Elektrolux Wettbewerb

„Du bist, was Du isst“ – wer kennt dieses Sprichwort nicht? Gesunde und nachhaltige Lebensmittel sind daher mittlerweile fester Bestandteil des täglichen Speiseplans. Im Rahmen des neuen Ideas Lab sucht Electrolux ab sofort auf der ganzen Welt nach neuen Inspirationen rund um das häusliche Kocherlebnis. Dem Gewinner dieses Wettbewerbs winken nicht nur 10.000 Euro, sondern auch eine einzigartige Möglichkeit, seine Idee zu verwirklichen.

Die Leidenschaft für gutes Essen boomt. Foodies sind stetig auf der Suche nach lokalen Produkten, teilen ihre kulinarischen Errungenschaften auf ihren Social Media Kanälen, besuchen unbekannte Restaurants für immer neue geschmackliche Highlights und kaufen mehr Kochbücher als je zuvor.

Auf der anderen Seite steht das Essen und die damit verbundene Produktion, eine der größten Gesundheitsgefahren und eine nicht minder schwerwiegende Bedrohung für den Planeten. Nicht nur die wachsenden Berge von Lebensmittelabfällen und CO2-Emissionen sind problematisch. Auch gesundheitliche Folgen wie Fettleibigkeit und Diabetes in den Ländern der ersten Welt und Unterernährung in den Dritte-Welt-Ländern nehmen immer mehr zu. So wächst nicht nur der Appetit auf qualitativ hochwertiges Essen, sondern auch der Hunger nach einer nachhaltigen und gesunden Lösung.

Electrolux hat sich verpflichtet, die Gesundheit und das Wohlbefinden für die Menschen und ihre Umwelt zu fördern und leistet seit fast einem Jahrhundert mit seinen Haushaltsgeräten Pionierarbeit. Mit dem Ideas Lab geht Electrolux einen Schritt weiter und regt Verbraucher weltweit zum Nachdenken an. Die wachsende Leidenschaft für Essen ist ein wichtiger Bestandteil für eine gesündere und nachhaltigere Ernährung von morgen.

Kulinarische Ideen der Zukunft
„Mit dem Electrolux Ideas Lab wollen wir die Menschen ermuntern, kreativ zu sein und Lösungen für eine Erleichterung des Alltags und für ein besseres Zuhause schaffen. Der Wettbewerb feiert die kreativen Köpfe und ermöglicht es ihnen, ihre Ideen noch weiter auszubauen und in die Tat umzusetzen“, erklärt Jonas Samuelson, CEO von Electrolux.

Das Ideas Lab des Haushaltegeräteherstellers ist die Chance für alle kreativen und kulinarischen Erfinder, ihre Ideen für die gesündere und nachhaltigere Produktion und Zubereitung von Lebensmitteln mit der Öffentlichkeit zu teilen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Smartphone-Apps, Food-Sharing-Programme, innovative Rezeptsammlungen, Küchengeräte, Life Hacks oder vollwertige Geschäftsmodelle können am Wettbewerb teilnehmen.

Der Wettbewerb
Die Teilnahme am Electrolux Ideas Lab Wettbewerb steht kreativen Köpfen ab 18 Jahren auf der ganzen Welt offen und ist als Einzelperson oder als Zweier-Team möglich.
Einfach einen 30-Sekunden-Videoclip mit einer kurzen und aussagekräftigen Beschreibung bis zum 3. Oktober 2016 auf www.electroluxideaslab.com hochladen und am Wettbewerb teilnehmen.

Der Wettbewerb im Überblick:

18. Oktober: Auswahl und Bekanntgabe der Top 50

17. November: Auswahl und Bekanntgabe der 10 besten Ideen

28. November: Der Sieger wird durch Electrolux bekanntgegeben

Der Gewinner wird von einer Jury, bestehend aus Electrolux Experten, gewählt und mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Außerdem erhält er oder sie die Möglichkeit, für eine Woche nach Stockholm, die Start-up-Hauptstadt der Welt, zu reisen. Hier bietet sich die Chance, die Idee voranzutreiben. Diese einzigartige Erfahrung ermöglicht es dem Gewinner zudem, sich mit Experten von Electrolux auszutauschen und inspirierende Einblicke zu erhalten.


“Wir freuen uns und sind gespannt auf viele kreative Ideen von Menschen aus der ganzen Welt, die unsere täglichen Ernährungsgewohnheiten positiv beeinflussen”, so Jonas Samuelsson. “Unser Ziel ist es auch, gemeinsam mit den Ideengebern ihre Innovationen auf ihre Markttauglichkeit zu testen und als Inspiration für unsere Produkte zu nutzen.”

Unter www.electroluxideaslab.com finden sich alle weiteren Informationen und die Plattform, um teilzunehmen.

Mirko Reeh baut seine Frankfurter Kochschule aus

Er kochte schon in Küchen auf der ganzen Welt und ist trotzdem tief mit seiner Heimat verwurzelt. Wenn er nicht vor der Kamera steht oder an neuen Ideen für seine Kochbücher tüftelt, bringt Mirko Reeh in der Mainmetropole Menschen am Herd zusammen. Mit dem Umbau und der Erweiterung seiner Kochschule in Bornheim im April 2016 schuf der hessische TV-Koch nicht nur Raum für mehr Gäste, sondern baute auch sein Kursangebot in der Mainmetropole aus. Neben Küchenparties und Privat- und Firmenveranstaltungen jeglicher Art bietet der Bad Hersfelder gemeinsam mit externen Experten nun auch eine Vielzahl spannender neuer Kulinarikseminare an.

Schon seit über zehn Jahren bringt Fernsehkoch Mirko Reeh in seiner Frankfurter Kochschule Menschen in ungezwungener Atmosphäre zusammen und führt sie an das Thema Kochen heran. Weil die Nachfrage nach Seminaren zu Foodthemen wächst und auch die Kücheneinrichtung schon ein bisschen in die Jahre gekommen war, musste jetzt etwas Neues her. Im April 2016 hat der gebürtige Bad Hersfelder seine Kochschule im Frankfurter Stadtteil Bornheim auf knapp 200 Quadratmeter ausgebaut. Mit einem Durchbruch hat er die Kochschule und den angrenzenden Private Food Club, kurz PFC, noch enger miteinander verbunden. Wo zuvor das Brickland, das Lego-Restaurant für Kinder, und der PFC nebeneinander betrieben wurden, ist jetzt mehr Platz geschaffen worden für Reehs Wohnzimmerküche, wie er den Private Food Club nennt. So konnte der TV-Koch mit seinem Team die Sitzplätze in dem L-förmigen Raum von vorher 32 auf 60 fast verdoppeln. An den drei großzügig eingerichteten neuen Kochinseln in der angegliederten Kochschule finden jetzt bei Events sogar bis zu 100 Personen Platz. Im Juli wird auch der Außenbereich mit der neuen Grillstation fertiggestellt, an der bei den BBQ-Kursen kräftig gebrutzelt werden kann.

