Persimone, Kaki, Sharonfrucht

Immer mehr exotisches Obst erobert den deutschen Markt. Das
kann für Verwirrung sorgen, wenn sich Früchte wie Kaki, Persimone
und Sharoni zum Verwechseln ähnlich sehen. Was ist der Unterschied?

Die Kaki (/Diospyros kaki/) ist ursprünglich in Zentralchina
beheimatet. Die Beerenfrucht gehört zur botanischen Familie der
Ebenholzgewächse und wächst an zehn Meter hohen Bäumen. Es gibt
eine große Vielzahl unterschiedlicher Kakisorten, die orangegelb,
orange bis rot gefärbt sein können. Sie unterscheiden sich auch in
ihrem Gehalt an Tanninen (Gerbstoffen), die im Mund zusammenziehend
wirken und ein pelziges Gefühl auf der Zunge hinterlassen. Bei reifen
Früchten sind diese Effekte allerdings etwas abgemildert. Alle
Kakifrüchte sind reich an Ballaststoffen und Karotinoiden.

Die eigentliche „Kaki“ ist in Deutschland meist die italienische
Sorte „Tipo“. Die blass gelb-orangen Früchte sind kugelig geformt
und haben einen milden Geschmack mit einer herben Komponente. Sie sind
nur im reifen Zustand genießbar, wenn sie eine saftige und weiche
Konsistenz haben. Dazu wird am besten der Stielansatz keilartig
herausgeschnitten und die Frucht halbiert. Anschließend lässt sich
das geleeartige Fruchtfleisch bequem löffeln. Die dicke, lederartige
Schale wird in der Regel nicht gegessen.

Bei der „Persimone“ handelt es sich überwiegend um die
Kaki-Sorte „Rojo Brilliante“, die vor allem in Spanien angebaut
wird. Sie ist eher länglich und hat eine hellrote Schale. Die Frucht
kann bereits in festem Zustand mit Schale wie ein Apfel gegessen
werden. Das gilt auch für die gelb-orange Sharonfrucht (Scharoni),
die von einem israelischen Züchter stammt. Sie ist etwas kleiner als
die Persimone und ähnlich wie eine Fleischtomate geformt. Die Frucht
wird hauptsächlich in Israel in der fruchtbaren Sharonebene zwischen
Haifa und Tel Aviv angebaut. Es handelt sich hierbei um die Kakisorte
„Triumph“, die Aromen von Quitte, Birne und Aprikose vereint.

Kakifrüchte aller Sorten sind in Deutschland fast ganzjährig
erhältlich. In den Herbst- und Wintermonaten finden Verbraucher sie
überwiegend aus den Mittelmeerländern wie Spanien und Italien in den
Regalen. Bei Zimmertemperatur können harte Exemplare innerhalb
weniger Tage nachreifen. Reife Früchte dagegen sollten nicht länger
als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Heike Kreutz, www.aid.de

Martien Marcelissen

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Im fünften und letzten Teil der Serie gibt Sommelier Martien Marcelissen Tipps zum optimalen Parmesan-Wein-Pairing. Der jüngste Sommelier der Runde absolvierte die Ausbildung in seiner Heimat den Niederlanden und machte unter anderem Station im Sternerestaurant Tout A Fait in Maastricht. Aktuell ist der 26-Jährige Sommelier im Zwei-Sterne-Restaurant Becker’s in Trier.

