Christian Petz

Basisdemokratie in Sachen Genuss
Heinz Kammerer hat es beim Wein vorgemacht,
Christian Petz in der hohen Kunst des Kochens: Genuss genügt sich
selbst, braucht weder Schnörkel noch Schwellenängste. Wenn zwei
Visionäre, die sich der Demokratisierung des guten Essens bzw. Weines
verschrieben haben, nun gemeinsame Sache machen, darf man gespannt
sein. Sei es auf Bar-Schmankerln von Christian Petz bei WEIN & CO
oder auf ein neues Weinkonzept auf dem Badeschiff.

Ausgangspunkt war eine Feier für langjährige WEIN & CO Mitarbeiter
in der Privatvilla des Firmengründers, wo Christian Petz für den
kulinarischen Aufputz sorgte. Heinz Kammerer verliebte sich nicht nur
in die „Spicy Holy Moly Fischsuppe“, sondern entdeckte im kongenialen
Kochstar Christian Petz einen gastronomischen Seelenverwandten. Vier
Monate später besiegelte man eine Kooperation, die WEIN & CO ein
neues Barkonzept und dem Badeschiff neue Weinkompetenz bringen
sollte.

Ab sofort gibt Christian Petz nämlich die Küchenlinie für die WEIN
& CO Bars vor, mit Bar-Schmankerln, die alle zwei Monate auf die
Saison und auch auf Weinthemen abgestimmt werden. Von der bereits
erwähnten Fischsuppe, über Gewürzlachs mit Passionsfruchtvinaigrette
bis hin zu Currykutteln mit Schneckenkipferln, sollen feine
Petz-Signature-Häppchen für höchste Speisenqualität beim Weinprofi
sorgen. Mittags mit einer kleinen Auswahl als „Petz4Lunch“ und abends
mit dem größeren, sprich „erwachsenem“ Programm „Petzab18“ (täglich
frisch ab 18 Uhr). Und das Spezielle daran: kein Gericht in
bartauglichen Portionsgrößen soll mehr als 10 Euro kosten, also für
jeden Gast leistbar und somit zugänglich sein.

Verzicht auf Schnickschnack in Küche & Service

Es ist zugleich ein Abschied vom ehemaligen Haubenrestaurant,
weißen Tischtüchern und Silbergedeck bei WEIN & CO in der
Jasomirgottstraße – hier wird nun bartauglicher Schmankerlküche Platz
gemacht – ebenso im Flaggschiff in der Mariahilfer Straße und in
einigen Monaten in allen Wiener Barfilialen. Wobei Heinz Kammerer
wieder einmal den richtigen Riecher beweist: „International geht der
Trend schon stark in diese Richtung. Zu viel Schnickschnack ist weder
in der Küche noch im Service gefragt.“ Mit Christian Petz, der diese
Linie mit seinem „Holy Moly“ auf dem Badeschiff ja bereits
zelebriert, hat er den kongenialen Partner gefunden. Letzerem geht es
nämlich längst nicht mehr um Hauben: „Wichtig ist, was auf dem Teller
liegt, nicht das Drumherum. Es geht um zufriedene Gäste, nicht um die
Eitelkeit der Köche. Furore machen heutzutage die, die aufs
Zeremoniell pfeifen.“

Da der Starkoch aber weiterhin auf dem Badeschiff kochen und nicht
täglich in den WEIN & CO Bars anzutreffen sein wird, hat man für die
Umsetzung der neuen Küchenlinie einen ehemaligen Weggefährten
engagiert. Martin Kammlander-Löwe, Küchenprofi mit Stationen von
Vestibül bis Palais Coburg, werkte zuletzt auf dem Badeschiff und in
der Hermesvilla und wurde Anfang Februar schließlich als neuer
Küchenleiter von WEIN & CO engagiert.
Mit ihm kann sich Christian Petz freilich darauf verlassen, dass
seine Bar-Schmankerl auch so schmecken, wie sie schmecken sollen.

