Europa 2: Luxus-Kreuzfahrt zu Zeiten von Corona

Wir lieben HapagLloyds Europa 2. Das ist ein wahrhaft einmaliges Kreuzfahrterlebnis. Wir berichteten bereits.

Penthouse Kabine 800 der Europa2

Jetzt zu Zeiten der Pandemie fährt die E2 auch und zwar zwischen den Kanaren. 

Da wir sowieso in Teneriffa gewesen sind, buchten wir direkt bei Hapag-Lloyd eine Woche die Rundfahrt, auch um neue kanarische Inseln kennenzulernen, den Service zu geniessen und jeden Tag Sport zu machen.

Wir wollten uns auch etwas belohnen, da jede Reise 2020/1 ausgefallen ist. Wir überlegten zwischen Grand Ocean Suite und Penthouse Suite. Ocean bietet eine Dampfsauna, das hatten wir das letzte Mal, und Penthouse einen Butler. Wozu der gut ist, wussten wir nicht und wollten das herausfinden. 8380 € zahlten wir für 2 Personen inkl. 1 Baby für 1 Woche Vollpension an Bord – Getränke zusätzlich. Das sind 1200 € pro Nacht! 


Das ganze Sache startete sehr holprig, da die Kommunikation nach der Zahlung mit HapagLloyd Cruise merkwürdig ist. So schrieb uns Hapag-Lloyd, dass unser Baby zur Einreise nach Spanien auch einen Test machen müsste. Jeder über 6 Monate muss den machen. Es sind aber 6 Jahre. Ich wies HapagLloyd auf den Fehler hin, die beharrten aber auf ihre Aussage. Man hatte den Eindruck, die Damen von der Buchung wären schnell beleidigt, wenn man nicht gehorsam folgt. Aber immerhin waren sie konsequent: Da wir den Test auf den Kanaren selber zahlten, erstatteten sie uns je 50 € als Bordguthaben – auch dem Baby, das ja kein Test brauchte oder machte! 
Am Ärgerlichsten war aber, dass sie bei der Buchung uns nicht sagten, dass individuelle Landgänge verboten sind. Auch heute befindet sich KEIN Hinweis darauf auf der Webseite. 
HapagLloyd behauptete, das wären die Auflagen der kanarischen Regierung. Auf den Kanaren wird behauptet, das wäre ein von TUI / HapagLloyd gewolltes Hygienekonzept, das Fresenius aufstellte.
Es kommt HapagLloyd sicher entgegen, dass man Ausflüge buchen muss, wenn man von Bord will. 
Wie ich später herausfand, kann man auch individuelle Ausflüge buchen, man muss nur den Travel Concierge fragen. Dann wartet am Hafen ein Chauffeur, der einen umherfährt. Natürlich nicht ganz günstig! Das ist schon inkonsequent. 
Wir fühlten uns aber auch der Europa2 zu jeder Zeit sicher.

Reservierte Limousinen für den Landgang – Europa 2 während der Pandemie

Auf dem Schiff, das unter der Flagge von Malta fährt, gelten aber nicht die strengen kanarischen Regeln, sondern Hamburger Regeln – laut Ansage des Cruise Direktors.

Auf den Kanaren sind gastronomische Betriebe unter strengen Bedingungen, die penibel eingehalten werden, geöffnet. 

Zum Einchecken bekamen wir einen Slot. 15.30 – 16 Uhr sollten wir da sein. Wir waren aber etwas früher da, die Koffer abgeben. Das war nicht leicht. Die Polizei lies uns nicht durch, weil wir kein (Fähr)Ticket haben. Ein HapagLloyd Mitarbeiter rettete uns. Er erklärte uns, dass wir seit drei Cruises die einzigen Individualreisenden waren, deswegen war auch nichts ausgeschildert und die Anfahrt im Hafen etwas kompliziert. Unser Gepäck hatte auch keine Kofferanhänger, weil wir keine bekamen. Warum? Keine Ahnung! Ein Mitarbeiter war darüber unglücklich. Da kam aber der General Manager Johann Schrempf und trug persönlich unseren Koffer aus dem Auto und sagte: Es geht auch ohne Kofferanhänger! Ich fragte ihn, ob wir früher einchecken dürfen, weil unser Corona Slot ja erst um halb vier sei. Schrempf: „Sie sind uns jederzeit willkommen!“. Da war es wieder, das Europa 2 Gefühl der Gastfreundschaft. 

