Mandeln verringern den Appetit

Eine neue Studie1, die in der diesjährigen Oktober-Ausgabe des European Journal of Clinical Nutrition erschien, zeigt bei Teilnehmern, die 4 Wochen lang täglich 43 g von trocken-gerösteten, leicht gesalzenen Mandeln konsumierten (als Snack oder als Teil einer Mahlzeit), eine Verbesserung bei der Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E, im Gegensatz zu Teilnehmern, die keine Mandeln konsumierten. Vitamin E ist beispielsweise dafür bekannt, den Schutz von Zellen vor oxidativem Stress zu unterstützen. Dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis, da die Vitamin E-Aufnahme vor dem Start der Studie bei vielen Teilnehmergruppen unter der empfohlenen Menge lag. Noch besser: Am Ende der 4-wöchigen Studie blieben die Kalorienzufuhr und das Körpergewicht von Teilnehmern, die Mandeln konsumierten, im Vergleich zu Kontrollgruppen, die keine Mandeln zu sich nahmen, ungefähr gleich. Dies führt zu der Annahme, dass die Teilnehmer die durch die Mandeln gelieferte Energie ausgleichen.
Zusätzlich fanden die Forscher während einer 8-stündigen Verköstigungsstudie heraus, dass eine signifikant größere Verringerung des täglichen Hungergefühls und der Lust, etwas zu essen, bei Teilnehmern auftrat, die Mandeln entweder als Snack (Kombination der Vormittags- und Nachmittags-Snack-Gruppen) oder als Teil einer Mahlzeit (Kombination der Frühstück- und Mittagessen-Gruppen) konsumierten, als im Vergleich zu Probanden, die keine Mandeln zu sich nahmen. Die Effekte waren dabei ausgeprägter in den Snacking-Gruppen als bei den Teilnehmern, die Mandeln als Teil einer Mahlzeit zu sich nahmen.

Der Snack-Markt in Deutschland wächst nach wie vor. Einige Experten schreiben Snacks sogar das Potenzial zu, einer der zukünftig größten Märkte zu werden (Magazin „Snack“, August 12). Konkret bedeutet dies, dass in den kommenden Jahren mit einer Menge an Snack- Neueinführungen zu rechnen sein kann. Gerade deswegen ist es wichtig, bei der Auswahl von Snacks sehr genau hinzuschauen und solche auszuwählen, die nicht zu einer Gewichtszunahme führen, sondern tatsächlich positive Effekte auf die Gesundheit haben. Snacking wird häufig als potenzielles Risiko für Gewichtszunahme angesehen. Diese Verallgemeinerung dürfte verschiedene Reaktionen zur Selektion von Lebensmitteln bei Verbrauchern hervorrufen.

Die 4-wöchige randomisierte, kontrollierte klinische Studie (mit einer 8-stündigen Verköstigungsstudien-Komponente) lief unter der Aufsicht von Dr. Richard Mattes und Dr. Sze- Yen Tan von der Universität Purdue (USA) und repräsentiert die aktuellsten Untersuchungen zu den Auswirkungen von Mandelkonsum auf das Körpergewicht sowie den Appetit. Diese neue Studie liefert ähnliche Erkenntnisse wie eine europäische Studie aus dem letzten Jahr, welche herausfand, dass eine Ernährung mit Mandeln als Snack die Nährstoffaufnahme verbessert, ohne dabei die Kalorienzufuhr zu erhöhen.
1
Tan, S-Y. and Mattes, RD. 2013. Appetitive, dietary and health effects of almonds consumed with meals or as snacks. Eur J Clin Nutr DOI#10:1038/ejcn.2014.184.
Die Mattes/Tan-Studie untersuchte 137 Erwachsene, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ-2 haben. Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmer durch ein Zufallsprinzip zu einer der folgenden fünf Gruppen zugeordnet: der Kontrollgruppe, die auf jegliche Nüsse und Samen verzichten, oder einer der vier Mandel-Gruppen, in denen 43 Gramm Mandeln entweder zum Frühstück, zum Mittagessen, als Vormittags- oder als Nachmittags-Snack konsumiert wurden. Die T eilnehmer nahmen sowohl an einer 8-stündigen2 als auch einer 4-wöchigen Verköstigungsstudie teil. Am Tag der 8-stündigen Verköstigungsstudie nahmen alle Teilnehmer ein standardisiertes Frühstück und Mittagessen zu sich. Die Kontrollgruppe konsumierte dabei weder Mandeln noch andere Snacks. Die verbliebenen Mandelgruppen nahmen die 43 Gramm Mandeln zu den vorgeschriebenen Zeiten zu sich; die Teilnehmer, die Mandeln als Snack zu sich nahmen, verzehrten diese ca. 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit oder 2 Stunden vor der nächsten Mahlzeit.

