Neue Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Leberkrebsrisiko

Wie zahlreiche Studien zeigen, haben Menschen,
die viel Kaffee trinken, im Vergleich zu Personen, die nur wenig oder
keinen konsumieren, ein vermindertes Leberkrebsrisiko. Die Ursachen für
diesen Zusammenhang sind jedoch noch nicht geklärt. Ein internationales
Forscherteam um Krasimira Aleksandrova und Heiner Boeing vom Deutschen
Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun Biomarker* im Blut von
Studienteilnehmern identifiziert, die erste Hinweise auf
entzündungshemmende und zellschützende Mechanismen geben, die der
beobachteten Risikobeziehung zu Grunde liegen könnten. Die Forscher
publizierten kürzlich ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift American
Journal of Clinical Nutrition**.

Wie die aktuelle Untersuchung im Rahmen einer der größten europäischen
Langzeiternährungsstudien (EPIC***) zeigt, haben Menschen, die täglich
mehr als 600 ml (4 Tassen) Kaffee konsumieren im Vergleich zu Menschen,
die weniger als 300 ml (2 Tassen) trinken, ein um 75 Prozent
vermindertes Risiko an Leberkrebs zu erkranken. Diese Beobachtung deckt
sich mit den Ergebnissen zahlreicher anderer Beobachtungsstudien und
Meta-Analysen der letzten Jahre. Neu an der Studie ist, dass die
Wissenschaftler darüber hinaus den Einfluss von 21 leberrelevanten
Biomarkern auf den beobachteten Zusammenhang untersuchten, um hierdurch
mehr über die zu Grunde liegenden biologischen Mechanismen zu erfahren.
Hierzu analysierten sie die Blutproben von 125 Menschen, die während der
Studie erstmals an Leberkrebs erkrankt waren, sowie die von 250 gesunden
Studienteilnehmern. Die Blutproben hatten die Wissenschaftler zu Beginn
der Studie und damit 2,4 bis 6,8 Jahre vor dem Auftreten der
Leberkrebserkrankungen entnommen und bis zur Analyse bei -196°C in
flüssigem Stickstoff gelagert. Wie die Forscher feststellten, spielen
besonders drei der untersuchten Biomarker für die Risikobeziehung
zwischen Kaffeekonsum und Leberkrebs eine große Rolle. Zu diesen zählen
der Botenstoff Interleukin-6, der an der Regulation von
Entzündungsreaktionen beteiligt ist, sowie die beiden Enzyme
Aspartat-Aminotransferase und Gamma-Glutamyltransferase, die auf eine
Schädigung der Leberzellen bzw. Gallenerkrankungen hinweisen.

„Unsere Biomarkeranalysen sprechen dafür, dass es eine ursächliche
Beziehung zwischen einem starken Kaffeekonsum und einem verminderten
Leberkrebsrisiko gibt. Sie lassen zudem annehmen, dass Kaffee die Leber
vor Entzündungen und Zellschäden schützt und so der Krebsentstehung
entgegenwirkt“, sagt Erstautorin Aleksandrova.

„Wie eine von uns bereits 2012 im Rahmen der EPIC-Studie durchgeführte
Untersuchung**** zudem zeigt, ist der Genuss von Kaffee nicht mit einem
erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen verbunden. Daher spricht aus
gesundheitlicher Sicht nichts dagegen, Kaffee zu trinken, wenn man ihn
gut verträgt“, ergänzt Heiner Boeing, der die Abteilung Epidemiologie
am DIfE leitet. „Andersherum sollten sich Menschen aber aufgrund der
Ergebnisse nicht genötigt sehen, viel Kaffee zu trinken. Kaffeetrinken
sollte Genuss und keine Pflichtübung sein. Um Krankheiten wirksam
vorzubeugen, kommt es auf die gesamte Lebensweise an. Wer nicht raucht,
ausreichend Gemüse, Obst und ballaststoffreiches Getreide isst, sich
körperlich bewegt sowie auf ein normales Körpergewicht achtet,
besitzt ein wesentlich geringeres Erkrankungsrisiko als diejenigen, die
sich gegenteilig verhalten – nicht zuletzt hinsichtlich des
Leberkrebsrisikos“, weiß Boeing. Man könne durch einen gesunden
Lebensstil sicher nicht jede Erkrankung verhindern, jedoch das
persönliche Erkrankungsrisiko verringern.

