Jean-Christian Jury

 

  1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Genießer?
    Ein Genießer ist ein Gourmet oder Feinschmecker der die Nahrung deutlich ernster nimmt als die meisten anderen. Jemand der gute Qualität von Lebensmitteln schätzt und sich Zeit für gutes Essen nimmt.
  2. Mit wem würden Sie gern mal ein Menü kochen?
    Mit Sarma Melngailis und Matthew Kenney – Gründer von „Pur Food & Wine“ in New York
  3. Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?
    Mit meiner Freundin und Geschäftspartnerin in das Restaurant Nataraj (Ginja branch ) in Tokyo – für mich das beste Indian Veggie Restaurant mit dem Motto „Natural is Healthy“.
  4. Welches ist ihr Lieblingsfisch und wie zubereitet?
    Mmh…mmh…
  5. Ihr Hauptcharakterzug?
    Zu optimistisch und ungeduldig…
  6. Ihr Motto?
    „Rein und gesund mit Genuss!“ (Wir leben heute in einer Welt, wo Limonade aus künstlichen Aromen gemacht wird und Möbelpolitur aus echtem Zitronensaft hergestellt wird)
  7. Ihr Lieblingsgericht?
    Alles was meine Chefköchin täglich für mich mit viel Liebe kocht. Bin ich nicht der glücklichste Mensch auf diesem Planeten?
  8. Was essen Sie überhaupt nicht?
    Marmite! Motto: Liebe es oder hasse es!
  9. Was wollten sie als Kind partout nicht Essen?
    Rote Beete
  10. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?
    Frische Früchte vom Bauernhof meiner Großeltern
  11. Welche Berliner Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
    Dieter Kosslick – Ein Gourmet auf sehr hohem Niveau, er probiert immer die Kinowelt mit kulinarischen Dingen zu verbinden.
  12. Welche Berliner Spezialität mögen Sie am liebsten?
    Pflaumen – Altberliner Art
  13. Ihr Lieblingsrestaurant in Berlin?
    Sweet Cocos in Friedenau, sehr authentisch und auf Wunsch „SUPERSPICY“ Thai Spezialitäten
  14. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb von Berlin?
    May Kaidee’s in Bangkok
  15. Welchen Küchenchef ( lebend ) bewundern Sie am meisten?
    Gordon Ramsay (in Thai: Goldon Lamsey) – wegen seinem gesamtem Business und seiner Entwicklung.
  16. Der ideale Chef muss wie sein?
    Mehr ausgebildet als eingebildet
  17. Der ideale Sous Chef muss folgende Eigenschaften haben?
    Er muss bereit sein, den Küchenchef zu ersetzen, sobald der Chef ein Ego-Problem lösen muss☺
  18. Welche Fehler in der Küche entschuldigen Sie am ehesten?
    Wenn die Chefköchin in den Sous Chef verliebt ist – Tsunami im Kühlraum!
  19. Ihr größter Fehler?
    Zu großzügig und zu viel Vertrauen in einige Personen
  20. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Köchinnen am meisten?
    60-90-60!? Köchinnen verwenden Gewürze subtiler als Köche. Köchinnen kochen um zu pflegen und ernähren die Seelen der Menschen, während männliche Köche kochen um zu konkurrieren und zu beeindrucken. Köchinnen folgen Anweisungen genauer als Männer. Köchinnen kochen mit Herzen!
  21. Ihr Lieblingsurlaubsland oder Region?
    Südostasien
  22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
    Schwer – weil ich schon überall war, aber gerne mal wieder nach Japan!
  23. Ihr Lieblingsgetränk?
    Morgens: Kaffee – Mittags: Wasser – Abends: Was gibt es für neuen Wein zum Verkosten?
  24. Ihr Lieblingswein?
    Zur Zeit „Padus“ Tempranillo Palace Duque 2004. Weich und voluminös mit Vanille und Waldbeerkonfitüre-Duft – feinkörnig mit einer feinen Holz-Süße.
  25. Champagner genieße ich am liebsten ( wo und wann )?
    Es muss Rosé sein – gerne vor dem Abendessen
  26. Ihre heimliche Leidenschaft?
    Motorrennen und Kendo
  27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
    Photoshop, Publisher und Web Design
  28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
    The Inheritance – Peter Stefan Jungk
  29. Wie viele Kochbücher haben Sie?
    Ca. 50 – aber bald 51 (derzeit schreibe ich mein erstes Kochbuch mit meiner Chefköchin)
  30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
    In meinen Top 10: Le Grand Bleu, The 5th Element und Life of Brian
  31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
    Aufgeschlossenheit und Feinschmecker mit einem großem britischen Humor
  32. Nachhaltigkeit in der Küche bedeutet für mich?
    Obwohl die Verwendung von organischen regionalen Produkten ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsbewegung ist, gibt es viele weitere Faktoren die ins Spiel kommen für eine wirklich nachhaltige Küche. Mit Zeit, Mühe und ein wenig Einfallsreichtum können wir eine sehr nachhaltige umweltfreundliche Küche pflegen.
  33. Was war Ihre schlimmste Küchenpanne?
    Ein paar Tage vor meiner Restauranteröffnung bekam ich einen Anruf der GASAG, dass meine Gasleitung für die Küchengeräte nicht aktiviert werden kann, da der Boden gefroren ist. Innerhalb von 48 Stunden musste ich alle Geräte auf Liquid-Gas umstellen und die Düsen der Geräte wechseln!
  34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht in der Küche verbringen?
    Bette Midler und Jack Nicholson

