Tücken des Raw-Food-Trends

Grüne Smoothies, rohes Gemüse und Obst maßvoll genießen

Obst und Gemüse, aber auch Blätter und Wildkräuter am liebsten direkt von der Hand in den Mund also nicht gegart, gebraten oder gekocht verzehren Rohkost-Fans ihre Nahrungsmittel am liebsten. Rohkost-Ernährung (Raw Food) liegt voll im Trend. Deren Anhänger verzichten häufig auf tierische Produkte und ernähren sich vegetarisch oder vegan. Raw Foodies unterlassen bewusst das Erhitzen der Nahrung. Rigorose Befürworter verschmähen zudem alles, was aus Getreide ist. Was zum Essen bleibt sind Obst und Gemüse sowie allerlei pflanzliche Zutaten von Mutter Natur, die zum Teil bislang kaum Eingang in die hiesige Küche gefunden haben. Ob Smoothies mit pürierten rohen Kartoffeln und geschredderten Tannennadeln oder ein Sorbet aus gefrorenen Beeren mit Wildkräutern nicht zuletzt dank des Austauschs im Internet sind der Ideenvielfalt bei der Wahl der Zutaten und der Art der Zubereitung keine Grenzen gesetzt. Doch längst ist nicht alles geeignet und gesund, was sich raffiniert mit Reibe und Mixer zu einer neuartigen Rohkost-Mahlzeit komponieren lässt, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor möglichen Giftstoffen in manchen Zutaten und Mangelerscheinungen aufgrund des Lifestyle-Trends:

Nicht jedes rohe Gemüse zum Verzehr geeignet: Wer sich komplett durch Rohkost ernähren möchte, sollte sich zuvor über die Inhaltsstoffe und Wirkung der ausgewählten Nahrungsmittel schlau machen. Denn nicht jedes Obst und Gemüse ist roh bekömmlich. Kartoffeln, Bohnen, Auberginen, Rhabarber, Holunder und Maniok müssen vor dem Verzehr verarbeitet und erhitzt werden. Das Verspeisen von rohen Holunderbeeren etwa mag der Darm gar nicht gern. Blattgemüse wie Spinat, Kopfsalat, Feldsalat und Rucola weisen zudem oft einen hohen Gehalt an schädlichem Nitrat auf. Um die Verwendung des Giftstoffes zu minimieren, sollten Blattstiele, äußere Blätter und Rippen von den genannten Blattgemüsen nicht verwendet werden. Auch die in rohem Spinat und Mangold enthaltene Oxialsäure wirkt bei übermäßigem Genuss hemmend auf die Aufnahme von Mineralstoffen im Verdauungstrakt.

Was im Naturzustand bekömmlich ist: Als von der Faust-in-den-Mund-Regel bei Raw Food gilt: Zum puren Verzehr eignen sich alle Gemüsearten und Kräuter, die auch sonst roh auf dem Speiseplan stehen. Neben Kräutern wie Petersilie, Sauerampfer, Kerbel, Borretsch oder Dill dürfen auch nicht-alltägliche Zutaten wie Möhrengrün, Blätter von Radieschen, Sellerie, Bete, Fenchel und Kohlrabi und Wildkräuter wie Brennnessel, Giersch oder Portulak bedenkenlos verspeist werden.

Blätter von Bäumen und Obstkerne für Smoothies und Salate ungeeignet: Vorsicht ist angebracht bei ausgefallenen Zutaten wie Blätter, Samen und Rinden von Bäumen oder Tannennadeln. Bei der Verwendung von bislang unentdeckten Zutaten als Lebensmittel stellt sich für Laien die Frage, inwieweit sie nützlich und nährstoffreich, unbekömmlich oder hochgiftig sind. Zu den Wirkungsweisen von solcherlei exotischen Zutaten gibt’s oft keine gesicherten Erkenntnisse. Fachleute warnen auch vor dem Verzehr von Obstkernen. Das Innere in Aprikosen, Bittermandeln, Kirschen und Äpfeln bildet Blausäure bei der Verdauung. Bei hoher Konzentration kann diese Substanz zu schweren akuten Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen und Atemnot führen.

