TK-Ernährungsstudie 2017

Gesund geht vor lecker! Fast die Hälfte der Deutschen legt Wert auf gesunde Ernährung. Eine Tendenz, die in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat und sich in der aktuellen Ernährungsstudie der Techniker Krankenkasse zeigt. Doch was ist den Menschen beim Essen wichtig? Wer lebt gesünder? Und was ist drin in Lebensmitteln? Alle Informationen und Ergebnisse der Studie, Infografiken und Interviews.

Während bei über der Hälfte der Frauen (54 Prozent) der Gesundheitsaspekt im Vordergrund steht, essen 51 Prozent der Männer nach dem Motto „Hauptsache lecker“.

Klar wird: Essen und Ernährung spielen eine Hauptrolle im Leben der Deutschen. Kein Wunder, denn Nahrungsmittel sind der Kraftstoff, der uns durch den Alltag bringt und die Voraussetzungen dafür schafft, möglichst lange gesund und aktiv zu leben.

Bewegung, Stress und Ernährung haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Viele Zivilisationskrankheiten ließen sich mit einer gesünderen Lebensweise verhindern oder in ihrem Verlauf positiv beeinflussen. Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Runde Republik Deutsch­land
Laut Ernährungsumfrage finden sich knapp 40 Prozent der Deutschen als etwas zu schwer. Acht Prozent halten sich für stark übergewichtig. Signifikante Unterschiede bei Frauen und Männern gibt es nicht. Klar erkennbar ist der Zusammenhang zwischen Gewicht und wahrgenommener Gesundheit. Bei den Befragten mit schlechterer Gesundheit ist der Anteil der Übergewichtigen deutlich höher als bei den Teilnehmern, die sich eine gute Gesundheit attestieren.

Zeit und Ruhe fehlen
Die TK-Ernährungsstudie zeigt auch, dass sich die Menschen gesünder ernähren wollen. Häufigstes K.O.-Kriterium: fehlende Zeit und Ruhe, um sich besser ernähren zu können. Drei von vier Personen gaben das als Grund für unausgewogene Ernährung an. Jeder Siebte benennt fehlendes Wissen als Ursache ungesunder Ernährung. 36 Prozent finden die Essensauswahl am Arbeitsplatz schwierig. Folge daraus: Jeder Vierte isst während der Arbeitszeiten nicht viel, dafür aber abends reichlich.

Bertolli-Saucen mit schlechterer Qualität

Von wegen „Verbesserte Rezeptur“: Bertolli-Saucen mit schlechterer Qualität – Marketingtrick führt Verbraucher in die Irre

Auf dem Etikett steht „verbesserte Rezeptur“, doch tatsächlich hat sich die Qualität der Produkte verschlechtert – mit dieser Masche führt Unilever die Kunden bei seinen Bertolli Pasta Saucen in die Irre. Ein besonders freches Beispiel hat die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch heute auf www.abgespeist.de, der Internetplattform zum Thema Etikettenschwindel, veröffentlicht:
Die Sorte Bertolli „Gegrilltes Gemüse“, die seit Oktober 2009 mit neuer Zusammensetzung verkauft wird. Die angeblich „verbesserte Rezeptur“ enthält ein nicht näher bestimmtes Aroma und den Geschmacksverstärker Hefeextrakt – beide Zutaten waren vor der Umstellung nicht in der Sauce. Außerdem wurde natürlicher Zitronensaft durch den Zusatzstoff E 330 (Citronensäure) ersetzt.

„Bertolli macht seinen Kunden ein X für ein U vor. Was als verbesserte Rezeptur verkauft wird, ist eine Verschlimmbesserung – und ein klarer Fall von Etikettenschwindel“, sagt Henrik Düker von foodwatch. Mit dem Hinweis auf eine „verbesserte Rezeptur“ setzen Lebensmittelhersteller mit minimalem Aufwand neue Kaufanreize im Supermarkt. Denn anstatt ein gänzlich neues Produkt zu entwickeln, wird die Rezeptur eines bestehenden Produktes nur geringfügig verändert und dann als „besser“ verkauft. „Hinweise auf eine verbesserte Rezeptur sind oft nicht mehr als ein billiger Marketingtrick – von einer ‚Verbesserung‘ kann meist nur für den Hersteller die Rede sein, aber nicht für den Kunden“, kritisiert Henrik Düker.

Unilever hat nicht nur die Rezeptur der Pasta-Sauce „Gegrilltes Gemüse“ verändert. Auch andere Saucen aus der Bertolli-Reihe stehen seit Herbst 2009 mit angeblich „verbesserter Rezeptur“ im Supermarktregal:

· Bertolli Basilico: Seit der Rezepturverbesserung enthält die Sauce ein Viertel weniger Basilikum als vorher, auch den Anteil an Tomaten und Tomatenmark hat Unilever reduziert.

· Bertolli Arrabiata: Im Zuge der „Verbesserung“ hat Unilever die Zutat Zitronensaft gegen den Zusatzstoff Citronensäure (E330) ausgetauscht, außerdem enthält das Produkt nun neben Olivenöl auch pflanzliches Öl.

· Bertolli Sonnengetrocknete Tomaten: Der Anteil der „sonnengetrockneten Tomaten“ wurde reduziert – von ohnehin nur 2,5 Prozent auf gerade einmal 2 Prozent. Zudem enthält die Sauce mehr pflanzliches Öl als Olivenöl, dennoch wird das Produkt mit dem Hinweis auf „feinstes Olivenöl“ beworben.

/www.abgespeist.de

Spargel-Irrtum: Violette Stangen sind gesünder

Violetter Spargel spitzt aus dem Boden © BR

Für Gourmets ist die fünfte Jahreszeit angebrochen: Bis Johanni, dem 24. Juni ist Spargelsaison. Bisher galt für Genießer nur der weiße Spargel als wahrer Hochgenuss. Violetter Spargel galt als minderwertig. Jetzt aber weiß man: Violetter Spargel ist nicht von schlechterer Qualität als weißer Spargel, sondern – im Gegenteil – besonders gesund. Das haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Denn violetter Spargel, der bisher eher als überreif betrachtet und deshalb mit Preisabschlägen gehandelt wurde, weist einen besonders hohen Gehalt an Antioxidantien auf. Diese sind aus der Krebsprophylaxe als „Radikalenfänger“ bekannt.

Spargel wird violett, wenn er an die Sonne kommt. Bei schlechtem Wetter kann das ein bis zwei Tage dauern, wenn es richtig warm ist, geht das schon in zwei Stunden. Mit der violetten Färbung schützt sich der Spargel bei Sonnenlicht gegen schädliche UV-Strahlen. Das praktische daran ist: Diese Substanz schützt nicht nur den Spargel, sondern ist auch gut für den Menschen. Denn durch Sonneneinstrahlung entsteht im Spargel ein Stoff namens Anthozyan, der die Entwicklung von Krebszellen verhindert.

Bayerische Spargelbauern denken bereits um: Einige wollen nach den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen mehr von der violetten Spargelsorte „Violetta“ anpflanzen, denn sie enthält besonders viel Antozian und ist daher besonders gesund.

Lesen Sie den gesamten Artikel:
www.br-online.de/umwelt-gesundheit/sprechstunde/200605/st20060508_4.shtml