Weintourismus in Maldonado, Uruguay

Die Bodega Garzón im kleinen Ort Garzón in der Provinz Maldonado gehört der New York Times zufolge zu einem der 52 Orte, welche man 2016 gesehen haben muss.

Nach einer Investition in Höhe von ca. US$ 85 Mio. (ca. € 77,5 Mio.) ist auf einem Areal von 1,95 Hektar ein nachhaltiges Weingut mit Restaurant und Luxushotel entstanden. Doch nicht nur feine Weine werden dort produziert, sondern auch natives Olivenöl.

Die Bodega bietet geführte Touren mit Weinproben an, die zusammen mit einem Essen im Restaurant der Bodega oder einem Besuch der Olivenölmanufaktur Colinas de Garzón gebucht werden können.

http://bodegagarzon.com

Weinbranche setzt auf Weintourismus

Der Weintourismus ist für die deutschen Weinregionen von zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung und bietet ein großes Entwicklungspotenzial. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der bundesweit ersten Wein- und Reisemesse „WeinTour“ in Hamburg bekannt gab, haben 13 Mio. Deutsche bzw. 23 Prozent der Bevölkerung großes Interesse an einer Weinreise.

Dies ergab eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studienreihe zum Tourismuspotenzial der deutschen Weinregionen, die das DWI beim Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste in Auftrag gegeben hat.

Die Studie ergab weiterhin, dass sich diese Zielgruppe noch erweitern lässt, wenn die Weinreisen mit weiteren erlebnis- und genussorientierten Aktivitäten verknüpft werden, die in den Weinregionen angeboten werden. So haben beispielsweise 36 Mio. Deutsche Interesse an kulinarischen Spezialitäten und 25 Mio. wandern gerne.

Positive Vorzeichen für den Weintourismus ergeben sich auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland. Denn das Interesse für Wein und die Affinität zum Weingenuss, so die Tourismusstudie, steigt mit dem Alter.

Der Tourismus hat sich in vielen deutschen Weinregionen in den letzten zehn Jahren bereits positiv entwickelt. Er profitiert dabei vom allgemeinen Trend zum Urlaub im eigenen Land sowie vom Trend zu kürzeren aber dafür häufigeren Reisen. Dabei suchen die Touristen neben dem Wein nach Attraktionen, die einen Mehrwert aufweisen. Von daher sind erlebnis- und kulturorientierte Begleitprogramme von großer Bedeutung, um das touristische Potenzial in den Weinregionen noch weiter auszuschöpfen. Dafür werden derzeit vor Ort die jeweiligen Stärken und Besonderheiten deutlicher herausgearbeitet und vermehrt zielgruppen­spezifische Zusatzangebote geschaffen oder ausgebaut.

Einen Überblick der vielfältigen touristischen Möglichkeiten im Weinland Deutschland bietet die „WeinTour“-Messe am 5. und 6. April im Hamburger Curio-Haus. Dort präsentieren sich mit über 150 Ausstellern neben zahlreichen Weinerzeugern auch die Tourismusorganisationen aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten.

Wein und Kultur in Georgien

Georgien, das mythen- und geschichtsträchtige Land am Fuße des Kaukasus, ist nicht nur eines der ältesten christlichen Länder der Welt, sondern auch die „Wiege des Weinbaus“. Letzterer hat in Georgien eine 8.000jährige Tradition. Mit seinem neuen Programm „(W)einsichten“ – Reisen zu Kultur und Reben“ greift der Ludwigsburger Veranstalter Karawane Reisen jetzt erstmals das Thema Weintourismus auf. In Georgien, das bis 1990 zur Sowjetunion gehörte, entwickelt sich der Weintourismus erst allmählich.

Die Teilnehmer der Reise „Kulturelle Highlights und Weinkultur am Fuße des Kaukasus“ vom 29. 9. – 6. 10. 2012 dürfen sich deshalb ein Stück weit als Pioniere fühlen. Sie bekommen einen tiefen Einblick in die Kvevri-Kultur Kachetiens mit ihrem Weinausbau in unterirdischen Amphoren und mehr als 500 autochthonen Rebsorten geboten.

