Wie wächst eigentlich Pfeffer?

Neues Memo zeigt Gewürze und entsprechende Pflanzen

Wie sehen Kapern aus bevor sie auf der Pizza landen? Wie wächst Ingwer? Und wie sieht Pfeffer aus, wenn er noch nicht getrocknet und gemahlen ist? Gewürze sind meist nur verarbeitet bekannt, die wenigsten kennen sie in ihrer ursprünglichen Form. »Das scharfe Gewürze-Memo« (Christian Verlag) ändert das jetzt ganz spielerisch. 20 Bildpaare zeigen je auf einer Karte das Gewürz und auf der anderen die ursprüngliche Pflanze. Jetzt gilt es, die passenden Paare zu finden. Was bei Mohn noch ganz einfach ist, gestaltet sich bei Knoblauch oder Koriander weitaus schwieriger. Ein spannender Zeitvertreib, wenn der Brotteig gehen muss oder der Braten im Ofen brutzelt.

Der Preis beträgt 9,99 Euro. ISBN-13: 978-3-86244-272-0 (Bestellink)

Am besten schneidet man die meisten Gewürze mit einem ProCuTe Gewürzschneider: www.gewürzschneider.de

Rach, der Restauranttester

Rach, der Restauranttester wird heute nach Bingen am Rhein gerufen, um Inge Koblitz und ihrem Lebensgefährten Philipp Späth zu erklären, warum es in ihrem Laden nicht läuft. Ob Christian Rach es schafft, den Laden wieder auf Vordermann zu bringen, erfahren RTL-Zuschauer am Montag, 13. Februar, um 21.15 Uhr, in „Rach, der Restauranttester“.

Acht Jahre lang bauten und werkelten Inge Koblitz und Philipp Späth in dem ehemaligen Gutshaus und eröffneten nach langer Bauzeit im Jahr 2010 das „Wohlfühlrestaurant Phil-Ing“. Doch die gewünschten Gäste bleiben aus. Christian Rach hat auf den ersten Blick nichts zu bemängeln. Das Essen schmeckt und es scheint auch alles sehr sauber zu sein.

Doch warum kommt niemand? Der gelernte Schlosser und die Winzertochter sind ratlos. Liegt es an der abgeschiedenen Lage des „Phil-Ing“, oder sind Philipp Späth und Inge Koblitz einfach zu versnobt? Christian Rach erkennt sofort: Wohlfühl-Stimmung kommt hier nicht auf. Im Gegenteil: das Wohlfühlrestaurant hat keinerlei Atmosphäre, präsentiert sich klinisch kühl. Eine wirklich schwierige Situation für den Restauranttester. Wenn Christian Rach keine Lösung findet, dann werden die Inhaber nach nur einem Jahr einfach alles verlieren und Insolvenz anmelden müssen.

Montag, 13. Februar, um 21.15 Uhr, bei RTL

Wünsch dir Sass!

Rainer Sass ist zu Gast in einer niedersächsischen Landschlachterei im Landkreis Rotenburg/Wümme. Statt Schweinebraten oder Rouladen möchte Fleischermeister Bernd Miesner gerne einmal etwas Vegetarisches kochen, am besten deftige Gerichte mit Kartoffeln. Für seinen Gastgeber hat der NDR Fernsehkoch gleich zwei attraktive Rezepte dabei: als Vorspeise knusprige Kartoffelrösti mit einem Apfel-Olivenölquark und als Hauptgang ein deftiges Kartoffelgulasch mit viel Gemüse und Ziegenkäse.

In der Küche wartet zunächst reichlich Arbeit auf die die beiden Köche: Es müssen mehrere Kilo Kartoffeln geschält und Gemüse geputzt werden. Gekocht wird zunächst das Kartoffelgulasch mit Paprika, Zucchini und mediterranen Kräutern. Nach einer halben Stunde ist das Schmorgericht fertig, und Fleischermeister Bernd Miesner ist überrascht von der einfachen Herstellung und dem pikanten Geschmack. Schwieriger gestaltet sich dagegen die Zubereitung der Kartoffelrösti. Rainer Sass verwendet zur Herstellung keine Bindemittel, darum lassen sich die knusprigen Fladen nur mit Geschick und Geduld in der Pfanne braten und wenden.

