Walisisches Rindfleisch

Herkunft steht für Qualität

Nicht zuletzt als Konsequenz aus den Lebensmittelskandalen der vergangenen Jahre geht der Trend in Deutschland immer mehr zu bewusstem Fleischkonsum und damit das Bewusstsein dafür, dass die Qualität auf dem Teller und die Art der Tierhaltung eng miteinander zusammenhängen. Das Motto walisischer Landwirte ist schon seit Generationen: Kümmert der Mensch sich um das Land, so kümmert sich das Land auch um den Menschen.

Seit Jahrhunderten wird in Wales nachhaltige, traditionelle Zucht betrieben. In Zeiten, in denen Fleisch aus Massentierhaltung in deutschen Supermärkten zu Spottpreisen erhältlich ist, besinnt man sich auf den Erhalt und die Förderung von liebevoll erzeugten Lebensmitteln mit ausgeprägtem Charakter und einer engen Bindung zu Land und Tier. In Anerkennung der herausragenden Qualität hat die EU-Kommission Walisisches Rindfleisch mit dem begehrten g.g.A. Gütesiegel „geschützte geographische Angabe“ ausgezeichnet.

Transparenz von der Zucht und Aufzucht über alle Produktionsschritte bis hin zu kurzen Transportwegen und zur absoluten Rückverfolgbarkeit jedes Tieres stellen die konstant gleichbleibend hohe Fleischqualität des Walisischen Rindfleischs sicher.

Im Einklang mit der Natur
Die saftig grüne, üppige Graslandschaft in Wales umfasst sowohl flaches Weideland als auch ber- giges Hochland, überall durchzogen von zahlreichen Bächen und Flüssen. Auf diesem vielfältigen Terrain werden die walisischen Rinder gehalten. Daher rührt auch der saftige, natürliche Geschmack und die fein-aromatische Rindfleischqualität. Das alte Sprichwort „Du bist, was Du isst“ trifft nicht nur auf uns Menschen zu, sondern auch auf die Tiere: Walisisches Rind wird nur von ausgewählten Liebhabern und Experten gezüchtet und vermarktet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Erbe ihrer Ahnen fortzuführen und das Wissen um die beste Rinderzucht, – aufzucht und Haltung von Generation zu Generation weiterzugeben.

Das beste Fleisch ergibt sich aus einer Verpaarung verschiedener Rinderrassen. Eine Rasse ist das Welsh Black, die sich ganz hervorragend an die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Wales angepasst hat – und für die Fleischliebhaber aus aller Welt nach Wales reisen. Walisische Land- wirtfamilien folgen seit Jahrhunderten ihren traditionellen Zucht- sowie Aufzuchtmethoden und dem Wissen über das Weidelandmanagement. Beides trägt dazu bei, die einzigartige Landschaft auch für die Nachkommen zu erhalten.

Derzeit ist Walisisches Rindfleisch auf Nachfrage über den Feinkost-Großhändler FrischeParadies exklusiv zu beziehen.

Rudolf Achenbach Preis

40. Rudolf Achenbach Preis geht in die zweite Runde: Vorentscheide der VKD-Landesverbände starten im März 2014

Auch wenn der Rudolf Achenbach Preis regelmäßig ausgetragen wird, ist der diesjährige etwas ganz Besonderes: In der 60-jährigen Unternehmensgeschichte findet der Nachwuchswettbewerb der weißen Brigade zum 40. Mal in Folge statt.

Seit 1975 ist die Achenbach Delikatessen Manufaktur finanzieller Träger des Bundesjugendwett- bewerbs des Verbands der Köche Deutschlands e.V. (VKD). In diesem ältesten, vom Firmen- gründer Rudolf Achenbach initiierten und nach strengen Statuten durchgeführten Wettbewerb haben weit über 35.000 junge Menschen ihr Können unter Beweis gestellt. Und für viele von ihnen war er der Beginn einer eindrucksvollen Karriere.