Hinzu kommen Besuche in Kellereien wie Chateau Mukhrani, Kindzmarauli, Pheasant’s Tears und beim deutsch-georgischen Joint-Venture Vinoterra / Schuchmann Wines. Gemeinsames Brotbacken und die Herstellung von „Tschurtschchela“, einem wurstförmigen Konfekt aus Walnüssen und eingedicktem Traubensaft, runden das Ganze ab. Mit der eindrucksvoll auf einem Felsen thronenden Wehrkirche von Gremi, der Dschwari-Kirche in Mzechta (beides Unesco-Weltkulturerbe), dem Alaverdi-Kloster, der Altstadt von Tbilissi und dem pittoresken Städtchen Sighnaghi verfügt Georgien auch über kulturhistorische Sehenswürdigkeiten ersten Ranges. Die achttägige Reise zur Wiege des Weines kostet 1.775 Euro.

Eine weitere Reise mit ähnlichem Konzept führt vom 27. 10. – 3. 11. nach Makedonien, wo die Teilnehmer auf den Spuren von Dionysos und Alexander dem Großen wandeln werden. Zum „(W)einsichten“-Programm gehören auch Übersee-Touren durch Südafrika, Chile, Australien und Neuseeland – sie werden teils in organisierter Form angeboten, teils mit dem Mietwagen und vorgebuchten Unterkünften.
Weitere Informationen: www.karawane.de

Südafrika launcht die erste Messe für Weintourismus „VINDABA“

VINDABA – Südafrika organisiert die erste Weintourismusmesse in 2012
Weintourismus am Kap – Südafrika setzt neue Akzente
Südafrikas Regierung integriert Weinurlaub in die nationale Tourismusstrategie

Südafrikas Wein- und Tourismusbranche präsentiert vom 25.–27. September 2012 die erste gemeinsame Messe für Weintourimus: die Vindaba. Zeitgleich lockt auch die CapeWine, Südafrikas international anerkannte Weinfachmesse, zahlreiche Weinexperten und Medienvertreter in das moderne Convention Center nach Kapstadt. Südafrikas Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk integriert Weintourismus von nun an in die „National Tourism Sector Strategy“. Gemeinsam mit den beteiligten Organisationen will die Regierung die positiven Synergien beider Branchen fördern, um Südafrika als eine der 20 weltweit führenden Fernreisedestinationen zu positionieren.

Mit der ersten Weintourismusmesse Vindaba organisieren die Südafrikaner nicht nur eine Weltklasse-Premiere, sondern sie stellen auch ihre weitreichende Erfahrung als exklusives Weintourismusland heraus. Bereits 1971 wurde mit der Stellenbosch Wineroute die erste touristische Weinstraße in der Kapregion initiiert. Su Birch, CEO Wines of South Africa: „Soweit wir wissen, ist die Vindaba die erste Initiative in der internationalen Weinbranche, in der sich die Sektoren Wein und Tourismus mit einer gemeinsamen Weintourismusmesse präsentieren.“

Die Initiative fußt auf einer Kooperation zwischen den wichtigsten Organisationen beider Sektoren: der Wines of South Africa (WOSA) und der South Africa Tourism (SAT), Südafrikas Weinrouten, der Cape Town Tourism, der Cape Town Routes Unlimited, dem Department of Finance sowie der Tourismus- und Wirtschaftsförderung des Western Cape.

Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk wertet Weintourismus als lukrative Chance: „Weintourismus ist eine wichtige Sparte in Südafrikas Tourismusangebot, da es zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes gegenüber Ferndestinationen wie Brasilien, Australien, Kenia und Thailand dient.“ Aus seiner Sicht hat Südafrika den großen Vorteil, dass die Weinregionen in einem Gebiet, dem Western Cape, konzentriert und für die Reisenden von Kapstadt einfach erreichbar sind. Diese Messe gilt als Auftakt für eine gemeinsame langfristige nationale Tourismusstrategie.

Dass der Weintourismus eine wichtige Rolle in den Besucherprogrammen der Reisenden einnimmt, bestätigt auch Sugen Pillay, Global Eventmanager der South African Tourism. Sie betont auch den beiderseitigen Nutzen: „Die Weinbranche fördert unsere Wettbewerbsfähigkeit, und die Tourismusbranche ist eine wichtige Einnahmequelle für die Weinwirtschaft!“

Die Vindaba richtet sich an nationale und internationale Vertreter aus der Reisebranche und die relevanten Medien aus dem Wein-, Reise- und Lifestyle-Bereich. Die Besucher können sich bei den führenden Anbietern über die individuellen Reiseangebote sowie professionelle Tourenpakete informieren. Begleitend werden Fachseminare über Wein- und Gastrotourismus sowie kulinarische Ausflüge in die Weinregionen angeboten.

