Die Aromen-Süßstoff-Gentechnik-Diät

Für die aktuelle Februar-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin 16 Diät-Shakes in Apotheken, Drogerien und Onlineshops gekauft und im Labor auf ihre Zusammensetzung sowie auf Schadstoffe untersuchen lassen. Es zeigte sich, dass die Pulverdiäten nicht zu empfehlen sind. Der Grund: Chlorat, Gentechnik, Süßstoffe, Aromen, eine unausgewogene Zusammensetzung sowie unseriöse Versprechungen der Hersteller.

Selbst wenn Anfang des Jahres viele Menschen hochmotiviert eine Diät starten, auf Pulverdiäten sollten sie besser nicht setzen, so die Empfehlung von ÖKO-TEST. Denn die Drinks helfen nicht bei der Umstellung auf eine kalorienärmere Ernährung. Sie sind Kunstprodukte, die nicht nur mit Aromen und Süßstoffen geschmacklich aufgepeppt werden, sondern teilweise auch noch Schadstoffe wie Chlorat und Perchlorat enthalten, welche die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockieren können. In drei Pulvern wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor gentechnisch veränderte Bestandteile von Sojabohnen nach – und zwar neben Roundup-Ready-Soja erstmals eine weitere modifizierte Sojasorte. Gentechnik ist mit diversen ökologischen Risiken verbunden und lässt sich nicht kontrollieren.

Formuladiäten müssen die Regularien der Diätverordnung erfüllen, was manche aber nicht tun. Almased Vitalkost und das apothekenexklusive Produkt Xlim Aktiv Mahlzeit etwa liefern in der Startphase weniger Kalorien als vorgeschrieben.

Gravierend ist die unzureichende Kennzeichnung der meisten Produkte. Denn: Falsch angewendet können Diät-Shakes zu gesundheitlichen Problemen führen. So sollte auf allen Produktverpackungen auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Begleitung hingewiesen werden, was entweder gar nicht oder nur ansatzweise erfüllt wurde. Hinzu kommt, dass einige Hersteller zu wenig Hinweise zur Anwendung geben, dafür umso markantere Werbesprüche machen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.

Warum schmilzt Käse?

Der Expertentipp im Dezember – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Hans Schmaus, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:

Warum schmilzt Käse?

Wird Käse erhitzt, wird er weich und zieht Fäden – doch ganz flüssig wird das Milchprodukt nicht. Dies liegt an der Zusammensetzung von Käse: Neben Mineralstoffen und Vitaminen besteht er größtenteils aus Eiweiß, Fett und Wasser. Ist Käse gekühlt, ist seine Konsistenz fest: Die Eiweißmoleküle bilden ein starres Gerüst um Wasser und Fett. Mit steigender Temperatur dehnt sich das Fett aus – der Käse wird weich und ändert seine Form. Wird das Milchprodukt weiter erhitzt, werden auch die Eiweißmoleküle weich und biegsam. Das Ergebnis: Der Käse schmilzt und zieht Fäden.

Tipp: Nicht jeder Käse schmilzt gleich. Ausschlaggebend sind der Reifegrad sowie das Verhältnis von Fett, Wasser und Eiweiß. Mit der Reifung verändern sich die Eiweißmoleküle und der Wassergehalt nimmt ab. Der Anteil an Trockenmasse steigt und der Käse schmilzt nicht mehr so leicht. Daher eignen sich fürs Überbacken insbesondere junge Schnittkäse mit hohem Wassergehalt.

Smoothie

Drinks aus pürierten Früchten, Gemüse und Grünzeug liegen bei ernährungsbewussten Verbrauchern voll im Trend. In großer Geschmacks- und Farbenvielfalt füllen Smoothies die Kühlregale und die Obst- und Gemüse-Abteilungen.