Herr Marcelissen, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Der passende Wein zu mittelgereiftem Parmesan sollte vor allem intensiv im Geschmack sein. Ich empfehle dazu eine sehr alte Auslese, über 15 Jahre gelagert, oder eine alte Spätlese, über zehn Jahre gelagert. Mit seiner cremigen Struktur eignet sich Riesling hervorragend. Reife Weißweine aus der Vouvray oder Montlouis-sur-Loire passen ebenfalls sehr gut. Auch Juraweine können dazu spannend sein. Als Ergänzung zu einem älteren Parmesan nehme ich dagegen gerne einen trockenen Sherry, einen schönen Fino oder Manzanilla mit niedrigem Alkoholgehalt. Ein salziger Vin d’Arbois oder Vin Jaune passt ebenfalls gut, genauso wie ein reifer Chablis mit kräftigem Holzeinfluss.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Das macht einen großen Unterschied. In der Vorspeise braucht man eine kräftige Säure, im Dessert darf es dagegen natürlich und süß sein. Das Geschmacksprofil sollte auf jeden Fall ausgereift sein. Sehr wichtig ist im Dessert, welche anderen Komponenten mit dem Parmesan kombiniert werden. Zur Vorspeise, in der der Parmesan häufig weniger opulent ist, darf es ein kräftiger Burgunder oder ein holzgereifter Grau- oder Weißburgunder aus Baden sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Richtig kombiniert kann Champagner der perfekte Begleiter zu Parmesan sein. Am besten wählt man einen Chardonnay oder Pinot Noir dominierten Champagner. Vintage Champagner und leicht oxidative Noten passen hervorragend, aber noch wichtiger ist die Hefereifung.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Am liebsten esse ich länger gereiften Parmesan einfach pur vom Käsewagen. Frisch über Salat oder Pasta gehobelt, passt er auch immer, wichtig ist für mich aber, dass der Käse seine grobe Struktur behält. Überhaupt mag ich es nicht, wenn Parmesan bis zur Unkenntlichkeit zerrieben wird.

Jens Pietzonka

Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem Silvio Nitzsche aus der Dresdner Weinzentrale und Jérôme Pourchère aus dem Drei-Sterne-Restaurant Gästehaus Erfort bereits ihre Vorlieben in Bezug auf Wein und Parmesan verraten haben, erklärt Jens Pietzonka im dritten Teil, wie für ihn die perfekte Harmonie aus Parmigiano Reggiano und Wein entsteht. Der Restaurantleiter und Sommelier eröffnete 2015 erfolgreich die Weinzentrale in Dresden und arbeite zuvor lange Jahre in der Villa Merton in Frankfurt und im Dean & Beluga in Dresden.

Herr Pietzonka, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Ich persönlich scheue mich, dem gereiften Parmesan einen Rotwein entgegen zu setzen. Sehr schön finde ich dazu Maischevergorene Weißweine oder gereifte Riesling-Spätlesen mit sanfter Frucht.
Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, zu Beginn des Menüs sind die Geschmacksnerven sozusagen noch „jungfräulich“ und gegen Ende schon etwas „betagt“. Daher sind meiner Meinung nach experimentelle Weine eher gegen Ende zu empfehlen, um den Sinnen noch mal einen Kick oder Muntermacher zu geben.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Sicherlich, ich würde in diesem Fall einen Champagner mit einer höheren Dosage empfehlen, um die Salzigkeit des Parmesans abzufedern.

Wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Mit saftiger Foccacia und etwas Schinken.

Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Den Anfang macht Sommelier Silvio Nitzsche, der seit 2007 Inhaber der mehrfach ausgezeichneten Weinkulturbar in Dresden ist. Ein Tisch in dem kleinen Eckbistro ist besonders am Wochenende heißbegehrt, bis 2018 sind bereits alle Plätze ab 18 Uhr vergeben. Zuvor war Nitzsche lange Jahre als Sommelier in den USA und bei Drei-Sterne-Koch Dieter Müller im Schlosshotel Lerbach tätig. Der Gault&Millau bezeichnet Nitzsche als „Supernase mit unerschöpflichen Weinwissen“.

Herr Nitzsche, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Aufgrund ihrer perfekten Säure-Süße-Balance harmoniert dazu am besten eine leicht gereifte fruchtsüße Riesling-Auslese aus der Pfalz. Auch schön ist ein Sherry Amontillado oder ein mindestens 15 Jahre gereifter Burgunder aus einer der Major Appellationen der französischen Côte d’Or.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Es macht sogar einen gravierenden Unterschied, da die Mengenproportionen unterschiedlich sind und damit der Wein auch eine ganz andere Potenz haben sollte. Zudem ist es immer von Vorteil, wenn man zu Beginn eines Menüs ein klein wenig Rücksicht auf die darauf folgenden Weine nimmt.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Parmesan empfinde ich persönlich als nicht sehr ideal, um in einer Menüfolge oder am Abend zu beginnen, da er sehr einvernehmend im Geschmack und bindend ist. Parmesan und Champagner sind als Abendbegleitung aber durchaus reizvoll. Bei der Champagnerwahl würde ich auf einen Demi-Sec oder einen Rosé-Champagner zurückgreifen.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich esse Parmesan am liebsten ganz singulär und vollkommen pur, mit viel Zeit, Ruhe und dem zuvor erwähnten Glas Riesling.