CapeWine 2012 – Südafrikas Weinwirtschaft präsentiert sich
Die parallel stattfindende CapeWine (25.–27. September 2012) gilt als die führende Weinmesse in der südlichen Hemisphäre und findet seit 2000 alle zwei Jahre statt. Auf die CapeWine 2012 freut sich die Branche ganz besonders, denn die Messe ist in 2010 zugunsten der Fußballweltmeisterschaft™ ausgefallen. Mit großer Spannung wird dem entgegengesehen, was sich bei den rund 320 teilnehmenden Weinerzeugern in den letzten vier Jahren getan hat.

„Zwischen der CapeWine und der Vindaba bestehen zahlreiche natürliche Synergien“, sagt Su Birch, die als eine der treibenden Kräfte des Weintourismus gilt und alle Entscheidungsträger an einen Tisch geführt hat. Zum einen sei dies die wachsende Bedeutung von Regionalität für das Weinmarketing. Birch: „Ein Besuch in den Weinregionen erlaubt den Konsumenten, die Herkunft eines Weines emotional zu erleben.“ Zum anderen sei es die nachhaltige Förderung der sozialen Strukturen durch die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Da Südafrika auch als einer der führenden Anbieter von Weinen aus nachhaltigem Anbau gilt, werden die Organisatoren auch die beiden Messen umweltfreundlich gestalten. Verwendet werden beispielsweise ausschließlich recycelte und recycelbare Materialien. Die Südafrikaner machen so auch mit der Vindaba ihr ausgeprägtes Bewusstsein für einen genießerfreundlichen Öko-Tourimus kenntlich.

Weblinks: www.vindaba.com und www.capewine2012.co.za

1. MUNDUSvini Wein-Tourismus-Kongress in Neustadt/Weinstraße

Hochkarätige Referenten aus der Wein- und Tourismus-Branche beim 1. MUNDUSvini Wein-Tourismus-Kongress in Neustadt/Weinstraße

„Anpacken statt Abwarten“ ist das Thema beim 1. MUNDUSvini Wein-Tourismus-Kongress am 2. und 3. Februar 2011 in Neustadt/Weinstraße. Zum Kongress, der unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Weinbauministers Hendrik Hering steht, haben sich eine Reihe namhafter nationaler und internationaler Experten aus der Wein- und Tourismusbranche angekündigt. Sie berichten über aktuelle Trends, Projekte und Visionen rund um das Thema Weintourismus.

Unter dem provokativen Titel „Trentino: Allzeit bereit?“ gibt Salvatore Ricciardi, Export-Manager der Winzergenossenschaft Mezzacorona, einen Einblick in die Unternehmensstrategie der Kooperative, in der der Tourismus seit langem eine wesentliche Rolle spielt. Inmitten einer der beliebtesten Ferienregionen Italiens gelegen bietet sie zu nahezu jeder Tageszeit Betriebsbesichtigungen an und generiert dadurch einen stetig wachsenden Umsatzanteil durch Direktverkauf.

Über die Einzelheiten des beliebten weintouristischen Angebots in Niederösterreich berichtet Hannes Weitschacher, Geschäftsführer der Weinviertel Tourismus GmbH.

Auch namhafte deutsche Winzer, darunter Roman Niewodniczanski (Weingut Van Volxem, Wiltlingen), Christian Ress (Weingut Balthasar Ress, Hattenheim), Dirk Würtz (Weingut Königsmühle, Gau-Odernheim) und Andreas Barth (Lubentiushof, Niederfell), der neben seinem eigenen Betrieb auch das Weingut von Günther Jauch (Weingut von Othegraven, Kanzem) führt, geben Einblick in ihre einzelbetrieblichen Strategien.

Interessenten können sich noch bis zum 24. Januar 2011 für den Kongress anmelden. Die Teilnahmegebühr für den zweitägigen Kongress inkl. Abendveranstaltung beträgt 289,- Euro zzgl. MwSt. pro Person.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mundusvini.de/kongress oder bei Zlata Seidel (Telefon: 06321 8908-1940, kongress@mundusvini.de).