Jean-Christian Jury

„Rein und gesund mit Genuss!“

La Mano Verde Restaurant

Scharnhorststr. 28-29

Name:
Jury
Vorname:
Jean-Christian
Geburtstag:
28.02.1954
Geburtsort:
Toulouse
Wohnort:
Berlin

Jens Darsow / kulinarisches Interviews http://www.kulinarisches-interview.de/

Sabine Teubler

Die Schlossköchin: Sabine Teubler kocht auf Burg Schlitz Heimat im Topf und im Herzen

Man nehme eine junge Frau mit Biss und einem Herzen, das für ihre Heimat schlägt. Man schenke ihr Vertrauen und einen kapitalen Hirsch. Sie wird ihn nicht beweinen, weil er sterben musste für den Genuss. Routiniert greift Sabine Teubler zu und freut sich an seinem starken Rücke. Ein Prachtkerl – was für eine köstliche Herausforderung! So geschehen auf Burg Schlitz, im Herzen von Mecklenburg Vorpommern.

Die Schlossküche ist das Revier von Sabine Teubler. Gleich draußen vor der Tür fängt das Revier des Burgherrn Mathias Stinnes an. Er hat ihr schon so manches Tier beschert, erlegt im eigenen 200 ha großen Park, der seine Burg umgibt. Auch „fremde“ Jäger sind bei Sabine Teubler gerne gesehen – am liebsten, wenn Sie „Beute“ im Köcher haben. Ob Hase oder Reh, Wildsau, Hirsch, Rebhuhn oder Goldfasan – die junge Schlossköchin weiß, damit umzugehen. Gerade einmal 32 Jahre ist sie alt. Sie kommt aus einem guten „Stall“. In Mecklenburg Vorpommerns erstem Sterne Restaurant hat sie gelernt. Dann hat sie den Standort gewechselt. Aus „Ich weiß am Haus am See“ ist eine veritable Burg geworden. Im Relais & Châteaux Hotel Burg Schlitz schwingt sie seither den Kochlöffel. Mit ihrer zupackenden Art und dem feinen Gespür für Aromen und Texturen machte sie sich schnell unentbehrlich im Kreise der Küchenherren, die vor ihr das Küchen-Regiment führten. Sie kamen und gingen. Sabine Teubler ist geblieben. Seit Juni 2009 ist sie Küchenchefin auf Burg Schlitz. Und sie ist liebend gerne hier, denn hier ist sie zu Hause.

Jeden Tag ein neues 6-Gang-Menü

Jeden Tag denkt sich Sabine Teubler ein neues 6-Gang-Menü für die Gäste des Hauses aus und setzt es in die Tat um. Nicht mehr und nicht weniger steht auf der Karte des Schloss Restaurants. Sechs köstliche Vorschläge, aus denen man sich das aussuchen kann, wonach einem der Sinn steht. Oder man gönnt sich das komplette Programm. Wer partout nichts nach seinem Geschmack entdeckt, für den hält die Küchenchefin weitere Vorschläge bereit. Das gilt auch für Menschen mit Nahrungsmittel Allergien. Bisher ist noch keiner hungrig nach Hause oder ins Bett gegangen. Eine große Freude ist es für die heimatverbundene Köchin, wenn Gäste sich Gerichte wünschen, die es so nur hier in ihrer Heimat gibt: Die Ente vom Bauern um die Ecke, oder das Huhn aus dem Dorf mit knackig frischem Gemüse aus dem Vorgarten der Bauersfrau.

Wilde Kräuter aus Leidenschaft

Eine Leidenschaft, die Sabine Teubler schon als Auszubildende für sich entdeckt hat, ist das Kochen mit Wildkräutern. Ob Giersch, Schaafgabe oder wilder Kerbel, sie weiß genau, wann diese besonderen Geschenke der Natur wachsen und wo sie zu finden sind. So geschieht es, dass alte Rezepturen aus der Schlossküche heute zu neuen Ehren kommen. Denn auch früher schon bedienten sich die Leibköche derer, die auf Burg Schlitz residierten, der Kräuter, die am Wegesrand wuchsen. „Das passt sehr viel besser in unseren Rittersaal als molekulare Experimente mit all’ ihren unterstützenden Zusatzstoffen“, sagt die Köchin. Und so sitzen die Gäste in froher Schar gestern wie heute an langen Tischen und tafeln. Oder sie genießen in kleiner Runde, häufig auch in trauter Zweisamkeit. Zum Beispiel in verschwiegenen Separées. Je nach Bestuhlung finden 30 bis maximal 40 Gäste im Restaurant im Rittersaal Platz. Für kleinere und größere Gesellschaften gibt es zahlreiche elegante Salons und repräsentative Festsäle. Die Weinkarte umfasst 150 Positionen. Ein Fokus ist auf die Weine aus den neuen Bundesländern gesetzt. Auch einer der Lieblingsweine des Schlossherrn ist mit dabei. Ein Riesling von Schloss Proschwitz in Sachsen.