1986 kochte sich ein Auszubildender des Steigenberger Hotel Graf Zeppelin in Stuttgart an die Spitze seiner Zunft. Oliver Altherr – heute CEO von Marché International erinnert sich an seinen Sieg im Finale: „Rückwirkend hat mir der Gewinn des Rudolf Achenbach Preises die Türen zu den besten Restaurants Deutschlands geöffnet.“

Vom 8. März bis zum 10. Mai kämpfen in den Vorentscheiden der neun VKD-Landesverbände Auszubildende des letzten Lehrjahres um den Einzug ins Finale, welches am 13./14.Juni2014 in Frankfurt ausgetragen wird. Diesmal nicht nur unter den Augen einer fachkundigen, sondern auch äußerst prominent besetzen Jury: Kein geringerer als Harald Wohlfahrt, Drei-Sterne-Koch in der Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach (Baiersbronn), wird im Jubiläumsjahr die Kreativität und Arbeitstechniken mit beurteilen.

Nachwuchsförderung ist dem Unternehmen ein großes Anliegen – aber nicht nur: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wollen wir auch die positiven Seiten der gastronomischen Berufe hervorheben und ihr Image verbessern. Wir freuen uns daher besonders, Herrn Wohlfahrt als Sternekoch in unserer Jury begrüßen zu dürfen,“ so Katrin Moos-Achenbach, Enkelin des Firmengründers und in dritter Generation verantwortlich für die Durchführung des Branchenwettbewerbs.

Terminübersicht: Vorentscheide der VKD Landesverbände
LV Berlin-Brandenburg LV Niedersachsen
LV Nordrhein-Westfalen LV West
LV Nord
LV Bayern
LV Mitteldeutschland LV Hessen
LV Baden-Württemberg
08. März 2014 bei der IHK Berlin 15. März 2014 in Soltau
22. März 2014 in Kall
29. März 2014 in Mainz
03. April 2014 in Kiel
05. April 2014 in Aschaffenburg
10. April 2014 in Chemnitz
26. April 2014 in Frankfurt
10. Mai 2014 in Villingen-Schwenningen

www.achenbach.com/rudolf-achenbach-preis/der-wettbewerb

SALUMIAMO 2012

Hamburg ist die erste Etappe des kulinarischen Events zur Förderung von italienischer Schinken und Spitzen-Wurstwaren. Cornelia Poletto präsentiert bei der offiziellen Einweihung am 6. November besondere Kreationen in ihrem eigenen Restaurant.

Die Hansestadt Hamburg wird die erste Etappe von SalumiAmo, Ausgabe 2012, sein. Das Projekt widmet sich der Förderung von Spitzenprodukten italienischer Schinken und Wurstwaren und wird gemeinsam vom Italienischen Institut für Außenhandel (ICE) sowie dem Istituto Valorizzazione Salumi Italiani (IVSI – Institut zur Imageförderung von italienischen Schinken und Wurstwaren) organisiert.

Die berühmte Küchenchefin Poletto kreiert und präsentiert aus diesem Anlass eine Reihe von Gerichten auf der Basis von italienischen Spitzenwurstwaren. Ziel ist die Verfeinerung des Geschmacks mit ungewöhnlichen Kombinationen aus italienischer und internationaler Küchentradition.
Der nicht öffentliche Eröffnungsabend bildet den Auftakt zu der Aktionswoche vom 6. bis zum 11. November mit Verkostungen für die breite Öffentlichkeit in Hamburger Lokalen. In diesen Tagen haben Liebhaber der guten italienischen Küche Gelegenheit, hervorragende Schinken und Wurstwaren in Begleitung von einem Aperitif oder als Vorspeise kostenlos in den folgenden Lokalen zu probieren: Die Bank (Hohe Bleichen Nr. 17, 20354 Hamburg), Elbwerk (Bernhard- Nocht-Str. Nr. 68, 20359 Hamburg), Neumanns Bistro & Bar (Grindelhof Nr. 77, 20146 Hamburg) und Cornelia Poletto.

