Mana – Nahrungsmittelaufnahme statt Essen

Die Alternativen für die Mittagspause sind ebenso eintönig wie ungesund: Fast Food vom Imbiss, Kantinenessen oder Junk Food aus dem Supermarkt. Eines ist allem gemein: Zuviel Fett, Zucker und Kalorien. „Wer keine Zeit für qualitatives Essen hat, sollte sofort Alternativen nutzen“, erklärt Ricardo Ferrer Rivero. Seine Lösung ist Mana, eine gesunde und nahrhafte Alternative in Form eines Pulvers zum Mischen mit Wasser oder als fertiger Drink. Darin enthalten sind alle Nährstoffe, die der Körper braucht – aber weder ein Zuviel an Zucker, noch an Fett. Statt also die Mittagspause mit ungesundem Essen und Bewegungslosigkeit zu verbringen, empfiehlt das Mana Health-Team einen Spaziergang und eine flüssige Mahlzeit. Mana beinhaltet Vitamine, Spurenelemente ebenso wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette in genau richtiger Dosierung.

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Martin Hötzl und Tilo Roth

Berlin kann sich über ein neues Restaurant freuen: Soeben feierte die „Gaststätte am Ufer“ von den erfolgreichen Gastronomen Martin Hötzl und Tilo Roth ihre Eröffnung.
Das Restaurant mit eigener Bar entstammt der Inspiration und Erfahrung aus über 20 Jahren Leben in Kreuzberg. Eine Kiez-Gaststätte mit kulinarischem Anspruch und besonderer Getränkeauswahl. Mitteleuropäische und mediterrane Küche wird mit Getränken aus lokalen Brauereien bewusst kombiniert.

Die Geschäftspartner Martin Hötzl und Tilo Roth erwiesen sich bereits in dem damaligen Hotspot Restaurant „Rodeo“ als Dreamteam und führten anschließend das Restaurant „The Grand“, insbesondere durch Tilo Roths Kochkunst, zum Szenerestaurant des Jahres bei den Berliner Meisterköchen.

Die „Gaststätte am Ufer“ bietet eine abwechslungsreiche Auswahl an Gerichten und spricht Nachbarn wie auch Genießer aus umliegenden Kiezen an. Sie garantiert ein Wohlfühlfeeling mit fairen Preisen und Platz für 40 Gäste. Ein besonderes Highlight ist der Chef’s Table an der Küche an dem bis zu acht Personen die Köche in Aktion erleben können.

Die Vorspeisen werden unter dem Motto „sharing is caring“ angeboten: Es gibt Kleinigkeiten, die man in der Mitte des Tisches platzieren und untereinander teilen kann, sodass die Gäste von allem etwas probieren können, darunter etwa veganer Humus mit Gemüsesticks, Edeloliven aus Griechenland und glasiert-geräuchertem Schweinebauch mit Wildwasser-Garnelen.

Fünf Hauptgerichte werden täglich angeboten, darunter zwei Steak-Gerichte, geräucherter und gebratener Loup de mer mit Passepierre Risotto und Ochsenbäckchen mit Süßkartoffelpüree, jungem Mais und Bohnencasserole. Auch das Fischangebot kommt nicht zu kurz, Tilo Roth bereitet mit einem Smoker Fische zu, etwa Aal und geräucherten Bachsaibling aus der Müritz oder Havel.

Als Desserts locken Cheesecake aus Ziegenfrischkäse mit Waldfrüchten und eine Käseauswahl von Maître Philippe. Die Karte wird wöchentlich gewechselt, Menüs können nach eigenen Wünschen zusammengestellt werden.

Natürlich gibt es auch einen Mittagstisch mit zwei täglich wechselnden Gerichten, immer ein veganes oder vegetarisches Gericht sowie Fisch oder Fleisch. Für den spontanen Appetit wird es eine abwechslungsreiche Auswahl an frisch zubereiteten Sandwiches, Pastrami und Salaten geben.

Unabhängig vom Restaurant lädt die hauseigene Bar zum Verweilen ein. 30 Gäste können dort in entspannter Atmosphäre ihren Abend verbringen. Nachmittags bietet die Bar ein leckeres Kuchenangebot, sowie Barfood mit selbstgemachten Sandwiches und einer erlesenen Auswahl an Getränken. Neben den angesagten Craft-Bieren wird auch eine Selektion von Longdrinks und Cocktails angeboten.
Gesundheitsbewusste Gäste können sich einen Green Smoothie bestellen, wahlweise auch zum Mittagstisch im Restaurant.
Die Außenterrasse bietet Platz für 80 Gäste, die den Ausblick auf den Landwehrkanal genießen können.