Kirschenzeit

Ob süß oder sauer – Kirschen eignen sich ideal als fruchtiger Snack, zum Einwecken, Kochen oder Backen. Während der Großteil der Kirschen in Baden-Württemberg geerntet wird, sind sie in Bayern besonders beliebt: Dort landen sie überdurchschnittlich oft im Einkaufswagen.* Doch welche Arten gibt es? Wie bereitet man Kirschen am besten zu? Und was gibt es beim Einkauf zu beachten?

Was ist der Unterschied zwischen Süß- und Sauerkirschen?
Obwohl Süß- und Sauerkirschen botanisch unterschiedlichen Arten angehören, sind sie eng miteinander verwandt: Beide zählen zum Steinobst aus der Familie der Rosengewächse. Der wichtigste Unterschied liegt im höheren Fruchtsäuregehalt der Sauerkirschen und ihrem dadurch säuerlichen Geschmack. Zudem wird bei dieser Art zwischen den dunklen Weichseln und den gelblichen Amarellen unterschieden. Herz- und Knorpelkirschen zählen hingegen zu den Süßkirschen. Sie zeichnen sich durch ihre dunkelrote bis schwarze Farbe und ihre süße Note aus.

Wie bereite ich die Früchte am besten zu?
Süßkirschen eignen vor allem als purer Fruchtsnack. Für Kuchen, Marmelade, Saft und Co. sollte die Wahl dagegen auf Sauerkirschen fallen. Denn sie schmecken aromatischer und werden mit etwas Zucker, Süßstoff oder Honig ebenfalls zur süßen Verführung. Sauerkirschen sind sehr vielfältig: Wild, Geflügel, Chutneys und andere herzhafte Gerichte bekommen durch die sauren Früchtchen eine besondere Note. Tipp: Egal, ob süß oder herzhaft – frische Kräuter geben Kirschspeisen einen besonderen Frischekick. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einem Sauerkirsch-Basilikum-Eis?

Worauf sollte ich beim Einkauf von Kirschen achten?
Reife, leckere Kirschen zeichnen sich durch ihre pralle Form aus. Die Farbe ist hingegen kein eindeutiger Qualitätshinweis. Je nach Sorte können sowohl dunkle als auch helle Kirschen besonders süß und aromatisch schmecken.

Wie entsteine ich Kirschen richtig?
Die Zubereitung von Kirschen ist im Grunde kinderleicht. Am einfachsten ist es, die Frucht mit einem spitzen, scharfen Messer zu halbieren und anschließend den Stein herauszutrennen. Tipp: Kirschen zuvor einige Minuten ins Gefrierfach legen. Aus leicht gefrorenem Fruchtfleisch lässt sich der Stein besser lösen. Wer größere Mengen verarbeiten möchte, kann auch auf einen Kirschentsteiner zurückgreifen.

Wie bewahre ich Kirschen am besten auf?
Im Gegensatz zu anderen Obstsorten reifen Kirschen nicht nach. In einem Plastikbeutel verpackt halten sie sich bis zu zwei Tagen im Kühlschrank. Wichtig: Kirschen erst kurz vor dem Verzehr waschen – so bleiben sie länger frisch.

Darf ich nach dem Verzehr von Kirschen wirklich kein Wasser trinken?
„Nach Steinobst wie Kirschen sollst du kein Wasser trinken“, hat Oma schon immer gepredigt. Hintergrund: Das Trinkwasser war früher so stark mit Bakterien belastet, dass es zusammen mit Steinobst einen Gärungsprozess in Gang setzte und Bauchkrämpfe auslöste. Doch keine Sorge – mit dem heutigen Wasser ist gut Kirschen essen.