Bernd Miesner hat für das vegetarische Dinner eine achtköpfige Männerrunde eingeladen, die vermutlich einen deftigen Braten, Steaks oder Schnitzel erwartet. Rainer Sass ist gespannt, ob die vegetarischen Gerichte ankommen.

NDR, Sonntag, heute, 16:30 – 17:00 Uhr

Schwieriger Tierschutz bei Wildlachs

Schwieriger Tierschutz bei Wildlachs

Gut gemeinter Transport beeinträchtigt Orientierung

Der Fortpflanzungszyklus von Wildlachsen ist sehr aufwändig. Junge Lachse schlüpfen in Flüssen und wandern anschließend flussabwärts ins Meer, wo sie den größten Teil ihres Lebens verbringen. Erst zum Ablaichen kehren sie wieder zurück an ihren Geburtsort. Um die Populationen zu stärken und den Fischen die gefährliche Wanderung zu ersparen, ist man in den USA dazu übergegangen, junge Lachse am Oberlauf einzufangen und direkt zum Flussdelta zu transportieren. Damit umgeht man die für die Tiere oft tödlichen Turbinen der Wasserkraftwerke.

Diese gut gemeinten Aktionen bringen aber neue Probleme mit sich, wie Wissenschaftler der Universität Idaho, USA, festgestellt haben. Sie beobachteten, dass viele dieser transportierten Tiere nach ihrem Aufenthalt im Meer nicht mehr in der Lage sind, ihre Laichplätze zu finden. Sie brechen deutlich häufiger ihre Wanderung flussaufwärts ab als natürlich wandernde Fische. Warum sich die Tiere so verhalten, wissen die Experten noch nicht. Sie vermuten, dass die Fische nicht genügend Kraft für die beschwerliche Rückkehr haben. Denn sie sind auch allgemein weniger vital und anpassungsfähig, als ihre wandernden Artgenossen. Möglicherweise fehlen ihnen aber auch bestimmte Fixpunkte im Flusslauf zur Orientierung, die sie aufgrund des Transports nie kennengelernt haben.

Die neuen Erkenntnisse sorgen für ein großes Dilemma im Umgang mit den Lachsen. Lässt man die jungen Tiere frei wandern, sterben viele von ihnen unnötig in den Turbinen der Wasserkraftwerke. Wird der Wasserstand an den Dämmen erhöht, um das Überqueren zu erleichtern, verschenken die Kraftwerke kostbare Energie. Lässt man alles beim alten, geht langfristig die genetische Fitness der Lachse zurück. Eine Lösung für das Problem ist zur Zeit nicht in Sicht.

aid, Jürgen Beckhoff

PALAZZO trotzt der Wirtschaftskrise

PALAZZO trotzt der Wirtschaftskrise

Trotz schwieriger Konjunktur rund
100.000 verkaufte PALAZZO-Karten.
Spielzeiten werden verlängert.

Anlässe zur Freude sind bei deutschen Unternehmen zur Zeit eher rar, aber einige positive Nachrichten gibt es durchaus zu vermelden: Für die aktuell laufenden PALAZZO-Shows in sechs deutschen Metropolen sowie in der niederländischen und österreichischen Landeshauptstadt konnten trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Situation bislang rund 100.000 Karten verkauft werden – jetzt folgt die Verlängerung. In Düsseldorf und Frankfurt wird zwei Wochen länger, bis zum 20. Februar, gespielt, im PALAZZO München kann jetzt bis zum 28. März geschlemmt, gestaunt und gelacht werden und in Berlin sogar bis Ende März. In Stuttgart und Mannheim ist eine Ausdehnung der Spieltage aufgrund platztechnischer Gründe zum Bedauern der PALAZZO-Verantwortlichen leider nicht möglich.
Ungeachtet dieser positiven Bilanz ist das Weihnachtsgeschäft von zentraler Bedeutung und PALAZZO hofft auf umsatzstarke Wochen.

