Lebensmittelkennzeichnung

Was die Herstellerangabe verrät – und was nicht

Wer Fragen zu einem Produkt hat oder Grund zur Reklamation, findet auf vorverpackten Lebensmitteln eine Herstellerinformation. Diese Angabe informiert darüber, wer für die Sicherheit und Qualität des Produktes verantwortlich ist. Das kann der Hersteller selbst sein, aber auch der Verpacker oder ein Importeur, der in der Europäischen Union niedergelassen ist. Die Angabe muss so genau sein, dass ein Brief zugestellt werden könnte, so die Vorgabe der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung.

Die Herstellerangabe ist aber nicht unbedingt das Gleiche wie die geografische Herkunft eines Lebensmittels. Ein Hinweis auf die geografische Herkunft ist nur verpflichtend bei frischem Obst und Gemüse, frischem Fleisch von Rind, Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege sowie bei Fisch, Eiern, Honig, nativem Olivenöl und Biolebensmitteln mit EU-Bio-Logo. Auf abgepackten Tomaten steht dann beispielsweise „Ursprungsland: Spanien“, der Verpacker oder Importeur kann aber zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen sitzen. Seine Adresse muss ebenfalls auf der Packung stehen.
Wenn die Kunden ohne eine Ursprungsangabe einen falschen Eindruck von der Herkunft des Produktes bekämen, etwa weil eine Fahne oder eine länderspezifische Besonderheit auf der Packung abgebildet ist, dann ist ein Hinweis auf die geografische Herkunft zwingend. Bei einer italienischen Minestrone, die in Deutschland produziert wurde, muss beispielsweise zusätzlich der Hinweis „Herkunft: Deutschland“ stehen.

Nur in manchen Fällen lässt sich vom Hersteller auf den Ursprung der Ware schließen. Etwa bei der Direktvermarktung von hofeigenen Erzeugnissen wie hausgemachten Nudeln oder Brot aus eigenem Getreide. Doch auch hier müssen Herkunft und Herstellung der Ware nicht zu 100 % übereinstimmen. Wenn beispielsweise Konfitüren aus heimischen Früchten im hofeigenen Laden verkauft werden, dann muss der Zucker nicht zwingend aus der eigenen oder örtlichen Produktion stammen.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Weitere Informationen:
Alles zur neuen Lebensmittelinformationsverordnung finden Sie im aid-Heft „Achten Sie aufs Etikett“, Bestell-Nr. 1140, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1140

Schwarzwälder Schinken

Beliebtester Schinken Deutschlands

Schwarzwälder Schinken ist der meistverkaufte Rohschinken in Deutschland und der beliebteste geräucherte Rohschinken weltweit. Für das Jahr 2013 verzeichnet der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller ein mengenmäßiges Plus von rund drei Prozent. Bei einem stabilen Inlandsmarkt resultiert die Absatzsteigerung durch Zuwächse im Export. In den Distributionskanälen zeichnete sich keine wesentliche Veränderung ab. Der klassische Lebensmitteleinzelhandel (LEH), einschließlich der Discounter, ist die wichtigste Vertriebsschiene für diese regionale Spezialität, gefolgt von Fachhandel und Gastronomie. Rund 55 Prozent entfallen im LEH auf SB-Verpackungen, 45 Prozent auf die Bedientheke.