„Das Hauptziel der Veranstaltung SalumiAmo besteht darin, die deutsche Öffentlichkeit mit den spezifischen Merkmalen hervorragender italienischer Schinken und Wurstwaren bekannt zu machen“, sagt dazu Ines Aronadio vom ICE im Gourmet Report Gespräch, “so dass jeder, aber vor allem junge Leute, die Qualität und Vielseitigkeit der Produkte schätzen lernen. Zum Beispiel als Vorspeise oder als Beilage zu den in Deutschland so beliebten After-Work-Drinks.“

„Mit SalumiAmo möchten wir der deutschen Öffentlichkeit nicht nur die Bedeutung der Gütesiegel DOP (g.U.) und IGP (g.g.A.) von italienischen Schinken und Wurstwaren näherbringen“, fügt Francesco Pizzagalli des IVSI hinzu, „sondern auch auf ernährungsphysiologische Eigenschaften hinweisen, u.A. auf den Reichtum von Vitamin B, Eisen und ungesättigte Fettsäuren mit besonderer Eignung für eine Cholesterin- und kalorienarme Ernährung,“ so die Expertin weiter gegenüber Gourmet Report.

Nach Hamburg werden die nächsten Etappen der Veranstaltung Düsseldorf (13. bis 18. November) und Berlin (20. bis 25. November) sein.
Weitere Informationen zu SalumiAmo und Daten der Verkostung in ausgewählten Lokalen unter www-salumi-italiani.it

Ernährungsratgeber Laktoseintoleranz

Gefährliche Milch: Millionen Menschen in Deutschland macht Milch krank
Ernährungsratgeber Laktoseintoleranz erschienen

Die Milch hat einen Ruf als besonders gesundes Lebensmittel. Aber Milch ist nicht für alle Menschen gleichermaßen gesund: Immer mehr Menschen in Deutschland können Milch nicht vertragen und leiden unter einer Laktoseintoleranz, berichtet Sven-David Müller vom Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. (DKGD). Dass immer mehr Menschen den Milchzucker nicht vertragen können, liegt daran, dass immer mehr Menschen an chronischen Magen-Darm-Erkrankungen leiden und im Alter die Enzymausstattung, die zur Verdauung von Milchzucker erforderlich ist, nachlässt. Die Altersentwicklung in Deutschland führt dazu, dass schon in zehn Jahren mehr als 15 Millionen Menschen unter Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) leiden. Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall – Menschen, die keinen Milchzucker vertragen, leiden oft unter diesen Begleiterscheinungen, informiert Müller, der an der Universitätsklinik Aachen und in seiner Praxis immer wieder mit der Erkrankung „Laktoseintoleranz“ beschäftigt ist. Neben der Meidung von Milchzucker profitieren die Patienten auch von der Einnahme von Laktase-Enzym-Präparaten, die heute preiswert und rezeptfrei in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern erhältlich sind. Die Einnahme von Laktase kann die Verträglichkeit von Laktose entscheidend verbessern, so Müller.

12 Millionen Menschen leiden unter Laktoseintoleranz
 – da es bei laktosefreien „Radikaldiäten“ häufig zu einem Nährstoffmangel kommt. Der „Ernährungsratgeber Laktoseintoleranz“ ist dafür der ideale Begleiter. Mit Kalzium angereicherte Milchprodukte und Fruchtsäfte können einer Kalziummangel-bedingten Osteoporose vorbeugen. Bei der Meidung von Milch und Milchprodukten kommt es normalerweise nicht zu einem Eiweißmangel, sofern Hülsenfrüchte wie Soja, Eier, Fisch und Fleisch auf dem Speiseplan stehen. Ein Trugschluss ist es, probiotische Joghurts zu bevorzugen, denn die sind für Laktoseintolerante schlechter verträglich als normale Joghurts und andere gesäuerte Milchprodukte, erläutert Müller aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Leicht verständlich erklären die Autoren, wie eine milchzuckerfreie Ernährung aussehen kann, die den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen in ausreichender Menge versorgt, und zwar auf leckere und genussvolle Weise. Dabei unterstützen 60 köstliche Rezepte mit allen wichtigen Nährwert- und Laktoseangaben. Tabellen liefern Basisinformationen auf einen Blick, und Musterpläne helfen, einen unkomplizierten Einstieg in die Ernährungsumstellung zu finden.