Wir parkten unser Auto in der engen Tiefgarage an der Plaza Espana am Hafen und spazierten dann zur Europa 2. Zu meinem Erstaunen hatten die Damen in Hamburg nicht unseren PCR Test weitergeleitet. Gut, dass wir ihn auf dem Handy hatten.
Vor Corona floss der Begrüßungs-Champagner in Strömen im Foyer an der Rezeption und es wurden Canapees gereicht. Man lernte gleich viele Mitreisende kennen. Das gibt es heute nicht mehr. Nach dem schnellen und professionellen Einchecken geht es gleich aufs Zimmer. Dort wartet eine Flasche Champus. Das war früher auch schon so. Jetzt bringt der Butler noch zwei Glas Champagner als Ersatz für den Willkommens-Champagner an der Rezeption. 

Wir fragten ihn, was ein Butler für uns machen könnte. Er antwortete, alles. Z.B. Gummibärchen nach Farben sortieren. Ich bat ihn, Reservierungen in den Spezialitäten-Restaurants vorzunehmen. Das müsste ich selber machen. Aber er könnte unsere Koffer unter das Bett schieben. Ich hatte eigentlich gehofft, er würde diese auspacken. Mist! Meine Frau und ich waren uns einig: Einen Butler brauchen wir nicht mehr. Hätten wir doch die DampfSauna Kabine gebucht! Die Rezeption (Frau Vogt!) arbeitet fantastisch, genauso wie die Zimmermädchen. Room Service nutzen wir eher nicht, da wir den Service und die Geselligkeit in den Restaurants bevorzugen. Wir brauchen einen Butlerservice nicht mehr!

Bis auf wenige Ausnahmen ist der Service das Riesenplus bei der Europa 2. Ich kenne keinen Ort, auf der Welt an dem ich mich so kompetent-gastfreundlich behandelt fühle, wie auf der Europa 2.

Der Service auf der E2 ist sensationell.

Lustigerweise wirbt HapagLloyd nicht mit diesem Service, sondern mit dem kulinarischem Angebot. Aber gekocht wird zwar mit sehr hochwertigen Grundprodukten, aber nie auf Gourmet Niveau. Auch ist keine Konstanz gegeben. 

Kinder
Die Europa 2 erinnert an das Italien der 70er. Die Crew ist eine Familie, die wie selbstverständlich auf die Kinder und deren Bedürfnisse achtet. Auch unser Kind fühlte sich sehr wohl. Für Kinder ab zwei Jahren wird eine Kinderbetreuung angeboten. Babies fahren gratis mit, größere Kinder für kleines Geld.

Verpflegung

Frühstück

Es gibt drei Restaurants, die Frühstück anbieten. Weltmeere und Yachtclub haben mehr oder weniger das gleiche Angebot. Von 7.30 – 10.30 Uhr. Die Sansibar bietet ein Langschläferfrühstück 10.30 bis 14 Uhr. 

Frühstück auf der Europa 2

Wir sind immer in den Yachtclub gegangen. Dort gibt es ein sehr reichhaltiges Buffett Frühstück. Die freundlichen Mitarbeiter packen für Dich auf den Teller, was Du möchtest. Die Qualität der Speisen ist hoch. Ausser den Backwaren. Diese sind durchweg minderwertige Gummiware und schmecken wie Industriefertigmischungen. Lidl bekommt das besser hin! Der Bacon ist kein knuspriger American Style, sondern mehr so British. Kaffee ist für einen Vollautomaten okay. Diverse frische Säfte. Insgesamt ist auch für den verwöhnten Berliner das Frühstück sehr gut. Wäre das Brot auch gut, wäre das Frühstück sensationell. Auch hier ist der Service bemerkenswert. Es wird Dir dauernd angeboten, den Teller zum Tisch zu tragen, damit Du weiter suchen kannst. Ich bestellte mir einen Kaffee. Der kam ewig nicht. Dann kam Fatih und brachte ihn mit einer Entschuldigung. Er wäre extra zur Sansibar gegangen und hätte mir den Kaffee von dort geholt, weil ich doch lieber Siebträger statt Vollautomaten mag. 

