Eigenes Bier brauen auf erster „Queensland Beer Week“

In Queensland findet vom 16. bis 22. Juli zum ersten Mal die Woche des Bieres statt. Überall im Sunshine State wird die „Queensland Beer Week“ mit zahlreichen Veranstaltungen zelebriert.

Dank des Zusammenschlusses des Herausgebers des Bierführers „Critics Choice – Australiens beste Biere“ sowie Brauereien und kultigen Pubs haben Fans der australischen Braukunst die Möglichkeit, tiefe Einblicke in die Bierkultur des Landes zu erhalten. Dabei kommen sie mit den Bierbrauern persönlich in Kontakt und schauen ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter.

Neben kostenlosen „Beer Tastings“, bei denen in Brauereien verschiedene Sorten verkostet werden können, veranstalten viele Pubs auch spezielle „Beer Dinner“ sowie Filmnächte. Bierliebhaber haben zudem die Gelegenheit, sich an einem Weltrekordversuch zu beteiligen und sich möglicherweise so im Guiness-Buch der Rekorde zu verewigen. Ziel ist es, am 21. Juli zwischen 14 und 17 Uhr gleichzeitig mit so vielen Personen wie nur möglich, Bier zu brauen. Mehr Einzelheiten über die „Beer Week“ gibt es unter www.QueenslandBeerWeek.com.au

Ein Höhepunkt der „Beer Week“ findet in Brisbane statt. In der Bru 4 U
können Feinschmecker selbst Braumeister werden und ihr eigenes Bier brauen. In der kleinen Brauerei wählt man zuerst aus einer Liste von 200 verschieden Bierarten seine Lieblingsrichtung aus, misst die Zutaten ab, vermischt sie und leitet sie in einen Gärbottich weiter. Mit einem leisen Blubbern gärt das Bier zwei bis vier Wochen, bevor die 50 Liter selbst gebrauten Bieres in Flaschen abgefüllt werden können.

Diejenigen, die mehrere Brauereien auf einer Tour erleben wollen, sollten dieBrisbane Beer Tour

buchen. Auf dem fünfstündigen Ausflug stehen neben Brauerei- und Pub-Besichtigungen auch zahlreiche Verkostungen auf dem Programm. ImXXXX Ale House

in Brisbane wird die Bierwoche mit einer Führung durch das Herz der 130 Jahre alten Brauerei gewürdigt. Besucher werden hierbei in die Herstellung von Bier eingeführt und bekommen am Ende der Tour eine Kostprobe des Bieres serviert, das kürzlich als Australiens bestes Bier ausgezeichnet wurde.

Auch die Burleigh Brauerei
an der Gold Coast ist aktuell ausgezeichnet worden. Berühmt für seine einmonatige Produktionszeit wird das Bier noch in Handarbeit hergestellt. Das Burleigh Hef
wurde auf dem World Beer Cup 2012 zum „Besten Deutschen Weizenbier“ gekürt und hat damit sogar die Mitbewerber aus dem Ursprungsland des Weizens übertrumpft.

Und noch eine Auszeichnung: Das FNQ Lager der Blue Sky Brewery
in Cairns gewann die Goldmedaille auf der Brisbaner Royal Food & Wine Show. Bei täglichen Touren tauchen Besucher ein in die Welt der Blue Sky Brewery mit ihren zehn Bieren, die frei von Konservierungsstoffen sind, inklusive Lagerbier, dunklem Bier und Cider. Eine weitere Brauerei im Norden Queenslands kann man in Townsville besuchen. Die Brewing Company
, die sechs normale Biere sowie saisonale Spezialbiere braut, bietet zudem Bierverkostungen an.

Da Bier auch als isotonisch gilt, darf der sportliche Aspekt in Queensland nicht zu kurz kommen. Das 116 Jahre alte Pub im kultigen Great Western Hotel

in Rockhampton bietet zum Gerstensaft ein herzhaftes Steak und Unterhaltung in Form eines nationalen Rodeos. In der 1.000 Personen fassenden Rodeo Arena können Besucher Reiter aus nah und fern bei ihrem Ritt bestaunen.

Das stärkste Bier der Welt kann im Brisbaner West End in der Archive Beer Boutique

getestet werden. Eine Flasche des „Brewdog’s Tactical Nuclear Penguin“ ist mit 32 Prozent Alkohol zum stolzen Preis von umgerechnet 140 Euro zu haben. Des Weiteren gibt es hier eine Auswahl an 400 verschiedenen abgefüllten Bieren und 14 Fassbieren.