Der Fernsehkoch hat nicht nur mehr Raum geschaffen, sondern die Räumlichkeiten in der Wiesenstraße auch technisch auf den neuesten Stand gebracht und seine Kursauswahl überarbeitet. „Neben allen Umbauten und Neuerungen freue ich mich am meisten, dass wir aufgrund der aktuellen Größe unser Kursangebot ausbauen können. Von Kursen zu veganer oder glutenfreier Ernährung über Gin- und Weintastings bis hin zu Grillkursen, in denen wir auf die jährlichen Trends für den Rost eingehen, ist alles dabei.“ Natürlich gibt der TV-Koch weiterhin die meisten seiner Kurse selbst, um aber alle Themen bestmöglich abzudecken, holt sich Reeh für seine Spezialkurse auch mal die fachmännische Unterstützung von Kollegen dazu.

www.mirko-reeh.com

Neue Kinder-Speisekarte

Neue Ideen für eine gesunde Ernährung: Westin Hotels startet einen weltweiten internen Wettbewerb, um neue, kreative Rezepte für die Kinder-Speisekarte „Eat Well Menu for Kids“ zu entwickeln. Ab Juni haben die Mitarbeiter in den mehr als 200 Hotels und Resorts sechs Wochen Zeit, um in den Küchen ihre Kreativität in punkto Kulinarik für Kinder unter Beweis zu stellen und die Speisekarte für die kleinen Gäste neu zu gestalten. Nach einer umfassenden Prüfung der eingereichten Rezepte werden die 40 weltbesten jedem Hotel zur Verfügung gestellt. Diese können dann daraus ihre eigene, regional angepasste Variante des „Eat Well Menu for Kids“ zusammenstellen.

„Unsere kleinsten Reisenden mögen beim Essen experimentierfreudig sein oder nicht – für uns ist es wichtig, Familien eine gesunde Ernährung anzubieten und auch denjenigen frische Alternativen näherzubringen, die sonst vielleicht lieber Fast-Food essen“, sagt Brian Povinelli, Global Brand Leader, Westin Hotels & Resorts. „Als Hotelmarke, die sich das Wohlbefinden ihrer Gäste auf die Fahne geschrieben hat, freut es uns sehr, dass wir jetzt die Kinder-Speisekarte komplett überarbeiten – mit Ideen und Input von unseren eigenen Mitarbeitern und deren Familien sowie mit dem Ziel, gesunde Ernährung auf spielerische Weise ansprechender zu machen.“

In den kommenden zwei Monaten können sich Küchen- und Hotelteams Gerichte ausdenken, die gesund und lecker sind und auch lokale Besonderheiten aufgreifen. Das fertige Rezept reichen die Teams zusammen mit einem Instagram-geeigneten Foto des Gerichts bei der Jury ein. Diese besteht unter anderem aus Experten der SuperChefs, einer Gruppe von Ernährungswissenschaftlern, die sich dafür engagiert, Kindern eine gesunde Ernährung schmackhaft zu machen. Die Gewinner-Rezepte gehen dann weltweit an alle Westin Hotels und Resorts; jedes Hotel kann selbst entscheiden, welche dieser Gerichte es auf seine Kinder-Speisekarte nimmt.

Westin Gäste sind eingeladen, den Wettbewerb zu begleiten. Zahlreiche Hotels bieten Test-Verkostungen für Familien der Angestellten und jüngere Gäste an und tragen dabei Meinungen und weitere Ideen zu den Rezeptvorschlägen zusammen, die in die endgültige Rezeptversion einfließen. Vier Finalisten werden zudem zu Kochkursen der SuperChefs eingeladen – Kurse, bei denen junge Teilnehmer eigene Erfahrung am Herd sammeln und die Welt der Küche entdecken, die neuen Gerichte kreieren und sogar Sous-Chef für einen Tag sein dürfen.

Auf den Social-Media-Plattformen von Westin können sich Leckermäuler und Familien unter #missiondelicious über den Fortgang des Wettbewerbs auf dem Laufenden halten. Dort können sie auch hinter den Kulissen bei der Entwicklung von Rezepten und Gerichten dabei sein und einen Einblick in den Auswahlprozess der Jury bekommen. Die Gewinner des Wettbewerbs werden im August bekanntgegeben, ihre Rezepte kommen dann ab September auf die Kinder-Speisekarten.

Das „Westin Eat Well Menu for Kids“ ist Teil der weltweiten Wellbeing-Kampagne, die das Wohlbefinden der Gäste in den Mittelpunkt stellt. Mit innovativen Partnerschaften und Angeboten sollen Gäste und Mitarbeiter dazu inspiriert werden, neue Wege zum persönlichen Wohlbefinden zu entdecken. Die Kampagne beruht auf sechs Säulen: Feel Well, Work Well, Move Well, Eat Well, Sleep Well and Play Well. Das 2014 ins Leben gerufene „Eat Well Menu for Kids“ bietet nährstoffreiche und leckere Gerichte für Familien; die Speisekarte wurde in Kooperation mit den SuperChefs entwickelt, um Eltern mehr gesunde Optionen für ihre Kinder zu geben, wenn sie mit ihnen auf Reisen sind.

Der Wettbewerb folgt auf das kürzlich weltweit eingeführte Programm Westin Family. Dieses sorgt mit interaktiven Angeboten rund um den Globus, besonderen Annehmlichkeiten und dem Kids Club in zahlreichen Resorts dafür, dass sich Familien in Westin Hotels rundum wohlfühlen. Weltweit wächst die Nachfrage nach Familienreisen, die Bedürfnisse dieser Zielgruppe werden spezieller. Beide Programme zielen darauf ab, Westins Engagement für Familien auf Reisen und deren Wohlbefinden zu verstärken.

Mehr Informationen über das „Westin Eat Well Menu for Kids“: westin.com/wellbeing
Mehr Informationen zum Programm Westin Family: www.westin.com/family

Dirk Luther feiert Zehnjähriges

Dirk Luther schaut lieber nach vorne als zurück – deshalb mag er eigentlich keine Jubiläen. Heute muss er sich trotzdem feiern lassen, denn es ist genau zehn Jahre her, dass ihn die Eigentümerfamilie Theilen als Küchenchef in ihr 5-Sterne-Vitalhotel Alter Meierhof holte, dem liebevoll gehegten Kleinod direkt an der Förde. Heute, am Jubiläumstag, überraschten ihn Mitarbeiter und Freunde des Hauses mit einer sehr persönlichen Feier, allen voran gratulierten Gerlinde und Gerd Theilen sowie Hoteldirektorin Uta Krause-Junk, die für Luther viel mehr als nur Geschäftspartner sind.

