Öffnen, probieren, umtauschen – was ist im Supermarkt erlaubt?

Der März-KONSUMENT informiert über Rechte und Pflichten beim Einkauf

Ein paar Trauben kosten, die Tüte Gummibärchen noch vor der Kassa öffnen und die Bierkiste mit dem Einkaufswagen nach Hause fahren? Beim Einkaufen im Supermarkt ist vieles, aber nicht alles erlaubt. In der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT fasst der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die wichtigsten Regeln zusammen und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher beachten sollten.

· Ist es erlaubt, noch nicht bezahlte Produkte zu öffnen oder zu verkosten? Hier ist auf jeden Fall Vorsicht angebracht, denn rein rechtlich ist die Sache klar: Solange eine Ware nicht bezahlt wurde, gehört sie dem Händler. In der Praxis wird es meist toleriert, wenn einzelne Produkte noch vor der Kassa konsumiert werden – solange sie im Anschluss ordnungsgemäß bezahlt werden. Ähnliches gilt auch für das Verkosten von offener Ware: Wenn ein bestimmtes Maß nicht überschritten wird, wird es in vielen Supermärkten geduldet. Erlaubt ist die Verkostung aber, streng genommen, nicht.

· Darf ich Ware betasten oder drücken, um sie zu prüfen? Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht, Ware zu prüfen, bevor sie sie kaufen – solange die Ware bzw. die Verpackung durch die Prüfung nicht beschädigt wird. Auch hier sollte man aber vorsichtig sein und sich im Zweifel lieber beim Personal erkundigen.

· Bitte umtauschen? Auch wenn Konsumentinnen und Konsumenten oft dieser Meinung sind – ein Recht darauf, ein irrtümlich gekauftes Produkt gegen ein anderes umzutauschen, gibt es nicht. Anders verhält es sich, wenn sich z.B. nach dem Öffnen der Käsepackung herausstellt, dass das Lebensmittel verschimmelt ist. Dann muss der Händler die verdorbene Ware zurücknehmen.

· Ist es zulässig, wenn das Personal meine Einkaufstasche kontrolliert? Grundsätzlich gilt: Weder das Supermarktpersonal noch Mitarbeiter eines Security-Dienstes dürfen gegen den Willen einer Kundin oder eines Kunden die Einkaufstasche kontrollieren. Bei einem begründeten Verdacht kann das Personal jedoch verlangen, dass der oder die Betreffende so lange bleibt, bis die Polizei kommt. Und die darf dann auch in die Tasche schauen.

· Was ist, wenn etwas kaputt geht? Wer im Supermarkt versehentlich etwas fallen lässt, muss für den Schaden gerade stehen. Auch hier zeigen sich viele Händler in der Praxis jedoch kulant. Probleme gibt es meist nur, wenn teure Waren zu Bruch gehen. Bei größeren Schäden haben Kundinnen und Kunden gegebenenfalls aber auch die Möglichkeit, ihre private Haftpflichtversicherung einzuschalten.

· Darf ich den Einkaufswagen mit nach Hause nehmen? Den schweren Einkauf schnell mit dem Wagen nach Hause schieben? Keine gute Idee. Einkaufswagen gehören der Lebensmittelkette und sind teuer in der Anschaffung. Allein in Wien müssen jedes Jahr rund 130.000 verstreute Einkaufswagen wieder eingesammelt werden. Wer das Geschäft bzw. den Parkplatz mit dem Einkaufswagen verlässt und dabei erwischt wird, muss daher unter Umständen mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Den ausführlichen Bericht gibt es im März-KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Julien Roucheteau, Paris

Wenn Sie auf der Avenue des Champs-Elysées in Richtung Arc de Triomphe gehen, finden Sie auf der rechten Seite die Rue de Berri.
Nach wenigen Metern stehen Sie auf der linken Seite direkt vor dem Hotel Lancaster. Das heutige Ziel des Berliner Foodjournalisten Bernhard Steinmann.
Das Hotel der Luxusklasse bietet neben zahlreichen Zimmern auch einige Suiten an, die berühmten Personen gewidmet sind.
U.a. gibt es eine Emile Wolf Suite, benannt nach dem Hotelgründer, der im Jahre 1925 das Haus gekauft hat.
Eine weitere Suite trägt den Namen Marlene Dietrich. Die in Schöneberg geborene Schauspielerin und Sängerin mit Weltruhm
hat in den 1930er Jahren für mehr als drei Jahre in dem Hotel gewohnt und wird auf diesen Weise geehrt. Die Suite ist in der Farbe lila dekoriert, der Lieblingsfarbe des Stars und ist eine wahre Galerie der Erinnerungen.