Erster MUNDUSvini Wein-Tourismus-Kongress

Am 2. und 3. Februar 2011 findet in Neustadt/Weinstraße der erste MUNDUSvini Wein-Tourismus-Kongress statt. Auf informative und unterhaltsame Weise will die speziell für Winzer, Winzergenossenschaften und Weinkellereien konzipierte Veranstaltung Trends, Projekte und Visionen rund um das Thema Weintourismus unter die Lupe nehmen.

Mit dem Kongress erweitert der Meininger Verlag, einer der ältesten deutschen Fachverlage, seine innovative Reihe von zukunftsweisenden Fachveranstaltungen für die Weinbranche. „Wir wollen Winzern und Weinbaubetrieben Mut machen, auch mal ausgefallene Wege zu beschreiten, um ihren wirtschaftlichen Erfolg zu sichern und auszubauen“, erläutert Christoph Meininger, Geschäftsführer des Meininger Verlags. „Die Übernahme der Schirmherrschaft durch den Wirtschaftsminister Hendrik Hering unterstreicht die hohe Bedeutung des Wirtschaftfaktors Weintourismus und hat uns in unserem Anliegen zusätzlich bestärkt.“

Im Rahmen des Kongressprogramms, das federführend die Redaktion „Der Deutsche Weinbau“ zusammengestellt hat, werden Themen wie Ökowein-Tourismus, Vino-Wellness und Weinarchitektur erörtert. Neben theoretischen Tipps und Anregungen, die in der alltäglichen Winzerpraxis umsetzbar sind, und erfolgreichen Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland erhalten die Teilnehmer wertvolle Ratschläge zu Finanzierungsmodellen und Fördermöglichkeiten.

„Durch abwechslungsreiche Präsentationsformen wie knapp gehaltene Impulsvorträge, Interviews sowie etwas ausführlichere Referate wollen wir den Teilnehmern die Thematik auf unterhaltsame Weise nähe bringen“, betont Werner Bader von der Redaktion Der Deutsche Weinbau, der den Kongress zusammen mit der Weintourismus-Expertin und ehemaligen Deutschen Weinkönigin Evelyn Schmidt moderieren wird.

Frühbucher können noch bis Ende des Monats einen Rabatt in Anspruch nehmen: Sie zahlen bei Buchung bis zum 30. November 2010 nur 259 Euro zzgl. MwSt. statt regulär 289 Euro zzgl. MwSt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mundusvini.de

Zum 10. Jahrestag zieht die Weinmesse BITEG entgültig in das Piemont

ZUM 10. JAHRESTAG ZIEHT DIE WEINMESSE BITEG ENDGÜLTIG IN DAS PIEMONT

Vom 7. bis zum 10. Mai kehrt die internationale Messe für Genuss- und Weintourismus zurück in das berühmte
„Gebiet des guten Geschmacks“

Mit ihrer zehnten Auflage zieht die BITEG, Borsa Internazionale del Turismo Enogastronomico (Internationale Messe für Genuss- und Weintourismus), endgültig und dauerhaft ins Piemont – und zwar ins Herz der Region Langhe, die bekannt ist für ihre exzellenten Spezialitäten und Weine.

Vom 7. bis zum 10. Mai 2009 wird die Tenuta Fontanafredda in Serralunga d’Alba in der Provinz Cuneo – heute Heimat einer der bedeutendsten Winzereien im Piemont und Weinanbaugebiet seit 1878 – zum wiederholten Male Gastgeber der wichtigsten internationalen Veranstaltung für gastronomische Spezialitäten sein.

Die BITEG wird von der ENIT, der italienischen Zentrale für Tourismus, beworben und von der Region Piemont in Zusammenarbeit mit den regionalen Tourismusorganisationen von Alba, Langhe und Roero, Cuneo, Alessandria und Asti organisiert, die die Messe alle mit wichtigen Events begleiten. Die BITEG richtet sich an nationale und internationale Veranstalter, die sich auf Genuss- und Weinreisen spezialisiert haben. Dieser Markt entwickelt sich rasant mit einer steigenden Nachfrage von internationalen Gästen.