Weitere Informationen zu Queensland unter www.queensland-australia.eu/de

Wundersame Wallonie

Endlose, grüne Hügellandschaften, tiefe Wälder, kilometerlange Wanderrouten durch unberührte Natur. Das sind die Ardennen in der belgischen Wallonie. Nur eine knappe Autostunde hinter der deutschen Grenze, südlich von Liege (Lüttich) beginnt eine Welt, die sich völlig unterscheidet von der Region jenseits der Grenze.

Wir beginnen unsere Tour durch die Ardennen vom
Städtchen Verviers aus, um die Wallonie und ihre versteckten Möglichkeiten
zu entdecken. Herausgeputzte Dörfchen tauchen plötzlich wie aus dem Nichts
am Ende einer sich durch die Landschaft schlängelnden Bergstraße auf. Meist
übergroße Kirchen und niedliche-gedrungene Bürgerhäuser, die sich an
verwundene Gassen drücken, prägen diese Ortschaften mit unaussprechlich
französichem Namen wie Theux, Samreè oder Queqe de Vache. Die meisten von
Ihnen sind auf einer Karte kaum wahrnehmbar und bilden für uns daher eine
immer eine besondere Überraschung ob ihrer Schönheit.

Wo die Zwerge das Bier brauen

Weiter geht’s zu unserem ersten Tagesziel. Hinter den Bergen, tief in den
Wäldern der Ardennen, wo kaum jemand noch eine Ortschaft vermutet taucht
plötzlich ein Schild mit dem dem Namen „Achoûfe“ auf und ein gewaltiger
Wichtel auf einem Sockel weist uns den Weg zu der nahegelegenen Brauerei
„La Chouffe“. Der Zwerg ist Sinnbild dieser Stätte der Braukunst, in der
sich eine Mannschaft aus 5 mal 7 Zwergen emsig das ganze Jahr bemüht, den
köstlichen Gerstensaft zu brauen und in die ganze Welt zu verbreiten. Wir
treffen dort auch auf drei Jungs aus Italien, die in ihrer Europa-Route
eigens zur Verkostung dieses Biers jenes Ardennen-Nest ausgewählt haben
Und die Zwerge lassen sich hier auch ins Handwerk schauen. Täglich, am
liebsten mit Anmeldung, findet eine Führung statt, in der der Prozess der
Braukunst bewundert und das Ergebnis anschließend verkostet werden darf.

Süße Versuchungen in den Bergen

Beschwingt machen wir uns auf zur nächsten Attraktion der Wallonie. Belgien
ist bekannt für seine Vielfältigkeit und hohe Qualität der
Schokoladenkünste. So ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Handwerk
selbst in den kleinsten Orten noch anzutreffen ist. In Erzee, mitten im
Ardennen-Hochland begüßen uns Wendy und ihr Mann von der Chocolatier
Defroidmont freundlich – sogar auf deutsch – in der eigenen Cholotier, die
nicht nur eine Werkstatt, sondern auch ein verhältnismäßig großes Museum
und natürlich einen Laden beinhaltet. Wir dürfen zusehen, wie in der
Schokoladen-Werkstatt die Kreationen ihre Form finden, wenn die flüssige-
süße, braune Masse in einem nie enden wollenden Strom aus dem Hahn in die
Schablonen läuft. Und dann heißt es verkosten. Da lässt sich Wendy gar
nicht lange bitten und kredenzt uns auf einem Silbertablett die
außergewöhnlichsten Kreationen hausgemachter Pralinès.

Wenn Oma Marmelade kocht

So verwöhnt setzen wir unsere Tour fort zu unserem nächsten Ziel, welches
nicht weniger Süße verspricht. Es ist das „Winkel-Atelier“ der Confiturie
Saint Amour in Durbuy. Eline, eine liebe Omi wie aus dem Märchenbuch
begrüßt uns freundlich und zeigt uns das „Atelier“, in dem täglich
vormittags bis zu 40 verschiedene Sorten Marmelade und Gelee hergestellt
werden – und das nun schon seit über 90 Jahren. Da finden wir Löwenzahn-
oder Fliedermarmelade, staunen über Mispelgelee und lassen uns von
köstliche Passionsfrucht-Marmelade hinreißen. Aus Blumen und Früchten werden
hier täglich die erstaunlichsten Sorten des köstlichen Brotaufstrichs
gezaubert. Da nehmen wir natürlich eine Sorten mit uns, bevor wir unsere
Reise fortsetzen.