Mehr noch als die Suite interessiert uns jedoch das Restaurant La Table du Lancaster.

Küchenchef ist Julien Roucheteau, der unter der Aufsicht von Michel Troisgros gearbeitet und 2012 die Verantwortung für die Küche übernommen hat.
Nach anfänglich durchwachsenem Start gelingt es Roucheteau einen zweiten Michelinstern zu erkochen.

Ein Auszug aus dem Menü:
Riesengarnelen mit Bergamotte und Dashi
Dashi, ein japanischer Fischsud erfreut sich auch bei deutschen Spitzenköchen immer größerer Beliebtheit.
Die Riesengarnelen sind überaus köstlich, mit einem leicht angedickten Sud überzogen und mit feinen Säurenoten der Bergamotte vermählt.
Überaus harmonisch.

Der aus dem Nordatlantik stammende Steinbutt wird mit grünem Spargel aus Avignon serviert.

Die helle aufgeschlagene Buttersauce ist mit gelbem Wein verfeinert worden.
Der gelbe Wein „Vin Jaune“ wird ausschließlich aus der weißen Sorte Savagnin hergestellt und kann in etwa mit Sherry verglichen werden.
Jedoch wird dieser Wein nicht aufgespritet. Die Gärung dauert ungefähr 1 1/2 Jahre. Danach wird der Wein in Eichenfässern reifen, was mindestens weitere sechs Jahre dauert.

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Fisch perfekt gegart ist.

Geräuchertes Rindfleisch.
Hinzu kommen Kartoffeln, Rettich und Wasabi, damit das Ganze etwas aufgepeppt wird. Ganz gut gemacht, handwerklich einwandfrei.
Das Fleisch wird im Heu geräuchert und um dies zu verdeutlichen, werden Croquettes auf verbranntem Heu serviert.
Das Fleisch ist wirklich köstlich. Der strenge Geruch des verbrannten Heus ist jedoch etwas störend.

Julien Roucheteau skizziert lebendige und schmackhafte Gerichte wie man sie von der Zweisterneküche erwarten darf.
Er ist grundsätzlich saisonal ausgerichtet und darf kreativ genannt werden, auch wenn er kein avantgardistischer Künstler ist.

Kosten:
Für zwei Personen haben wir 559 € bezahlt, was Ihnen letztlich nicht viel weiterhelfen wird. Deshalb ein paar Wort zur Kalkulation.
Grundsätzlich testen wir für Sie das große Menü. Als Faustregel nehme ich für zwei Personen den dreifachen Menüpreis um auch die Getränke einzubeziehen.
In diesem Fall kostete das Menü 185 €. Dreifach sind dies genau 555 €. 559 € habe ich bezahlt. Ein gutes Beispiel, wie ich finde.
Das Ganze hängt natürlich davon ab, was Sie für die Getränke ausgeben wollen. Hier ist die Skala nach oben offen.
Findet man die Weinpreise noch in der Getränkekarte, ist bei dem abschließenden Digestif die Kostenfalle weit geöffnet.
Übrigens: Das Erfragen von Preisen vor der Bestellung ist wahrlich kein Tabu.

Den vollständigen und bebilderten Bericht finden Sie wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Wer zahlt beim ersten Date?

Samstagabend, ein geschäftiges Szenerestaurant, die Kellner nehmen lässig Bestellungen über iPads auf. Ein Paar sitzt sich gegenüber, die Gläser sind ausgetrunken, und jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Die beiden sind bei ihrem ersten Date und bestellen die Rechnung und es stellt sich die alles entscheidende Frage: Wer zahlt? Eine aktuelle Umfrage* von orderbird, dem iPad-Kassensystem www.orderbird.com für die Gastronomie, belegt: Die Mehrheit (54 Prozent) vertritt klar die Meinung, der Mann zahlt beim ersten Date. Nur bei zwei Prozent der Befragten übernimmt die Frau beim ersten Rendezvous die Rechnung. Ein klarer Sieg für die klassische Rollenverteilung.

Die Pfälzer sind am emanzipiertesten: zusammen und doch getrennt
In den meisten Bundesländern lädt beim ersten Date vorwiegend der Mann die Frau ein, allen voran Thüringen mit 73 Prozent, gefolgt von Hessen mit 60 Prozent und dem Saarland mit 58 Prozent. Rheinland-Pfalz ist das einzige Bundesland, in dem fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) beim ersten Date getrennt zahlt.