Der Schutzverband vertritt die Interessen von 14 Mitgliedsbetrieben sowie drei Innungen; 90 Prozent davon sind inhabergeführte Familienbetriebe. Der Verband stellt verstärkt die Qualität in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang spricht der Vorstandsvorsitzende Hans Schnekenburger auch die immer wieder in Medien falsch dargestellte vermeintliche Verbrauchertäuschung an, weil die Schweine, sprich die Rohware, nicht aus dem Schwarzwald kommen. Tatsache ist zwar, dass rund 15 Prozent der Schweine aus dem Schwarzwald stammen, etwa 80 Prozent aus Deutschland und der Rest aus dem europäischen Ausland. Wahr ist aber auch, dass Schwarzwälder Schinken seit 1997 zu den europäischen Premiumschinken mit EU-Herkunftsschutz gehört. Die gesetzlichen Vorgaben für das g.g.A.-Siegel (geschützte geografische Angabe) sind in der EU-Richtlinie 510/2006 festgeschrieben:
Es dürfen nur Schweine verarbeitet werden, die in Bezug auf Haltung, Rasse, der Fütterung, Typ und dem Alter den Vorgaben entsprechen und Spitzenqualität haben.
Eine 50-tägige Trockenpökelung bei 5 Grad Celsius.
Mindestens eine Woche Räucherung über heimischen Nadelhölzern bei 20 bis 30 Grad Celsius.
Ein Mehrwöchiger Reifungsprozess.

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im Schwarzwald.
Das entscheidende für das Siegel ist also, dass die Verarbeitung im Schwarzwald erfolgen muss, um die geschützte geografische Angabe zu rechtfertigen und nicht die Herkunft der Rohware.

Der knochenlose Schinken (mit oder ohne Oberschale) hat ein kräftig rotes Fleisch mit deutlichem Speckanteil (circa 1/5) und das typische Raucharoma. Zuschnitt, Würzen, Pökeln, Räuchern und Reifen vollziehen sich in den Schwarzwälder Schinkenmanufakturen – gleich ob in der handwerklichen Metzgerei oder im Großbetrieb – nach einem exakt definierten und festgeschriebenen traditionellen Procedere.

Unterschiede gibt es allerdings bei den Gewürzmischungen zum Pökeln:
Jeder Hersteller schwört auf seine eigene Rezeptur, mit der er seinem Produkt eine individuelle Note verleiht. Doch es gibt einige Gewürz-Gemeinsamkeiten. Neben Pökelsalz gehören vor allem Pfeffer, Koriander, Knoblauch und Wacholderbeeren dazu. Was das Pökelsalz angeht: Der Schinken wird heute weit milder gesalzen als noch vor Jahren.

Schwarzwälder Schinken bleibt bei richtiger Lagerung über Monate hinweg haltbar. Ganze Schinken oder größere Stücke sollten hängend in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahrt werden; am besten in einem Leinenbeutel. Die Schnittfläche des angeschnittenen Schinkens umschließt man am besten mit Pergamentpapier.
Rüdiger Lobitz, www.aid.de

Weitere Informationen: aid-Heft „Schinken“, Bestell-Nr. 1543, Preis: 2,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Eier

Zu Ostern stehen natürlich gekochte Eier hoch im Kurs. Egal, ob vier, sieben oder zehn Minuten – vor dem Kochen sticht man das Ei am besten mit einer Nadel oder einem Eier-Anstecher auf der stumpfen Seite an. Das verhindert, dass sich die Luft in der Luftkammer ausdehnt und dadurch die Schale während des Kochens aufplatzt. Am besten gibt man das Ei in sprudelnd kochendes Wasser. Nach fünf Minuten ist das Eiklar bei Eiern der Größe M fest und der Dotter noch weich.

Der grüne Ring am Dotterrand bei hartgekochten Eiern ist übrigens kein Zeichen mangelnder Qualität. Er entsteht, wenn das Ei länger als zehn Minuten gekocht wird und beruht lediglich auf einer chemischen Reaktion. Ob ein Ei frisch ist, lässt sich anhand verschiedener Kriterien prüfen. Am einfachsten ist es, wenn das Legedatum auf der Verpackung steht. Diese Angabe ist jedoch freiwillig. Verpflichtend ist dagegen die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) auf der Verpackung beziehungsweise einem Hinweisschild. Da das MHD immer 28 Tage ab Legedatum angegeben werden muss, kann man dieses leicht zurückrechnen. Den Frischegrad eines Eies kann man auch prüfen, indem man ein rohes Ei aufschlägt. Bei einem aufgeschlagenen Ei ist der Dotter hochgewölbt und das Eiklar in zäh- und dünnflüssige Schichten geteilt. Je älter das Ei ist, desto flacher ist der Dotter und desto eher vermischt er sich mit dem Eiklar.