Obwohl die Mahlzeiten und Snacks während der 8-stündigen Verköstigungsstudie standardisiert waren, wurden für die 4-wöchige Studie keine Diät-Anweisungen gegeben. Die Teilnehmer sollten ihre normalen Essgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten beibehalten. Obwohl die Teilnehmer während der vier Wochen täglich ca. 250 Kalorien durch die Mandeln zu sich nahmen, stieg die tägliche totale Kalorienzufuhr während des Untersuchungszeitraums nicht an. Tatsächlich haben die Teilnehmer fast 7.000 Kalorien zusätzlich während der vier Wochen zu sich genommen, ohne dass eine Gewichtszunahme zu verzeichnen war.

„Diese Studie zeigt, dass Mandeln gerade bei Menschen, die sich um eine Gewichtszunahme sorgen, eine gute Snack-Alternative sind“, meint Richard Mattes (PhD, MPH, RD), angesehener Professor für Ernährungswissenschaften an der Universität Purdue und Leiter der Studie. „In dieser Studie kompensierten Teilnehmer die zusätzlich durch die Mandeln zu sich genommene Energie, so dass die tägliche Energiezufuhr nicht anstieg. Die Teilnehmer berichteten außerdem, dass sie weniger Appetit und den Wunsch zu essen verspürten, insbesondere wenn sie Mandeln als Snack konsumierten.“
Die Studie verdeutlicht, dass Mandeln als Teil von Hauptmahlzeiten oder als Snacks konsumiert werden können, ohne dass sich dadurch die tägliche Kalorienzufuhr oder das Körpergewicht erhöht, was wiederum die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Meta-Analyse unterstützt.3 Die Vorteile von Mandelkonsum für ein gesteigertes Sättigungsgefühl zeigten sich bei Normalgewichtigen4 sowie übergewichtigen Teilnehmern5. Darüber hinaus fand eine aktuelle Studie zur Verdauung heraus, dass Mandeln 20 Prozent weniger metabolisierbare Kalorien beinhalten als ursprünglich angenommen6.

Die 8-stündige Studie wurde zweimal durchgeführt – zunächst als Grundlage am Anfang und erneut nach Ablauf des 4-wöchigen Untersuchungszeitraums: Jedoch waren die Ergebnisse sehr ähnlich und werden daher nur einmal beschrieben
==
3 Flores-Mateo G, Rojas-Rueda D, Basora J, Ros E, Salas-Salvadó J. 2013. Nut intake and adiposity: meta-analysis of clinical trials. Am J Clin Nutr. 2013 Jun; 97(6):1346-55.
4 Hollis J, Mattes R. Effect of chronic consumption of almonds on body weight in healthy humans. Br J Nutr 2007; 98: 651-656.
5 glucose tolerant adults: a randomized crossover trial. Nutr Metab. 8(1): 6 6
Mori AM, Considine RV, Mattes RD (2011). Acute and second-meal effects of almond form in impaired
Novotny JA, Gebauer SK, Baer DJ. Discrepancy between the Atwater factor predicted and empirically
measured energy values of almonds in human diets. Am J Clin Nutr. 2012 Aug; 96(2): 296-301.

Studienresultate führte der Konsum von Mandeln – egal ob als Snack oder als Teil einer Mahlzeit –zu einer signifikanten Reduzierung von Hungergefühlen und der Lust etwas zu essen (im Vergleich zu einem Verzicht). Während des 4-wöchigen Untersuchungszeitraums führte der Verzehr von Mandeln als Snack oder als Teil einer Hauptmahlzeit weder zu einer Erhöhung der Kalorienaufnahme noch des Körpergewichtes. Mandeln haben eine hohe Nährstoffdichte und durch ihren Konsum verbesserte sich die Zufuhr von Vitamin E sowie einfach ungesättigter Fettsäuren während der vier Wochen signifikant. Mandeln können somit als Snack oder Teil einer Mahlzeit in einen Dia&#7
76;t-Plan integriert werden, um den Appetit und das Verlangen, etwas zu essen, zu verringern. Da Mandeln einfach mitzunehmen sind, eignen sie sich hervorragend als Snack mit dem Extra-Kick an Nährstoffen.