Junge Generation – alte Werte
Die jüngere Generation vertritt beim ersten Date alte Werte. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lädt mit 64 Prozent vorwiegend der Mann die Frau ein. Mit zunehmenden Alter nimmt auch die Gleichberechtigung beim ersten Rendezvous zu. Bei den über 55-Jährigen zahlen 41 Prozent der Befragten den Rechnungsbetrag getrennt und nur noch 47 Prozent der Männer übernehmen die komplette Rechnung.

Das Portemonnaie als Dating-Pistole: Wer zückt schneller?
Trotz der Emanzipation in vielen Bereichen behält der Mann beim ersten Date seine Ernährerrolle. Die aktuelle orderbird-Studie offenbart jedoch deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung von Männern und Frauen beim Zahlungsverhalten. So geben stolze 68 Prozent der Männer an, dass sie beim ersten Date die Rechnung im Restaurant begleichen. Dagegen vertritt die Mehrheit der weiblichen Befragten zu 43 Prozent die Meinung, dass heutzutage getrennt bezahlt wird. Sind Frauen in ihrer Wahrnehmung einfach schon weiter emanzipiert oder offenbaren die Ergebnisse eine Trendwende und beim ersten Date wird in Zukunft getrennt bezahlt? So oder so entscheidet die Rechnungsfrage oft darüber, ob es ein Wiedersehen gibt. So berechnend kann die Liebe sein.

Erstes Date und dann? In Partnerschaften ist alles drin, außer getrenntes Zahlen
Doch was passiert nach dem ersten Date, bei dem sich beide Geschlechter zunächst von ihrer besten Seite präsentieren? Wer zückt in einer Partnerschaft oder Ehe am Ende des Abends den Geldbeutel? Insgesamt sind 35 Prozent aller Befragten der Meinung, dass sich Frau und Mann in einer festen Partnerschaft abwechselnd einladen sollten. Im Gegensatz dazu zahlt bei Verheirateten am häufigsten der Mann (55 Prozent). Ein Zehntel löst sich komplett von der Geschlechterfrage und lässt ganz einfach den Besserverdienenden die Rechnung zahlen.

* Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der orderbird AG mittels Online-Befragung erhoben. Die Stichprobengröße ist 1060. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Picknick in Kapstadt

Der sehr milde und liebliche südafrikanische Herbst bietet genug Gründe, Zeit draußen zu verbringen: Auf dem historischen Anwesen des Steenberg Hotels bei Kapstadt lässt sich bei einem Picknick der Blick auf die umliegenden Steenberg Mountains genießen, wo zu dieser Zeit die Weinernte stattfindet. Das Bistro Sixteen82 bietet hierzu fertig gepackte Körbe für Kinder und Erwachsene.

Die leckeren Picknickkörbe sind jeweils gepackt für zwei Personen. Sie enthalten gefüllte Portobello-Champignons, eine Thymian-Pastete und Camembert, Ziegenkäsetartes mit karamellisierten Zwiebeln, einen leichten Bohnensalat mit Fenchel und Limonenvinaigrette sowie hausgebackenes Ciabatta-Brot. Ein sommerlicher Couscous-Salat und der köstliche Schokoladen-Brownie runden das Mahl an der frischen Luft ab. Für Kinder gibt es extra Gaumenfreuden: Das „Kids-Picnic“ enthält Joghurt, getrocknete Mangos, einen Hotdog, Hähnchenstreifen und Käse-Ecken sowie einen kleinen süßen Nachtisch. Die Picknickpreise liegen bei 350 Rand (etwa 24 Euro) für zwei Personen, die Kinderkörbe kosten 85 Rand (etwa 6 Euro).