Aus dem Inhalt:
1. Was ist Laktoseintoleranz?
2. Formen der Laktoseintoleranz
3. Wie wird Laktoseintoleranz diagnostiziert?
4. Die Ernährung umstellen – aber richtig
5. 60 Rezepte für Frühstück, Mittag- und Abendessen

Christiane Weißenberger und Sven-David Müller sind ausgewiesene Diätexperten. Die Autoren des Ernährungsratgebers „Laktoseintoleranz“ können auf eine jahrzehntelange Praxis in der Diätberatung und Ernährungsschulung zurückblicken. Diätassistent und Bestseller-Autor Sven-David Müller ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er erhielt diese Auszeichnung für seine besonderen Verdienste um die Volksgesundheit, insbesondere im Bereich Ernährungsaufklärung. Er hat Nutritive Medizin studiert und den akademischen Grad Master of Science in Applied Nutritional Medicine erlangt. Christiane Weißenberger arbeitet als Diät- und Diabetesassistentin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in Würzburg. Gemeinsam haben sie in den vergangenen zehn Jahren bereits mehr als 15 Ernährungsratgeber veröffentlicht. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik macht sich für eine ganzheitliche, wissenschaftlich begründete Gesundheitsförderung stark und fordert insbesondere den interdisziplinären Ansatz der Prävention. Ernährung, Bewegung und Entspannung helfen den Menschen, gesund zu bleiben.

Bibliografische Daten
Müller, Sven-David/Weißenberger, Christiane
Ernährungsratgeber Laktoseintoleranz
2010
144 Seiten
ISBN 978-3-89993-583-7 Bestellink portofrei
14,95 €

Deutschland braucht eine Ernährungsrevolution

 

Zum Konzept der gesunden Lebensführung und der Gesundheitsförderung des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik (DKGD) gehört natürlich auch die Ernährung, vielmehr die Ernährungsweise . Essen und Trinken halten nicht nur Leib und Seele zusammen. Die Ernährungsweise steht in wissenschaftlich nachweisbarem Zusammenhang mit dem Wohlbefinden und der Gesundheit. Die Ernährungsweise kann das Ausbrechen von Krankheiten fördern oder verhindern. Die meisten als ernährungsbedingt bezeichneten Krankheiten sind jedoch nicht durch die Ernährungsweise hervorgerufen, sondern vielmehr spielt die Fehl-ernährung eine Rolle in der Auslösung der Krankheit.

Das DKGD spricht in diesem Zusammenhang von ernährungsmitbedingten Erkrankungen . Viele Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer Fehl- und/oder Überernährung gesehen werden, sind multifaktoriell bedingt. Gerade Ernährungsfachkräfte (Ernährungswissenschaftler und Diätassistenten) und Ernährungsmediziner fokussieren oftmals einseitig auf die Ernährungsweise. Die Entstehung von vielen Erkrankungen ist aber nur unter anderem auf die Ernährungsweise zurückzuführen. Ernährungsmitbedingte Erkrankungen entstehen im Umfeld einer Fehl- und/oder Überernährung, Bewegungsmangel, Fehlverhalten (beispielsweise zu wenig Entspannung) und einer genetischen Prädisposition. Das Erbmaterial vieler Menschen ist so konstituiert, dass bestimmte Krankheiten auftreten können.

Die Therapie von ernährungsmitbedingten Krankheiten geht weit über eine nachhaltige und lebenslange Ernährungsumstellung hinaus. Das DKGD setzt sich für die ganzheitlich und wissenschaftlich orientierte Gesundheitsförderung ein. Es sieht die Diätetik im humanistischen Sinne als Lehre von der gesunden Lebensführung und leitet das vom griechischen Wortstamm diaita ab. Die gesunde Lebensführung schließt die Ernährung gesunder und kranker Menschen ein. Bei kranken Menschen muss die diätetische Therapie dem Grundsatz „Diätetik ist die Kunst des Erlaubens“ folgen, um wirkungsvoll zu sein.

Der aktuelle Ernährungsbericht , den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. im Auftrage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ende 2008 vorgelegt hat, weist aus, dass die Menschen in Deutschland trotz – oder wegen? – Ernährungssaufklärung anders essen, als sie sich ernähren sollten. Die Ernährungsaufklärung in der Bundesrepublik Deutschland hat nachweislich versagt. Die vornehmlich rationale Diät- und Ernährungsberatung durch Ernährungswissenschaftler, Diätassistenten und Ernährungsmediziner ist nicht in der Lage, die Menschen zu ermuntern, andere Lebensmittel, Getränke und Speisen aufzunehmen.

