Silvester Karpfen

Festschmaus gesichert: Brandenburger Teichwirtschaften
verzeichnen wieder ein Plus in der Karpfenproduktion

In vielen Familien lag er schon zu Weihnachten in den Brätern und Töpfen – seinen zweiten großen Auftritt als märkischer Festschmaus hat der Karpfen am bevorstehenden Silvesterabend: Ein gutes Karpfenjahr erwarten die Teichwirte von Gartz an der Oder bis nach Thalberg im Elbe-Elster-Land. Erstmals seit vier Jahren wird nach Prognosen des Brandenburger Agrarministeriums und des Landesfischereiverbands die Abfischmenge mit 929 Tonnen um fünf Prozent wieder deutlich ansteigen. 2008 wurden im Land 967 Tonnen heimische Karpfen geerntet, 2009 waren es 870 Tonnen, 2010 886 Tonnen.

Agrarminister Jörg Vogelsänger: „Die Verlustraten bei den Satzfischbeständen sind in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen. Und wo mehr Satzfische übrig sind, da schwimmen später auch mehr Speisefische in den Teichen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn gerade auch der Erlös aus der Direktvermarktung am Jahresende ist immer auch der Lohn für die Arbeit der Teichwirte, die sie das ganze Jahr über leisten.“

Wer garantiert frischen Fisch auf den Tisch bringen will, ist in einer der Brandenburger Teichwirtschaften genau an der richtigen Adresse. In der Regel noch bis zum Vormittag des 31. Dezember käschern die „Wasserbauern“ die 1.500 bis 2.500 Gramm schweren Gesellen aus den Verkaufsbecken und wenige Augenblicke später direkt küchenfertig in den Einkaufskorb.

Die Karpfenteichwirtschaft wird in Brandenburg seit einem halben Jahrtausend betrieben. Ursprünglich in Asien beheimatet, brachten die alten Römer die Fischart mit nach Europa. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Karpfen als Fleischersatz zum großen Renner in den christlichen Fastenzeiten. So ist es auch zu erklären, dass sich viele Teichwirtschaften ganz in der Nähe von alten Klöstern befinden.

Heute bewirtschaften in Brandenburg 34 Haupterwerbsbetriebe rund 4.300 Hektar der einst künstlich angelegten Teichflächen. Diese dienen nicht allein der ökologisch verträglichen Karpfenproduktion, sondern sind gleichsam Lebensraum für eine Vielzahl anderer – zum Teil bedrohter – Pflanzen und Tiere.

Unter den hiesigen klimatischen Bedingungen braucht der beliebte Süßwasserfisch drei bis vier Jahre, um auf das gewünschte Küchenformat heranzuwachsen. In den Brandenburger Teichen, die zu etwa 80 Prozent in Schutzgebieten liegen und deshalb mit naturnahen Produktionsverfahren bewirtschaftet werden, freuen sich die Karpfen über ausreichend Platz, um auf die Suche nach ausgewogener Naturnahrung wie Wasserflöhen oder Mückenlarven zu gehen. Nur falls es nötig ist, füttern die Teichwirte mit Getreide zu.

Christian Rach

Ab Mitte Januar dreht der Sternekoch in der alten Sat.1-Kantine und versichert: Bei ihm gibt es keine „Scripted Reality“

Sternekoch Christian Rach (54) hat sich für seine Berliner Restaurantschule eine noble Adresse gesichert: Die Jägerstraße 29-31, keine hundert Meter vom Gendarmenmarkt entfernt. Das ist die ehemalige SAT1 Kantine.

Lesen Sie alle Hintergründe in der Berliner BZ:
www.bz-berlin.de/archiv/rachs-restaurant-schule-zieht-an-den-gendarmenmarkt-article1348822.html

Lufthansa: Mit der A380 täglich nach Peking

Ab 10. April 2011 bietet Lufthansa einen täglichen A380-Flug nach Peking an. Die Verkehrsrechte sind dank der Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bis 29. Oktober 2011 gesichert.

Seit 1. September 2010 verkehrte die A380 zunächst nur an einigen Wochentagen auf dieser Strecke, um eine stabile und reibungslose Abfertigung am Flughafen Peking sicherzustellen. Die A380 Bedienung kann nun auf einen täglichen Flug erweitert werden.

Ein Hin- und Rückflug aus Frankfurt nach Peking kann ab sofort ab einem Komplettpreis von 819 Euro gebucht werden.

