Muscheln essen

Die alte Regel, nach der Muscheln nur in Monaten ohne „r“ gegessen werden sollten, hat nur noch historischen Wert. Denn durch Kühlung konnte die Hygiene verbessert und durch ständige Kontrollen die Rückstände an Muschelgiften weitestgehend ausgemerzt werden.
Von der „r“-Monate-Regel“ wusste man schon im alten Ägypten, denn man kannte bereits das Phänomen der Algenblüte im Sommer. Dann vermehren sich Algen besonders stark und bilden giftige Stoffe. Da sich die Muscheln von den Algen ernähren, sammeln sich diese Giftstoffe in den Muscheln an und können beim Menschen Vergiftungen verursachen. Ohne Kühlung verdarben die Muscheln im Sommer schnell.

Dank der modernen Technik können Muscheln heutzutage auch im Sommer durchgehend gut gekühlt werden. Außerdem ist durch ein EU-Gesetz gewährleistet, dass die Muscheln während des gesamten Jahres auf Giftstoffe untersucht werden. Erst nach einer umfangreichen Kontrolle werden sie für den Verzehr freigegeben. Die Gefahr einer Muschelvergiftung muss daher in den Monaten ohne „r“ nicht mehr befürchtet werden.

Dennoch gibt es immer noch einen Grund, in den Sommermonaten auf Muscheln zu verzichten: es ist die Zeit, in der die Muscheln laichen. Und dann schmecken sie einfach weniger gut.
Dr. Jörg Häseler, www.aid.de

Landeslabor beanstandet Speiseeis

Keime auch in Schlagsahne aus Automaten, aber keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher

Damit der Eisgenuss im Sommer ungetrübt bleibt, werden Hessens Eisdielen regelmäßig kontrolliert. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat das Hessische Landeslabor im Rahmen einer Schwerpunktaktion 415 Planproben Speiseeis untersucht, welche überwiegend in Eisdielen mit handwerklicher Selbstherstellung entnommen wurden. Entsprechend den Vorlieben der Verbraucher zählten die Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Nuss zu den am häufigsten beprobten Sorten. „Aufgrund hygienischer Mängel mussten 11,3% der Proben beanstandet werden“, sagte der Direktor des Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn. „Verglichen mit dem Vorjahr (12,6 %) hat sich die Situation stabilisiert“, so Brunn. Weiteren Anlass zur Beanstandung gaben dem Labordirektor zufolge zu geringe Milchanteile bei Milcheis sowie fehlende Kenntlichmachung von Farbstoffen bei Sorten wie „blauer Engel“. Zum beprobten Sortiment gehörten Brunn zufolge auch 15 Proben Wassereis, sogenanntes „Slush-Eis“. Hier seien zwar keine Hygienemängel festgestellt worden, bei zwei Proben wären jedoch die enthaltenen Farb- und Konservierungsstoffe dem Verbraucher bei der Abgabe nicht kenntlich gemacht gewesen.

„Zusätzlich zu den Eisproben in Eisdielen, Cafés und sonstigen Gastronomie-Betrieben haben wir auch Sahne aus Aufschlagautomaten stichprobenartig auf Hygienemängel untersucht. Von 118 Proben mussten 83 und damit 70 % aufgrund erhöhter Keimbelastung beanstandet werden. Die Beanstandungsquote ist damit im Vergleich zu den rund 71% im Vorjahr auf nahezu gleich hohem Niveau geblieben“, stellte Brunn fest.

Grund für die Keimbelastung beim Speiseeis sei vor allem der unsaubere Umgang mit dem Eisportionierer. Oft würde dieser nicht unter fließendem Wasser abgewaschen, sondern in stehendes Wasser getaucht, wo sich die Keime schnell vermehren. „Bei der Schlagsahne sind die Ursachen häufig in der unzureichenden Reinigung und Desinfektion der Geräte zu suchen. Auch die fehlende oder ungenügende Wartung der Geräte oder eine nicht ausreichenden Kühlung der flüssigen Sahne führt zu einer Keimvermehrung“, erklärte der Direktor. Eine Gesundheitsgefahr für Verbraucher gehe Brunn zufolge von den Hygienemängeln aber nicht aus. So wurden lediglich Keime, wie etwa Enterobakterien, festgestellt, die auf Hygienemängel hinweisen. Krankheitserregende Keime, wie Salmonellen, konnten nicht nachgewiesen werden.