Bislang ist der Begriff ‚Smoothie‘ nicht lebensmittelrechtlich geschützt oder definiert. Es gibt auch keine Vorschriften zu Herstellungsverfahren. Bei Fertigprodukten liefert die Verkehrsbezeichnung zumindest Hinweise auf die Zusammensetzung: Ein ‚Fruchtsaft-Smoothie‘ unterliegt der Fruchtsaft-Verordnung. Bei einer ‚Zubereitung aus Frucht und Fruchtsaft‘ oder einem ‚Multifruchtdrink aus Obstsaft und -püree‘ hingegen hat der Hersteller bei der Auswahl der Zutaten erhebliche Freiheiten. Ein kritischer Blick auf das Etikett zeigt, ob tatsächlich so viel Mango in der Flasche drin ist, wie das große Bild auf der Verpackung erwarten lässt, und welche weiteren Zutaten außer Obst und Gemüse noch mit dabei sind.
Und das Haltbarkeitsdatum erinnert: Ein gekühlter Fertig-Smoothie ist nur wenige Tage haltbar.

Qualität ist am 5-am-Tag-Logo erkennbar: Smoothies mit dieser Auszeichnung müssen mindestens zur Hälfte aus Mark, Püree oder stückigen Bestandteilen bestehen. Sie dürfen keinen zusätzlichen Zucker, keine Zusatzstoffe und keine isolierten Nährstoffe enthalten und nicht durch Wasserentzug konzentriert sein. „Menschen, die auf gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten, brauchen keine Smoothies. Doch eine 200- bis 250 Milliliter-Portion eines 5-am-Tag-Smoothies kann gelegentlich bis zu zwei Portionen Obst oder Gemüse pro Tag ersetzen“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst.
„Alternativ kann man natürlich seine Smoothies auch selbst pürieren und dabei immer neue Geschmacksvarianten ausprobieren.“ Vor allem der Sommer mit seiner großen Auswahl an knackigen Zutaten aus heimischem Anbau bietet sich für Smoothie-Experimente an.

Ob Fertigprodukt oder Eigenkreation – ein Durstlöscher ist ein Smoothie in keinem Fall. „Ein solcher Drink enthält so viele Nährstoffe, dass er als Zwischenmahlzeit bewertet werden muss“, sagt Seitz.
Eva Neumann, www.aid.de

Cuciniale auf der IFA

Wie Kochen zum Kinderspiel wird, zeigt Fernsehkoch Ralf Jakumeit vom 5. bis 10. September auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Denn mit kostenloser App und passendem Sensor erzielt man dank Cuciniale Kochergebnisse automatisch auf Profiniveau.

Kochen mit garantiertem Wunschresultat war bislang eine Meisterleistung. Das ändert sich mit Cuciniale, denn fortan benötigt man neben dem Gourmetsensor nur ein bluetooth-smart-fähiges Apple- oder Android-Gerät und die dazugehörige, kostenfreie App, den Gourmetpiloten. Fernsehkoch Ralf Jakumeit, der 2008 den Catering- und Eventservice Rocking Chefs gründete, kocht mit Cuciniale auf der IFA und ist von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Gourmetsensors begeistert. „Nehmen wir zum Beispiel den Klassiker Rindersteak: Je nach Tier und Herkunft hat das Fleisch einen höheren oder niedrigeren Wasser-, Fett- und Proteingehalt“, erklärt Jakumeit. „Die App erfasst dank des Sensors die exakte Zusammensetzung des Lebensmittels, passt Kochdauer und Temperatur entsprechend Gewicht, Größe, Menge, Ausgangstemperatur und innerer Zusammensetzung an, und perfekte Ergebnisse sind garantiert.“

Damit Verbraucher immer mit der größtmöglichen Produktvielfalt arbeiten können, erscheinen regelmäßige Cuciniale-Updates. Cuciniale ist in allen Musterhausküchen- und Reddy-Fachgeschäften, bei Mediamarkt, Pro-Idee, www.cuciniale.com und demnächst bei Otto Gourmet erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Gourmetsensor in der Premiumedition inklusive lebenslanger Updates beträgt 279,99 Euro, in der Starter-Edition mit kostenpflichtigen Updates kostet er 149,99 Euro. Für die Starter-Edition kann die Gourmetpilot-App kostenlos heruntergeladen werden.

