Arche des Geschmacks

Slow Food Arche des Geschmacks als offizielles Projekt ausgezeichnet

Die Slow Food Arche des Geschmacks wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Die Slow Food Arche des Geschmacks arbeitet schon seit 1996 für den Schutz der biologischen Vielfalt, in Deutschland und weltweit, weil die Vielfalt der regionalen Tierrassen, Pflanzensorten und Lebensmittel auch die Vielfalt auf dem Teller garantiert. „Vielfalt sorgt für das Gleichgewicht in der Natur und ermöglicht es Menschen, sich vielfältig und nachhaltig zu ernähren. Die Folgen einer mangelnden biologischen Vielfalt hat die Menschheit in ihrer Geschichte schon öfter hart zu spüren bekommen, ob natürlich bedingt oder als Konsequenz der industrialisierten, monokulturellen Landwirtschaft. Biodiversität kräftigt die Landwirtschaft auf eine natürliche Art und Weise,“ so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Die Arche des Geschmacks sammelt und beschreibt fast vergessene, traditionelle Lebensmittel, Kulturpflanzen und Nutztierrassen: „Sie sind oft in Gefahr völlig zu verschwinden, weil ihre Herstellung aufwändig ist, sie selten auf den Markt kommen und so weniger gegessen werden. Was nicht nachgefragt wird, wird auch nicht produziert,“ erklärt Hudson. Das Gegenmittel ist einfach: Essen, was man retten will! Ausnahmen sind allerdings gefährdete wildwachsende Nahrungsmittel, die man weniger oder nicht essen soll, um ihren Erhalt und ihre Vermehrung zu ermöglichen.

Slow Food will diese traditionellen Spezialitäten wieder bekannt machen, um sie zu erhalten. Seltene lokale Produkte können innerhalb weniger Generationen ganz verloren gehen, wenn sie nicht weiter angebaut, gezüchtet oder hergestellt werden – und mit ihnen das Wissen und Können um ihre Herstellung. Aber jeder kann sich für den Erhalt der seltenen Spezialitäten einsetzen, in dem er einen Kandidaten zur Arche des Geschmacks anmeldet, ein Arche-Erzeugnis isst oder die Geschichte des Produkts und seiner Erzeuger weitererzählt und lebendig hält. Derzeit beherbergt die Arche des Geschmacks in Deutschland etwa 50 Lebensmittelprodukte, die sogenannten Arche-Passagiere – weltweit sind es mehr als 1.700 Passagiere in über 80 Ländern.

Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält Slow Food Deutschland einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung die Slow Food Arche des Geschmacks einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen; eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Osnabrück ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet und offiziell vorgestellt.

Die Passagiere der Slow Food Arche des Geschmacks
Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten oder Backwaren, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

Alleine im letzten halben Jahr hat sich die Arche des Geschmacks in Deutschland um zwölf Passagiere vergrößert, darunter der Bremer Scheerkohl. Der Scheerkohl war in Bremen bis Ostfriesland traditionell das erste und letzte regionale Grüngemüse des Jahres: Bereits Mitte April und im Herbst bis zum Frost „scheerte“ man die jungen, federartig eingeschnittenen Blätter der noch nicht in Stängel geschossenen Rapspflanzen. Preiswert und einfach anzubauen, stand er mehrfach in der Woche auf dem Tisch – mit Kassler, Pinkel oder Speck zubereitet und mit Kartoffeln serviert. Heute werden die milden, zarten Blätter als Salat, Suppe und als Cannelloni- oder Crêpe-Füllung verwendet. Je älter die Pflanze wird, desto mehr erhöht sich ihr Gehalt an Senfölen. Der Geschmack erinnert an Grünkohl und Rauke mit leichter Schärfe. In den 1960er Jahren war der Scheerkohl fast verschwunden. Importiertes Gemüse und kurze Haltbarkeit nach der Ernte machten ihn für Verbraucher und Händler uninteressant. Heute ist er – mit der Unterstützung des Slow-Food-Conviviums Bremen – wieder auf einigen Wochenmärkten der Region zu bekommen.