Weinbau: Weingarten statt Rebplantage

Seit einem Jahr geht Meinklang neue Wege bei der Gestaltung seiner Rebflächen. Die Demeter-Winzer Familie Michlits hat auf ihrer zehn Hektar weiten Rebfläche 27 große Ökoinseln geschaffen. In Form riesiger Wassertropfen angelegt, erstrecken sich diese über mehrere Pflanzenzeilen und brechen die monotone Rebarchitektur auf. Das Zentrum jeder Insel bildet eine Baumgruppe mit Laub- und Obstgehölzen, gesäumt von Strauch- und Buschwerk, Wildkräutern, heimischen Blumen und extensiven Gemüsepflanzen. Sogar Brennnesseln und Disteln dürfen fortan inmitten der Reben wuchern: sie sind wichtige Futterpflanzen für viele Insekten. Meinklang hat so dem Begriff des „Wein-Gartens“ neuen Sinn verliehen. Jetzt wurde auch die Wein-Universität Geisenheim (D) auf das innovative Projekt aufmerksam. In einem mehrjährigen Forschungsvorhaben will Phytomedizinerin Prof. Dr. Beate Berkelmann-Löhnertz die Auswirkungen des vielfältigen natürlichen Weingartens auf Bodenlebewesen, Fauna und Flora erforschen: „Das Meinklang Projekt ist einzigartig in Europa und bietet völlig neue Forschungsperspektiven für einen ökologischen Weinbau.“

Neue Wissenschaftsmethoden kommen zum Einsatz
Bisher gibt es im Bereich der Biodiversität des Ökosystems „Weingarten“ keine systematisch-wissenschaftlichen Untersuchungen. Mithilfe einer neuen Methode, der sogenannten 454-Pyrosequenzierung, lassen sich Organismengruppen erfassen und innerhalb einzelner Kategorien spezifisch auswerten. „Im Rahmen der Erforschung des Meinklang-Weinartens wird untersucht, wie sich die Populationen von Nützlings- und Schädlingsorganismen unter diesen optimalen ökologischen Bedingungen entwickeln. Dazu wird ebenso ein Weingarten in reiner Monokultur zum Vergleich herangezogen“, erklärt Berkelmann-Löhnertz das Studien-Design.

Weinplantagen meist triste Monokulturen
„Die allermeisten Rebanlagen heute sind triste Monokulturen vergleichbar mit Maisäckern. Daran ändert auch ein wenig Begrünung kaum etwas. Unsere Vision ist monotone Weinplantagen aufzubrechen und sie in blühende Gärten zu verwandeln. Dieses Projekt harmonisiert das Landschaftsbild, schafft neue Lebensräume für Nützlinge und wirkt sich letztlich auf den Charakter des Weines aus. Jetzt sind wir sehr auf die Studienergebnisse der künftigen Jahre gespannt. Unser Pilotprojekt soll möglichst viele KollegInnen dazu ermutigen, aus ihren Plantagen auch wieder echte Wein-Gärten zu machen“, sagt Werner Michlits.

www.meinklang.at
www.fa-gm.de

Hausratversicherung

Knapp vier von fünf Deutschen haben eine Hausratversicherung. Doch viele wissen nicht: Bei einem Vertragswechsel können im Extremfall jährlich fast 1.000 Euro gespart werden. Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 54 Versicherer untersucht und drei Modellfälle erstellt.

Dieselbe Versicherungsgesellschaft ist oft unterschiedlich teuer: Wie viel gespart werden kann, hängt vom Wohnort und der Lebenssituation ab. Schon für kleine Haushalte, im Modellfall eine 35-Quadratmeter-Wohnung in Frankfurt am Main, beträgt der Unterschied bis zu 156 Euro im Jahr. Senioren können am meisten sparen: Bei sehr wertvollem Hausrat liegen die Preisunterschiede zwischen den Versicherern bei fast 1000 Euro im Jahr.