Bring your own bottle

Christian Petz, der für seine Weinaffinität bekannt ist und auf
dem Badeschiff auf das „Bring your own bottle“ Konzept setzt – Gäste
können sich hier (wie immer) zu leistbaren Konditionen ihren eigenen
Wein mitnehmen – holt sich seinerseits WEIN & CO Kompetenz ins „Holy
Moly“. Aus eigenen WEIN & CO Weinschränken können sich Gäste in
Zukunft mit Weinflaschen zum üblichen Shoppreis bedienen,
aufgeschlagen wird lediglich das moderate Stoppelgeld von 14 Euro.
Rund 30 Weine aus dem WEIN & CO Sortiment soll es anfangs geben, eine
Erweiterung ist bei Erfolg freilich angedacht.

Alles in allem also eine kulinarische Symbiose, die mit dem oft
strapazierten Begriff „Win-win-Situation“ durchaus treffend
umschrieben werden kann.

www.weinco.at

Restaurant der Woche: Gasthaus Schwanen in Neckartailfingen

Gasthaus Schwanen in Neckartailfingen

Der „Schwanen“ in Neckartailfingen ist ein prächtiges, gepflegtes Gasthaus, wie es in jeder zweiten Ortschaft stehen sollte. Aber bitte auch mit ebensolcher Gastfreundschaft und Küchenleistung, denn was hier vom flinken und stets freundlichen Service aufgetischt wird, offenbart sich von der Vesper bis hin zum gebratenen Wolfsbarschfilet auf gutem Niveau.

Wenngleich freilich nicht alles mit raffiniertem Feinschliff in ausgefeiltem Gourmetformat punkten kann, so präsentiert sich die regional und saisonal ausgerichtete Küche von Patron Jochen Heilemann überraschend finessenreich. Dafür sorgt schon alleine die gute Fleischqualität, nachzuschmecken beim butterzarten Rindstafelspitz aus dem Sud auf Rahmblattspinat mit Röstkartoffeln und Apfelmeerrettich. Man kann hier besten Gewissens einen Zwiebelrostbraten oder ein Wiener Schnitzel essen, aber auch die Hausgemachten Maultaschen, die es auch zum Mitnehmen gibt, gelingen bravourös.

Und nicht nur die Speisen stehen in der gemütlichen Wirtschaft mit Terrasse und Nebenzimmer in einem sehr ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis – auch die Weinauswahl, die sich in erster Linie auf regionale Tropfen konzentriert ist durchaus gastfreundlich kalkuliert.

Die sympathische Chefin Christa Heilemann, die aus einer Gastronomen-Familie stammt und zusammen mit ihrem Sohn Jochen diesen Vorzeigebetrieb führt, kümmert sich fürsorglich um das Wohl aller – vom hungrigen Wandersmann bis zum Feinschmecker. Für Übernachtungsgäste stehen einfache, aber liebevoll eingerichtete und gepflegte Zimmer zu moderaten Preisen zur Verfügung.

Fazit: Auch wenn wir beim letzten Mal vom „Schwanen“ noch nicht vollends überzeugt waren, so müssen wir nach dem neuerlichen Testbesuch unsere Meinung revidieren: Das traditionsreiche Restaurant im Ortskern von Neckartailfingen, das nur etwa dreißig Minuten südlich von Stuttgart liegt, ist eine empfehlenswerte Adresse mit schmackhafter bodenständiger Küche, hellen, freundlichen Gasträumen und herzlichen Gastgebern. Mit einem Diamanten wird das Haus in der neuen, im Oktober erscheinenden Varta-Führer-Buchausgabe empfohlen.

Gasthaus Schwanen
Nürtinger Str. 18
72666 Neckartailfingen
Tel. (07127) 929420
Fax: (07127) 929421
E-Mail: info@schwanen-neckartailfingen.de
Web: www.schwanen-neckartailfingen.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Restauranttest: Sarah Wieners „Das Speisezimmer“

Heinz Horrmann besuchte das Speisezimmer und ist nicht überzeugt: Über ihr Leistungsvermögen am Herd freilich ist Tim Mälzer nicht allein, wenn er erklärt, Sarah Wiener könne nun wirklich nicht kochen – Wiener Schnitzel hatte alle Fehler, die es geben kann …

Lesen Sie die gesamte Restaurantkritik von Heinz Horrmann in der Berliner Morgenpost:
www.morgenpost.de/kolumne/horrmann/article1425058/Wieners-Schnitzel-sind-eine-Enttaeuschung.html

Das Speisezimmer Chausseestraße 8, Mitte, Tel. 814 52 94 30, Mo.-Fr. mittags u. abends, Sbd./So. ab 18 Uhr, es werden keine Kreditkarten akzeptiert