Zickenalarm oder alles Käse?

Nach soviel Süßem steht uns der Sinn nach einer herzhaften Abwechslung. Und
so kommt uns der letzte Ausflugspunkt an diesem ereignisreichen Tag sehr
gelegen: Die Ziegenkäserei „Chèverie d`Ozo, im gleichnamigen Stadtteil des
Städtchen Izier. Schon wieder ein Ort, der auf keiner Landkarte zu finden
ist. Oben auf dem Hochplateau des Hügels treffen wir dann auf den Hof. Auch
an diesem familienfreundlichen Ausflugsziel werden wir freudig in Empfang
genommen. Ziegenbauer Lùc und führt hier mit seiner Familie den Hof und die
zugehörige Käserei. Etwa 200 Ziegen erwarten uns Meckernd aber zutraulich
im Stall und lassen sich bereitwillig streicheln. Selbst die kleinsten
Zicklein verspüren keine Scheu gegenüber uns Besuchern. Im Sommer ist das
Vieh auf den Weiden des Hofes, aber jetzt, im März ist der Stall noch ihr
Aufenthaltsort. Wir dürfen zusehen, wie sich die Ziegen melken lassen. Da
wird sich ordentlich in Reih` und Glied aufgestellt, damit die schweren
Euter zur täglichen Leerung an die Melkmaschine angeschlossen werden
können. Derweil ist Lùc schon nebenan mit der Käseherstellung beschäftigt
und produziert in hofeigener Käserei kleine, aber abwechslungsreiche
Käsevariationen, die uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.
Natürlich können wir auch diese im Hofladen erwerben.

Ein abwechlungsreicher und spannender Ausflugstag geht zu Ende für uns. Und
wir stellen fest, dass wir gar nicht so weit fahren mussten, um alle diese
herrlichen Genuss-Attraktionen der Ardennen zu erleben. Diese Route südlich
von Liège durch die Ardennen umfasste kaum mehr als 100 Kilometer. Jedes
Dorf hat hier etwas zu bieten. Ob Töpferei, Imkerei oder Klöppelkunst – es
gibt noch viel zu erleben in der Wallonie und wir freuen uns schon heute
auf unsere nächste Tour, die sicherlich nicht weniger spannend werden wird.
Philip Duckwitz

Sebastian Priller-Riegele

Amtierender Biersommelier-Weltmeister legt selber Hand an – Sebastian Priller-Riegele braut drei Monate nach dem Finale seinen
Weltmeistersud

Unter den strengen Augen von Björn Bleier,
Leiter der Versuchsbrauerei der Doemens Academy, braute Sebastian
Priller-Riegele seinen Weltmeistersud ein. Es ist ein India Pale Ale
geworden, ein ganz besonderer Biertyp aus England, auf den sich Veranstalter
wie auch Sponsoren der Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier freuen.
Noch gut zwei Monate wird das fertig gebraute Bier in den Lagertanks von
Doemens reifen, bis Profi-Verkoster den edlen Tropfen bewerten und genießen
können.

„Jeder Finalist der Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier hat neben der
Urkunde auch tolle Preise aus den Reihen der Sponsoren mit nach Hause nehmen
können. Der neue Weltmeister hat, wie sein Vorgänger Karl Schiffner auch,
den Preis des Verbundes Die Freien Brauer überreicht bekommen und zwar das
Brauen eines Weltmeistersudes in einer der Braumanufakturen der
Mitgliedsbrauereien. Das Besondere diesmal war jedoch, dass Sebastian
Priller-Riegele selber ein Freier Brauer ist und seinen Weltmeistersud
schließlich nicht zu Hause brauen sollte. Aus diesem Grund haben wir daraus
bei Doemens einen größeren Event gemacht, bei dem uns auch die Sponsoren wie
die Weyermann Spezialmanufaktur tatkräftig unterstützt haben“, erklärt Dr.
Norbert Vidal, Marketingleiter bei der Doemens Academy, die Hintergründe zum
Weltmeistersudbrauen. Noch nicht ganz sicher ist sich der Weltmeister der
Sommeliers für Bier, auf welchen Wegen er seine besondere Bierspezialität
vertreiben wird, hier sind noch alle Optionen offen.

