Grenze.

Das Buch
Ursel Kiefer
ab und zu vegan-4-you
Vrösche-Verlag, Wehr, 2014
ISBN 978-3-00-045090-7 (Bestellink)
Format: 165 x 245 x 30 mm
23 Euro

Die Rezepte
können auch auf Karten einzeln bestellt werden: http://vegan-4-you.com