„In den letzten zehn Jahren habe ich mehr erreicht, als ich mir erträumen konnte – ohne Ihr Vertrauen, Ihre Großzügigkeit und Ihre Hingabe an die gemeinsame Idee wäre das nie möglich gewesen“, bedankte sich Dirk Luther bewegt. Kraft bezieht der Spitzenkoch nicht nur aus dem intensiven Kontakt mit seinen Gästen und aus seinem hervorragend eingespielten Team, sondern auch von dem besonderen Ort seiner Tätigkeit: „Hier an der Flensburger Förde bin ich ganz nah an der Natur, blicke übers Wasser, bin gleichzeitig hoch konzentriert und entspannt. So kann ich mit der Kehrseite des Erfolgs, dem Stress, gut umgehen und habe den Kopf frei für neue Ideen. Ohne die Liebe und Geduld meiner Familie könnte ich diesen Weg nie gehen – dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“

In der Dekade, die Luther nun im Vitalhotel Alten Meierhof kocht, konnte er sein Talent voll entfalten – einer der Gründe, weshalb er nie wegwollte. Schon im Jahr seines Starts erkochte er den ersten Stern für das Restaurant Meierei, seit 2008 zeichnet ihn der Guide Michelin ohne Unterbrechung mit zwei Sternen aus, seit 2006 ist er nicht nur Küchenchef der Meierei, sondern seit knapp 2 Jahren auch Geschäftsführer des Hotels. Nebenbei kocht der gebürtige Hamburger für das Schleswig-Holstein-Magazin des NDR, trifft sich zu hochkarätigen Kochevents mit Kollegen und unterstützt die Gesundheitsministerin bei ihrem Engagement für gesundes Essen. Bekannt ist er außerdem durch seine Zusammenarbeit mit der Edeka-Kochschule („Lecker mit Luther“) und sein soziales Engagement für die Krebshilfe.
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Dirk Luther kann sich gut vorstellen, noch einmal zehn Jahre in Glücksburg zu bleiben – mindestens. Schließlich kann er oft genug die Großen seiner Zunft bei sich begrüßen: Mit Johannes King aus Sylt und Thomas Martin aus Hamburg findet er sich regelmäßig zum Kochtrio „Martin Luther King“ zusammen. Auch 3-Sterne-Koch Joachim Wissler war in der Vergangenheit schon öfter zum Kulinarischen Gipfeltreffen an der Förde. Dazu kommen die vielen Projekte, die der ebenso kreative wie fleißige Spitzenkoch noch verfolgt. Erst im Vorjahr wurde das Restaurant Meierei mit Unterstützung des Ehepaares Theilen komplett nach seinen Ideen umgebaut, und auch der Beautybereich des Hotels bekam ein gründliches Lifting. Welche Zukunftspläne ihn für die nächsten Jahre umtreiben, verrät Dirk Luther noch nicht. Aber man darf gespannt sein.

Zur Person Dirk Luther:
Zuvor sechs Jahre als Chef de Cuisine im „Seehotel Töpferhaus“ in Alt-Duvenstedt tätig, ist Dirk Luther seit März 2006 „an Bord“ des Vitalhotels Alter Meierhof und der Meierei. Das Restaurant erhielt unter seiner Leitung auf Anhieb einen Stern vom Guide Michelin, seit 2008 wird seine Leistung durchgängig mit zwei Sternen anerkannt. 1970 in Hamburg geboren, zählen viele namhafte berufliche Stationen zu seinem Lebenslauf, u. a. der Anglo-German Club und das Hotel Louis C. Jacob in Hamburg und das Hotel La Côte Saint-Jacques im Burgund. Seinen Küchenstil – klassische französische Küche mit modernen Akzenten – entwickelt er stets weiter fort und bleibt ihm doch treu. Bekannt ist er aus seiner Kochsendung ‚Kutter-Luther’ im Schleswig-Holstein-Magazin im NDR.

Master Classes mit Nils Henkel in coolem Kölner City Loft

Ab Mai 2016 finden unter der persönlichen Leitung des berühmten Sternekochs Kochkurse im Centre Port Culinaire mitten in Köln statt. Erste Termine und Themen dieser anspruchsvollen Master Classes wurden jetzt bekannt gegeben.

Mit seinem unverkennbaren Pure-Nature-Konzept prägte Nils Henkel einen ganz eigenen Küchenstil. Als er nach zehnjähriger Zusammenarbeit mit Dieter Müller dessen Gourmetrestaurant auf Schloss Lerbach übernahm, war das längst abzusehen. Nahtlos knüpfte Nils Henkel an die Erfolgsgeschichte des Restaurants an. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und erzeugte neue Sichtweisen auf die Teller der gehobenen Gastronomie. Sein bedingungsloser Umgang mit Produkten stellte so manches in Frage, was eigentlich als gesetzt galt. Der Sternekoch sprach Kräutern und Gemüse ganz neue Bedeutungen zu und zwar ohne auf Fleisch oder Fisch zu verzichten.

Neue Herausforderung für Nils Henkel
Heute ist es in der gehobenen Gastronomie selbstverständlich geworden, Gemüse und Kräuter in Szene zu setzen. Nils Henkel, der zur Zeit freiberuflich tätig ist, gewährt ambitionierten Hobbyköchen nun Einblicke in seine Arbeit, in seine Ideen und in seine Kochphilosophie. Den passenden Rahmen dafür hat er jetzt in der Kölner Innenstadt gefunden.

Das Centre Port Culinaire stellt Nils Henkel nicht nur eine perfekt eingerichtete Küche zur Verfügung, die künftige Zusammenarbeit basiert auf einer gemeinsamen kulinarischen Idee. Seit Jahren sind die Schulungsräumen der Edition Port Culinaire dafür bekannt, dass dort Menschen arbeiten, die neue Produkte, Geräte oder Techniken entwickeln oder aufspüren. Diese innovativen Ideen sollen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Verschaffen Sie sich einen Eindruck der Location auf www.port-culinaire.de

Nils Henkel im Centre Port Culinaire – eine perfekte Verbindung
Der renovierte Altbau in ruhiger aber dennoch zentraler Lage versprüht einen ganz besonderen Charme. Die verwinkelten Räumlichkeiten beherbergen eine großzügige Küche, die von der Firma KitchenAid ausgestattet ist und sich auf dem allerneusten technischen Stand befindet. Die beiden großzügigen Küchenblöcke bieten den Teilnehmern der Master Classes einen idealen Arbeitsplatz. Unter der Anleitung des Sternekochs erarbeitet die Gruppe ein Menü in vier Gängen, wobei Zusammenhänge in der Speisenfolge erörtert und ergründet werden.