Restaurants 

Sakura
Am ersten Abend wollten wir wieder dem japanischen Restaurant Sakura eine Chance geben. Laut Eigenwerbung gibt es traditionelle und kreative Sushi Kreation in höchster Vollendung. Nur sind wir regelmäßig in Japan und kennen uns mit Sushi und Sashimi etwas aus. Was hier angeboten wird, hat wenig mit den japanischen Spezialitäten zu tun, eher das was in einigen China-Restaurants als Sushi angeboten wird. 
Die Servicemitarbeiter bietet alles wie eine Dreisterneküche an. Weil die so nett waren, logen wir und sagten, es wäre alles in Ordnung. 
Schon das Setting ist falsch. Es gibt eine gigantische Schale. Die soll mit einer salzigen Lösung, sie heisst dort Soja Sauce, gefüllt werden und danach soll eine Wasabi Paste in dieser Lösung verrührt werden. Anschliessend werden dort die Sashimi Teile gebadet und das Sushi getränkt. So hatten wir das auch schon oft in China beobachtet. 

Ist auch nicht unlecker. Aber hat mit japanischer Küche oder hochwertigem Sushi wenig zu tun. 
Das Sashimi wird in einem mit zerstossenem Eis gefüllten Bambusdämpfer, wie man ihn vom DimSum kennt, serviert. Durch die Abkühlung hat der Fisch, es gibt Thunfisch, Lachs und Hamachi, kaum noch Geschmack. 
Auf dem Unagi Nigiri ist eine kreative Sauce, während auf den Rolls Mayonnaise verteilt ist.

Die Sushi-Bar Sakura auf der Europa2 überzeugte nicht

Der Reis ist zerkocht und hat eine saure Geschmacksnote mit leichter Süsse. 

Das Sakura ist für einen Japan-affinen Gast eine Zumutung.
Sake wird warm geliefert.

ABER: Besonders das Sakura wird von jüngeren Gästen hochgelobt! 

Es ist schade, dass Sushi und Sashimi ausserhalb Japans oft von so niedrigem Niveau sind.

Elements 
Diese Restaurant bringt Gerichte der asiatischen Küchen. Vom Libanon bis zu den Philippinen wird ein großes Spektrum abgedeckt. Authentisch, so weit ich es beurteilen kann, ist nichts. Es sind freie Interpretationen der jeweiligen Küchen, adaptiert auf westlichen Geschmack. Etwas glattgebügelt. Für mich als Puristen ist das nichts.
Aber es war alles gut essbar und „lecker“ Ich hätte es dann nur anders genannt, z.B. „unsere Interpretation von ….“ 
Als Fleischgang nahm ich knusprigen Schweinebauch aus den Philippinen. Knusper war da nicht. Schmeckte aber alles gut!

Phillipinischer Schweinebauch auf der Europa 2

Serenissimi 
Wir hatten nach der Erfahrung vom Elements storniert. Die Karte sah aus wie die Karikatur einer italienischen Speisekarte. Freundlich ausgedrückt könnte man auch „Best of Italy“ sagen. Wir hatten wenig Lust auf eine weitere „unsere Interpretation von …“ Küche. Aber es ist bestimmt schmackhaft für den deutschen Gaumen.

Tarragon
Das von Maitre Dirk Zimmer geleitete Restaurant bietet gute, gehobene Bistroküche mit einem absolut perfekten Service im stilvollen Ambiente. Das Tarragon gilt als DAS Feinschmeckerrestaurant an Bord. Das kann ich nicht nachvollziehen. Aber der Service ist drei Michelinsterne!
Das Tarragon bietet einen großen Wein jeweils glasweise an. (0,1l 64 €).
Am letzten Tag rief uns F&B an und fragte, ob wir noch einmal in ein Spezialitätenrestaurant wollten. Wir nahmen dankend an und buchten das Tarragon. Der Service war wieder umwerfend! 
Aber das Essen war an diesem Abend deutlich schlechter. Ich hatte als Hauptgericht Puy-Linsen und die waren diesmal arg zerkocht. 

Diese Puy-Linsen waren perfekt – 1. Besuch im Tarragon : Europa2

Yachtclub
Mittags und Abends wird in diesem SB-Restaurant ein ähnliches Konzept angeboten. Wir waren zum Kaviarabend da. Dieser wird anders als früher nicht mehr annonciert, so dass es so leer wie noch nie an einem Kaviarabend war. Der Kaviar war von Prunier, dazu hatten wir Austern, KingCrab, Muscheln und Garnelen. 
Danach gab es noch Schnecken und Nieren. Beide waren etwas hart, die Sauce von den Nieren exzellent. Natürlich gab es noch reichlich weitere Auswahl, wie es sich für ein hochwertiges Buffetrestaurant gehört. 
Angeschlossen ist die uninteressante Pastabar, sowie eine Grillstation, die auch zwischen den Mahlzeiten geöffnet hat. Hier wird ein gebratener Fisch bzw. Fleisch mit Beilagen, die schon etwas lange liegen, angeboten. Beide Angebote, die auf der Terrasse des Yachtclubs liegen, werden gerne angenommen. 
Empfehlenswert sind die Käsekrainer. Hervorragende Produktqualität, da war dann die angebrannte Seite nicht ganz so schlimm. 