Auch die Sponsoren der zweiten Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier
waren beim Meistersud-Brauen in der Doemens Academy anwesend. Neben dem
Hauptsponsor, der Barth-Haas Group, wurde die Veranstaltung von der Sahm
GmbH + Co. KG, der Weyermann® Spezialmanufaktur, dem Verband der Brauereien
Österreichs, dem Bayerischen Brauerbund, dem Deutschen Brauer-Bund, der
Initiative Die Freien Brauer und dem Schweizer Brauerei-Verband unterstützt.

Weitere Informationen gibt es unter www.biersommeliers.de/wm

ARD-Buffet

ARD, Donnerstag, 15.10., 12:15 – 13:00 Uhr

Kochen: Wochenthema: ‚Rouladen und mehr‘
Vincent Klink bereitet heute zu: ‚Kalbsroulade mit Parmesanspinat gefüllt‘
Expertenrunde zum Thema ‚Rettet die Roulade‘
Zu Gast: Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm und Otto Geisel, der Vorsitzende von Slow Food Deutschland
Heute zu Gast im Studio: Yangzom Brauen, Autorin des Buches ‚Eisenvogel‘

Merk-Würdiges über bayerisches Braumal

10 x Merk-Würdiges über …
bayerisches Braumalz

(1)Vom Korn zum Malz. Vor dem Brauen werden die Getreidekörner vermälzt – also in Wasser eingeweicht, angekeimt und anschließend in einem heißen Luftstrom gedarrt (getrocknet).

(2)Getränk mit Seele. Wasser ist der Körper des Bieres, Hopfen die edle Würze. Braumalz prägt 60 Prozent der Qualitätseigenschaften jeder Bierspezialität. Deshalb nennt man es die „Seele des Bieres“

(3)Gerste ist spitze fürs Bier, Bayern ist spitze für Gerste. Bis ins Mittelalter verwendete man zum Brauen, was die Getreideäcker hervorbrachten. Dann setzte sich die Gerste als Braugetreide durch. Ihre Spelzen sind fest mit dem Korn verwachsen und schützen Keimling und Korn. Beim Läutern der Maische (das geschrotete und mit Brauwasser vermischte Malz) dienen die Gerstenspelzen als natürliche Filterschicht. Und die Gerstenstärke kann durch korneigene Enzyme gut aufgeschlossen und verzuckert werden. Mit einem Ertrag von ca. 450.000 Tonnen pro Jahr ist Bayern die führende deutsche Anbauregion für Braugerste.

(4)Weizen für die „Weißen“. In Bayern, Heimat der obergärigen Weißbiere, ist Weizen das zweitwichtigste Braugetreide. Weiß- oder Weizenbiere werden mit mindestens 50 Prozent Weizenmalz gebraut. Daneben gibt es z. B. auch Dinkel-, Roggen- und Emmerbier.

(5)Ganz schön heiß. Die Temperatur beim Darren (Trocknen) prägt Farbe und Geschmack des Bieres. Das dunkle Münchner Malz unterstreicht das Aroma von dunklen Bieren, Fest- und Starkbieren und steigert ihre Farbkraft. Das bei ca. 220 Grad Celsius gedarrte, tiefbraune bis schwarze Röstmalz verwenden die bayerischen Brauer für dunkle Biere, Schwarzbiere und Bockbiere. Rauchmalz, über Buchenholzfeuer getrocknet, gibt Bamberger Rauchbier seinen gewaltigen Geschmack und rundet feinwürzige Lager- und Kellerbiere harmonisch ab.

(6)Heute back´ ich, morgen brau´ ich. Zum Backen verwendet man Weizen mit hohem Eiweißgehalt, zum Brauen muss der Gehalt niedrig sein. Insgesamt werden nur drei Prozent der bayerischen Weizenernte fürs Bierbrauen verwendet.

(7)Tolle Marthe. Alle Braugerstensorten tragen klangvolle Frauennamen, z. B. Scarlett oder Alexis. Die führende Brausorte heißt „Marthe“. Sie ist ertragreich und hat eine sehr gute Körnerqualität.

(8)Starker Nachwuchs. Die Zucht einer neuen Braugerstensorte dauert rund zehn Jahre. Über ihre Zulassung entscheidet das Bundessortenamt in Hannover. Hielten sich Sorten früher gut ein Jahrzehnt auf dem Markt, so verkürzen sich heute die Zyklen immer rascher. Denn die Züchter entwickeln ständig neue Sorten – hochwertiger, ertragreicher, widerstandsfähiger. Und das ganz ohne Gentechnik, sondern mit traditioneller Kreuzungszüchtung.