Passend zu den Leckereien kann man sich in Steenbergs hauseigenem Wine Tasting Center direkt neben dem Bistro Sixteen82 einen Wein empfehlen lassen, den man vorab natürlich verkosten kann. Wer mehr über die unterschiedlichen Tropfen des Steenberg Wine Estates, die bereits seit 1695 angebaut werden, erfahren möchte, hat die Wahl zwischen fünf unterschiedlichen Weinverkostungen – von „Classic“ bis hin zum „Sensory Tasting“. Damit man anschließend nicht mehr ins Auto steigen muss, bietet das Steenberg Hotel vom 16. März bis Ende September ein „4for3“-Übernachtungsangebot, bei dem der Gast drei Nächte bezahlt und vier bleiben kann. In allen Übernachtungspreisen ist auch jeweils das Classic-Weintasting inklusive.

www.steenberghotel.com

Meilen sammeln lohnt sich meist nicht

Erfahrene Vielflieger wissen es schon lange: Oft bucht man billiger einen Flug und bezahlt ihn statt mit Meilen zu bezahlen – Lufthansa und Air Berlin besonders schlecht, British Airways besonders gut! Am besten Upgrades mit den Meilen erkaufen

Vielfliegerprogramme wie Miles & More oder topbonus werben damit, dass Passagiere ihre gesammelten Bonusmeilen für günstige Prämientickets einlösen können. Doch wie hoch sind die Ersparnisse wirklich? Das Reisemagazin Clever reisen! hat in seiner neuen Ausgabe 4/12 die Preise und Konditionen führender Bonusprogramme verglichen.

Das Ergebnis des Clever reisen!-Tests wird viele Meilensammler verärgern, denn sie zahlen häufig drauf. Wollte man beispielsweise einen Hin- und Rückflug mit der Lufthansa von Berlin nach München für November buchen, bekam man das Ticket ab 98,77 Euro. Für ein Lufthansa-Prämienticket des Vielfliegerprogramms Miles & More für die gleiche Strecke zu den gleichen Reiseterminen müssen Passagiere aber nicht nur 25.000 Meilen , sondern auch noch die Steuern und Gebühren in Höhe von 152,77 Euro bezahlen. Damit ist das Prämienticket trotz der bezahlten Meilen 54 Euro teurer. Miles & More ist jedoch keine Ausnahme. Auch beim topbonus-Programm von Air Berlin zahlen Passagiere teilweise drauf.

Langstreckenflüge: Prämientickets sparen Geld – aber nicht viel!
Auf der Langstrecke sieht es nur etwas besser aus, wie ein Beispiel von Air Berlin für die Strecke Frankfurt-New York zeigt: Durch den Einsatz von 50.000 Meilen kostet das Prämienticket „nur“ 463,99 Euro. Im Vergleich zum Standardticket für 608,19 Euro spart der Meilensammler lediglich 144,20 Euro. Hierbei sollte man aber bedenken, dass ein Air Berlin-Passagier die Strecke Frankfurt-New York über elf mal hin- und hergeflogen sein müsste, um so viele Meilen anzuhäufen. Das heißt, der Air Berlin-Kunde hätte über zwei, drei Jahre rund 7.000 Euro in Tickets investiert, um dann für einen einzigen Flug eine Ersparnis von 144 Euro (2 Prozent!) zu bekommen.

Steuern und Gebühren oft nicht mit Meilen zahlbar
Zwar bieten einige Sammelclubs, dazu zählen auch topbonus oder Miles & More, die Möglichkeit, Steuern und Gebühren mittels Meilen zu bezahlen. Dies ist jedoch nur auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken und nicht auf der Langstrecke erlaubt. Außerdem treiben die dafür erforderlichen Meilenbeträge die Gesamtmeilenzahl für das Prämienticket noch höher.

Neu bei British Airways: Prämienflug-Special
Auf Grundlage der herkömmlichen Berechnung von Prämien rentiert sich die Prämienklasse gerade für Inlands- und Europaflüge kaum noch für Meilensammler. Die Fluggesellschaft British Airways hat darauf vorbildlich reagiert. Für die Zonen 1 bis 3, die Inlands- und ausgewählte Europa-Strecken umfassen, wurde ein Prämienflug-Special eingeführt. Im Rahmen des Specials kann ein Prämienticket zum normalen Meilenbetrag eingelöst werden. Steuern und Gebühren werden hingegen pauschal mit 27 (Economy Class) bzw. 34 Euro (Business Class) bezahlt. Ein positives Beispiel für andere Vielfliegerclubs.

Mehr Infos: Reisemagazin Clever reisen! 4/12 seit dem 4.10. am Kiosk für 5,10 Euro!

Gourmet Report Tipp: Benutzen Sie Ihre Meilen für upgrades auf die Business Klasse. Sehr fair sind die Meilenprogramme von Emirates und Qatar Airlines.