Frankfurt – Peking (China), ab 10. April 2010
A-380 Flugplan
(alle Zeitangaben
in jeweiliger Orts-
zeit; Sommerzeit)
LH 720 Frankfurt 17.20 Uhr – Peking 08.30 Uhr (Folgetag)
täglich A380
LH 721 Peking 10.30 Uhr – Frankfurt 14.40 Uhr
täglich A380

Zu buchen u.a. bei Opodo

Catering´s Best by InterContinental Berlin

Catering´s Best by InterContinental Berlin goes abroad:

Exklusiv-Catering für EADS auf der International Paris Air Show

Catering´s Best by InterContinental Berlin hat sich den Zuschlag für das Catering des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS anlässlich der 48. Internationalen Paris Air Show 2009 in Le Bourget, Frankreich, gesichert. Rund 160 Mitarbeiter und Servicekräfte sorgen vom 15. bis 21. Juni 2009 im Exklusivauftrag für das leibliche Wohl aller EADS-Teilnehmer sowie der VIP-Gäste und Kunden des Konzerns.

„Es ist uns eine große Ehre, bereits zum vierten Mal weltweit für EADS das Catering verantworten zu dürfen“, so Klaus Beckmann, Executive Chef Germany. „Als Caterer eines First Class Hotels bringen wir das Einfühlungsvermögen und das Know-how für die Bedürfnisse dieses hochqualitativen Publikums mit. Wir kombinieren hervorragenden Service mit einer Top-Küche und kreativer Konzeptentwicklung. Das konnten wir bereits auf den anderen drei Airshows, bei denen wir für EADS tätig waren, beweisen.“

Mindestens 10.000 Personen werden in den sechs Tagen von Mitarbeitern aus Berlin und Paris bewirtet werden. Vier Sattelzüge à 40 Tonnen bringen dafür das Equipment aus Berlin nach Le Bourget. Das Catering für den VIP-Bereich auf Michelin-Stern-Niveau sowie das Restaurant und das Personal Bistro wird durch die Location geprägt sein: frische französische Produkte und Top-Qualität stehen im Vordergrund. Anfang dieses Jahres war Catering´s Best bereits für EADS bei der AERO INDIA 2009 in Bangalore, Indien, tätig.

Die Internationale Paris Air Show ist neben der Berliner ILA und der Farnborough International Airshow weltweit die größte Luftfahrtausstellung. Sie fand vor 100 Jahren zum ersten Mal in Paris statt. 2009 werden rund 2.000 ausstellende Unternehmen aus 42 Ländern auf der Messe erwartet.

Weitere Informationen zu Catering´s Best unter: www.cateringsbest.de

Thomas Kammeier

Catering’s Best Berlin mit Exklusivauftrag für EADS
Catering der Spitzenklasse auf der Farnborough International Airshow 2008

Catering’s Best Berlin hat sich den Zuschlag für das gesamte Catering des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS anlässlich der International Airshow 2008 in Farnborough gesichert. Rund 150 Mitarbeiter und Servicekräfte sorgen vom 14. bis 20. Juli im Exklusivauftrag für das leibliche Wohl aller EADS-Teilnehmer sowie der VIP-Gäste und Kunden des Konzerns. Täglich rund 1.300 Essen, Arrangements und Köstlichkeiten in Spitzenqualität werden dabei kreiert. Vor Ort sorgen Thomas Kammeier, Chefkoch des Hugos im Berliner InterContinental, sowie mehrere InterContinental-Küchenchefs und Catering-Experten für einen reibungslosen Ablauf.

„Es ist uns eine große Ehre, für EADS das Catering auf der diesjährigen Airshow in Farnborough verantworten zu dürfen“, so Klaus Beckmann, Chef du Chefs von Catering’s Best. „Die sehr hochwertige Gäste- und Kundenstruktur des EADS-Konzerns bedeutet auch für uns selbst einen besonderen Erfolgsanspruch – und wir sind stolz, auf der Messe unser Können und Know-how unter Beweis stellen zu dürfen.“ Das Catering für Restaurant, VIP-Bereich und Personal Bistro basiert auf einer gehobenen, aber klaren Küche. Absolute Frische und TOP-Qualität der Produkte stehen im Vordergrund, die Anrichteweise ist „leicht verständlich, nicht sophisticated oder opulent“, erklärt Beckmann.

Die Farnborough International Airshow ist nach der Messe in Paris Le Borget und der Berliner ILA eine der wichtigsten Luftfahrtausstellungen weltweit und findet in jedem geraden Jahr Ende Juli am Flugplatz von Farnborough (Hampshire) in England statt. 2008 werden rund 1.500 ausstellende Unternehmen aus 35 Ländern auf der Messe erwartet .

