ÖKO-TEST Beschichtete Pfannen

Heißes Kochgeschirr mit Stielempfinden

Bratpfannen sind in den meisten Haushalten im Dauereinsatz und müssen einiges aushalten. ÖKO-TEST wollte wissen, wie alltagstauglich und stabil beschichtete Pfannen sind. Deshalb führte das Verbrauchermagazin neben Schadstoffuntersuchungen umfangreiche Praxistests durch. Das Resümee: Die Qualität ist unterschiedlich. Es gibt zwar „sehr gute“ Produkte, aber auch „mangelhafte“, die teilweise ausgerechnet von teuren Markenherstellern stammen.

Während Keramikpfannen als sehr hitzestabil und etwas kratzfester als PTFE-Pfannen (diese sind auch bekannt unter dem Synonym Teflon) gelten, sollen letztere wiederum den Vorteil haben, dass die Antihafteigenschaft über die gesamte Lebensdauer erhalten bleibt. ÖKO-TEST wollte nun prüfen, ob das stimmt, und hat fünf Edelstahl- und elf Aluminiumpfannen mit Kunststoff- oder Keramikbeschichtungen ins Labor geschickt.

Drei Produkte, darunter zwei preisgünstige, bestanden die verschiedenen Tests mit Bravour. Andere zeigten sich dagegen von einer schlechteren Seite. Ein Kritikpunkt ist: Bei beschichteten Pfannen sollten Pfannkuchen oder Spiegeleier in einem Stück auf den Teller rutschen. Das schaffte fast die Hälfte der getesteten Produkte nicht. Die Leckereien zerrissen oder wurden zerstört, weil sie zu fest auf dem Boden der Pfanne festklebten.

Es zeigte sich zudem, dass bei acht Marken die Antihafteigenschaft nachlässt, wenn sie etwas länger im Gebrauch sind. Auch die Temperaturverteilung von fünf Pfannen ließ zu wünschen übrig: Dadurch wird das Essen nicht gleichmäßig warm. Einige Produkte bekamen auch Punktabzug, weil sie nicht kratzfest sind. In der Gitterschnittprüfung, bei der die Tester mit einem Cutter Schnitte in den Pfannenboden machen, um die Kratzfestigkeit der Beschichtung zu überprüfen, platzten kleine Splitter ab.

Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2016 gibt es im Zeitschriftenhandel.

Bitterschokolade im Test

Sieben von 20 getesteten Schokoladen mit Mineralölrückständen belastet

Mineralölbestandteile können auf verschiedenen Wegen in Lebensmittel gelangen: durch Druckfarben aus recycelten Altpapierverpackungen, durch Schmieröle aus Produktionsanlagen oder auch durch Abgase von Erntemaschinen. In einem aktuell veröffentlichten Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) wurden in sieben von 20 Bitterschokoladen derartige Rückstände gefunden. Die Position des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist dahingehend klar: Mineralölrückstände, vor allem die bedenklichen aromatischen Kohlenwasserstoffe (MOAH), sollten nicht in Lebensmittel gelangen, da sie krebserzeugende Substanzen enthalten können. Solche MOAHs wurden in deutlich nachweisbaren Mengen bei den getesteten Schokoladen der Marken Berger, Choceur (Hofer), Heidi, J.D. Gross (Lidl) und Merci gefunden. Einige dieser Unternehmen haben daraufhin bereits entsprechende Maßnahmen gesetzt und u.a. die betroffenen Produkte aus dem Verkauf gekommen.

Es gibt allerdings auch erfreulichere Testergebnisse zu berichten: So stammt etwa die beste Schokolade aus fairem Handel und ist ein Bioprodukt. Geprüft wurden im Rahmen des Tests des VKI unerwünschte Inhaltsstoffe (PAK, Aluminium, Mineralölrückstände, Cadmium) sowie Geschmack und Kennzeichnung. Die Details zum Test sowie die Stellungnahmen der Unternehmen gibt es im November-KONSUMENT und unter Test: Bitterschokolade 11/2016 .

