Mario Kaltenbacher

Salzburg: Restaurant Schmederer geschlossen, Pächter insolvent

Das viel beachtete Salzburger Fine-Dining-Restaurant Schmederer ist seit der vergangenen Woche geschlossen. Pächter Mario Kaltenbacher hat beim Landesgericht Salzburg einen Insolvenzantrag gestellt und die Zahlungsunfähigkeit mit einem vom Verpächter geltend gemachten Pachtrückstand und ’negativen Medienberichten‘ begründet.

Besitzer und Verpächter des Anfang 2010 im Villenvorort Parsch für 6 Mio. € eröffneten Restaurants ist Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals. Pächter Mario Kaltenbacher bot seinen Gästen im 100-Sitzplätze-Restaurant gehobene österreichische Küche mit meditrerranem Einschlag für Preise unter 30 Euro pro Hauptgericht. Die Auslastung habe bei bis zu 90 % gelegen, hieß es noch vor Kurzem.

Derweil ist ein Schuldenberg von rund 620.000 Euro aufgelaufen, darunter neben der Pacht auch Bankkredite und unbezahlte Rechnungen bei Lieferanten und Krankenkassen. Kaltenbachers Mitarbeiter hatten sich bereits im Juli über hunderte unbezahlter Überstunden bei der Arbeitskammer beschwert und Gerichtsverfahren angestrengt.

„Eigentliche Ursache für die Insolvenz war aber nach Aussage des Schuldners, dass die mündliche Zusage des Verpächters, ihm aus der schwierigen finanziellen Situation herauszuhelfen, nicht mehr eingehalten wurde“, erklärt Elisabeth Eppich vom Gläubigerschutzverband KSV1870.

Das Restaurant sei gut gelaufen, schreibt Kaltenbacher im Insolvenzantrag, für die kommenden Monate bis Anfang 2012 habe es bereits rund 1.000 Reservierungen gegeben. Erich Kellerhals soll nun auf der Suche nach einem neuen Betreiber für das von Flavio Thonet eingerichtete und mit modernster Technik ausgestattete Restaurant sein. via www.cafe-future.net

www.schmederer.at
www.ksv.at/KSV/1870/de/5presse/2medienarchiv/1insolvenzerstfaelle/2011-09/restaurant_schmederer/index.html

Die „Jungen Wilden“ kochten im Schmederer

Die erste Vorausscheidung des im
deutschsprachigen Raum renommiertesten und wichtigsten Koch-Awards
„JUNGE WILDE“ lief diesen Montag im Restaurant Schmederer in Salzburg
erfolgreich über die Bühne. Mit Michael Just aus dem Restaurant
„Schindlhaus“ in Söll steht nun der erste Finalist für den JUNGE
WILDE-Award im „Relais & Châteaux Heinz Hanner“ in Mayerling fest.
Insgesamt haben sich 1854 Köche beworben, 9 Kandidaten wurden von
Juryvorsitzenden und TV-Star Stefan Marquard für die
Vorausscheidungen ausgewählt.

Durchgesetzt hat sich in der ersten Runde der erst 21-Jährige aus
der Kreativküche des „Schindlhaus“ in Söll gegen Martin Schneider
(Jagdhof, Neustift im Stubaital) und Markus Wegmann (Landhotel
Hohenfels, Tannheim) bei der ersten JUNGEN WILDEN-Vorausscheidung.
„Einmal im Finale der JUNGEN WILDEN zu stehen, ist der Traum eines
jeden Kochs. „Jetzt will ich den Titel“, so Just.

Mit kreativen Gerichten wie „Konfierter Steinbutt mit
Steinbutt-Tatar, mariniertem Spargel und geschäumten Estragonfumet“
beeindruckte er die Starjury, die besetzt war mit hochdekorierten
Köchen wie Rudi Obauer (4 Hauben, Werfen), Andreas Döllerer (3
Hauben, Golling) oder dem Münchner Sternekoch Otto Koch sowie
Schmederer-Hausherr Mario Kaltenbacher (1 Haube) und vielen weiteren.

„Eine beeindruckende Leistung“, staunte etwa auch Thomas M.
Walkensteiner (Schloss Fuschl). „Kreative Gerichte und handwerklich
perfekt umgesetzt – genau das, was wir von den ‚JUNGEN WILDEN‘ sehen
wollen“, freute sich Organisator und ROLLING PIN-Herausgeber Jürgen
Pichler über die Performance aller Teilnehmer.

In Hamburg (26. April, Süllberg) und Berlin (2. Mai, Adlon)
werden nun die restlichen 2 Kandidaten für das große Finale am 23.
Mai 2011 im „Relais & Châteaux Heinz Hanner“ in Mayerling ermittelt.
Dem Sieger der JUNGEN WILDEN winkt ein Cover am internationalen
Karriere- und Fachmagazin ROLLING PIN sowie ein Pratikum bei René
Redzepi im „noma“ in Kopenhagen.

Die JUNGEN WILDEN werden in diesem Jahr bereits zum 7. Mal vom
Karriere- und Fachmagazin ROLLING PIN veranstaltet.