Am allerliebsten naturbelassen

Schon vor über hundert Jahren wurden auf Burg Schlitz Gerichte serviert, die aus den heimischen Wäldern, Seen und Auen kamen. Daran knüpft Sabine Teubler an. Die Kompositionen entstehen nach Lust der Köchin und Laune der Natur. Ihre Kochkunst ist klassisch französisch geprägt. Solide – von Grund auf. Naturbelassen, so mag es Sabine Teubler am liebsten. Auch in ihrer Freizeit. Lange Spaziergänge dienen ihr als Kontrastprogramm zum Arbeiten unter Dampf in der Küche. Und dann gibt es da noch ihre große „Familie“. Sie besteht aus zahlreichen Kamerun-Schafen, die Sabine Teubler züchtet. Manchmal gibt sie eins davon ab – für besonders liebe Gäste.

Das Relais & Châteaux Hotel Burg Schlitz liegt ca. 1 Autostunde von Rostock entfernt. Der Flughafen Rostock-Laage wird von München, Stuttgart, Köln und Zürich angeflogen. Bahnstationen sind von Hamburg aus kommend Teterow – von Berlin aus reist man über Waren an. Nach Hamburg sind es 250 Kilometer, nach Berlin 190 und nach Lübeck, das von Ryan Air angeflogen wird, 175 Kilometer.

Weitere Informationen gibt’s unter Tel. 03996 127 00 oder unter info@burg-schlitz.de. Die ganze Welt von Burg Schlitz öffnet sich dem Besucher unter www.burg-schlitz.de

La Mano Verde, Vegetarisches Restaurant Berlin

Interview mit dem Besitzer Jean-Christian Jury über den neuen Standort in Berlin Mitte und mit Chefköchin Josita Hartanto

Interview mit Jean-Christian Jury

 

Das Restaurant „La Mano Verde“ in Berlin-Friedenau fehlt mir. Ich konnte zu Fuß hingehen.
Jetzt sind sie umgezogen und ich fahre mit dem Bus hin. Aber trotzdem hat mich interessiert, warum ich jetzt nicht mehr zu Fuß gehen kann, daher habe ich Jean-Christian Jury einige Fragen gestellt.

Warum haben Sie Friedenau verlassen, obwohl La Mano Verdo dort schon gut etabliert war?

Wir haben Friedenau schweren Herzens nach über einem Jahr des Streits mit unserem Vermieter verlassen. Das Hauptproblem waren regelmäßige Überflutungen im Keller und in den Toiletten von La Mano Verde. Bei jedem starken Regen schoss das Wasser wie eine Fontäne aus dem Fliesenboden und stieg rasch bis auf 15 cm an. In einem Gourmet-Restaurant ist so etwas nicht akzeptabel. Da unser Vermieter auf unsere Warnungen nicht reagiert hat, entschlossen wir uns zur Suche nach einem neuen Standort. Wir sind ein Destination Restaurant, unsere Kunden sind zu 60 Prozent Touristen. Unsere Stammkunden sind uns an unseren neuen Standort gefolgt.

Weshalb wählten Sie die Scharnhorststraße in Berlin-Mitte als neuen Standort für La Mano Verde?

Die Scharnhorststraße liegt sehr günstig zum Berliner Hauptbahnhof, man geht 10 Minuten zu Fuß oder fährt 3 Minuten mit dem Bus (N120). Zusätzlich gibt es genügend Parkplätze für Gäste, die lieber mit dem Auto kommen. Schon in naher Zukunft werden wir von hunderten neuer Wohnungen umgeben sein, in der Scharnhorstraße wird derzeit viel renoviert und gebaut, unter anderem ein 5-Sterne-Hotel.

Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, das Küchenteam auszuwechseln und dabei mit dem Chefkoch anzufangen?

Wir haben uns aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, den Küchenchef und einen Teil des Küchenteams auszuwechseln. Wir müssen an die Zukunft unseres Unternehmens denken und benötigen eine solide und professionelle Struktur um uns herum. Um eine Küche zu leiten, braucht man mehr als bloße Kochkenntnisse. Wir brauchten ein professionell ausgebildetes Team, um als La Mano Verde den hohen Standard und die Qualität zu erreichen, die unsere Kunden erwarten.

Nach unserem Umzug an unseren neuen Standort in Berlin-Mitte haben wir beträchtliche Investitionen getätigt, um die Entwicklung unseres Konzepts voranzutreiben und unser erstes Ziel zu erreichen: ein Restaurantmodell zu entwerfen, das sich an jedem beliebigen Ort auf der Welt wiederholen lässt. In dieser Hinsicht schien es uns auch an der Zeit, uns erneut der Personalfrage des Unternehmens zu widmen und unsere Bemühungen dahingehend zu konzentrieren, ein Team auszubilden und zu entwickeln, das hoch qualifiziert ist, einschlägige Erfahrung mitbringt und einen Teamgeist hat, der dem Konzept von La Mano Verde entspricht.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, nur Gerichte auf Pflanzenbasis zu kochen?