Parken am Flughafen

Parken am Flughafen ist richtig teuer – es sei denn, man kennt günstige Alternativen. Denn fast jeder deutsche Flughafen bietet neben den sehr kostspieligen Terminalparkplätzen auch viel preiswertere Varianten an. Die sogenannten Shuttle-Parkplätze liegen zwar nicht in unmittelbarer Nähe der Terminals, für einen zuverlässigen und vor allem kostenlosen Transfer vom Parkplatz zur Abflughalle ist jedoch immer gesorgt. Wer sein Urlaubsgeld also nicht schon in Parkgebühren investieren möchte, sollte sich im Voraus über die Parkmodalitäten am Abflughafen informieren.

Der aktuelle ADAC Preisvergleich für die wichtigsten deutschen Flughäfen zeigt immense Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Parkangeboten. Grundsätzlich gilt: Terminalnahes, bequemes Parken kostet extra. Die Preisdifferenz zwischen dem Terminalparkplatz und dem Shuttle-Parkplatz am Münchner Flughafen beträgt beispielsweise ganze 132 Euro. Eine Woche Parken kostet direkt am Terminal 182 Euro, an der nahegelegenen S-Bahnhaltestelle Besucherpark nur 50 Euro. Eine Onlinereservierung spart noch einmal 15 Euro.

An den übrigen Flughäfen sieht es nicht anders aus. Weicht man am Frankfurter Flughafen auf den günstigen Parkplatz aus, sind nur 64 statt 115 Euro pro Woche fällig – eine Ersparnis von 51 Euro. Auch in Köln wird das Laufen gut bezahlt: Für nur 350 Meter Fußweg zum Terminal kann man mit einem Preis von 39 Euro satte 60 Euro sparen. Am Hamburger Flughafen können Sparfüchse durch Ausweichen auf den Shuttle-Parkplatz immerhin mit 40 Euro weniger rechnen.

Der ADAC rät allen kostenbewussten Fluggästen, die ihr Auto während des Urlaubs am Abflughafen abstellen wollen, die Preise zu vergleichen. Durch frühzeitige Parkplatzreservierung lässt sich oft zusätzlich sparen. Häufig lohnt sich auch ein Blick auf die Online-Angebote privater Parkplatzanbieter in unmittelbarer Umgebung des Flughafens.

Weitere Information finden Sie unter http://www.presse.adac.de

Kreuzfahrten: Kundenabzocke auf Dreckschleudern

Kreuzfahrten sind weniger sicher als Anbieter propagieren, nehmen Kunden wie auch Beschäftigte aus und schaden der Umwelt. Mit scharfer Kritik durchkreuzt Ross A. Klein von der Memorial University in St. John’s http://ucs.mun.ca anlässlich des 100. Jahrestages der Titanic-Katastrophe die gängigen Vorstellungen über die „weißen Riesen der Weltmeere“. Mit sozial- und umweltverantwortlichem Urlaub hat die Branche gar nichts zu tun, so das Resümee des Kreuzfahrt-Kritikers.

„Unsinkbar-Mythos“ Lüge

Was die Sicherheitsfrage betrifft, hinterlegen allein die diesjährigen Medienberichte die Bedenken der Warner. Die Bilder der sinkenden Costa Concordia vor Giglio gingen zu Jahresbeginn um die Welt, im Monat darauf machte ein Brand auf der Costa Allegra das Schiff manövrierunfähig, im März brannte es auf der Azamara Quest der Royal Caribbean Cruises vor Malaysia.

Seit 1980 sind 16 Kreuzfahrtschiffe gesunken, 99 Schiffe seit 1973 auf Grund gelaufen. In den vergangenen elf Jahren stießen 73 Schiffen zusammen, 79 gerieten in Brand, und allein zwischen 2000 und 2011 kamen 100 Schiffe vom Kurs ab, waren manövrierunfähig oder aus anderen Gründen ein Sicherheitsrisiko, so die bisherige Datenlage http://cruisejunkie.com .

Knallharte Profitmaximierung

Kaum besser beurteilt Klein das Geschäftsmodell: „Die Kreuzfahrtbranche zielt knallhart auf Profitmaximierung ab. Die billigen Grundangebote sind Teil davon.“ Sobald man ein Schiff betreten habe, werde man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. „Für das Kreuzfahrtticket bezahlt ein Kunde rund 45 Dollar pro Tag, auf dem Schiff gibt er aber nochmals täglich 100 bis 250 Dollar aus.“ Alles, was nicht im Grundpreis inbegriffen ist, kostet extra. „Die Leute können ja nicht weg, sie müssen konsumieren oder versauern in ihrem Zimmer.“