(9)Was hat die Sommergerste mit einem Schaf gemeinsam? Beide sind äußerst genügsam. Die Sommergerste ist eine „low input plant“: Sie wächst auch auf kargen, steinigen Böden, die sich sonst nur für die Schafhaltung eignen. Weil Sommergerste kaum Dünger braucht, darf sie sogar in Wasserschutzgebieten angebaut werden.

(10)Ruhe sanft. Doch nicht zu lang. Damit die Getreidekörner nicht beim ersten Sommerregen am Halm keimen, verordnet die Natur ihnen eine Keimruhe. Deshalb müssen die Bauern das Braugetreide nach der Ernte zwei Monate lang lagern. Wird es allerdings länger als ein Jahr gelagert, verliert Braugetreide seine Keimfähigkeit, kann also nicht mehr vermälzt werden. Brauer sind daher jedes Jahr auf eine gute Getreideernte angewiesen.

Merk-Würdiges über bayerisches Braumal

10 x Merk-Würdiges über …
bayerisches Braumalz

(1)Vom Korn zum Malz. Vor dem Brauen werden die Getreidekörner vermälzt – also in Wasser eingeweicht, angekeimt und anschließend in einem heißen Luftstrom gedarrt (getrocknet).

(2)Getränk mit Seele. Wasser ist der Körper des Bieres, Hopfen die edle Würze. Braumalz prägt 60 Prozent der Qualitätseigenschaften jeder Bierspezialität. Deshalb nennt man es die „Seele des Bieres“

(3)Gerste ist spitze fürs Bier, Bayern ist spitze für Gerste. Bis ins Mittelalter verwendete man zum Brauen, was die Getreideäcker hervorbrachten. Dann setzte sich die Gerste als Braugetreide durch. Ihre Spelzen sind fest mit dem Korn verwachsen und schützen Keimling und Korn. Beim Läutern der Maische (das geschrotete und mit Brauwasser vermischte Malz) dienen die Gerstenspelzen als natürliche Filterschicht. Und die Gerstenstärke kann durch korneigene Enzyme gut aufgeschlossen und verzuckert werden. Mit einem Ertrag von ca. 450.000 Tonnen pro Jahr ist Bayern die führende deutsche Anbauregion für Braugerste.

(4)Weizen für die „Weißen“. In Bayern, Heimat der obergärigen Weißbiere, ist Weizen das zweitwichtigste Braugetreide. Weiß- oder Weizenbiere werden mit mindestens 50 Prozent Weizenmalz gebraut. Daneben gibt es z. B. auch Dinkel-, Roggen- und Emmerbier.

(5)Ganz schön heiß. Die Temperatur beim Darren (Trocknen) prägt Farbe und Geschmack des Bieres. Das dunkle Münchner Malz unterstreicht das Aroma von dunklen Bieren, Fest- und Starkbieren und steigert ihre Farbkraft. Das bei ca. 220 Grad Celsius gedarrte, tiefbraune bis schwarze Röstmalz verwenden die bayerischen Brauer für dunkle Biere, Schwarzbiere und Bockbiere. Rauchmalz, über Buchenholzfeuer getrocknet, gibt Bamberger Rauchbier seinen gewaltigen Geschmack und rundet feinwürzige Lager- und Kellerbiere harmonisch ab.

(6)Heute back´ ich, morgen brau´ ich. Zum Backen verwendet man Weizen mit hohem Eiweißgehalt, zum Brauen muss der Gehalt niedrig sein. Insgesamt werden nur drei Prozent der bayerischen Weizenernte fürs Bierbrauen verwendet.

(7)Tolle Marthe. Alle Braugerstensorten tragen klangvolle Frauennamen, z. B. Scarlett oder Alexis. Die führende Brausorte heißt „Marthe“. Sie ist ertragreich und hat eine sehr gute Körnerqualität.

(8)Starker Nachwuchs. Die Zucht einer neuen Braugerstensorte dauert rund zehn Jahre. Über ihre Zulassung entscheidet das Bundessortenamt in Hannover. Hielten sich Sorten früher gut ein Jahrzehnt auf dem Markt, so verkürzen sich heute die Zyklen immer rascher. Denn die Züchter entwickeln ständig neue Sorten – hochwertiger, ertragreicher, widerstandsfähiger. Und das ganz ohne Gentechnik, sondern mit traditioneller Kreuzungszüchtung.