Gaststätte am Ufer, Paul-Linke-Ufer 23, 10999 Berlin, Mittagstisch: 11:30 – 15:00 Uhr, Küche: 18:00 – 22:30 Uhr, Bar Food: 12:00 – 1:00 Uhr

Kochen mit Martina und Moritz

Mais und Polenta
Aus den getrockneten, ausgereiften Maiskolben wird Polenta produziert -das grobe Maismehl, mit dem man in den Alpen bis weit nach Italien die würzige Speise gleichen Namens herstellt. Die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz zeigen ihre Lieblingsgerichte mit Polenta – nicht nur als Beilage, wie zum Beispiel cremigen Brei, den man wie Kartoffelpüree zum kross gebratenen Fischfilet serviert. Als feste Schnitte, die gebraten oder gegrillt auf den Teller kommt, ist Polenta der klassische Begleiter zu Geschmortem. Mit Pilzen oder Gemüse vermischt, wird sie zum Hauptgericht. Natürlich servieren die beiden auch jungen, frischen Mais – von den ausgelösten Körnern in der Gemüsepfanne bis zu den ganzen Kolben, groß und klein, gegrillt, gedünstet und im Wok-Gericht.

Redaktion: Klaus Brock

Morgen: Die Kultserie mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer – WDR Fernsehen, Samstag, 16. August 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD – Thema: Mais und Polenta

www.martinaundmoritz.wdr.de
www.apfelgut.de

Microgreens

„Microgreens“ sind zarte unreife Pflanzen, die aus Gemüsesamen gezogen werden und aus zwei voll entwickelten Keimblättern ( Kotyledonen ) und manchmal noch zwei rudimentären „echten“ Blättern (Primärblättern) bestehen. Sie werden als neuer kulinarischer Trend bisher nur im gehobenen Einzelhandel und in Restaurants angeboten. Die Microgreens bestechen durch ihre Optik, starke Farben, intensives Aroma und dienen als Dekoration und Zutat zu Salaten, Suppen, Sandwiches.

Dass Microgreens nicht nur schön aussehen, sondern sogar höhere Vitamingehalte als ihre ausgewachsenen Verwandten aufweisen und damit wichtige Vitaminquellen sein können, stellten Wissenschaftler der Universität und eines staatlichen Untersuchungsinstitutes in Maryland (USA) fest. Sie untersuchten als erste Microgreens im Hinblick auf ihre Nährstoffe. Eine Auswahl von 25 Arten eines kalifornischen Anbieters diente als Untersuchungsmaterial.

Dabei handelte es sich um Vertreter mehrerer Pflanzenfamilien, die im ausgewachsenen Zustand Gemüse und Kräuter wie Rotkohl, Rettich, Rucola, Spinat, Rote Beete, Gartenerbsen, Mais, Amaranth, Dill, Koriander und Basilikum hervorbringen. Die meisten von ihnen waren in einem ungeheizten Gewächshaus bei normalem Tageslicht gezogen worden. Eine Besonderheit stellte die Gartenerbse dar. Bei Licht wuchsen grüne Blätter, eine andere Charge wurde in Dunkelheit gehalten und bildete dabei gelbe Blätter aus. Auch die Maiskeimlinge bekamen kein Tageslicht und blieben deshalb gelb. Ansonsten wiesen die Microgreens kräftige Farben von dunkel- und hellgrün über violett und dunkelrot bis hellrot auf. Einige Blättchen leuchteten sogar in zwei Farben.

Die Autoren bestimmten neben dem Wassergehalt die vier Vitamine Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole (Vitamin E), Carotinoide (u. a. Provitamin A) und Phyllochinon (Vitamin K). Die untersuchten Microgreens zeichneten sich im Vergleich zu den ausgewachsenen Pflanzen durch deutlich höhere Gehalte an den untersuchten Vitaminen aus. Besonders vitaminreich waren weißer Rettich, roter Amaranth, Koriander und Rotkohl. Der Wassergehalt der Microgreens lag dagegen im Bereich normalwüchsiger Blattgemüse.