Nähere Informationen zu den Master Classes finden Sie auf www.port-culinaire.de

Erste Termine und Themen der Master Classes mit Nils Henkel stehen fest:
Termine Master Classes mit Nils Henkel im Cente Port Culinaire, Köln
„Der Frühling ist Grün“ am 6. Mai 2016
„Krustentiere und Kräuter“ am 9. Juni 2016
„Frische Sommerküche“ am 8. Juli 2016
„Pures Gemüse“ am 8. August 2016
„Bunte Blätter Herbstküche“ am 14. September 2016

Jeder Kursteilnehmer erhält die Rezepte des Kurses, eine Urkunde, eine Kochschürze und eine Port Culinaire Tragetasche mit unserem Magazin als Geschenk. Begrüßungssekt, Wein und die Softdrinks sind während des Kurses inklusive.
Teilnahmegebühr: 220 Euro

Anmeldungen sind ab sofort online möglich www.port-culinaire.de

Ein Blick hinter die Kulissen des Restaurant reinstoff, Berlin

Mit zwei Michelin Sternen und 18 Punkten im Gault&Millau zählt das von Daniel Achilles und Sabine Demel betriebene Restaurant reinstoff zur Spitze der Berliner Gourmet-Landschaft. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn mit seiner Idee von einer modernen Gourmetküche hat der gebürtige Leipziger Daniel Achilles Kritiker und Feinschmecker aus der ganzen Welt mitten ins Herz getroffen. Achilles ist getrieben von dem unbedingten Willen, seinen Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten. Das muss nicht zwangsläufig ein Produkt sein, sondern vielmehr die Art und Weise der Zubereitung oder Präsentation. Da kann es auch schon einmal sein, dass der Spitzenkoch bewusst auf klassisches Geschirr verzichtet und für die Präsentation seines Amuse Bouches lieber einen schön geformten Ast vom Walnussbaum verwendet. Bei seiner Suche nach Veränderung geht Achilles fast fanatisch vor und tüftelt gemeinsam mit seinem jungen Team so lange, bis etwas ganz Persönliches, Eigenes und vor allen Dingen für ihn bisher Unbekanntes entsteht. Dabei verliert er jedoch nie den roten Faden und bleibt seinem Küchenstil immer treu. Ein Gespräch mit dem Spitzenkoch gibt Aufschluss darüber, wie der 39-jährige seine Produkte findet, woher er seine Ideen nimmt und was ihn antreibt

Daniel Achilles

Frage: Eine Frage, die Ihnen sicherlich immer wieder gestellt wird: Woher nehmen Sie Ihre Ideen?
Daniel Achilles: Das kann ich pauschal gar nicht beantworten, denn es gibt viele Quellen für neue Ideen. Generell ist es aber so, dass ich mich in einer Art dauerhafter Bringschuld befinde. Gäste, die in Berlin essen gehen, haben eine solche Vielfalt an Möglichkeiten. Ich versuche einfach, ihnen etwas anderes, neues zu bieten. Und das gelingt mir in der Regel über das Produkt. Bei uns finden Sie eher selten Hummer, Kaviar, Austern und Stopfleber. Dafür aber Rapsblüten, Ostseeschnäpel oder deutsche Taube.

Frage: Deutsche Taube? Ist es nicht ein fast ungeschriebenes Gesetz, im Gourmet- Bereich mit Geflügel aus Frankreich zu arbeiten?
Daniel Achilles: Das habe ich auch lange gedacht und gelebt. Aber ich liebe die Herausforderung und als sich vor einiger Zeit ein Geflügelbauer in sechster Generation aus der Oberlausitz bei mir vorstellte und mir von seinem Betrieb erzählte, wurde ich neugierig. Ich bekam dann zunächst Gänseschinken, der mich beim ersten Biss überzeugt hat und den ich so nur aus Frankreich kannte. Neben der Qualität und dem rauchigen Geschmack hat mich vor allem die nachhaltige und tiergerechte Haltung der Tiere begeistert: Frank Zelyk, der Bauer, konnte mir genau sagen, wie die Tiere aufwachsen und geschlachtet werden. Mit der Zeit kamen dann Hühner und Enten bei uns dazu – und irgendwann habe ich dann nach Wachteln und Tauben gefragt. Die hatte Herr Zelyk nicht im Programm, aber anscheinend habe ich seinen Ehrgeiz geweckt. Denn ein gutes Jahr später stand er mit einer Taube vor der Tür – aufgezogen bei einem befreundeten Bauern, anschließend aber von ihm selbst geschlachtet und auch bei ihm gereift. Was soll ich sagen? Das Tier hatte eine sehr große Brust und einen ganz wunderbaren Taubengeschmack. Er hat mich also überzeugt und wir hatten inzwischen die Hubbeltaube aus Sachsen auf der Karte. Ich habe bei diesem Gericht versucht, alle Teile der Taube zu verwenden: Aus Keule, Flügeln, Herz und Leber habe ich beispielsweise ein Ragout gemacht, das in einen Akazienblütenfond getaucht und warm auf einem Taubenhaut-Chip serviert wurde. Die Brust habe ich dann für den eigentlichen Hauptgang verwendet: Ich habe sie Sous Vide gegart, kurz auf der Haut gebraten und anschließend noch mit einer Kruste aus Akazienbutter und Bröseln unter den Salamander geschoben. Dazu haben wir hauptsächlich weißes Gemüse, wie ganz junge Schwarz- und Haferwurzeln, Topinambur und jungen Sellerie serviert. Die Beschaffung der Taube hat am Ende des Tages zwar ziemlich lange gedauert, aber als ich dann die Taube probiert habe, blühten gerade die Akazien – und es war völlig klar, dass ich den optimalen Begleiter gefunden habe. Das Gericht war dann ganz schnell entwickelt.

Frage: Fällt es Ihnen immer so leicht, ein Gericht zu entwickeln?
Daniel Achilles: Bedauerlicherweise nicht (lacht). Manchmal hat man einfach Glück, dass die Produkte so gut sind, dass man fast nichts tun muss bzw. darf, um den Geschmack noch zu verbessern. Das ging mir mit unserem Gang „Taschenkrebs und Schweinebauch“ so, den wir im Spätsommer auf der Karte hatten – das lief von Anfang an einfach rund. Andere Gerichte wiederum entwickeln sich auf ganz natürliche Art und Weise weiter, sie bekommen in der täglichen Zubereitung einen neuen Fluss. Vielleicht macht das auch unsere Küche aus, dieses intuitive Arbeiten. Für mich werden Gerichte nicht maßgeblich besser, weil es sie seit zwei Jahren gibt und es so genannte Signature Dishes sind. Gerichte haben meiner Meinung nach einen Zenit, sie sind nur für kurze Zeit perfekt. Wenn dann aber die Saison vorbei ist bzw. sich eine Komponente verändert, dann unterliegen diese Gerichte Schwankungen. Und das ist das, was ich mag: die Auseinandersetzung mit dem Produkt, die Notwendigkeit etwas Neues zu entwickeln.