Weitere Informationen zu Catering’s Best unter:
www.cateringsbest.de
Informationen zur Farnborough International Airshow unter:
www.farnborough.com

Kaffee – aber bitte mit Milch oder Sahne

Ob Cappuccino, Caffè crema oder schlicht Kaffee – für rund 75 Prozent der Bundesbürger hierzulande heißt die Devise: Kaffee nur mit Milch oder Sahne. Alles reine Geschmackssache und auch kein Wunder, denn beide Varianten verändern messbar das Aroma
von Kaffee. Über 800 verschiedene Aroma-stoffe wurden bislang im Kaffee entdeckt. Professionelle Kaffeetester ordnen sie vier Gruppen von Duftnoten zu. Die Attribute „röstig, verbrannt, erdig“ charakterisieren beispielsweise eine dieser Gruppen.

Durch Milchzusätze in der Größenordnung von 20 Prozent lassen sich Dauer und Intensität dieser Duftnoten entscheidend abschwächen. Auch das Geschmacksprofil des beliebten Muntermachers ändert sich. So nehmen Geschmacksrichtungen wie „bitter“ oder
„verbrannt“ ab, während sich Komponenten wie „sahnig“ und „milchig“ verstärken. Als wissenschaftlich gesichert gilt außerdem, dass durch Milch und Sahne die Wirkung von Koffein zwar langsamer einsetzt, dafür aber etwas länger anhält.

Chlorogensäure
in Röstkaffee kann bekanntlich die Magenschleimhaut reizen und die Bildung von Magensäure stimulieren. Wer einen empfindlichen Magen hat, weiß Milch und Sahne daher doppelt zu schätzen, denn die beiden Weißmacher mildern diese Wirkungen ab.

Vignetten nur noch in Grenznähe

Österreich-Pickerl – Verkauf beim ADAC weiterhin gesichert

Dass Autofahrer, die auf österreichischen Autobahnen ohne gültige Vignette erwischt werden, hohe Bußgelder zahlen müssen, ist bekannt. Neu ist, dass die österreichische Straßenbaugesellschaft ASFINAG ihre Vignetten-Verkaufsstellen drastisch reduziert hat.

Nach Angaben des ADAC gibt es in Deutschland statt bislang 280 Verkaufsstellen nur noch 130. Die ASFINAG hat ihr Vertriebskonzept geändert, nachdem sich herausstellte, dass vor allem grenznahe Kaufmöglichkeiten genutzt werden. Künftig gibt es das Pickerl nur noch in Tankstellen und Grenzbüros im Umkreis von 20 Kilometern zur Grenze sowie in 20 zusätzlichen Autobahntankstellen, die strategisch günstig liegen.
Wer die lästige Suche nach einer Verkaufsstelle oder lange Wartezeiten vermeiden möchte, kann die Vignetten auch beim ADAC in den Geschäftsstellen oder im Internet unter www.adac.de erwerben.

Kindersicherungsquote so hoch wie noch nie

Auch bei Erwachsenen wurde im Jahr 2006 ein Höchstwert bei der Anschnallquote erreicht. Noch nie haben sich in Österreich so viele Pkw-Insassen angeschnallt wie im Jahr 2006. Das gilt für die „kleinen“ Mitfahrer auf dem Beifahrersitz ebenso wie für die erwachsenen Lenker und Mitfahrer auf dem Vorder- bzw. Rücksitz. Das KfV beobachtete im Frühjahr und Herbst 2006 19.557 Fahrzeuge in jedem Bundesland auf allen Straßenarten (Autobahn, Freilandstraße, Ortsgebiet). Knapp 91 Prozent der Kinder wurden gesichert transportiert. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den erwachsenen Lenkern lag die Anschnallquote mit 90,2 Prozent um 8,4 Prozent höher als 2005. Bei den erwachsenen Beifahrern gab es im Vergleich zu 2005 mit einer Gurtquote von 88,4 Prozent eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5,5 Prozent.