(9)Was hat die Sommergerste mit einem Schaf gemeinsam? Beide sind äußerst genügsam. Die Sommergerste ist eine „low input plant“: Sie wächst auch auf kargen, steinigen Böden, die sich sonst nur für die Schafhaltung eignen. Weil Sommergerste kaum Dünger braucht, darf sie sogar in Wasserschutzgebieten angebaut werden.

(10)Ruhe sanft. Doch nicht zu lang. Damit die Getreidekörner nicht beim ersten Sommerregen am Halm keimen, verordnet die Natur ihnen eine Keimruhe. Deshalb müssen die Bauern das Braugetreide nach der Ernte zwei Monate lang lagern. Wird es allerdings länger als ein Jahr gelagert, verliert Braugetreide seine Keimfähigkeit, kann also nicht mehr vermälzt werden. Brauer sind daher jedes Jahr auf eine gute Getreideernte angewiesen.

Slow Bier

„Slow Bier“ vom 24. bis 26. April 2009

In einem ehemaligen Fabrikgebäude in Helmbrechts, mitten in der Region mit Deutschlands größter Brauereien-Dichte, finden dieses Mal die zentralen Veranstaltungen statt. In der „Bierothek“ präsentieren sich zahlreiche kleine und mittlere Brauereien, die noch nach alter handwerklicher Tradition brauen. Daneben gibt es Verkostungen und Geschmackserlebnisse mit teilweise überraschenden kulinarischen Kombinationen mit Bier.

Mehr unter http://www.slowbier.de

Lieblingsbier.de

Lieblingsbier.de mit wachsenden Besucherzahlen

Das Bier Online Magazin Lieblingsbier.de entwickelt sich stets weiter.
Im Zuge der Erweiterung des Online Angebots in Form von neuen Kategorien wie Interviews, Dokumentationen und monatlichen Gewinnspielen, gewinnt Lieblingsbier.de immer mehr kompetente und marktführende Partner hinzu.

Mit dem fränkischen Onlinebiershop Bierpaket.de wurde die Palette der Biershops, die das Magazin monatlich mit verschiedensten Biersorten unterstützen auf einen weiteren starken Partner erweitert. Der Biershop arbeitet eng mit dem Verein Bierland Oberfranken zusammen und ist der führende Onlineshop in Franken, dem Gebiet mit der höchsten Brauereindichte Europas.

Ebenfalls wird die Zusammenarbeit mit der in Familienbesitz bestehenden Lahnsteiner Braurei ausgebaut und erweitert. In Zukunft werden der Geschäftsführer der Brauerei, Dr. Markus Fohr und der Inhaber von Lieblingsbier.de, Felix vom Endt, noch enger und intensiver zusammenarbeiten und verschiedene Projekte zum Erhalt der Bierkultur in Deutschland auf den Weg bringen.

Aus aktuellem Anlass gab es am Samstag, den 07.06.2008 ein Interview in der Radiosendung Trackback auf Radio Fritz (RBB) mit Felix vom Endt zu hören. In diesem Interview werdet ihr einiges über die Entstehung und den Hintergrund des Bier Online-Magazins Lieblingsbier.de erfahren und zu hören bekommen. Den Podcast der Sendung gibt es selbstverständlich als Download auf www.lieblingsbier.de

www.lieblingsbier.de

Lieblingsbier.de wurde im Oktober 2007 auf Grund einer Idee von zwei Studenten aus Coburg gegründet. Seit dem wachsen die Besucherzahlen täglich und monatlich besuchen weit mehr als 5000 Leser das Online Magazin. Wichtigster Leitgedanken ist die Erhaltung des deutschen Bieres als Kulturgut. Den Lesern wird alles wissenswerte über Bier, Geschichten und Anekdoten sowie viele Tipps und Tricks zum lesen und download geboten. Ebenfalls gibt es eine Fülle von Kochrezepte, Mitteln gegen Kater, Anleitungen zum Bier brauen und vieles mehr.

Neues hippes Urkorn Bier

Bio-Bier aus Emmer, Einkorn und Dinkel mit hocharomatischem Hopfen und Bergquellwasser: Diese neue Kreation stammt von erfahrenen Meistern der Biodynamie: Das burgenländische Bioweingut MEINKLANG, bisher bekannt für seine Bioweine, kreiert ab nun auch Bier. Vom Brauen bis zum Abfüllen wird nach biodynamischen Demeter Richtlinien gearbeitet – den höchsten Standards im Biobereich.