Hintergrundinformationen:
* Biomarker sind charakteristische biologische Merkmale, die objektiv
gemessen werden und auf einen normalen biologischen oder krankhaften
Prozess im Körper hinweisen können. Bei einem Biomarker kann es sich um
Zellen, Gene, Stoffwechselprodukte oder bestimmte Moleküle wie Hormone
handeln. Als eingängiges Beispiel sei das Blutbild genannt, das Hinweise
auf den Gesundheitszustand des Patienten gibt (Quelle: Wikipedia).

** Aleksandrova et al.: The association of coffee intake with liver
cancer risk is mediated by biomarkers of inflammation and hepatocellular
injury: data from the European Prospective Investigation into Cancer and
Nutrition; American Journal of Clinical Nutrition; 2015; doi:
10.3945/ajcn.115.116095
(http://ajcn.nutrition.org/content/early/2015/11/11/ajcn.115.116095.long

Weihnachtszeit ist Kaffeezeit

Kaffee und Kaffeemaschinen liegen unterm Weihnachtsbaum

17,6 Prozent der Deutschen trinken an den Weihnachtsfeiertagen mehr Kaffee als sonst. Dies ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Kaffeeverbandes. Auch als Geschenk ist Kaffee bei den Deutschen beliebt: Jeder Zehnte verschenkt Kaffee oder eine Kaffeemaschine zu Weihnachten. „Weihnachtszeit ist Kaffeezeit“, so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes im Gourmet Report Gespräch. Der Umfrage zufolge genießen drei von vier Personen an Weihnachten Kaffee. Rund jeder Zehnte trinkt an den Weihnachtstagen fünf oder mehr Tassen Kaffee täglich. „Dies zeigt, dass Deutschland gerade zu Weihnachten ein Land der Kaffeetrinker ist“, sagt Preibisch.

Während der Kaffeekonsum bei vielen an Weihnachten laut der Umfrage höher liegt als sonst, gaben nur knapp 5 Prozent der Befragten an, weniger zu trinken. „Kaffee gehört für die Deutschen zu Gesellig- und Feierlichkeit dazu“, so Preibisch.

Vor allem weibliche Kaffeetrinker verbinden die Weihnachtsfeiertage stark mit dem anregenden Heißgetränk: Der Anteil der Frauen, die zu Weihnachten Kaffee trinken, liegt rund 10 Prozent über dem der Männer.

Kaffee und Kaffeemaschinen als Weihnachtsgeschenke beliebt

Kaffee und Kaffeemaschinen stehen als Weihnachtsgeschenke hoch im Kurs. Jeder zwanzigste Befragte wird eine Kaffeemaschine als Präsent unter den Weihnachtsbaum legen.

Laut der Umfrage sind 40 Prozent der an Weihnachten verschenkten Kaffeemaschinen Pad- oder Kapselmaschinen. Vor allem die jüngere Generation bis 29 Jahre verschenken Einzelportionenmaschinen, bei den 30-39-Jährigen liegen Siebträger/Espressomaschinen hoch im Kurs und die 40-49-Jährigen setzen vielfach auf Filtermaschinen.

Regionale Besonderheiten

    - Den höchsten Kaffeekonsum an Weihnachten haben die Bürger aus
     Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 17
     Prozent der dort Befragten trinken fünf oder mehr Tassen Kaffee
     täglich an Weihnachten.  
    - Der Anteil der Personen, die an Weihnachten Kaffee trinken,
     liegt in Baden-Württemberg mit 82,5 Prozent am höchsten.  
    - In Hessen trinken 28 Prozent der Bürger an den Weihnachtstagen
     pro Tag ein bis zwei Tassen mehr als sonst.  
    - Jeder zehnte Hamburger trinkt zu Weihnachten täglich drei oder
     mehr als drei Tassen zusätzlich zum normalen Kaffeekonsum.  
    - Jeder zehnte Bürger der neuen Bundesländer verschenkt an
     Weihnachten Kaffee. "So knüpfen die Ostdeutschen scheinbar an
     die Tradition der "Westpakete" an, die häufig zu DDR-Zeiten
     Kaffee als Geschenk von westdeutschen Verwandten enthielten", so
     Preibisch.  