Geteilte Reaktionen der Hersteller
Die Reaktionen der Hersteller auf die Testergebnisse zu den Mineralölrückständen fielen geteilt aus: Hofer, Lidl und Berger reagierten umgehend und leiteten laut eigener Aussage Schritte zur Aufklärung ein bzw. nahmen die betroffenen Produkte aus dem Verkauf. Storck (Merci) und Heidi verweisen in einer Stellungnahme dagegen darauf, dass es bis dato keine rechtlich festgelegten Grenzwerte bzw. keine anerkannten Bewertungskriterien für Mineralölbestandteile gibt. Storck versichert aber immerhin, dass das Unternehmen bereits vor geraumer Zeit ein Minimierungskonzept hinsichtlich Verpackung und Rohstoffkontrolle entwickelt hat, das kontinuierlich weiterentwickelt werde.

„Derzeit gibt es tatsächlich noch keine gesetzlichen Vorgaben, die die Gehalte an Mineralölbestandteilen in Lebensmitteln regulieren. Bei der Analytik gibt es aber immerhin eine von den meisten Marktteilnehmern anerkannte Methodik. Da es aber noch keine offizielle EU-weite Prüfmethode gibt, wird diese von manchen angezweifelt“, erläutert VKI-Projektleiterin Birgit Beck. „Eines sollte man bei dieser Argumentation aber nicht vergessen: Das Bundesinstitut für Risikoforschung empfiehlt ungeachtet dessen klar und ausdrücklich, dass der Eintrag von MOAHs in Lebensmittel grundsätzlich verhindert werden sollte. Dieser Meinung schließen wir uns an.“

Weitere Tests in Planung
Neben Schokolade sind auch andere Lebensmittel, wie etwa Reis oder Grieß, laut BfR aufgrund ihrer Beschaffenheit und Lagerung anfälliger für eine Belastung. „Wir werden die Problematik der Mineralölrückstände daher im Auge behalten und im Rahmen von weiteren Tests einen Beitrag zur Sicherheit von Lebensmitteln und zur Datenlage in Österreich leisten“, so Beck abschließend.

Die Testdetails sowie die Stellungnahmen der Unternehmen gibt es ab dem 27.10. im November-KONSUMENT und online unter Test: Bitterschokolade 11/2016 .

19 Speiseöle im Test – drei Produkte nicht verkehrsfähig

Grenze bei Weichmachern überschritten, übrige Laborwerte unauffällig

Viele Supermärkte, aber auch Diskonter, Drogerie- und Biomärkte bieten neben klassischen Speiseölen auch eine große Auswahl an „Spezialölen“. Für einen vergleichenden Warentest hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nun 19 Produkte genauer geprüft, darunter Lein-, Sesam-, Traubenkern-, Walnuss-, Kokos- und Arganöle. Elf der getesteten Öle schnitten am Ende mit „gut“ ab, fünf weitere erreichten ein „durchschnittlich“. Drei Produkte hätten wegen eines zu hohen Gehalts an Weichmachern gar nicht verkauft werden dürfen und wurden deshalb als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft.

Weichmacher sind schädliche Substanzen, die aus Kunststoffen herausgelöst werden. Ins Speiseöl können sie u.a. gelangen, wenn das Öl bei der Herstellung mit Kunststoffschläuchen oder -behältern in Berührung kommt. Weichmacher sind inzwischen nahezu überall zu finden, sie sind fettlöslich und reichern sich in der Nahrungskette an.

Im aktuellen VKI-Test war nur ein einziges Speiseöl frei von Weichmachern. In allen anderen Ölen wurden ein bis zwei Weichmacher gefunden. Bei drei der geprüften Produkte wurde u.a. die Verbindung Diethylhexylphthalat (DEHP) nachgewiesen, die im Tierversuch als krebserregend und fortpflanzungsschädigend gilt. Der für Lebensmittel festgelegte Migrationswert, liegt bei 1,5 mg/kg. Dieser Wert wurde bei den getesteten Chargen der drei Produkte deutlich überschritten. Die Öle wurden daher im Test abgewertet.

Neben Weichmachern wurden die Öle noch auf Lösungsmittelrückstände und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht sowie die chemische Qualität, die Kennzeichnung und die Sensorik geprüft.