Bayerns Wirtshaus-Tradition

Wo die Bierkultur daheim ist: Bayerns Wirtshaus-Tradition

Als sich Anfang Oktober der Hochsommer noch einmal nach Bayern verirrte, träumte so mancher Genießer von einer endlosen Biergarten-Saison. Wenige Tage später rieselten die ersten Schneeflocken auf die Biertische. Schluss mit der Gemütlichkeit? Im Gegenteil. Jetzt genießen die Bayern ihre (altbayerische) Halbe oder ihr (fränkisches) Seidla, ihr Weizen, Zoigl oder Kirchweihbier urgemütlich im Wirtshaus.

Das Wirtshaus, Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit und Lebensfreude, entstand vor rund 2.000 Jahren als römischer Vorläufer der Autobahnraststätte. Von den Straßenstationen blieb freilich nichts übrig. Erst im Mittelalter entwickelten sich die typisch bayerischen Tafernwirtschaften (vom lateinischen taverna = Hütte). Die Tafernwirte durften, anders als Gasthäuser, meist auch selbst backen, brauen und Schnaps brennen. Während die Bezeichnung in den meisten Regionen in Vergessenheit geriet, pflegen in Bayern noch viele Wirte die Taferntradition.

So manche Kassettendecke, mancher Kachelofen in bayerischen Wirtshäusern wurde schon im 16. oder 17. Jahrhundert gesetzt. In der Gründerzeit, ab dem späten 19. Jahrhundert, blühte die Wirtshauskultur dann vollends auf. Alte Holzdecken und Dielenböden, geschnitzte Vertäfelungen, umlaufende Bänke, originale Wandmalereien, bleiverglaste, farbige Fenster und blank gescheuerte Holztische mit ihren Scharten und Zinken erzählen Geschichten vom Beisammensein und vom behaglichen Genuss.

Karteln, anbandeln, zünftig genießen:

Wirtshauskultur ist immer auch Bierkultur
Heute wie einst wird im Wirtshaus Bier getrunken und herzhaft geschmaust, gekartelt (am Stammtisch), aufg´spielt (von der Musi), anbandelt (beim Tanz) und derbleckt (vom Hochzeitslader). Hier wird geratscht und räsoniert oder, typisch bayerisch, in behaglicher Eintracht und schweigend die Welt betrachtet. Der Wert der Wirtshäuser – nicht nur als kulinarische, sondern auch als soziale und kulturelle Zentren – rückt wieder ins Blickfeld. Regionale Initiativen bemühen sich, die Wirtshauskultur zu bewahren und zu fördern.

Bayerische Wirtshauskultur ist immer auch Bierkultur. Wo eine eigene Bierkarte mit regionalen und saisonalen Spezialitäten gepflegt wird, darf man sich auf besondere Genüsse freuen. Jetzt, im Bierherbst, haben das Märzen und die Festbiere Saison. Das blanke Märzen leuchtet appetitlich bernsteinfarben im Glaskrug. Seine Blume – also der Duft – und der Geschmack sind malzbetont. Es ist süffig und körperreich, mit einem Anklang von Süße und Hopfenbittere. Eng verwandt sind die Kirchweihbiere. In warmen Herbsttönen, von Goldgelb bis Rotbraun, schimmern sie in den Krügen und versöhnen uns mit dem Abschied vom Sommer.

Bayerische Biervielfalt im Wirtshaus erleben
Wer beim Ausflug aufs Land in die Wirtshäuser und Dorfwirtschaften einkehrt, erlebt die bis heute enorm vielfältige bayerische Brauereien-landschaft. Jede Region hat ihre Brauereien. Allein die Bierstadt Bamberg zählt zehn Traditions- und Wirtshaus-Brauereien, die insgesamt 50 unter- und obergärige Bierspezialitäten herstellen. Wer übrigens durch Bayern reisen und jeden Tag im Wirtshaus ein anderes Bier probieren wollte, der wäre elf Jahre lang unterwegs: Die 628 bayerischen Brauereien produzieren eine Vielfalt von mehr als 40 Sorten und ca. 4.000 Marken-Spezialitäten. Da kann man nur noch sagen: genussvolle Reise – und zum Wohlsein!