Die Studie auf einen Blick
• Die Studie wurde durchgeführt, um die Effekte beim Konsum von Mandeln als Teil einer Mahlzeit oder als Snack unter den Aspekten der glykämischen Kontrolle, des Appetits, des Körpergewichts und der Zusammensetzung zu untersuchen. Insgesamt wurden 150 Erwachsene mit einem erhöhten Diabetes Typ-2-Risiko zu einer von fünf Gruppen zufällig zugeteilt:
o Eine Kontrollgruppe, die weder Nüsse noch Samen konsumierte
o 2Mahlzeit-Gruppen, die 43 Gramm ganze Mandeln zum Frühstück oder Mittagessen
konsumierten und
o 2 Snack-Gruppen, die 43 Gramm ganze Mandeln als Snack am Vormittag oder
Nachmittag konsumierten
• Dieselben Teilnehmer nahmen an zwei identischen 8-stündigen Verköstigungsstudien (am
Anfang und am Ende des Untersuchungszeitraums von 4 Wochen) sowie an einer 4-
wöchigen Verköstigungsstudie teil.
• Jede 8-stündige Verköstigungsstudie beinhaltete fortlaufende Blutproben-Entnahmen nach
der Einnahme der standardisierten Frühstücks- und Mittagmahlzeiten (entweder ohne Mandeln (Kontrollgruppe) oder mit 43 g Mandeln, die in Übereinstimmung mit der für die Teilnehmer vorgeschriebenen Zeit (Frühstück, Vormittag, Mittagessen oder am Nachmittag) konsumiert wurden).
• Während der 4-wöchigen Studie sollte Teilnehmer entweder keine Mandeln (Kontrollgruppe) oder die tägliche 43 g-Portion an Mandeln, in Abstimmung mit der ihnen zugeteilten Zeit (Frühstück, Vormittag, Mittagessen oder am Nachmittag), konsumieren. Die Teilnehmer waren angewiesen, ihre normalen Essgewohnheiten sowie ihre normalen sportlichen Aktivitäten beizubehalten. Messungen während des 4-wöchigen Zeitraums beinhalteten Körpergewicht, Body Mass Index, Körperfett, Taillenumfang, Blutdruck, 24-stündige Diät- Erinnerungen, körperliche Aktivität, Fragebögen zu Persönlichkeits- und Essverhalten und dem Verlangen, etwas zu essen (d. h. Hungergefühl, Sättigungsgefühl und Appetit) anhand der Nutzung visueller analoger Skalen.

Ergebnisse:
• Von den 150 zufällig zugeteilten Teilnehmern, beendeten 137 (48 Männer und 89 Frauen) die Studie.
• Während der 8-stündigen Verköstigungsstudie:
o Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keinen Snack konsumierte, verringerte sich das
Hungergefühl und die Lust, etwas zu essen, bei denjenigen Teilnehmern, die Mandeln
als Vormittags-Snack zu sich nahmen, auch eine Stunde danach signifikant.
o Bei Berechnungen von ganztägigen Bewertungen (z. B. Fläche unter der Kurve) für Hunger und der Lust, etwas zu essen, waren diese in den kombinierten Vor- und Nachmittag-Snack- und den kombinierten Mahlzeit-Gruppen (Frühstück und Mittagessen) im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant kleiner. Die größten wahrgenommenen Verringerungen waren in den kombinierten Snack-Gruppen
festzustellen.
• Während der 4-wöchigen Verköstigungsstudie:
o Im Vergleich zum Zeitraum vor der Studie und zur Kontrollgruppe zeigte sich eine signifikante Steigerung in der Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E bei allen Mandel-Gruppen.
o Ungeachtet der Tatsache, dass die Teilnehmer täglich ca. 250 Kalorien mehr durch die 43 g-Mandelportionen zu sich nahmen, stieg weder die tägliche Kalorienzufuhr noch erhöhte sich das Körpergewicht. Diese Resultate sind möglicherweise auf die spontane Energiekompensierung zurückzuführen.

Fazit:
Diese Studie belegt, dass 43 Gramm Mandeln täglich (als Snack oder Teil einer Mahlzeit) den Teilnehmern half, die empfohlene Tagesmenge an Vitamin E aufzunehmen, ohne dass es zu einer Steigerung bei der Kalorienzufuhr oder des Körpergewichts kam.
Darüber hinaus ließ sich im Vergleich zu den Teilnehmern, die keinen Snack zu sich nahmen, eine signifikante Verringerung des Hungergefühls und der Lust, etwas zu essen, auch noch eine Stunde nach dem Snacken am Vormittag feststellen.
Alle diese Befunde bestärken die Annahmen, dass Mandeln sich sehr gut als nahrhafte Ergänzung für jede Diät eignen, egal ob als Snack oder Teil einer Mahlzeit.

www.AlmondBoard.de

Olivenöl macht schlank

Fettreduzierte Lebensmittel sind auf dem Vormarsch. Viele Menschen hoffen, mit derartigen Produkten abzunehmen. Allerdings ist deren Wirkung umstritten: Man nimmt zwar weniger Energie auf, isst dafür aber unter Umständen mehr, wenn man sich nicht satt fühlt. Arbeitsgruppen an der Technischen Universität München und an der Universität Wien untersuchten, wie Öl und Fett das Sättigungsgefühl regulieren.