Das Ernährungsverhalten ist nicht rational geprägt, sondern vielmehr insbesondere emotional bedingt. Solange die Diät- und Ernährungsberatung nicht nur nicht in ein ganzheitliches Konzept der Gesundheitsförderung einbezogen ist, sondern auch noch vorrangig faktenorientiert abläuft, kann der Ernährungsbericht keine grundsätzlich positiven Entwicklungen oder gar den Rückgang ernährungsmitbedingter Erkrankungen ausweisen. Das DKGD verurteilt die herkömmliche Ernährungsinformation und Diätberatung, da sie nicht nur wenig erreicht, sondern gleichzeitig das Wohlbefinden der Menschen einschränkt und mutmaßlich sogar die Fehl- und Überernährung fördert. Das DKGD lehnt Einzelmaßnahmen der Gesundheitsförderung rundweg als unsinnig, überflüssig und kontraproduktiv ab. Nur eine ganzheitliche und interdisziplinäre Gesundheitsförderung kann effektiv wirken und mehr als nur materielle Ressourcen verschwenden.

Bedauerlicherweise bestimmen oftmals Lobbyisten die Informationen über eine gesunde Ernährungsweise oder eine diätetische Therapie. Die Folge davon ist das Aufkommen von Ernährungsmärchen und Diätlügen. Das alles geschieht auf dem Rücken der Gesundheit der Menschen. Gerade die Lebensmittelindustrie, die Agrarlobby, aber auch Autoren von Büchern und Verfechter von bestimmten Ernährungsformen, die ihr Geld mit Büchern darüber verdienen, vertreten oftmals nachweislich falsche Botschaften.

Eine logische Ernährungsweise kann nicht pauschal gestaltet sein. Die Erkenntnisse um die Nutrigenomik zeigen, dass nicht für alle Menschen die gleichen Ernährungsempfehlungen gelten können. Die genetische Ausstattung bestimmt auch die Verträglichkeit, Bekömmlichkeit und den Wert der aufgenommenen Lebensmittel für das Individuum. Vor diesem Hintergrund lassen sich nur wenige allgemein gültige Empfehlungen hinsichtlich einer gesunden Ernährungsweise – aber auch diätetischen Therapie – geben. Selbstverständlich müssen auch Abneigungen, Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen sowie ethische Gesichtspunkte in die Diät- und Ernährungsberatung einbezogen werden.

Es darf niemals vergessen werden, dass die Ernährung weit mehr Funktionen erfüllen muss, als die der Energie-, Nähr- und Wirkstoffbedarfsdeckung. Essen muss nicht nur schmecken, sondern vielmehr müssen auch sozialkulturelle Gegebenheiten und Gepflogenheiten beachtet werden. In jedem Falle fördert und fordert das DKGD die Esskultur . In den nord- und mitteleuropäischen Ländern hat sich aufgrund der klimatischen Bedingungen eine andere Esskultur entwickelt, als in Ländern der südlichen Hemisphäre.

Das Essen muss die Grundbedürfnisse decken. Das Übermaß ist genauso schädlich wie ein Mangel. Wichtig ist, dass die Nahrungszufuhr an den Energieverbrauch angepasst ist. Andernfalls kommt es zur Entwicklung von Über- oder Untergewicht . Übergewicht und die krankhafte Ausprägung davon, die als Adipositas bezeichnet wird, können nachweislich eine Reihe von Krankheiten begünstigen. Es ist jedoch nicht richtig, von „Selbstmord mit Messer, Gabel und Glas“ zu sprechen, da dies einseitig und radikal dargestellt ist und den multifaktoriellen Ansatz der Krankheitsentstehung unzureichend würdigt. Bedingt durch den allgemeinen Bewegungsmangel in Deutschland entsteht bei der Mehrheit der Bevölkerung ein Ungleichgewicht aus Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch. Die Folge ist die Entstehung von Übergewicht mit erhöhten Fettmasseansammlungen. Während Übergewicht und Adipositas langfristig den Ausbruch und die Verschlimmerung von Erkrankungen beflügeln, führt Untergewicht rasch zu Krankheiten. Die Menschen sollten möglichst ein normnahes Gewicht haben. Ausgezehrt und mager sind genauso wenig gesundheitsförderlich wie fett. Essstörungen können auch durch falsch verstandene Diätvorhaben mitbedingt sein.

