Soester Winzermarkt bietet Auswahl an über 500 Weinen

Erstmals auch Wein aus der Ahr-Region im Angebot

Genauso idyllisch wie in den vertretenen Weinregionen selbst präsentiert sich der Soester Winzermarkt im Theodor-Heuss-Park mit seinen urigen Grünsandsteinmauern und alten Baumbeständen und liefert am ersten Juli-Wochenende das passende, ausgesprochen beliebte Ambiente für einen gemütlichen Sommerabend in netter Runde.

Vom 30. Juni bis 3. Juli, bei (dann hoffentlich) sommerlichen Temperaturen bietet der Winzermarkt genau die richtige Atmosphäre zum entspannten Probieren, Informieren und Genießen.
Im Mittelpunkt stehen wie immer deutsche Weinanbaugebiete, wenn die alte Hansestadt Soest bereits zum 21. Mal Gastgeber für 16 Winzer aus den Anbaugebieten Franken, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheinhessen und erstmals auch aus der Ahr-Region ist. Die Eröffnung wird in diesem Jahr begleitet von der amtierenden Weinkönigin der Nahe, Franziska Finkenauer. Seit Jahren kommen die Winzer unverändert gerne nach Soest. Das spricht für die Qualität der Anbieter und eine treue Fangemeinde. Schließlich hat sich der Soester Winzermarkt im Laufe der Jahre fest im Veranstaltungskalender etabliert und gehört bei der Winzergemeinschaft zu den Top-Destinationen auf der jährlichen Markt-Tournee.

Mit über 500 verschiedenen Weinen und Winzersekten aller Geschmacksrichtungen, haben Besucher eine große Auswahl und die Möglichkeit, im Rahmen verschiedener Weinproben, die Produkte zu verkosten und sich direkt vom Erzeuger fachlich und informativ beraten zu lassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr neben leichten Terrassenweinen für den Sommer „weiße Exoten“ – ausgefallene Rebsorten im Glas.
Heißes Jahr und heißer Jahrgang! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. An solche Temperaturen und Trockenheit im Frühjahr wie in 2015 können sich auch die Alten unter den Winzern nicht erinnern. Wie erwartet fiel die Erntemenge daher auch leicht geringer aus. Fachleute und Weinmacher sind aber von der Qualität begeistert und erwarten einen großen Jahrgang. Gute Voraussetzungen für die Weinlese 2015. Für Weingenießer bedeutet das: der neue Jahrgang wird wieder ein Jahr der Entdeckungen. Bei Fassweinproben in den Weingütern ließ sich schon das fulminante Potenzial der Weine erahnen. Die Weißweine zeigen sich erfreulich fruchtig-frisch im Glas. Bis zum Sommer werden sie noch einiges an Aromen und Mineralität entfalten, auch darin sind sich die Fachleute einig.

Am Donnerstag und Freitag gibt’s bei allen teilnehmenden Winzern zum Tagesausklang wieder eine große Auswahl an „After Work Cocktails“. Hierbei handelt es sich um Cocktails der etwas anderen, der etwas feineren Art, denn Sekt und Wein sind hier die Grundlage für die besondere Mischung. Ein Grund mehr für einen Besuch des Winzermarktes, denn so lässt sich der Feierabend besonders schön einläuten. Die Cocktail-Rezepte zum Nachmachen gibt’s übrigens im Internet unter www.weinsommer.de.
Hier können sich die Besucher bereits im Vorfeld der Veranstaltung auch einen Einblick in die Vielfalt des gesamten Angebotes verschaffen und eine virtuelle Weinprobe vornehmen. Per einfacher Suchfunktion kann man sich eine individuelle Weinprobe selbst zusammenstellen und somit gut vorbereitet den Winzermarkt besuchen. Einfach einmal ausprobieren. Natürlich kann man auf dieser Seite auch gleich Weinpakete bestellen, Informationen über die Anbaugebiete erhalten sowie Weinreisen online buchen.

Programm:
Donnerstag, 30. Juni – 16:00 – 23:00 Uhr
16:30 bis 20:30 Uhr – Zur Winzermarkt-Eröffnung Tanz- und Partypower mit bekannten Hits und Oldies mit der Band „High Energy“
17:00 bis 20 Uhr – „Wein tanzt im Glas“ – After Work Cocktail
18.00 Uhr – Offizielle Talk-Eröffnung mit dem Bürgermeister der Stadt Soest, Dr. Eckhard Ruthemeyer in Begleitung der beiden Soester Repräsentationsfiguren, Bördekönigin Elissa Bäcker und dem Jägerken von Soest, Andre Schlüter sowie der amtierenden Nahe-Weinkönigin Franziska Finkenauer.
Freitag, 1. Juli -16:00 – 24:00 Uhr
16:00 bis 18:00 Uhr – Themenverkostung „Weiße Exoten“ – ausgefallene Rebsorten im Glas. Hier ist Probieren angesagt. Die Verkostung mit jährlich wechselnden Themen ist für Weininteressierte immer eine willkommene Gelegenheit, die geschmackliche Vielfalt der Weine im direkten Vergleich zu diskutieren. Gut gekühlte Weißweine sind immer der perfekte Begleiter für laue Sommerabende auf der Terrasse und im Garten.
17:00 bis 20 Uhr – „Wein tanzt im Glas“ – After Work Cocktail
16:30 – 20.30 Uhr – Die Band „More Music“ präsentiert Oldies und deutsche Schlager
Samstag, 2. Juli – 14:00 bis 24:00 Uhr
16:30 bis 20:30 Uhr – Das Trio „UpToDate“ präsentiert Oldies, Jazz, Swing und Pop
Sonntag, 3. Juli – 12:00 bis 20:00 Uhr
Ab 12:00 Uhr – Winzer stehen Rede und Antwort – Was Sie schon immer über Wein wissen wollten.
14:00 bis 18:00 Uhr Zum Winzermarkt-Abschluss gibt’s mit „Swing & Jazz“ launige musikalische Interpretationen zum Weinsommer-Abschluss.

Hinweis: Donnerstag bis Samstag werden ab 21 Uhr im Rahmen von Public Viewing Spiele der EM gezeigt.

Weitere Informationen: im Internet unter www.wms-soest.de/veranstaltungen

Meiningers Deutscher Sektpreis 2015

Großer Erfolg für deutsche Sekte: Sekthaus Raumland mit der „Kollektion des Jahres“ aus-
gezeichnet

Beim erstmals durchgeführten „Meiningers Deutscher Sektpreis“ wur- den knapp 450 Sekte aus traditioneller Flaschengärung von einer Fach- jury aus Oenologen, Winzern, Weinfachhändlern, Sommeliers und Fachjournalisten unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sprechen für sich: 262 der eingereichten Sekte erzielten 87 und mehr Punkte (im internationalen 100-Punkte-Schema) und dürfen ab sofort mit dieser Auszeichnung werben.