* Quelle: Agarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) 2015

www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Couscous, Bulgur, Polenta

Kennen Sie den Unterschied?

Klein, gelb und körnig – auf den ersten Blick sehen sich die geschroteten Getreidekörner mit den fremdländischen Namen Couscous, Bulgur und Polenta sehr ähnlich. Aber worin besteht der Unterschied?

Couscous ist ein Grundnahrungsmittel der nordafrikanischen Küche und wird aus dem Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse hergestellt. Traditionell wird das gemahlene Getreide vorgequollen, zwischen den Handflächen zu kleinen Kügelchen zerrieben und in der Sonne getrocknet. Heute wird Couscous meist industriell hergestellt und im Handel als küchenfertiges Produkt angeboten, das nur noch in heißem Wasser oder Gemüsebrühe mit etwas Butter quellen muss.

Bulgur dagegen stammt aus dem Vorderen Orient und wird in der Regel aus Hartweizen gewonnen. Die Körner werden eingeweicht, gedämpft, getrocknet und erst dann zu Grieß vermahlen. Das Getreideerzeugnis muss nicht gekocht werden, sondern nur in heißem Wasser oder einer Brühe quellen.

Couscous und Bulgur haben eine leicht nussige Note und sind eine interessante Alternative zu üblichen Stärkebeilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Reis. Sie schmecken als Beilage zu Fleisch, Meeresfrüchten und Fisch, als Füllung für Paprika und Auberginen, im Salat, als vegetarischer Bratling und in Suppen. Das bekannte libanesische Gericht Tabouleh ist ein Bulgursalat mit Tomate, Petersilie und Minze, der gerne mit Fladenbrot gegessen wird. In der Türkei serviert man kleine Köfte-Bällchen mit Bulgur als Vorspeise. Für eine orientalische Nachspeise wird Couscous mit Rosinen, Granatapfel, Datteln, gerösteten Mandeln und etwas Zimt warm serviert.

Die italienische Polenta wird aus Maisgrieß zubereitet, der vorgegart und grob gekörnt bis fein gemahlen im Supermarkt erhältlich ist. Polenta schmeckt in Kombination mit Parmesan und zerlassener Butter, aber auch als Beilage zu Fleischgerichten, Pilzen, Salat und im Auflauf.

Alle drei Getreideerzeugnisse sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie sollten trocken, dunkel und relativ kühl gelagert werden – am besten in gut verschließbaren, lichtundurchlässigen Dosen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Becker’s XO Deli in Trier

Dry Aged Beef, Coppeneur Schokolade, Gurkenessig oder ein Porsche Kochmesser – wer solche und ähnlich ausgewählte Zutaten sucht, wird im Supermarkt um die Ecke kaum fündig. Das weiß auch Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker, der Anfang Juni im Zentrum Triers das Becker’s XO eröffnet hat. Neben einer stylishen Bar und einem modernen Restaurant gehört auch ein eigenes Feinkostgeschäft dazu. Im Deli können Hobbyköche verschiedene hochwertige Produkte, Weine und passendes Küchenwerkzeug kaufen. Oder auch einfach nur ein süßes Frühstück oder einen Snack in der Mittagspause genießen.

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Restaurant, bekommt ein tolles, knuspriges Brot, einen exzellenten Wein und ein perfekt gebratenes Stück Fleisch serviert und wünscht sich insgeheim, dass man von allem noch etwas mit nach Hause nehmen kann. Im Becker’s XO in Trier stehen viele Produkte, die den Gästen im Restaurant und der Bar serviert werden, im Anschluss direkt im Deli zum Verkauf. „Wir bieten hier Waren an, die man im Supermarkt nicht bekommt wie zum Beispiel ein spezielles Salz oder ein hochwertiges Öl,“ erklärt Becker. „Das Deli ist aber nicht nur ein Feinkostgeschäft, man kann dort auch etwas essen. Wir bieten kleine Snacks, süßes und herzhaftes Frühstück, Tagessuppen und wechselndes Stammessen an. Und das macht unser Geschäft so unverwechselbar.“