Das DKGD fördert und fordert die Verwendung von einheimischen Produkten . Diese sind vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen selbst bei globaler Nahrungsversorgung vorzuziehen. Außerdem ist es wichtig, Lebensmittel saisonbezogen anzubauen, zu ernten und schließlich auch zu verzehren. Lebensmittel sollten nicht lange transportiert oder gelagert werden, sondern vielmehr frisch auf den Teller oder in den Topf kommen. Das DKGD setzt sich für mehr selbstzubereitete Speisen ein, die im häuslichen Umfeld in angenehmer Atmosphäre verzehrt werden. Das Essen muss bei der Nahrungsaufnahme im Mittelpunkt stehen.

Grundsätzlich gibt es keine schädlichen Lebensmittel , sondern vielmehr ein schädliches Ernährungsverhalten. Wissenschaftlich ist es nicht zu rechtfertigen, beispielsweise Zucker, Salz, Butter oder Zusatzstoffe als Buhmänner in der Ernährungsweise an den Pranger zu stellen. Wissenschaftlich begründbar sind nur wenige Empfehlungen, die zusätzlich noch durch das Einbeziehen der Wünsche und Vorlieben sowie von Krankheiten nur eingeschränkt als allgemeingültig angesehen werden können.

Die Ernährungsweise sollte ausgewogen und vielseitig sein. Extreme und eine gesundheitsförderliche Kost schließen sich aus.

  • Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 1,5 Litern. Das DKGD empfiehlt insbesondere auf (Mineral)Wasser und regelmäßig auch auf Gemüsesäfte zurückzugreifen.

  • Täglich sollte Frischobst und Gemüse in roher und gekochter Form aufgenommen werden.

  • Eine kohlenhydratarme Ernährungsweise scheint in der evolutionären Entwicklung der menschlichen Rasse unbegründet und entspricht auch nicht den allgemeinen Verzehrsgewohnheiten sowie den ernährungsmedizinischen Empfehlungen. Grundsätzlich ist es aber auch nicht zu rechtfertigen, eine kohlenhydratreiche Ernährungsweise zu empfehlen. Sicher ist eine überreiche Zuckeraufnahme in Zeiten von Bewegungsmangel wenig empfehlenswert. Insbesondere zuckerreiche Softdrinks sowie fruchtzuckerreiche Getränke scheinen vor dem Hintergrund der aktuellen Studienlage ungünstig. Der glykämische Index und die glykämische Ladung werden in ihrem Wert für die Diät- und Ernährungsberatung überschätzt. Zudem sollte auf mit Fruktose gesüßte Nahrungsmittel und Getränke verzichtet werden. Eine extrem hohe Zufuhr isolierter Fruktose (Fruktosemast) scheint negative Auswirkungen auf die Gesundheit auszuüben. Es ist sicher unlogisch, reichlich oder wenig Kohlenhydrate aufzunehmen. Der Mensch ist auf die tägliche Zufuhr von Kohlenhydraten angewiesen.

  • Gleiches gilt für das Eiweiß (Protein). Hier ist eine den jeweiligen Lebensumständen optimal angepasste Zufuhr und Auswahl der Proteinquellen anzuempfehlen. Eine eiweißreiche Ernährungsweise ist genauso wenig gesundheitsförderlich wie eine eiweißarme Kost. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Proteine eine gute Sättigung hervorrufen und es beim Eiweißmangel zum Abbau von Muskeln kommt. Das fördert den Jojo-Effekt. Aus diesem Grund lehnt das DKGD auch das Fasten ab. Tierische Produkte und Hülsenfrüchte (insbesondere Soja) weisen eine hohe Proteinwertigkeit auf.