Umfrage vom 18.12.2012, 1.006 Befragte ab 14 Jahren in Deutschland

www.kaffeeverband.de

Deutsche tranken in 2009 über eine Milliarde mehr Tassen Kaffee

Der Kaffeekonsum ist 2009 das vierte Jahr in Folge gestiegen, obwohl einzelne Kaffee-Segmente aufgrund der Krise Rückgänge verzeichnen mussten. 150 Liter Kaffee trank jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr im Durchschnitt. Damit ist Kaffee weiterhin das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg: „Deutschland ist ein Kaffeeland. Dies zeigt allein die Steigerung im Kaffeekonsum um 1,3 Milliarden Tassen Kaffee im Vergleich zum Vorjahr.“

Der Deutsche Kaffeeverband meldet für 2009 ein Wachstum sowohl im Röstkaffeemarkt als auch beim löslichen Kaffee. Vor allem die Segmente Espresso/Caffè Crema sowie Pads und Kapseln konnten im Jahr 2009 ein deutliches Plus von mehr als zehn Prozent verzeichnen. „Der Konsument will Lifestyle, Convenience und Qualität in einem. Dies zeigt die Marktentwicklung von Espresso und Einzelportionen, die eine schnelle und einfache Zubereitung ermöglichen“, so Preibisch.

Insgesamt wurden im Jahr 2009 in Deutschland 407.000 Tonnen Röstkaffee und 12.400 Tonnen löslicher Kaffee abgesetzt. Dies entspricht einer Menge von 527.160 Tonnen Rohkaffee und einem Plus von rund 1,7 Prozent.

Espresso/Caffè Crema weiterhin stark gefragt

Espresso und Caffè Crema haben erneut einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt wurden 48.000 Tonnen Espresso/Caffè Crema im Jahr 2009 abgesetzt. Vor allem der Verbrauch von Espresso aus deutscher Produktion ist stark gewachsen. Wurde bis zum Jahr 2006 deutlich mehr Espresso/Caffè Crema aus italienischer Röstung in Deutschland konsumiert, so kehrt sich dieser Trend seit einigen Jahren um. Im Jahr 2009 wurde mehr als das Doppelte des in Deutschland konsumierten Espressos in Deutschland geröstet als aus Italien importiert.

„Espresso und Caffè Crema sind weiterhin stark gefragt. Diese Mischungen werden vorrangig in Vollautomaten eingesetzt und sind die Grundlage für den von Vielen zu Hause und unterwegs so geliebten Cappuccino und Latte Macchiato“, so Holger Preibisch im Gourmet Report Interview.

Markt für Einzelportionen wächst stetig

Der große Wachstumstrend bei Pad- und Kapselsystemen hält weiter an. Im vergangenen Jahr konnte der Absatz um rund 15 Prozent gesteigert werden. Seit 2004 ist der Konsum von Einzelportionen um das Zehnfache gewachsen.

Mehr Kaffee zu Hause getrunken

Der Außer-Haus-Markt musste im weltwirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 einen Rückgang hinnehmen. Kurzarbeit und vermehrte Arbeitslosigkeit sowie reduzierte Geschäftsreisen wirkten sich auf das Konsumverhalten der Deutschen aus. „Viele Bundesbürger haben in 2009 aus Mangel an Gelegenheiten ihren Kaffee nicht wie sonst zuvor im Büro, in der Fabrik oder auf Geschäftsreisen getrunken sondern zu Hause“, berichtet Holger Preibisch dem Gourmet Report. Zum Außer-Haus-Markt zählen neben Gastronomie und Hotellerie auch Kantinen, Krankenhäuser und der Konsum am Arbeitsplatz. Der Anteil des Außer-Haus-Marktes lag 2009 bei 25 Prozent des Gesamtmarktes.