In den letzten 50 Jahren hat die Lebensmittelindustrie die Ernährungsweise der Gesellschaft radikal verändert. Erst seit kurzem ist uns bewusst geworden, wie viel Schaden durch den langfristigen Verzehr ungesunder Nahrung und Getränke angerichtet wurde. Wir haben das Konzept des La Mano Verde entwickelt, um ein Modell für anspruchsvolles Kochen mit gesunden Produkten auf Pflanzenbasis zu präsentieren und einzuführen. Wir versuchen überdies, mit dem „alternativen“ Image zu brechen, das in der Gesellschaft gegenüber den Pionieren des Kochens auf Pflanzenbasis vorherrscht. Donald Watson gründete die Vegan Society 1944 im Vereinigten Königreich. Das Wort „vegan“ besteht aus dem Anfang und Ende des Worts „vegetarian“. Laut Donald Watson symbolisiert die Herleitung des Worts, dass der Veganismus die Wurzel des Vegetarismus bildet und den Abschluss der vegetarischen Suche nach guter Gesundheit bedeutet. Wir glauben, dass mit reinen, gesunden und umweltfreundlichen Zutaten die höchste Qualität der Gastronomie erreicht werden kann. Sämtliche Gerichte von uns sind vollkommen frei von Tierprodukten und gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Wir bieten auch eine Auswahl von „living food“ und allergiefreundlicher Küche. Letztere beruht auf dem Verzicht auf Milchprodukte in unserer Küche sowie auf einer Vielzahl von glutenfreien Angeboten auf der Speisekarte. Die Geschmäcker und Stile der verschiedensten Kulturen schlagen sich in unserer Küche nieder, die sowohl für die sorgsame Zubereitung jedes Gerichts als auch für ihre innovativen Kombinationen und – vermutlich zur Überraschung vieler – für ihre kräftigen Aromen gelobt wird. Wir lehnen auch das bloße Nachbilden traditioneller Fleischgerichte ab; unserer Meinung nach sollte ein veganes Essen köstlich, vom Nährwert her ausgewogen und befriedigend sein, und es sollte seinen eigenen Geschmack und Charakter haben.

Wie sehen Sie die Zukunft des La Mano Verde?

Wir entwickeln das Konzept des La Mano Verde mit Hilfe von Beratern wie Julia M. Kundermann vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Joachim Reichert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Dr. Julia Schlesser, einer Spezialistin für Ernährungslehre. Wir stimmen unser Konzept nach den Bedürfnissen der Kunden ab, dazu gehört die verstärkte Entwicklung von Rezepten auf Grundlage saisonaler und regionaler Produkte. Wir möchten enger mit Bauern zusammenarbeiten, die auf den Anbau von organischem Obst und Gemüse spezialisiert sind. Die Frische der Produkte, die wir in unserer Küche verwenden, hat höchste Priorität. Wir bemühen uns, unnötige Lagerzeit zu vermeiden, so dass unseren Kunden sämtliche gesundheitlichen Vorzüge des Essens lebender Lebensmittel zugute kommen. Ein weiteres wichtiges Projekt des La Mano Verde ist die Eröffnung unserer eigenen Kochschule und die Anerkennung des Berufstitels „veganer Koch“ durch die Europäische Union. Wir möchten, dass vegane Köche ihren Abschluss wie im bestehenden Ausbildungssystem machen können, ohne Produkte auf Tierbasis verwenden zu müssen.

 

Interview mit Chefkoch Josita Hartanto – La Mano Verde – Berlin-Mitte

Oft erzählen mir Leute, wie erstaunlich gut vegane Sachen schmecken können, wenn sie richtig zubereitet sind. Sie sind überrascht und ein bischen beeindruckt, wie man leckere Kekse und Kuchen ohne Butter und Eier machen kann. Ich denke, es wird einfach vergessen, daß Butter nicht das einzige Fett ist, das uns zur Verfügung steht. Da kommen Öle, Pflanzenmargarinen und -Fette, wie zB Kokosfett ins Spiel. Kekse brauchen Fett; Aber nicht von Tieren! Es macht Spaß, traditionelle, nichtvegane Rezepte zu „veganisieren“. Ich sehe mich nicht als Missionarin. Natürlich wäre eine Vegane Welt mehr als wünschenswert, ist aber natürlich utopisch. Ich denke der beste Weg in diese Richtung ist zunächst einmal Aufklärung…(ich bin sicher, wenn Kinder mal einen Blick in ein Schlachthaus werfen würden, um zu sehen, wo ihre „Bärchenwurst“ herkommt, hätten sie -abgesehen von einem Trauma fürs Leben- sicher keine Lust mehr darauf..) Mein Beitrag dazu ist, mit gutem Essen so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, daß man als vegan lebender Mensch auf nichts verzichten muß. Und man fühlt sich einfach gut dabei! Ich koche nun seit 11 Jahren. Ich lernte im Hotel Steigenberger in Berlin und die Begeisterung für meinen Beruf ist schwer zu verbergen. Seit Mitte März bin ich nun Chefköchin im La Mano Verde, einem Roh-/Naturkost-Paradies in Berlin. Das erste mal darf ich 100% vegan kochen! Endlich!

Zu Beginn die nahe liegende Frage: Was führte dich zur Chefköchin?