Eier sind nicht grundsätzlich verdorben nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums und bei kühler Lagerung. Sie sollten dann allerdings nur noch für Speisen verwendet werden, die für mindestens zwei Minuten lang auf 70 °C erhitzt werden.
Heike Stommel, www.aid.de

Zucker, Sirup & Co

Süßmachern auf die Schliche kommen

Viele Verbraucher achten auf den Zuckergehalt in Lebensmitteln. Steht „Zucker“ eher am Ende der Zutatenliste, gehen sie wohlmöglich davon aus, dass das Produkt zuckerarm ist. Das kann aber ein Irrglaube sein, wie die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einem bundesweiten Marktcheck herausfand. Sie nahm 276 verarbeitete Lebensmittel auf „versteckte Süßmacher“ unter die Lupe.

Dass im Zutatenverzeichnis viele Substanzen auftauchen, die zum süßen Geschmack oder zum Zuckergehalt beitragen, aber ihre Bezeichnung nicht als Süßmacher erkennbar ist, ist eigentlich nicht neu. Interessant ist aber: Der vzbv fand in den Lebensmitteln insgesamt 70 solcher Begriffe und meint, dass nur die wenigsten Verbraucher alle Süßmacher „enttarnen“ und somit den tatsächlichen Zuckergehalt in dem Produkt einschätzen können.

Der aid infodienst gibt ein paar Tipps, wie Verbraucher vielen Süßmachern auf die Schliche kommen können:
– Wenn in Zutaten die Bezeichnung „Zucker“ steckt, wie Traubenzucker oder Invertzucker, ist die Sachlage klar.
– Alle Zutaten, die auf -ose enden, wie Glucose, Laktose, Maltose, weisen ebenfalls auf Zuckerarten hin. Es handelt sich um Fachbegriffe beispielsweise von Traubenzucker, Milchzucker und Malzzucker.
– Zutaten mit der Bezeichnung „Sirup“, wie Glukose- oder Fruktosesirup, deuten ebenfalls auf Zuckerhaltiges hin.
– Auch z. B. (Malto)Dextrin, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Dicksaft, Fruchtextrakt oder -püree, Molkenerzeugnis oder -pulver, Rübenkraut und getrocknete Früchte tragen zum Zuckergehalt bzw. zum süßen Geschmack bei.
– Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe (z. B. Sorbit, Maltit, Xylit) sind dagegen gut zu erkennen. Sie müssen im Zutatenverzeichnis mit dem Klassennamen plus der E-Nummer oder der Verkehrsbezeichnung gekennzeichnet sein, zum Beispiel „Süßstoff Steviolglycoside“ oder „Süßstoff E 960“.
– Herzhafte Produkte wie Fleischsalat oder Soßenbinder können ebenfalls Süßmacher enthalten. Auch hier lohnt ein Blick ins Zutatenverzeichnis.

Und zu guter Letzt: Auf einigen Lebensmittelverpackungen findet man eine Nährwerttabelle. Sie ist zurzeit noch eine freiwillige Angabe der Hersteller, erst Ende 2016 wird sie Pflicht. Dann müssen unter anderem der Kohlenhydratgehalt und davon der Zuckergehalt je 100 g oder 100 ml des Produkts angegeben sein. Zu diesem Zuckergehalt werden alle Einfach- und Doppelzucker gerechnet. Darunter fallen beispielsweise sämtliche Zuckerarten, Sirupe, Milch- und Molkenpulver sowie Honig. Diese Angabe gibt den Verbrauchern zumindest einen Anhaltspunkt, wie viel Zucker in dem Produkt steckt.
Hedda Thielking, www.aid.de