Löslicher Kaffee wächst kontinuierlich

Das vierte Jahr in Folge ist der Absatz von löslichem Kaffee gestiegen. Preibisch erklärt: „Das Wachstum für löslichen Kaffee ist Folge des Trends der einfachen Zubereitung. Löslicher Kaffee ist die komfortabelste und schnellste Art, Kaffee zuzubereiten.“ Der Marktanteil für löslichen Kaffee liegt bei rund 8 Prozent.

Zertifizierte Kaffees auf Vorjahresniveau

Entgegen der Erwartungen ist der Marktanteil von zertifizierten Kaffees (einschließlich Bio-Kaffees) im Jahr 2009 nicht gestiegen, sondern blieb auf Vorjahresniveau bei zwei bis drei Prozent. „Der Konsument hat insbesondere in den Supermärkten von dem breiten Sortiment der zertifizierten Kaffees weniger Gebrauch gemacht als erwartet. Hier ist aber weiterhin Wachstumspotenzial für die Zukunft des Kaffees“, so Holger Preibisch abschließend im Gourmet Report Interview.

Kaffeekonsum der Deutschen seit Jahren steigend

Kaffee ist krisensicher
Kaffeekonsum der Deutschen seit Jahren steigend

Kaffee bleibt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Deutschlands Lieblingsgetränk. Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger durchschnittlich pro Kopf 148 Liter Kaffee getrunken. Seit Jahren steigt der Kaffeekonsum stetig und hat sich seit dem Jahr 2005 um vier Liter pro Bürger gesteigert. Der Absatz von Wasser und Bier dagegen ging im vergangenen Jahr zurück. Der Verband Deutscher Mineralbrunnen weist den Wasserkonsum für das Jahr 2008 mit 133,8 Litern pro Kopf aus. Der Konsum von Bier blieb laut Angaben des Brauer-Bundes im Jahr 2008 bei durchschnittlich 111,1 Litern.

„Deutschland ist ein Kaffeeland“, so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg. „Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise setzen die Deutschen ganz bewusst auf Genuss und sparen nicht beim Kaffee.“

„Kaffee – ein unbeschwerter Genuss“ ist das Motto des diesjährigen „Tag des Kaffees“ am 25. September 2009. Mit kleinen und großen Aktionen feiern zahlreiche Unternehmen das Lieblingsgetränk der Deutschen. Der „Tag des Kaffees“ wird seit 2006 vom Deutschen Kaffeeverband ausgerichtet und jeden letzten Freitag im September gefeiert. Schirmherrin ist in diesem Jahr Eiskunstläuferin und Schauspielerin Tanja Szewczenko. Weitere Infos gibt es auf www.tag-des-kaffees.de .

Tag des Kaffees

Tag des Kaffees

Deutsche trinken 146 Liter pro Jahr

„Kaffee – eine internationale Köstlichkeit“. Unter diesem Motto wird am 26. September 2008 der „Tag des Kaffees“ gefeiert. Dass Kaffee in Deutschland äußerst beliebt ist, zeigt der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum. Im vergangenen Jahr tranken Frau und Herr Mustermann 146 Liter. Das ist mehr als Mineral- und Heilwasser (130,4 Liter, Konsum 2007) oder Bier (116 Liter, Konsum 2006). Bundesweit zeigen Aktionen nun die verschiedenen Facetten des Genussmittels, ob Show-Röstungen, Ausschank von internationalen Spezialitäten oder Ausstellungen.
So wird in Skandinavien Kaffee zu jeder Tages- und Nachtzeit und am liebsten stark getrunken. Zu besonderen Anlässen darf er auch mit einem Schuss Alkohol verfeinert werden. Die Finnen sind mit knapp zwölf Kilogramm Rohkaffee pro Kopf und Jahr Spitzenreiter im Kaffeekonsum in Europa. Die Deutschen liegen mit immerhin rund sechs Kilogramm noch vor Italien und Spanien. In Italien ist der Klassiker Espresso mit Zucker beliebt. Capuccino ist übrigens ein Espresso mit aufgeschäumter Milch. Für Latte Macchiato wird der Espresso auf heiße Milch mit Schaum gegossen, so dass sich drei Schichten bilden. Der neueste Trend kommt aus den USA: In Coffeeshops werden mit Sirup aromatisierte Varianten in zahlreichen Geschmacksrichtungen zum Mitnehmen angeboten. Es bleibt abzuwarten, ob sich das auch in Deutschland durchsetzen wird.