Vier Speisefette nahmen die Wissenschaftler unter die Lupe: Schweineschmalz, Milchfett, Raps- und Olivenöl. Über drei Monate aßen 120 Studienteilnehmer zusätzlich zu ihrer normalen Kost täglich 500 g Magerjogurt, der mit einem der vier Fette angereichert war.

Den größten Sättigungseffekt hatte dabei das Olivenöl. Bei den Probanden der Olivenöl-Gruppe konnte eine erhöhte Konzentration des Sättigungshormons Serotonin im Blut festgestellt werden. Zudem beurteilten sie den Olivenöl-Jogurt subjektiv als sehr sättigend. Der Anteil des Körperfetts und das Körpergewicht blieben in dieser Gruppe konstant.

Das ist ein überraschendes Ergebnis, da Raps- und Olivenöl ähnliche Fettsäuren enthalten. Daher nahmen die Wissenschaftler in einem anderen Versuch die Aromen im Olivenöl ins Visier. Im zweiten Studienteil erhielt eine Gruppe Jogurt mit Aroma-Extrakten aus Olivenöl, eine Kontrollgruppe reinen Jogurt. Das Ergebnis: Die Olivenöl-Gruppe blieb bei ihrer üblichen Energieaufnahme; dagegen kam die Kontrollgruppe auf ein Plus von 176 kcal pro Tag. Die Aroma-Probanden passten also ihr Essverhalten an. Im Vergleich zur Aromagruppe hatten die Kontrollpersonen auch weniger Sättigungshormon im Blut.

Eine mögliche Erklärung für die geringere Energieaufnahme ist das Sättigungsgefühl: Wie lange dieses nach dem Essen anhält, hängt neben anderen Faktoren insbesondere vom Blutzuckerspiel ab. Je schneller er sinkt, das heißt, je schneller die Körperzellen Zucker aus dem Blut aufnehmen, desto eher fühlt man sich wieder hungrig.

Im nächsten Schritt wurde untersucht, welche Aromastoffe im Öl die Zuckeraufnahme durch die Zellen am effektivsten verzögern. Dafür wurden Olivenöle aus Spanien, Griechenland, Italien und Australien genutzt. Die Forscher identifizierten zwei Inhaltsstoffe, die die Aufnahme von Glucose aus dem Blut in Leberzellen verringerten: Hexanal und E2-Hexanal – wobei italienisches Olivenöl die größten Mengen der beiden Aromastoffe enthält. Letztendlich konnte so nachgewiesen werden, dass Geschmackstoffe die Sättigung regulieren können.
Dr. Jörg Häseler, www.aid.de

Walnüsse

Walnüsse in Verbindung mit einer Beratung zum Lebensstil senken das Risiko des metabolischen Syndroms

Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal of Nutrition (2010/126300), ergab, dass sich bei einem Verzehr von 30 g (1 amerikanische Unze) Walnüssen pro Tag in Verbindung mit einer Beratung zum Lebensstil eine zentrale Adipositas, Gewichtszunahme und das metabolische Syndrom verringern lassen.

Als metabolisches Syndrom wird eine Gruppe von Risikofaktoren bezeichnet, die gemeinsam zu schweren Gesundheitsproblemen führen können. Zu den Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, ein hoher Blutzuckerspiegel, gesundheitsschädliche Cholesterinwerte und/oder Bauchfett. Gegenwärtig besteht bei 15,1 Prozent der chinesischen Erwachsenen das Risiko eines metabolischen Syndroms, das unbehandelt zu schweren Gesundheitsproblemen führen kann.

Bei der vom Chinesischen Institut für Ernährungswissenschaft, dem Shanghai Institute for Biological Sciences, Chinese Academy of Sciences, durchgeführten Studie wurden 283 Männer und Frauen mit metabolischem Syndrom oder einem hohen Risiko für ein metabolisches Syndroms untersucht. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: Beratung zum Lebensstil (Kontrollgruppe) nach den Richtlinien der American Heart Association oder Beratung inklusive einer Ernährungsumstellung mit entweder Walnüssen (Gruppe 1) oder Leinsamen (Gruppe 2). Nach zwölf Wochen hatten alle Teilnehmer Gewicht verloren und wiesen bessere Blutfett- und Blutdruckwerte auf. Bei der Walnussgruppe hatte sich die zentrale Adipositas, also der Bauchumfang, jedoch um 16 % verbessert, bei der Kontrollgruppe dagegen nur um 6,3 %.