  • Die wissenschaftliche Diskussion um die optimale Fettzufuhr und die ideale Fettqualität ist längst nicht abgeschlossen. Es scheint aber so, dass über Jahrzehnte ein übertriebener Fettverzicht gepredigt wurde, der schließlich wenig positive Effekte – dafür aber negative – auf die Gesundheit der Menschen hatte. Die Zufuhr gesättigter Fettsäuren erscheint weniger gesundheitsförderlich als die von bestimmten ungesättigten Fettsäuren. Insbesondere ist die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren durch ausreichenden Fischkonsum und die richtige Ölauswahl sowie den täglichen Verzehr von Nüssen und Samen zu steigern. Rapsöl, Leinöl und Nussöle gehören zu den hochwertigen Ölen. Der Wert von Olivenöl wird allgemein weit überschätzt. Der tägliche Verzehr von einer Handvoll naturbelassener Nüsse führt nicht zur Entwicklung von Übergewicht. Hochwertige Margarinen, die arm an gesättigten Fettsäuren sowie Transfettsäuren aber reich an ungesättigten Fettsäuren sind, erscheinen Butter als Streichfett hinsichtlich der Gesundheit überlegen. Grundsätzlich gilt aber, dass auch von hochwertigen Fetten keine unbegrenzten Mengen aufzunehmen sind. Streichfette waren zu einer Zeit sinnvoll, in der Kalorienmangel herrschte. Das ist heute nicht mehr der Fall.

  • Ballaststoffe haben vielfältige positive Eigenschaften und daher ist eine ballaststoffreiche Ernährungsweise sinnvoll. Bestimmte Ballaststoffe wirken als Präbiotika und diese sind für eine gesunde Darmflora wichtig. Die Einnahme von Probiotika erscheint sinnvoll. Industrielle Spezialprodukte sind dafür aber in der Regel überflüssig. Es ist ausreichend, täglich Kefir, Joghurt, Sauerkraut oder milchsaures Gemüse aufzunehmen.

  • Alkohol gehört zu den Giftstoffen. Zudem kann Alkohol eine Sucht auslösen. Es ist für die Gesundheitsförderung kontraproduktiv, den täglichen Alkoholkonsum – in welcher Form auch immer – zu empfehlen. Genussmittel sollten nicht täglich und nicht im Übermaß konsumiert werden.

  • Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise ist die Nahrungsergänzung nicht notwendig. Viele Menschen gehören aber zu Risikogruppen bezüglich der Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen. Das DKGD lehnt ausdrücklich eine gezielte Nahrungsergänzung nicht ab. Es fördert und fordert vielmehr die individuelle fachmännische Entscheidung, ob und welche Mikronährstoffe substituiert werden sollten. Die isolierte Zufuhr von hochdosierten Präparaten scheint wenig gesundheitsförderlich. Daher erscheint die Empfehlung natürlicher Nahrungsergänzungsmittel wie Sanddornsaft, Hagebuttenkonzentrat, Tomatenmark oder Hefe sinnvoll. Eine reine Rohkosternährung ist wenig gesundheitsförderlich.

Das DKGD fördert und fordert, mehr wissenschaftlich fundierte Ernährungsinformationen anzubieten und die Bevölkerung vor schädlichen Ernährungsempfehlungen oder Diäten zu schützen. Wissenschaftlich betrachtet ist die kalorische Überernährung in Deutschland weit gefährlicher als der Einsatz von Zusatzstoffen. Aus ethischen und umweltpolitischen Gründen ist es wichtig, möglichst auf einheimische Produkte zurückzugreifen. Die Erzeugung von Gemüse, Obst und auch Fleisch erfordert in südlichen Ländern extreme Wassermengen und bringen damit auch das ökologische Gleichgewicht ins Wanken. Eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise fördert das Wohlbefinden, die Lebensqualität und hat konkrete Vorzüge für den Menschen. Sie macht Spaß, hält aktiv, beugt Krankheiten vor und ist in der Lage, bestimmte Krankheiten in ihrer Ausprägung zu mindern. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik empfiehlt Ihnen, Ihrem Körper das zu geben, was er benötigt. Lassen Sie es sich gut gehen und essen Sie Lebensmittel, die Ihnen und Ihrem Körper gut tun.