Auffallend niedrige Vitamingehalte wiesen die ohne Tageslicht gezogenen Microgreens von Mais und Erbse auf. Erbsen, die mit Belichtung kultiviert wurden, synthetisierten größere Mengen an Vitaminen, was auf die große Bedeutung des Lichtes für die Biosynthese der Nährstoffe hindeutet.

Die Ergebnisse geben einen ersten Überblick über die Vitamingehalte der Microgreens und ermöglichen damit die Einordnung dieser neuen Produktgruppe in Diätpläne und Verzehrsempfehlungen.
Susanne Großmann-Kühnau, www.aid.de

Gen-Mais gut bei Rattenplage

Laut einer neuen Studie der französischen Universität Caen führt die Fütterung mit dem Gentech-Mais NK603 zu erhöhten Sterberaten bei Ratten. Der Mais von Monsanto ist in Europa seit 2005 als Lebens- und Futtermittel zugelassen. „Die erschreckenden Studienergebnisse zeigen, dass das EU-Zulassungsverfahren für Gentech-Pflanzen keine Sicherheit für Verbraucher und Nutztiere bietet. Die Defizite sind seit vielen Jahren bekannt, ohne dass gehandelt wird“, kommentiert der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft Felix Prinz zu Löwenstein die Studienergebnisse. Löwenstein fordert von Ministerin Aigner eine sofortige Aussetzung der Importzulassung für den Risiko-Mais und ihren Einsatz für eine grundlegende Reform des Zulassungsverfahrens in Brüssel.

Im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens werden lediglich die Unterlagen der Antragsteller geprüft. Unabhängige Untersuchungen finden kaum statt, auch weil die Patentinhaber der Gentech-Pflanzen nicht verpflichtet sind Saatgut an kritische Forscher abzugeben. Langzeitstudien, wie die Untersuchung aus Frankreich, sind kein Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Obendrein hat selbst der Europäische Rechnungshof die Zulassungsbehörde EFSA als industrienah kritisiert.

Enttäuscht zeigte sich Löwenstein über die Passivität des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages: „Vor über einem Jahr haben wir gemeinsam mit 100.000 Bürgerinnen und Bürgern in einer Petition die Defizite des Gentechnik-Zulassungsverfahrens angeprangert und einen Zulassungsstopp gefordert. Auf eine abschließende Bewertung unserer Petition durch den Ausschuss warten wir immer noch.“

Löwenstein verwies auf die BÖLW-Studie „Risiken mit amtlichem Siegel“, die über Defizite des EU-Zulassungsverfahrens aufklärt: www.boelw.de/uploads/media/pdf/Themen/Gentechnik/Risiken_mit_amtlichem_Siegel_110930.pdf

„Nach der aufsehenerregenden Studie über krankmachenden Genmais bei Ratten erwägt Frankreich, sich für ein Verbot von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in der EU einsetzen. Dies kündigte Premierminister Jean-Marc Ayrault für den Fall an, dass sich die gesundheitlichen Gefahren bestätigen sollten. Er reagierte damit auf die neue, oben beschriebene Studie nach der mit Genmais gefütterte Ratten jünger sterben und deutlich häufiger an Krebs erkranken als Tiere, die herkömmliche Nahrung erhalten,“ weiß die Deutsche Welle zu berichten.

daheim&unterwegs

„daheim&unterwegs“ wird sich in der 40. KW voraussichtlich mit folgenden Themen befassen:

 

keine Sendung am Montag, 03.10.2011

 

Dienstag, 04.10.2011

NRW-Finale des kulinarischen Wettbewerbs „Speisekarte Deutschland“: Heute steht das Lieblingsgericht der Nordrhein-Westfalen fest, das sich nun im nationalen Wettbewerb gegen die beliebtesten Speisen aus den anderen 15 Bundesländern behaupten muss

. Mittwoch, 05.10.2011

  • 16.15 Uhr: Ihr Thema
  • 16.25 Uhr: Wir in NRW
  • 16.45 Uhr: Service
  • 17.10 Uhr: Mein Daheim mit Brotkünstler Bernd Armbrust: Hot-Chili-Cheddar-Maisbrote Allmählich schmecken die reichhaltigeren Brote wieder: Käse und Wurst kommen bei Bernd Armbrust aber nicht (nur) AUF sondern gleich IN dieses Brot. Chili und Mais werden bei so manchem Urlaubserinnerungen wecken, so dass dieses Brot die Seele noch einmal erwärmt vor dem nasskalten Herbst.
    • 17.25 Uhr: fit und gesund