Wildkräuter sammeln nix für Laien: Wegen der Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen sollte auch das Sammeln von Wildkräutern nur kundigen Botanikern überlassen werden. Bei einer geführten Kräutertour abseits von Hundewiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen sammeln Rohkost-Fans auf Nummer sicher und lernen sichere Standorte kennen. Frisch geerntete Kräuter sollten möglichst am selben Tag verarbeitet und verzehrt werden.

Gefrorene Beeren nicht unerhitzt genießen: Tiefgekühlte Beeren sollten nicht in gefrorenem oder aufgetautem Zustand in Smoothies, Desserts oder zur Aromatisierung in Getränken verwendet werden. Denn das gefrorene Gut kann mit Noroviren belastet sein. Besser ist, frische Früchte der Saison zu verwenden oder die tiefgekühlten Beeren kurz auf mehr als 90 Grad zu erhitzen, um die krankmachenden Keime abzutöten.

Empfohlene Rationen pro Tag: Obst und Gemüse, aber auch weitere pflanzlichen Zutaten wie Kräuter, Sprossen und Nüsse sind unverzichtbare Mineralstofflieferanten für den menschlichen Organismus. Egal ob roh oder gekocht – der tägliche Bedarf an lebensnotwendigen und energiespendenden Substanzen wird mit täglich drei Portionen Gemüse (zu je 450 Gramm) und zwei Portionen Obst (mit jeweils 250 Gramm) abgedeckt.

Mehr Tipps für eine bedenkenlose Ernährung enthält das Faltblatt
„Essen mit Sicherheit“, die es kostenlos in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen gibt. Informationen rund um die Sicherheit von Lebensmitteln finden Interessenten auch im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/lebensmittelsicherheit.

Statistik 10 Jahre DPD

Bis zum 7. März 2016 wurden 2.515 Folgen der Koch-Doku ausgestrahlt.
 
Bislang 2.529 „Dinner“-Hobbyköche haben schon den Kochlöffel geschwungen – darunter 1.304 Gastgeberinnen und 1.225 männliche Gourmets.
 
Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 38 Jahre alt.
 
Sie vergaben bereits unglaubliche 64.026 Punkte für 7.545 zubereitete Vor-, Haupt- und Nachspeisen.
 
Fast eine Million (906.277) Euro gingen schon an 607 „Dinner“-Gewinner.
 
Im Schnitt erreichten die „Dinner“-Sieger 34 Punkte für Ihre Menüs.
 
Am häufigsten auf dem Siegertreppchen: die Herren der Schöpfung mit 347 Siegen nach Punkten.
 
Sechs Hobbyköche schafften sogar den 40-Punkte-Sieg. Im Dezember 2006 erhielt die 62-jährige Dagmar aus Bielefeld als erste Gastgeberin für ihren Dinner-Abend die volle Punktzahl. Weitere 40- Punkte-Sieger sind Nina aus Köln, Bernd aus dem Allgäu, Jürgen aus Dresden, Linda aus Rostock und Gerhard aus Wien.
 
 
DIESE GÄNGE AUS DER SENDUNG SIND AUF KOCHBAR.DE AM GEFRAGTESTEN:
 
VORSPEISE:
Kürbiscremesuppe (117.000 Aufrufe)
http://www.kochbar.de/rezept/441795/Kuerbiscremesuppe.html
Kürbis trifft zusammen mit Gemüse, Brühe und Weißwein auf einen Pürierstab.
HAUPTSPEISE:
Königsberger Klopse mit Kapern und Petersilienkartoffeln (76.000 Abrufe)
http://www.kochbar.de/rezept/442673/Koenigsberger-Klopse-mit-Kapern-und-Petersilienkartoffeln.html
Leckere Hackbällchen werden mit einer Kapern- Limetten-Mehlschwitze übergossen.
NACHSPEISE:
Elsässischer Mirabellenkuchen (66.000 Abrufe)
http://www.kochbar.de/rezept/1792/Elsaessischer-Mirabellenkuchen.html
Fruchtige Mirabellen thronen in Sahnecreme auf Teig.
 