Ein großer Unterschied zum XO Resto und der XO Bar, die ebenfalls Teil der neuen Location sind, liegt darin, dass im Deli Selbstbedienung herrscht. „Manche unserer Gäste haben einfach nicht die Lust und Zeit für ein gesetztes Essen. Trotzdem möchten sie nicht auf gute Küche verzichten, und genau hier setzen wir an, denn dafür ist das Deli der perfekte Ort“, so Becker. Statt an eingedeckten Tischen mit Silberbesteck und Stoffservietten essen die Gäste im Feinkostgeschäft an einer langen Theke oder kleinen Holztischen, Messer und Gabel kommen aus dem Besteckkasten. „Was die Qualität der verwendeten Produkte betrifft, gibt es keinerlei Unterschied zum XO“, erklärt der Küchenchef. „Auch im Deli arbeiten wir ausschließlich mit frischen und hochwertigen Lebensmitteln.“

Neben Schokolade, Olivenöl, Fleisch, Käse und den XO-Eigenmarken wie Gewürzmischungen oder Sekt von Becker’s Weingut führt das Deli stilvolle Küchenhelfer, Geschirr und verschiedenes Kochwerkzeug von renommierten Marken wie All-Clad und Chroma sowie Besteck von Robbe & Berking. „Kochbegeisterte können somit gleich noch das passende Equipment besorgen, damit zu Hause auch wirklich nichts mehr schiefgehen kann“, so der Spitzenkoch. Ein besonderer Blickfang im Deli ist die Frischetheke mit Käse des bekannten Affineurs Waltmann und der Reifeschrank, in dem Fleisch von Otto Gourmet reift. „Als Koch weiß ich solche Produkte zu schätzen, aber auch immer mehr Hobbyköche achten darauf, mit frischen und guten Produkten zu arbeiten“, bestätigt der Trierer.

Da Wolfgang Becker nicht nur gelernter Koch, sondern auch Winzer ist und in Olewig ein eigenes Weingut betreibt, kommt dem Wein im Becker’s XO eine wichtige Rolle zu. Gemeinsam mit Sommelier Stefan Weise hat Wolfgang Becker an der Weinauswahl gearbeitet. „Neben unseren eigenen Weinen führen wir natürlich die Must-Haves der Spitzenwinzer aus der Region, es sind aber auch viele Geheimtipps und innovative, neue Winzer bei uns mit ihren Weinen vertreten“, erklärt der Sternekoch. „Was aber wirklich einzigartig ist: Alle Flaschen werden im Deli zu Preisen zum Verkauf angeboten, die sich an Weingutspreisen orientieren. Im Restaurant und der Bar können sie natürlich auch bestellt werden, dann mit einem kleinen Aufpreis.“

Doch nicht nur für Hobbyköche ist das Deli ein Eldorado, auch Frühstücksliebhaber sind im XO gut aufgehoben. Süß, quick & dirty, herzhaft und gesund sind die vier Frühstückskategorien im Becker‘s XO. Die Bandbreite reicht damit von frischen belgischen Waffeln über Baked Beans mit Mettwürstchen, klassischem Porridge mit Früchten, Strammem Max und diversen Eierspeisen bis hin zu einem guten Croissant mit Marmelade oder Coppeneur Schokoaufstrich. Eine Besonderheit ist auch das hauseigene Brot. Es wird speziell nach der Rezeptur von Wolfgang Becker von einem regionalen Bäcker täglich frisch gebacken, im Deli serviert und dort verkauft. „Das kommt bei unseren Gästen super an“, bestätigt Geschäftsführerin Katja Nel de Boer. „Viele Gäste machen nach ihrem Besuch im Restaurant oder der Bar noch einen Stopp im Deli und packen dort ein Brot mit ein. Aber auch unsere Gutscheine sind besonders begehrt, sie sind das ideale Geschenk für leidenschaftliche Köche.“

Das Becker’s XO – Bar, Resto, Deli befindet sich in bester Lage in der ehemaligen Hauptpost, einer denkmalgeschützten historischen Vierflügelanlage direkt im Zentrum der Altstadt. Um das Projekt zu finanzieren, hat Becker 2012 die Genuss AG gegründet, deren Aktien seit Mai gezeichnet werden können.