Mehrere der von Slow Food geförderten Lebensmittel haben inzwischen auch eine geschützte geografische Angabe oder eine geschützte Ursprungsbezeichnung der Europäischen Union erhalten. Beispiele aus Deutschland sind eine seltene, am Bodensee angebaute Zwiebelsorte – die Höri Bülle oder die Diepholzer Moorschnucke. Die Moorschnucke, auch Weiße Hornlose Heidschnucke genannt, ist eine lokale Schafrasse der Diepholzer Moorniederung. Da die Tiere eine vielfältige, vor allem aus Wildpflanzen bestehende Nahrung sowie viel Bewegung genießen, weist ihr Fleisch eine exzellente Struktur und dunkle Farbe auf. Gebraten bleibt es zart, gleichzeitig kommt sein würzig-vollaromatischer, wildbretartiger Geschmack besonders gut zum Ausdruck. Ursprünglich war die Schafhaltung für die Bauern in der Region nur ein geringer Zuerwerb und verlor langsam an Bedeutung. So war die Moorschnucke fast ausgestorben. Heute ist sie ein unverzichtbarer Partner bei der Renaturierung der Moore: die Schnucken halten die Landschaft offen und pflegen so einen Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

www.slowfood.de]

Frequent Flyer

120.000 Kilometer müssen Bienen zurücklegen, um den Nektar für 500 Gramm Honig zu sammeln. Das entspricht einer Flugstrecke von insgesamt drei Erdumrundungen. Bienen nehmen für die Ernährung der Menschen und im gesamten Ökosystem wichtige Funktionen wahr: Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sorgen damit für die Nahrungsgrundlagen von Menschen und Tieren.

Das Sammelgebiet eines Bienenvolkes erstreckt sich in der Regel über eine Fläche von etwa 50 Quadratkilometern. Von der Bestäubung durch Honigbienen hängen in Deutschland wichtige landwirtschaftliche Erträge im Pflanzen- und Obstbau ab. Mehr als 550 verschiedene Honig- und Wildbienenarten sind in Deutschland heimisch und sichern die biologische Vielfalt. Eine neue App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft informiert über den bienenfreundlichen Garten mit wichtigen Blüh- und Nahrungspflanzen für Bienen.
Weitere Informationen unter www.bmel.de/bienenapp.

Quelle: BMEL, Deutscher Imkerbund

VEGANfasten & Yoga

So wie die Liebe durch den Magen geht, beginnt
Gesundheit in der Küche. Entsprechend dieser Weisheit wurde im
Kurhaus Schärding ein einzigartiges und neues Konzept der Achtsamkeit
entwickelt: VEGANfasten. Einer internationalen Studie (1) zufolge
sind Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, schlanker, gesünder
und leben länger. Warum ist das so?

Gemüse, Obst Trockenfrüchte und Sojaprodukte haben deutlich
weniger Kalorien, fördern durch die Zufuhr von Ballaststoffen besser
die Verdauung sowie die Darmgesundheit und versorgen den Körper mit
hochwertigem Eiweiß. Im Kurhaus Schärding – ausgezeichnet mit der
Grünen Haube für biologische Naturküche – legt Küchenchef Gernot
Flieher auf Saisonalität, Regionalität und biologische Herkunft der
Lebensmittel besonderen Wert. „Ein liebevoller Umgang in der
Zubereitung ist für mich selbstverständlich, denn nur so kann sich
ein besonderer Geschmack voller Raffinesse entfalten“, erklärt der
Diät- und Ayurvedakoch. Kurärztin Dr. Christa Kleestorfer betont den
präventiven Fokus des Angebots und meint: „VEGANfasten hat mit
Verzicht zu tun, sei es aus gesundheitlichen, ökonomischen oder
ethischen Gründen. Yoga bedingt Achtsamkeit und Bewusstsein – all das
sind Voraussetzungen für ein gesundheitsbewusstes Leben. Gewicht,
Aussehen und Haut verändern sich – nicht oberflächlich, sondern
nachhaltig und von innen heraus.“