Die BITEG setzt, wie schon in den Jahren zuvor, auch 2009 auf das bewährte Konzept der „b2b“-Meetings. Auf diese Weise bringt die dreitägige Messe mehr als 120 Veranstalter auf der Nachfrageseite, sowohl nationale als auch internationale Einkäufer, mit rund 90 ausgewählten Repräsentanten aus 12 italienischen Regionen zusammen.
Das vielfältige italienische Angebot wird vertreten durch das Piemont, die Emilia Romagna, Latium, Ligurien, die Lombardei, Marche, Sizilien, die Toskana, Venetien, Umbrien, San Marino und das Aosta Tal. Für 85% der Einkäufer spielt der Genuss– und Weintourismus die entscheidende Rolle in ihren Katalogen. Veranstalter aus fast allen europäischen Ländern sowie aus Übersee z.B. aus Kanada oder den USA suchen auf der Messe nach neuen Ideen die italienischen Spezialitäten in ihre Reisen einfließen zu lassen. Direkte Kontakte zu den Herstellern, Kochkurse und Verkostungen stehen dabei im Vordergrund.

Die BITEG soll die international bereits anerkannten Vorzüge Italiens und der Region Piemont weiter nach vorne bringen und bewerben: die exzellente Küche und die damit verbundenen Tourismusangebote.

Seit 2004 ist der Wein- & Genusstourismus im Piemont um 20,9% gestiegen. Zusätzlich zu den Italienern selbst ziehen die damit verbundenen Events Touristen aus der ganzen Welt an, hauptsächlich aus Deutschland, Skandinavien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.

Der Genusstourismus steht für einen wichtigen Anteil des gesamten Wein- und Nahrungsmittelmarktes und generiert jährlich mehr als 14 Milliarden Euro (Quelle: European School of Management). Die wichtigsten Märkte sind Europa mit einem Anteil von 3,8 Milliarden Euro (vier Millionen Gäste, die jeweils etwa 950 Euro ausgeben) und Amerika mit einem Umsatz von ungefähr drei Milliarden Euro. Italien generiert einen Umsatz in Höhe von 1,2 Milliarden Euro (plus 41 Prozent) mit 1,26 Millionen Touristen (plus 35 Prozent), die im Durchschnitt jeweils 950 Euro ausgeben (plus neun Prozent).

Diese Zahlen stellen nur die Spitze des Eisberges dar, was die wachsende Bedeutung von Spezialitäten und Wein in der Tourismusbranche angeht: In den meisten Fällen sind sie der Mehrwert eines breit gefächerten Angebotes, das als Kulturgut bezeichnet wird. Laut CISET (Centro Internatizionale Studi Economia Turistica – Internationales Zentrum für Tourismuswirtschaftliche Studien) ist die Gastronomie für 54 Prozent der Touristen einer der Haupturlaubsgründe.

Weitere Infos:

www.torinopiemonte.com

www.piemontefeel.org

Weintourismus in Frankreich

Wer der „Seele“ eines französischen Weines auf die Spur kommen möchte, sollte die Region seines Ursprungs kennen lernen!

Diese tausend verschiedenen Landschaften, die ihren Weinen zum jeweils unverkennbaren Charakter verhelfen. Wo sich für jeden Anlass der richtige Wein findet. Oder der persönlichen Lieblingswein, der sich selbst ohne speziellen Anlass mit Freude verkosten lässt. Wo man auch – so ganz nebenbei – stets ein reizvoller Urlaub verbringen kann!

Dort heißt man Sie jederzeit willkommen, egal ob Sie mit dem Bus, dem Auto, per Rad oder gar zu Fuß kommen. Und vor Ort erwartete Sie diese einzigartige Mischung aus historischem Erbe, faszinierender Natur, mannigfaltigen Aktivitäten, kulturellen Veranstaltungen und dem „Savoir vivre“, die einen Frankreichaufenthalt bereichern. Alle Weinregionen Frankreichs sind mit verschiedenen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Und eine jede Weinregion bietet über ihre bacchantischen Vorzüge hinaus den Charme einer attraktiven Reisedestination.