Weitere Studien sind zwar notwendig, doch erste Ergebnisse fallen günstig aus, wie Studienleiter Dr. Lin erklärt: „Eine Umstellung der Ernährung hin zu frischen und gesunden Lebensmitteln wie Früchten, Gemüse und Walnüssen, in Verbindung mit einer Beratung zum Lebensstil, kann die Risikofaktoren für das metabolische Syndrom verringern.“

In zahlreichen Studien wurde bereits gezeigt, dass alpha-Linolensäure, die pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die auch in Walnüssen zu finden ist, sich nicht nur günstig auf Entzündungen, das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Insulinresistenz und die Gewichtskontrolle auswirkt, sondern möglicherweise auch auf die Hirnleistung.

Die Risikofaktoren des metabolischen Syndroms*

Großer Taillenumfang
Bei Männern: 102 cm und mehr
Bei Frauen: 88 cm und mehr

Cholesterin: hohe Triglyzerid-Werte
entweder 150 mg/dL und höher oder
die Verwendung eines cholesterinsenkenden Medikaments

Cholesterin: niedrige Werte des „guten“ Cholesterins (HDL)    entweder
bei Männern: weniger als 40 mg/dl und bei Frauen: weniger als 50
mg/dl
oder
die Verwendung eines cholesterinsenkenden Medikaments

Bluthochdruck
entweder Werte von 130/85 mm Hg und mehr
oder
die Verwendung eines blutdrucksenkenden Medikaments

Hoher Nüchternblutzucker
100 mg/dl und mehr

*American Heart Association und National Heart, Lung and Blood Institute

Rapsöl macht Babynahrung gesünder

Rapsöl macht Babynahrung gesünder
Studie mit 100 Säuglingen weist positive Effekte nach

Rapsöl in der Babynahrung wirkt sich positiv auf die Mengen bestimmter lebenswichtiger Fettsäuren im Blut aus. Das hat eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) nachgewiesen. Die FKE Forscher empfehlen, Gläschennahrung mit Rapsöl zu versetzen. Dies sei gerade im Säuglings- und Kleinkindalter wichtig. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Zeitschrift Archives of Disease in Childhood erschienen.

An besagter Studie nahmen 102 Säuglinge aus Dortmund teil, die im Alter von zwei Monaten in die Studie aufgenommen worden waren. Die Forscher teilten sie in eine Versuchs- und in eine Kontrollgruppe ein.
Die Eltern beider Gruppen wurden gebeten, ihren Kindern vom fünften bis zum zehnten Lebensmonat mindestens fünfmal pro Woche ein Gläschen Baby-Mahlzeit aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch zu geben. Bei der Kontrollgruppe war das in Baby-Menus übliche Maiskeimöl enthalten, bei der Versuchsgruppe war das Maiskeimöl gegen Rapsöl ausgetauscht worden. Die Essgewohnheiten dieser Kinder wurden von ihrem zweiten Lebensmonat an bis zum Ende des Versuches genau dokumentiert.
Am Anfang und am Ende des Versuchszeitraums entnahmen die Wissenschaftler den Säuglingen eine Blutprobe. Darin bestimmten sie die Konzentration verschiedener Fettsäuren. Am Ende wiesen die 49 Kinder der Versuchsgruppe gegenüber den 53 der Kontrollgruppe einen höheren Omega-3-Fettsäure-Spiegel auf. Omega-3-Fettsäuren sind bei Säuglingen vor allem für die Entwicklung des Gehirns, der Netzhaut und für Funktionen des Immunsystems wichtig.

