Ein Museum für Ausnahmekünstler Diether Kunerth, Ottobeuren

Ottobeuren setzt seinem Ausnahmekünstler ein Denkmal: Am 21. April wird der Grundstein zum „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“ gelegt. Der barocken Ottobeurer Basilika und der Benediktinerabtei, als den Wahrzeichen der 8.000-Einwohner-Gemeinde, wird damit im Ortszentrum ein moderner, 4,7 Millionen Euro schwerer Kunstbau zur Seite gestellt werden.

Der vielfach ausgezeichnete Maler, Bildhauer, Grafiker, Fotograf und Videokünstler Diether Kunerth (*1940) lebt seit mittlerweile 45 Jahren in Ottobeuren. In der Abgeschiedenheit eines barocken Klostergebäudes lässt er sich inspirieren, künstlerisch strebt er nach einer möglichst perfekten Darstellung des mythologischen und bildnerischen Universums. Der Künstler hat aus sämtlichen Epochen seines Schaffens Werke zurückbehalten, um sein Lebenswerk auch für künftige Generationen zu erhalten. Über eine Stiftung stellt er dem Ende 2008 gegründeten Förderverein „Kunst+Werk Diether Kunerth“ mehr als 200 Gemälde und 17 Bronzeskulpturen zur Verfügung. Ab 2014 werden diese im neuen Museum auf einer Fläche von rund 1900 Quadratmetern zu sehen sein. Dabei will das künftige Museumsteam großen Wert auf museumspädagogische Aspekte legen mit dem Ziel, die heimische Jugend schon früh ans Thema Kunst heranzuführen. Geplant hat den Museumskomplex auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei der Stuttgarter Architekt Fabian Lohrer.

Details zum Projekt finden sich auch im Internet unter www.diether-kunerth-museum.de

Countdown für das „Kleine Fest“ in Ludwigslust

Nur noch wenige Tage bis zur kunstvollen Sommerveranstaltung
der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Im barocken Schlosspark Ludwigslust laufen die letzten Vorbereitungen für das „Kleine Fest im großen Park“ am 12. und 13. August. Künstlerische Organisation, Veranstalter und die über 70 internationalen Künstler geben dem hochkarätigen Programm den letzten Feinschliff, damit das beliebte norddeutsche Fest auch im Sommer 2011 ein kunstvolles Highlight wird. Laut Wetterprognosen ist Ludwigslust auch auf Kurs: Dank Petrus dürften durch milde Sommertemperaturen und leichte Bewölkung dieses Jahr die bunten Gummistiefel im Schrank bleiben.

Wenn sich am 12. und 13. August jeweils um 18.00 Uhr der Vorhang für das 17. spektakuläre Freilichtfestival hebt, genießen die Zuschauer kunterbunte Shows von bekannten Kunstvirtuosen und sensationellen Newcomern der Szene. In der einzigartigen Gartenarchitektur des Schlossparks werden die über 20 Bühnen mit Artistik, Akrobatik, Pantomime, Comedy, Tanz und Clownery bespielt. Ihr Debüt beim „Kleinen Fest“ 2011 geben u. a. das Artistenduett Cirque Bouffon mit Fréderic Zipperlein als ehemaliges Mitglied des berühmten „Cirque du Soleil“ in der Traumfigur Boul – Kobold, die Trapez- und Vertikaltuchkünstlerin Andrea Beck, die Jongleurkönige klirr deluxe mit in luftiger Höhe schwerelos tanzenden Tellern, der Brite Owen Lean mit verblüffender Magie, die rasend-wild und leidenschaftliche Flamenco-Tanzkunst von La Guardia Flamenca, Herr Niels als Meister für Pantomime, Clown und Gummiakrobatik in einer Person, die Zirkuskünstler Le Bo Trio mit extravaganter Trampolinartistik, der Comedian Jens Ohle aus dem Schmidt Theater mit seiner Show Ohle und Lang, die Clownin Rosemie sowie ihr amerikanisches Pendant Rob Torres aus dem Big Apple Circus, Tukkers Connexion mit der Renaissance des Lügenbaron von Münchhausen und Gabor Vosteen mit keck-verspielter Blockflötenkunst. Vertraute Gesichter werden der schneller als sein Schatten sprechende Herr Fröhlich und der mit Köfferchen in perfektionierter Pantomime über die Wiesen wandelnde Frans – Der kleine Clown sein. Auch kann sich das Festpublikum wieder auf das Akrobaten-Trio Backup Theatre, Eis Ali mit seiner pfiffigen Eis-Show, die orientalischen Köstlichkeiten von den MokkaMakern, die phantasievoll-kostümierten Künstler von Teatro Pavana und noch viele mehr freuen.