„Ein großartiger Erfolg für die deutschen Sekterzeuger“, so Christoph Meininger, Verleger und Veranstalter des Weinpreises. „Das Image von deutschem Sekt hat in den vergangenen Jahren teilweise massiv unter dem Preiskrieg der Supermärkte und Discountern gelitten. Mit Meiningers Deutscher Sektpreis bieten wir den Winzern, Sektkellereien und Genossenschaften eine Plattform, um mit ihren großartigen Quali- täten in einer Blindprobe zu überzeugen und damit dem Weinkonsu- menten eine verlässliche Orientierung zu sein. Das Qualitätsniveau der eingereichten Sekte aus traditioneller Flaschengärung ist unglaublich hoch.“

Insgesamt stellten über 200 Winzer, Sektkellereien und Genossen- schaften 440 Sekte aus klassischer Flaschengärung an – beim Riesling Sekt trocken ohne Jahrgangsangabe angefangen bis zur Premium- Sekt-Cuvée aus klassischen Burgundersorten.
Verkostet wurden die in sechs Kategorien eingeteilten Sekte an zwei Tagen im Verkostungsraum des Meininger Verlags in Neustadt an der Weinstraße. In jeder Kategorie wurden in einer zweiten Finalrunde die besten Sekte erneut auf den Prüfstand gestellt und die Gewinner der Plätze 1 bis 3 ermittelt. Sowohl bekannte, in der Spitze etablierte Be- triebe als auch Neuentdeckungen stehen auf dem Siegertreppchen. Das Preisniveau der Siegersekte reicht dabei von 8 Euro bis 60 Euro. Neben den Gewinnern der Plätze 1 bis 3 wurden beim diesjährigen Meiningers Deutscher Sektpreis drei Sonderauszeichnungen verliehen: Das Weingut Huber aus Malterdingen/Baden konnte die Jury mit sei- nem 2010 Chardonnay Blanc de Blancs Brut Nature überzeugen und wird als „Bester Sekt Brut Nature“ geehrt. Das Weingut Singer Fischer aus Ingelheim, Rheinhessen, stellt mit seinem 2012 Freezling, einem versekteten Riesling Eiswein, eine Rarität zur Verkostung an und konn- te mit diesem die Jury so überzeugen, dass er als „Bester Sekt Doux“ ausgezeichnet wird.

Mit der Kollektion des Jahres wird mit dem Sekthaus Raumland einer der führenden Sekterzeuger Deutschlands geehrt. Mit seiner Top- Cuvée, dem Triumvirat aus dem Jahrgang 2008, belegt er in der Kate- gorie der Burgunder Cuvées Platz 1, mit der Cuvée Katharina, ebenfalls aus dem Jahrgang 2008, belegt er in der gleichen Kategorie zudem Platz 2. Weitere 3 Sekte wurden mit 93, 91 sowie 90 Punkten bewertet. Die Sieger sowie die Top 50 des diesjährigen Sektpreises stellt Meiningers Weinwelt in seiner November-Ausgabe vor. Darüber hinaus sind alle Sekte, die beim Wettbewerb mehr als 87 Punkte erzielen konnten, ab sofort unter www.meininger.de zu finden.

Denis Schüle, Philipp Kortyka und Angelo Rindler

Mit Denis Schüle komplettierte Christian Jürgens Ende 2014 seine Führungsriege. Der junge Nachwuchspatissier hat in den besten Restaurants gearbeitet, darunter in der Vila Joya, Albufeira, die mit 2 Sternen ausgezeichnet ist und auf der Liste der „The World´s 50 Best“ den 22. Platz einnimmt. Phillipp Kortyka, der sich bereits seit 2013 für die Patisserie des Sternerestaurants am Tegernsee verantwortlich zeichnet, nimmt künftig zusammen mit Angelo Rindler Schlüsselpositionen hinter Christian Jürgens ein. Durch das geschickte Ausrichten des Trios sind nunmehr alle wichtigen Positionen hinter Christian Jürgens doppelt besetzt.

Seit 2008 kreiert Christian Jürgens für seine Gäste im Restaurant Überfahrt im gleichnamigen Seehotel in Rottach-Egern am Tegernsee exquisite Gaumenfreuden. Bekannt ist er für seine kreativen Kompositionen und seine Liebe zum Detail. Auch 2014 wurde das Restaurant im Althoff Seehotel Überfahrt mit drei Michelin-Sternen, fünf Feinschmecker „F“ sowie 19 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. „Ich freue mich sehr, mit Denis Schüle einen ausgewiesenen Kenner für Süßspeisen zu meinem Team zählen zu dürfen. Zusammen mit Philipp Kortyka und Angelo Rindler zählt er zu meiner Führungsriege“, so Christian Jürgens.

Eine lukullische Oase für süße Verführungen
Denis Schüle (Jahrgang 1989) zeichnet sich seit Ende vergangenen Jahres für die süßen Verführungen auf der Menükarte unter der Regie von Bayerns höchst dekoriertem Koch verantwortlich. Er startete seine Karriere mit einer Ausbildung zum Gastronomiefachmann im Jahr 2015 im Hotel & Restaurant Seeberghof (14 Gault Millau Punkte) und ist seit 2009 in der Welt der Patisserie zu Hause. Sein Weg führte ihn über das Riffelalp Ressort in Zermatt (CH) ins Restaurant Eden Roc nach Ascona (15 Gault Millau Punkte) und dann als Chef Patissier im Jahr 2013 zurück nach Graubünden ins Hotel Kronenhof, Pontressina (ein Stern, 17 Gault Millau Punkte). Nach Zwischenstationen in der Vila Joya, Albufeira (Portugal – zwei Sterne, Platz 22 auf der Liste der „The World´s 50 Best“) und dem Hotel Vitznauerhof (15 Gault Millau Punkte) stieß er Ende 2014 zum Küchenteam von Christian Jürgens ins Restaurant Überfahrt.

Philipp Kortyka (Jahrgang 1992) agiert bereitsseit 2013 als Chef Patissier im Restaurant Überfahrt. Er startete seine Karriere mit einer klassischen Ausbildung zum Koch auf der Burg Staufeneck. Den nötigen Feinschliff für die Patisserie holte sich Kortyka 2012 in einem Patisserie-Lehrgang am Gastronomischen Bildungszentrum in Koblenz. Anschließend war er als Demi-Chef Patisserie im Gourmetrestaurant (ein Stern) auf der Burg Staufeneck und ab 2013 als Chef Patissier im Hotel St. Regis Mardavall (ein Stern) auf Mallorca tätig, bevor er im gleichen Jahr ins Restaurant Überfahrt an den Tegernsee wechselte. „Phillipp Kortyka hat sich hervorragend entwickelt. Er übernimmt künftig die Funktion des Chef Tournats in meinem Team und wird mich in allen Küchenbereichen unterstützen“, so Christian Jürgens über seinen Leistungsträger.

Angelo Rindler (Jahrgang 1986) fungiert seit 2014 als Sous Chef im Team von Christian Jürgens. Bereits in den Jahren 2010 und 2011 agierte der aus Fürstenfeldbruck stammende Koch aus Leidenschaft als Chef de Partie im Restaurant Überfahrt. In den Jahren dazwischen fungierte der 29-Jährige unter anderem als Chef de Cuisine bei Johann Lafer´s Stromburg.

Das Restaurant Überfahrt ist eines von insgesamt vier Restaurants im Althoff Seehotel Überfahrt, das im Dezember 2009 als „Elegant Nature Resort“ wieder eröffnet wurde. Die Landschaft und Tradition des Tegernseer Tals sind im Designkonzept durch die Wahl der Materialien, Farben und Kunstobjekte gestalterisch umgesetzt. So ziert das Restaurant Überfahrt eine Wandvertäfelung aus Hirschleder mit schwarz-weißen Naturaufnahmen der Umgebung; die Einrichtung besticht durch ein modernes, elegantes Design. Hier sorgt der vom Gault Millau zum „Koch des Jahres 2013“ gekürte Küchenchef Christian Jürgens für kulinarische Genüsse. Sommelière Stefanie Hehn berät fachkundig bei der Weinauswahl. Sie wurde 2014 vom Feinschmecker zur Sommelière des Jahres gekürt. Das Haus mit 53 Suiten und 122 Zimmern zählt zu den Kulinarik-Hotspots Deutschlands.

Weitere Informationen zum Althoff Seehotel Überfahrt gibt es im Internet unter www.seehotel-ueberfahrt.com. Details zum Restaurant Überfahrt von Christian Jürgens sind unter www.seehotel-ueberfahrt.com/de/kulinarik/restaurant-ueberfahrt zu finden.