Hatha Yoga
Im Kurhaus Schärding bieten indische Yogi Hatha-Yoga an. Hatha
steht dabei für Ausdauer, Kraft sowie Energie und soll die
verschiedenen Hohlräume des Körpers, wie zB den Bauch, reinigen und
entgiften. Es beinhaltet nicht nur Asanas (ruhende Körperstellungen),
die den physischen Körper befreien und heilen können, sondern es ist
auch eine komplexe Wissenschaft über die Funktionen der
Energiesysteme im menschlichen Körper. Empfehlungen zum Lebensstil
und der Ernährung gehören daher unbedingt dazu.

Schöne Haut durch Ayurveda.
Wer sich nachhaltig ausgewogen gesund ernährt, pflegt zudem seine
Haut, denn die gefürchtete „Orangenhaut“ (Cellulite) entsteht durch
eine latente Übersäuerung und somit einer mangelnden Versorgung mit
Nährstoffen. Indische Ayurveda-Experten rund um Meister Nijo
Sebastian empfehlen Udvartana, ayurvedische Pulvermassagen. „Die
Volksheiler Indiens haben vor Jahrtausenden die wertvollsten
Körperreinigungstechniken zusammen mit den Vorzügen der Massage zu
einer zeitlosen Therapieform entwickelt“, erklärt Nijo. Diese
belebende Form der ayurvedischen Massage verbindet Tiefenreinigung
und Aktivierung des Stoffwechsels und lässt sich lokal zur
Beseitigung von Fettpolstern oder zur Behandlung von Cellulite
einsetzen.

(1) Die amerikanische Vereinigung der ErnährungsexpertInnen
(American Dietetic Association, ADA) haben ein gemeinsames
Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht: Das
zentrale Statement dieses Papiers ist: „Es ist die Position der ADA,
dass eine entsprechend geplante vegane oder andere Art der
vegetarischen Ernährung für jede Lebensphase geeignet ist und
gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter
Krankheiten bietet. Zudem bietet sie die perfekte Vorbeugung gegen
Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Darm- und Prostatakrebs,
Fettleibigkeit und Diabetes.

www.barmherzige-brueder.at/mag/veganfasten/home

Christian Halper

Christian Halper als ENTREPRENEUR 2013 ausgezeichnet – Der Inhaber des Weissenseerhofs Christian Halper wurde in Wien geehrt

Bei der LEADERS OF THE YEAR Verleihung des Gastronomiefachmagazins ROLLING PIN wurde Christian Halper als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet. Neben dem Wellness- und Bioparadies Weissenseerhof in Kärnten ist Halper vor allem im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Gourmetrestaurant ohne Fisch und Fleisch, dem Tian, in der Wiener Altstadt bekannt.

Als erfolgreicher ehemaliger Superfund-Partner widmet Halper sich heute seinen Visionen von nachhaltiger Gastronomie und Hotellerie mit Fokus auf biologische und vegetarische Prinzipien und stellte hierfür das 2008 gekaufte Hotel Weissenseerhof am Kärntner Naturidyll Weissensee auf ein ganzjährig geöffnetes Bio-Vital-Hotel um. Das Hotelrestaurant Liebstöckel wurde erst kürzlich mit einer zweiten Haube ausgezeichnet und das neu erbaute, über dem Weissensee schwebende See-Spa in einheimischer Holzbauweise, lockt heute anspruchsvolle Wellnessliebhaber nach Kärnten.