Was sich 2013 ändert

Verbindliche Höchstmengen und neue Kennzeichnungsregelungen für Energy-Drinks

Am 2. Juni 2013 tritt die Zweite Verordnung zur Änderung der Fruchtsaftverordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Vorschriften in Kraft. Die Verordnung legt verbindliche Höchstmengen für die in Energy-Drinks verwendeten Stoffe Koffein, Taurin, Inosit und Glucuronolacton fest. Damit wird die Ausnahmeregelung abgelöst, nach der Hersteller für Getränke mit diesen Inhaltsstoffen bisher eine Genehmigung für jedes Produkt beantragen mussten. Die neue Verordnung sorgt für mehr Klarheit und Rechtssicherheit, was den Zusatz dieser Stoffe betrifft. Die einheitlichen Höchstmengen, die für alle diese Getränke gleichermaßen gelten, tragen zu einem verbesserten gesundheitlichen Verbraucherschutz bei. Die Höchstmengen entsprechen denen, die bisher durch die Ausnahmeregelungen nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch festgelegt sind. Neu geregelt wird außerdem die Kennzeichnung von Energy-Drinks: Mussten bisher nur verpackte Energy-Drinks mit der Angabe „erhöhter Koffeingehalt“, gefolgt von der Angabe der Koffeinmenge in Milligramm pro 100 Milliliter, gekennzeichnet werden, gilt diese Kennzeichnungspflicht nun auch für „lose“ abgegebene koffeinhaltige Erfrischungsgetränke. Darunter sind Getränke zu verstehen, die beispielsweise in Gaststätten oder Diskotheken im Glas an Gäste abgegeben werden. Die Angabe wird zum Beispiel in der Getränkekarte oder mit einem Aushang erfolgen.

Neue Regelungen für Farbstoffe in Lebensmitteln

Ab 1. Juni 2013 gelten neue Regelungen für die Lebensmittelfarbstoffe Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110) und Cochenillerot A (Ponceau 4R – E 124). Sie schränken die Verwendungsmöglichkeiten der Stoffe bei der Herstellung von Lebensmitteln stark ein. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA die Stoffe neu bewertet hatte, wurden die bisherigen Zulassungen revidiert, um sicherstellen zu können, dass die Stoffe nur in gesundheitlich unbedenklichen Mengen aufgenommen werden. Bereits seit dem 20. Juli 2010 müssen diese Farbstoffe durch einen besonderen Hinweis – „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ – gekennzeichnet werden.

Positivliste für Aromastoffe in Lebensmitteln

Ab 22. April 2013 gilt eine EU-weite Positivliste für Aromastoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen. Aromastoffe, die nicht auf der Liste stehen, dürfen nach einer Übergangsfrist von 18 Monaten nicht mehr verwendet werden. Unter Aromastoffen versteht man Stoffe mit Geschmack und/oder Geruch gebenden Eigenschaften, die zur Herstellung von Aromen eingesetzt werden. Rechtsgrundlage für die Positivliste mit über 2100 zulässigen Aromastoffen ist die EU-Verordnung (EG) Nr. 1334/2008. Für weitere rund 400 Aromastoffe fehlt noch die abschließende Bewertung durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA. Diese Stoffe gelten seit langem als gesundheitlich unbedenklich und dürfen bis zur abschließenden Bewertung vorläufig weiter verwendet werden.

Käse: Was bedeutet Fett i. Tr.?

Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:
Was bedeutet bei Käse die Bezeichnung Fett i. Tr.?