„Wir sind froh, die 100.000er Ticketgrenze bereits jetzt erreicht zu haben. Der drohende Abschwung und die damit verbundene Unsicherheit haben dennoch auch vor PALAZZO nicht haltgemacht. Die Konsumenten halten ihr Geld zusammen, Ausgaben für Dinge, die nicht zwangsläufig nötig sind, werden gestrichen oder zumindest erst einmal auf Eis gelegt. Dies gilt nicht nur für das Geschäft mit dem Endverbraucher, sondern ist insbesondere auch im Geschäftskundenbereich spürbar. Die Zahl der Firmenfeiern und Exklusivbuchungen des kompletten Spiegelpalastes durch Unternehmen ist in allen Standorten rückläufig“, fasst PALAZZO-Geschäftsführer Folkert Koopmans zusammen. „Allerdings lässt sich feststellen, dass sich Kontinuität, Qualität und Service auch in diesen Zeiten durchsetzen. PALAZZO ist als Premiummarke etabliert und positiv besetzt. Und letztendlich ist gerade auch in schwierigen Zeiten das Bedürfnis nach Zerstreuung und Unterhaltung besonders groß. Dennoch werden die nächsten drei Wochen bis zum Heiligabend für das Gesamtergebnis entscheidend sein.“

Aber offensichtlich sind die Zukunftssorgen nicht allerorts im selben Maße ausgeprägt. In den beiden PALAZZO-Standorten Wien und Amsterdam sind die Auswirkungen der Finanzkrise deutlich weniger merkbar als bei ihren deutschen Pendants. Der Verkauf hat dort bereits wieder angezogen und nahezu Vorjahresniveau erreicht. Für die PALAZZO-Verantwortlichen positives Zeichen und Grund genug, zuversichtlich in die Vorbereitungen für die kommende Saison zu gehen. Die Devise für 2009/10 lautet bei allem Optimismus dennoch eher Konsolidierung statt Expansion. „Wir haben in diesem Jahr mit Düsseldorf und Frankfurt bereits zwei neue Städte in das PALAZZO-Portfolio aufgenommen und werden uns in der Saison 2009/10 primär auf die aktuell bestehenden Spielorte konzentrieren, um diese weiter zu optimieren und noch stärker an den Kundenwünschen auszurichten“, erklärt Koopmans die Strategie für das nächste Jahr.

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Milchwirtschaft in Turbulenzen

Gutes Jahr 2007, schwieriger Start 2008

Von einem guten milchwirtschaftlichen Jahr 2007 berichtete der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes, Dr. Karl-Heinz Engel, anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin. Allerdings sieht er für 2008 „dunkle Wolken am milchwirt-schaftlichen Himmel aufziehen“.

MIV Vorstandsvorsitzender Dr. Engel
In 2007 sind die Umsätze der Molkereien um über 6 % auf 22,3 Mrd. Euro angestiegen. „Dies ist ein Rekordergebnis“, stellt Dr. Engel fest. Ursache hierfür war insbesondere ein gutes Exportergebnis der Milchverarbeiter von fast 5 Mrd. Euro. Die ca. 100 Unternehmen der deutschen Milchindustrie konnten damit das Jahr 2007 positiv abschließen.

Bauern profitierten
Die milcherzeugenden Landwirte waren in vollem Umfang Nutznießer der Entwicklung. Der Milchpreis stieg im Jahres-durchschnitt um 6 Cent je kg auf 33,5 Cent bei 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das waren 22,5 % mehr als im Jahre 2006. In einzelnen Regionen wurden zeitweise Spitzenpreise von 45 Cent/kg erreicht.

Wende zum Jahreswechsel
So gut wie das Jahr 2007 endete, so schwierig war der Jahresstart 2008. Dies zeichnete sich bereits durch die schlechten Absatz-werte im Dezember ab. Die hohen Verbraucherpreise für Milch und Milcherzeugnisse führten zu einem Verbrauchsrückgang. Schmerzlich traf dies insbesondere den Käsesektor. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse ist seit vielen Jahren zum ersten Mal leicht gesunken und erreichte nur noch 22 kg pro Kopf und Jahr (Vorjahr 22,4 kg). Gleichzeitig stieg die deutsche Milchanlieferung im Frühjahr – nicht zuletzt angetrieben durch die hohen Auszahlungspreise – enorm an. Diese zusätzlichen Mengen konnten am rückläufigen Markt nicht untergebracht werden und führten zum Aufbau von Lagerbeständen.