Lesetipp: 50 sehens- und erlebenswerte bayerische Wirtshäuser stellt das Buch „Genuss mit Geschichte: Einkehr in bayerischen Denkmälern“ vor (Volk Verlag, München 2009, 16,90 Euro), ISBN: 978-3-93-720070-5.

Klimaschutz – Knoblauch für Kühe

KLIMASCHUTZ: Knoblauch für Kühe

Rinder produzieren weniger Treibhausgase, wenn ihr Futter mit Knoblauchessenz angereichert wird. Das berichtet das Magazin GEO in seiner April-Ausgabe. Die Substanz Diallyldisulfid, ein Bestandteil der Knolle, greift in die Stoffwechselprozesse im Pansen ein: Sie zweigt aus der Nahrung Wasserstoff ab, ein Element, das für die Produktion von Methan unerlässlich ist. So entsteht teilweise statt des klimaschädlichen Gases ungefährliche Proprionsäure.

Auch andere, in der Wirkung ähnliche Substanzen haben die Wissenschaftler um Jan Dijkstra und Sander van Zijderveld in den Niederlanden an Rindern getestet. Und eine Reduktion von Methan um bis zu 15 Prozent erreicht. Die Kühe an der Universität Wageningen und auf der Versuchsfarm des Futtermittelherstellers Provimi in Velddriel bekommen freilich nicht die echte Pflanze zu fressen, sondern naturidentische Wirkstoffe. „Die klimafreundlich erzeugte Milch“, versichert Provimi-Mitarbeiter van Zijderveld, „schmeckt garantiert nicht nach Knoblauch“.

Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 172 Seiten, kostet 6,30 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Restaurantkritik „Oktogon“, Berlin

Berliner Morgenpost Kritiker Heinz Horrmann: „Was sich die Küchencrew freilich beim Entrecote vom Kalb gedacht hat, ist mir schleierhaft. Meine Bitte, das Fleisch unbedingt Medium zu belassen, wurde komplett in den Wind geschlagen. Stattdessen kam statt eines saftigen, durch ein wenig Fett aromatisierten Fleisch ein geschmacksneutraler grau gebratener Lappen auf den Teller.

Lesen Sie die gesamte Restaurantkritik in der Berliner Morgenpost:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article1050053/So_viel_Suesses_macht_sauer.html

Oktogon, Leipziger Platz 10, Telefon: 20 64 28 64. Montag bis Freitag von 11.30-24 Uhr, Samstag und Sonntag 18-24 Uhr. Alle gängigen Kreditkarten. Wenn es wärmer wird, schöne Straßenterrasse mit 60 Plätzen
www.oktogon-berlin.de

Nachhaltiger Fisch

Nachhaltiger Fisch
Deutsche Handelsketten auf gutem Weg zu nachhaltigem Fisch, aber…

Das neuste Rating von Greenpeace zeigt: Die deutschen Handelsketten sind mit ihrem Fischsortiment auf einem hoffnungsvollen Weg.
Noch ist freilich manches nicht im grünen Bereich. Vor allem bei der Zertifizierung klaffen noch grosse Lücken in den Sortimenten.
Der Einbezug von FOS-zertifizierten Produkten kann helfen, diese Lücken zu schliessen – und im nächsten Rating einen besseren Rang zu erzielen. Denn die Breite der FOS-zertifierten Produkte nimmt stetig zu, aus Wildfang wie aus Aquakultur: Mehr als 50 Spezies mit über 1000 Produkten aus 30 Ländern sind mittlerweile FOS-zertifiziert.

Friend of the Sea (FOS) wird zum weltweit führenden Seafood-Label

FOS erfüllt als einziges Label die FAO-Richtlinien und ist das strikteste Label für nachhaltige Fischerei.
So lehnte FOS zahlreiche Zertifizierungen von Fischereien ab, welche die Anforderungen nicht erfüllen, weil sie auf überfischte Bestände zielen oder schädigende Fischereimethoden anwenden. Nicht zertifiziert wurden u.a. Seehecht (Südafrika und Namibia), Octopus (Marroko) sowie Kabeljau, Schellfisch, Kalmar, Scholle und Köhler (Nordsee), ferner auch Aquakulturen in Ecuador, Bangladesh und Italien.