Gesetzliche Regelungen und konsequente Aufklärungsarbeit müssen Hand in Hand gehen
„Es freut mich, dass Maßnahmen wie etwa das Vormerksystem und eine konsequente Aufklärungsarbeit zu einer deutlich spürbaren Verbesserung der Anschnallquoten in Österreich geführt haben. Im Zuge unserer Kindersitzerhebungen hat sich gezeigt, dass oft Unwissenheit die Ursache mangelnder Kindersicherung gewesen ist. Deshalb reichen gesetzliche Regelwerke alleine, auch wenn sie noch so sinnvoll sind, nicht aus – Aufklärungsarbeit und regelmäßige Information sind wesentliche Bestandteile wirkungsvoller Verkehrssicherheitsarbeit“, sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Mit 1. Jänner 2007 ist eine weitere Regelung in Kraft getreten, die noch mehr Sicherheit für Kinder im Pkw gewährleisten wird: Kindersitze, die nicht mindestens der Norm ECE 44.03 entsprechen, dürfen seit 31. Dezember 2006 nicht mehr verwendet werden. Wer sich nicht daran hält, macht sich gemäß § 134 Kraftfahrgesetz (KFG) strafbar und kann mit einer Zahlung von bis zu 5000 Euro belangt werden. „Trotz der positiven Entwicklung ist immer noch viel zu tun – so starben von Jänner bis Oktober 2006 zwei Kinder, weil sie nicht richtig gesichert wurden. Im diesem Bereich muss die `Vision Zero´ unser Ziel sein. Denn jedes tote Kind ist eines zu viel“, mahnt Thann. Das KfV wird deshalb weiter Aufklärungsarbeit leisten und im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen Eltern die Gelegenheit geben, sich über Kindersicherung zu informieren und an einem praktischen Beispiel zu üben.

Vorarlberg ist Spitzenreiter in Sachen Kindersicherung
Bei der Verwendung von Sicherheitsgurten oder Rückhalteeinrichtungen für Kinder nimmt Vorarlberg mit 96,4 Prozent den ersten Platz ein, dicht gefolgt von Salzburg (94.6%) und Kärnten (93,1%). Der letzte Platz gehört den Steirern, die mit 78,4 Prozent fast um 20 Prozent hinter dem Spitzenreiter liegen.

Rechtliche Folgen mangelnder Kindersicherung
Wer mit der Gesundheit und dem Leben von Kindern leichtfertig umgeht, riskiert seit 1. Juli 2005 eine Vormerkung im Führerscheinregister. Außerdem droht eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro, bei leichten Verstößen nur 36 Euro. Ein Unfall, bei dem sich ein Kind wegen unzureichender Sicherung verletzt hat, zieht ein gerichtliches Strafverfahren nach sich.

So belädt man sein Auto sicher

Viele Autofahrer gehen nach Ansicht des ADAC bei der Fahrt in den Urlaub ein Risiko ein, weil sie ihr Auto falsch beladen.

ADAC-Experte Hubert Paulus: „Besonders bei Kombis und Vans sehen wir oft haarsträubende Fehler. Wer den Wagen bis unters Dach voll stopft und die Ladung nicht sichert, riskiert selbst bei einem harmlosen Auffahrunfall, dass ihm die Gepäckstücke in den Nacken fliegen. Schon bei mittleren Geschwindigkeiten kann dies lebensgefährlich sein.“

Und so verstaut man Urlaubsgepäck laut ADAC sicher:
* Große und schwere Taschen und Koffer gehören ganz unten in den Kofferraum und sollen am besten direkt an der Sitzlehne anliegen. Bei geteilter Lehne Gepäckstücke so platzieren, dass sie die Teilung überdecken.
* Kombis oder Vans nicht über die Oberkante der Rücksitzlehnen beladen, wenn kein stabiles Trenngitter oder Netz angebracht ist.
* Die Ladung großflächig mit einer Decke oder einem Netz abdecken und mit Spanngurten, die vorher durch die Ösen im Ladeboden gezogen wurden, über Kreuz festzurren.
* Keine schweren oder kantigen Gepäckstücke mit in den Innenraum nehmen.
* Bei der Verwendung von Dachboxen darauf achten, dass die Zuladung und die zulässige Dachlast (Gewicht) nicht überschritten werden. Gepäck in der Dachbox mit Spanngurten vor dem Verrutschen sichern.
* Daran denken, dass auch mitfahrende Tiere gesichert werden müssen.

Wer einen Teil des Urlaubsgepäcks in einer Dachbox befördert, sollte berücksichtigen, dass das Fahrzeug höher geworden ist und sich der Schwerpunkt nach oben verlagert hat. Das verschlechtert die Fahreigenschaften. Ein höheres Fahrzeuggewicht erfordert auch einen stärkeren Bremsdruck, damit der Bremsweg nicht länger wird.

Wer Fahrräder oder Gepäck auf dem Dach befördert, sollte auch immer auf die erlaubte Durchfahrtshöhe achten. Vor allem bei Garagen ist Vorsicht geboten. Auch sollte man nach jeder Pause vor der Weiterfahrt die Befestigung der Ladung auf dem Dach überprüfen. Durch Vibration könnten sich Verbindungen gelockert haben.