Cuciniale-Vorführungen finden auf der IFA am eigenen Stand 123 in der Halle 9 statt, Ralf Jakumeit kocht hier vom 7. bis 9. September.

www.cuciniale.com

Test Studentenfutter

Von „Sehr gut“ bis „Mangelhaft“ lauten die Qualitätsurteile der Stiftung Warentest für 20 Studentenfutter, veröffentlicht in der September-Ausgabe der Zeitschrift test. Die vorderen Plätze belegen die Studentenfutter der Traditionsmarken Seeberger und Ültje, einige preiswerte Handelsmarken überzeugen dagegen nicht.

Wie sich Studentenfutter zusammensetzt, ist nicht verbindlich geregelt. Daher gibt es bei der Zusammensetzung der getesteten Produkte große Unterschiede: Mit oder ohne Erdnüsse, 50 Prozent Rosinen oder nur 27 Prozent, viel oder wenig Hasel-, Wal-, Para-, Cashewnüsse oder Mandeln – für jeden gibt es eine passende Sorte.

Schadstoffe trüben den gesunden Knabberspaß nicht. Die Nüsse einiger preiswerter Handelsmarken schmeckten aber „alt“ oder „dumpf“, das Studentenfutter von Netto Marken-Discount sogar leicht ranzig. Die Abschlussnote für dieses Produkt lautete deshalb nur „mangelhaft“.
Die beiden Bio-Studentenfutter schnitten „gut“ und „befriedigend“ ab. Grundsätzlich gilt: Studentenfutter ist als Zwischenmahlzeit gut geeignet, solange man, wegen der hohen Kalorienzahl, nicht zu viel davon isst.

Der ausführliche Test Studentenfutter erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test (seit 29.08.2014 am Kiosk) und ist unter www.test.de/studentenfutter abrufbar.

Puyehue und Andes Mountain Water

In Chile fließt nicht nur Wein –
Edle Mineralwässer aus reinen Quellen wollen internationalen Genussmarkt erobern

Bisher hat sich Chile vor allem als Quelle für herausragende Weine einen Namen gemacht. Das Land am Pazifik zählt aber auch beim Mineralwasser zu den internationalen Spitzenreitern. Insgesamt vier chilenische Wassersorten gehören zu den Weltmeistern der Reinheit, der perfekten Mineralienkomposition und des Geschmacks. In eleganten Fläschchen werden die Premium-Wässer weltweit in Restaurants und Bars angeboten. Auf der Anuga in Köln Anfang Oktober präsentiert Chile zwei seiner Produkte: Agua Mineral Puyehue und Andes Mountain Water. Beide haben in der Bibel der feinen Mineralwässer, dem ‚Fine Waters: A Connoisseur’s Guide to the World’s Most Distinctive Bottled Waters‘, Höchstpunktzahlen erreicht.

Die klimatischen, geologischen und tektonischen Bedingungen am Fuße der chilenischen Vulkane sind einzigartig und fördern besonders reine Mineralwässer. Diese werden direkt an der Quelle abgefüllt, wobei praktisch kein Kontakt mit der Luft oder dem Menschen erlaubt ist. Dank der Böden in Chile ist die chemische Zusammensetzung aus Mineralstoffen und Spurenelementen ideal. Auch das exklusive Flaschendesign unterstützt die Positionierung der hochwertigen Wässer auf dem internationalen Genussmarkt.

Agua Mineral Puyehue: Reinheit pur in Form eines Regentropfens
Agua Mineral Puyehue entspringt aus der Quelle am Fuße des gleichnamigen Vulkans, mitten zwischen unberührten Naturwäldern im Süden Chiles. Sie verfügt über eine Zertifizierung des chilenischen Gesundheitsministeriums, wonach das Wasser von Puyehue aus einer offiziell anerkannten Heilquelle entspringt. Direkt vor Ort wird es in edle Fläschchen in Form eines Regentropfens abgefüllt.