Weltmeere
Das Hauptrestaurant war unser Lieblingsrestaurant. Hier gibt es neben der Klassikerkarte immer eine Tageskarte. Die Auswahl ist groß. Die Qualität gehoben. Und der Service unter Maitre Wadim, der von Hans Peter Steinheuer kommt, Weltklasse.
Die Standardkarte bietet eine recht zuverlässige Qualität. Das Chef’s Menü kann auch mal schwer daneben gehen. Wir hatten einen sehr schön aussehenden Bauernsalat, der aber geschmacklich überhaupt nicht harmonierte. Anschliessend gab es eine eigentlich gute Enten-Consomee mit Shitake Pilzen, wäre sie nicht übersalzen gewesen. Im Anschluß gab es arg versalzene Kalbsbäckchen, die sicher mit weniger Salz gut gewesen wären! Zwischendrin gab es ein tadelloses Sorbet, mit Champagner aufgefüllt. Danach kam ein leicht übergarter Fisch. 
Optisch war alles gut. Aber hier wurde nicht abgeschmeckt und auf Garzeiten geachtet.

Guter Hirschrücken im Weltmeere – Europa 2

Belvedere Cafe
Zwischen 15 und 17 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Vor drei Jahren war die Qualität deutlich niedriger. Jetzt ist auch hier die Qualität gehoben. Es gibt die Auswahl zwischen vier verschiedenen Kaffeebohnen und leckeren Torten und Törtchen. Das Finanzier ist toll! Die frischen Macarons gut.

Waffeln
Von 14 – 17 Uhr täglich gibt es an der Poolbar (nicht fertig ausgebackene, innen noch rohe) Waffeln mit Eis oder Obstsalat oder anderem. 

Sansibar
Hier trifft man sich abends zum Schwoof. Aber die Sansibar hat auch durchgehend warme Sportsbar-Küche. Ich glaube, ab 10.30 Uhr bis zum letzten Gast. 

RoomService
Diesen haben wir nie genutzt. Er ist im Preis inkludiert und 24 Stunden geöffnet. Die Speisen erinnern an die Sansibar.

Minibar
Die wird jeden Tag zweimal, was die Softgetränke angeht, aufgefüllt. Auch Nespressokapseln werden ersetzt. Spirituosen werden nicht aufgefüllt. Es gab zwei Flachen Beefeater Gin, Hennesy, Grappa und Grey Goose (jeweils ca. 0,33l) 
Wir hatten eigentlich nur Wasser konsumiert.

Minibar Europa2

In den Restaurants leider nur Corporate Wasser (Nestle, Danone) mit Ausnahme „Gerolsteiner mit“, aber in der Mini-Bar ein lokales Spanisches. Hier macht sich wieder das gute Nestle Marketing bezahlt: In einem gutem Restaurant wird San Peligrino/Aqua Panna serviert!

Ausflüge:
Meine Frau wollte unbedingt die feuerspeienden Vulkanberge von Lanzarote sehen und buchte deswegen den Ausflug. Sie erzählte, unterwegs vermischte man sich fröhlich mit anderen Touristen, es ging gar nicht anders. Damit es sich auch für den Veranstalter lohnt, war die Tour mit einem Weingutsbesuch incl. Verkostung (Mittags) kombiniert. Die 4,5 Stunden Tour kostete 69 € p.P.
Auf Gran Canaria parkte das Schiff neben den Schiffen der MeinSchiff (1,6) Flotte und vor japanischen Thunfischtrawlern, die die ganze Zeit alle Diesel-Aggregate laufen liessen. Auf den Balkon konnte man sich nicht setzen. Zu laut und die Augen fingen an, zu tränen.
Wir wären jetzt gerne an Land gegangen und hätten das nahe Naturkundemuseum besucht, das auch geöffnet hatte. Und einen starken kanarischen Cafe con Leche hätten wir nebenan getrunken.