Für Interessierte gilt es jetzt nur noch, sich die heiß begehrten Eintrittskarten für das „Kleine Fest im großen Park“ in Ludwigslust zu sichern. Die Eintrittspreise liegen für Erwachsene am Freitag bei 15 Euro und 17 Euro an der Abendkasse sowie am Samstag bei 16 Euro bzw. 18 Euro. Kinder und Schüler von 6 – 18 Jahren erhalten 50 Prozent Ermäßigung. Studenten, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende bis 30 Jahre sowie Inhaber der NDR-Kulturkarte und weitere Ermäßigungsberechtigte erhalten nach Vorlage eines gültigen Nachweises zehn Prozent Preisnachlass. Kinder bis einschließlich drei Jahren haben freien Eintritt. Alle Details zur Preisgestaltung sowie viele weitere Informationen zum „Kleinen Fest“ sind zu erhalten im Internet unter www.kleinesfestludwigslust.de und www.festspiele-mv.de

Marzipan – süße Verführung

NDR, Samstag, 12.12. um 12:45 Uhr

Marzipan – süße Verführung

Kulturgeschichte eines Naschwerks

Marzipan ist keine gewöhnliche Süßigkeit. Die Herstellung der edlen Mandelmasse hat eine lange Tradition – unklar ist jedoch bis heute, wer zuerst die süße Masse aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser gemischt hat. In den drei „Marzipanmetropolen“ Lübeck, Toledo und Aix-en-Provence ranken sich viele Sagen um diese Frage. Bis heute strickt man dort an der jeweils eigenen Legende vom Marzipan.

Eine Besonderheit sind die französischen „Calissons“, die sich von dem deutschen und spanischen Marzipan unterscheiden: Den kleinen Konfekten aus Südfrankreich werden kandierte Früchte – Melonen oder Orangen – zugegeben. Marzipan hat viele Facetten. Im Orient genoss man die süße Speise als Haremskonfekt – hatte sie doch den Ruf, ein Potenzmittel zu sein. Im 15. Jahrhundert wurde es als Heilmittel eingesetzt: Nicht Konditoren, sondern Apotheker hatten das Vorrecht seiner Herstellung. An den barocken Fürstenhöfen machte man sich die Formbarkeit des Marzipans zu eigen und modellierte wahre Wunderwerke aus der Mandelmasse. Traditionell war das Marzipan den Wohlhabenden vorbehalten, denn die Zutaten – vor allem Mandeln und Rosenwasser – waren kaum erschwinglich. Heute kann jedermann in den süßen Genuss des Marzipans kommen, und die vielfältigen Schöpfungen finden Liebhaber auf der ganzen Welt.

Der Mehlspeis-Adel

Eine Hommage an Österreichs Zuckerbäcker

Nirgendwo sonst kommt die Genussfreudigkeit der Österreicher besser zum Ausdruck als in ihrer reichen Mehlspeisen-Kultur. In nobler Atmosphäre lässt es sich besonders herzhaft schlemmen. Ob im barocken Ambiente des „Demel“ in Wien, oder im „Tomaselli“ in Salzburg, wo sich der Gast von Marzipanapferln, Nougatschifferln und Fürstinnenschnitten verwöhnen lassen kann. – Eine Hommage an Österreichs Zuckerbäcker.

Nirgendwo sonst kommt die Sinnlichkeit und Genussfreudigkeit der Österreicher besser zum Ausdruck als in ihrer reichen Mehlspeisen-Kultur. In nobler Atmosphäre lässt es sich besonders herzhaft schlemmen. Ob im barocken Ambiente des „Demel“ in Wien, wo der Gast noch mit einem untertänigen „Haben schon gewählt?“ begrüßt wird, oder im „Tomaselli“ in Salzburg, wo sich der Gast von Marzipanapferln, Nougatschifferln und Fürstinnenschnitten verwöhnen lassen kann. Das gediegene Interieur dieser Luxustempel bietet das ideale Ambiente, in dem sich Geschichten über Torten, Kuchen und Baisers entfalten können. Doch auch abseits der noblen Etablissements wird man mit unwiderstehlichen Gaumenfreuden verwöhnt, beim traditionellen Mohnfest im Waldviertel beispielsweise. Maria Magdalena Kollers Film ist eine Hommage an Österreichs Zuckerbäcker