Tipps des Testmagazins KONSUMENT:
Um die Belastung mit einem bestimmten Schadstoff nach Möglichkeit zu reduzieren, empfiehlt es sich, bei Speiseölen regelmäßig zwischen verschiedenen Sorten und Anbietern zu wechseln.
Spezialöle sind empfindliche Produkte, die schnell ranzig werden können. Beim Kauf daher auf die Mindesthaltbarkeit achten und im Zweifel lieber ein Produkt mit geringerer Füllmenge wählen.
Nach dem Kauf ist es wichtig, das Öl richtig und nicht zu warm zu lagern (im Sommer ev. im Kühlschrank). Gekaufte Spezialöle sollten rasch verbraucht werden.

SERVICE: Den Testbericht im Detail sowie Stellungnahmen der Hersteller gibt es in der Oktoberausgabe des Magazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at

Pfui! Kindereis

In der aktuellen Juli-Ausgabe wollte das ÖKO-TEST Magazin wissen, welche Qualität Speiseeis besitzt, das die Zielgruppe Kinder knallbunt bewirbt. Das Ergebnis: Bei sieben der getesteten 16 Eissorten muss die Verbraucherzeitschrift abwinken. Denn die Produkte enthalten Aromen unklarer Herkunft, zu viel vom Dickmacher Zucker, teils krebserregende Fettschadstoffe und oft jede Menge Hilfsstoffe statt hochwertiger Zutaten. Immerhin: Ein Produkt ist empfehlenswert.

Eis ist im Sommer für viele Kinder eine Grundmahlzeit. Doch allzu häufig sollten Kids die gekühlten Leckereien nicht genießen. Denn zu viel Süßes macht dick und schädigt die Zähne. Maximal 15 Gramm Zucker pro Tag sollte ein dreijähriges Kind laut Weltgesundheitsorganisation WHO essen, was rund fünf Würfelzuckern entspricht. In vielen untersuchten Eissorten steckt jedoch weitaus mehr drin, in einer Marke sogar umgerechnet sieben Würfelzucker. Nur ein Eis überzeugte die Tester mit einem Zuckergehalt von weniger als zwei Würfelzuckern.

In zwei Eissorten wies das Labor äußerst bedenkliche Fettschadstoffe der Gruppe 3-MCPD- und Glycidylester nach – einmal sogar in einer Menge, die über der tolierbaren Tagesdosis liegt. Diese gelten als erbugtverändernd und krebserregend und schädigen vermutlich die Nieren.

ÖKO-TEST kritisiert außerdem, dass viele Hersteller statt hochwertiger Zutaten billige Hilfsstoffe wie Emulgatoren, Farbstoffe und Aromen verwenden. Das drückt den Preis, aber auch die Qualität. In einem Zitronenfruchteis von Rewe beispielsweise stecken maximal 2,9 Prozent Frucht. Dabei müssen laut Speiseeisleitsätze mindestens zehn Prozent enthalten sein. Ärgerlich ist zudem, dass im Dunklen bleibt, aus welchen Rohstoffen die Aromen stammen – die Hersteller schwiegen dazu auf Nachfrage von ÖKO-TEST.

ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, die hochwertiges Eis kaufen möchten, im Kleingedruckten auf rechtliche Qualitätsbegriffe wie Milcheis, Eiscreme oder Sahneeis zu achten.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2016 gibt es im Zeitschriftenhandel.

VKI-Olivenöltest

Nicht alle sind „nativ extra“ –
Drei von 18 Ölen versprechen weit mehr, als sie bei näherer Begutachtung einhalten

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zog bei vergangenen Tests zu Olivenöl der höchsten Güteklasse nativ extra wiederholt bittere Bilanz: Kein einziges Öl war frei von Weichmachern und Schadstoffen wie polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (P AK). In vielen Fällen bestand zudem der Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung, die leicht fehlerhafte Öle qualitativ „verbessert“. Nun hat der VKI erneut Olivenöle der Klasse nativ extra einer genauen Prüfung unterzogen. Untersucht wurden 18 Öle der höchsten Güteklasse „nativ extra“.