Der ADAC im Internet: www.adac.de

WMF an Finanzinvestor verkauft

Mehrheit an WMF geht an Capvis

Das schwäbische Traditionsunternehmen WMF geht mehrheitlich in die Hände des Schweizer Finanzinvestors Capvis. Capvis hat sich 52 Prozent der Stammaktien von den Großaktionären Deutsche Bank, Münchener Rück und Württembergische Lebensversicherung gesichert.

Capvis zahlt den drei Konzernen 19,05 Euro je Aktie, insgesamt also 92 Mio. Euro. Für die restlichen Stammaktien will Capvis nach Auszahlung von 0,70 Cent Dividende 19,05 Euro je Stück, für die Vorzugsaktien 15,60 Euro bieten. Damit haben die Schweizer in einem monatelangen geheimen Übernahmerennen den österreichischen Finanzinvestor Fiba Beteiligungs- und Anlage GmbH ausgestochen. „Wir haben diesen drei Großaktionären auch ein gutes Angebot gemacht“, sagte Fiba-Chef Wolfgang Hochsteger der FTD. Die Fiba hatte Ende April vom damals größten WMF-Aktionär Wolfgang Schuppli 20 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien gekauft mit dem Ziel, die Mehrheit an WMF zu erringen. Hochsteger soll dafür 30 Mio. Euro gezahlt haben, was gut 16 Euro je Aktie entspräche.
Eignerstruktur kam nicht im Konsens zustande.

Am Mittwoch blieb offen, ob sich die beiden neuen Großaktionäre des 1853 gegründeten Herstellers von Besteck, Kochgeschirr, Schneidwaren und Kaffeemaschinen aus Geislingen auf eine gemeinsame Strategie einigen werden. Hochsteger und der WMF-Vorstand zeigten sich von Capvis‘ Übernahmeangebot völlig überrascht. „Wir werden das Angebot prüfen“, sagte der Fiba-Chef. Er schloss nicht aus, dass die Fiba wieder verkauft und so einen schnellen Gewinn einstreicht. Zugleich hielt er auch für denkbar, mit Capvis zusammenzuarbeiten. Der dritte Großaktionär, die Helvetic Grundbesitz Verwaltung GmbH der Familie Schuppli, mit 15 Prozent war am Mittwoch nicht zu erreichen.

Allerdings kam schon die neue Eignerstruktur nicht im Konsens zustande. Schuppli hatte den Verkauf seines 20-Prozent-Pakets an die Fiba vereinbart, ohne die Miteigner zu informieren.
Gleichzeitig hatte sich Capvis schon intensiv mit dem Einstieg beschäftigt – was Capvis-Partner Daniel Flaig und Capvis-Berater Hans Knürr noch Anfang April gegenüber der FTD dementiert hatten. WMF ist das erste deutsche Investment der Schweizer Beteiligungsfirma, die auf Mittelstand spezialisiert ist.

Capvis will WMF-Strategie stützen

Auch der WMF-Vorstand erfuhr am Mittwoch gleichzeitig mit der Öffentlichkeit vom Verkauf der Mehrheit. „Wir wussten, dass einige Großaktionäre verkaufen wollen. Dass jetzt aber Capvis zum Zug kommt und gleich ein Angebot zur Übernahme der übrigen Aktien ankündigt, ist für uns eine Überraschung“, sagte WMF-Finanzvorstand Bernd Flohr der FTD. Man habe Capvis aber in früheren Verkaufsphasen als seriösen Partner kennen gelernt. Eine offizielle Stellungnahme zum angekündigten Übernahmeangebot von Capvis will der Vorstand erst abgeben, wenn dieses vorliegt.

Capvis-Partner Flaig betonte gegenüber der FTD, „wir wollen die Strategie des WMF-Managements unterstützen“. Weitere Anteile benötige Capvis dafür nicht. „Die Mehrheit ist ausreichend, um unsere Strategie umzusetzen.“ Ziel sei, das Wachstum des Unternehmens im Konsumgütergeschäft und mit Kaffeemaschinen voranzutreiben, wo Flaig besonders viel Potenzial sieht. Im schwierigeren Hotelgeschäft hat WMF bereits angekündigt, künftig in Osteuropa fertigen zu wollen.

Lesen Sie den gesamten Artikel von Angela Maier, Frankfurt, und Oliver Wihofszki, Stuttgart in der FTD:
www.ftd.de/unternehmen/industrie/81570.html