Ich glaube mit elf oder 12 habe ich meine ersten einfachen aber eigenen Gerichte „erfunden“. Habe also schon recht früh meine Begeisterung fürs Kochen entdeckt. Habe aus dieser Leidenschaft meinen Beruf gemacht, und auch wenn es sehr harte Zeiten gab, habe ich es nie bereut. Ich könnte niemals den ganzen Tag an einem Büroschreibtisch sitzen! Ich muß etwas produktives und kreatives mit meinen Händen machen! Ich habe nach meiner Ausbildung in verschiedenen Restaurants gearbeitet, die letzten 5 Jahre im Oxymoron, einem Szeneladen am Hackeschen Markt, das ich sehr geliebt habe und immer noch liebe. Habe selten mit und für so tolle Menschen gearbeitet. Vor gut drei Jahren entschied ich mich dann für die vegane Lebensweise. Als ich dann vor kurzem das Angebot erhielt, die La Mano Verde Küche „zu übernehmen“, wußte ich, daß es an der Zeit war, einen Schritt nach vorne zu machen…

Ich habe gelesen, dass du während deiner Berufstätigkeit im Oxymoron, wo du viel mit Fleisch zu tun hattest, zum „Vegansein“ übergewechselt bist. Wie war das denn? Hattest du dir viel Ärger mit deinen Kollegen wegen deiner Ernährungsumstellung eingehandelt?

Überhaupt nicht! Ich stieß auf sehr viel Toleranz und auch Begeisterung, weil ich natürlich meine veganen Kreationen fleißig in sämtliche Menüplanungen habe einfließen lassen. Und es kam gut an. Wir waren ein Super-Team, jeder hatte sozusagen seine persönlichen Vorzüge, so war ich ab sofort die Spezialistin wenns um vegetarische Sachen ging. Irgendwann habe ich sogar mein eigenes Schneidebrett bekommen, weil meine Kollegen es nicht mehr mit ansehen konnten, wie ich mir zu Beginn der Schicht stundenlang einBrett geschrubbt habe, um vermeindliche tierische überreste zu entfernen… 🙂 Habe sogar meinen   Sous Chef davon überzeugen können, daß das der richtige Weg ist, und er lebt jetzt auch vegan! Ich war wirklich traurig als ich gegangen bin, viele meiner Kollegen und Chefs vermisse ich doch sehr..

Gab es Einflüsse durch Ernährungs- oder ethische Gründe?

Es kam die Zeit, wo ich ernsthaft über fehlende Rechte von Tieren nachdachte und ich einfach eine Mein (toller 🙂 ) Chef und ich teilen die Leidenschaft für Qualität und Kreativität und wir sammeln Ideen von vielen neuen Kreationen und Geschmacksrichtungen. Manchmal kommt er gar nicht hinterher, weil in meinem Kopf so viele Ideen aufgestaut sind, die endlich umgesetzt werden wollen… 🙂 Wir haben gerade ein neues Pasta-Rezept mit frischen Seealgen kreiert, mariniert in kalt gepresstem Olivenöl und Rosmarin, mit etwas Knoblauch, Chili und , mit knusprig gebackenen Rucola-Blättern und Pinienkerne-Parmesan als i-Tüpfelchen. Lecker!

Abscheu entwickelte gegen das, was mensch Tieren für ein paar Minuten Gaumenschmaus antut… Ich wollte damit nichts mehr zu tun haben und mich stark machen für die Unschuldigen.

Und auf der Arbeit mußte ich dann schon mal einen Kalbsrücken zerlegen. Das war schon sehr hart, weil ich einfach kein Stück Fleisch mehr sehen kann ohne ein direktes Bild von dem Blut, das (im wahrsten Sinne des Wortes) daran klebt vor Augen zu haben. Glücklicherweise hatte ich ja liebe Kollegen, die mir meistens die schlimmsten Aufgaben abgenommen haben. Aber sehen mußte ich es trotzdem noch.

Anfang 2010 wurde mir die Stelle als Chefkoch in La Mano Verde angeboten. Dies verhalf mir zu einem Aufstieg und einer Veränderung, die ich einfach nötig hatte. Denn ich hatte schon öfters schlechte Laune einfach weil ich mit ansehen mußte wie respektlos mit „blutiger“ Nahrung umgegangen wird. I n dieser Branche muss du dich weiterentwickeln.  Ich will mehr! Man muß in Bewegung bleiben und dabei  lernt man ständig dazu.

Was hast du während deines Trainings als Chefkoch, wie du es heute bist, gelernt?

Gut, der Chefkoch ist ja noch relativ neu für mich… jedenfalls habe ich bereits in der Vergangenheit Ich bin nicht der Meinung, daß ich als vegane Köchin versuchen muß, Fleisch zu imitieren oder zu gelernt, daß man auf nichts verzichten muß und daß fast nichts unmöglich ist…  ersetzen. Es geht mehr darum, eine neue Richtung zu finden, einfach eine kreative, frische Gemüseküche, die Augen und Gaumen kitzelt. Gemüse ist so wahnsinnig vielseitig und es macht Spaß,   damit zu experimentieren. Ich liebe Tofu und der ist genauso ein Multitalent!

Wenn es um vegane oder vegetarische Nahrung geht, hören wir öfter von Hippie Food. Warum das?