Wege zum Wein

Die Weinstraßen: Bestens ausgeschilderte und sorgfältig ausgewählte Routen in den Weinregionen zu deren Sehenswürdigkeiten, sehenswerten Orten und natürlich den Besten ihrer Weine

Weinwanderstrecken: Zu Fuß oder per Rad in aller Ruhe auf ausgeschilderten und gepflegten Wegen abseits der Verkehrsachsen durch die Weinregionen Franreichs

Reiseprogramme: Vertrauen Sie sich einem kundigen Führer an. Als Einzelreisender oder als Gruppe, für Besuche bei Winzern oder bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, pauschal oder maßgeschneidert… Sie werden stets das Programm Ihrer Wahl finden!

Kurse und Weinseminare: Das Angebot ist mannigfaltig: von der simplen Weinprobe bis hin zum mehrtägigen Seminar. Sie lernen beim Winzer die kleinen und großen Geheimnisse rund um den Wein kennen.

Weinlehrgänge: Auch hier eine reiches Auswahl zwischen Kurzprogrammen bis zu ausführlichen detaillierten Seminaren über Rebsorten, Kelterprozesse, Lagerung usw.

Weinmuseen und Ecomuseen: Alles rund um die Welt des Weines, seine Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Bedeutung…

Maisons du Vin: Hier präsentiert sich die regionale Weinszene mittels Ausstellungen, Multimedia oder Rendez-vous mit Winzern

Weinfeste: Fix- und Höhepunkte im jährlichen Kalender, von den letzten Frösten bis zum Lesefest, in dörflicher Idylle oder als internationales Ereignis

Messen und Ausstellungen: Zahllose Verkaufsmessen, Verkostungen und Versteigerungen finden in allen französischen Weinregionen statt. Ein reiches Programm von der Veranstaltung im kleinen Winzerdorf bis hin zum internationalen Großereignis

ProWein-Studie – Weintourismus liegt im Trend

ProWein-Studie – Weintourismus liegt im Trend

Das Interesse der Deutschen für Wein und seine Herstellung steigt. Aus diesem Grund spielt das Thema auch in Freizeit und Tourismus eine immer größere Rolle. Dies belegt eine von der internationalen Fachmesse für Weine und Spirituosen ProWein initiierte Verbraucherumfrage. Demnach haben 78 Prozent der Befragten schon an einer Weinprobe teilgenommen und immerhin 57 Prozent einmal ein Weingut besucht. Besonders bei der älteren Zielgruppe sind Freizeitangebote dieser Art sehr beliebt: ganze 86 Prozent der Über-50-Jährigen waren schon einmal auf einer Weinprobe. Bevorzugte Destinationen für den Besuch eines Weinguts sind laut Umfrage die klassischen Weinländer Deutschland (49 Prozent), Frankreich (32 Prozent) und Italien (29 Prozent). Aber auch Spanien, Österreich, Ungarn, Südafrika und die USA liegen bei den Deutschen im Trend.

Weinreisen nicht nur für Ältere attraktiv
Viele Reiseveranstalter haben sich auf die gestiegene Nachfrage im Weintourismus eingestellt und bieten spezielle Weinreisen durch die beliebtesten Weinregionen an. Immerhin 11 Prozent der Befragten haben bereits von diesen Angeboten Gebrauch gemacht, Tendenz steigend, wie der Tourismusexperte Tillmann Otto vom europäischen Institut für Tourismus bestätigt: „Genussreisen sind so hoch im Kurs wie nie zuvor – und das nicht nur bei der älteren Zielgruppe. Auch immer mehr junge Weinliebhaber begeistern sich für das kulinarische und bildungsreiche Reiseerlebnis.“ Wer Wein einmal hautnah erleben möchte, hat bei einigen Kellereien auch die Möglichkeit, bei der Weinlese zu helfen – eine körperliche Ertüchtigung, die die Deutschen allerdings bislang nur wenig reizt: Lediglich 9 Prozent der Befragen haben schon einmal bei der Weinlese mit angepackt.

Große Probierbereitschaft für landestypische Weinspezialitäten
Wer nicht an einer Weinreise teilnehmen oder Weingüter besuchen möchte, hat immerhin die Möglichkeit die heimischen Weine des bereisten Landes in Hotels und Restaurants zu verkosten. Hierbei ist die Probierbereitschaft der Deutschen groß. Laut ProWein-Umfrage trinken 93 Prozent der Deutschen im Urlaub gerne die landestypischen Weine und ziehen diese den ihnen bekannten Tropfen vor. Dabei lassen sich anscheinend die meisten Urlauber von den fremden Weinen überzeugen, denn viele nehmen den „Urlaubswein“ gleich mit nach Hause. 73 Prozent der Befragten verlängern gerne ihre Ferien mit einem Schluck Wein aus dem letzten Reiseziel.