Wichtig ist, dass die Versicherungssumme dem Wert des eigenen Hausrats entspricht, denn im Schadensfall zahlt der Versicherer maximal die versicherte Summe. Deshalb empfiehlt die Stiftung Warentest, den Versicherungsschutz regelmäßig zu überprüfen. Empfehlenswert sind außerdem Tarife mit Unterversicherungsverzicht, damit der Versicherer im Schadensfall nicht die Entschädigungssumme kürzt.

Finanztest ermittelt für 12 Euro die günstigste Hausratversicherung. Den Kupon für die Auswertung gibt es im Heft oder unter www.test.de/analyse-hausrat

Babybrei im Gläschen

LAVES untersucht Babybrei im Gläschen auf 3-MCPD-Ester mit erfreulichem Ergebnis

Regelmäßig werden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (LVI OL) und im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover (LVI BSH) des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) Säuglingsnahrung, Breie im Gläschen und andere Produkte für Säuglinge und Kleinkinder untersucht. 2011 erfolgte eine Untersuchung auf 3-Monochlorpropandiol-Ester (3-MCPD-Ester) bei 21 Breien im Gläschen. Keine der Proben wies einen erhöhten Gehalt an 3-MCPD-Estern auf.

Bei hohen Temperaturen, wie sie bei der Herstellung (Raffination) von Speisefetten und -ölen auftreten, bilden sich 3-Monochlorpropandiol-Ester (3-MCPD-Ester). Diese werden während der Verdauung in freies 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) aufgespalten, das im Verdacht steht, Nierenveränderungen hervorzurufen und in hohen Dosen gutartige Tumore zu verursachen. Naturbelassene (native) Speiseöle sind hingegen frei von 3-MCPD-Estern. Da raffinierte Fette und Öle nicht nur in der heimischen Küche Verwendung finden, sondern auch in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden, sind auch 3-MCPD-Ester in verarbeiteten Lebensmitteln weit verbreitet.

Auch in Babybreien werden raffinierte Speisefette und -öle als Zutaten eingesetzt. Grund genug für die Wissenschaftler des LAVES hier einmal genauer hinzuschauen und die Breie auf 3-MCPD-Ester zu untersuchen. Mit erfreulichem Ergebnis: Bei 18 der 21 untersuchten Proben lag der Gehalt an 3-MCPD-Estern im Bereich der Nachweisgrenze unter 0,13 mg/kg Fett. Lediglich drei Proben wiesen einen Gehalt von 0,5 mg/kg Fett auf. Dieser Gehalt liegt – unter Berücksichtigung des Fettgehaltes der Proben, der täglichen Aufnahmemenge und des Säuglingsgewichts – deutlich unterhalb der für freies 3-MCPD abgeleiteten täglich duldbaren Aufnahmemenge von 2 µg/kg Körpergewicht.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.laves.niedersachsen.de

VKI-Test: Haltbarkeit Feinkostkäse

Alle getesteten Proben frei von Listerien und Salmonellen

Hält vorverpackter Käse aus dem Feinkost-Selbstbedienungsregal so lange, wie auf dem Etikett angegeben? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist dieser Frage
aufgrund von Konsumentenbeschwerden nachgegangen und hat 13 Produkte aus
Wiener Supermärkten auf Keime untersucht.

Die Käseproben wurden bis zum letzten
Tag der Mindesthaltbarkeit gelagert und nachfolgend mikrobiologisch untersucht. Die
gute Nachricht: Sämtliche Proben waren frei von krankheitserregenden Salmonellen
und Listerien. Auch die Untersuchung auf Schimmel und Hefen brachte großteils
erfreuliche Ergebnisse zutage. Bei zwei Käseproben war allerdings die
Mindesthaltbarkeitsfrist zu lange angesetzt, sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits
stark mit Hefen belastet und nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Details zum Test gibt
es ab dem 23.2. im März-KONSUMENT sowie auf www.konsument.at
„Die Lebensmitteltests des VKI zeigen immer wieder, dass gegen Ende der
Mindesthaltbarkeit manche Produkte nicht mehr einwandfrei sind. Auch wenn das Ergebnis
des aktuellen Tests überwiegend positiv ausfällt, raten wir dazu, Käse mit möglichst langer
Mindesthaltbarkeit zu kaufen und diesen auch fachgerecht – gemäß Angabe auf der
Verpackung – zu Hause zu lagern. Und so simpel es auch klingen mag: Vor dem Verzehr zu
schauen und zu riechen, ob der Käse noch in Ordnung ist, kann kein Fehler sein“, so VKIErnährungswissenschafterin
Birgit Beck.