Ich denke, in der Vergangenheit waren wir etwas primitiver, was das betrifft. Vegetarier und Veganer sind schon lange keine Ökos mit Birkenstocks und Rauschebärten mehr. Mehr Menschen machen sich Gedanken über Ernährung, Gesundheit und Massentierhaltung. Wir haben uns etwas weiterentwickelt. Es gibt neue Produkte auf dem Markt. -Fern von Karotten und Grünkernbratlingen…

Ob es jetzt die Art und Weise ist, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, oder gesundheitliche Aspekte, die die Leute dazu bringen, sich Gedanken über ihre   Ernährung zu machen, spielt letztendlich keine Rolle.   Wichtig und schön finde ich, daß immer mehr Menschen sich für eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise entscheiden. Das Bild von fleischloser Küche ändert sich langsam, weil mehr professionelle Köche sich mit dem Thema auseinandersetzten. Es ist ein Trend. Ich glaub der erste, den ich je gut fand… Es ist auch ein neuer Markt. Es gibt (noch?) keine Möglichkeit eine professionelle Kochausbildung zu machen, ohne dabei tierische Produkte zu verarbeiten, aber nichts kann einen gelernten Koch vom Vegan-Werden abhalten (ich kenne immerhin 3, und ich war dabei nicht ganz unbeteiligt…) und daß er eine Küche auf professioneller Art führt.

Wenn es dann soweit kommt, daß die Menschen sich an vegane Küche gewöhnen, was sagst du zu den Skeptikern, die behaupten, ein Gericht ohne Fleisch sei unvollkommen?

Ich sage, es ist an der Zeit für eine kulinarische Revolution! Schau dich um. Leute bekommen Diabetes, Krebs, Herzleiden wegen zu viel Cholesterin. Schon viele junge Menschen werden krank. Fettleibigkeit in Verbindung mit minderwertiger Nahrung ist weltweit verbreitet. Mir müssen einfach begreifen, daß Fleisch nicht im Mittelpunkt unserer Ernährung steht! Für viele ist es einfach Gewöhnungssache. Wir müssen lernen bewußter zu Leben und zu genießen! Uns selbst und unserem Planeten zuliebe. Und nicht Millionen von unschuldigen fühlenden Lebewesen für unsere Gier bezahlen lassen! Geschmack ist eine große Sache. Und auch für faule und Kochlaien gibt es bereits sehr leckere Alternativen. Essen soll schmecken. Und das tut es auch ohne Fleisch! Wenn wir das begreifen und die Lebensmittelhersteller mitziehen, wird die Palette noch größer werden . Skeptiker gibt es   immer, und wird es immer geben. Ich bin bereit, mich der Herausforder ung zu stellen.  

 

www.lamanoverde.de

Erdgaspokal

Vom Schülerkoch zum Meister an Topf und Pfanne

Jugendliche entdecken beim bundesweiten 13. Erdgaspokal ihre kochende
Leidenschaft

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber so mancher Kochprofi ist
in den letzten zwölf Jahren durch den 13. ERDGASPOKAL der Schülerköche® in
seine berufliche Zukunft gestartet. Entgegen dem gesellschaftlichen Trend
zeigen beim bundesweit einzigartigen Nachwuchskochwettstreit Jugendliche
der siebten bis zehnten Klasse, was sie aus frischen Zutaten am Kochtopf
selbst zaubern können.

Pünktlich zum Start des 13. Erdgaspokals haben 244 Schülerkochmannschaften
ihre kreativsten Rezepte hervorgeholt und sich mit leckeren Gerüchen und
ganz viel Teamarbeit durch den Wettbewerb gekocht. Die jeweils besten
Mannschaften der Schulkochwettbewerbe haben in der nächsten Etappe ihre
Regionalmeister ausgekocht, die sich damit für die Erdgaspokal-Landesfinals
im Frühling qualifizierten. 13 Teams können am 17. Mai beim Finale auf der
Messe Erfurt die Messer schärfen, die Löffel schwingen und die Töpfe zum
brodeln bringen. Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Alle Anwärter auf den Titel „bestes Schülerkochteam Deutschlands“ müssen
die bundesweit einheitliche Wettbewerbsaufgabe meistern. Das bedeutet,
innerhalb von zwei Stunden muss ein Dreigängemenü für vier Personen aus
einer Fisch-Vorspeise, einem Hackfleisch-Hauptgericht sowie einem
Quark-Dessert frisch zubereitet werden. Angerichtet wird auf edlem
Wettbewerbsgeschirr aus dem Hause KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH. Von der
Jury, bestehend aus Profiköchen vom Verband der Köche Deutschlands e. V.,
werden Geschmack, Konsistenz, Wareneinsatz, Teamarbeit sowie Ordnung und
Sauberkeit bewertet. Maßstäbe, die auch in einer Ausbildung zum Koch /
Köchin entscheidend sind.

