Zeitpunkt beeinflusst das Wohlbefinden

Der Zeitpunkt des Essens ist entscheidend für das Wohlbefinden, betonten Wissenschaftler auf der Tagung „Geschmack der Zeiten – Zeiten der Ernährung“ Ende September in Tutzing. So fördern Haupt- und Nebenmahlzeiten in einem festen Rhythmus die geistige Leistungsfähigkeit, da der Körper regelmäßig mit Energie versorgt wird. Nehmen Sie sich Zeit für ein gemütliches Frühstück. Laut aktueller Studien wirkt sich die frühe Mahlzeit positiv auf den Cholesterinspiegel und die insgesamt aufgenommene Energie aus.

Auch die Schlafqualität wird von der Essenszeit beeinflusst. „Der Mensch hat viermal täglich, und zwar um 9 Uhr, zwischen 12 und 13 Uhr, gegen 17 Uhr und abends ab 22 Uhr, eine gute Fähigkeit einzuschlafen. Da auch Essen schläfrig macht, ist es gut, zu diesen Zeitpunkten zu essen, da wir sowieso müde werden“, erläutert die Schlafforscherin Barbara Knab. Doch späte, fettige Mahlzeiten erschweren das Erreichen der zur körperlichen Erholung notwendigen Tiefschlafphasen. Eine kohlenhydratreiche Speise, die spätestens drei Stunden vor der Nachtruhe verzehrt wird, sorgt am besten für eine schläfrig machende Sättigung. aid

Die 22 größten Diät-Irrtümer

Nudeln machen dick, Essen nach 17 Uhr sowieso. Stattdessen sollte man viele Light-Produkte essen, die sind schließlich kalorienarm. Solche und ähnliche Gerüchte kursieren in Deutschland. Doch oft stellen sich die vermeintlichen Tatsachen als Irrtümer heraus. Die Frauenzeitschrift bella stellt in ihrer aktuellen Ausgabe die 22 größten Diät-Irrtümer der Deutschen vor. Chefredakteur Sven-Christian Güthlein kennt eines der häufigsten Gerüchte:
„Ein Diät-Irrtum, der sich hartnäckig hält, ist der, dass Essen nach 17 Uhr besonders ansetzt. In Wahrheit ist es dem Körper aber völlig egal, ob Sie die Kalorien morgens, mittags oder abends zu sich nehmen, entscheidend ist die Kalorienmenge. Trotzdem ist es allerdings sinnvoll, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen gehen nicht mehr zu essen, denn mit einem vollen Bauch schlafen Sie schlechter ein und Sie schlafen auch schlechter durch.“
Weit verbreitet ist auch die Ansicht, dass Teigwaren dick machen. Doch dies ist eine Verallgemeinerung, die zum Beispiel auf Brot und Nudeln nicht zutrifft:

„Weder Brot noch Nudeln machen dick. Im Gegenteil, Vollkornbrot ist sogar sehr gesund, weil es viele Ballaststoffe enthält, die lange satt machen. Auch Nudeln machen überhaupt nicht dick, die Sauce ist entscheidend. Eine fette Gorgonzola-Sauce hat enorm viele Kalorien, eine fruchtige Tomatensauce ist aber kalorienarm, die kann man ohne schlechtes Gewissen essen.“

Je frischer und natürlicher, desto besser für die Gesundheit und die Linie. Davon darf es auch gerne ein bisschen mehr sein:
„Generell gilt, frisches Obst, Salat und Gemüse sind sehr gesund und machen nicht dick. Davon kann man so viel essen, wie man möchte. Finger weg von Lebensmitteln, die sehr fettig sind, zum Beispiel Wurst, panierte Schnitzel und ähnliches. In ‚bella‘ findet man einen guten Überblick über die verschiedenen Lebensmittel. Wer ernsthafte Probleme mit dem Gewicht hat, sollte sich am besten bei seinem Arzt beraten lassen oder auch bei der Krankenkasse.“

Zu den 22 größten Diät-Irrtümern zählt übrigens auch, dass fünf Mahlzeiten am Tag optimal sein sollen. Wichtiger ist es jedoch, so der Tipp von bella, seinen individuellen Rhythmus zu finden und beim kleinen Hunger zwischendurch gesunde Snacks wie Obst, Gemüsesticks oder Magerjoghurt zu naschen.