Orca tötet Tiertrainer im Loro Park auf Teneriffa

Der Orca-Dompteur Alexis Martinez (29) ist während einer Trainingseinheit mit Schwertwalen im „Loro-Parque“, dem größten Tierpark der Kanaren, ums Leben gekommen. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest.

Es wird von einem Angriff der Orcas berichtet, der dem Tiertrainer zum Verhängnis wurde. Vermutlich wurde Alexis Martinez von einem der Orcas beim Training unter Wasser angegangen und dabei so schwer verletzt, dass er in dem künstlichen Becken ertrunken ist. Sofortige Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos, sodass im örtlichen Krankenhaus nur noch
der Tod des Trainers festgestellt werden konnte. An der Trainingseinheit nahmen noch sechs weitere Tiertrainer teil.

Der 29-jährige betreute bereits seit Ende 2007 im Loro Park die Schwertwale zusammen mit anderen Trainern. Die Show mit den Schwertwalen bietet der Park seit knapp vier Jahren seinen Besuchern an. Bereits im Oktober 2007 war es zu einem schweren Zwischenfall mit der deutschen Tiertrainerin Claudia Vollhardt gekommen. Nach einem Zusammenstoß mit einem der Killerwale war Vollhardt von einem der Tiere auf den zwölf Meter tiefen Beckenboden gezogen worden und erlitt dabei eine Lungenquetschung und einen Unterarmbruch. Sie konnte noch rechtzeitig von Trainerkollegen geborgen werden und überlebte.

Die deutsche Meeresumweltschutz-Organisation „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF) hatte die Wal- und Delfinanlage und die Lebenssituation der Meeressäuger in der Gefangenschaft des Loro-Parks schon im Sommer 2007 überprüft. Dabei wurde bereits massive Kritik an der nichtartgerechten Haltung der Wale und Delfine vom Vorsitzenden des WDSF, Jürgen Ortmüller, geäußert. Aufgrund des sensiblen Sonarsystems der Tiere sei ein zufälliger Zusammenstoß mit den Trainern eigentlich ausgeschlossen, meinte das WDSF. Das Wildverhalten der Orcas sei allerdings sehr ausgeprägt und somit ein Angriff in den relativ kleinen Betonbecken vorprogrammiert, zumal die Tiere in Gefangenschaft permanentem Stress durch die lautstarken Shows mit mehreren tausend Zuschauern ausgesetzt seien.

Das WDSF hatte bereits in 2007 nach dem damaligen Unfall von dem deutschen Leiter des Parks, Wolfgang Kiessling, gefordert, die Wal- und Delfinbecken sofort und dauerhaft zu schließen, um weitere Unfälle zu vermeiden. WDSF-Geschäftsführer Ortmüller will Strafanzeige gegen Kiessling stellen, weil nach seiner Ansicht, der jetzt tödliche Unfall vermeidbar gewesen sei.

CMA in Japan mit neuer Spitze

Kiessling leitet das CMA-Auslandsbüro in Tokio

„Die Bekanntheit deutscher Lebensmittel weiter steigern und neue Absatzmöglichkeiten frühzeitig erkennen, dafür setzt sich die CMA in Japan ein“, erklärt der neue Leiter des CMA-Auslandsbüros in Tokio, Dr. Matthias Günter Kiessling. Seit Anfang März
2008 steht der Diplom Agrar-Ingenieur dem Außenbüro der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH vor.

Mit Qualität punkten
Lebensmittelsicherheit ist derzeit in Japan ein wichtiges Thema. „Hier können deutsche Exporteure mit der Qualität ihrer Produkte punkten“, weiß Kiessling, der seit 20 Jahren in Japan lebt. Als Branchenexperte bringt er langjährige Erfahrungen aus
seiner Tätigkeit im Bereich Export für deutsche und japanische Firmen mit. „Lebensmittel aus Deutschland haben bei japanischen Importeuren einen guten Ruf. Sie stehen für hohe und verlässliche Qualität. Zudem schätzen japanische Importeure die
Zuverlässigkeit ihrer deutschen Geschäftspartner“, berichtet der Japan-Kenner. Das bestätigen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Vorläufigen Berechnungen zufolge stiegen 2007 die wertmäßigen deutschen Exporte der Agrar- und
Ernährungswirtschaft nach Japan um 28,8 Prozent.

„The Taste of Germany“ – um diesen verstärkt nach Japan zu bringen, setzt die CMA auf einen Marketing-Mix. Sie liefert deutschen Exporteuren von Lebensmitteln aktuelle Marktinformationen und stellt Kontakte zu japanischen Importeuren her. Darüber
hinaus ist die CMA Berater und erster Ansprechpartner für deutsche Firmen in allen Fragen des Exports und der Absatzförderung von Produkten der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Ein wichtiges Instrument ist außerdem die direkte Verbraucheransprache. Die
CMA stellt deutsche Produkte in gemeinsamen Aktionen mit dem japanischen Lebensmitteleinzelhandel vor oder in Verbindung mit kulturellen Veranstaltungen. Dazu zählt beispielsweise das Oktoberfest, das 2008 in sieben japanischen Städten gefeiert
wird. „Japaner verbinden mit deutscher Küche meist gutes Bier, appetitliche Wurstwaren und Kartoffeln. Doch die deutsche Küche hat viel mehr zu bieten. Und das wollen wir zeigen“, so Kiessling.