„Im Großen und Ganzen haben die getesteten Olivenöle diesmal im Test etwas besser abgeschnitten als bei früheren Untersuchungen“, resümiert Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). „Nach wie vor aber ist nicht alles im grünen Bereich. So entsprechen drei von 18 Ölen nicht der angegebenen höchsten Güteklasse.“ Die Olivenöle von Bertolli, Carapelli und San Fabio (Penny) erhielten aufgrund eines Fehlgeschmackes, den Experten des Deutschen Olivenöl-Panels (DOP) attestierten, ein „nicht zufriedenstellend“. „Bei Bertolli und Carapelli kommt hinzu, dass bei diesen Ölen zwar italienisches Lebensgefühl vermittelt wird“, so Floss weiter. „Ein genauer Blick auf das Etikett zeigt aber, dass stattdessen eine Öl-Mischung aus mehreren EU-Ländern abgefüllt wurde.“
Das vierte mit „nicht zufriedenstellend“ beurteilte Produkt ist die Olivenöl-Eigenmarke von Billa. Bei dieser wurde ein hoher Gehalt des Weichmachers DEHP festgestellt. Billa reagierte aber umgehend und nahm die betroffene Charge nach dem Vorsorgeprinzip aus den Regalen.

Ebenfalls vier von 18 Olivenölen erhielten dagegen eine „gute“ Bewertung. Davon mit „Ja! Natürlich“ und „natürlich für uns“ zwei Bio- Eigenmarken des Handels sowie Iliada und Filippo Berio.

Deutliche Besserung bei Weichmachern
Im Zentrum stand wie bei den letzten Tests des VKI in den Jahren 2007, 2011 und 2012 unter anderem die Suche nach Weichmachern. Das sind kritische Substanzen, die aus Kunststoffen herausgelöst werden können. Ins Olivenöl gelangen sie während der Herstellung durch Kontakt mit Schläuchen oder durch ungeeignete Flaschenverschlüsse. „Besonders heikel ist, dass Weichmacher inzwischen praktisch überall vorkommen und sich aufgrund ihrer Fettlöslichkeit in der Nahrungskette anreichern“, erklärt VKI- Ernährungswissenschafterin Nina Zellhofer.

Erfreulicherweise waren 15 von 18 getesteten Ölen frei davon. Beim letzten Test waren diese dagegen noch in jedem Öl nachweisbar. In drei Ölen wurde im aktuellen Test allerdings der Weichmacher DEHP (Diethylhexylphthalat) gefunden. Dieser wirkt im Tierversuch krebserregend und fortpflanzungsschädigend. Billa hat die betroffene Charge (Billa Natives Olivenöl extra, 750 ml; MHD: 01.12.2016) bereits aus den Regalen genommen und verstärkte Kontrollen zugesichert. Geringere Mengen des Weichmachers wurden bei Minos und Conte De Cesare gefunden.

Unverändert problematisch: Belastung durch PAK
Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind gefährliche Umweltschadstoffe, von denen einige beim Menschen krebserregend wirken. So wie die Weichmacher kommen sie inzwischen überall vor und werden über die Nahrung und Trinkwasser, aber auch über die Haut und die Atmung aufgenommen. Kein einziges der getesteten Öle war frei von PAK.

In neun von 18 Olivenölen wurde das krebserregende BaP, Benz(a)pyren, nachgewiesen. Zumindest wurde der seit 2005 gültige Grenzwert von zwei Mikrogramm pro Kilogramm in keinem Fall überschritten. Allerdings wurde nicht nur ein Schadstoff in den Ölen gefunden: In drei Ölen waren sogar bis zu neun unterschiedliche PAK enthalten (Ja! Natürlich, Mani und Minos). „Lediglich“ vier PAK fanden sich dagegen im Olivenöl von Alnatura (dm).

Fehlende Richtwerte für PAK-Gesamtgehalt
Aufgrund dieser Mehrfachbelastung hat die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) vor geraumer Zeit Richtwerte für die Beurteilung der PAK-Belastung in Speiseölen definiert, die allerdings nie verbindlich umgesetzt wurden. Legt man diesen Maßstab dennoch an, überschreitet zwar keines der Öle die festgelegten Werte bei einzelnen PAK, in Summe aber sehr wohl. Vor allem Iliada und Minos fielen hier besonders negativ auf.

„Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass in vielen Ölen eine Menge an verschiedenen Schadstoffen steckt, gibt es bei den PAK leider noch immer keine offiziellen Richtwerte über den zulässigen Gesamtgehalt“, kritisiert Floss. „Das ist bitter, denn auch geringe Mengen an einzelnen Schadstoffen können in Summe zu hohen Belastungen führen. Hier würden wir uns ein größeres Problembewusstsein wünschen.“

Kaum mehr Verdacht auf Wärmebehandlung
Weniger Ärger als bei früheren Tests gab es hinsichtlich der verbotenen Wärmebehandlung. Eine thermische Behandlung kann leicht fehlerhafte Öle qualitativ aufbessern, lässt sich aber schwer nachweisen. Nur bei dem auch in der Vergangenheit schon öfter auffällig gewordenen Carapelli-Öl hielt sich bis zuletzt der Verdacht. Nach Abzug der Messunsicherheit blieb aber auch dieses Olivenöl unter dem definierten Grenzwert. Damit ist ein wesentlicher Kritikpunkt vormaliger Tests kein offensichtliches Problem mehr.

Bertolli und Carapelli: Spiel mit der Herkunft
Hinsichtlich der Herkunft gibt es grundsätzlich wenig zu beanstanden. Alle Proben stimmen mit dem angegebenen Ursprung überein. „Ärgerlich ist allerdings, dass einige Produzenten auf EU-Mischungen setzen, bei der Aufmachung ihrer Öle am Etikett aber etwas anderes suggerieren“, so Floss. So vermitteln Bertolli und Carapelli – zwei der bekanntesten Ölmarken, die ursprünglich aus der Toskana stammen – ein italienisches Lebensgefühl. Mittlerweile sind sie aber nicht nur im Besitz der spanischen deOleo-Gruppe, sondern sie füllen auch lediglich eine Mischung von Olivenölen aus der EU ab.
Ähnliches gilt für das getestete Olivenöl von „Olio Carli“, das exklusiv aus Italien geordert werden kann. Erst nach einem sehr genauen Blick auf das Etikett wurde deutlich: Dieses vermeintlich traditionelle italienische Olivenöl besteht ebenfalls aus einem gemischten Satz diverser europäischer Öle.

„Gute“ Öle ab 11 Euro pro Liter
Die getesteten Öle kosten pro Liter zwischen rund vier und 18 Euro. Am günstigsten ist Primadonna (Lidl) gefolgt von S-Budget, am teuersten kommen Filippo Berio und Gaea.

„Gute“ Olivenöle aus dem Supermarkt sind ab elf Euro pro Liter erhältlich. Denn im Vergleich zu früheren Tests liegen Diskonter-Öle qualitativ nicht mehr an der Spitze. Die Preise könnten angesichts knapper Olivenernten und zunehmendem Schädlingsbefall von Olivenbäumen künftig weiter nach oben getrieben werden. Bereits während des aktuellen Testdurchlaufes hatten sich die Preise um bis zu 30 Prozent erhöht.

SERVICE: Details zum Olivenöltest des VKI sowie die Stellungnahmen jener Unternehmen, deren Produkte mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet wurden, gibt es in der Maiausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie online unter www.konsument.at.

Test: Sekt

Teurer Sekt ist nicht immer der qualitativ beste. Das zeigt eine Untersuchung, die ÖKO-TEST in der aktuellen Dezemberausgabe durchgeführt hat. Von den 18 getesteten Sektmarken, die in traditioneller Flaschengärung hergestellt wurden, konnte die Hälfte nicht überzeugen. Vor allem am Geschmack hatten die Prüfer einiges auszusetzen.

Sekt aus traditioneller Flaschengärung gilt als besonders hochwertig. ÖKO-TEST wollte wissen, wie diese Produkte professionell beurteilt werden, und schickte verschiedene Sekte, Crémants und Cavas in die Labore. Sensorikexperten prüften das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und das Mundgefühl. Die Prüfer bemängelten bei einigen Marken einen bitteren Geschmack, andere schmeckten unausgewogen oder hatten einen unangenehmen Beigeruch. Verantwortlich für die Bitternote kann ein zu starker Übergang von Gerbstoffen bei der Herstellung der Grundweine sein, etwa durch Verletzungen der Beerenhäute. Übrigens sagt der Preis wenig über den Geschmack aus. Der teuerste Sekt im Test schaffte nur ein „ausreichend“, während drei der günstigeren Produkte von ÖKO-TEST ein „sehr gut“ bekommen haben.

Sekt, Crémant und Cava zählen zu den Qualitätsschaumweinen, für die bestimmte gesetzliche Vorgaben, etwa für den Zuckergehalt, vorgeschrieben sind. Im Labor stellte sich heraus, dass in dem getesteten Sekt von Henkell etwas mehr Zucker enthalten ist als für die Geschmacksangabe „brut“ erlaubt ist. Es gibt aber auch Positives zu berichten: Alle Marken perlen offensichtlich mit Kohlendioxid aus der Sektgärung. Kohlensäure aus anderen Quellen war nicht nachweisbar.

Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2014 gibt es seit dem 28. November 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Das beste Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel: Die Besten sind besonders preiswert
Das beste Sonnenschutzmittel kommt von den Discountern und nicht aus der Parfümerie – das für 76 cents pro 100 ml wirkt besser als das für 18,30 Euro

Egal, ob Sonnenmilch, Spray oder Creme-Gel – für jedes Sonnenschutzmittel gilt: Nur viel hilft viel. Ein Erwachsener benötigt in etwa die Menge von drei Esslöffeln, um den versprochenen Lichtschutzfaktor (LSF) zu erreichen. Dass das großzügige Eincremen nicht zwangsläufig teuer kommen muss, zeigt ein aktueller Test in der Zeitschriften KONSUMENT und TEST. Manche Mittel vom Discounter schneiden deutlich besser ab als vergleichbare Markenprodukte. Geprüft wurden 16 Sonnenschutzmittel mit LSF 15, 20 und 25. Die Mehrheit (14 Mittel) wurde als „gut“ bewertet. Nur ein Produkt (Lavazon Sonnen-Öl Spray, LSF 20) hielt den angegebenen Sonnenschutzfaktor (UVB) nicht ein und bekam die Note „nicht zufriedenstellend“

17 von 19 der für den deutschen Markt getesteten Sonnenschutzmittel schneiden mit „Gut“ ab, im Preis unterscheiden sie sich aber deutlich: Pro 100 ml kosten sie zwischen 76 Cent und 18,30 €. Die besten im Test sind oft auch sehr preiswert und kommen fast alle von Discountern oder Drogeriemarktketten. Für die Stiftung Warentest war in erster Linie wichtig, dass die getesteten Sonnenschutzmittel mit den Schutzfaktoren 15, 20 und 25 den versprochenen UVB- und UVA-Schutz einhalten. Lavazon unterschritt ihn um mehr als 30 Prozent und bekam daher ein „Mangelhaft“.

Neben der beliebten Sonnenmilch prüften die Tester auch transparente Sprays, ein Ölspray und ein Creme-Gel. Im Sonnenschutz unterscheiden sich die Produkte kaum voneinander – abgesehen vom „mangelhaften“ Ölspray. Bei der Feuchtigkeitsanreicherung haben einige Sonnenmilchprodukte leicht die Nase vorn. Erfreulich ist, dass bei den getesteten Sonnenschutzmitteln die mikrobiologische Qualität in Ordnung ist. Auch an der Hautverträglichkeit gab es nichts auszusetzen.

Je nach Hauttyp wird ein unterschiedlicher Sonnenschutzfaktor benötigt. Doch ein hauttypgerechter Faktor allein reicht nicht aus. Die Sonnenschutzmittel müssen auch reichlich aufgetragen werden, um wie versprochen zu wirken. Außerdem sollte man sich mehrmals am Tag eincremen.

Der ausführliche Test Sonnenschutzmittel erschien in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/sonnenschutz kostenpflichtig abrufbar. Für Österreich www.konsument.at

Rotweintest

Die besten Blaufränkischen: 28 österreichische Rotweine aus dem Supermarkt im Test

Der VKI hat für die Juniausgabe des Testmagazins KONSUMENT 28 österreichische Rotweine der Sorte blaufränkisch, Jahrgang 2011, im Labor untersucht und von Laien und Experten verkosten lassen. Unter den getesteten Rotweinen finden sich neun DAC- und drei Bio-Weine. Davon erhielten letztlich 19 Weine ein „sehr gut“ bzw. „gut“.
Insgesamt fünf Blaufränkische erzielten bei der Expertenverkostung eine „sehr gute“ Bewertung. Darunter der Testsieger von Claus Preisinger, weiters Triebaumer und Paul Kerschbaum sowie ein DAC- (Rotweine Lang) und ein Bio-Wein (Weninger). Diese überzeugten auch bei der Überprüfung der Weine im Labor auf Alkoholgehalt, Schwefeldioxid und Zucker. Sämtliche Details zum Test gibt es im Juni-KONSUMENT sowie unter www.konsument.at.
Die fünf besten Weine des aktuellen Rotwein-Tests sind für rund acht bis rund zwölf Euro (0,75 l) erhältlich. Die Preisspanne im Test bewegte sich zwischen 4,50 und 15 Euro. „Doch nicht jedes Schnäppchen hat die Verkoster im Test auch wirklich überzeugt“, so Floss. „Die günstigsten Weine – ausgenommen die Blaufränkischen von Lenz Moser Selection und Ja! Natürlich – schnitten sowohl bei den Profis als auch bei den Laien eher bescheiden ab.“