Unterkunft
Das Zimmer – wir hatten ein so genantes Penthouse im 8. Stock – ist in einem tadellosen Zustand. HapagLloyd hat ein Super-Maintenance-Department! Da ist nirgendwo etwas Kaputtes. 

Corona Massnahmen
Die Crew darf nur in organisiert mit einem Offizier an Land. Das passiert kaum. Crew wie auch Passagiere kommen nur mit einem PCR Test an Bord.
Masken werden in der Bewegung überall klaglos getragen, aber so wie gesessen wird, sind die Masken runter. Beim Sport können die Masken abgenommen werden. Sport ist nur noch draussen. 
Im Spa werden die Masken von den Besuchern abgenommen. Im Theater werden am Sitzplatz die Masken abgenommen. Kinder unter 6 Jahren brauchen keine Maske. 
Zwischen 8 – 12 Uhr ist am Ausgang nahe Rezeption allgemeines Fiebermessen. Es wird erinnert, bis man da war. Wir haben es jeden Tag vergessen, erst am vorletzten Tag waren wir ohne Erinnerung da.

Die Europa2 ist schon immer sehr sauber gewesen und wurde immer gründlich gereinigt. Jetzt ist sie klinisch rein. Es wird nach jedem Gast gründlich abgewischt. Dauernd und überall. 
Ein kleines Restrisiko sind die Gruppen-Landausflüge und das abendliche Zusammensitzen mit Freunden, z.B. in der Sansibar.

Ansonsten scheint mir das Leben auf der Europa2 deutlich sicherer als irgendwo an Land. 

Sport
Es gibt weiterhin die Fahrradausflüge. Diese scheinen auch gut gebucht zu sein.
Dann werden jeweils morgens und nachmittags zwei Sportkurse angeboten. Hier dürfen maximal acht Passagiere mit dem Trainer üben. Das Training erfolgt jetzt aber nur noch im Freien, nicht mehr in dem recht engen Gruppenraum. Durch die Beschränkung auf 8 Leute können oft viele Passagiere nicht am Programm teilnehmen. 

Fazit:
Wir hatten eine sehr angenehme Woche. Die Mitarbeiter auf dem Schiff bringen sich für einen um. Schade war, dass kein individueller Landgang möglich war. Das Schiff bietet jedoch auch viele Möglichkeiten der Beschäftigung. Viele Mitreisende verlängerten um eine weitere Woche, da sie wenig Lust auf den Lockdown in Deutschland hatten. Die neue Reise hat die identische Route. 
Wir liebäugelten auch mit dem Gedanken, zu verlängern. Wir haben uns dann dagegen entschieden, weil wir nicht wieder die gleichen Häfen sehen wollten, die wir nicht alleine besuchen können. Auch ist das Vergnügen ja nicht gerade billig. Aber wir fanden es gut angelegtes Geld.
So wie wir von Bord waren, vermissten wir die Mitarbeiter der Europa2 sofort. General Manager Johann Schrempf und seine Mitarbeiter geben dem Gast ein einmaliges Gefühl! 
Wir werden sicher wieder mit der Europa 2 fahren, aber erst wenn individuelle Landgänge erlaubt sind. 

Vor der Reise fragten wir bei Hapag-Lloyd in Hamburg an, ob wir Interviews an Bord machen dürfen. Hapag-Lloyd verlangte, dass wir die Fragen vorab schriftlich der Konzernzentrale mitteilen, damit diese die Antworten mit den Mitarbeitern abstimmen können. Vor der Veröffentlichung muss alles von HapagLloyd autorisiert werden. Das ist für uns aber kein Pressebericht, sondern Werbung. Wir lehnten empört ab! Wir sind Vollzahler und nicht der verlängerte Arm der Presseabteilung! 
So eine Reaktion ist besonders schräg, da wir das Produkt ausgesprochen positiv sehen. Hapag-Lloyd hätte es gar nicht nötig, so etwas Unmoralisches zu verlangen! 
Wenn Sie also Presseberichte lesen, achten Sie darauf, dass nirgendwo dabeisteht „Diese Reise wurde von Hapag-Lloyd unterstützt“. Dann wurde der Journalist eingeladen. 

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Zusammenfassung

Europa 2: Luxus-Kreuzfahrt zu Zeiten von Corona: Die Mitarbeiter auf dem Schiff bringen sich für einen um. Schade war, dass kein individueller Landgang möglich war. Das Schiff bietet jedoch auch viele Möglichkeiten der Beschäftigung. Viele Mitreisende verlängerten um eine weitere Woche

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