 

Donnerstag, 06.10.2011

  • 16.15 Uhr: Ihr Thema
  • 16.25 Uhr: Wir in NRW
  • 16.45 Uhr: Service
  • 17.10 Uhr: Mein Daheim
  • 17.25 Uhr: fit und gesund

 

Freitag, 07.10.2011  

  • 16.15 Uhr: Ihr Thema
  • 16.25 Uhr: Wir in NRW
  • 16.45 Uhr: Service
  • 17.10 Uhr: Mein Daheim:

17.25 Uhr: fit und gesund –  Naturheilkunde mit Melanie Wenzel

WDR Fernsehen, daheim&unterwegs, 16.15 bis 18.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

Wein richtig dekantieren

Nathan Myhrvold

von Rainer Ribing – www.dertourismus.at

Auf der Pariser Kochbuchmesse „Cookbook Fair“ machte ein spezieller Koch auf sich aufmerksam. Er präsentierte nicht etwa ein banales neues Kochbuch, sondern legte ein Kompendium von 20 Kilogramm mit 1,1 Millionen Wörtern und 3.216 Bildern in fünf Bänden auf den Büchertisch. „Modernist Cuisine“, geschrieben von Nathan Myhrvold (51), eigentlich Mathematiker und Physiker (seine Doktorarbeit schrieb er in Cambridge bei Stephen Hawkins) und nach einem Job bei Microsoft steinreicher Hobbykoch.

Nathan Myhrvold
Nathan Myhrvold mit Lieblingsmesser

Hobbykoch? Na ja. So ähnlich. Für sein Hobbykochbuchprojekt hat Myhrvold gerade mal ein Team von 40 Forschern und ein Budget von 5 Millionen Dollar ins Rennen geschickt. Unter anderem kam dabei auch ein Brotaufstrich von 150 Gramm heraus, der aus 60 Kilogramm Mais hergestellt wurde. Dazwischen lagen knapp 2 Stunden in denen der frische Mais mit dem Zwanzigtausendfachen der Erdanziehungskraft durch eine Laborzentrifuge raste und so Öle, Wasser und Ballaststoffe von ihm abtrennte. Das Ergebnis sind ungefähr 150 Gramm purer Geschmack. Nachkochen? Leichter fällt es uns da schon mit einer anderen „Entdeckung“ aus dem Labor: Myhrvolds hat den Beweis angetreten, dass man Wein zum Dekantieren nicht etwa im Dekanter lüftet, sondern am besten einige Sekunden durch den Küchenmixer jagt. Die Annahme, der Wein brauche grundsätzlich nur Kontakt mit Sauerstoff, sei eine falsche. Mehrere Versuche zur Weinlüftung hätten in einer Stickstoffumgebung zu annähernd gleichen Ergebnissen geführt. Deshalb haben sich die Forscher auf die Entgasung des Weines konzentriert. “Wenn also ein bisschen Dekantieren hilft, warum nicht auch viel?” sagten sie sich und schütteten testweise ein paar Flaschen Château Margaux in den Mixer. Ein paar Sekunden später: Voila! Der Turbo-Dekantierte schmeckte weicher und runder als in der belüfteten Version.
Das und mehr auf http://modernistcuisine.com/

Lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema: Modernist Cuisine:
www.gourmet-report.de/artikel/339542/Nathan-Myhrvold.html

Build your own WURST

Jeder bekommt seine Lieblingswurst

Ihre Lieblingswurst muss erst noch erfunden werden? Dann können Sie jetzt ein wenig nachhelfen: Sie möchten Mais und Erbsen in der Lyoner? Ihnen schmecken Äpfel, Bananen und Mandeln in der Leberwurst? Sie bevorzugen scharfen Leberkäse mit Chili, Pfeffer und Meerrettich? Sie wollen es verrückt: Gelbwurst mit Rosenblütenblättern? Oder Sie denken: Warum Mohn und Sesam nur auf Semmeln? Ich mag es in der Salami. Alle Wünsche dieser Art können Sie sich jetzt online auf einer Mass-Customization-Seite für Wurstwaren erfüllen.