Im Jahr 2009 stellte Halper außerdem die von ihm erworbene Kärntner Gärtnerei NaturFair auf biologische Produktion von frischen Kräutern, Gemüse, Getreide und Obst um. Die Gärtnerei beliefert nicht nur den Weissenseerhof mit biologischen Lebensmitteln, sondern auch viele andere Betriebe in der Region.

Christian Halpers Meisterstück ist die Eröffnung der vegetarischen Oase Tian in der Wiener Innenstadt im Jahr 2011. Ein Ort, an dem Architektur, Atmosphäre und Lebensfreude den harmonischen Rahmen für den zelebrierten Genuss vegetarischer Küche auf möglichst biologischer und nachhaltiger Basis bilden. Weitere Restauranteröffnungen sind europaweit in Planung und man darf sicher sein, dass der visionäre Wiener auch in Zukunft noch einiges von sich hören lassen wird.

Der Weissenseerhof – Maledivenfeeling mitten in Kärnten
Das Wellnesshotel am Weissensee, dem reinsten und höchstgelegenen Badesee Europas, ist der ideale Zufluchtsort für Erholungssuchende und Paare. Familien sind im Weissenseerhof ebenfalls willkommen, wohnen aber im benachbarten Family&More Resort, das extra für die Bedürfnisse von Eltern und Kindern entwickelt wurde. So können sowohl Familien als auch Paare entspannt nebeneinander am Weissensee urlauben.

Die ganzheitliche Philosophie des Weissenseerhofs spiegelt sich sowohl in seinem biologischen Food-Konzept mit eigenen Gärtnereien, als auch in dem zu zwei Dritteln über dem Weissensee schwebenden See-Spa wieder, welches auf über 1000 Quadratmetern exklusive Wellnesserlebnisse garantiert. In dem aus edelsten Materialen und in der regional verwurzelten Holzbauweise errichteten See-Spa laden mehrere Sonnenterrassen und Liegenetze, die über das türkisfarbene Wasser gespannt sind, zum Träumen und Sonnen ein und verbreiten Maledivenfeeling mitten in Kärnten. Im Winter bietet der Weissensee die größte präparierte Natureisfläche Europas und lädt zu Eis- und Schneeabenteuern in einer der schönsten Winterlandschaften Österreichs sein.

www.weissenseerhof.at

Küchenchef Ivan Tishkin

Regionale Produkte, biologische Zutaten und gesunde Speisen stehen im neu eröffneten Acapella Restaurant & Lounge im Swissôtel Krasnye Holmy in Moskau auf dem Programm. Erstklassige lokale Weine sowie biologische Früchte- und Gemüsedrinks ergänzen das Angebot.

Der aus der Musik stammende Begriff „A capella“ bezeichnet einen polyphonen Chorgesang ohne Instrumentalbegleitung, bei dem exzellente Vokalisten mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen gefragt sind. Ähnlich verhält es sich im neu eröffneten Restaurant: im Küchenteam ist ein harmonisches Zuarbeiten gefragt, um die natürlichen Nuancen der Speisen auf den Teller zu zaubern, ohne diese mit dicken Saucen und schweren Gewürzen zu überstimmen. Verantwortlich für das Menü zeichnet Küchenchef Ivan Tishkin, der zuvor in der Panoramabar City Space im obersten Stock des Hotels tätig war. „Eine moderne Interpretation europäischer und russischer Speisen erwarten den Gast, wobei 70 Prozent aller Zutaten aus lokaler Produktion kommen. Wir nehmen ursprüngliche, russische Rezepte und bereiten die Speisen mit modernen Kochtechniken zu“, so Ivan Tishkin. „Einige Gerichte entstehen mit dem Sous Vide Verfahren – also bei niedrigen Temperaturen in einem Vakuum. So wird das Maximum an Mineralien und Nährstoffen erhalten. Fleisch wird weicher und saftiger und Fisch hat dadurch eine dichtere Textur.“

Auch das Interior Design im Acapella folgt diesem Konzept und verbindet unterschiedliche Farbtöne und Bereiche zu einem Ganzen. Mit einer Lounge, die den Blick auf die Hotellobby erlaubt, wird hier eine moderne, urbane und gleichzeitig gestylte Atmosphäre geschaffen. Mit 150 Sitzplätzen wird von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr am Abend Frühstück, Lunch und Dinner serviert. Kostenfreies Parken und Wi-Fi stehen dem Gast zur Verfügung.

Slow Food (international)

Slow Food (international) – 2012-2016
INTERNATIONALER PRÄSIDENT               
Carlo Petrini
               
INTERNATIONALER EXEKUTIVAUSSCHUSS        
Roberto Burdese                            Italien
Paolo Di Croce                                  Italien
Katherine Deumling                      USA
Ursula Hudson                                Deutschland
Joris Loehman                                  Niederlande
Edward Mukiibi                               Uganda
               
Paolo Di Croce                                  Generalsekretär
               
INTERNATIONALER BEIRAT        
Daniela Rubino                                Italien
Ludovico Roccatello                       Italien
Massimo Bernacchini                    Italien
Daniele Buttignol                            Italien
Franco Archidiacono                      Italien
Gisela Bautz                                     Deutschland
Rupert Ebner                                    Deutschland
Lotte Heerschop                             Deutschland
Andrea Ries                                      Schweiz
Josef Helg                                          Schweiz
Hans Van Der Molen                     Niederlande
Bea Logtenberg                               Niederlande
Caroline Bennet                              GB
Alberto Lopez De Ipina                 Spanien
Philipp Braun                                    Österreich
Melanie Faucconier                       Frankreich
Defne Koryorek                              Türkei
Katrine Klinken                                Nordeuropäische Länder
Natalia Gordetzka                          Osteuropa/ Kaukasus
Jacek Szlarek                                    Zentral-Osteuropa
Dessislava Dimitrova                     Balkan
Charity Kenyon                                USA
Nazli Parvizi                                       USA
Joel Smith                                          USA
Matt Jones                                        USA
Sinclair Philip                                     Kanada
Sara El Sayed                                    Nordafrika
John Kariuki                                      Ostafrika
Abdon Manga                                  Westafr
ika
Herschelle Milford                         Südliches Afrika
Samuel Karanja                               Kenia
El Rhaffari                                          Marokko
Alfonso Rocha Robles                   Mexico und Mittelamerika
Madaleine Vasquez Galvez        Karibik
Sabrina Chavez                                Anden
Georges Schnyder                         Brasilien
Maria Irene Cardoso                     Südliches Amerika
Ishida Masayoshi                            Japan
Phrang Roy                                        Indien
Hilman Helianti                                Ferner Osten
Kim Byung Soo                                 Südkorea
Amorelle Dempster                       Australien
               
Die Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt und die Universität der Gastronomischen Wissenschaften haben jeweils das Recht auf eine/n Delegierte/n:
Serena Milano, Generalsekretärin der Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt
Piercarlo Grimaldi, Dekan der Universität der Gastronomischen Wissenschaften

Lesen Sie auch unseren Artikel über den Slowfood Kongress www.gourmet-report.de/artikel/343502/Internationaler-Slow-Food-Kongress.html

Biologische Vielfalt – Schutz durch Nutzung

Saisonaler Einkaufsführer Juli

…mal etwas Unbekanntes ausprobieren
und sich von neuen Geschmackserlebnissen verführen lassen – wer möchte das nicht?

Dass Salat nicht immer grün ist, dass Möhre nicht gleich Möhre ist und wir theoretisch zwischen mehr als 2.000 Tomatensorten wählen könnten – das ist für viele neu. In jeder Region gibt es typische Obst- und Gemüsesorten, die nur dort heimisch sind und das oft schon seit Generationen. Dasselbe gilt für alte Landrassen von Schweinen, Rindern, Hühnern und Schafen. Eine Vielfalt von Produkten wird mittlerweile in Deutschland wieder erzeugt und sowohl Spitzenköche als auch Gourmets schätzen diese Genussvielfalt. Hier ist jeder einzelne gefragt: Jeder kann als Verbraucher darüber entscheiden, welchen Teil dieser biologischen Vielfalt er wirklich nutzt – und somit erhält.

Das können Sie tun, um die biologische Vielfalt zu erhalten! Auch Sie können die biologische Vielfalt effektiv erhalten und schützen – indem Sie sie nutzen! Diese Checkliste gibt Ihnen Hinweise und Anregungen, was Sie im Alltag tun können.

Checkliste
Vielfalt bei Brot, Käse und Wein

Entdecken Sie den Geschmack von Roggen, Hafer und Hirse oder probieren Sie mal die gesunden „Urkörner“ Einkorn, Emmer oder Dinkel.
Wechseln Sie zwischenSauerteig- und Hefebroten. In Deutschland werden mehr als 150 Käsesorten hergestellt.
Probieren Sie ruhig, bevor Sie kaufen: Kein Käsehändler wird Ihnen diesen Wunsch versagen!
Probieren Sie mal Wein aus heimischen Anbaugebieten: Fragen Sie gezielt nach bestimmten Sorten und Lagen!

Nachhaltig konsumieren: Regional und saisonal

Bevorzugen Sie saisonales Obst und Gemüse aus Ihrer Region.
Entwickeln Sie neue Einkaufsroutinen: Gehen Sie mal auf den Markt oder in kleinere Läden statt in den Supermarkt – dort sind oft andere Sorten im Angebot.

Saisonaler Einkaufsführer Juli

Jede Menge gesundes Sommergemüse ist im Juli reif. Dank kur­zer Transportwege steckt es voller Vitamine und Mineralien. Da beim Garen viele der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört wer­den, sollten Sie so viel wie möglich roh essen: Staudensellerie, Fenchel, Möhren, Zucchini und Zwiebeln schmecken auch im Salat.

Zucchini gibt es in zahlreichen Versionen: grüngelb gestreifte Cocozelle von Tripolis, goldgelbe Goldrush, grüne Zoboda sind nur einige von ihnen.

Auch die würzig-zarten Teltower Rübchen, die schon Goethe und Fontane lobend erwähnen, sind jetzt zu bekommen. Zum Kochen oder Schmoren eignen sich grüne und dicke Bohnen, Pastinaken, Blumenkohl und Brokkoli. Wie wäre es mit einer bunten Gemüsequiche fürs sommerliche Picknick?

Im Juli ist außerdem Beerenzeit: Schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren, Blaubeeren, Stachelbeeren und frühe Him­beersorten wie Malling Promise oder Wilmette gibt es jetzt zum Naschen. Auch das Steinobst reift allmählich bei uns: Aprikosen, Pfirsiche, Zwetschgen, Pflaumen und Mirabellen machen Lust auf Obstkuchen.

HERTZ: Neue Bar-Lounge mit Biergarten eröffnet am Paul-Lincke-Ufer

 Lounge-Bar eröffnet Open Air-Saison in Kreuzberg
Lässige Schwester des Volt bietet Bistroküche & Drinks im Freien

Das Paul-Lincke-Ufer ist um eine chillige In-Location reicher:
pünktlich zu Beginn der heißen Sommersaison öffnet im Kreuzberger Umspannwerk das
neue HERTZ mit einem modernen Mix aus Bar, Lounge, Bistro und Biergarten.
Architektonisch hat der Außenbereich durch Sitzsäcke, Cubes und Liegen
Loungecharakter, der gemauerte Außentresen und die weissen Tische im hinteren
Bereich erinnern eher an einen Biergarten.