Das Deli hat Montag bis Samstag jeweils von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet, Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Weitere Informationen auf www.xo-trier.de

TEST: Junger Gouda

Testsieger kommen von der Käsetheke

Es macht einen echten Unterschied, wie Gouda hergestellt wird und heranreift – traditionell im Laib und mit Rinde oder industriell im Block und in einer Folie. Das zeigt ein Test der Stiftung Warentest für die März-Ausgabe der Zeitschrift test. Geschmackssieger ist Gouda, der im Laib gereift ist. Die besten Produkte kommen von der Käsetheke.

Alle fünf Vertreter aus dem Laib waren in der Test-Verkostung „sehr gut“. Sie sind cremig, schmecken aromatisch und manche leicht pikant-würzig. Insgesamt „sehr gut“ waren dabei die zwei Produkte von der Käsetheke.

Die Qualität von Gouda aus Folienreifung kann sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz an das Aroma der laibgereiften Konkurrenz heranreicht: Gleich zwölf Produkte sind insgesamt „gut“, drei „befriedigend“.

Probleme mit Keimen und Schadstoffen gab es im Test nur wenige. Im Gouda von Real aus der Selbstbedienungstheke fand sich allerdings ein kritischer Weichmacher, der aus der Verpackungsfolie in den Käse übergegangen war. Der Real-Gouda bekam als Testurteil nur „Ausreichend“. Stark belastet war vor allem die obenliegende Scheibe.

Käseliebhaber sollten die Rinde des laibgereiften Gouda nicht mitessen. Sie kann Natamycin enthalten, ein Antibiotikum, das vor Schimmel und Hefen schützt. Wird die Rinde weggeschnitten, ist der Zusatzstoff aber unproblematisch.

Der ausführliche Test Junger Gouda erscheint in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist bereits unter www.test.de/kaese abrufbar.

Ebl Naturkost

Artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf Gentechnik und keine präventiven Antibiotika – es gibt gute Gründe, die für Bio sprechen. Supermärkte, die sich auf den Verkauf von ökologischen Erzeugnissen spezialisiert haben, liegen voll im Trend, auch weil Kunden sich hier gut aufgehoben fühlen. Dass die Mitarbeiter jedoch gar nicht immer so kompetent sind wie angenommen, zeigt nun die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Die Marktforscher nahmen Service und Beratung von zehn Bio-Supermarkt-Ketten unter die Lupe.

Zwar informierten die Mitarbeiter ihre Kunden meistens engagiert, oft jedoch lückenhaft und zum Teil sogar falsch. Mehr als jede vierte Auskunft, etwa zum Unterschied zwischen Glutamat und Hefeextrakt, ließ wesentliche Informationen vermissen. In acht von 100 Testbesuchen machten die Verkäufer falsche Angaben. „Selbst die Frage nach dem Unterschied zwischen Eiern aus Bio- und konventioneller Freilandhaltung überforderte einige Verkäufer“ erklärt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts.

Die Stärke der Biomärkte war das umfassende Angebot. Neben verschiedenen Marken und Sorten – etwa bei Müslis oder Säften – überzeugte die Branche mit der Qualität der Produkte. So waren Obst und Gemüse stets frisch und abgelaufene Produkte mussten nicht bemängelt werden. Auch exotische Lebensmittel sowie Theken für frische Produkte wie Backwaren, Fleisch oder Käse gehörten in vielen Geschäften zum Angebot. Darüber hinaus sorgten die Märkte mit ihren ansprechend gestalteten und sauberen Filialen für ein positives Einkaufserlebnis.

Testsieger und damit „Bester Bio-Supermarkt“ wurde Ebl Naturkost. Die bayerische Biomarkt-Kette überzeugte mit dem besten Erscheinungsbild und einem vielfältigen Sortiment. Die Mitarbeiter zeigten sich sehr freundlich und kompetent. Auf Rang zwei platzierte sich Naturgut unter anderem mit einem sehr guten Angebot. Die Filialen boten außerdem die meisten Zusatzservices wie Bistros oder Kinderspielecken an. Drittplatzierter wurde Voll Corner. Die Verkäufer hatten meistens sofort Zeit für eine Beratung. Hilfsbereit und entgegenkommend beantworteten sie alle Fragen richtig.