Für die laut Deutscher Käseverordnung vorgeschriebene Angabe „Fett in der Trockenmasse“, abgekürzt „Fett i. Tr.“, gibt es eine einfache Erklärung:
Während der Käsereifung verdunstet kontinuierlich Wasser, die Käse verlieren an Gewicht, eine Fettangabe in Gramm oder in Prozent des Gesamtgewichtes müsste also laufend geändert werden. Die Trockenmasse bleibt dagegen während der Käsereifung konstant. Dieser rechnerische Wert wird auf der Käsepackung genannt. Den Fettgehalt direkt vergleichen kann man mit der Angabe „Fett i. Tr.“ nur bei Käsesorten mit ähnlichem Wassergehalt. Ein Hartkäse mit der Angabe „48 Prozent Fett in der Trockenmasse“ ist zum Beispiel fetthaltiger als ein Weichkäse mit der gleichen Angabe. Der Grund: Weichkäse enthält mehr Wasser als Hartkäse.

Der Fettgehalt, der für den figurbewussten Konsumenten tatsächlich relevant sein sollte, ist der absolute Fettgehalt. Den errechnet man ganz leicht mit der folgenden Formel:

Hartkäse
Fett i. Tr. x 0,7
Schnittkäse Fett i. Tr. x 0,6
Weichkäse Fett i. Tr. x 0,5
Frischkäse/Quark Fett i. Tr. x 0,3

Wer also wissen möchte, wie viel Fett tatsächlich in Käse enthalten ist, muss umrechnen.

Traditionelle Südtiroler Apfelsorten

Einige der Südtiroler Apfelbauern haben eine ganz besondere Leidenschaft: Sie bauen traditionelle Südtiroler Apfelsorten an und sorgen somit für den Erhalt der großen Sortenvielfalt in Südtirol.

Traditionen sind dazu da, um gepflegt zu werden. Diese Ansicht teilen auch viele der Südtiroler Apfelbauern, die neben dem Anbau der bekannten Marken wie beispielsweise „Braeburn“ oder „Golden Delicious“, noch den Anbau von traditionellen regionalen Apfelsorten betreiben. Je nach Region und eigenem Geschmack besitzen sie ihre ganz persönlichen Favoriten. Mit viel Liebe und Leidenschaft widmen sich die Apfelbauern dem Anbau und dem Erhalt der „Südtiroler Originale“.

Südtiroler Originale
Der „Samerling“ kommt aus dem Südtiroler Unterland. Er besitzt die zur damaligen Zeit besonderen Eigenschaften, dass er eine extrem lange Haltbarkeitsdauer bei traditioneller Lagerung im Keller aufweist und auch noch lange nach der Apfelernte hervorragend schmeckt.

Das schöne Eisacktal hat mit dem „Brixner Plattling“ eine Apfelsorte hervorgebracht, die besonders gut mit würzigem Käse schmeckt und insbesondere zur Verwendung in der Küche geeignet ist.

Der „Bozner“ ist ebenfalls ein lokale Spezialität und zeichnet sich durch seinen angenehm würzigen Geschmack aus.

Aus dem Etschtal kommt der „Edelböhmer“, eine Südtiroler Traditionsfrucht die nach wie vor sehr beliebt in der Region ist. Sein Geschmack ist saftig mit einer leicht bittermandeligen Würze.

Saftig ist auch die französische Sorte „Gelber Bellefleur“. Er zeichnet sich darüber hinaus durch seine mürbe Konsistenz aus, wodurch er sich hervorragend als Tafel- und Wirtschaftsapfel eignet. Interessanterweise ist er in Südtirol unter dem Begriff „Schafsnase“ bekannt. Der Name stammt von den runden Kanten des Apfels ab, welche ähnlich der Nase eines Schafs aussehen. So weisen viele Apfelsorten schon allein durch ihre umgangssprachlichen Namen auf ihre besonderen Eigenschaften hin:

Der Name „Gelber Fritz“ beispielsweise stammt zum einen von seiner gelben Farbe und zum anderen von dem italienischen Wort „frizzante“ ab, was übersetzt spritzig beziehungsweise prickelnd bedeutet. Wenn man in einen frischen Apfel beisst, rauscht es sektartig prickelnd. Daher das Wort „frizzante“, welches später umgangssprachlich in „Fritz“ abgeändert wurde. Der „gelbe Fritz“ ist in der Region Eppan entstanden.