Frage: Entwickeln Sie alle Gerichte allein, oder entstehen neue Gänge auch im Team?
Daniel Achilles: Einige Gerichte kommen zu 100 Prozent aus meiner Feder, andere wiederum entstehen im Team. Wir sind zu acht in der Küche und wir alle haben Ideen, die wir meist ganz nebenbei besprechen. Das ist toll, denn so entwickeln wir uns stetig weiter, erobern neue Horizonte.

Frage: Sie haben ein Menü mit dem Namen „ganznah“. Verwenden Sie dafür ausschließlich Produkte aus der Region?
Daniel Achilles: Nein, das ist leider nicht möglich. Aber wir arbeiten weitestgehend mit Produzenten aus Deutschland zusammen. Das liegt maßgeblich daran, dass unser Menü „ganznah“ besonders gut angenommen wird und wir uns in den vergangenen Jahren mehr und mehr mit deutschen Produkten auseinander setzen.

Frage: Was ist Ihr Fazit? Gibt es ausreichend gute deutsche Produkte?
Daniel Achilles: Im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien könnte es natürlich immer noch mehr gute Produkte geben. Trotzdem sollten wir die Entwicklung hier in Deutschland anerkennen und dank des gestiegenen Engagements einiger Produzenten können wir sicherlich auch schon zufrieden sein. Die Hubbeltaube ist ein schönes Beispiel, aber auch Lieferanten wie Grete Peschken und Richard`s Wild aus Brandenburg, Riebels feine Fischdelikatessen aus Reichenau und viele mehr.

Frage: Waren Sie schon einmal in der Situation, ein Produkt einfach nicht beziehen zu können?
Daniel Achilles: Das passiert mir eher selten, denn meistens kommen mir Ideen, wenn ich das Produkt schon in der Hand habe. Ich erinnere mich aber daran, dass wir im Frühjahr Döberitzer Wasserbüffel als Tatar auf der Karte hatten – und ich wollte unbedingt Magnolienblüten dafür verwenden. Weil ich die nirgends bekommen konnte und ein Lieferant mir einen Tipp gab, bin ich in dieser Zeit jeden Morgen mit dem Fahrrad zu einem Park in die Nähe von Schloss Bellevue gefahren und habe dort Blüten geschnitten. Die Leute haben wahrscheinlich gedacht, ich sei verrückt…aber für mich war das die beste Lösung. Leider war nach vier Wochen die „Ernte“ vorbei und ich musste eine Alternative suchen…

Frage: Der Michelin schrieb 2014 über das reinstoff, „dass Spitzenküche keine Luxusprodukte braucht“. Der Gault&Millau kürte Sie 2014 zum Koch des Jahres und sprach von „vermeintlich einfachen Produkten“ aus denen Sie eine „große Küche“ machen. Was reizt Sie so an den besonderen Produkten?
Daniel Achilles: Da ist zu
m einen der Anspruch, etwas ganz anderes zu machen. Zum anderen muss ich mich als Koch aber auch mit der Verfügbarkeit von Produkten auseinandersetzen – und die ist bei einigen Luxusprodukten sehr wahrscheinlich irgendwann limitiert. Warum sollte ich also darauf warten, bis es soweit ist – anstatt mich schon jetzt damit zu beschäftigen, welche Alternativen es gibt. Fisch ist so ein Thema: Wenn man einen festen und weißfleischigen Fisch sucht, kommt man fast automatisch auf Steinbutt. Ich wollte aber einen geangelten Fisch, der nicht bedroht ist, und kam auf den Flussbarsch. Das Problem ist, dass Sie einen guten Flussbarsch meist ungeschuppt bekommen. Und das tut sich eigentlich kein Gastronom mehr an. Ich habe also so lange gesucht, bis ich einen Lieferanten gefunden habe, der mir den Fisch im Ganzen liefert, ihn aber zuvor schuppt. Wenn ich dann ein Hauptprodukt gefunden habe, suche ich nach den weiteren Komponenten: Beim Fisch war das zunächst junger Raps, den wir aus der Strelitzer Heide von unserem Jäger bekommen. Der blüht zeitgleich mit Waldmeister…einer weiteren Komponente. Am Ende haben wir unseren Flussbarsch vom Bodensee mit einer wunderbar grünen Waldmeisterbutter, Rapsspitzen und -stielen, die ganz wie junger Broccoli schmecken, und einem mit Rapsblüten aromatisierten Salz serviert. Dazu gab es eine Hafercreme mit Topinambur und jeder Menge Hafermilch.

Frage: Ihr Küche ist sehr leicht und aromatisch, da ist die passende Getränke-Begleitung sicherlich nicht immer leicht. Wie wählen Sie die korrespondierenden Weine aus?
Daniel Achilles: Das macht unser Restaurantleiter und Sommelier Pascal Kunert, der nun seit zwei Jahren bei uns ist und meine Küche entsprechend gut kennt. Pascal hat unsere Weinkarte in dieser Zeit stark verändert und sich auch anderen Getränken, wie Spirituosen, Säften und Craft Bieren, mehr geöffnet. Als wir angefangen haben, gab es bei uns ausschließlich spanische und deutsche Weine – inzwischen haben wir auch viele deutsche, österreichische und französische Weine auf der Karte. Außerdem haben wir eine eigene Wasseranlage installiert, die das Wasser nach höchsten Standards aufbereitet und, auf Wunsch, mit Kohlensäure versetzt. Es gibt eine eigene Saft-Begleitung und auch viele andere anti-alkoholische Alternativen, wie Frucht- Seccos und mehr. Es macht viel Freude, mit einem so jungen Sommelier wie Pascal zusammen zu arbeiten, denn er bringt viele neue Ideen mit ein: Bei einem Tomatengang, den wir im Sommer in unserem Menü „weiterdraußen“ präsentiert haben, haben wir beispielsweise ein Craft Bier mit hausgemachtem Tomaten-Sirup dazu serviert. Das hätte es vor ein paar Jahren noch nicht bei uns gegeben.