Das Marktforschungsinstitut untersuchte in einer umfassenden Studie zehn Bio-Supermarkt-Ketten. Die Qualität von Service und Beratung wurde im Rahmen von je zehn verdeckten Filialbesuchen in unterschiedlichen Städten evaluiert. Insgesamt flossen 100 Testfälle in die Analyse ein. Berücksichtigt wurden die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, das Angebot, die Wartezeiten und das Erscheinungsbild der Biomärkte.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

Quelle:
Deutsches Institut für Service-Qualität

Dagmar von Cramm

Anständig kochen – saisonal & nachhaltig

Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Immer mehr Menschen setzen genau auf diesen Unterschied und entscheiden sich für eine bewusste, nachhaltige Lebensweise. Dazu gehört auch eine gesunde Ernährung mit regionalen und saisonalen Produkten. Mit über 250 Rezepten für jeden Tag und dem fundierten Wissen der Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm unterstützt Das grüne – nicht nur vegetarische – Kochbuch Menschen, die im Alltag bewusster mit Lebensmitteln umgehen wollen, aber auf Genuss nicht verzichten möchten.

Das kulinarische Jahr, durch das das grüne Kochbuch führt, ist mit vielen saisonalen Entdeckungen verbunden. So stehen im Frühling Gerichte mit grünem Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Hühnchen und Lamm auf dem Speisezettel. Selbst gezogene Küchenkräuter sowie gesammelte Blüten verfeinern die Rezepte. Der Sommer verwöhnt mit seinem üppigen Angebot an sonnengereiften Tomaten, knackigen Salaten, zartem Fisch, gegrilltem Fleisch und frischen Beeren. Von diesen leichten Köstlichkeiten geht es in den Herbst mit seiner ganzen Fülle und Rezepten zu Kürbis, Pilzen, Quitten und Pflaumen, gefüllter Ente, Braten und Wild. Der kulinarische Winter bietet regionale Zutaten wie Rübchen, Süßkartoffeln, Kohl und Tombinambur. Gänsebraten und sanft geschmortes Fleisch duften herrlich und wechseln sich ab mit süßen Hauptgerichten. So hat jede Jahreszeit ihren Reiz.

Doch geht es in diesem Buch nicht allein um Rezepte. Vielmehr macht sich die Autorin auch Gedanken über die typischen Fragen, die man sich heute kritisch stellt: Wo und wie sollte man Lebensmittel kaufen, wenn man Umweltbewusstsein und unbelastete, gute Zutaten auf einen Nenner bringen möchte? Ist Bio immer die richtige Wahl? Oder ist Regionalität das bessere Stichwort? Wie energieeffizient sind die Optionen? Wie sieht es mit Pestiziden aus? Und wie „grün“ kann Fleisch überhaupt sein? Und erst recht Fisch? Wichtige, aktuelle Informationen und viele „grüne“ Tipps zu allen Produktgruppen im Einkaufsführer, helfen dabei eine gute Entscheidung beim Einkauf treffen zu können.

Dagmar von Cramm ist Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsexpertin. In zahlreichen Büchern und Zeitschriften veröffentlicht sie zum Thema Gesundheit, Kochen und Ernährung. Sie ist gefragte Teilnehmerin wissenschaftlicher Symposien und tritt regelmäßig im TV auf. Von Cramm ist Mitglied im Präsidium der DGE. Bei GU veröffentlichte sie bereits die Bestseller „Kochen für Babys“, „Das große GU Familien-Kochenbuch“, „Vegetarisch genießen“ und viele andere erfolgreiche Kochbücher. Bei Kochmessern vertraut Dagmar von Cramm den CHROMA HAIKU Original Messern, mit denen sie am liebsten arbeitet.

Dagmar von Cramm
Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch
GU Themenkochbuch
288 Seiten mit ca. 400 Farbfotos
21 x 27 cm. Hardcover
Preis: 29,99 € (D)/ 30,90 € (A)/ 40,90 sFr
ISBN: 978-3-8338-2526-2 (portofrei bestellen)
Erscheinungstermin: 3. September 2012