Der im Jahre 1997 von der VNG – Verbundnetz Gas AG Leipzig ins Leben
gerufene ERDGASPOKAL der Schülerköche® ist eine Aktion vom Bundesverband
der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) sowie Verband der
Köche Deutschlands e. V. (VKD). Unternehmen wie die JOMO-CITTI GV-Partner
Großhandels GmbH & Co. KG sowie der Gewürzhersteller EASY GOURMET GMBH
fördern die Jungtalente ebenfalls bei ihrer sinnvollen Freizeitgestaltung
und freuen sich den Mädchen und Jungen einen ersten Einblick in das
Berufsleben Koch zu ermöglichen. Schirmherr, Clemens Fritz, Fußballer des
SV Werder Bremen weiß: „nicht nur im Fußball kommt es auf Teamarbeit,
Schnelligkeit sowie Einfallsreichtum an, sondern auch am Herd sind diese
Eigenschaften gefragt.“

Das kochhandwerkliche Geschick, dass die Jugendlichen bei dem Wettbewerb an
den Tag legen, wird bei vielen zum späteren Berufswunsch. Joachim Köhler,
seit 13 Jahren Erdgaspokal-Juror für die Region Erfurt und Kochprofi vom
Verband der Köche Deutschlands e. V. lobt die Schüler immer wieder: „Ihr
seid alle Gewinner, denn ihr habt euch mit Freude am Kochen als Team in
eurer Freizeit beteiligt. Die gesammelten Erfahrungen nützen euch nicht nur
für eine leckere und gesunde Ernährung, sondern verbessern auch eure
Zukunftschancen.“ Bislang sind von den mehr als 10.000 Ehemaligen etwa zehn
Prozent Gastronomieazubis geworden. Auch dieses Kochjahr sind wieder viele
Schüler dabei, die den Wettbewerb als Sprung ins (Koch)Berufsleben sehen.

Vier Kontakte zu Jugendlichen, die in diesem Schuljahr am Erdgaspokal
teilgenommen haben und deren Berufswunsch sie in das Gastronomiegewerbe
bringen soll, finden Sie im Anhang. Auf Anfrage stellen wir Ihnen auch gern
den Kontakt zu Schülern aus anderen Bundesländern her und freuen uns auf
Ihre Berichterstattung! Infos: www.erdgaspokal.de

Baden-Württemberg
Abt-Steyrer-Schule in Sankt Peter
Schülerköchin: Anne-Sophie Rombach
Ansprechpartner: Frau Theresia Respondek, Tel.: 07660/941090

Hessen
Johannes-Gutenberg-Schule in Gernsheim
Schülerköchin: Anastasia Feidenheimer
Ansprechpartner: Frau Elfriede Weber-Löffler, Tel.: 06258/93110

Mecklenburg-Vorpommern
Regionale Schule mit Grundschule in Bernitt
Schülerköche: Sarah Heitmann und Anika Wilde (hat bereits einen
Ausbildungsvertrag)
Ansprechpartner: Frau Heidrun Thom, Tel.: 038464/20250

Sachsen
Käthe-Kollwitz-Mittelschule in Crimmitschau
Schülerköche: Tom Sklarek und Rebecca Putschli
Ansprechpartner: Frau Kristina Kriester, Tel.: 03762/3024

www.erdgaspokal.de/13eps/pm/13eps_pm_bf_buw.pdf

Das Hyatt Regency Hong Kong

Eine Legende kehrt zurück:
Das Hyatt Regency Hong Kong, Tsim Sha Tsui hat eröffnet

Aller guten Dinge sind drei: Hyatt Hotels Corporation macht das Hoteltrio in Hongkong komplett. Neben dem Grand Hyatt Hong Kong in Wan Chai und dem Anfang 2009 eröffneten Hyatt Regency Hong Kong, Sha Tin, kehrt mit dem neuen Hyatt Regency Hong Kong, Tsim Sha Tsui im Herzen von Kowloon auch eine Legende zurück: Im Jahr 1969 öffnete in der Nathan Road das seinerzeit erste Hyatt-Hotel außerhalb der USA. In den 36 Jahren seines Bestehens entwickelte es sich zu einer echten Hongkonger Legende. Vier Jahre nach seiner Schließung erlebt das beliebte Hotel nun unter einer neuen Adresse seine Auferstehung.

Seit dem 2. Oktober 2009 begrüßt das zentral gelegene Hyatt Regency Hong Kong, Tsim Sha Tsui seine Gäste. Die insgesamt 381 Zimmer und Suiten erstrecken sich vom dritten bis zum 24. Stock des 2007 errichteten K11-Wolkenkratzers, der mit der „Art Mall“, zahlreichen Geschäften und Restaurants, ein Besuchermagnet ist.

Das neue Hotel verbindet gekonnt Tradition und Moderne, beliebte gastronomische Institutionen des ehemaligen Hyatt Regency wie die „Chin Chin Bar“, das „Hugo’s“ oder das „The Chinese Restaurant“ wurden neu aufgelegt. Mit vertrautem Charme und neuer Energie begrüßen sie Reisende und Bewohner der asiatischen Metropole. Stammgäste des „Hugo’s“ werden die massive Pinienholztür ebenso wiedererkennen wie die nostalgischen Servierwägen. Auch die berühmte Dessertkreation „Hugo’s Chocolate Bonbons“ findet sich auf der Karte wieder. Der markante Tresen der „Chin Chin Bar“ mit seinem einzigartigen Dekor wurde detailgetreu nachgebaut. Ein Markenzeichen der alten wie der neuen Bar sind die aufeinandergestapelten chinesischen Hochzeitsschränke an der Rückwand. Im „The Chinese Restaurant“ bereitet weiterhin Chefkoch Lo seine beliebte Papayasuppe, Dim Sum und weitere authentische kantonesische Spezialitäten zu.