Das reinstoff befindet sich in der Schlegelstraße 26c in 10115 Berlin und ist dienstags bis samstags ab 19 Uhr geöffnet.

www.reinstoff.eu

Daniel Achilles, Berlin

Herkunft, Qualität und Kreativität: Ein Blick hinter die Kulissen des Restaurant reinstoff, Berlin

Mit zwei Michelin Sternen und 18 Punkten im Gault&Millau zählt das von Daniel Achilles und Sabine Demel betriebene Restaurant reinstoff zur Spitze der Berliner Gourmet-Landschaft. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn mit seiner Idee von einer modernen Gourmetküche hat der gebürtige Leipziger Daniel Achilles Kritiker und Feinschmecker aus der ganzen Welt mitten ins Herz getroffen. Achilles ist getrieben von dem unbedingten Willen, seinen Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten. Das muss nicht zwangsläufig ein Produkt sein, sondern vielmehr die Art und Weise der Zubereitung oder Präsentation. Da kann es auch schon einmal sein, dass der Spitzenkoch bewusst auf klassisches Geschirr verzichtet und für die Präsentation seines Amuse Bouches lieber einen schön geformten Ast vom Walnussbaum verwendet. Bei seiner Suche nach Veränderung geht Achilles fast fanatisch vor und tüftelt gemeinsam mit seinem jungen Team so lange, bis etwas ganz Persönliches, Eigenes und vor allen Dingen für ihn bisher Unbekanntes entsteht. Dabei verliert er jedoch nie den roten Faden und bleibt seinem Küchenstil immer treu. Ein Gespräch mit dem Spitzenkoch gibt Aufschluss darüber, wie der 39-jährige seine Produkte findet, woher er seine Ideen nimmt und was ihn antreibt:

Frage: Eine Frage, die Ihnen sicherlich immer wieder gestellt wird: Woher nehmen Sie Ihre Ideen?
Daniel Achilles: Das kann ich pauschal gar nicht beantworten, denn es gibt viele Quellen für neue Ideen. Generell ist es aber so, dass ich mich in einer Art dauerhafter Bringschuld befinde. Gäste, die in Berlin essen gehen, haben eine solche Vielfalt an Möglichkeiten. Ich versuche einfach, ihnen etwas anderes, neues zu bieten. Und das gelingt mir in der Regel über das Produkt. Bei uns finden Sie eher selten Hummer, Kaviar, Austern und Stopfleber. Dafür aber Rapsblüten, Ostseeschnäpel oder deutsche Taube.

Frage: Deutsche Taube? Ist es nicht ein fast ungeschriebenes Gesetz, im Gourmet-Bereich mit Geflügel aus Frankreich zu arbeiten?
Daniel Achilles: Das habe ich auch lange gedacht und gelebt. Aber ich liebe die Herausforderung und als sich vor einiger Zeit ein Geflügelbauer in sechster Generation aus der Oberlausitz bei mir vorstellte und mir von seinem Betrieb erzählte, wurde ich neugierig. Ich bekam dann zunächst Gänseschinken, der mich beim ersten Biss überzeugt hat und den ich so nur aus Frankreich kannte. Neben der Qualität und dem rauchigen Geschmack hat mich vor allem die nachhaltige und tiergerechte Haltung der Tiere begeistert: Frank Zelyk, der Bauer, konnte mir genau sagen, wie die Tiere aufwachsen und geschlachtet werden. Mit der Zeit kamen dann Hühner und Enten bei uns dazu – und irgendwann habe ich dann nach Wachteln und Tauben gefragt. Die hatte Herr Zelyk nicht im Programm, aber anscheinend habe ich seinen Ehrgeiz geweckt. Denn ein gutes Jahr später stand er mit einer Taube vor der Tür – aufgezogen bei einem befreundeten Bauern, anschließend aber von ihm selbst geschlachtet und auch bei ihm gereift. Was soll ich sagen? Das Tier hatte eine sehr große Brust und einen ganz wunderbaren Taubengeschmack. Er hat mich also überzeugt und wir hatten inzwischen die Hubbeltaube aus Sachsen auf der Karte. Ich habe bei diesem Gericht versucht, alle Teile der Taube zu verwenden: Aus Keule, Flügeln, Herz und Leber habe ich beispielsweise ein Ragout gemacht, das in einen Akazienblütenfond getaucht und warm auf einem Taubenhaut-Chip serviert wurde. Die Brust habe ich dann für den eigentlichen Hauptgang verwendet: Ich habe sie Sous Vide gegart, kurz auf der Haut gebraten und anschließend noch mit einer Kruste aus Akazienbutter und Bröseln unter den Salamander geschoben. Dazu haben wir hauptsächlich weißes Gemüse, wie ganz junge Schwarz- und Haferwurzeln, Topinambur und jungen Sellerie serviert. Die Beschaffung der Taube hat am Ende des Tages zwar ziemlich lange gedauert, aber als ich dann die Taube probiert habe, blühten gerade die Akazien – und es war völlig klar, dass ich den optimalen Begleiter gefunden habe. Das Gericht war dann ganz schnell entwickelt.

Frage: Fällt es Ihnen immer so leicht, ein Gericht zu entwickeln?
Daniel Achilles: Bedauerlicherweise nicht (lacht). Manchmal hat man einfach Glück, dass die Produkte so gut sind, dass man fast nichts tun muss bzw. darf, um den Geschmack noch zu verbessern. Das ging mir mit unserem Gang „Taschenkrebs und Schweinebauch“ so, den wir im Spätsommer auf der Karte hatten – das lief von Anfang an einfach rund. Andere Gerichte wiederum entwickeln sich auf ganz natürliche Art und Weise weiter, sie bekommen in der täglichen Zubereitung einen neuen Fluss. Vielleicht macht das auch unsere Küche aus, dieses intuitive Arbeiten. Für mich werden Gerichte nicht maßgeblich besser, weil es sie seit zwei Jahren gibt und es so genannte Signature Dishes sind. Gerichte haben meiner Meinung nach einen Zenit, sie sind nur für kurze Zeit perfekt. Wenn dann aber die Saison vorbei ist bzw. sich eine Komponente verändert, dann unterliegen diese Gerichte Schwankungen. Und das ist das, was ich mag: die Auseinandersetzung mit dem Produkt, die Notwendigkeit etwas Neues zu entwickeln.

Frage: Entwickeln Sie alle Gerichte allein, oder entstehen neue Gänge auch im Team?
Daniel Achilles: Einige Gerichte kommen zu 100 Prozent aus meiner Feder, andere wiederum entstehen im Team. Wir sind zu acht in der Küche und wir alle haben Ideen, die wir meist ganz nebenbei besprechen. Das ist toll, denn so entwickeln wir uns stetig weiter, erobern neue Horizonte.

Frage: Sie haben ein Menü mit dem Namen „ganznah“. Verwenden Sie dafür ausschließlich Produkte aus der Region?
Daniel Achilles: Nein, das ist leider nicht möglich. Aber wir arbeiten weitestgehend mit Produzenten aus Deutschland zusammen. Das liegt maßgeblich daran, dass unser Menü „ganznah“ besonders gut angenommen wird und wir uns in den vergangenen Jahren mehr und mehr mit deutschen Produkten auseinander setzen.

Frage: Was ist Ihr Fazit? Gibt es ausreichend gute deutsche Produkte?
Daniel Achilles: Im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien könnte es natürlich immer noch mehr gute Produkte geben. Trotzdem sollten wir die Entwicklung hier in Deutschland anerkennen und dank des gestiegenen Engagements einiger Produzenten können wir sicherlich auch schon zufrieden sein. Die Hubbeltaube ist ein schönes Beispiel, aber auch Lieferanten wie Grete Peschken und Richard`s Wild aus Brandenburg, Riebels feine Fischdelikatessen aus Reichenau und viele mehr.