Die Küche bietet allerdings weit mehr als Bratwurst und Brezeln: ähnlich wie im
Schwester-Restaurant Volt werden ausschließlich biologische Produkte von vorzugsweise
regionalen Lieferanten eingesetzt. Es werden sowohl ein Mittagstisch als auch ein
abendliches Barbecue angeboten. In stilvollem Ambiente können Gäste bis spät in die
Nacht chillen, Weizen und Helles vom Faß trinken und professionell gemixte Drinks
genießen. Ein schnelles, freies WLAN versteht sich von selbst.

Mit dem HERTZ schließt Betreiber Ilja Wolf-Bauwens die Lücke zwischen entspannter
Clubatmosphäre und hochwertiger Gastronomie: „ Wir möchten Menschen ansprechen,
die in einer typisch Kreuzberger Location lecker essen, einfach nur chillen oder beides
möchten. Bei uns kann man lauschige Barbecue-Nächte im Freien genauso genießen wie
einen loungigen Bar-Abend.“
Das HERTZ ist täglich von 9 Uhr bis mindestens 22 Uhr geöffnet, am Wochenende und
an Feiertagen ab 10 Uhr bis zum bitteren Ende. Geschäftsführer und Betreiber ist Ilja
Wolf-Bauwens.
Reservierungen unter: 030-660 68 510
HERTZ Lounge, Paul-Lincke-Ufer 22 / Ecke Ohlauer Str., 10999 Berlin-Kreuzberg
www.hertz-lounge.de

Faszination Wein: Rebsortenvielfalt und biologische Vielfalt im Weinberg

Ein vielfältiges Biotop durch nachhaltige Nutzung erhalten
Kultur‐ und Naturlandschaft in einem – der
Weinberg

Weinberge sind eine vom
Menschen über Jahrhunderte geformte Landschaft. Der
Weinbau prägt mit seiner Kulturlandschaft ganze
Regionen in Deutschland, z. B. das Obere Mittelrheintal,
dass als „Kulturlandschaft von großer Vielfalt und
Schönheit“ vom Welterbekomitee der UNESCO gewürdigt worden ist. Was viele nicht
wissen: Der Weinberg ist auch ein ganz spezielles Biotop. Im Weinberg hat sich eine
faszinierende Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen gebildet, die oft nur hier
vorkommen.

So lebt beispielsweise der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer, die Mauereidechse oder der
Schwalbenschwanz bevorzugt im Biotop Weinberg, weil sie dort hervorragende
Lebensräume finden.
Einer der schönsten in Deutschland heimischen Tagfalter, der Apollofalter, unterliegt im
Rahmen des Artenschutzes einem besonderen Status: Die Raupen des Apollofalters sind auf
den Weißen Mauerpfeffer, der nur an felsigen Standorten wächst, als Futterpflanze
angewiesen. Das Verbreitungsgebiet der Art ist daher stark eingeschränkt. Er findet sich aber
beispielsweise auf den Trockensteinmauer in den Steillagen der Mosel.

Bestimmte Pflanzen haben sich über Jahrhunderte in Weinbergen angesiedelt: Vor allem
Wärme liebende, mediterrane Frühjahrsblüher sind sehr gut an die Bedingungen im Weinberg
– extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, im Sommer Trockenheit und
Bodentemperaturen bis zu 60° C – angepasst. Der Nickende Milchstern, der Weinberg-Lauch
und die Weinberg-Tulpe sind die Weinbergspezialisten unter den Pflanzen. Diese Pflanzen
wurden zum Teil schon von den Römern über die Alpen gebracht, als vor über 2.000 Jahren
der systematische Anbau von Wein jenseits der Alpen begann.