„DAS PERFEKTE DINNER“ ZIEHT DURCHS LAND
In fast ganz Deutschland hat „Das perfekte Dinner“ schon Einzug gehalten. Gastgeber aus 103 Städten und Regionen konnten bereits ihr Kochtalent unter Beweis stellen. Die meisten „Dinner“ fanden in den Großstädten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln und München, Hannover, Frankfurt sowie im Ruhrgebiet statt. Doch nicht nur in Deutschland wurde schon aufgetischt – sogar in New York, Los Angeles, Texas, Namibia, Kapstadt, Paris, Wien, Südtirol und auf Mallorca gab es bereits kulinarische Highlights.

Safran in Katalonien

Bislang wurde allein Consuegra in Kastilien-La Mancha mit der Ernte der kostbaren Safranfäden assoziiert. Doch seit vergangenem Jahr wird auch in der nördlich gelegenen Provinz Lleida Safran angebaut. Die Region Garrigues ist das neue Anbaugebiet für das sogenannte „Rote Gold“; eine Bezeichnung, die auf den hohen Preis des Krokusgewächses zurückgeht. Der Preis pro Gramm liegt im Einzelhandel zwischen 7 und 25 Euro.

Der Gemeindeverband Garrigues, ursprünglich für sein aus Arbequines-Oliven gepresstes Olivenöl bekannt, liegt im westlichen Teil Kataloniens, südlich der Provinz-Hauptstadt Lleida. Das Klima in diesem trockenen Bereich der Provinz hat sich auch für den Anbau von Safran als optimal erwiesen. Die kostbare Heil- und Gewürzpflanze unter dem Markennamen „Safrà de les Garrigues“ stellt eine gute Alternative zu den traditionellen Oliven- und Mandelkulturen dar.

Der gebürtige Granadiner Manuel Ramirez war der Erste, der sich in Katalonien an den Anbau von Safran herantraute und hundertprozentigen katalanischen Safrà unter Nutzung der Infrastruktur der Öl-Kooperative Cervià de les Garrigues auf den Markt brachte. Mittlerweile gehören rund 60 Produzenten aus den Gemeinden Cervia de les Garrigues, L’Albagés, El Soleràs, La Pobla de Cérvoles, Vinaixa, El Vilosell und Les Borges Blanques der Genossenschaft an. Sie bewirtschaften insgesamt sechs Hektar. Die Kunden stammen aus Katalonien und Andalusien; das Produkt wird auch nach Frankreich und Panama exportiert und steht kurz vor seiner Vermarktung in den USA. Darüber hinaus werden in diesem Jahr die notwendigen Schritte eingeleitet, damit sich der katalanische Safran mit der Herkunftsbezeichnung Safrà de Catalunya schmücken kann.

Die Kooperative Safrà de les Garrigues konnte in diesem Jahr ihre zweite Ernte im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen. Der Ertrag steigerte sich von 4,5 auf 12 Kilo, was nicht zuletzt daran liegt, dass 2015 mehr als 8.000 Kilo Krokusknollen, rund 3.000 mehr als im Vorjahr, angepflanzt wurden und sich die Plantagen bereits in voller Produktion befinden.

Die Safran-Saison beginnt mit dem Fest der Jungfrau Pilar am 12. Oktober und erstreckt sich über etwa einen Monat. Die lilafarbene Krokusblüte blüht jeden Tag auf’s Neue, muss aber täglich früh morgens gepflückt werden, um zu verhindern, dass sie verwelkt. Das Pflücken des Krokusses kann nur manuell erfolgen, keinerlei Mechanisierung des Prozesses ist möglich. Diese Tatsache erklärt den hohen Preis von etwa 8.000 Euro pro Kilo, den die Landwirte erzielen.

Am 24. Oktober fand in Cervia de les Garrigues die IV. Messe der Safranrose statt. In der Cooperativa del Campo wurde ein Wettbewerb im Safran-Ernten und dem Entfernen der Staubfäden aus der Blüte veranstaltet. Zusätzlich konnten die Besucher verschiedene, mit Safran gewürzte und veredelte Speisen probieren.

Neben dem Safran dienen Olivenöl und Wein dazu, den Garrigues neue touristische Impulse zu geben. Das frisch gepresste Olivenöl „Virgen Extra“, das unter der Herkunftsbezeichnung Garrigues vermarktet wird, stellt schon für sich allein eine Attraktion dar. Im Herbst und Winter statten zahlreiche Reisende den Genossenschaften und Mühlen der verschiedenen Dörfer in Lleida einen Besuch ab, um das flüssige grüne Gold zu erwerben und gleichzeitig die Region näher kennenzulernen.

Das extra native Olivenöl, das aus der Olivensorte Arbequina gewonnen wird, genießt internationale Anerkennung. Immer mehr in- und ausländische Touristen suchen die Kooperativen und ihre Ölmühlen auf, um Einblick in die zumeist traditionellen Herstellungsverfahren zu gewinnen oder die Weingüter der Garrigues zu besuchen, in denen sich die hochwertigen Weine mit der Herkunftsbezeichnung Costers del Segre verkosten lassen. Die besondere Qualität der Reben wird durch den Kalkboden und das Mittelmeerklima mit kalten Wintern und heißen Sommern sowie geringen Niederschlägen begünstigt. Wer an einer Degustation interessiert ist, sollte sich im Voraus über die Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Bodegas erkundigen. Für Besucher stehen die folgenden Weingüter offen:

Celler Clos Pons in L’Albagés; Celler Matallonga in Fulleda; Celler Cérvoles und Mas Blanch i Jové in La Pobla de Cérvoles; Vinya els Vilars in Arbeca und Tomás Cusiné in El Vilosell.

Neben den kulinarischen Entdeckungen sind im Herbst auch Wander- und Radtouren besonders reizvoll, die auf der Website www.turismegarrigues.com geopositioniert bereitgestellt werden. Insbesondere lohnen die zahlreichen typischen Schutzhütten aus Naturstein einen Abstecher, Fahrten entlang des Kanals und des Flusses Set, ein Besuch des Arboretums der Garrigues oder die Kalkroute.

www.ccgarrigues.com
www.naturges.com
www.olioplesgarrigues.com

Bessere Kennzeichnung auf Lebensmitteln

Künftig Salzgehalt statt Natriumwert

Wer vermeiden will, dass stark gesalzene Fertigsuppen oder Tiefkühlpizzen auf seinem Teller landen, suchte bislang auf der Verpackung nach dem Anteil der würzenden Zutat vergebens. Wenn überhaupt war der Salzgehalt bei den Nährwertangaben im Natriumwert versteckt. „Viele Hersteller machten sich bisher nicht die Mühe, neben dem Natrium auch den Anteil der weißen Streuwürze in ihren Fertiggerichten anzugeben. Doch Verbraucher brauchen verlässliche Angaben, denn zu viel Salz im Essen ist für den menschlichen Organismus schädlich“, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Jeder Deutsche nimmt täglich im Schnitt sieben bis neun Gramm Salz zu sich. Mehr als sechs Gramm pro Tag können Herz und Kreislauf auf Dauer nicht verkraften. Viele Menschen haben mit hohem Blutdruck und einem steigenden Schlaganfallrisiko zu kämpfen. Die Gefahr dieser Zivilisationskrankheiten kann durch weniger Salz in der eigenen Ernährung reduziert werden.“ Eine neue Kennzeichnungspflicht ab Ende des Jahres soll Konsumenten helfen, sich beim Lebensmitteleinkauf im Laden besser zu orientieren und ihnen ermöglichen, ihren Salzkonsum leichter zu regulieren:
Kennzeichnungsrevolution auf der Verpackung: Bislang war es Herstellern freigestellt, ob sie den Salzgehalt in ihren Fertig-Pizzen, Pasta-Gerichten und Co. auf den Verpackungen angeben. Wenn, mussten Hersteller dies zwingend in Form des Natriumwerts, einem Mineralstoff im Salz, tun, konnten die Salzmenge aber zusätzlich nennen. Ein Gramm Natrium entspricht rund 2,5 Prozent Gramm der weißen Würze. Kundige Verbraucher mussten also meistens rechnen, um den wahren Salzgehalt in der Suppe von der Verpackung ablesen zu können. Ab 13. Dezember kann der Rechner in der Tasche bleiben: Ab dann muss bei der freiwilligen Kennzeichnung der Salz- statt des Natriumanteils EU-weit auf der Verpackung angegeben werden. Aber erst ab Ende 2016 müssen sich sämtliche Hersteller an diese Vorgabe halten. Immer mehr Lebensmittelfirmen nehmen bereits im Vorfeld nicht nur die neue Regelung, sondern auch die damit beabsichtigte Gesundheitsförderung ernst: Sie stellen schon jetzt die Kennzeichnung auf ihren Lebensmittelverpackungen für Verbraucher nachvollziehbar um und reduzieren sogar in vielen Fällen den Salzanteil in ihren Gerichten.

Maximal sechs Gramm pro Tag: Gesundheitsbewusste Konsumenten sollten darauf achten, dass sie insgesamt nicht mehr als einen Teelöffel Salz pro Tag zu sich nehmen. Der größte Teil davon wird nicht beim Kochen ins Essen gestreut, sondern er steckt bereits verarbeitet in Wurst, Käse, Brot und Fertiggerichten. Die eindeutige Salzkennzeichnung auf den Produkten macht es Verbrauchern nun leichter, den Überblick über die Zufuhr zu behalten. Gering Gesalzenes enthält 0,3 Gramm Salz in hundert Gramm. Bei verarbeiteten Lebensmitteln mit der fünffachen Menge – 1,5 Gramm Salz – ist die Ausschau nach einer salzärmeren Variante empfehlenswert. Meistens gibt es auch weniger gewürzte Produkte – allerdings meist bei einem anderen Hersteller.

Wissenswertes rund um die neuen Kennzeichnungsregeln von Salz und Tipps zum Konsum finden Interessenten in einem Special der Verbraucherzentrale NRW im Internet unter www.vz-nrw.de/salz

Vivace Kaviar

Es ist nun möglich, Kaviar mit einem guten Gewissen kulinarisch zu genießen: der Grund dafür ist eine Erfindung der Meeresbiologin Prof. Dr. Angela Köhler. Sie hat den einzigen Weg entdeckt, aus abgestreiften Störeiern einen frischen, sauberen und köstlichen Kaviar mit perliger Textur und ohne Konservierungsstoffe herzustellen, so dass Störe nicht mehr getötet werden müssen. Das Produkt: Vivace Caviar. Die ersten hunderte Kilo des „Correct Caviar“ aus der Testproduktion wurden seit 2012 in der Nähe von Leipzig hergestellt. In der Zwischenzeit ist die Produktion nach Bremerhaven umgezogen und der Vertrieb auch für den deutschsprachigen Markt angelaufen.

Seit Generationen bemühen sich Störzüchter und Kaviarproduzenten intensiv darum, was jetzt endlich Wirklichkeit geworden ist: Premium Kaviar ohne den Stör zu töten. Diese Idee bewegt die Kaviar-Produzenten schon lange. Erhitzung, Farbzusätze und Konservierungsstoffe resultierten allerdings in einem eher unbefriedigendem Produkt für Kaviargenießer. In der Wildnis dauert es viele Jahre, bis ein Stör das erste Mal den wertvollen Rogen produziert – je nach Spezies bis zu 26 Jahre. Und immer mehr Störarten sind vom Aussterben bedroht. Sollte der Trend anhalten, werden die 27 noch existierenden Störarten vermutlich bald ganz ausgelöscht sein.

Selbst unter optimaler Fütterung und Pflege liefern Störe auch in der Aquakultur erst nach mindestens fünf bis zehn Jahren das erste Mal Kaviar. Bislang musste Kaviar aus unreifem Rogen durch Tötung des Fisches gewonnen werden. Die unreifen Eier sind von einem Netz aus Blutgefäßen und Follikelzellen umgeben, die das unreife Ei für Waschung und Salzung stabilisieren. Lässt man dagegen den Rogen heranreifen, sauber aus dem Ovar in die Bauchhöhle fallen und streift die Eier ab, ohne den wertvollen Fisch zu schlachten, haben die reifen Eier alle wertvollen Inhaltsstoffe und weisen das biologische Potenzial auf, neues Leben entstehen zu lassen. Bislang verklebten sie bei Kontakt mit Wasser und platzen bei der Zugabe von Salz.
Prof. Dr. Angela Köhler in Bremerhaven am Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) tätig, hat sich die Reifevorgänge der Störeier genau angesehen und in fünf Jahren Forschung die richtigen natürlichen Signalmoleküle für die Behandlung der reifen Störeier gefunden. Durch den Kontakt der frisch gestreiften Eier mit den natürlichen Signalmolekülen in der richtigen biologischen Konzentration, stabilisieren sich die empfindlichen Eier selbstständig. In der Natur bewirken genau diese Moleküle, dass die Außenhaut des Eies so geschützt wird, dass sich ein gesundes Lebewesen entwickeln kann.

Die Vorteile des neuen „Köhler“-Verfahrens:
Der Stör bleibt am Leben.
Die Qualität und die Größe des Kaviars steigen mit jeder Ernte.
Die Eier sind gleichmäßig groß.
Die gestreiften Eier haben eine vollkommen reine Oberfläche.
Textur und Körnigkeit des Kaviars können den Wünschen der Kunden angepasst werden.
Das Vivace Verfahren bringt absolut sauberes Kaviar-Korn hervor und garantiert damit eine lange Haltbarkeit ohne Zusatz von Konservierungsstoffen.
Vivace Caviar ist immer malossol gesalzen.

Weltweit hat sich das Alfred Wegner Institut die Patentrechte an dem neuen Verfahren gesichert.

Erste Verkaufserfolge konnten in einer Testphase in den Vereinigten Staaten erzielt werden. Auch in Deutschland findet Vivace – Correct Caviar in der Spitzengastronomie bereits Verwendung. So bietet Alexandro Pape vom Hotel Restaurant Fährhaus auf Sylt, das Borchardt Restaurant in Berlin oder Das Bülow Palais in Dresden bereits die Weltneuheit an. Erhältlich ist Vivace Caviar über Lestra in Bremen oder auch direkt beim Produzenten Vivace GmbH in Loxstedt (Bremerhaven).

www.vivacecaviar.de

HAIKUs im Radio

Wer bislang die scharfen Chroma Haiku Messer sein eigen nennen durfte, sollte nun aus dem Gourmet-Küchendampf treten und sich in die Anthologie „HAIKU hier und heute“ versenken.

Hier die gestrige Kritik im D Radio Kultur:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1819207/

Der Augenblick in einer Erlebniskette
Rainer Stolz und Udo Wenzel (Hrsg.): „Haiku hier und heute“
DTV, München 2012, 160 Seiten
160 Seiten, ISBN: 978-3-423-14102-4 (Bestellink), 9,90 Euro

Enrique Serván

Das Restaurante SERRANO in Berlin Wilmersdorf bietet authentische, traditionell zubereitete Küche aus den Anden und delikate Eigenkreationen. Serrano heißt übersetzt „aus den Bergen“, und so bekocht Enrique Serván, ehemaliger Küchenchef des Pata Negra, seine Gäste vor allem mit ursprünglicher Küche aus der Gebirgsregion Perus.
Hat Serván bislang auch spanisch gekocht, bereitet er nun, quasi zurückgekehrt zu seinen Wurzeln, nur noch ausschließlich peruanische Gerichte zu.

www.restaurante-serrano.de

Das Übergewicht und das Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko

Neu entdeckter Mechanismus erklärt, warum Übergewicht das
Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko erhöht

Unter Führung des Deutschen Instituts für
Ernährungsforschung (DIfE) hat ein Wissenschaftlerteam einen bislang
unbekannten molekularen Mechanismus aufgedeckt, der erklären kann, warum
krankhaftes Übergewicht* mit einem erhöhten Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Wie die Forscher zeigen,
führt der bei krankhaftem Übergewicht erhöhte Insulinspiegel zu einem
verminderten Spiegel des atrialen natriuretischen Peptids (ANP). Hierbei
handelt es sich um einen Botenstoff, der im Herz gebildet wird und
blutdrucksenkend wirkt. Die Erkenntnisse liefern neue Ansatzpunkte, um
neuartige Medikamententherapien für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu
entwickeln.

Das Wissenschaftlerteam um Natalia Rudovich, Andreas F. H. Pfeiffer und
Olga Pivovarova vom DIfE publizierte kürzlich seine Studienergebnisse in
der Fachzeitschrift Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (O.
Pivovarova et al.; 2012; DOI: 10.1210/jc.2011-2839;
http://jcem.endojournals.org/content/early/2012/03/09/jc.2011-2839.full.pdf+html ).

Der Botenstoff ANP wird vom Herzen ausgeschüttet, sobald die Zellen der
rechten Herzvorhofwand aufgrund eines zu hohen Blutvolumens gedehnt
werden. Das Peptidhormon hemmt das Durstgefühl, wirkt entspannend auf
die glatte Muskulatur der Gefäße und führt gleichzeitig dazu, dass
verstärkt Harn ausgeschieden wird. Über alle drei Mechanismen trägt
das ANP somit dazu bei, das Blutvolumen und damit den Blutdruck zu
senken und schützt auf diese Weise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Seit längerem beobachten Wissenschaftler weltweit, dass die ANP-Spiegel
besonders bei stark übergewichtigen Menschen sehr niedrig sind. Eine
Beobachtung, die bislang nicht erklärt werden konnte. „Eigentlich würde
man erwarten, dass die ANP-Spiegel gerade bei krankhaft übergewichtigen
Menschen erhöht sind, da sie zu Bluthochdruck neigen und ANP vom Körper
freigesetzt wird, um den Blutdruck zu senken“, sagt Erstautorin Olga
Pivovarova. „Unsere Ergebnisse liefern nun erstmals einen Einblick in
die zu Grunde liegenden molekularen Mechanismen und geben somit eine
Erklärung für das Phänomen“. Wie die Wissenschaftler zeigen konnten,
führen chronisch erhöhte Insulinspiegel – wie sie bei krankhaftem
Übergewicht häufig zu beobachten sind – zu einer verstärkten
Produktion von ANP-Abbau-Rezeptoren im Fettgewebe. Das ANP bindet an
diese Rezeptoren und wird so regelrecht „weggefischt“, so dass es
seine schützende blutdrucksenkende Wirkung nicht mehr entfalten kann.