Auf wurstmixx.de wählen Sie eine handelsübliche Basiswurst und verschiedene Zutaten. Zur Auswahl stehen 20 verschiedene Wurstsorten, z.B. Lyoner, Grillwürstchen und Salami. In diese Würste können Sie dann aus mehr als 70 Zutaten folgender Kategorien wählen: Gemüse, Gewürze & Kräuter, Nüsse & Körner, Nudeln & mehr, Süßes & Obst sowie Käse & Fisch. Von neugierig verrückt wie z.B. eine Grillwurst mit Rosenblütenblättern bis zu kon-servativ vorsichtig wie z.B. Lyoner mit Nudeln und Reis ist alles möglich. Zur Abrundung des Angebotes kann auch ein Braten ganz nach Geschmack gefüllt oder ein Frischkäse verfeinert werden.

Schon ab einem Stück

Die Produktion erfolgt dann in der Metzgerei von Claus Böbel im fränkischen Rittersbach. Und das schon ab einem Stück (Dosenwurst, Fleischkäse). Je nach Herstellungsaufwand gibt es für andere Wurstsorten eine Mindestmenge, z.B. für die Grillwürstchen 25 Stück. Wurstmixx ist ein weiterer Baustein der außergewöhnlichen Vertriebswege der Metzgerei. Am Anfang stand der Wurstbrief, die geschmackvolle Grußkarte, gefolgt vom klassischen Online-Shop der mittlerweile mit über 400 Artikeln der größte Metzgereishop im Web ist. Neben den Internetaktivitäten gibt es auch vor Ort Attraktionen wie das WurstErlebnis, bei dem eine Gruppe Wurst selbst herstellt. In der Wurstmixx-affinen Leberkäsevariante darf jeder zwei Mini-Leberkäse selbst mit Zutaten mixen und anschließend verzehren.

www.Wurstmixx.de

Gen-Pflanzen in Europa auf dem Rückzug

Gentechnik-Lobby bauscht Anbaustatistik auf
Greenpeace: Gen-Pflanzen in Europa auf dem Rückzug

Greenpeace beanstandet den heute von der Gentechnik-Organisation ISAAA vorgelegten Jahresbericht 2009 zum Anbau der Agro-Gentechnik als irreführend. Nach Angaben des International Service for the Acquisition of Agri-biotech Application (ISAAA) dehnte sich die Grüne Gentechnik im Jahr 2009 weltweit aus. Nach Einschätzung von Greenpeace stagnieren jedoch Entwicklung und Anbau von Gen-Pflanzen seit ihrer Einführung vor 14 Jahren. Die Anbaufläche für Gen-Mais in der Europäischen Union ist im vergangenen Jahr sogar um rund 10 Prozent zurückgegangen. Die ISAAA wird unter anderen von den Agrar-Konzernen Bayer, Monsanto, Syngenta, Pioneer und Dupont finanziert.

„In jedem Jahresbericht behauptet die ISAAA, Gen-Pflanzen würden weltweit boomen“, sagt Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter von Greenpeace. „Doch trotz massivster Bemühungen der Gentechnik-Industrie sind weltweit über 90 Prozent der Ackerflächen gentechnikfrei, 99 Prozent aller Bauern arbeiten ohne Gentechnik. Von einer florierenden Grünen Gentechnik kann nicht die Rede sein.“

85 Prozent der Gen-Pflanzen werden in nur vier Ländern angebaut

Die meisten Gen-Äcker liegen in nur vier Ländern, den USA, Argentinien, Brasilien und Kanada. Lediglich in Brasilien gibt es einen nennenswerten Zuwachs an Gen-Pflanzen. Nach jüngsten Zahlen des EU-Parlamentes haben europäische Landwirte im Jahr 2009 11 Prozent weniger Gen-Pflanzen angebaut als im Vorjahr. Deutschland und Luxemburg hatten 2009 den Gen-Mais-Anbau wegen ökologischer Risiken verboten.

In Spanien, Tschechien, der Slowakei und Rumänien ist der Anbau auf dem Rückzug, da höhere Saatgut-Preise, ein unsicherer Absatz der Ernte und Probleme bei der Trennung von konventionellen Pflanzen und Gen-Pflanzen den Anbau unattraktiv machen. Auch in Ländern außerhalb Europas werden Anbauverbote ausgesprochen. In Indien wurde gerade erst der Anbau von genmanipulierten Auberginen gestoppt.