Biologische Vielfalt im Weinberg ist durch die Verbrachung in Gefahr

Über Jahrhunderte hinweg wurden die Flächen zwischen den Rebstöcken mit der Hacke
aufgelockert und dabei gleichzeitig die Gräser entfernt. Dies ermöglichte einer ganzen Reihe
von Pflanzen die Besiedlung der Weinberge. Besondere Anbautechniken wie die
Terrassierung und die Anlage von Trockensteinmauern geben vielen Tieren einen wichtigen

Lebensraum. Doch die einstige Vielfalt und damit auch ein unersetzliches Natur- und
Kulturerbe der Weinberge ist gefährdet, weil diese Bewirtschaftungsformen sehr aufwändig
und damit teuer sind. Vielerorts sehen sich die Winzer gezwungen, Weinbergsflächen von der
Nutzung aufzugeben. Die Verbrachung von wirtschaftlich nicht mehr genutzten Weinbergen
ist allerdings der biologischen Vielfalt abträglich.

Schutz‐ und Nutzinteressen zum Wohle der biologischen Vielfalt vereinbaren

Um die biologische Vielfalt im Weinberg zu erhalten, müssen Nischen gefunden werden, in
denen die traditionelle Fauna und Flora überleben oder wieder angesiedelt werden kann. Der
damit verbundene Mehraufwand muss sich entweder wirtschaftlich lohnen oder von der
Gesellschaft finanziell ausgeglichen werden. Die Winzerinnen und Winzer Deutschlands
entwickeln dazu vielfältige Konzepte, um die Bewirtschaftung in Steillagen weiterhin zu
erhalten. – Deshalb gilt: Nur wenn Schutz- und Nutzinteressen in Einklang gebracht werden –
und bestenfalls auch verbrachte Flächen wieder dem Weinbau zugeführt werden – kann der
große biologische Reichtum in Weinbergen dauerhaft erhalten werden.

Nils Henkel

Sternekoch Nils Henkel stellt Vielfalts-Rezept im Internet vor

Mariniertes Wurzelgemüse hat nichts mit Karotten
zu tun. Zumindest nicht bei Sternekoch Nils Henkel, der 2009 zum „Koch des
Jahres“ ernannt wurde. In der Rubrik „Vielfalt mit Genuss“ auf der
Internetseite der Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen
“ zeigt er, wie raffiniert es sich mit Topinambur kochen lässt und wie
vielfältig die gute alte Petersilie zum Einsatz kommen kann.

„Ich fühle mich den besten Produkten verpflichtet, die unsere Natur bietet“,
sagt Henkel, seit 2004 Küchenchef im „Gourmetrestaurant Lerbach“. „Ich lege
größten Wert auf kurze Wege, den Aspekt der Nachhaltigkeit und fühle mich
der Umwelt verpflichtet. Die Qualität der Produkte ist dabei maßgeblich
entscheidend, ob nun ein Bachsaibling aus dem Bergischen Land oder ein
Steinbutt aus der Bretagne kommt.“ Der Guide Michelin verlieh Henkel für
seine Kochkunst die Spitzenbewertung von 3 Sternen.

Das Rezept sowie wertvolle Vielfalts-Tipps zum Nachkochen finden Sie in der
Rubrik „Vielfalt mit Genuss“: http://www.hier-waechst-vielfalt.de

Hier stellen Spitzenköche und Pâtissiers ihr persönliches Vielfalts-Rezept
vor. Kochen Sie mit und lassen Sie sich verführen zu Vielfalt mit Genuss!

Über die Initiative
Die Initiative „Biologische Vielfalt schützen und nutzen“ wurde zum
„Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“ im Mai 2010 von
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner ins Leben gerufen. Ziel der
Initiative ist es, Bürgerinnen und Bürgern den bedrohten Reichtum der
Pflanzensorten und Tierrassen nahe zu bringen und konkrete Möglichkeiten zum
Schutz durch eine aktive Nutzung dieser biologischen Vielfalt im Alltag zu
zeigen. www.biodiv-neueshandeln.de

Nils Henkel arbeitet wie viele Spitzenköche mit CHROMA HAIKU Kurouchi Kochmesser.