„Unsere Beobachtungen zeigen damit erstmals einen bislang unbekannten
direkten Zusammenhang zwischen den erhöhten Insulinspiegeln, dem
Fettgewebe und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“,
sagt Studienleiterin Natalia Rudovich. „Besonders der neu entdeckte
Effekt des Insulins auf den Blutdruckregulator ANP ist sehr interessant,
da in der Typ-2-Diabetes-Therapie derzeit auch neuartige Medikamente
eingesetzt werden, welche den Blutzucker-Stoffwechsel über
insulin-unabhängige Mechanismen steuern. Diese Medikamente hätten
nach den vorliegenden Ergebnissen zusätzlich auch positive Effekte auf
das Herz-Kreislauf-System“, ergänzt Andreas F. H. Pfeiffer, Leiter der
Abteilung Klinische Ernährung am DIfE. Daher sei es wichtig, alte
Behandlungsmethoden zu überdenken und die Studienergebnisse auch für die
Entwicklung neuer Medikamententherapien zu berücksichtigen.

Verbraucher in Hessen müssen sich keine Sorgen beim Schuhkauf machen

Hessens Verbraucher können ohne gesundheitliche Risiken Schuhe kaufen. Das Hessische Landeslabor hat 219 Paar Schuhe auf mögliche Schadstoffbelastungen untersucht. „Schuhe sind kaum mit Schadstoffen belastet. In nur zwei Fällen haben wir so genannte Weichmacher in dem bei der Herstellung von Schuhen mitverarbeitetem Kunststoff nachgewiesen“, sagte heute Prof. Dr. Hubertus Brunn, Direktor des Hessischen Landeslabors, in Gießen.

Weder verbotene Azofarbstoffe oder Dispersionsfarbstoffe noch über den geltenden Höchstmengen liegende Gehalte an Pilzbekämpfungsmitteln wie Dimethylfumarat oder Pentachlorphenol konnte das Labor in den untersuchten Schuhen nachweisen. „Bei sechs Verdachtsproben mit auffälligem Lösungsmittelgeruch haben wir die Substanz Toluol nachweisen können. Eine dieser Proben enthielt zudem geringe Mengen krebserregendes Benzol. Zu beanstanden waren diese Produkte jedoch nicht, denn Höchstmengen für Lösungsmittelrückstände in Schuhen sind bislang nicht festgelegt“, sagte Brunn.

In sechs von 24 Paar Schuhen mit Kunststoffanteil konnte das Labor Bleiverbindungen feststellen. Für Bleiverbindungen in Schuhen bestehen jedoch keine rechtlichen Regelungen. Bei anderen toxischen Schwermetallen wie Cadmium gab es keine auffälligen Befunde. Beanstanden musste das Labor aber 13 von 91 Lederschuhproben, in denen nicht zulässige Chromverbindungen als Bestandteile von Farbstoffen nachgewiesen wurden. Auch nach Metallen wie Nickel, das beispielsweise für Schnallen, Ösen und Nieten verwendet wird, hat das Landeslabor gesucht. Nickel kann bei empfindlichen Menschen Hautreizungen oder Allergien verursachen. Bei 16 Paar Schuhen waren zwar derartige Metallteile nachgewiesen worden, eine grenzwertüberschreitende Nickelabgabe konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Winfried Zumkeller

BW: Winfried Zumkeller, bislang Seniorchef im renommierten Adler in Häusern, und Tochter Stefanie vor Vertragsunterzeichnung für das Schlössle in Laufenburg

So glücklos die Stadt Laufenburg bisher mit der Verpachtung des Schlössles war, so verheißungsvoll und prominent ist die neue Lösung: Sternekoch Winfried Zumkeller, bislang Seniorchef des renommierten Hotels Adler in Häusern, und seine Tochter Stefanie stehen in den Startlöchern, das Haus am Heilig-Geist-Buckel zu übernehmen. Die Vertragsunterzeichnung ist für nächste Woche, die Wiedereröffnung für April geplant, berichtet die Badische Zeitung.

Alle Details lesen Sie in der Badischen Zeitung:
www.badische-zeitung.de/laufenburg/ein-sternekoch-fuers-schloessle–55658338.html