Das Wasser weist eine ausgeglichene Komposition aus Mineralien und Spurenelementen aus und gehört zu den am besten bewerteten Mineralwässern weltweit. Es hat einen besonders geringen Natrium-Gehalt und enthält natürliche, gesundheitsfördernde Antioxidantien. Im Mund perlt es weich und frisch, die Geschmacksnerven sanft umschmeichelnd. Der Autor und Wasser-Sommelier Michael Mascha vergibt in seinem Buch ‚Fine Waters‘ die Höchstnote mit fünf Sternen an Agua Mineral Puyehue und setzt es in Rankings vor die weltberühmten Sorten Perrier und Evian.

Andes Mountain Water aus der Quelle der heiligen Amalia
Seit über 100 Jahren wird am Llaima Vulkan circa 700 Kilometer südlich von Santiago bereits ein besonders reines Wasser getrunken. Die Mapuches, die chilenischen Ureinwohner, erfrischten sich an der Quelle, die sich in den Colico See ergießt. Colico bedeutet in der Sprache der Mapuches „reines Wasser“. Seit zwei Jahren erst wird es unter dem Brand „A“ weltweit verkauft. A steht für die Kordilleren der Anden und auch für den Namen Amalia. Sie war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ersten Siedlerinnen in der Seenregion und erkannte die extreme Reinheit und gesunde Zusammensetzung des Wassers. Noch heute wird sie tief verehrt. Beispielsweise von Don Pancho, einem 96 Jahre alten Bewohner, der sich noch erinnern kann, wie Amalia die Quelle gegen jegliche Eingriffe des Menschen verteidigte. In ihrem Andenken wurde die Quelle „Santa Amalia“ genannt. Der Wasser-Experte Michael Mascha gab auch dem Andes Mountain Water fünf Sterne für seine hohe Reinheit und den weichen Geschmack.

Schlank und potent – mit Nebenwirkungen

Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion oder Steigerung der Potenz können unerlaubte Wirkstoffe enthalten

„Rein pflanzlich“ und „frei von Nebenwirkungen“. So werden Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion oftmals angeboten. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) wird europaweit vor zahlreichen Präparaten dieser Produktgruppe gewarnt. Einige Untersuchungen von Überwachungsbehörden haben ergeben, dass manche dieser Produkte unerlaubte, nicht deklarierte arzneiliche Wirkstoffe enthielten. “Wir raten zur Vorsicht bei Präparaten, die als Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion angeboten werden“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Verbraucher werden in einigen Fällen über die wahre Zusammensetzung der Produkte und ihrer Eigenschaften, ein schließlich ihrer Risiken, getäuscht.“ Nahrungsergänzungsmittel müssen als Lebensmittel nicht staatlich zugelassen werden.

Als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnete Präparate zur Steigerung der Potenz werden überwiegend im Internet oder in Erotik-Shops unter verschiedenen Bezeichnungen vertrieben. Die Produkte sollen nach Angaben der Anbieter häufig ausschließlich rein pflanzliche, natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Bei einer Reihe von Präparaten ergaben Analysen jedoch, dass sie nicht deklarierte „verschreibungspflichtige“ arzneiliche Wirkstoffe (Sildenafil, Tadalafil) bzw. nicht zugelassene Sildenafil-Analoga (Hydroxyhomosildenafil, Hydroxythiohomosildenafil, Sulfoaildenafil) in pharmakologisch wirksamen Konzentrationen enthielten. Bei Einnahme von Arzneimitteln dieser Wirkstoffgruppe muss davon ausgegangen werden, dass auch bei gegebener Indikation und bestimmungsgemäßem Gebrauch in seltenen Fällen schwere unerwünschte Wirkungen (z. B. Schlaganfall, Herzinfarkt) auftreten können.

Auch in als Nahrungsergänzungsmittel bezeichneten Präparaten zur Gewichtsreduktion wurden in der Vergangenheit wiederholt pharmakologisch wirksame Substanzen nachgewiesen, u. a. der in Deutschland in Arzneimitteln nicht mehr zugelassene Wirkstoff Sibutramin. Derartige Produkte werden ebenfalls überwiegend über das Internet vertrieben und häufig als „natürliche“ oder „100% pflanzliche“ Nahrungsergänzungsmittel beworben. Sibutramin ist eine seit Februar 2010 in Deutschland nicht mehr zugelassene pharmakologisch wirksame Substanz aus der Gruppe der Appetitzügler. Aufgrund zum Teil erheblicher Nebenwirkungen, insbesondere bei übergewichtigen Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hatte die Europäische Arzneimittelagentur im Januar 2010 empfohlen, die Zulassung von Sibutramin-haltigen Arzneimitteln zu widerrufen.