Ausgleich zum geschäftigen Treiben Kowloons finden Gäste unter anderem im „Sky Garden“, einer begrünten Terrasse im 9. Stock des Hotels mit Außenpool. Ein Tagungsbereich von 530 Quadratmetern Größe rundet das Angebot des neuen Hyatt Regency Hong Kong, Tsim Sha Tsui ab.

Für Xavier Pech, General Manager des neuen Hotels, ein gelungenes Konzept: „Das Hyatt Regency Hong Kong, Tsim Sha Tsui kombiniert das Beste seines Vorgängers mit zeitgemäßen Komfort und Design.“

Hotelpreisvergleich

Taiwan Kulturwoche in Ingolstadt

„Ihla Formosa“ Taiwan

Veranstaltungen am 27. Juni und 28. Juni 2009 im Rahmen der Kulturwoche International Ingolstadt

27. Juni 2009 von 10 bis 18 Uhr am Rathausplatz

Taiwan Teehaus
Verköstigung mit taiwanesischem Tee und speziellen, in Taiwan beliebten Snacks, die zum Tee oder an bestimmten Feiertagen genossen werden, wie Zong-Zi, Klebreisklöße im Bambusblatt für das Drachenbootfest; Mondkuchen mit einer Füllung aus roten und grünen Bohnen, Eigelb oder auch Fleisch für das Mondfest im Herbst; Ananaskuchen; gebratene Teigtaschen mit Rettichstreifen gefüllt, die ursprünglich aus der Provinz Shandong kommen u.v.a.

Teetrinken ist in Taiwan sowohl Kunst wie auch fester Bestandteil des Alltags. Teure Tees werden in winzigen Kannen, von denen Sammler oft Hunderte besitzen, nach einem festgelegten Ritual zubereitet und aus ebenso winzigen Tassen getrunken.

Kalligraphie Workshop mit Cheng Chin-fa
15 bis 16:30 Uhr
Der aus Kaoshiung im Süden Taiwans stammende Meister der Kalligraphie, Chin-fa Cheng, zeigt seine einzigartigen Fertigkeiten und vermittelt erste Grundkenntnisse der chinesischen Schriftzeichen. Chinesische Kalligraphie ist künstlerisch betrachtet der Malerei vergleichbar, und ähnlich wie die abstrakte Kunst kann sie den rhythmischen und harmonischen Fluss von Musik vermitteln. Praktisch gesehen ist sie im alltäglichen Gebrauch geschriebene Sprache.

Löwentanz
16:30 bis 16:40 Uhr
Der traditionelle Tanz mit chinesischer Musik wird meistens von zwei Personen, die in einem bunten „Löwenkleid“ stecken, aufgeführt. Heute ist der Löwentanz Bestandteil des chinesischen Neujahrsfestes, außerdem dient er bei Einweihungen von wichtigen Gebäuden oder bedeutenden Ereignissen als Glück bringendes Ritual.

Perfomance:
Moderner Tanz versus Kalligraphie mit Chiang-mei Wang und Chin-fa Cheng
16:40 bis 16:50 Uhr
Der Tanzstil von Chiang-mei Wang gleicht einem Schwimmen im Raum. Der Körper selbst ist das Wasser, manchmal still, manchmal sanft wogend, manchmal aufschäumend wie die Wellen des Meeres.

Tai-Chi zum Mitmache:n Chiang-mei Wang
16:50 bis 17:10 Uhr
Wang zeigt eine Variante des traditionellen chinesischen
Schattenboxens, Tai-Chi.

Taiwanabend im Kinoraum der VHS Ingolstadt
27. Juni 2009 von 17:45 bis 21:00 Uhr

Musik, Kalligraphie und Tee; Tanzperformance; Vortrag zur Kalligraphie, Filme, taiwanesische Lieder mit Gitarrenbegleitung; Klavier und Geigenspiel: Musik des taiwanesischen Komponisten HSIAO

28. Juni 2009 von 14 bis 17 Uhr im Stadtteilbüro Pius

Shu-Hsiang – Musik, Kalligraphie und Tee
„Erste Szene – die Theaterprobe der Genesis“ Kurzfilm von Hsien-che Chu

Chili hält schlank

Wer gern und häufig scharf gewürzte Speisen isst,
hält seine Verdauung auf Trab und tut damit vermutlich auch etwas
Gutes für die Figur.

Wie das GEO-Magazin in seiner Juni-Ausgabe
berichtet, fanden Chin-Lin Hsu und Gow-Chin Yen von der National
Ching Hing Universität in Taiwan kürzlich heraus, dass Capsaicin, der
Scharfmacher aus der Chilischote, in der Lage ist,
Fettvorläuferzellen zum Absterben zu bringen. Im Versuch mit
Mäuseembryonen gingen bis zu 26,7 Prozent der mit dem Alkaloid
behandelten Zellen ein. Bei den Kontrollproben waren es nur 0,1
Prozent.

Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 188 Seiten, kostet 6,- Euro und
ist ab sofort im Handel erhältlich.