So, 26.10. um 18:00 Uhr 3sat

Picknick zwischen Giraffen

„Kleines Fest“ macht in Ludwigslust Station

Serengeti-Feeling mitten in Mecklenburg: Um in der Abendsonne Giraffen in freier Wildbahn zu beobachten, müssen Urlauber nicht nach Afrika reisen. Die langhalsigen Vierbeiner lustwandeln am 10. und 11. August durch den Ludwigsluster Schlosspark. Die Residenzstadt im Herzen Mecklenburgs ist nicht etwa über Nacht zur Savanne geworden. Vielmehr ist sie Schauplatz des „Kleinen Festes“ – ein Kleinkunstfestival der besonderen Art veranstaltet durch die Gesellschaft zur Förderung der kommunalen Infrastruktur und der Fremdenverkehrswirtschaft. Im historischen Ambiente des Schlossparks versetzen Akrobaten und Artisten, Clowns und Komödianten die Gäste ins Staunen. Neben riesigen Waldameisen, die emsig im Schlosspark hin und her laufen, entführen Traumtänzer und märchenhafte Wesen die Zuschauer in eine Fantasiewelt. 34 Ensembles mit 75 Künstlern aus 15 Nationen zeigen ihr Können.

Auf insgesamt 26 Bühnen erleben Gäste vor der Kulisse der barocken Schlossanlage die Schauspielkunst in allen Facetten. Da bringt ein trippelnder Kontrabass einen Künstler um den Verstand, heißblütige Latinos jonglieren mit ihren Gitarren durch die Lüfte und betörende Damen lassen als „Femme de la Femme“ Männerherzen höher schlagen.

Die beste Art, alle Figuren und Traumgestalten auf sich wirken zu lassen, ist ein Picknick. Ob selbst zubereitet oder an einem der vielen Stände erworben – inmitten von Elfen und Feen speist man nicht jeden Tag. Und wenn mal eine Giraffe den Kuchen stehlen will, dann versteckt sich dahinter der Walking Act „Teatro Pavana“ – ein professionelles Stelzentheater aus Venedig.

Informationen: www.kleinesfestludwigslust.de

Aushecken – Raum für Schulkinder und Jugendliche auf der documenta 12

Bislang galt bei der Planung eines Besuchs der Weltkunstausstellung zumeist die Devise: "documenta-Zeit ist Großelternzeit." Großeltern, Tanten und andere KinderbetreuerInnen können diesmal gleich mit nach Kassel reisen und entspannt die Ausstellung besuchen, denn für Schulkinder und Jugendliche wird es ein eigenes Vermittlungsprogramm geben.

Gleich neben dem neuen Ausstellungsgebäude der documenta 12, dem Aue-Pavillon, können sich Schulkinder und Jugendliche, Schulklassen sowie lokale und anreisende Kinder- und Jugendgruppen in einem barocken Heckenkabinett des Parks mit den Werken und Themen der Ausstellung auseinandersetzen. In diesem geschützten Areal kann im Rahmen des angebotenen Programms gezeichnet und aquarelliert, gefilmt und fotografiert, spaziert, gedacht und diskutiert werden. Hier bereitet man sich gemeinsam auf den Ausstellungsbesuch vor oder lässt ihn nachwirken. Auch kann so manches zur documenta 12 gemeinsam ausgeheckt werden.
Dabei sind immer wieder Überraschungsgäste zu erwarten, darunter sicher auch die eine oder andere KünstlerIn der documenta 12.

Dieses neue Vermittlungsangebot, das dem Team der documenta 12, vor allem auch dem Leiter der Vermittlung Ulrich Schötker, ein besonderes Anliegen war, wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Und das sehr unbürokratisch: "Ich freue mich sehr, dass neben der klassischen documenta-Förderung aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers nun dieses Extra-Programm durch eine Förderung von 110.000 Euro so schnell auf den Weg gebracht werden konnte", so der Kasseler CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jürgen Gehb. "Zwischen dem Erstkontakt und dem Zuwendungsbescheid des Ministeriums vergingen weniger als zwei Monate. Dies zeigt, wie überzeugend die Ideen des documenta-Programms für Kinder und Jugendliche waren und wie schnell gute Ideen auch unterstützt werden."

Ort: Heckenkabinett an der Fuldaseite der Orangerie

Konzept: Claudia Hummel, Annette Krauss, Ute Marxreiter, Ulrich Schötker, what>, (Herman Labro, Rika Colpaert)

Informationen zu den Programmangeboten für die jungen Tagesgäste sowie zu den Führungen und Aktivitäten für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen und Buchungen entnehmen Sie bitte in Kürze der Internetseite www.documenta.de