Quelle: Bundesweite repräsentative Umfrage unter 765 Männern und Frauen ab 18 Jahren, die mindestens einmal in den letzten 3 Monaten Wein getrunken haben, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Dialego im Auftrag der Fachmesse für Weine und Spirituosen ProWein.

Weintourismus in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur

Weintourismus in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur

In der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur erstrecken sich herrliche Weinlagen mit hübschen Winzerdörfern. In geschichtsträchtigen Schlössern, privaten Gästezimmern oder Ferienwohnungen auf den Weingütern lassen sich entspannende Urlaubsaufenthalte mit Entdeckungstouren durch reizvolle Weinlandschaften verbinden. Auf den großen Weingütern und Gehöften im typisch provenzalischen Stil finden Weinliebhaber neben ausgezeichneten Weinen eine gemütliche Atmosphäre und herzliche Gastfreundschaft, wo der Alltag einer Winzerfamilie in ruhiger, ländlicher Umgebung miterlebt werden kann. Hinter der Bezeichnung Château verbirgt sich in Frankreich zweierlei, einerseits prächtige Schlossbauten, aber auch schöne, historische Weingüter.
Häufig bieten sie eine komfortable Unterkunft mit Mahlzeiten, ideal für jeden Weinfreund. Die Weingüter in der Region sind aber auch eine gute Gelegenheit für Rundfahrten oder Wanderungen! Weinliebhaber finden in der Provence reichlich Abwechslung. Das reicht vom Genuß bekannter Lagenweine zu einem köstlichen Mahl, von einem Tag bei der Weinlese bis zu einer Traubenkur, vom Tagesausflug bis zur Rundfahrt von einer Woche…

Der Legende nach wählte Cäsar die Weine der Provence, um seine Legionäre nach der Eroberung Galliens nach deren Heimkehr zu ehren. Diese beliebten Tropfen gelangten später durch Eleonore de Provence, der Gattin von König Heinrich III., an den Hof Englands. Dort liefen sie sogar den Weinen der Gascogne, die ihre Schwiegermutter Aliénor d’Aquitaine eingeführt hatte, den Rang ab. In späteren Jahrhunderten gerieten die provenzalischen Weine, die abseits der großen Handelswege angebaut wurden, etwas in Vergessenheit.
Durch den Tourismus kamen vor allen Dingen die Roséweine erneut ins Gespräch. Diese fruchtigen Tropfen wecken wie kaum andere Gedanken an sonnige Urlaubstage und mediterrane Düfte von Kräutern und Lavendel. In der Provence werden vorwiegend Roséweine produziert, aber auch vorzügliche Weiß- und Rotweine. Zu den vielfältigen, angebauten Rebsorten gehören u.a. Grenache, Mourvèdre, Syrah, Cinsault, Cabernet, Sauvignon und Ugni blanc. Die bekanntesten Lagenweine der Provence sind jedoch die Côtes du Rhône, deren Anbaugebiet sich zu einem Großteil im Departement Vaucluse mit drei berühmten Lagen erstreckt: Châteauneuf du Pape, Gigondas und Vacqueyras.
Die provenzalischen Anbaugebiete beginnen im Höhenzug Alpilles, der sich über der Camargue-Ebene erhebt (die Lage Coteaux des Baux ist die älteste der Côtes de Provence). Die weiteren Weinlagen erstrecken sich bis zum Estérel-Massiv.
In der Provence gedeihen die Reben zum Teil auf Terrassen, den von Weinbauern angelegten „Restanques“, andere inmitten von Pinien-Hainen. Die provenzalischen Anbaugebiete befinden sich vorwiegend in den Departements Bouches-du-Rhône und Var.
Zu den bekanntesten Weinlagen gehören Coteaux d’Aix-en-Provence, Coteaux des Baux, Coteaux Varois, Côtes de Provence, Bandol und Cassis. Hier reifen Weine mit sehr unterschiedlichem Geschmack, jedoch stets geprägt von Sonne und einem mediterranen Klima.