Agro-Gentechnik bringt keine Vorteile für den Verbraucher

„Im Gegensatz zu den Behauptungen der Industrie scheitert der Anbau von Gen-Pflanzen in immer mehr Ländern“, sagt Hofstetter. „Es sind fast ausschließlich von den Agrarkonzernen geköderte Großbetriebe, die Gen-Pflanzen für ihre Monokulturen bevorzugen. Umweltrisiken werden bei diesen Deals billigend in Kauf genommen.“

Im Widerspruch zum Jahresbericht des ISAAA steht auch, dass Landwirte bis heute keine höheren Erträge mit Gen-Pflanzen erzielen können. Untersuchungen zeigen stattdessen, dass Anwender immer stärkere Pestizide auf Gen-Äckern einsetzen. Auch Vorteile für Verbraucher sind bis heute nicht sichtbar. Der globale Anbau und Vertrieb von Gen-Pflanzen beeinflusst zunehmend eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. So wurden 2009 in Deutschland Brötchen, Müsli und Backmischungen durch illegal aus Kanada importierte Gen-Leinsaaten kontaminiert.

Verwirrung um Gen-Mais

Verwirrung um Gen-Mais

Greenpeace entdeckt Schlamperei bei Anmeldungen

Bei den Anmeldungen zum Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland herrscht in diesem Jahr Durcheinander: Obwohl der Anbau verboten ist und EU-Zulassungen fehlen, dürfen Landwirte unter Vorbehalt den Anbau von Gen-Kartoffeln und Gen-Mais anmelden. Zudem sind die Angaben teilweise falsch. Greenpeace hat die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig geprüft. Greenpeace veröffentlicht heute eine interaktive Karte unter www.greenpeace.de/gen-anbaukarte, auf der die angemeldeten Flächen mit Google-Maps bis auf das Flurstück genau dargestellt werden.

„Der schlampige Umgang der Behörden mit den Anmeldungen macht das wichtige Standortregister fast unbrauchbar“, sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. „Für alle Landwirte und Imker, die gentechnikfrei produzieren, ist die mangelnde Kontrolle eine Katastrophe. Sie wissen nicht, ob auf Nachbarfeldern Gen-Pflanzen wachsen werden und ob sie Vorkehrungen treffen müssen. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt Gentechnik auf dem Acker ab. Dann müssen die Behörden auch zuverlässig dafür sorgen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.“

Derzeit sind wegen des Anbau-Verbots und der ausstehenden Zulassungen nur 1001 Hektar (ha) für den Gen-Mais und erstmals für die Gen-Kartoffel 20 ha im Standortregister eingetragen (Stand 5. 2. 2010). Das sind rund 2650 ha weniger als im Vorjahr. Greenpeace hat die Daten aus Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommen analysiert. Von 24 angemeldeten Flächen in diesen beiden Bundesländern sind 6 falsch eingetragen. Die Angaben können nicht stimmen, weil es entsprechende Flächen in den Gemeinden entweder gar nicht gibt oder diese völlig andere Größen aufweisen. Somit erfüllt das Standortregister nicht seine Aufgabe, für Transparenz beim Anbau der Risiko-Pflanzen zu sorgen. Greenpeace fordert von Landwirtschaftministerin Ilse Aigner (CSU), diese verwirrenden Anmeldungen sofort zu unterbinden und für Klarheit zu sorgen.

Greenpeace entdeckte fehlerhafte Anmeldungen in Brandenburg und im Landkreis Kitzingen/Bayern. Eines der Felder ist laut Anmeldung sechsmal größer als es möglich sein kann. Besonders heikel: Die falschen Angaben betreffen fränkische Landwirte, von denen einige auch dieses Jahr Schadensersatz vom BVL fordern wollen, wenn ein weiteres Verbot sie daran hindert, den Gen-Mais Mon810 anzubauen. Ministerin Aigner stoppte dessen Anbau im April 2009 wegenZweifel an seiner Sicherheit.

„Aigner muss am Verbot für Mon810 festhalten. Sie muss auch im Falle einer EU-Zulassung der Gen-Kartoffel deren Anbau in Deutschland stoppen“, erklärt Töwe. Eine von Greenpeace im Januar in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage zeigt, dass 79 Prozent der Deutschen das Verbot für Mon810 erhalten wollen. 77 Prozent sind zudem gegen den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora.