Fleischatlas für Jugendliche

Heute veröffentlicht die Heinrich-Böll-Stiftung das neue
Jugendbuch von Gesine Grotrian „Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich“. Das
Buch zeigt auf, wie Fleischproduktion und Fleischkonsum mit unserer
Umwelt, unserer Gesundheit, mit Klima und Tierwohl, mit Gerechtigkeit
und Hunger zusammenhängen. Aufwändige Infografiken liefern aktuelle
Daten und Fakten, regen zum Nachforschen und Weiterdenken an.

Das Buch spricht zwölf – bis vierzehnjährige Leserinnen und Leser an,
die sich für Ernährung und Umweltbewusstsein interessieren. Auch für
Eltern und Lehrende, die Lust haben, sich gemeinsam mit Jugendlichen
auf Debatten um die gesellschaftlichen und politischen Dimensionen der
Fleischproduktion einzulassen, ist das Buch ein reicher Fundus.
Angepasst an das Informations- und Leseverhalten von Jugendlichen setzt
„Iss was?!“ fast vollständig auf visuelle Erklärungen und verzichtet
weitestgehend auf lange Texte.

„Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk“, so Barbara Unmüßig,
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. „Mit ihrer klaren und feinfühligen
Darstellung schafft Gesine Grotrian es, das komplexe Thema Jugendlichen
zugänglich zu machen. Sie erzeugt Spannung und Lust sich mit Fleisch,
Ernährung und der Welt zu beschäftigen.“ Das Buch räumt auf mit dem
verniedlichenden Bild von unserer Landwirtschaft. „Wir sollten endlich
aufhören, Kindern und Jugendlichen Wurst in Bärchenform aufzutischen und
so zu tun, als würde unser Fleisch von glücklichen Tieren vom Bauernhof
kommen. Es ist höchste Zeit, dass wir Jugendliche als mündige
Konsumenten ernst nehmen, die eigene Entscheidungen treffen wollen.
Dafür müssen wir Erwachsenen den Mut haben mit ihnen über die
verschiedenen Facetten der Fleischproduktion ins Gespräch zu kommen.“

Die Entwicklung von „Iss was?! Tiere Fleisch und Ich“ ist eng von
Jugendlichen begleitet worden. „Es hat Spaß gemacht, an der Entstehung
des Buches beteiligt zu sein, über den Grafiken die Köpfe zusammen zu
stecken und gemeinsam darüber zu diskutieren. Es stehen ganz viele
Sachen drin, die ich nicht wusste, zum Beispiel, dass Hühner eigentlich
neun Jahre alt werden können, sie in der Mast aber nur 43 Tage leben
bevor sie geschlachtet werden. Das ist ja fast kürzer als unsere
Sommerferien.“ So Leonie Strewinski, Mitglied des Jugendexpertenrats.

Zur Leipziger Buchmesse 2016 stellt Eric Mayer vom Wissensmagazins pur+
des kika das Buch gemeinsam mit Christine Chemnitz von der
Heinrich-Böll-Stiftung und Gesine Grotrian vor. (Freitag, 18. März,
11.30 Uhr, Congress Center Leipzig auf dem Messegelände).

Ab 10. März steht das gesamte Buch und jede einzelne Grafik zur
weiteren Verwendung zum Download bereit und ist in Kombination mit dem
ausführlichen Quellenverzeichnis auch als Unterrichtsmaterial für Lehrer
und Lehrerinnen gut geeignet. Die Printausgabe ist kostenfrei erhältlich
(zzgl. einer Kostenbeteiligung an der Versendung etc.)

www.boell.de/isswas

Palmöl ja oder nein

Das Zutatenverzeichnis informiert

Aus mit dem Versteckspiel: Wer wissen will, ob Palmöl in seinem Lieblingskeks, dem Brotaufstrich oder der Salat-Mayonnaise steckt, schaut einfach ins Zutatenverzeichnis. Denn seit Dezember 2014 muss die botanische Herkunft raffinierter Pflanzenöle immer gekennzeichnet werden, so eine neue Vorschrift, die sich in der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung findet. Vorher durfte dafür auch die Sammelbezeichnung „pflanzliche Öle“ verwendet werden.

Palmöl ist aufgrund seiner guten Hitze- und Oxidationsstabilität und seiner kostengünstigen Herstellung ein beliebter Rohstoff in der Lebensmittenbranche und anderen Industriezweigen. Nach Angaben von „Brot für die Welt“ hat sich die globale Produktion von Palmöl in den vergangenen 30 Jahren verzehnfacht. Die steigende Nachfrage beeinflusst die Umwelt, das Klima und auch die regionale Bevölkerung, da für seine Gewinnung Regenwälder gerodet und Kleinbauern vertrieben werden. Erst 20 Prozent des weltweit erzeugten Palmöls sind als nachhaltig zertifiziert, so der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO), das heißt der größte Teil stammt aus nicht nachhaltigen Quellen. Und auch das RSPO-Zertifizierungssystem hat noch große Schwächen kritisieren Umweltverbände und die Organisation „Brot für die Welt“.

Mit der neuen Kennzeichnung können kritische Kundinnen und Kunden Produkte mit Palmöl erkennen und entsprechende Kaufentscheidungen treffen. Sie bezieht sich allerdings nur auf Lebensmittel. Bei Kosmetika, Kerzen oder auch Kraftstoffen ist keine Kennzeichnung vorgeschrieben.
Dr. Christina Rempe, Gesa Maschkowski, www.aid.de

Otago

Otago – das südlichste Weinanbaugebiet der Welt
Von Sonja Thelen

„Nomen est omen“ möchte man meinen: 1300 Meter ist der kahle Berg hoch. Er ist nicht besonders felsig. Trotzdem ist er nur schwer zu bezwingen. Das mussten auch die Siedler feststellen, die in den 1860er Jahren in diesen Zipfel der Südinsel Neuseelands einfielen, nachdem dort Gold gefunden worden war. Grandios scheiterten sie mit ihrem Versuch, über den Bergkamm mit ihrem Treck zu ziehen, und mussten sich eine um vielfach längere Route um den Berg suchen. So kam diese braune Erhebung in Otago zu ihrem Namen „Mount Difficulty“.
Otago ist das südlichste Weinanbaugebiet auf unserem Planeten. Und „Mount Difficulty“ ist auch der Name des Anfang der 1990er Jahre im Schatten des Berges gegründeten Weinguts, zu dem sich damals fünf kleinere Betriebe in der Gegend rund um Bannockburn zusammen getan hatten. Einer der Teilhaber ist Michael Herrick, und er erzählt sehr gerne die Geschichte, die hinter dem Namen steckt. Sie steht durchaus symbolhaft für das wagemutige Unternehmen vor gut 20 Jahren in dieser trockenen Gegend den Weinanbau voranzutreiben: Im Mittelpunkt steht der Pinot Noir, der zu 85 Prozent angebaut wird. Die übrigen Weine sind Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Gris und Gewürztraminer.

Der Pinot Noir indes ist eine eher schwierig anzubauende und zu kultivierende Rebsorte, die auf der Erde nur an wenigen Plätzen gut gedeihen kann – doch „Mount Difficulty“ ist es gelungen. Die Pinot Noirs aus der Weinregion Central Otago haben weltweit wegen ihres reichhaltigen Geschmacks und vollen Körpers einen ausgezeichneten Ruf. „Im Gegensatz zu den übrigen Weinanbaugebieten Neuseelands, die von einem mediterranen Klima geprägt sind, haben wir hier in Otago ein eher kontinentales Klima. Tagsüber wird es sehr warm mit wenig Regen. Nachts ist es sehr kühl“, umreißt Harrick die Bedingungen, unter denen diese anspruchsvolle und im Geschmack vollmundige Traube gedeiht. Schon im 19. Jahrhundert hatte der Franzose John Desire Feraud, den es wegen des Goldrauschs nach Central Otago verschlagen hatte, das Potenzial des Bodens für den Weinanbau erkannt.

Für den 43-jährigen Herrick ist der Weinanbau „eine Leidenschaft“. Doch war ihm diese nicht in die Wiege gelegt. Der Vater war Buchhalter, die Mutter Grundschullehrerin. Als junger Mann ging er nach Europa, arbeitete in Frankreich als Helfer bei der Weinlese. So entdeckte er seine Passion, die er schließlich als Marketingexperte in der Weinindustrie zum Beruf machte. Seit 2003 ist er bei „Mount Difficulty“. Geschäftsführer ist Matt Dicey, der wiederum aus einer australischen Winzerfamilie stammt und die Idee zur Fusion mehrerer Weingüter zum „Mount Difficulty“ in die Tat umsetzte.
Das Gut beeindruckt aber nicht nur mit seinen Weinen, die der Gast in der Vinothek kosten kann, sondern auch mit einer schönen Gutsschänke: Deren Küche kredenzt Gerichte, die der Gast bei einem sensationellen Panoramablick genießen kann.

www.mtdifficulty.co.nz

Weine aus Teneriffa

Wer die kalten Wintermonate auf der Sonneninsel Teneriffa verbringt, sollte die Gelegenheit nutzen, die ausgezeichnete Weine der Insel zu verkosten. Sie wurden schon von Schriftstellern wie Shakespeare oder Sir Walter Scott in ihren Werken lobend erwähnt wurden. Fünf Herkunftsbezeichnungen aus über 100 Weinkellern stehen zur Auswahl. Wahrscheinlich pflanzte der Portugiese Fernando de Castro 1497 den ersten Weinstock auf Teneriffa. Schon kurze Zeit später eroberten die Weine Teneriffas zu Beginn des 16. Jh. Europa.

Mit dem Siegeszug von Madeira und Port ab dem Jahr 1663 verloren die Kanarischen Weine an Attraktivität. Zudem wurde die Ausfuhr durch den Untergang des Hafens von Garachico infolge eines Vulkanausbruchs am 5. Mai 1706 noch weiter erschwert. Erst Ende des 20. Jahrhunderts erlangt der Weinbau auf Teneriffa seinen ursprünglichen Schwung wieder. 1985 entstand die erste Herkunftsbezeichnung der Insel, Tacoronte-Acentejo, was für den Weinsektor eine neue und bedeutende Entwicklungsphase einläutet. Qualität und Vielfalt sind das Motto der Malvasia-, Rot- und Weißweine:

Abona
Die vielen Sonnenstunden bringen im Gebiet Abona besondere Weine hervor, meistens körperreiche Weißweine, doch auch Rotweine und Roséweine werden gekeltert. Rund 20 Weinkellereien bearbeiten 2.000 Hektar. Eine Besonderheit des Gebiets liegt darin, dass einige der Weinberge im Süden Teneriffas in über 1.500 m Höhe liegen und somit die höchstgelegenen Spaniens sind. Abona ist die jüngste der in Teneriffa festgesetzten Herkunftsbezeichnungen.

Tacoronte – Acentejo
Die Herkunftsbezeichnung Tacoronte-Acentejo war die erste der fünf in Teneriffa geschaffenen Bezeichnungen. Ihre Weine sind in der Mehrheit rot, obwohl unter anderem auch Weiß- und Roséweine sowie süße Malvasiere gekeltert werden. Das Gebiet Tacoronte-Acentejo liegt im Norden der Insel, wo ein mildes Klima herrscht. Es gibt ca. 2.500 Hektar Anbaufläche und 40 Weinkellereien

Valle de Güimar
Die halbhohen Hang- und Gipfellagen des Tals von Güimar im Süden der Insel umfassen rd. 1.500 Hektar Weinanbaufläche vor allem der Sorte Listán Blanco. Die Vulkanböden und die vorherrschenden Passatwinde prägen den Charakter des Weins aus dem Tal von Güimar. Außer trockenen, halbtrockenen und im Barrique-Faß gereiften Weißweinen keltern die Kellermeister des Gebiets Roséweine, Rotweine, süße Malvasiere und neuerdings auch Schaumweine

Valle de la Orotava
Die Herkunftsbezeichnung Valle de la Orotava umfasst heute ca. eintausend Hektar Rebfläche in einem Weinanbaugebiet im Norden Teneriffas, das die Wiege des berühmten kanarischen Malvasiers ist. Heute keltern die rund 50 Weinkellereien vor allem junge Weiß-, Rot- und Roséweine. Fachleute sind immer wieder erstaunt über das Pflanzungssystem, bei dem die Triebe in Schnüren von über acht Metern Länge angeordnet sind.

Ycoden – Daute – Isora
Ein großer Teil der eintausend Hektar Anbaufläche für die Herkunftsbezeichung Ycoden-Daute-Isora im Norden Teneriffas ist den Passatwinden ausgesetzt. Dieser Umstand und das Klima der Region machen eine frühe Weinernte im Juni möglich. Ihre Weine sind mehrheitlich junge Weißweine, obwohl auch Rot- und Roséweine, Crianzas und Süßweine gekeltert werden.

www.webtenerife.de

Zum Essen gehen empfehlen wir das 2. Sterne Restaurant M.B. im Süden der Insel, hie runsere Impressionen: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151554212023124.1073741838.168996673123&type=1

Weinvielfalt aus West Virginia

Von feinherb bis fruchtig-süß

Das moderate, sonnige Klima West Virginias macht den Staat zu einem perfekten Zuhause für eine Vielzahl von Weinbergen, auf denen Trauben verschiedenster Art durch den fruchtbaren Boden und klares Bergwasser prächtig gedeihen. Die meisten der insgesamt 15 Weingüter im Mountain State wurden in den 1970er, 80er oder 90er Jahren gegründet. Ihre Ursprünge reichen aber oft Jahrzehnte weit zurück. Die erfahrenen Winzer produzieren heute eine beeindruckende Auswahl – von trockenen bis süßen Rot-, Weiß- und Roséweinen. Viele, darunter die Potomac Highland Winery in Keyser und der Stone Road Vineyard in Elizabeth, laden Besucher auch zum Verweilen und Verkosten in ihren Verkaufsräumen ein. Die Weinherstellung in West Virginia boomt. Erst in den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Weingüter eröffnet. Einen Überblick über die verschiedenen Weinproduzenten und deren vielfältige Veranstaltungsprogramme gibt es unter: Weingüter in West Virginia –> www.wvtourism.com/spirits/wineries.aspx

Algarve kulinarisch

Die Algarve hat neben ihrer Naturlandschaft, den Sandstränden und dem milden Klima auch eine abwechslungsreiche Gastronomie zu bieten. Die Küche der Region ist reich an Geschmack und bodenständig in der Zubereitung.

Durch die Nähe zum Meer spielen fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte eine der Hauptrollen auf der Speisekarte der Region. Die köstlichsten Rezepte stammen von den Fischern, die über die Jahrhunderte hinweg die optimale Art, den natürlichen Geschmack zu erhalten, perfektioniert haben, in dem sie frische Fische wie Seezunge oder Thunfisch oder aber auch Krustentiere über Holzkohle grillen. Das Gericht der Algarve par excellence ist jedoch die Cataplana. Dabei handelt es sich um einen Kupfer- oder Eisentopf islamischen Ursprungs, der aus zwei mit Scharnieren verbundenen Halbschalen besteht. Die Cataplana eignet sich für eine besonders schonende Zubereitung von Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch. Diese werden zusammen mit Kartoffeln und Gemüse im eigenen Saft gegart und anschließend direkt aus der Cataplana aufgetischt. Durch diese Art der Zubereitung werden die Aromen der Zutaten besonders gut bewahrt.

Die Gastronomie der Algarve wird aber nicht nur vom Meer beeinflusst. Je weiter man sich ins Hinterland, den so genannten Barrocal oder in das Gebirge, die Serra, bewegt, desto fleischiger und wilder wird die Speisekarte. Hier kommen neben Nutztieren wie Lamm oder Schwein auch Fasane, Hasen, Rebhühner oder Wildschweine auf den Tisch. Zu den Spezialitäten zählt beispielsweise die Sopa de Lebre, eine Suppe, die in Rotweinmarinade eingelegtes Hasenfleisch enthält. Aber auch Gemüse und Früchte aus eigenem Anbau werden hier aufgetischt. Einfache und bodenständige Gerichte wie dicke Bohnen mit Wurst (Favas à Algarvia) oder die für die Bergregion typischen Kohl-, Kichererbsen- oder Maiseintöpfe (Cozidos) sollten Reisende sich nicht entgehen lassen. Diese werden mit Olivenöl, Oregano, Rosmarin, Koriander und Poleiminze zubereitet.

Auch Naschkatzen finden an der Algarve allerlei Gaumenfreuden. Hauptbestandteil dieser sind die Früchte der Region: Feigen, Mandel und Orangen. Besonders empfehlenswert sind der Orangenpudding, Pudim de Laranja, Morgado de Figo, ein Kuchen aus Feigen, Mandeln, Chila-Kürbis und Schokolade oder auch die kleinen Mandelküchlein Beijinhos de Amêndoa. Für den Kaffee danach eignet sich ein Gläschen Medronho, ein hochprozentiger, klarer Schnaps, der aus den Früchten des Erdbeerbaumes gewonnen wird. Für Weinliebhaber hat die Algarve ebenfalls ein reiches Angebot. Die Rotweine sind eher samtig und weisen reife Fruchtnoten auf, die Weißweine präsentieren sich vorwiegend fruchtig, mit blumigen Akzenten.

www.visitalgarve.com

Kräuterspirale im eigenen Garten

Viele verschiedene Kräuter auf wenig Raum

Im Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um eine Kräuterspirale anzulegen. Auf engem Raum gedeihen Heil- und Gewürzkräuter aus verschiedenen Klima- und Vegetationszonen, die durch die erhöhte Lage bequem geerntet werden können.

Der ideale Standort ist ein sonniger, warmer und windgeschützter Platz im Garten, der nicht zu weit weg von der Küche gelegen ist. Auf einer runden Fläche mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern wird eine flache Grube ausgehoben und mit einer dicken Schicht Kies gefüllt, die Staunässe verhindert. In der Mitte des Kreises baut man aus Steinen einen 50 bis 70 Zentimeter hohen Hügel. Anschließend wird mit großen Steinen auf der Kiesschicht von innen nach außen eine Spirale markiert, die im Süden mit einem kleinen Teich oder einer Sumpfzone endet. Aus Natursteinen baut man entlang der Steinmarkierung eine Mauer und füllt die Spirale mit unterschiedlichen Erdmischungen – außen nährstoffreich, humos und feucht, innen hingegen mager, trocken und sandig. Die Steine speichern die Sonnenwärme und geben sie an die Pflanzen ab, und auch der kleine Teich sorgt für ein angenehmes Klima.

Da der Übergang zwischen den verschiedenen Zonen fließend ist, werden viele verschiedene Wachstumsbedingungen geboten. In der oberen mageren, trockenen Zone wachsen Mittelmeerkräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Majoran. Der Übergangsbereich ist ideal für Schnittlauch, Dill, Bohnenkraut und Liebstöckel. Im unteren nährstoffreichen Teil gedeihen Sauerampfer, Waldmeister und Petersilie sehr gut. Am Teichrand fühlen sich Baldrian und Minzearten und im Teich selbst Brunnenkresse und Fieberklee wohl. Wer die Kräuter beschriftet, behält den Überblick. Stark wachsende Pflanzen wie Pfefferminze und Zitronenmelisse können in Pflanztöpfen ohne Boden eingesetzt werden, damit sich die Wurzeln nicht so stark ausbreiten.
Heike Kreutz, www.aid.de

www.aid.de/landwirtschaft/haus_kleingarten_aktuell.php
aid-Heft „Heil- und Gewürzpflanzen aus dem eigenen Garten“, Bestell-Nr. 61-1192, Preis: 3,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Grillen ohne Salmonellen

Endlich Sonne und hochsommerliche Temperaturen – die richtige Zeit für Grillfeste. Doch die Wärme ist das ideale Klima für Bakterien, die sich in Lebensmitteln stark vermehren können. „Im Sommer steigt das Risiko für eine Salmonelleninfektion“, so Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin der Barmer GEK. „Wer bei der Zubereitung der Speisen ein paar Dinge beachtet, kann die Grillparty aber unbeschwert genießen.“

Vor allem in Fleisch- und Wurstwaren, Hackfleischerzeugnissen, frischem oder tiefgefrorenem Geflügel und aus Eiern hergestellten Speisen stecken die stäbchenförmigen Bakterien. Allerdings sieht, riecht und schmeckt man Salmonellen nicht. Wer ein Grillfest vorbereitet, sollte daher besonders auf Lagerung und Kühlung achten: Fleisch am besten ohne Verpackung im Kühlschrank lagern und tiefgefrorenes Grillfleisch im Kühlschrank auftauen. „Das Grillfleisch sollte man möglichst lang in einer Kühltasche aufbewahren und dann schnell grillen“, rät Rudischer. „Hacksteaks sehr gut durchbraten und Fleisch nicht medium servieren.“ Vorsicht auch bei Übriggebliebenem, denn durch nachträgliche Kühlung oder Tiefgefrieren können die Erreger nicht abgetötet werden. Hackfleisch daher in jedem Fall noch am selben Tag verbrauchen.
Salmonellenfreie Beilagen anbieten

Als Dessert kann man anstelle von eihaltiger Mousse au Chocolat zur Abwechslung frisches Obst anbieten. „Das hat noch einen Vorteil: Melonen oder Ananas liegen nicht so schwer im Magen wie sahnehaltige Nachspeisen und durch den hohen Wasseranteil erfrischen sie quasi von innen“, so Rudischer. Wer beim Kartoffel- oder Nudelsalat nicht auf Mayonnaise verzichten möchte, kann auf Nummer sicher gehen und die Mayonnaise mit einem hartgekochten Eigelb selbst herstellen: Dazu das Eigelb mit einem Teelöffel auslösen und mit einer Gabel zerdrücken. Weil das gekochte Eigelb nicht so viel Öl aufnimmt wie rohes, es zunächst mit etwas Flüssigkeit wie Essig, Zitronensaft oder Joghurt gut verrühren oder mixen. Dann erst das Öl und die restlichen Zutaten unterrühren.

Das kulinarische Festival Copenhagen Cooking

Das kulinarische Festival Copenhagen Cooking geht wieder vom 24. August bis 2. September an den Start, diesmal mit gastronomischen Erlebnissen, die besonders saisonale Rohstoffe und tragbare Prinzipien der Nordischen Küche zelebrieren. Freuen Sie sich auf urbane Gartenabenteuer, ’Fine dining’ und Copenhagen Cookings eigenem Nordischen Bier.

Wenn Copenhagen Cooking vom 24. August bis 2. September zum achten Mal startet, geschieht dies im Zeichen des nordischen, kulinarischen Erbes und der neuen Nordischen Küche, das in diesen Jahren Kopenhagen zu einem der begehrtesten gastronomischen Reiseziele macht.

Salty Ocean Weed und Nordische Delikatessen
Bei der Veranstaltung ’Nordic Taste’ bieten eine Reihe, hauptsächlich aus der Øresund Region stammende, Spitzenrestaurants Verkostungen an. In diesem Jahr findet die Veranstaltung bei Carlsberg in wunderschöner Umgebung statt, wo die Möglichkeit besteht einige der Lebensmittelproduzenten anzutreffen die in Verbindung mit ’Nordic Taste’ vertreten sind. Im letzten Jahr standen z.B. Silberaal und Rotwild auf dem Menü, also bereiten Sie sich schon mal auf ein herausforderndes Geschmackserlebnis vor!

Meersalz und Tang sind nur ein paar der Nordischen Geschmacksnuancen, mit denen Sie während des Festivals Bekanntschaft machen können. Die Zutaten sind z.B.
in Copenhagen Cookings ganz eigenem Festivalbier ’Salty Ocean Weed’ (salziger Meerestang) vertreten. Das Bier wurde vom international renommierten Brauer Mikkeller hergestellt und wird während des Festivals in der Mikkeller Bar und bei anderen Veranstaltungen serviert.

Ein weiteres, großes Event wird das ’gadefest’ (Straßenfest) in der hippen Jægersborggade, wo u.a. das Michelin-prämierte Restaurant Relæ zu Hause ist. Die in der Strasse ansässigen Restaurants, Lebensmittelhändler und Produzenten ziehen auf die Strasse, wo u.a. Verkostungen angeboten werden.

Neptun kündigt maritime Erlebnisse an
Die Veranstaltungen des Copenhagen Cooking sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt – z.B. ’kulinariske eventyr’ (kulinarische Abenteuer), ’Fine dining’ (feines Speisen), ’Sundhed og Klima’ (Gesundheit und Klima), ’Alt godt fra havet’ (Gutes aus dem Meer). Die Kategorie ’Sundhed og Klima’ bietet u.a. Führungen durch Kopenhagens urbane Gärten, und unter ’Fine dining’ kann man u.a. den ’Taste of Copenhagen’ (Kopenhagener Geschmack) erleben, wo Spitzenrestaurants gastronomische Erlebnisse zu kleinen Preisen anbieten.

Das diesjährige Copenhagen Cooking Pressefoto stellt Neptun auf dem Weg durch den Øresund dar und vermittelt die Prinzipien der Nordischen Küche von Gesundheit
und zugänglichen saisonalen Rohstoffen – es kündigt außerdem die maritimen Erlebnisse des Festivals an und hebt die Idee vom Meer als urbanen Vorgarten.

www.copenhagencooking.com

Kirschenfest an der Kvarner Adria

12. Kirschenfest in Lovran
Im milden Klima der kroatischen Ferienregion Kvarner gedeiht eine ganz spezielle Kirschsorte, die im Frühsommer mit einem großen kulinarischen Fest gefeiert wird.

Eine besondere Süße zeichnet diese dunklen Kirschen aus, die im Mikroklima der Kvarner Bucht mit den nächtlichen kühlen Winden vom Ucka-Gebirge optimal heranreifen. Die traditionellen „Kirschtage“ Anfang Juni verwandeln den historischen Villenort Lovran bei Opatija zur Pilgerstätte für Naschkatzen. Einwohner des bezaubernden Ortes bieten auf den Plätzen der Altstadt, in Cafés und Restaurants saftige Kirschen, Kirschkuchen und zahlreiche weitere regional-typische Kirschgerichte an.

Den Höhepunkt bildet am Eröffnungstag das große „Fest der Kirschen von Lovran“ auf dem feierlich geschmückten Hauptplatz, dessen abschließenden Höhepunkt der Genuss eines gigantischen, 20 m langen „Lovran-Strudels“, begleitet von Aufführungen heimischer Folklore-Ensembles, darstellt. www.tz-lovran.hr