Handel reagierte
Die Preise für Milchprodukte gerieten unter Druck, zunächst bei Magermilchpulver und Blockbutter, später auch bei den Verbraucherprodukten des Kühlregals. Der europäische Lebensmitteleinzelhandel nutzte die Chance des Marktungleich-gewichtes zu Preisreduzierungen. Positiv zu bewerten ist die Verkürzung der Laufzeiten der Kontrakte zwischen Molkereien und Handel von bisher 12 Monaten auf nunmehr 6 Monate. Damit besteht die Möglichkeit, bereits im Herbst 2008 auf eventuell geänderte Marktverhältnisse entsprechend reagieren zu können.

Proteste der Milcherzeuger
Im Sog dieser Entwicklung gingen auch die Milcherzeugerpreise europaweit deutlich zurück. Aktuelle Auszahlungspreise liegen bei 33-34 Cent/kg, mit fallender Tendenz. Bei gleichzeitig gestiegenen Kosten für Energie, Futter etc. geraten die milchproduzierenden Betriebe zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Die in den letzten Wochen durchgeführten Protestaktionen der Milchbauern sind hierfür Ausdruck. Der Milchindustrie-Verband weist allerdings darauf hin, daß Milcherzeuger und Molkereien im Fahrwasser der liberalisierten Märkte stets in einem Boot sitzen. Die seitens der bäuerlichen Berufs-vertretungen durchgeführten und weiterhin geplanten Angriffe gegen die Milchverarbeiter gehen an den Marktrealitäten vorbei und schwächen nachhaltig die gesamte Branche. „Das Gebot der Stunde muss heißen: Kräfte bündeln anstatt Kräfte zersplittern“, so Dr. Engel in seinem Statement.

Keine Hilfe aus Brüssel
Die deutsche Milchindustrie stellt fest, dass derzeit keine direkte Marktförderung der Milch seitens Brüssel besteht. Alle Verarbei-tungsbeihilfen, Ausfuhrstützungen etc. wurden von der EU-Kommission im Jahre 2007 auf „Null“ gesetzt. Obwohl die internationalen Märkte für Standardprodukte wie Butter; Käse und Magermilchpulver deutlich im Preis nachgelassen haben, ist Brüssel nicht bereit, die Marktstützung wieder aufzunehmen. Die Weltmarktpreise haben sich gegenüber Mitte des vergangen Jahres fast halbiert. Seit Sommer letzten Jahres sind z.B. die Preise für Butter auf den internationalen Märkten von 5.000 US$/Tonne auf derzeit 3.200 US$/Tonne abgesackt. Das ungünstige Euro-Dollar-Verhältnis erschwert zusätzlich die Absatzmöglichkeiten auf dem Weltmarkt. Nur durch erhebliche Preiszugeständnisse konnte ein völliger Exportzusammenbruch verhindert werden. Dies führt insbesondere im Butter-Bereich zu einer sehr schlechten Verwertung der Milch.

Reform der Reform
Der Ausstieg aus der Milchmengenregelung im Jahr 2015 ist beschlossene Sache. Der Milchindustrie-Verband verweist auf die eindeutigen Aussagen der EU-Kommission und die Mehrheits-verhältnisse im Ministerrat. Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich für ein Auslaufen der Milchquoten mit flankierenden Übergangsmaßnahmen ausgesprochen. Nun ist es an der EU-Kommission, auch geeignete Schritte hierfür einzuleiten, so der Verbandsvorsitzende.

Kritisch sieht der Verband die Pläne der EU-Kommission zur Reform der Agenda 2003, dem sog. „Health Check“. Insbesondere die Veränderung bei den Beihilfenzahlungen an die Landwirte führt zu Kritik. So würden nach den Plänen der Kommission die Einkommenszahlungen für Großbetriebe um bis zu einem Fünftel gekürzt und umgewandelt werden in allgemeine Fördergelder für den ländlichen Raum. „Diese Mittel fehlen auf den Höfen und da gehört das Geld hin“, so der MIV-Vorsitzende.