Details zum Test gibt es ab dem 23.2. in der Märzausgabe des Testmagazins KONSUMENT
sowie online auf www.konsument.at

Hirter Biere gewinnen 4 x Gold

(Hi Kurz vor dem Jahreswechsel präsentierte die international renommierte DLG (deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) ihren jährlichen Biertest. Die Privatbrauerei Hirt darf sich gleich über vier Auszeichnungen in Gold bei der DLG-Prüfung für Bier und Biermischgetränke 2012 freuen. Die begehrten Goldmedaillen wurden für

Hirter Privat Pils,
Hirter Morchl,
Hirter 1270 und
Hirter Märzen
zuerkannt. Die prämierten Biere zeichnen sich durch überdurchschnittliche Qualität aus. Ein Urteil, das die DLG gemeinsam mit den führenden Brauereiinstituten aus Berlin und Weihenstephan garantiert.

„Vier Goldmedaillen verdeutlichen abermals die besondere Position unserer 100%igen Privatbrauerei, sowie die höchste Qualität unserer Produkte!“ äußerte sich Hirter – Geschäftsführer Klaus Möller mit Stolz zu diesem mehr als erfreulichen Ergebnis.

Über den internationalen DLG Biertest
Die DLG fördert die Produktqualität von Lebensmitteln auf Basis neutraler und verbindlicher Qualitätsstandards. Ihr Qualitätsverständnis basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und selbst entwickelten, anerkannten Methoden. Mit ihren internationalen Tests ist die DLG in der Qualitätsbewertung führend in Europa und gemäß internationalen Normen akkreditiert.

Jedes Jahr werden über 27.000 Lebensmittel wie Bier, Erfrischungsgetränke, Fruchtgetränke, Kaffee, Brot, Bio-Produkte, Milch, etc. aus dem In- und Ausland in den DLG-Prüfungen getestet. Nur dann, wenn ein Lebensmittel überdurchschnittlich gut ist, bekommt es die Bronzene, Silberne oder sogar Goldene DLG-Prämierung.
Beim Bier-Test untersuchen zehn Sachverständige von jedem Bier jeweils zwei unterschiedlich alte Proben. Zwischen der frischen und der älteren Probe darf es keine spürbare Abweichung geben. Reinheit des Geschmacks, Qualität der Bittere, Vollmundigkeit, Frische und Geschmacksstabilität sind die wesentlichen Kriterien nach denen untersucht wird.
Das Bier muss außerdem seine Geschmackstabilität während der Lagerung beweisen. Neben der verdeckten Verkostung werden in aufwendige Laboranalysen Schaumhaltbarkeit, Extrakt-, Alkohol- und Stammwürzegehalt, Trübung und Haltbarkeit untersucht.
Je nach erreichter Punktzahl erhalten die Biere einen Bronzenen, Silbernen oder Goldenen DLG-Preis.

LAVES untersucht Rosenkohl

Winterzeit ist Kohlzeit: Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut (LVI) Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sind bisher 15 Rosenkohlproben auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht worden. Das erfreuliche Ergebnis: Keine der Proben musste aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen beanstandet werden – zehn Proben waren ohne Rückstände, fünf Proben blieben unterhalb der gesetzlich festgelegten Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittel. Auch wurden keine unzulässigen Stoffe eingesetzt. Die Proben stammten aus Deutschland (10) und den Niederlanden (5).

Kaum ein Gemüse ist so vielseitig und sortenreich wie Kohl, er ist reich an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wertvollen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Kohl hält sich am längsten, wenn er kühl gelagert wird. Außerdem sollte das Gemüse nur kurz erhitzt werden, damit die Vitamine bestmöglich erhalten bleiben.

Nähere Informationen finden Sie unter www.laves.niedersachsen.de

Stiftung Warentest : Rotwein

Weine ab 5 Euro kann die Stiftung Warentest empfehlen, nachdem sie 24 trockene Rotweine aus Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien zu Preisen zwischen 5 und knapp 13 Euro im Labor untersucht und sensorisch bewertet hat. In der sensorischen Prüfung werden Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl untersucht. Die Tester beschreiben außerdem, welcher Wein sich für welches Gericht besonders eignet. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test.

Alle vier spanischen Weine schneiden sensorisch „gut“ ab – mit 5 Euro pro Flasche am günstigsten sind Aldi (Süd)/Guia real und Edeka/Finca de la Vega. Die sensorisch Besten aus Italien und Frankreich sind teurer: Miceli Breus (12,80), Real/Portella di Castelli (7,50 Euro) und Château Haut Lavignère (10 Euro).

Die deutschen Rotweine bieten ein uneinheitliches Bild. Während zwei sensorisch knapp „gut“ und dabei günstig sind (Rietburg Dornfelder, 6,50 Euro und Vier Jahreszeiten Saint Laurent, 5,30 Euro), können andere die Stimmung trüben: Lidl/Junge Winzer Baden Spätburgunder hat einen starken Sauerkrautton, riecht gülleartig, milchsauer und schmeckt scharf – das Sensorikurteil lautet deshalb „mangelhaft“. Nur „ausreichend“ schneidet ein Spätburgunder von der Ahr ab, drei weitere sind sensorisch „befriedigend“.

In sechs von 24 Weinen waren keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. In allen anderen lagen sie unter den Grenzwerten. Kein Wein enthielt Schimmelpilzgift. Arsen und Schwermetalle wurden allenfalls in geringen, unbedenklichen Mengen gefunden. Hinweise auf Verfälschungen und falsche Herkunftsangaben gab es nicht.

Stiftung Warentest: Kamin- und Pelletöfen

Rechtzeitig zum Beginn der gemütlichen Jahreszeit hat die Stiftung Warentest Kaminöfen untersucht. Doch nur 7 der 19 Heizgeräte bekamen die Note „Gut“. Zu bemängeln gab es Einiges – zum Beispiel den Wirkungsgrad. Nur die drei teuersten Pelletöfen mit Wasseranschluss hatten Wirkungsgrade, die mit Öl- und Gaskesseln vergleichbar und damit sehr energieeffizient sind. Alle anderen waren weniger ergiebig und heizten relativ viel Energie zum Schornstein hinaus. Auch die Abgaswerte ließen oft zu wünschen übrig.

Untersucht wurden zwölf Kaminöfen, die mit Holzscheiten heizen, zwei Öfen für den automatischen Betrieb mit Holzpellets, drei Pelletöfen, die als Teil eines Heizsystems sogar Wasser erwärmen können und zwei Kaminöfen, die mit Scheitholz befeuert werden und ebenfalls Wasser in einem externen Wasserspeicher erwärmen. Bei den Kaminöfen lagen die beiden teuersten Geräte, der Hark 44 GT ECOplus (3.100 Euro) und der Hase Jena (2.790 Euro) mit der Note „Gut“ vorn.

Wer Holz besonders effizient nutzen möchte, sollte sich für einen Pelletofen erwärmen, der sich in Kombination mit einem Warmwasserspeicher als automatisches Heizsystem eignet. Besonders gut sind Calimax Twist 06 (8.850 Euro), Westfeuer Pueblo Aqua (8.050 Euro) und Wodtke BM 01 ivo.tec (8.750 Euro).

Wichtige Prüfpunkte waren neben den Umwelteigenschaften auch die Bedienungsfreundlichkeit, die Sicherheit sowie Verarbeitung und Robustheit.

Der ausführliche Test „Kamin- und Pelletöfen“, der auch viele nützliche Tipps zum Heizen enthält, ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/pellets veröffentlicht.