Frage: Waren Sie schon einmal in der Situation, ein Produkt einfach nicht beziehen zu können?
Daniel Achilles: Das passiert mir eher selten, denn meistens kommen mir Ideen, wenn ich das Produkt schon in der Hand habe. Ich erinnere mich aber daran, dass wir im Frühjahr Döberitzer Wasserbüffel als Tatar auf der Karte hatten – und ich wollte unbedingt Magnolienblüten dafür verwenden. Weil ich die nirgends bekommen konnte und ein Lieferant mir einen Tipp gab, bin ich in dieser Zeit jeden Morgen mit dem Fahrrad zu einem Park in die Nähe von Schloss Bellevue gefahren und habe dort Blüten geschnitten. Die Leute haben wahrscheinlich gedacht, ich sei verrückt…aber für mich war das die beste Lösung. Leider war nach vier Wochen die „Ernte“ vorbei und ich musste eine Alternative suchen…

Frage: Der Michelin schrieb 2014 über das reinstoff, „dass Spitzenküche keine Luxusprodukte braucht“. Der Gault&Millau kürte Sie 2014 zum Koch des Jahres und sprach von „vermeintlich einfachen
Produkten“ aus denen Sie eine „große Küche“ machen. Was reizt Sie so an den besonderen Produkten?
Daniel Achilles: Da ist zum einen der Anspruch, etwas ganz anderes zu machen. Zum anderen muss ich mich als Koch aber auch mit der Verfügbarkeit von Produkten auseinandersetzen – und die ist bei einigen Luxusprodukten sehr wahrscheinlich irgendwann limitiert. Warum sollte ich also darauf warten, bis es soweit ist – anstatt mich schon jetzt damit zu beschäftigen, welche Alternativen es gibt. Fisch ist so ein Thema: Wenn man einen festen und weißfleischigen Fisch sucht, kommt man fast automatisch auf Steinbutt. Ich wollte aber einen geangelten Fisch, der nicht bedroht ist, und kam auf den Flussbarsch. Das Problem ist, dass Sie einen guten Flussbarsch meist ungeschuppt bekommen. Und das tut sich eigentlich kein Gastronom mehr an. Ich habe also so lange gesucht, bis ich einen Lieferanten gefunden habe, der mir den Fisch im Ganzen liefert, ihn aber zuvor schuppt. Wenn ich dann ein Hauptprodukt gefunden habe, suche ich nach den weiteren Komponenten: Beim Fisch war das zunächst junger Raps, den wir aus der Strelitzer Heide von unserem Jäger bekommen. Der blüht zeitgleich mit Waldmeister…einer weiteren Komponente. Am Ende haben wir unseren Flussbarsch vom Bodensee mit einer wunderbar grünen Waldmeisterbutter, Rapsspitzen und -stielen, die ganz wie junger Broccoli schmecken, und einem mit Rapsblüten aromatisierten Salz serviert. Dazu gab es eine Hafercreme mit Topinambur und jeder Menge Hafermilch.

Frage: Ihr Küche ist sehr leicht und aromatisch, da ist die passende Getränke-Begleitung sicherlich nicht immer leicht. Wie wählen Sie die korrespondierenden Weine aus?
Daniel Achilles: Das macht unser Restaurantleiter und Sommelier Pascal Kunert, der nun seit zwei Jahren bei uns ist und meine Küche entsprechend gut kennt. Pascal hat unsere Weinkarte in dieser Zeit stark verändert und sich auch anderen Getränken, wie Spirituosen, Säften und Craft Bieren, mehr geöffnet. Als wir angefangen haben, gab es bei uns ausschließlich spanische und deutsche Weine – inzwischen haben wir auch viele deutsche, österreichische und französische Weine auf der Karte. Außerdem haben wir eine eigene Wasseranlage installiert, die das Wasser nach höchsten Standards aufbereitet und, auf Wunsch, mit Kohlensäure versetzt. Es gibt eine eigene Saft-Begleitung und auch viele andere anti-alkoholische Alternativen, wie Frucht-Seccos und mehr. Es macht viel Freude, mit einem so jungen Sommelier wie Pascal zusammen zu arbeiten, denn er bringt viele neue Ideen mit ein: Bei einem Tomatengang, den wir im Sommer in unserem Menü „weiterdraußen“ präsentiert haben, haben wir beispielsweise ein Craft Bier mit hausgemachtem Tomaten-Sirup dazu serviert. Das hätte es vor ein paar Jahren noch nicht bei uns gegeben.

Das reinstoff befindet sich in der Schlegelstraße 26c in 10115 Berlin und ist dienstags bis samstags ab 19 Uhr geöffnet. Reservierungen nimmt das Restaurant unter der Telefonnummer 030 30881214 oder per Email unter contact@reinstoff.eu entgegen.

www.reinstoff.eu

Kolja Kleeberg erleben

Sektkellerei verlost Gala-Dinner vom Sterne-Koch im Marmorsaal

Das Jahresende ist die Zeit der Feierlichkeiten, der großen Menüs und der goldenen Momente – und damit Auftakt zur Hochsaison aller genussorientierten Menschen. Wer Freude an der Zubereitung feiner Speisen hat, kann jetzt seine Kreativität unter Beweis stellen und mit ein bisschen Glück einen einzigartigen Preis gewinnen: Henkell lädt zu einem kulinarischen Gewinnspiel ein und verlost ein exklusives Gala-Dinner von Sternekoch Kolja Kleeberg im eindrucksvollen Marmorsaal der Wiesbadener Sektkellerei – einige kennen ihn schon aus dem aktuellen Henkell-TV-Spot.

Mit toller Rezeptidee zum Gala-Dinner
Auf der Henkell-Website, Facebook und überall da, wo es Henkell gibt, lädt die beliebte Marke ab November 2015 zum Mitmachen ein.
Und so funktioniert’s: Kulinarischen Ideen freien Lauf lassen und unter www.henkell.de das persönliche Lieblingsrezept für das Gala-Dinner mit Henkell Sekt vorschlagen. Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2016. Unter den besten Ideen verlost Henkell zweiundzwanzig Einladungen für zwei Personen zum exklusiven Dinner-Abend inklusive Anreise und Übernachtung. Für die kulinarischen Highlights sorgt der beliebte Sterne-Koch Kolja Kleeberg, der in Berlin das Restaurant „Vau“ führt, bereits zahlreiche Auszeichnungen wie 1 Stern im Guide Michelin sowie 17 von 20 Punkten im Gault Millau inne hat und nebenbei Schauspieler, Sänger und Publikumsliebling zahlreicher TV-Kochshows ist. Die Gewinner erwartet auf jeden Fall ein ganz besonderer Event, der nicht käuflich ist.