aid, Heike Kreutz

Kaffee in der Schwangerschaft:

Kaffee in der Schwangerschaft: Drei Tassen täglich sind unbedenklich

Auch in der Schwangerschaft ist gegen einen maßvollen Kaffeekonsum von höchstens drei Tassen täglich nichts einzuwenden. Das bestätigt eine aktuelle Bewertung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Kaffee enthält viel Koffein – durchschnittlich dreißig bis hundert Milligramm pro hundert Milliliter. Die Menge ist unter anderem von der Röstung, Art und Mischung der verwendeten Kaffeesorte und der Brühmethode abhängig. Das Alkaloid kann die Plazentaschranke frei passieren. Daher ist die Konzentration im Blutplasma des Fötus ebenso hoch wie bei der Mutter. Auch die Wirkungen wie eine Erhöhung des Herzschlages und Aktivierung des Nervensystems sind vergleichbar. Die erhöhte Konzentration bleibt beim Baby sogar länger erhalten, da die Aktivität des Koffein abbauenden Enzyms in der Leber noch sehr gering ist. Einige Studien lassen vermuten, dass eine übermäßige Koffeinaufnahme unter Umständen zu einem geringeren Geburtsgewicht des Kindes oder zu vermehrten Fehlgeburten führen kann. Daher empfehlen Ernährungsexperten vorsorglich, die Koffeinaufnahme in der Schwangerschaft und Stillzeit auf höchstens 300 Milligramm pro Tag zu beschränken. Koffein ist in geringeren Mengen auch in Schwarzem und Grünem Tee, Cola, Energy Drinks und Schokolade enthalten. AID

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), DGE-Info Nr.10/2007 vom 20. November 2007

Genuss erlaubt – Kaffee: Viel mehr Muntermacher als Gesundheitsrisiko

– Wer Kaffee in Maßen genießt, muss sich in aller

Regel keine Sorgen um seine Gesundheit machen. Kaffee hebt die

Stimmung, erhöht die Aufmerksamkeit und verbessert die körperliche

und geistige Leitungsfähigkeit. „Das Risiko für Herzinfarkt und

Schlaganfall wird durch moderaten Kaffeekonsum nicht gesteigert“,

sagt Prof. Dr. Andreas Pfeiffer, Ernährungsmediziner am Deutschen

Institut für Ernährungsforschung und der Berliner Charité im

Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Der zeitweilige Ruf als

Flüssigkeitsräuber ist als schlichter Irrtum entlarvt worden, und

Hochdruckkranken raten Experten nicht grundsätzlich von Kaffee ab,

sondern empfehlen, die Wirkung zu beobachten und den Konsum dann

einzuschränken, wenn es nach dem Genuss tatsächlich zu einem

Blutdruckanstieg kommt.

Auch wer zu Sodbrennen neigt, kann getrost

erst beobachten, ob Kaffee dabei eine Rolle spielt, bevor er darauf

verzichtet. Magenempfindliche fahren oft besser mit Schonkaffee.

Diese Variante besitzt übrigens den vollen Koffeingehalt; reduziert

sind Säuren. Auch Milch macht das schwarze Gebräu bekömmlicher.

Frauen mögen es süß, Männer vor allem einfach

Eine aktuelle Studie zum Konsum des Lieblingsgetränks der
Deutschen zeigt die neuesten Trends:

– Der Kaffeekonsum stabilisiert sich und verzeichnet einen
leichten Aufwärtstrend.
– Kaffeespezialitäten und Espresso spielen eine wachsende Rolle
für deutsche Kaffeetrinker.
– Das Frühstück ist der wichtigste Zeitpunkt für Kaffee.
– Der Genuss zu Hause wird verstärkt geschätzt.
– Espresso- und Einzelportionsmaschinen finden sich in immer mehr
deutschen Haushalten.