Als Nahrungsergänzungsmittel hält das BfR Produkte mit den genannten Wirkstoffen für nicht sicher. Insbesondere über das Internet angebotene Präparate sind durch die amtlichen Überwachungsbehörden schwer zu fassen. Es besteht die Gefahr, dass Verbraucher über die wahre Zusammensetzung der Produkte und ihre Eigenschaften, einschließlich ihrer Risiken, getäuscht werden.

Der Verzehr von als Nahrungsergänzungsmittel bezeichneten Produkten zur Potenzsteigerung oder zur Gewichtsreduktion kann mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden sein, wenn sie pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten. Das BfR rät daher Verbrauchern zur Vorsicht und dazu, sich beim Hersteller über die genaue Zusammensetzung zu informieren. Bei Zweifeln oder unklaren Auskünften sollte auf die Einnahme derartiger Produkte verzichtet werden.

Ob Gourmet oder Nicht-Schmecker – das entscheiden die Gene

Knoblauch mit Haselnüssen, Banane mit Speck oder Schokolade
mit Ziegenkäse – dem einen kribbellt es bei derartigen Aromakompositionen vor Freude auf
der Zunge – dem anderen vor Ekel. Warum Geschmäcker so verschieden sind, wieso sich
die Wissenschaft bei Geschmacksfragen so schwer tut und welche
Geschmackskombinationen zu wahren Aroma-Explosionen führen, verrät jetzt BEEF!, das
Magazin „für Männer mit Geschmack“ in seiner neuen Ausgabe 1/2012, die ab heute
erhältlich ist.

Guter Geschmack ist angeboren. Der menschliche Geschmackssinn ist ein Zusammenspiel
aus äußeren Einflüssen, chemischen Prozessen und der Gene. Die Genetik unterteilt die
Menschheit in drei verschiedene Arten von Schmeckern: 25% Super-, 65% Normal- und
15% Nicht-Schmecker. Daneben spielen für die eigene Sinneswahrnehmung auch
Kindheitserinnerungen, Umgebungstemperaturen, Tageszeit oder das aktuelle
Wohlbefinden eine große Rolle. Außerdem wirken sich die unterschiedlichen Ihnhaltsstoffe
in Nahrungsmitteln und deren Zusammensetzung auf die geschmackliche Wahrnehmung
aus.

Welche dieser Nahrungsmittel aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung gut
zueinander passen und welche nicht, zeigt das Food-Magazin BEEF anhand der
Forschungen der Food-Designerin Niki Segnit. Sie untersuchte die Kreuz- und
Querkombinationen von 99 Nahrungsmitteln und entwickelte daraus Geschmacksfamilien.
Weiß man um diesen Umstand, lassen sich mit Geschick und Erfahrung die
unterschiedlichsten Gerichte kombinieren. „Was auf den ersten Blick unmöglich erscheint,
passt in Wahrheit gut zusammen,“ erklärt Jan Spielhagen, Chefredakteur von BEEF!. „So
kommt die Vanille ebenso in das Panna Cotta, wie in den Langustenschaum. Erdbeeren gibt
es nicht nur mit Sahne, sondern auch mit grünem Pfeffer.“ In der neuen BEEF! finden Leser
natürlich weitere spannende Geschmackskombinationen, einen Schmeckerschnelltest
sowie Antworten auf die wichtigsten Geschmacksfragen.

Honig – Bienenfleiß für ein Naturprodukt

Was wärmt da besser als eine Tasse Tee, gesüßt mit einem Löffel Honig. Aber was genau ist Honig eigentlich?
Honig ist der Stoff, den Honigbienen aus dem Pflanzennektar bzw. aus Sekreten lebender Pflanzenteile produzieren. Darüber hinaus kann die Biene aber auch aus den Ausscheidungen anderer Insekten, dem so genannten Honigtau, Honig herstellen.

Die Biene sammelt pro Flug etwa 50 bis 60 Milligramm der Honiggrundstoffe. Größer ist die Kapazität ihres Honigmagens nicht. Um ein 500g-Glas mit Honig zu füllen muss eine Biene drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen. Bei der Übergabe des Honigtropfens an die Stockarbeiterinnen entziehen die Bienen diesem Wasser und reichern ihn mit Enzymen an, die den enthaltenen Zucker spalten. Anschließend wird er in den Waben eingelagert und luftdicht mit einem Wachsdeckelchen verschlossen. Der Honig ist jetzt reif und der Imker kann mit der Ernte beginnen.

Im Handel ist Honig mit verschiedenen Bezeichnungen zu finden. Es werden Unterscheidungen nach dem Ausgangsstoff, der Art der Gewinnung, der Zusammensetzung, dem Verwendungszweck oder der Herkunft vorgenommen. Ausgangsstoff des Blütenhonigs (auch: Nektarhonig) ist fast ausschließlich Blütennektar. Beim Honigtauhonig ist – wie der Name schon sagt – der Honigtau die Grundlage für das Endprodukt. Insbesondere Wald-, Nadel- und Blatthonige basieren auf Honigtau. Sie unterscheiden sich optisch vom Blütenhonig durch ihre meist bräunliche Farbe, die von grün bis fast schwarz changieren kann. Nach Art der Gewinnung lassen sich Waben- oder Scheibenhonig, Honig mit Wabenanteil, gefilterter Honig, Tropf-, Schleuder- und Presshonig voneinander unterscheiden.

Hauptkriterium ist die Art und Weise wie bzw. ob der Honig aus den Waben herausgeholt wurde. Die Bezeichnung „kaltgeschleudert“ beschreibt eine Selbstverständlichkeit bei der Honigproduktion. Früher war die Erwärmung der Waben notwendig um den Honig flüssiger zu machen und das Abfließen zu erleichtern. Mit der Erfindung der Honigschleuder im Jahr 1865 wurde das aber unnötig, zumal die Erwärmung das Wabenwerk zerstört und damit die Qualität des Honigs vermindert.
Sandra Thiele, www.aid.de

DLG-Test Mineralwasser

Natürlich, gesund… genussvoll?

DLG-Testzentrum Lebensmittel bewertet die Qualität von 67 Wässern

Die Deutschen trinken rund 131 Liter Mineralwasser pro Jahr. Mineralwasser ist damit weiterhin das beliebteste Getränk der Deutschen. Das Angebot im Markt hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Neben den klassischen regionalen Brunnenmarken hat auch der Handel dazu beigetragen, dass die Auswahl zwischen den verschiedenen Mineralwässern schwer fällt. Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt 67 Wässer getestet. Alle Testergebnisse sind im Internet unter www.DLG.org/wassertest veröffentlicht.

Allein in Deutschland gibt es über 220 Mineralbrunnen, die über 500 Mineralwassermarken anbieten. Sie unterscheiden sich je nach Region durch ihre unterschiedliche Zusammensetzung von Mineralstoffen und Spurenelementen. Auch der unterschiedliche Gehalt an Kohlensäure charakterisiert das Profil eines Mineralwassers. Aktuell im Trend liegen Mineralwässer mit wenig oder völlig ohne Kohlensäure. Der Anteil von Mineralwasser ohne Kohlensäure liegt hier bei rund 10 Prozent. Am beliebtesten ist aber nach wie vor der klassische Sprudel, der über einen Marktanteil von 44 Prozent verfügt*. (*Quelle: IDM 2009)

„Mineralstoffe in gelöster und gut bioverfügbarer Form bei gleichzeitiger Kalorienfreiheit qualifizieren Mineral- und Tafelwässer als natürliche und gesunde Getränke, die hervorragend dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher entsprechen“, erklärt Alfons Ahrens, DLG-Prüfbevollmächtigter für Mineral-, Quell- und Tafelwasser und Leiter des VLB-Forschungsinstituts für Wasser- und Abwassertechnologie, das wachsende Interesse an den verschiedenen Wässern. „Insbesondere die ursprüngliche Reinheit der natürlichen Mineralwässer ist ein hohes Gut, dessen Stellenwert angesichts zunehmender Anforderungen an nährwert- und gesundheitsbezogene Aussagen bei der Deklaration von Getränken immer bedeutsamer wird“, so Ahrens.