Warum Rapsöl gesund ist

Rapsöl enthält unter anderem die Omega-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA). Sie ist essentiell, das heißt, der Körper kann sie nicht selbst bilden, sondern muss sie mit der Nahrung aufnehmen. ALA ist Ausgangsstoff für eine weitere wichtige Fettsäure, die Docosahexaensäure (DHA). Diese ist ein integraler Bestandteil von Membranen, speziell der Nervenzellen. Der Körper benötigt sie zum Aufbau des Gehirns und der Netzhaut. Das übliche in Baby-Menus enthaltene Maiskeimöl enthält nur wenig ALA, Rapsöl dagegen viel. Bisher wusste man nicht, wie sich der Austausch von Maiskeimöl durch Rapsöl in der Beikost auf den Omega-3-Fettsäure-Gehalt im Blut von Babys auswirkt und ob die Bildung der DHA gefördert wird.
Da der Körper die Ausgangsfettsäure Alpha-Linolensäure nicht selbst herstellen kann, ist es wichtig, ihm über die Nahrung genügend zur Verfügung zu stellen. „Bei Kleinkindern und speziell bei Säuglingen ist eine ausreichende Versorgung besonders wichtig, da die Organe sich in den ersten Lebensmonaten schneller entwickeln als in den späteren Lebensjahren“, erklärt FKE-Studienleiterin Dr. Mathilde Kersting. Die Omega-3-Fettsäuren unterstützen diese Entwicklung. „Die Versuchsgruppe hat durch die Rapsölanreicherung ihrer Nahrung mehr Alpha-Linolensäure zu sich genommen als die Kontrollgruppe. Wir konnten auch einen höheren Gehalt an DHA in ihrem Blut nachweisen. Dieses Ergebnis ist ein schöner Erfolg, da wir auf diese einfache Weise die Versorgung der Kinder mit dieser wichtigen Fettsäure verbessert haben. Die Rapsöl-Zugabe ist daher empfehlenswert.“ Weitere Forschungen sollen diese Ergebnisse noch erhärten.

Wasser für Schüler

Risiko für Übergewicht sinkt deutlich

Das gilt nicht nur, wenn man sich darin bewegt. Auch ein Schluck vom kühlen Nass verhindert unter Umständen, dass sich um die Hüften unerwünschte Rettungsringe bilden. Das hat eine Forschergruppe vom Dortmunder Institut für Kinderernährung in einer groß angelegten Studie an 32 Dortmunder und Essener Grundschulen gezeigt.

Durch eine Steigerung des Wasserkonsums sollte der Genuss zuckerhaltiger Softdrinks reduziert und so die Kalorienaufnahme gesenkt werden. Dazu wurden in 17 Schulen Wasserspender aufgestellt. Ihre Einführung wurde durch eigens dafür entwickelte Unterrichtsstunden begleitet. Außerdem sollten die teilnehmenden Lehrer ihre Schüler zum Wassertrinken ermutigen. Die Trinkgewohnheiten der Schüler wurden zu Beginn und zum Ende eines Schuljahres mittels Fragebögen erfasst und deren Body-Mass-Index (BMI) bestimmt. Für die Studie wurden Schulen aus sozialen Brennpunkten ausgewählt, weil in diesen die Zahl der übergewichtigen Kinder besonders hoch ist. Außerdem sind Präventionsprogramme, die zum Beispiel die aktive Mitarbeit der Teilnehmer außerhalb der Schule erfordern, hier bisher kaum erfolgreich. Die Autoren hofften, durch eine bewusst einfache Maßnahme die Zielgruppe besser zu erreichen.
Ihre Ergebnisse gaben ihnen Recht: Am Ende des Jahres tranken die Schüler aus der Versuchsgruppe im Schnitt ein Glas Wasser am Tag mehr als die Kontrollgruppe. Ihr Risiko, Übergewicht zu entwickeln, hatte sich zugleich um 30 Prozent verringert. Dabei blieb der Anteil der Übergewichtigen in der Versuchsgruppe konstant, stieg aber in der Kontrollgruppe im Verlauf des Jahres an. Der durchschnittliche BMI der beiden Gruppen unterschied sich nicht signifikant voneinander.

Auch der Verzehr von Softdrinks in der Versuchsgruppe hatte sich nicht verringert. Warum die Wasser trinkenden Schüler trotzdem seltener übergewichtig wurden und ob die beobachteten Effekte langfristig anhalten, müssen nun weitere Untersuchungen zeigen.
Unabhängig davon stellt aber die ständige Versorgung von Grundschülern mit Trinkwasser eine einfache und kostengünstige Maßnahme zur Gesundheitsförderung dar und vor allem eine Alternative zu zuckerhaltigen Kalorienbomben.
aid, Dr. Margit Ritzka

Wasser für Schüler

Wasser für Schüler

Risiko für Übergewicht sinkt deutlich

Das gilt nicht nur, wenn man sich darin bewegt. Auch ein Schluck vom kühlen Nass verhindert unter Umständen, dass sich um die Hüften unerwünschte Rettungsringe bilden. Das hat eine Forschergruppe vom Dortmunder Institut für Kinderernährung in einer groß angelegten Studie an 32 Dortmunder und Essener Grundschulen gezeigt.
Durch eine Steigerung des Wasserkonsums sollte der Genuss zuckerhaltiger Softdrinks reduziert und so die Kalorienaufnahme gesenkt werden. Dazu wurden in 17 Schulen Wasserspender aufgestellt. Ihre Einführung wurde durch eigens dafür entwickelte Unterrichtsstunden begleitet. Außerdem sollten die teilnehmenden Lehrer ihre Schüler zum Wassertrinken ermutigen. Die Trinkgewohnheiten der Schüler wurden zu Beginn und zum Ende eines Schuljahres mittels Fragebögen erfasst und deren Body-Mass-Index (BMI) bestimmt. Für die Studie wurden Schulen aus sozialen Brennpunkten ausgewählt, weil in diesen die Zahl der übergewichtigen Kinder besonders hoch ist. Außerdem sind Präventionsprogramme, die zum Beispiel die aktive Mitarbeit der Teilnehmer außerhalb der Schule erfordern, hier bisher kaum erfolgreich. Die Autoren hofften, durch eine bewusst einfache Maßnahme die Zielgruppe besser zu erreichen.
Ihre Ergebnisse gaben ihnen Recht: Am Ende des Jahres tranken die Schüler aus der Versuchsgruppe im Schnitt ein Glas Wasser am Tag mehr als die Kontrollgruppe. Ihr Risiko, Übergewicht zu entwickeln, hatte sich zugleich um 30 Prozent verringert. Dabei blieb der Anteil der Übergewichtigen in der Versuchsgruppe konstant, stieg aber in der Kontrollgruppe im Verlauf des Jahres an. Der durchschnittliche BMI der beiden Gruppen unterschied sich nicht signifikant voneinander.
Auch der Verzehr von Softdrinks in der Versuchsgruppe hatte sich nicht verringert. Warum die Wasser trinkenden Schüler trotzdem seltener übergewichtig wurden und ob die beobachteten Effekte langfristig anhalten, müssen nun weitere Untersuchungen zeigen.
Unabhängig davon stellt aber die ständige Versorgung von Grundschülern mit Trinkwasser eine einfache und kostengünstige Maßnahme zur Gesundheitsförderung dar und vor allem eine Alternative zu zuckerhaltigen Kalorienbomben.

aid, Dr. Margit Ritzka

Vollkornbrot macht schlank!

Vollkornbrot macht schlank!

Die Schilddrüsenfunktion sollte bei übergewichtigen Patienten grundsätzlich überprüft werden. Bei Hyperthyreose nehmen neben dem Grundumsatz auch der Appetit und das Hungergefühl zu. Das kann zu Übergewicht führen. Häufiger ist die Entstehung von Übergewicht (auch) in einer Unterfunktion der Schilddrüse (mit)begründet. Daher sollten Patienten mit einer Hypothyreose das Schilddrüsenhormon Thyroxin erhalten. Das führt oftmals zu einer Gewichtsabnahme. Nach Schilddrüsen-Operationen und der Radiojodtherapie kommt es besonders häufig zur Gewichtszunahme. Der Effekt der Thyroxin-Gabe auf das Körpergewicht ist bei diesen Patienten besonders ausgeprägt. Der Grund dafür ist, dass die ehemals -also vor der OP oder der Radiojodtherapie- Hyperthyreoten-Patienten sich an eine Überernährung gewöhnt haben und dieses Ernährungsverhalten beibehalten. Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen bedürfen der individuellen Ernährungsberatung und übergewichtige Menschen sollten grundsätzlich auch hinsichtlich ihrer Schilddrüsenfunktion überprüft werden. Hier ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ernährungsfachkräften (Diätassistenten/Ernährungswissenschaftler) und Ärzten erforderlich.

Eine Publikation im American Journal of clinical Nutrition zeigt, dass der Konsum von Vollkornprodukten bei gesunden Menschen mit einem geringen Body-Maß-Index und einem geringen kardiovaskulären Risiko assoziiert ist. In einer Studie nahmen Übergewichtige, die reichlich Ballaststoffe über Vollkornprodukte aufnahmen, etwas mehr ab, als die Kontrollgruppe. Die Vollkorn-Gruppe reduzierte aber den Bauchfettanteil im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant. Durch den Konsum von Vollkornprodukten wie Vollkornbrot lässt sich nicht nur die Sättigung der Abnehmwilligen verbessern, sondern auch der Risikofaktor Bauchfett mehr reduzieren, als beim Konsum von Weißmehlprodukten. Ein Ergebnis der Diogenes-Studie ist, dass Menschen, die nach einer Diät reichlich Eiweiß aufnehmen, den Jojo-Effekt verhindern können. Zudem erscheint auch während der Gewichtsreduktion eine erhöhte Eiweißaufnahme angeraten zu sein, da Eiweiß einen hervorragenden Sättigungseffekt aufweist. Ein weiterer Effekt einer eiweißreichen Reduktionskost ist, dass die erhöhte Nahrungseiweißmenge zu einem geringeren Abbau von Körpereiweiß aus der Muskulatur führt. Damit geht der Energiebedarf schon während der Diät wenig zurück und die Patienten nehmen effektiv ab.

Sven-David Müller

Coca-Cola und Krebs

In einem Experiment konnten italienische Wissenschaftler der European Foundation for Oncology and Environmental Sciences Zusammenhänge zwischen dem uneingeschränkten Konsum von Coca-Cola und onkologischen Effekten an Sprague-Dawley Ratten aufzeigen.

Obgleich der Verbraucher nicht unter den selben Bedingungen wie im Labor Coca-Cola konsumiert, zeigte die Untersuchung dennoch, dass eine übermäßige Aufnahme von hochkalorischen Getränken mit einem erhöhten Körpergewicht verbunden ist. Dieses wiederum führt zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Krebserkrankungen.

Hintergrund der Studie war es den Einfluss gesüßter Getränke hinsichtlich des spontanen Auftretens von Tumoren aufzuzeigen. Die Wahl fiel auf das weltweit am häufigsten getrunkene Softgetränk Coca-Cola. Als Untersuchungsobjekte dienten 1999 Ratten verschiedenen Alters sowie deren Nachwuchsgeneration. Das Getränk Coca-Cola stand den Versuchstieren unentwegt zur Verfügung, die Kontrollgruppe hingegen bekam Wasser. Neben dem Softgetränk erhielten beide Gruppen standarisiertes Kraftfutter.

Als Erstes konnten die Forscher eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme sowie Gewichtszunahme bei den Ratten sowie deren Nachkommen unabhängig vom Geschlecht aufzeigen. Darüber hinaus zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein signifikant erhöhtes Auftreten von bösartigen Brusttumoren bei den weiblichen Ratten sowie dem weiblichen Nachwuchs. Das Team um Fiorella Belpoggi vermutet als Grund eine Wechselbeziehung zwischen Übergewicht und Brustkrebs. Weiterhin stellte sich ein vermehrtes Auftreten von exokrinen Adenomen in der Bauchspeicheldrüse als signifikant heraus (1). Um weitere Zusammenhänge analysieren zu können, müsste jedoch die Dosis-Wirkungs-Beziehung in Zukunft mit einfließen.

Andere Studien der onkologischen Stiftung lieferten erstmalig den Beweis von Aspartam als multipotenten karzinogenen Erreger (2). Sollten weitere Untersuchungen die Ergebnisse bestätigen, ist der mengenmäßige Einsatz vom Süßstoff Aspartam in Frage zu stellen.

Literatur:

(1) Fiorella Belpoggi et al: Results of Long-Term Carcinogenicity Bioassays on Coca-Cola Administered to Sprague-Dawley Rats. Ann. N.Y. Acad. Sci. 1076; 2006; 736–752

(2) Soffritti M, Belpoggi F, Tibaldi E, Degli Esposti D, Lauriola M.: Lifespan Exposure to Low Doses of Aspartame Beginning During Prenatal Life Increases Cancer Effects. In Environ Health Perspect in press 13 June 2007

Hilfe, was soll ich essen? Low-Fat-Propaganda!

Wer Butter dünn aufs Brötchen

schmiert, wird schlank? Stimmt nicht, dann werden mehr Brötchen

gegessen und die machen dick. Gemüse und Olivenöl bescheren ein

langes Leben? Ja, sofern man am Mittelmeer lebt und die gebratenen

Zucchini mit Blick auf den Sonnenuntergang genießt. Die Neandertaler

haben sich von Fleisch und Innereien ernährt, also ist das die

natürlich Nahrung? Vielleicht, vorausgesetzt man erlegt die Beute

selbst und jagt nur mit knurrendem Magen.

Was ist von den vielen Kontrolluntersuchungen geblieben, von den

Interventionsstudien, den Ernährungsanalysen? Was haben die

Langzeitstudien der Ernährungsforscher gebracht? 49.000 amerikanische

Frauen jenseits der Menopause wurden aufgefordert, sich fettarm und

mit viel Obst und Gemüse zu ernähren. In der Kontrollgruppe, die

nichts an ihren Essgewohnheiten änderte, gab es auch nicht mehr Fälle

von Brustkrebs, Darmkrebs oder Herzinfarkten. Das Zentrum für

Ernährungswissenschaft der WHO hat 75.000 Europäerinnen zur

„Mittelmeer-Diät“ aufgefordert. Ergebis: lebensverlängernd war das

nur für Griechinnen.

Lesen Sie deshalb in der aktuellen Ausgabe des P.M. Magazins,

warum Sie Ihren Vorlieben nachgeben sollten.

P.M. Magazin ist ab gestern im Handel erhältlich.