Strukturen müssen sich ändern
Sowohl auf Erzeuger- als auch auf Verarbeiterseite gehen die Strukturprozesse weiter. Alle zehn Jahre halbiert sich die Zahl der Milcherzeuger, gleichzeitig ging seit 1998 die Zahl der milchverarbeitenden Unternehmen um über 60% zurück. „Allerdings hinkt Deutschland im europäischen Vergleich hinterher“, so Dr. Engel. Strukturwandel sollte man nicht nur fordern, sondern fördern und aktiv begleiten, so der Milchindustrie-Verband. Gerade auf Verarbeiterseite erfordern Strukturprozesse zunächst hohe Investitionen in die Anpassungen an Markt und Betriebsprozesse. Die Erzeuger müssen auch bereit sein, diesen Weg mitzugehen.

Andere Länder haben diese Entwicklung bereits hinter sich. In Holland und Skandinavien haben sich milchwirtschaftliche Unternehmen bereits auf die kommenden Herausforderungen der Märkte eingestellt. „Wir werden den Schweinezyklus im Milchbereich erleben“, ist sich der MIV-Vorsitzende sicher. „Alle Marktpartner werden lernen müssen, mit den seit 2007 Wirklichkeit gewordenen Marktschwankungen sinnvoll umzugehen und nicht in Aktionismus zu verfallen“, so Dr. Engel weiter.

2008 – Jahr der Entscheidungen
Das Jahr 2008 wird ein Jahr der Entscheidungen, so der MIV-Vorsitzende. Die Beschlüsse des EU-Ministerrates zum Health Check, aber auch eventuelle Entscheidungen zur Welthandelsrunde werden Auswirkungen auf den milchwirtschaftlichen Sektor in Europa haben. Die Marktschwankungen werden sich fortsetzen, wobei das Ausmaß und die Dauer von vielen Faktoren abhängen. Prognosen werden immer schwieriger. Die deutschen Unternehmen positionieren sich derzeit, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Weitere Anpassungsmaßnahmen müssen folgen, erfordern aber das Verständnis und die Bereitschaft aller. „Die von der Brüsseler Politik vorgegebene Übergangszeit bis 2015 sollte von Erzeugern und Verarbeitern von Milch gleichermaßen genutzt werden, um sich für die endgültige Liberalisierung fit zu machen“, fordert Dr. Engel.

Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert mehr als 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.

Bitburger bleibt das meistgezapfte Bier Deutschlands

Biermischgetränke wachsen trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Nach einem kurzfristigen Aufschwung im WM-Jahr 2006 verzeichnete die deutsche Braubranche im vergangenen Jahr erneut eine rückläufige Entwicklung. „Trotz der gespannten Situation auf dem deutschen Biermarkt konnten wir mit Bitburger, unserer wichtigsten nationalen Premium-Marke, unseren Marktanteil mit 6,1 Prozent konstant halten und in der für uns wichtigen Kernregion Rheinland-Pfalz sogar weiter ausbauen“, zieht Peter Rikowski, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb und Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, ein Fazit des Jahres 2007.

Der Gesamtausstoß der 1817 gegründeten Bitburger Brauerei betrug im Jahr 2007 ~ 4 Mio. Hektoliter (hl). Als Sponsor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und seiner deutschen Fußballnationalmannschaft profitierte Bitburger überproportional von der WM 2006 im eigenen Land. Dadurch wurde ein Absatzwachstum erzielt, das im Jahr 2007 nicht fortgesetzt werden konnte. Im Vergleich zum Jahr 2006 (4,19 Mio. hl) ist ein Rückgang im klassischen Pilssegment zu verzeichnen. Positiv entwickelt haben sich hingegen die Biermischgetränke mit einer zweistelligen Zuwachsrate.

Bitburger überzeugt mit Gastronomiekompetenz
Mit einem Ausstoß von 1,07 Mio. hl Fassbier bleibt Bitburger weiterhin mit Abstand das meistgezapfte Bier Deutschlands. Damit liegt dieses Ergebnis nur leicht unter Vorjahr (2006: 1,14 Mio. hl). Gesteigert werden konnte die Anzahl der belieferten Gastronomiebetriebe sowohl im Inland als auch im Ausland. Deutschlandweit wurden 1.000 neue Gastronomiekunden hinzugewonnen. Die Anzahl der Objekte, die Bitburger ausschenken, stieg damit auf 43.000.

Auch im Handel ist es der Premium-Marke Bitburger gelungen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Marktanteile national zu verteidigen und im Kerngebiet Rheinland-Pfalz um 2,4 Prozent (Quelle: Nielsen, YTD 06/07, Jan-Nov) zu steigern. Besonders positiv entwickelte sich Bitburger Radler. Mit einem Absatz von rund 57.000 hl weist der klassische Biermix 2007 ein Wachstum von 52,4 Prozent auf. Ebenfalls erfolgreich verlief die Neueinführung des Biermischgetränks Bit COPA im jungen Markenbereich Bit. Im Dezember 2007 wurde die 40.000-hl-Marke überschritten.

Wachstumsimpulse 2008
Auch im Jahr 2008 setzt die Marke Bitburger auf ihre klassischen Stärken: Premium-Qualität, Tradition, Leidenschaft und Sorgfalt in der Bierherstellung. Diese bilden auch den Kern der neuen Bitburger Kampagne, die erfolgreich angelaufen ist. Darüber hinaus wird Bitburger wie schon zur WM 2006 auch zur Fußball-Europameisterschaft 2008 durch vernetzte Aktionen in allen Kommunikationskanälen zusätzliche Absatzimpulse in Handel und Gastronomie generieren. Eine Verlängerung der bewährten Partnerschaft mit dem DFB und seiner Nationalmannschaft wurde bereits im Dezember 2007 bekanntgegeben. Zurzeit wird mit der Marke Bitburger Alkoholfrei 0,0 % ein eigener TV-Spot mit der Nationalmannschaft produziert, der voraussichtlich Ende März auf Sendung geht.

Das Wachstumssegment der Biermischgetränke wird im Jahr 2008 um ein weiteres Produkt ergänzt. Der Markenbereich Bit führt im Frühjahr 2008 einen Bier-Cola-Mix in den Markt ein. Forciert wird zudem die führende Position in der Gastronomie. Geplant ist die kontinuierliche Weiterentwicklung innovativer Gastronomiekonzepte speziell für diesen Sektor.

Schulverpflegung – ein Markt mit Zukunft

Das Absatzpotenzial für Schulverpflegung wächst. Denn die Zahl der Gesamtschulen steigt, und somit auch der Bedarf einer mittäglichen Versorgung der Schüler. Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH ist darum vom 4.
bis 7. November 2007 auf der Messe GÄSTE in Leipzig im Rahmen der Sonderschau Schulverpflegung mit einem Infostand vertreten. In Halle 3/E-S8 können Besucher Tipps von Profiköchen zur Schulverpflegung live verfolgen, sich über das Angebot von
Schulmilchautomaten informieren oder sich einfach durch Rezeptsammlungen für neue Gerichte in der Schulküche inspirieren lassen.

Die Verpflegung an Schulen ist ein schwieriger und heterogener Bereich, weil die Situationen an den Bildungsstätten sehr unterschiedlich sind und deshalb individueller Konzepte und Lösungen bedürfen. Hier sind Caterer und andere Anbieter gefordert,
denn die Gerichte müssen ernährungsphysiologisch ausgewogen sein und das bei einem oftmals eingeschränkten Budget.

Die CMA engagiert sich deshalb bereits seit Jahren im Bereich der Schulverpflegung und hat in Zusammenarbeit mit großen, namhaften Schulverpflegern gemeinsame Aktivitäten durchgeführt. Diese Aktionen zeigen, dass ausgewogene Ernährung und
abwechslungsreiche Schulkost sich nicht ausschließen und geben Berufskollegen eine Menge Anregungen.

www.cma-marketing.de

Enttäuschung Ausland

Zwei Drittel aller deutschen Auswanderer sehnen sich zurück

Der Traum vom Leben in der Ferne endet für viele deutsche Auswanderer mit Enttäuschungen: Laut einer Studie des Expatriate-Portals Just Landed empfinden 68 Prozent aller Auswanderer den Neustart im Ausland als „schwieriger als erwartet“, 71 Prozent möchten irgendwann nach Deutschland zurück.

„Das Glück liegt in der Ferne“ – mit dieser Hoffnung verlassen immer mehr Deutsche ihr Heimatland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wanderten im letzten Jahr 155.000 Menschen aus Deutschland aus. Dies ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen (1950) und ein plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Serien wie „Deutschland adé“ (Arte), „Mein neues Leben“ (Kabel 1), „Umzug in ein neues Leben“ (RTL) oder „Goodbye Deutschland“ (Vox) heizen die Fernsehsender den Traum von einer neuen Zukunft zusätzlich an: „Einfach nur noch weg“ – so lautet die Devise.