Die Kraft des Urgetreides im Glas
Einkorn ist über 9000 Jahre alt. Selbst beim „Ötzi“ wurde Einkorn gefunden, es zählt zu den wertvollsten Getreidearten der Menschheitsgeschichte. Der Mineralstoffgehalt liegt deutlich über dem von Weizen, enthält viel Eisen, Zink, Kupfer und Mangan, stärkt die Sehkraft und wirkt krebsvorbeugend. Diese Mineralstoffe bleiben auch nach dem Brauen erhalten. Das neue Biobier ist also wahres Brain-Food und schöpft aus der Kraft des Ursprungs. „So erweitern wir unsere Kreislaufwirtschaft“, freuen sich Johannes und Werner Michlits senior: „Ab nun veredeln wir unser hofeigenes Getreide zu Bier, so wie wir bisher unsere Trauben zu Wein veredelt haben.“

Einfach ursprünglich
Fürs Brauen hat MEINKLANG einen kongenialen Partner gefunden: Die Salzburger Privatbrauerei Gusswerk ist ein kleiner Privat-Betrieb, der durch diese Zusammenarbeit zur weltweit ersten biodynamischen Brauerei avanciert. Der Hopfen, eine alte Hocharomasorte, stammt von HansBergLand im Mühlviertel. Das Wasser entspringt der Brauerei-eigenen Bergquelle. Jegliche Wasseraufbereitung, zB. durch Bestrahlung, wie heute in der Bierproduktion weit verbreitet, ist verboten. Urgetreide und Braugerste aus der MEINKLANG-Landwirtschaft werden von der biozertifizierten Spezialmälzerei Plohberger in Grieskirchen vermälzt: „Dieses Getreide keimt beim Mälzen regelmäßiger als konventionelles und ist viel vitaler“, schwärmt Chef-Mälzer Johann Plohberger. Auch Bierpapst Conrad Seidl ist ob des exquisiten Biobieres angetan: „Es ist goldgelb mit einer starken getreideartigen Nase, ein Hauch von frischem Bisquit, milder, ganz leicht herber Trunk mit sanften Kräuternoten.“

www.meinklang.at

Bamberger Bockbieranstiche

In Bamberg brauen fast alle der zehn ansässigen Brauereien ein eigenes Bockbier. Das ist kein Bier wie jedes andere, denn es ist stärker und es wird nur zu bestimmten Anlässen in kleinen Mengen hergestellt. Es ist
ein geselliges Ereignis, denn es gelangt im Rahmen der traditionellen
Bockbieranstiche zum ersten Ausschank. Die Bockbieranstiche sind
zwischen Michaeli, am 29. September und Georgi, am 23. April.
In Bamberg zelebriert man dies mit besonderer Liebe. Die Termine der
Bockbieranstiche haben einen festen Platz im Terminkalender. Bürger
aller Couleur treffen zusammen und haben einen Riesen-Spaß, dabei geht
es doch eigentlich nur um Bier. Aber es ist eben ein besonderes!
Fast alle Termine sind bereits bekannt und traditionell macht das
Schlenkerla mit seinem köstlichen Raubier-Bock am 4. Oktober den
Auftakt. Weitere Anstiche folgen dann nahezu wöchentlich bis zum 29.
November, wenn die „jüngste“ Bamberger Brauerei ihren Weihnachtsbock
ausschenkt.

Unser Reisetipp

Erleben Sie die BierSchmeckerStadt Bamberg mit der BierSchmeckerReise:
Bierschmeckertour links und rechts der Regnitz mit eigenem hochwertigen
Rucksack und Steinkrug, detaillierter Broschüre, Gutscheinen zur
Verköstigung der verschiedenen Biersorten in den Brauereigaststätten.
Dazu kommen die BAMBERGcard sowie zwei Übernachtungen mit Frühstück, und
das alles ab 105,- Euro pro Person im Doppelzimmer.

Weitere Informationen:
Bamberg Tourismus & Kongress Service, Geyerswörthstraße 3, 96047
Bamberg, Tel.: 0049(0)951/2976-200 bis -204, Fax: 0049(0)951/2976-222,
Mail: touristinfo@bamberg.info, Internet: http://www.bamberg.info