Inzwischen ist FOS auch mengenmässig das weltweit führende Fisch-Label. Denn heute sind für FOS zertifiziert:
– über 10% der weltweiten Fangmenge
– über 350’000 Tonnen/Jahr aus Aquakultur (zum Vergleich: Bio-Labels zusammen ca 100’000 t/a)

Die bei weitem grösste Fischerei, die peruanische Ringwadenfischerei auf Sardellen, konnte jüngst für FOS zertifiziert werden. Damit führt FOS auch bei Fischmehl und Fischöl aus nachhaltiger Fischerei.

A Slice of Brooklyn Pizza Tour

BROOKLYN: Brooklyn Pizza Tour

Brooklyn auf geführter Pizza-Tour kennen lernen

Neben dem Hamburger ist wohl die Pizza ein Gericht, auf dass sich alle Amerikaner einigen können. Die Bewohner des Big Apples sind sich auch darüber einig, dass die besten Pizzas seit rund 100 Jahren in Brooklyn (und nicht in Little Italy in Manhattan) serviert werden – eigentlich keine große Überraschung, denn rund 20 Prozent aller Einwohner aus diesem Borough haben italienische Vorfahren. Die gerühmte Brooklyner Pizza-Expertise ist jedenfalls eine Art NYC-Grundwahrheit, ein Faktum, das niemand ernsthaft bezweifelt. Und Tony erst recht nicht.

A Slice of Brooklyn Pizza Tour

Für den langjährigen Atemtherapeuten Tony Muia ist die Pizza eine Art Multivitamin und treuer Weggefährte. Schon immer hat Muia in Brooklyn gelebt, er kennt jeden Stein, die besten Restaurants und talentiertesten Hefeteigjongleure und schafft es sogar manchen alteingesessenen Küchenchefs geheimste Pizzazutaten zu entlocken – freilich ohne sie zu verraten.

Kurz: Tony Muia hat nach einer reichlich nervtötenden Beschäftigung im Gesundheitswesen endlich als jovialer Brooklyn-Führer und Tony Muia bei seiner Lieblingstätigkeit. Pizza-Connaisseur auf der „A Slice of Brooklyn Pizza Tour“ seine wahre Bestimmung gefunden. „Ich habe gemerkt, dass es keine Tour gibt, die das Brooklyn zeigt, in dem ich aufgewachsen bin und dass ich so sehr liebe,“ sagt er. „Also habe ich die zwei Dinge, die ich am besten kenne – Brooklyn und Pizza – einfach kombiniert.“ Es ist natürlich die einzige geführte Bustour der Stadt durch die besten Pizzerien des Boroughs und allein Muias begnadete Fähigkeiten Pizza quadratisch. als Pizza-Guide ist die Tour schon wert.

Ob sizilianisch oder neapolitanisch, im Steinofen oder auf heißer Kohle gebacken, ob rund oder eckig, mit dicker Käsekruste oder schlicht in den Nationalfarben Italiens (Pizza Margherita) – A Slice of Brooklyn Pizza Tour auf der kulinarischen Highlight-Tour können die Teilnehmer Brooklyn intensiv kennen lernen und Tonys Leibgericht auf den Grund gehen. Insgesamt eine erlebnisreiche, gehaltvolle und vor allem witzige Bustour – eine Hommage vom ganzen Herzen an den Stadtteil Brooklyn und die Pizza!

Lesen Sie
mehr über die Pizza-Tour auf http://newyork.de/index.cfm?ID=150362!

Homepage der New York Brooklyn PizzaTour: http://bknypizza.com/pizza.html

Wenn der Gast rabiat wird

Nachdem sie ihre Teller getauscht hatten, um vom Essen des Gegenübers zu probieren, soll es Gerüchten zufolge im Bergisch Gladbacher 3-Sterne-Restaurant Vendôme zum Quasi-Hausverbot gekommen sein.

Man lege keinen Wert mehr auf einen weiteren Besuch, habe handschriftlich auf der Rückseite der Rechnung gestanden. Restaurantleiter Miguel A. Calero Novillo lächelt freilich nur. „Das ist nie vorgekommen, aber ich kenne das Gerücht – wenn auch im Zusammenhang mit den Kollegen aus dem Schloss Lerbach.“ Andere Stimmen wollen diese „urban legend“ der Winklerschen Residenz oder einem Baiersbronner Top-Restaurant zuordnen. Ob sich die Geschichte aber jemals so zugetragen hat, ist höchst unsicher. „Falls die Gäste wirklich so einen Zettel vorzeigen können, lade ich sie mit allem Drum und Dran zum Essen ein“, sagt Calero Novillo schmunzelnd.