Einen prüfenden Blick gab es auch auf das in den Weinen enthaltene Schwefeldioxid. Wein, und das gilt auch für Bio-Wein, wird praktisch immer geschwefelt, um ihn u.a. vor Oxidation zu schützen. Manche Menschen reagieren allerdings auf Schwefeldioxid empfindlich. Alle getesteten Rotweine bewegen sich aber innerhalb des Grenzwertes. Sechs von 28 Weinen enthalten mit weniger als 50 Milligramm pro Liter sogar sehr wenig Schwefeldioxid – darunter drei der fünf erstgereihten Weine.

Bis auf einen Wein entsprechen alle Proben den gesetzlichen Anforderungen. Bei Wellanschitz Blaufränkisch klassisch stimmte der im Wein gefundene Alkoholgehalt weder mit den Angaben auf dem Etikett noch mit dem beim Prüfnummerverfahren festgestellten Wert überein.
Sämtliche Details zum Test gibt es im Juni-KONSUMENT sowie unter www.konsument.at

Stiftung Warentest: Frischgepresster Orangensaft aus Saftbars

In keinem der von der Stiftung Warentest getesteten frischgepressten Orangensäfte befanden sich Krankheitserreger und auch die Keimbelastung insgesamt war in den meisten Fällen unauffällig. Zwar konnten in jedem der von 14 Saftbars aus Berlin und Potsdam geprüften Orangensäfte Pestizidrückstände nachgewiesen werden, diese stellten aber in keinem Fall ein gesundheitliches Risiko dar. Die frischgepressten Vitamin-C-Bomben können also ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Inzwischen findet man sie fast überall – an Bahnhöfen, in Einkaufszentren oder in der Fußgängerzone: Saftbars, an denen man frischgepressten Obst- oder Gemüsesaft kaufen kann. Doch die Drinks sind mitunter recht teuer. Die Stiftung Warentest wollte wissen, ob dann die Qualität stimmt und untersuchte frischgepresste Orangensäfte auf Pestizide und Keimbelastungen.

Potentielle Krankheitserreger wurden in keinem der getesteten Säfte gefunden – die mikrobiologische Qualität war in sieben Fällen sogar „gut“ oder besser. Lediglich bei dem Orangensaft, den die Tester bei „Saft Schubser“ kauften, war sie „mangelhaft“. Doch nicht nur die Keimgehalte waren hoch, auch die sensorische Qualität war schlecht: Der Saft roch bereits gärig, so dass er auch in diesem Prüfpunkt als einziger mit „mangelhaft“ durchfiel. Viele andere hingegen konnten sensorisch durchaus überzeugen – der Frischekick für zwischendurch ist mit ihnen also ein Genuss und zudem eine gute Vitamin-C-Quelle.

KONSUMENT: Kürbiskernöl-Test

Kürbiskernöl steht in den Augen der Österreicher für steirische bzw. österreichische Qualität vom Feinsten. Das legt auch ein Blick auf die Etiketten nahe: Signalwörter wie Reinheit und Naturbelassenheit, kombiniert mit dem Steiermark-Wappen, den Landesfarben oder der österreichischen Fahne erwecken den Eindruck höchster heimischer Qualität. Doch wie viel Österreich steckt tatsächlich in der Flasche?

Eine neue Untersuchungsmethode der Montanuniversität Leoben ermöglichte es dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) erstmals, die Herkunft von Kürbiskernölen nachzuweisen. Das Ergebnis dürfte vielen Konsumenten nicht schmecken: Nur elf von dreißig getesteten Kürbiskernölen stammen mit Sicherheit aus Österreich.