Einzigartiges Ambiente im Marmorsaal der Sektkellerei
Für den genussvollen Abend ist der Marmorsaal im Rokoko-Stil der 1909 erbauten Sektkellerei reserviert. Zahlreiche exklusive Events, u. a. mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel, aber auch Xavier Naidoo, Barbara Becker oder Udo Jürgens, fanden in den prachtvollen Räumlichkeiten ebenso statt wie große Feiern und lange Partynächte. Kein Wunder, dass hier auch der aktuelle Henkell-Spot gedreht wurde. Eine perfekte Location für ein wahrhaft prickelndes Gala-Dinner.

Aktuelle Trailer auf YouTube:
https://youtu.be/QixNf2mhtLE und https://youtu.be/9WsebAFqZpM

Tino Roberto Staub & Kay Schultz

Wechsel in der Küche des Widder Hotels in Zürich. Ab sofort zeichnet eine kulinarische Doppelspitze für die anspruchsvolle Gastronomie des Luxushotels im Zürcher Augustinerquartier verantwortlich. Jan Brucker, General Manager des Widder Hotels, hat Tino Roberto Staub zum neuen Executive Chef „à la carte“ und Kay Schultz zum Executive Chef „Bankett“ berufen. Die beiden Kochkünstler übernehmen damit das Zepter ihres Vorgängers Dietmar Sawyere, der sich einer neuen Herausforderung stellt. „Dietmar Sawyere hat Großartiges für unser Haus geleistet. Wir danken ihm sehr für sein unermüdliches Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute“, so Jan Brucker. „Mit unseren beiden Co-Chefs läuten wir eine neue kulinarische Ära ein. Ich bin sehr glücklich darüber, diesen beiden Ausnahmetalenten jetzt die Chance geben zu können, im Widder Hotel ihre kulinarischen Ideen umzusetzen.“

Sowohl Tino Staub als auch Kay Schultz sind im Widder Hotel keine Unbekannten: Bereits von 2006 bis 2010 kochte Staub hier als Chef de partie und Sous Chef „à la carte“ und folgte erneut dem Ruf des Widder Hotels im Januar 2013 als Chef „à la carte“. Auch Schultz verwöhnt bereits seit August 2009 als Sous Chef „Bankett“ die Gaumen der Gäste. 2011 wurde er zum Küchenchef „Bankett“ befördert.

Der 32-jährige Tino Staub hat trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung und Know-how im Gepäck. Den Grundstein für seine Karriere legte der gebürtige Schweizer als Commis de Cuisine und Chef de Partie im Hotel Le Grand Bellevue Gstaad, wo er unter anderem sein Talent im renommierten Yachtclub unter Beweis stellte. Er verfeinerte seine Künste in Funkes Obstgarten in Freienbach, zu seiner Zeit im Jahre 2011 „Aufsteiger des Jahres“ bei Gault Millau Schweiz. Weitere spannende Stationen wie etwa als Sous Chef für das Pre-Opening und die Eröffnung des Renaissance Zürich Tower Hotels folgten.
Inspiration findet Tino Staub auf seinen zahlreichen Reisen: „Fremde Länder, andere Kulturen und deren exotische Küchen sind Quelle meiner Inspiration für kreative Ideen.“ Seine Leidenschaft für Gewürze und die asiatische Küche entdeckte er während seiner Zeit im Hotel Banyan Tree in Bangkok. Staub lebt für seinen Beruf: „Auch im nächsten Leben würde ich wohl Koch werden! Für mich gab es nie einen anderen Traum.“ Diesen darf der junge Executive Chef nun im Widder Hotel leben und sorgt mit fachlicher Kompetenz, authentischer Küche und grenzenlosem Einfallsreichtum für feinste Kulinarik.

„Ein gebackenes Bio-Ei mit Trüffel und jungem Spinat“ – ein neues Gericht auf der Speisekarte des Widder Hotels? Knapp verfehlt: mit diesen Worten beschreibt sich der neue Executive Chef „Bankett“ Kay Schultz. Seine Ausbildung schloss der 37-Jährige im renommierten und mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Fünfsterne-Badhotel Sternhagen in Cuxhaven ab. Anschließend folgten Stationen im Steigenberger Grandhotel Belvédère in Davos. Dort entwickelte er von 2002 bis 2009 seine ganz eigene kulinarische Vision. Der gebürtige Deutsche engagiert sich zudem seit Jahren beim Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) in Davos und kocht hier zusammen mit rund 90 weiteren Köchen knapp 6000 Gerichte pro Tag. Im August 2009 wechselte Kay Schultz schließlich in das Widder Hotel im historischen Zürcher Augustinerquartier, wo er die anspruchsvolle Bankettküche verantwortet und seine Gäste mit bestem Handwerk und gewitzten Ideen neugierig macht. „Mein schönstes Lob ist, wenn aus Gästen Stammgäste werden“, so Kay Schultz und freut sich, seine unerschöpfliche Experimentierfreude und seine Suche nach „Wow-Effekten“ hier weiter ausleben zu dürfen.

Fine Dining trifft Bio: „Das Produkt ist der Star“
Sowohl Tino Staub als auch Kay Schultz stehen für eine ebenso unverfälschte wie ehrliche Küche auf Basis der besten Ingredienzen. „Für unsere Küche ist das Produkt der Star; Qualität und Regionalität stehen dabei im Mittelpunkt“, erläutert Schultz. Tino Staub fügt hinzu: „Nachhaltigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle“. Er bezieht sich dabei auf Produkte mit der Garantiemarke der Herkunft SUISSE GARANTIE. Wo immer es geht, bevorzugen beide Chefs einheimische Lebensmittel, um ihren Beitrag für die Region zu leisten. Bei Fisch und Meeresfrüchten kommt alles aus zertifizierter nachhaltiger Fischerei.

Klassik trifft Moderne: Staub und Schultz behalten die klare Linie und das geradlinige Konzept des Widder Hotels bei. Beide Meisterköche haben die französische Küche als Basis ihrer Gerichte verinnerlicht und kombinieren sie mit fernöstlichen Elementen und moderner Stilistik zu wahren Aromenallianzen. „Unsere beiden Executive Chefs Tino Staub und Kay Schultz zählen zu jenen Köchen, die den Restaurantbesuch als Rundum-Erlebnis begreifen“, erläutert General Manager Jan Brucker. Und so wird hier im Widder Hotel nicht nur dem Gaumen, sondern auch dem Auge einiges geboten. Im Sommer 2015 können sich die Widder-Gäste auf eine neue saisonale Speisekarte mit exquisiten Highlights freuen.

Zu den Gastronomiestätten des Widder Hotels gehören das mit 15 Gault&Millau-Punkten prämierte Fine-Dining Widder Restaurant mit seinem Turmstübli, der in den Sommermonaten geöffnete Widder Garten, die rustikale Wirtschaft zur Schtund, die neue Restaurant-Boucherie AuGust sowie der umfangreiche Bankett-Service in den Räumlichkeiten des Fünf-Sternehotels.