Tatsächlich halten sich Rausschmisse oder Hausverbote in der gehobenen Gastronomie in engen Grenzen. „Ich habe noch nie jemanden vor die Tür gesetzt“, so Peter Hesseler, Patron im Pulheimer „Gut Lärchenhof“, „auch wenn ich manchmal kurz davor war“. Was freilich keineswegs bedeutet, dass nicht öfter mal über die Stränge geschlagen würde, selbst in teuren Etablissements. „Da könnte ich eine Litanei schreiben“, so Gisela Luther vom „Luther“ im pfälzischen Freinsheim.

Der gesamte Artikel ist in der Printausgabe der AHGZ zu lesen

Nährwertangaben: Wie viel Müsli braucht der Mensch?

Das steigende Gesundheitsbewusstsein fördert bei Verbrauchern

nicht nur den Wunsch zu „Essen, was gut für mich ist“. Noch mehr

interessiert sie freilich, „wie viel“ gut für sie ist. Mit einem

Blick auf die Lebensmittelverpackung ist diese Frage jetzt in vielen

Fällen beantwortet. Die real,- SB-Warenhaus GmbH hat dafür ihr

umfangreiches Sortiment an Eigenmarken (z.B. TiP) mit Nährwertangaben

ausgerüstet. Die leicht verständlichen Informationen werden dazu

gleich auf die Vorderseiten von Kartons, Tüten oder Flaschen

gedruckt. Ob Müsli oder Fruchtaufstrich, Pizza oder Pudding:

Portionsgröße (in Gramm oder Milliliter), Brennwert (Kcal/Kalorien)

und natürlich der prozentuale Anteil, der sich mit dem Verzehr einer

Portion abdecken lässt, geben erste Anhaltspunkte für den

ausgewogenen Konsum.

Neue Orientierungshilfe auf Lebensmittelpackungen

Berechnungsgrundlage für die Orientierungshilfe ist der so

genannte Guideline Daily Amount (GDA), der von unabhängigen Experten

der CIAA (Confederation of the Food an Drink Industries in the EU)

entwickelt wurde. „Dieser Wert gibt an, wie hoch der Tagesbedarf an

Brenn- und Nährwerten ist. Der Nährwertkennzeichnung von real,- liegt

dabei der Bedarf einer durchschnittlichen gesunden Frau mittleren

Alters zugrunde; der individuelle GDA ist natürlich von Verbraucher

zu Verbraucher unterschiedlich“, erläutert Oliver Merckens, Category

Manager bei real,- das Verfahren. Die Kurzinformationen würden auf

der Rückseite jeder Packung um detaillierte Produktinformationen

ergänzt. In einer Tabelle sind die acht wichtigsten Nährwertangaben

für Lebensmittel (je 100 Gramm/Milliliter und je Portion)

aufgelistet. Dazu gehören Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker,

Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Natrium. Die

Prozentangaben des Tagesbedarfs (GDA) helfen dem Verbraucher bei

einer groben Einschätzung der Lebensmittel. Gerade die Angaben zu

Kalorien, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Natrium sollen für

Transparenz beim Kunden sorgen und einen erhöhten Verzehr dieser

Inhaltsstoffe vermeiden helfen. „Um eine ausgewogene Ernährung zu

gewährleisten, sollten Lebensmittel entsprechend ihrer Nährwerte und

Inhaltsstoffe kombiniert werden“, empfiehlt Merckens.

real,- übernimmt Vorreiterrolle

Mit der neuen und einheitlichen Kennzeichnung seiner Eigenmarken

geht real,- zum einen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und

erleichtert seinen Kunden den Überblick zu den Inhaltsstoffen der

einzelnen Lebensmittel. „In den kommenden Monaten werden auch die

großen Markenartikelhersteller nachziehen, um den Verbraucher

einheitlich bei der Auswahl ihrer Produkte zu unterstützen“,

versichert Oliver Merckens. In den rund 370 real,- Märkten soll den

Kunden ein bewusster Lebensstil näher gebracht werden. Die real,-

Kampagne „bewusst einkaufen, gesund leben“ gibt umfangreiche

Informationen an den Verbraucher weiter, die ihn bei seiner

ausgewogenen Ernährung unterstützen sollen.