DLG-Test: Prüfmethode und Ergebnisse

Die Angebotsvielfalt auf dem deutschen Wassermarkt spiegelt sich im DLG-Test wider. So nahmen die Wasserexperten neben den traditionellen Wasservarianten auch aromatisierte Wässer unter die Qualitätslupe. Alle Produkte wurden nach einem produktspezifischen Qualitätsstandard bewertet, der wasseranalytische, mikrobiologische, sensorische sowie weitere verbraucherrelevante Testkriterien, wie die Deklarationsgenauigkeit, berücksichtigt.

Die Besonderheit des DLG-Wassertests besteht in der Bewertung von zwei Proben unterschiedlichen Alters, wobei die erste Probe älter als drei Monate sein muss. Die Untersuchung beider Proben lässt Rückschlüsse auf die Qualitätsstabilität der Produkte über längere Zeiträume zu (z.B. CO2-Stabilität). In den umfangreichen Laboruntersuchungen wird festgestellt, ob die Wässer die hohen Anforderungen erfüllen können. Auf die Laborphase folgt die Überprüfung der Produktdeklarationen. Für die abschließende Sensorik-Prüfung hat die DLG einen Katalog produktspezifischer Merkmalseigenschaften ausgearbeitet, mit dessen Hilfe Teilqualitäten wie Aussehen, Geruch oder Geschmack überprüft werden. Eigens geschulte Experten unterziehen jedes Wasser einer produktspezifischen sensorischen Analyse. Aus dem sensorischen Wert und den analytischen Ergebnissen wird dann das Gesamturteil ermittelt, das für die DLG-Prämierung ausschlaggebend ist. Von den 67 getesteten Produkten erhielten 36 eine goldene, 15 eine silberne und 4 Wässer eine bronzene DLG-Prämierung.

Auf was der Verbraucher achten sollte

Für den Geschmack des Mineralwassers sind die Zusammensetzung der Mineralstoffe sowie der Kohlensäuregehalt verantwortlich. Weniger mineralstoffreiche Wässer schmecken neutraler als stark mineralisierte. Stark kohlensäurehaltige Mineralwässer passen zu kräftigen Gerichten. Zarte Geschmacksnuancen kommen dagegen am besten im Zusammenspiel mit kohlensäurearmen oder –freien Mineralwässern zur Geltung. Auch der Anlass sollte bei der Wahl des Wassers eine Rolle spielen: Sportler haben zum Beispiel einen höheren Bedarf an Natrium, Chlorid, Calcium und Magnesium. Sie liegen im Mineralwasser in gelöster Form vor, und der Körper kann sie daher schnell verwerten. Auch Menschen, die keine Milchprodukte mögen, können ihren Calcium-Bedarf durch calciumreiche Wässer decken.

Das Etikett auf der Wasserflasche ist die Visitenkarte des Mineralwassers. Hier sollte der Verbraucher alle relevanten Informationen für die Wahl seines Produktes finden. Die DLG kontrolliert in ihren Qualitätstests deshalb auch die Deklaration auf den Produkten. Zu den notwendigen Angaben auf dem Etikett zählen unter anderem der Name der Quelle, der Ort der Quellnutzung, die Kohlensäuredeklaration und das Behandlungsverfahren, alle relevanten Analysewerte aller charakteristischen Bestandteile sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum.

DLG-Testzentrum Lebensmittel

Dank seiner Fach- und Methodenkompetenz ist das DLG-Testzentrum führend in der Qualitätsbewertung von Lebensmitteln. Ein neutrales Experten-Netzwerk sowie Prüfmethoden auf Basis aktueller wissenschaftlich abgesicherter und produktspezifischer Qualitätsstandards garantieren Neutralität und Qualitätstransparenz.