Tatsächlich aber entspricht die Realität im Ausland meist nicht den Erwartungen: Laut einer Umfrage des Auslandsportals Just Landed ( www.justlanded.com ) unter 1200 deutschsprachigen Auswanderern im Juli und August 2007 empfinden nur 34 Prozent ihr Leben im Ausland besser als in Deutschland, nur ganze 22 Prozent sind „sehr zufrieden“ mit ihrer neuen Heimat. Vor allem die ersten Monate in der Fremde sind für die überwiegende Mehrheit der Auswanderer schwieriger als erwartet. Zu den größten Problemen zählt das Einleben in der neuen Kultur (85%), der Aufbau eines neuen Freundeskreises (72%), aber auch praktische Herausforderungen wie die Job- und Wohnungssuche oder das Erlernen der neuen Sprache.

„Wie sind immer wieder überrascht, mit welcher Naivität viele Menschen sich den Umzug in Ausland vorstellen“, sagt Simon Lynch, Managing Director von Just Landed. Vielen sei nicht klar, dass in der fremden Umgebung selbst die kleinsten Aufgaben wie die Eröffnung eines Bankkontos oder die Bestellung eines Telefonanschlusses zu einem Problem heranwachsen können „Gerade in den ersten Monaten sind viele Auswanderer mit solchen Alltagsproblemen völlig überfordert“, so Lynch. „Auf unseren 31 Landesportalen vermitteln wir daher praktische Informationen zur Wohnungs- und Jobsuche, zum nationalen Gesundheits- und Finanzsystem sowie zu anderen praktischen Alltagsfragen.“

Trotz der Herausforderungen scheint die Auswanderungswelle noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht zu haben: Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach würde jeder fünfte Deutsche gerne aus Deutschland auswandern, vor allem junge Menschen unter Dreißig zieht es in die Ferne (33 Prozent). Über alle Altersgruppen hinweg geben die meisten als Hauptgrund an für den Auswanderungswunsch an, dass Ihnen andere Länder einfach besser gefallen (54 Prozent), bei den Jüngeren unter Dreißig steht hingegen der Arbeitsplatz im Vordergrund (56 Prozent). Experten wie der DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun warnen dabei vor einem „Brain Drain“. So denken zwei Drittel aller Medizinstudenten und drei Viertel aller IT-Selbstständigen darüber nach, sich in einem anderen Land niederzulassen.

Nachdem sich in Deutschland die öffentliche Diskussion über Jahrzehnte hinweg ausschließlich auf das Thema Einwanderung konzentrierte, rückt damit nun erstmals auch die Auswanderung in den Fokus. In anderen westeuropäischen Ländern beschäftigt man sich schon seit längerem mit diesem Thema „In Großbritannien gibt es zum Beispiel eine ganze Dienstleistungsbranche, die sich ausschließlich auf britische Auswanderer konzentriert“, so Daniel Tschentscher, Gründer von Just Landed. „Viele große britische Banken bieten zum Beispiel bereits seit Jahren spezielle Produkte für britische Auswanderer, britische Krankenversicherungen haben spezielle Tarife für Expatriates geschaffen.“

Dass Auswanderer eine attraktive Zielgruppe sind, daran hat Tschentscher keinen Zweifel. „Nach dem Umzug ins Ausland müssen Sie alle Grundbedürfnisse des täglichen Lebens neu bedienen“, so Tschentscher. „Sie brauchen eine Wohnung, einen Telefon- und Internetanschluss, ein Mobilfunktelefon und meistens eine neue Krankenversicherung.“ Zu den Werbepartnern von Just Landed gehörten daher neben mittelständischen Dienstleistern wie Rechtsanwälten, Sprachschulen und Maklern auch Banken, Versicherungen und Telekommunikationsunternehmen. „Durch besondere Angebote – zum Beispiel durch eine Kundenbetreuung auf Englisch – generieren diese Anbieter nicht nur zusätzlichen Umsatz mit Expatriates, sondern erleichtern diesen gleichzeitig das Einleben im Ausland.“