Dos und Don’ts beim Champagnergenuss

Wenn es um die Lagerung, das Servieren und die feinen Unterschiede beim Champagner geht, ist selbst der enthusiastischste Genießer schnell überfragt. Welcher Champagner kommt bei sechs, welcher bei zwölf Grad ins Glas, und trinkt man aus der Tulpe oder lieber aus dem Weißweinglas? Wie sollte Champagner lagern, und schmeckt er wirklich anders, wenn er aus der Magnumflasche kommt? Diesen und weiteren Fragen geht Piper-Heidsieck gemeinsam mit fünf Sommeliers aus renommierten Häusern wie den Zwei-Sterne-Restaurants Lorenz Adlon Esszimmer in Berlin und Haerlin in Hamburg oder dem Sterne-Gourmetrestaurant First Floor nach.

Piper-Heidsieck: hinter diesem Namen verbirgt sich erstklassige Qualität. Nicht umsonst wurde Kellermeister Régis Camus, der seit 2002 für die Produktion verantwortlich zeichnet, von der anspruchsvollen Jury der IWC London bereits sieben Mal in Folge als Sparkling Winemaker of the Year ausgezeichnet – eine weltweit bisher einzigartige Ehre. Hat man so etwas Gutes im Glas, lohnt es sich, ein paar einfache Tipps zu beherzigen.

Der Grundstein wird beim Jahrgang gelegt
Wie ein Champagner sich später im Glas präsentiert, wird bereits bei Produktion und Abfüllung bestimmt. Während jahrgangsloser Champagner einen immer wiederkehrenden, gleichbleibenden Geschmack aufweist und den Stil des jeweiligen Champagnerhauses ausdrückt, ist Jahrgangschampagner eine komplexere und aufwändigere Angelegenheit. Er reflektiert in erster Linie den Jahrgang in Kombination mit dem Stil des Hauses. Marco Franzelin, Sommelier des Zwei-Sterne-Restaurants Haerlin in Hamburg, erklärt: „Jahrgangschampagner stellt eine größere Herausforderung für den Kellermeister dar, denn bei der Produktion kann er nicht auf Reserveweine zurückgreifen, um die perfekte Balance zu finden. Während für jahrgangslosen Champagner verschiedene Jahrgänge zusammenkommen, besteht Jahrgangschampagner immer nur aus der Charge des jeweiligen Jahres“. Ob ein Champagner ein Jahrgangschampagner wird, entscheidet jedes Haus für sich. Ein guter Jahrgangschampagner muss verschiedene Kriterien erfüllen: Er braucht ein hohes Lagerpotential, eine dichte Komplexität und einen Wiedererkennungswert des jeweiligen Jahrgangs. „Es ist die Krönung eines jeden Hauses, einen Vintage Champagner zu machen, der das Terroir und die klimatischen Bedingungen ebenso wiedergibt wie eine persönliche, unverwechselbare Handschrift“, so Franzelin.

Unterschiede zwischen Magnum- und regulärer Flasche
Bei der Abfüllung stellt sich die Frage nach der Flaschengröße. Champagner aus Magnumflaschen entwickelt aufgrund der harmonischeren Reifung einen nachhaltigeren Geschmack und ein höheres Alterungspotential. „Die größere Abfüllmenge sorgt dafür, dass das Produkt resistenter gegen Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen und Lichteinfall ist“, erklärt Gunnar Tietz, Sommelier des Sterne-Gourmetrestaurants First Floor in Berlin und Gault Millau Sommelier des Jahres 2011. „Champagner entwickelt – wie andere Schaumweine auch – durch die Freisetzung von Schwefelverbindungen bzw. Schwefelwasserstoff den so genannten ‚Lichtgeschmack‘. Deshalb sollte man Champagner, egal in welcher Flaschengröße, am besten im Dunkeln lagern.“

Shahab Jalali, Sommelier des Zwei-Sterne-Restaurants Lorenz Adlon Esszimmer in Berlin, bestätigt: „Man wählt einen geschützten Platz im Keller und legt die Flaschen dort ab. Das ist wichtig, Champagner sollte nie stehend aufbewahrt werden, damit der Korken nicht durch Austrocknung schrumpft. Der Ort sollte dunkel und trocken sein, idealerweise herrscht dort eine Temperatur von zehn bis zwölf Grad.“

Wie lange Champagner gelagert werden kann, hängt vom Jahrgang, der Herstellung und den Trauben ab. So kann ein Blanc des Blancs länger reifen, und auch Jahrgangschampagner lassen sich vergleichsweise über einen größeren Zeitraum lagern. „Die Trauben sind hier von höherer Qualität und bilden ausreichend Fructose. Bei Flascheninhalten, die länger als 24 Monate gären, erfolgt im Laufe des Alterungsprozesses eine bessere Verbindung mit den Hefen“, so Jalali.

Öffnen und Einschenken
Ist der Champagner aus der Lagerung genommen, sollte er langsam gekühlt und vorsichtig geöffnet werden. „Aufgrund des enthaltenen Kohlendioxids stehen Schaumweinflaschen unter Druck. Daher ist es besonders wichtig, dass die Flasche vor dem Öffnen keinen Erschütterungen ausgesetzt wird“, präzisiert Nils Hoyer, Sommelier des Sternerestaurants Bodendorf’s im Relais & Châteaux Hotel Landhaus Stricker auf Sylt. „Beim Servieren hält man das Glas leicht schräg, dabei sollte der Champagner ins Glas fließen, nicht fallen. Auf keinen Fall darf das Glas überlaufen. Schäumt ein Champagner beim Öffnen trotz richtiger Lagerung und Temperatur über, kann das ein Hinweis auf mangelnde Qualität sein.“ Außerdem muss Champagner vor dem Servieren immer verkostet werden. Die Flaschen sind mit Naturkorken verschlossen, und nur so lässt sich ein Korkschmecker ausschließen. Bei feinen, filigranen Champagnern mit geringer Perlage empfiehlt Hoyer ein herkömmliches Champagnerglas, bei fruchtigen und opulenteren Sorten finden im Bodendorf’s Chardonnayglas und Bordeauxpokal Verwendung.

Die Temperatur bestimmt das Aroma
Die Trinktemperatur ist enorm wichtig für die Entfaltung der Aromen. Wie kühl ein Champagner serviert wird, hängt vor allem von der dominierenden Rebsorte ab. „Leichte, junge Champagner, die zum Aperitif oder als Einstieg in ein Menü gereicht werden, haben meist einen hohen Anteil an Chardonnay-Trauben“, so Gerhard Retter, Sommelier der Fischerklause am Lütjensee bei Hamburg. „Hier empfehle ich eine Trinktemperatur von sechs bis acht Grad. Reife, kraftvolle Champagner aus Pinot-Trauben hingegen dürfen auch gerne zehn bis zwölf Grad haben.“ Wird ein Champagner zu kalt serviert, wirkt sich das hemmend auf das Aroma aus. Die Weine erscheinen plump und breit, die Kohlensäure hat einen fast aggressiven Charakter, und der Alkohol schmeckt deutlich hervor. „Speziell gereifte Champagner und im Holz ausgebaute Typen entfalten ihr Aroma bei etwas höheren Temperaturen meist am besten, wobei ich persönlich finde, dass es kein größeres Verbrechen am Wein gibt als zu warmen Champagner.“

Für den Fall, dass es mit der Kühlung einmal schnell gehen muss, hat Retter einen besonderen Tipp: „Schichten Sie abwechselnd Salz und Eiswürfel in einen Sektkühler und stellen Sie die Flasche hinein. Das Salz ‚frisst‘ das Eis auf, wobei sehr schnell extreme Kälte freigesetzt wird. Diese Technik nennt man ‚Frappieren‘.“

www.piper-heidsieck.com

Gault Millau Weinguide 2015 Österreich

Bereits zum 27. Mal erscheint der Gault Millau Weinguide – zum ersten Mal von der Sommelière und Weinakademikerin Petra Bader als Chefredakteurin geleitet. Seit mehr als 15 Jahren ist sie fester Teil der Verkostungsjury und somit bestens mit der langen Tradition des Guides vertraut. In der aktuellen Ausgabe wird erstmals der Bedeutung des biologischen Weinbaus Rechnung getragen: Es werden jene Winzer entsprechend gekennzeichnet, die organisch-biologisch oder nach biodynamischen Grundsätzen wirtschaften.

Das bewährte System der Blindverkostung, in dem Petra Bader jeweils mit zwei wechselnden Mitgliedern aus der hochkompetenten Jury die Weine probiert und benotet, bleibt erhalten. Aus den drei Meinungen entsteht ein harmonischer und sicherlich auch repräsentativer Durchschnittswert. Wir gehen dabei stets in großer Wertschätzung für die mühevolle Arbeit des Winzers vor. Nach wie vor bekennen wir uns aber zur durchaus kritischen Bewertung. Denn nur so ist die Differenzierung der verschiedenen Weinqualitäten wirklich nachvollziehen.

Von mehr als 300 Weingüter konnte das Verkostungsteam aus dem überaus spannenden Jahrgang 2013 viel Außergewöhnliches verkosten. Bei den Veltlinern gefiel besonders die straffe Struktur, die Rieslinge strahlten mit einer glasklaren Brillanz und mit typischen Steinobstnoten. Die Sorten Weißburgunder und Sauvignon Blanc gerieten in der Regel nicht zu üppig sondern vielmehr sympathisch elegant und mit präziser Frucht. Beim Rotwein spiegelt moderater Alkohol und deutliche Frucht das Weinjahr 2013. Das viel zitierte große Lob für den Jahrgang 2012 hat sich nach den Verkostungen der weißen und roten Reserven mehr als bestätigt.

Außerdem ehren wir heuer erstmals, zusätzlich zum Wein des Jahres, der in den vergangenen Jahren bereits im Fokus stand, Persönlichkeiten in sechs weiteren wichtigen Kategorien. Weine und Menschen, die uns im Laufe des Jahres besonders aufgefallen sind und die uns weit über das übliche Maß hinaus beeindruckt und fasziniert haben.
In der Königsdisziplin „Wein des Jahres“ wird heuer F. X. Pichler mit seinem 2013 Riesling Unendlich Smaragd ausgezeichnet.
Daneben vergeben wir ab diesem Jahr zusätzlich Weinpreise in sechs weiteren Kategorien:
• die „Weinkarte des Jahres“, geht an Josef Floh vom gleichnamigen Restaurant Floh in Niederösterreich
• der „Sommelier des Jahres“, ist Alexander Kolbinger vom 4-Hauben-Restaurant Obauer in Salzburg
• der „Ausnahmewinzer des Jahres“, kommt aus dem Burgenland und heißt Michael Wenzel
• die „Entdeckung des Jahres“ geht an Johannes Zillinger aus dem Weinviertel
• die „Kollektion des Jahres“ führt Franz R. Weninger aus dem Burgenland
• mit der Auszeichnung „Alternativer Wein des Jahres“ wird der 2012 Lysegrøn aus dem
Hause Franz Strohmeier in der Steiermark geehrt.

WEIN DES JAHRES
2013 Riesling Unendlich Smaragd
F. X. Pichler
Oberloiben 57, 3601 Dürnstein, Wachau, weingut@fx-pichler.at, Tel.: 0 27 32/85 3 75
Er ist ein wahrhaft großer Wein – der Unendlich 2013. Seit dem ersten beeindruckenden Jahrgang 1998 gilt er mit seinem markanten Erscheinungsbild als das Maß der heimischen Rieslinge. Das Etikett schmückt das Bühnenbild zu Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ – dargestellt als Sternenhimmel auf blauem Grund – Karl Friedrich Schinkels Symbol für die kosmische Unendlichkeit. Der 2013er besticht besonders durch seine enorme Dynamik. Im Duft rauchig geprägt, atemberaubend komplex mit reifer Zitrusfrucht und Anklängen von Weingartenpfirsich zieht er sich sehr engmaschig und druckvoll über den Gaumen. Das Schöne dabei: Er bleibt doch immer in einer geradezu subtilen Leichtigkeit. Dass der Nachhall unendlich ist, versteht sich bei diesem Wein fast von selbst. Ein wahrer Meditations-Riesling und ein Meisterstück von Lukas Pichler. Der ruhige und überlegte Winzer scheint ganz angekommen zu sein. Die stilistische Linie, die sein Vater über die Jahre geprägt hat, führt er mit Perfektion weiter. Seine eigene Handschrift wird Jahr für Jahr deutlicher spürbar. Die zeigt sich in einer Spur weniger Botrytis, einem Tick reduzierteren Alkohol und gleichzeitig mit enorm großer Brillanz und Eleganz.
F. X. Pichler über die Auszeichnung:
Wenn man mit Hingabe große Weine vinifiziert, und diese auch so verstanden werden, freut‘ mich das „unendlich!“

ALTERNATIVER WEIN DES JAHRES
2012 Lysegrøn
Franz Strohmeier, Lestein 148, 8511 St. Stefan ob Stainz, Weststeiermark; office@strohmeier.at, Tel.: 0676/38 32 430
Manche Dinge passieren in aller Stille, fast im Verborgenen, aber in einer geradezu logischen Konsequenz.Franz Strohmeier, sensibler und überaus besonnenerWinzer aus dem weststeirischen St. Stefan ob Stainz,hat seine Kollektion über die Jahre hinweg mit einemganz eigenen Stil geprägt. Schon immer waren die Weine außergewöhnlich, doch gewannen sie im Laufe der Jahre mehr und mehr an Tiefe und Aussage, je großzügiger er ihnen Raum und Zeit für die eigene Entwicklung zugestand. Dazu braucht es natürlich einen Winzer wie Strohmeier, der ausreichend Geduld und Einfühlungsvermögen hat. Seine Weine aus der Serie „Trauben, Liebe & Zeit“ verkörpern das am eindrücklichsten. Sie sind naturbelassen und dürfen sich im großen
Holzfass ohne Zusätze und Schwefel sowie ohne Filtration entwickeln. Für ihren Genuss sollte man sich Zeit nehmen. Unser alternativer Wein des Jahres, der Lysegrøn 2012 aus der Sorte Weißburgunder, öffnet sich am besten durch Dekantieren und bei einer Trinktemperatur von rund 14 Grad. Mit großer Spannung, energiereicher Säure und mit einer sich ständig im Glas verändernden Frucht ist er ein faszinierendes Beispiel eines sogenannten langsamen Weines.
Franz Strohmeier über die Auszeichnung:
„Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, die eine Bestätigung für unsere urwüchsigen Weingärten ist. Es ist auch ein schöner Ansporn, den absolut naturbelassenen Weinausbau weiter zu pflegen.“

KOLLEKTION DES JAHRES
Franz R. Weninger
Florianigasse 11, 7312 Horitschon, Mittelburgenland, weingut@weninger.com – 0 26 10/42 1 65
Die Weningers zeigen mit ihrer brillanten Kollektion einmal mehr, woran man sich in Österreich in Sachen Blaufränkisch orientieren darf. Wichtiger Erfolgsfaktor ist die Familie: Franz und Martina haben aus dem ehemals sieben Hektar großen Betrieb mit Gespür und Fleiß ein respektables Lebenswerk geschaffen. 28 Hektar im ungarischen Balf sowie 22 in Horitschon sind es heute. Mit Franz Reinhard ist nun die nächste visionäre Generation am Werk. Der Bio-Weinbau bildet hier die Grundlage für alles, denn nur intakte Natur kann den Charakter der einzelnen Lagen widerspiegeln. Allen voran steht der Dürrau mit seinem tiefgrün- digen und eisenhaltigen Lehm und den alten Rebstöcken. Von dort kommen stets Weine, welche die Essenz in Weningers Keller darstellen. Auch der kühle und fordernde Kalkofen, das Kirchholz mit seinem saftigen Fruchtausdruck oder der Hochäcker mit dem perfekten Blaufränkischterroir zählen zu den Perlen. Der Weingarten Steiner in Balf war der Grund für den Start des Projekts in Ungarn und unterstreicht seine Bedeutung heute durch einen enorm strukturierten Wein. Der dritte, flächenmäßig kleine Nebenschauplatz ist die südburgenländische Riede Saybrit
z am Eisenberg. Ein Weingarten, der jährlich den mineralischen Typ Blaufränkisch zur anbetungswürdigen Kollektion beisteuert.
Franz Reinhard Weninger über die Auszeichnung:
„Die Auszeichnung „Kollektion des Jahres“ bereits für meinen zweiten Wein-Jahrgang in Horitschon zu bekommen, freut mich sehr. Denn so wie ich bei jedem einzelnen Wein auf der Suche nach Harmonie bin, muss auch mein Portfolio ein stimmiges Gesamtbild ergeben.“

AUSNAHMEWINZER DES JAHRES
Michael Wenzel
Hauptstraße 29, 7071 Rust, Neusiedlersee-Hügelland, office@michaelwenzel.at – 0 26 85/287
Michael Wenzel ist unser „Ausnahmewinzer des Jahres“. Das vor allem, weil er über die Jahre stets seinen ganz eigenen Weg gegangen ist, unbeeinflusst von jeglichen Moden und Strömungen. Er schreibt lieber seine persönliche Geschichte als zu kopieren. Und: Er hat im Laufe der Zeit zu einem stilsicheren und selbstbewussten Profil gefunden, geprägt vom ehrlichen Wein, der Zeit braucht. Er ist überzeugt, dass jeder, der seine Arbeit gut machen möchte, raus muss. Reisen, die Welt sehen und mit Ideen und Energie nach Hause kommen. Zum richtigen Zeitpunkt hat er von seinem Vater Robert das Weingut in 13. Generation übernommen. Ruster Ausbruch war immer das große Thema im Betrieb. Der Name Wenzel steht dabei für absolute Topqualität, und das schon lange Zeit. Michael setzt auf altbewährte Methoden wie Dichtbepflanzung und ökologische Bewirtschaftung. Für ihn ist der Mensch hinter dem Wein weit wichtiger als jede Technologie. In seiner Weinserie ist der sanfte, sensible und trotzdem starke Charakter des Winzers zu spüren. Sein Herz schlägt besonders für die Rebsorte Furmint. Garten Eden und Vogelsang sind wahre Schmuckstücke aus der fast in Vergessenheit geratenen Sorte. Tiefgründigkeit ist das Prägende in seinen Rotweinen.
Michael Wenzel über die Auszeichnung:
„Mich freut diese Auszeichnung außerordentlich, zumal die Hälfte meiner eingereichten Weine aus der legendären Furmint-Traube stammt. Somit betrachte ich diesen Award auch als Würdigung der Furmint-Rebe und Bestätigung des großen Potentials für autochthone Rebsorten in Österreich.“

ENTDECKUNG DES JAHRES
Johannes Zillinger
Landstraße 70, 2245 Velm-Götzendorf, Weinviertel, office@zillinger.at – 0676/63 57 881
Die Weine von Johannes Zillinger zeigen die ganze schöpferische Kraft ihres jungen Winzers, unsere Entdeckung des Jahres. Seine naturbelassene und sehr spannungsreiche Serie konnte uns mit ihrer Präsenz und Ausdruckskraft in der Blindverkostung restlos überzeugen. 2012 hat der Weinviertler den seit 30 Jahren biologisch bewirtschafteten Betrieb von seinem Vater Hans komplett in Eigenregie übernommen. In einer sanften Hofübergabe seit dem Jahr 2000 konnte er Schritt für Schritt in seine Aufgabe hineinwachsen. Zillingers Grundsatz ist vitales, gesundes Traubengut, das streng selektioniert wird. Deshalb kommt er im Keller mit einem recht minimalistischen Prinzip aus. Gekeltert werden drei Weinlinien: „Velue“, der alte Name des Ortes Velm, steht für trinkfreudige und frische Weine. Für die „Reflexion“ werden Lagenweine meist im Edel- stahl ausgebaut und anschließend mit in der
Amphore Maischevergorenem rückverschnitten. So entstehen Weine mit viel Rückgrat und Dichte, die kaum Schwefel brauchen. Als „Numen“ wird das metaphysische Wir- ken bezeichnet, das der Mensch nicht beeinflussen kann. Für die „Numen“-Serie greift Zillinger im Keller kaum ein. Die Weine reifen in 500 bis 700 Liter fassenden Akazienfässern. Der Grüne Veltliner, Riesling und Fumé Blanc aus dieser Linie sind Weine zum Niederknien.
Johannes Zillinger über die Auszeichnung:
„Ich freue mich über diese großartige Auszeichnung, sie bestätigt meinen Weg der Individualität und Eigenständigkeit. Sie ist in einem extrem schwierigen Jahr wie 2014 ein zusätzlicher Ansporn diesen Weg konsequent weiter zu gehen.“

SOMMELIER DES JAHRES
Alexander Koblinger, Restaurant Obauer
Markt 46, 5450 Werfen, ok@obauer.com – 0 64 68/52 1 20
Alexander Koblinger hat alles, was ein guter Sommelier braucht: die Kompetenz in allen fachlichen Belangen, die Sensibilität für die Bedürfnisse und Wünsche seiner Gäste, den Ehrgeiz für stete berufliche Weiterentwicklung, das Organisationstalent für den Aufbau eines idealen Restaurantweinkellers sowie das Charisma und den subtilen Charme eines Weinmenschen, der seinen Beruf wirklich liebt, ohne sich selbst zu weit in den Vordergrund zu stellen. Seit 2005 ist der gebürtige Oberösterreicher als Chef- Sommelier in Diensten der Brüder Obauer in Werfen. Über die Jahre hinweg ist er mit ihnen und ihrem authentischen Küchenstil zusammengewachsen. Kongenial dazu kann er aus einem Keller mit bestens gereiften Topweinen der wichtigsten Produzenten schöpfen. Koblingers Kombinationen von Wein und Speise sind stets punktgenau stimmig, oft spannend, manchmal überraschend, aber auf jeden Fall aufs Genussvollste ausgelegt. Der Gast fühlt sich bei ihm immer in besten Händen. 2011 erhielt Koblinger den begehrten Titel des „Master Sommeliers“, für den er einen intensiven Prozess an Kursen und Prüfungen in London durchlaufen hatte. Gut 200 Sommeliers dürfen diesen Titel weltweit tragen, im deutschsprachigen Raum sind es nur vier, in Österreich ist Koblinger der einzige.
Alexander Koblinger über die Auszeichnung:
„Es freut mich riesig, dass mit der Auszeichnung zum Sommelier des Jahres 2014 durch Gault Millau meine Leidenschaft für Wein so eindrucksvoll gewürdigt wird. Ein großartiges Highlight in meiner Karriere, das mir zeigt, dass ich mit meiner Arbeit auf dem richtigen Weg bin.“

WEINKARTE DES JAHRES
Restaurant Floh
Tullner Straße 1, 3425 Langenlebarn, floh@derfloh.at, Tel.: 0 22 72/62 8 09
Der Floh in Langenlebarn ist seit vielen Jahren „die“ Pilgerstätte für Weinenthusiasten, für viele gilt das sympathische Wirtshaus sogar als bestes kulinarisches Gesamtpaket. Wichtiger Teil dieses Pakets ist die außergewöhnliche Weinkarte. Mit einem Umfang von weit über 2000 Positionen sucht sie weit und breit ihresgleichen, daneben wird preislich äußerst fair kalkuliert. An Tiefe und Qualität der Auswahl ist sie kaum zu toppen. Hier findet der Gast nicht nur das wirklich Beste aus Österreich – alle Winzer von Rang sind mit ihren besten Lagen und erfreulicherweise meist auch in reiferen Jahrgängen aufgelistet. Frank- reich, speziell das Burgund und die Weine von der Rhône, sind Josef Floh daneben ein wichtiges Anliegen. Große Inspiration dafür fand er bei seinem ehemaligen Mentor, dem legendären Rudi Kellner vom Altwienerhof. Floh hat ihn auf Weinreisen nach Frankreich begleitet. Dabei wurde die Leidenschaft für das wichtige Thema entfacht. Übrigens: Wer sich vor seinem Besuch beim Floh in die Auswahl einlesen möchte, kann das auf der Homepage in der Weindatenbank tun. Ein toller Service für alle Weinfreaks, die sich bei Tisch mehr der Gesellschaft der Gäste als der Auswahl der richtigen Flasche aus dem gewaltigen Sortiment widmen wollen.
Josef Floh über die Auszeichnung:
„Dass wir diesen Preis bekommen, ist ja schon eine Ehre. Dass wir ihn bei seiner ersten Verleihung bekommen, ist sozusagen eine Ehren-Magnum. Danke! Wir möchten diesen Preis dem großen Floh- Mentor Rudi Kellner widmen, der nicht nur in der Küche ein großer Pionier war, sondern der
seinerzeit dem jungen Bürscherl aus Langenlebarn sehr viel über Wein beigebracht hat. Und eine Begeisterung und Faszination geweckt hat, die heute noch besteht – und die das Rückgrat dieser Weinkarte ist.“

Feinschmecker Wein Guide

„Viel Licht und ein paar Schatten“. Dieses Fazit zieht die FEINSCHMECKER-Redaktion in ihrem Guide „Die besten Winzer & Weine“ für den Jahrgang 2012, der dem aktuellen Januar-Heft beiliegt (für 9,95 Euro ab sofort am Kiosk). Die FEINSCHMECKER-Jury hat in wochenlangen Proben die Weine von mehr als 1000 deutschen Weingütern und Winzergenossenschaften verkostet und bewertet. Dabei fiel den Juroren eine Reihe von vorzüglichen Weißweinen aus dem Jahrgang 2012 auf – und es gab auch exzellente Rotweine der Vorjahre 2011 und 2010 zu probieren. Entsprechend positiv waren die Bewertungen für zahlreiche Weingüter, etliche konnten sogar erstmals unter die besten Betriebe ihres Anbaugebiets aufsteigen. Rund 900 Weingüter und Genossenschaften führt der FEINSCHMECKER-Guide mit Adresse und Bewertung auf, die Besten der Besten werden zudem mit Kurzporträt und Weintipps vorgestellt.

Zu den Aufsteigern gehören in diesem Jahr das Weingut Meyer-Näkel von der Ahr, das sich um einen halben FEINSCHMECKER-Punkt (von 4,5 auf 5 F) verbessern konnte. Zur Spitzengruppe des FEINSCHMECKER-Rankings (ab 4 F) gehören nun auch die Betriebe Friedrich Becker (Pfalz), Dr. Bürklin-Wolf (Pfalz), Sekthaus Raumland (Rheinhessen) und Ziereisen (Baden). Die zweitbeste Bewertung (4,5 F) erzielte neu das Weingut Jean Stodden an der Ahr.

Þráinn Freyr Vigfússon

Isländische Leckereien in Berlin

Am 1. September 2013 kredenzt der isländische Koch Þráinn Freyr Vigfússon (Jahrgang 1981), Headchef des Kolabrautin im Harpa, den Gästen des „Frischeparadieses“ Berlin-Charlottenburg ein ganz besonderes Schmankerl im Rahmen der Veranstaltung „7 Sterne – 7 Köche“: Rücken von isländischen Freiland-Lamm mit Topinambur, Rosinen, Mandeln und Dill. Der Mann mit dem unaussprechlichen Namen erlernte bereits als Teenager im Hotel seines Vaters die Verarbeitung frischer Meeresfrüchte, Fischsorten und Molkereiprodukte, die seine Kochkunst bis heute prägt. Heute begeistert Þráinn im Restaurant Kolabrautin im vierten Stock der spektakulären Konzerthalle Harpa in Reykjavík Gourmetfans aus der ganzen Welt. Er belegte 2009 den zweiten Platz im Wettbewerb „Skandinavischer Koch des Jahres“ und 2011 den siebten Platz beim prestigeträchtigen Bocuse D` Ór in Frankreich. Karten für das kulinarische 7-Sterne-Erlebnis kosten 139 Euro, weitere Informationen finden Interessierte unter www.frischeparadies.de/frischeparadies-maerkte/berlin-charlottenburg.html

Wir kennen den Koch nicht und auch das Kolabrautin wurde uns nicht in Island diesen Sommer empfohlen. Hier Impressionen aus dem vielgelobten Grillmarkethttps://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151592626338124.1073741846.168996673123&type=3
Aber sicher wird es ganz toll werden!

Neues vom Apfelgut

Hallo, liebe Gourmet Report Freunde!

Das Jahr ist noch jung und wir wünschen allen nur das Beste: Gesundheit, Erfolg, Glück und Zufriedenheit!
Wir haben das Jahr mit Dreharbeiten angefangen, damit wir auch in diesem Jahr wieder jeden Samstag bei Ihnen zu Gast sein können, wenn Sie uns denn empfangen wollen.
Natürlich ist trotz der neuen Rundfunk- und Fernsehgebühren-Regelung kein Geldsegen über dem WDR niedergegangen, so dass wir weiterhin Wiederholungen und Zusammenschnitte aus verschiedenen Sendungen zwischen den neu gedrehten platzieren müssen. Aber auch darunter ist immer wieder etwas, was auch die ausgefuchstesten alten Hasen (diese schräge Formulierung mögen Sie uns mal erlauben) neu entdecken können.

Neues Buch?
Immer wieder werden wir gefragt, ob es nicht wieder ein neues Begleitbuch zu unserer Sendung gibt – leider nein. Es war etwas geplant, konnte aber nicht realisiert werden. Die augenblickliche Situation im Buchhandel und Verlagswesen ist von großer Unsicherheit geprägt, man weiß angesichts von e-Book, Internet und anderen neuen Möglichkeiten nicht so recht, wo die Reise hingeht. Es wird daher nur zögerlich geplant und investiert. Wir bleiben aber dran und informieren Sie über die weitere Entwicklung.

Bestens funktioniert aber der Rezeptabruf und vor allem der Newsletter des WDR. Über den Button „Kochen mit Martina und Moritz“ auf der Startseite unserer Homepage kommen Sie direkt auf die WDR-Seite, um ihn bestellen zu können. Einfach in der rechten Spalte auf „Rezepte Newsletter“ klicken, dann geht das Bestellformular auf – es lohnt sich!

Pomme-Pure – prickelnder Apfel alkoholfrei
Der Jahrgang 2012 ist uns perfekt gelungen, die Investition in eine eigene Presse hat sich bestens bewährt: Die Aromen sind noch frischer, klarer und eleganter. Jetzt sind alle 6 Sorten aus dem neuen Jahrgang wieder lieferbar: Cox Orange, Elstar, Boskoop, Glockenapfel, Rubinette und die Cuvée.

Ja, es gibt auch dieses Jahr wieder den Spezialpreis für die fünfte Jahreszeit – gleichgültig, ob Sie Fasching, Karneval oder Fasnet sagen:
Duttenhofer Pomme-Cidre
Süffig, rund, erfischend, nur 3 % Alkohol – prima für die Party! Auch für junge Leute.
Sie bestellen 12 Flaschen, Sie zahlen aber nur 10!
Statt 68 € zahlen Sie also nur 58 € + 7.50 € Versandkosten = 65,50 €.
Und wenn Sie 24 Flaschen bestellen, versenden wir frei Haus:
24 Flaschen kosten dann nur 116 €!

Einfach diesen Report als eMail an uns schicken und hier eintragen, wie viele Kartons à 12 Flaschen Sie haben wollen:
____ x 12 Flaschen Pomme-Cidre

PS: Es soll Leute geben, die bestellen sich jetzt schon eine Ration für den ersten Frühlingstag auf Balkon, Terrasse oder im Garten…
Und alle, die es ganz trocken mögen, sollen auch nicht darben:
6 Flaschen 2001 Duttenhofer Pomme-Brut bestellen und 5 bezahlen:
Statt 87 € (Kartonpreis 84,50 €) nur 72,50 € (+ 7,50 € Versandkosten = 80 €) und
12 Flaschen für 145 € frei Haus!

____ x 6 Flaschen Pomme-Brut
Und hier noch einige Termine zum Vormerken:
Am 28. Februar gastieren wir in München, zusammen mit Denis Scheck in der Black-Box im Gasteig. Näheres demnächst auf der Homepage der veranstaltenden Buchhandling Moths www.li-mo.com

Am 3. März sind wir in Frankfurt auf der Apfelwein im Römer, von 14 bis 18 Uhr. Neben vielen anderen Spitzenerzeugern aus aller Welt stellen wir unsere Apfelweine, die neuen Pomme-Pure und ausgewählte Brände vor.

Am 11. März können Sie uns live in Goch erleben – Karten gibt es bei der
Völckerschen Buchhandlung GmbH, Steinstraße 5-7, 47574 Goch
Tel.: 02823-88188, E-Mail:
info@voelcker-buch.de

Vom 11. bis 14. April findet in Stuttgart in den Messehallen beim Flughafen wieder die Slow-Food-Messe statt, auf der wir natürlich auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand präsent sein werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am 20. und 21. April sind wir bei den Fränkischen Genusstagen in Weißenburg: Am Samstag als Kommentatoren eines abendlichen Diners im Bräustüberl Zur Kanne, am Sonntag als Teilnehmer der Podiumsdiskussion. Die Teilnahme ist zu buchen über www.wir-sind-rotweiss.de , ab Ende Januar auch unter www.die-fraenkischen-genusstage.de

apfelgut GBR
Martina Meuth & Bernd Neuner-Duttenhofer
Neunthausen 43/45
D – 72172 Sulz-Hopfau
Telefon: 07454 / 9697 -98 oder -33
Telefax: 07454 / 9697 -96 oder -37
info@apfelgut.de – www.apfelgut.de

GM: Marcello Fabbri ist die Nr1 in Thürigen

Mit seinen „sehr gefällig präsentierten, gänzlich unprovinziellen Gerichten“ kocht sich der 33jährigen Patrick Wagner auf der Veste Wachsenburg in Wachsenburggemeinde nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in die kulinarische Spitze Thüringens. In ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 loben ihn die Tester: „Auf der sehenswerten Burg aus dem 10. Jahrhundert erwartet man angesichts des alten Gemäuers allenfalls rustikale Sättigung. Doch der kochende Burgherr war während seiner Wanderjahre auch in der gehobenen Gastronomie und bietet ambitionierten Neuzeitküche.“
Für Gerichte wie „Mousse vom Tandoori-Hähnchen im Knuspermantel, glasig gebratene Großgarnele mit fruchtig geprägtem Curry-Schaum oder ideal gegarten Rehrücken mit kräftigem Jus, Selleriemus und sechs Zwerg- Pfifferlingen“ erhält er vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, erstmals 15 von 20 möglichen Punkten. Er kommt damit in jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird. Eine höhere Note als Wagner haben nur zwei Köche in Thüringen.

14 Punkte für sehr gute Gerichte erkochen sich erstmals Christian Hempfe von der „Scala“ in Jena („mit Krustentier-Farce und Hummer gefüllte Seezungenröllchen auf cremigem Zitronen-Risotto mit schaumiger Hummersauce“), Tobias Schmidt von der „Posthalterei“ in Meiningen („mediterran anmutende Bouillabaisse von Krustentieren und Edelfischen mit jungem Spinat und Rouilleplätzchen“) sowie Andreas Schöppe vom „Il Cortile“ in Erfurt („mit Scampi gefüllte Maishähnchenkeule, begleitet von einem tadellosen Perlgraupenrisotto und würzigem Ratatouille“).

Auf 13 Punkte verbessert sich Stefan Luck in der „Landgrafenstube“ in Ruhla („rosa Lammrücken unter Olivenkruste mit Zucchini-Lasagne und gebratener Polenta“).

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Thüringen hält weiterhin mit 17 Punkten der „bildschön anrichtende“ Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar dank „Gelbflossenmakrele mit Radieschen, Gurken und geschäumter Amalfi-Zitrone, Tintenfisch-Risotto mit gebackenen Calamaretti oder Branzino auf Paprikafondue mit der Fischhaut als gebratenem Chip, Stockfisch-Krokette und krossem Petersilien-Cannolo.“ Ihm folgt mit 16 Punkten Claus Alboth von „Alboth’s Restaurant im Kaisersaal“ in Erfurt, der „seinen hohen Standard ohne übermäßige Innovationsfreude hält. Von feinster Konsistenz der Hummer im Krustentierschaum, umrahmt von Sashimi und Tatar vom Thunfisch mit Radieschensalat und Apfel-Wasabidressing.“ Alboth verlässt das Haus Anfang Januar und macht künftig Fabbri in Weimar Kokurrenz. Als Nachfolgerin kommt die gebürtige Straußfurterin Maria Gross, 33, die in Leipzig und Berlin Philosophie studierte und zuletzt im Schweizer Zermatt 13 Punkte erkochte.

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 25 Restaurants in Thüringen. 17 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt.

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Thüringen zwei langweilig gewordene Restaurants ab, fünf werden höher, sieben niedriger bewertet.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.
Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Thüringen
17 Punkte
Anna Amalia in Weimar

16 Punkte
Alboth’s Restaurant im Kaisersaal in Erfurt

15 Punkte
Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach Patrick Wagner* in Wachsenburggemeinde

14 Punkte
Il Cortile* und Zumnorde in Erfurt Scala* in Jena
Posthalterei* in Meiningen

13 Punkte
St. Georges in Dieterode
Gloriosa** und Palais Wachsberg** in Erfurt Schieferhof in Neuhaus am Rennweg Landgrafenstube* in Ruhla
Güldene Gans** in Saalfeld
Alt-Weimar, Anastasia**und Charlotte** in Weimar

* Aufsteiger **Absteiger

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

Gault Millau WeinGuide Deutschland 2013

Jahrgang 2011: Viele gute Weine, aber kein Jahrhundertjahrgang. Der »Winzer des Jahres« kommt aus Baden, der Aufsteiger von der Nahe, die Entdeckung vom Mittelrhein/Ahr und die »Kollektion des Jahres« aus der Pfalz.

Hohe Temperaturen im Herbst, geradezu explodierende Mostgewichte – das machte den Jahrgang 2011 schon vor der Ernte fast zur Legende. Dass er ein Jahrhundertereignis werden würde, war schnell beschlossene Sache. Gar vom Kometenjahrgang war die Rede, von einer Reihe grandioser 11er Jahrgänge: Nach 1811 und 1911 nun der 2011er. »Es tut uns leid, dass wir nun etwas Wasser in den Wein gießen müssen. Sicherlich gab es auch in 2011 wieder große Weine, doch leider sind gerade die Spitzen oft von zuviel Alkohol geprägt und lassen vor allem Frische vermissen“, bedauert Joel Payne.

Unter der Aufsicht des Chefredakteurs des Gault&Millau WeinGuide hat ein Team von über 20 Verkostern mehr als 12.500 Weine auf die Zunge genommen – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es sind oft die einfachen Erzeugnisse, die Basisweine der Güter, die in 2011 punkten können. »Selten gab es so einen Andrang in unseren Schnäppchen- und Gutsweinlisten, selbst zahlreiche Literweine können Trinkfreude auslösen“, so Payne. Die besten Weine aus einem unübersehbaren Angebot herauszufiltern, das gelingt mit dem neuen WeinGuide spielend.

Mit der Ausgabe für 2013 feiert der Gault&Millau WeinGuide ein kleines Jubiläum. Vor nunmehr 20 Jahren wurde die erste Nummer in Angriff genommen. Joel Payne dankt ausdrücklich seinem langjährigen Weggefährten Armin Diel, der mit ihm zusammen vor zwei Jahrzehnten Gründer des WeinGuide war. Der neue Weinführer ist fast doppelt so dick wie die Ausgabe vor zehn Jahren. Im Vergleich zur ersten Ausgabe vor 20 Jahren wird der Mehrwert noch deutlicher: Heute gibt es vier mal so viele Betriebe und sechs mal so viele Weine wie in der Ausgabe 1994. Damit der Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken kann, helfen weitere Übersichten im Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013.

Auf 928 Seiten sind in der 20. Ausgabe des Gault&Millau WeinGuide nunmehr 721 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 355 sind als empfehlenswert eingestuft. Mehr als 12.500 Weine wurden verkostet, rund 8.700 finden schließlich Erwähnung im Buch. Unter diesen Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hierzulande findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen, wo. Dabei hilft der Gault&Millau WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de Noirs sind im Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund.

Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault&Millau WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung fehlt im Buch. Dies unterscheidet den Gault&Millau entscheidend von anderen Publikationen und Wettbewerben. Erneut werden in einer eigenen Liste »Leichter trockener Riesling«, einem vielfachen Genießerwunsch folgend, auch Exemplare mit nur 11,5 und 11 Prozent Alkohol aufgeführt.

Dass die Bewertungen des Gault&Millau WeinGuide auch über längere Zeit Bestand haben, zeigt die Verkostung »Zehn Jahre danach – Bernhard Breuer Trophy«, in der vor einer Dekade getestete trockene Rieslinge nochmals auf den Prüfstand kommen, dieses Jahr zum elften Mal. »Vor allem Spitzenweine aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Nahe des Jahrgangs 2002 haben sich eindeutig zu ihrem Vorteil entwickelt«, sagt Herausgeber Joel Payne. Erneuter Sieger wurde ein »Großes Gewächs« von Wittmann, diesmal aus dem Westhofener Morstein (94 Punkte). Bei der »Zehn-Jahre-danach«-Verkostung der 2002er Spätburgunder war die Spitze erheblich dünner besetzt. Letztlich machte der »R« von Bernhard Huber aus Baden (93 Punkte) das Rennen.

Der Jahrgang 2002 stand beim Riesling immer etwas im Schatten des sehr guten 2001ers. Bei der Nachverkostung der 2002er Riesling Spätlesen aber zeigte sich, dass überall gute bis sehr gute Qualitäten in der Flasche herangereift sind. »Wie sich bei unserer Probe herausstellte, überzeugt der Jahrgang vor allem mit seiner überragenden Frische«, urteilten die Verkoster rund um Chefredakteur Joel Payne. Sieben Moselweine finden sich unter den besten zehn, doch der Sieger kommt von der Nahe. Emrich-Schönlebers »Rutsch« aus dem Monzinger Frühlingsplätzchen war mit 94 Punkten nicht zu schlagen.

Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2013 kürt die Gault&Millau-Redaktion Joachim Heger vom Weingut Dr. Heger in Ihringen am Kaiserstuhl. »Seit Jahrzehnten holt er weiße Burgunder von allererster Güte aus dem fabelhaften Ihringer Winklerberg und dem großartigen Schlossberg in Achkarren. Nun haben auch seine Spätburgunder zur badischen Spitze aufgeschlossen«, lobt Joel Payne den sympathischen Winzer.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal in die Pfalz: an Hansjörg Rebholz, der in 2011 ein großartiges Sortiment erzeugt hat. »Ob Weißburgunder, Chardonnay, Riesling oder Spätburgunder – der Siebeldinger Ausnahmewinzer beherrscht die ganze Klaviatur par excellence. Und was im Jahrgang 2011 glänzt, ist wirklich pures Gold«, hebt die Redaktion hervor.

Der »Aufsteiger des Jahres« kommt von der Nahe: Betriebsleiter Karsten Peter vom Gut Hermannsberg in Niederhausen. »In nur drei Jahren führte er diesen ehedem weltberühmten Betrieb zurück in die Gebietsspitze. Vom Gutswein bis zur edelsüßen Rarität – ein Sortiment aus einem Guss. Der Leuchtturm an der Nahe brennt wieder«, erklärt Joel Payne während der Präsentation.

Der Titel »Entdeckung des Jahres« geht an das Weingut Josten und Klein: »Dies ist eine der wenigen Neugründungen im Lande. Gleich in zwei Gebieten starten die beiden Winzer durch: am Mittelrhein und an der Ahr. Mit Riesling, Spätburgunder und Sauvignon Blanc punktet das dynamische Duo«, sagt Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz.

Zum »Sommelier des Jahres« wurde Thomas Sommer vom Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) gekürt. »Sein Herz gehört dem deutschen Wein, vor allem großen Rieslingen. Dabei bleibt er offen für junge Winzertalente und weltweite Trends. Vorbildlich!« lobt die Chefredaktion.

Der Titel »Weinkarte des Jahres« geht an Jianhua Wu, der in Berlin das Restaurant Hot Spot betreibt. »Der Chinese verbindet auf ideale Weise die Liebe zu seiner Heimat mit der zum deutschen Riesling. Und er demonstriert beispielhaft, wie gut gereifte Weine mit der asiatischen Küche harmonieren. Selbst Winzer aus der ganzen Republik pilgern zu ihm«, bemerkt die Gault&Millau-Redaktion.

Mit dem neuen Gault&Millau WeinGuide wird es dem Genießer leicht gemacht, den Lieblingswein zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter sind auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

In neun Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der Gault&Millau WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2011 und die vorzüglichsten 2010er Rotweine Deutschlands. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Zwei davon stammen von der Saar (bester Riesling
Kabinett und beste Riesling Auslese), zwei aus der Pfalz (bester Weißer Burgunder und bester trockener Riesling), zwei aus dem Rheingau (bester feinherber Riesling und bester edelsüßer Riesling), einer aus Rheinhessen (bester Winzersekt), einer von der Nahe (beste Riesling Spätlese) und einer aus Baden (bester Spätburgunder).

Der Gault&Millau WeinGuide steht in der Tradition des »Reiseführer für Genießer« Gault&Millau Deutschland, der seit 30 Jahren fundierte Restaurantkritik und strenge Bewertungen mit Lesevergnügen verbindet.

Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, verzeichnet Anschriften und Öffnungszeiten sowie Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf. Beide Ausgaben des Gault&Millau 2013 sind auch als App für iPhone und – neu – für Android-Smartphones erhältlich.

Der kompetente Guide durch die deutsche Weinlandschaft, herausgegeben von Chefredakteur Joel B. Payne. Ausführliche Artikel über mehr als 1.000 Winzer. Alle Weingüter mit Kontaktadressen, alle Weinbaugebiete mit Übersichtskarten; mit Weinhändlerlisten.

900 Seiten, Format 13,5 x 21,0 cm, Flexcover
ISBN-13: 978-3-86244-204-1 Portofrei Bestellink