Umgangssprachlich hat sich auch der Name „Blutapfel“ entwickelt. Er trifft auf mehrere rotfleischige Apfelsorten zu. Über die genauen pomologischen Bezeichnungen der verschiedenen Sorten streiten sich die Experten bis heute. Der „Blutapfel“ sticht nicht nur durch seine optische Besonderheit (knallig rote Schale und rotes Fruchtfleisch) hervor, sondern überzeugt auch durch seinen hervorragenden leicht säuerlichen Geschmack.

Eine weitere sehr interessante Sorte ist der „Weiße Wintercalvill“. Er galt früher als solche Kostbarkeit, dass er Anfang des 20. Jahrhunderts von Südtirol zum russischen Zarenhaus in Seidenpapier exportiert wurde.

Der Großteil der Apfelsorten wird von Privatbauern angebaut und ist nicht für den freien Verkauf bestimmt, zumindest nicht außerhalb von Südtirol. Für den Erhalt der Südtiroler Originale setzen sich der Verein „Sorten Garten Südtirol“ und viele Apfelbauern des Südtiroler Apfels ein.

Geschützte geografische Angabe
Ebenfalls sind die bekannten Apfelsorten, welche den Großteil des Apfelanbaus in der Region ausmachen, als echte „Südtiroler Originale“ zu bezeichnen. Dafür garantiert die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) ein von der EU verliehenes Gütesiegel. Seit 2005 sind 11 Sorten des Südtiroler Apfels EU-weit als regionale Spezialität anerkannt. Das Gütesiegel garantiert die Ursprünglichkeit und die traditionsreiche Herstellung des Produktes. Dafür muss der Südtiroler Apfel g.g.A. genaue Produktionsvorschriften und ein strenges Kontrollsystem erfüllen.

Hertz: Globale Rabattaktion

Mietwagen weltweit bis zu einem Drittel günstiger buchen: Zum Jahresstart geht die globale Rabattaktion von Hertz in die nächste Runde. Das Besondere: Erstmals gibt es die beliebten Aktionsangebote der Autovermietung in 111 teilnehmenden Ländern. Bei Buchungen bis 31. Januar erhalten Kunden bis zu 33 Prozent Rabatt. Die Vergünstigungen gelten in Deutschland und zahlreichen weiteren Destinationen in Europa, Afrika, Asien, Australien sowie Süd- und Nordamerika bei Anmietung zwischen dem 3. Januar und 30. Juni. Weitere Informationen zu den jeweiligen Sondertarifen finden sich auf der Hertz Webseite.

„Die Neuauflage unserer weltweiten Rabattaktion ist größer als je zuvor und hält für unsere Kunden noch mehr Angebote rund um den Globus bereit“, erklärt Katrin Teichert, Geschäftsführerin der Hertz Autovermietung in Deutschland. Ob Fahrspaß, Luxus oder Nachhaltigkeit – auch Mietwagenkunden mit besonderen Wünschen kommen auf ihre Kosten: die Aktion schließt Fahrzeuge der Hertz Fun Collection, Prestige Collection und Green Collection mit ein.

Gebucht werden können die Aktionsangebote mit Nachlässen von bis zu 33 Prozent unter Angabe der CDP-Nummer 754910.
Hertz