Der Kaffeekonsum in Deutschland stabilisiert sich: Fast 70 Prozent
der Verbraucher sind regelmäßige Kaffeetrinker. Weitere 18 Prozent
trinken gelegentlich Kaffee. Nach einem leichten Rückgang des Konsums
Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre hat Kaffee sich jetzt
seinen festen Platz als Lieblingsgetränk der Deutschen zurückerobert.
Dies zeigt eine aktuelle repräsentative Studie des „Mafo-Institut“
aus Schwalbach, die im Auftrag von Tchibo durchgeführt wurde. Vor
allem Frauen schätzen das belebende Getränk: 72 Prozent bezeichnen
sich als regelmäßige Konsumentinnen, bei den Männern sind es nur 65
Prozent.

Die neue Vielfalt im Kaffeesortiment ist ein relevanter Faktor für
die Wiederbelebung des Kaffeekonsums. Ob Filterkaffee, Espresso,
Caffè Crema, Latte Macchiato oder andere Kaffeespezialitäten – die
Verbraucher haben soviel Auswahl wie nie zuvor. Vor allem Espresso
und Kaffeespezialitäten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. 17
Prozent der Befragten genießen regelmäßig Kaffeespezialitäten, der
Espressokonsum hat sich im Vergleich zu 2002 sogar mit fünf Prozent
regelmäßigen Genießern mehr als verdoppelt. Auch hier gibt es
deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer schätzen
Kaffeegetränke, die sie schnell zubereiten können wie zum Beispiel
Espresso. Frauen investieren gern etwas mehr Zeit und bereiten sich
leckere Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato mit
verschiedenen süßen Aromen zu (18 Prozent). Ein Blick auf die
Vorlieben verschiedener Altersgruppen zeigt, dass junge Menschen
unter 35 Jahren gern auf die Unkompliziertheit von
Instant-Kaffeegetränken zurückgreifen (24 Prozent), während Espresso
vor allem in der Zielgruppe 35-54 Jahre deutliche Zuwächse
verzeichnet. Beide Effekte tragen zu einer zunehmenden Verjüngung des
Kaffeemarktes bei.

Der wichtigste Zeitpunkt für den Genuss einer guten Tasse Kaffee
ist nach wie vor das Frühstück: Für 84 Prozent der Deutschen gehört
morgens Kaffee auf den Tisch. Die weiteren Mahlzeiten des Tages
spielen für den Kaffeekonsum eine eher untergeordnete Rolle: Nur 17
Prozent trinken zum oder nach dem Mittagessen einen Kaffee, beim
Abendessen sind es sogar nur zehn Prozent. Am Nachmittag nutzen
jedoch 65 Prozent der Befragten ihre Kaffeepause. Der entspannte
Genuss zu Hause ist dabei wieder stärker im Kommen: 94 Prozent
trinken hier gern in Ruhe einen Kaffee.

Nicht nur die Zahl der Kaffeeliebhaber steigt, auch die
Absatzmenge: Im Durchschnitt trinken die Deutschen 3,7 Tassen Kaffee
pro Tag, sowohl die Frauen als auch die Männer. Im Jahr 2002 lag
dieser Wert bei 3,5 Tassen. Auch hier spielen die vielfältigen neuen
Kaffeespezialitäten sowie Espresso eine wichtige Rolle, während
löslicher Kaffee etwas weniger konsumiert wird.

Der Bestand an Kaffeemaschinen in deutschen Haushalten spiegelt
diese neue Begeisterung für Vielfalt wider. Der Trend geht zur
Zweitmaschine: Im Durchschnitt besitzt jeder Haushalt 1,2
Kaffeemaschinen. Die wichtigste Rolle spielt hier immer noch die
klassische Filterkaffeemaschine (78 Prozent), aber auch die
verschiedenen Systeme von Espressomaschinen kommen gemeinsam auf
zwölf Prozent. Die bequemen Einzelportionsmaschinen mit Kaffeepads
oder -kapseln tragen ebenfalls zur Wiederbelebung des Kaffeetrends
bei: Sieben Prozent der Haushalte besitzen bereits eine entsprechende
Maschine.