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Erdbeerjogurt

Nur 7 von 25 Erdbeerjogurts kommen ohne Aromazusätze aus und auch von diesen sind nur einer „sehr gut“ und zwei „gut“. Klarer Testsieger ist der Emmi Swiss Yogurt Erdbeere, der als einziger im Test nach frischen Erdbeeren schmeckt. Er kostet 51 Cent pro 100 Gramm. „Gut“ und halb so teuer ist der Bio-Joghurt Erdbeer der Lidl-Marke Biotrend. Bei den Erdbeerjogurts mit Sahne schneidet nur der Mövenpick Feinjoghurt Erdbeere (0,39 Euro) „gut“ ab. Die Ergebnisse sind in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Alle aromatisierten Erdbeerjogurts schmeckten im Test fruchtig, aber erdbeeruntypisch. Ihre frei komponierte Mischung weniger Aromastoffe hat mit echtem Erdbeeraroma wenig zu tun. Deshalb kommen die Erdbeerjogurts bekannter Marken wie Bauer, Danone, Ehrmann, Landliebe, Müller und Zott im Test über „befriedigend“ nicht hinaus. Der Rahmjoghurt von Weihenstephan schneidet sogar „mangelhaft“ ab, denn die Angabe „natürliches Erdbeeraroma“ im Zutatenverzeichnis ist irreführend.

8 Erdbeerjogurts sind „ausreichend“, 3 sogar „mangelhaft“. Zu den Schlechtesten gehören neben dem falsch gekennzeichneten von Weihenstephan der Lobetaler (Naturland) Fruchtjoghurt mild Erdbeere, weil die Tester bei dem Bioprodukt viele Hefen fanden, die unter anderem einen leicht gärigen Geschmack hervorriefen sowie Gutes Land Frucht-Joghurt Erdbeere von Netto Markendiscount, wegen seines erdbeeruntypischen Geschmacks mit verschiedenen Fremdnoten. Von Jogurts mit Namen wie „Schöne alte Zeit“ oder „wie damals“ sollten sich Verbraucher nicht täuschen lassen. Auch sie enthalten teilweise Zusatzstoffe, Aromen und färbende Zusätze.

Der ausführliche Test Erdbeerjogurt ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/jogurt veröffentlicht.

AK: Woher stammt das Fleisch? – Herkunft kennzeichnen!

EU-Parlament muss für verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft sorgen

Die Konsumenten müssen sich bei Lebensmitteln auf eine klare Kennzeichnung verlassen können, verlangt die AK. Dazu gehört auch die Angabe der Herkunft. Im EU Parlament wird derzeit über eine Neufassung der Kennzeichnung von Lebensmitteln verhandelt. Die AK fordert, dass sich die EU-Parlamentarier für eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft bei Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten stark machen. Überdies muss die Herkunft der Rohstoffe angegeben sein, vor allem bei Milch- sowie Fleischprodukten und dort, wo wesentliche Frucht- oder Getreideanteile drinnen sind. Die EU-Räte wollen die Angabe der Herkunft bei den verarbeitenden Produkten derzeit auf die lange Bank schieben.

Der Dioxinskandal bei Schweinefleisch vor einigen Monaten in Deutschland hat die Kennzeichnung von Lebensmitteln wieder in aller Munde gebracht. Die Verbraucher sind zunehmend an Informationen interessiert, wo etwa das Produkt herkommt oder von wem es kontrolliert wurde. Die Informationen bei der Kennzeichnung müssen für die Konsumenten deutlich verbessert werden, fordert die AK.

In der EU wird derzeit die Kennzeichnung von Lebensmitteln diskutiert, in der es konkret um die Schriftgröße, Lesbarkeit, Nährwert-, aber auch Herkunftskennzeichnung geht. Das EU-Parlament hat sich in seiner Stellungnahme zum Kommissionsentwurf zur Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln im Großen und Ganzen den Konsumentenwünschen nach einer umfassenden Regelung zur verpflichtenden Angabe der Herkunft angeschlossen. Der EU-Rat hingegen will eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft derzeit allenfalls auf Frischfleisch – so wie das schon für frisches Rindfleisch gilt und schiebt aber die verpflichtende Kennzeichnung bei verarbeitenden Produkten derzeit noch auf die lange Bank. Die AK hat jetzt in einem Brief alle EU-Parlamentarier aufgefordert, sich für eine umfassendere Kennzeichnung der Herkunft einzusetzen – mehr also, als der EU-Rat derzeit möchte.