Jeder Laden, jede Bar und jedes Spielkasino auf dem Kreuzfahrtschiff liefert laut Klein der Kreuzfahrtgesellschaft bis zu 40 Prozent der Verkaufserlöse ab. Dasselbe gelte für Geschäfte an Land. „Die Landausflüge sind so geplant, dass die Passagiere ganz bestimmte Orte besuchen, die ebenfalls von den Kreuzfahrtgesellschaften kontrolliert werden. Auch dort müssen die Ladenbesitzer der Kreuzfahrtgesellschaft Abgaben bezahlen.“

Schiffe nicht nachhaltig

Ein weiterer Kritikpunkt der Meeres-Kolosse sind deren verheerende Ökobilanz. „Pro Passagierkilometer produziert ein typisches Kreuzfahrtschiff mehr als drei Mal so viele Treibhausgase pro Kilometer als eine Boeing 747. Grund dafür ist das Schweröl, mit dem die Schiffe unterwegs sind“, erklärt Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms http://greenpeace.at auf Anfrage von pressetext.

Schweröl ist das erste Produkt, das in der Raffinerie bei der Fraktionierung abfällt. „Das Öl enthält Stickoxide, Schwefeloxide – vor allem Schwefeldioxid – und Ruß. An Land darf dieses Öl nirgendwo verwendet werden und müsste unter hohen Kosten als Sondermüll entsorgt werden“, erklärt Helms. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) http://nabu.de hat errechnet, dass ein einziges Kreuzfahrtschiff auf einer Fahrt so viele Schadstoffe ausstößt, wie fünf Mio. Autos auf der gleichen Strecke.

Die Standards der Internationalen Maritimen Organisation IMO http://www.imo.org schreiben übrigens ab 2020 weltweit einen maximalen Schwefelanteil in Schiffstreibstoff von 0,5 Prozent vor. Bis dahin dürfen Schiffe allerdings mit diesen giftigen Treibstoffen fahren.

Soziale Perfomance desaströs

Der wirtschaftliche Druck, der durch den Preiskampf auf hoher See ausgelöst wurde, lässt Kreuzfahrtunternehmen zu drastischen Maßnahmen in Sachen Beschäftigungspolitik greifen. Arbeitszeiten von zehn Stunden pro Tag und länger zehn Monate lang ohne Unterbrechung bei einem Lohn von 300 Euro plus Trinkgeld sind branchentypisch. Überstunden werden nicht bezahlt. Teilweise werden Mitarbeiter über Recruiting-Firmen in Drittländern angestellt, wodurch man sich die Anpassung an europäische Lohnrichtlinien erspart.

„Die Kreuzfahrtgesellschaften verdienen also trotz niedriger Preise gut. Die Carneval Corporation zum Beispiel erzielt mit diesem Geschäftsmodell jährlich zwei bis zweieinhalb Mrd. Dollar Gewinn“, rechnet Klein vor. Dabei zahle das Unternehmen praktisch keine Steuern, weil es seinen Hauptsitz nach Panama verlegt hat. „Es hätte also genug finanziellen Spielraum, um anders zu wirtschaften, wenn es wollte.“

Spärlich gesät seien die Ausnahmen einzelner kleiner Initiativen für umweltgerechtere Schifffahrt, die es vor allem in den nordeuropäischen Ländern gibt. Klein nennt hier umweltfreundliche Großsegler wie Sea Cloud Cruises oder Christiana Cruises als Beispiele, die allerdings beide im Hochpreissegment angesiedelt sind. Informationen über Nachhaltigkeit in der Kreuzfahrtbranche liefert die Homepage von fairunterwegs.org http://fairunterwegs.org
Wolfgang Weitlaner

Restaurants Atelier, Garden und Trader Vic’s im Bayerischen Hof

Die exklusiven Restaurants Atelier, Garden und Trader Vic’s im Hotel Bayerischer Hof in München gehören seit April zu den Partnern von Miles & More, Europas führendem Vielfliegerprogramm. Im traditionsreichen Fünf-Sterne-Hotel im Herzen von München kann man nicht nur luxuriös nächtigen und konferieren, sondern auch Highlights der Sternegastronomie erleben. Wie der Bayerische Hof, stehen die Restaurants für erstklassigen Service, sympathische Gastfreundschaft und innenarchitektonische Perfektion.

Beim Verzehr von erlesenen Speisen und Getränken wird Miles & More Teilnehmern ab sofort für jeden Euro Umsatz eine Prämienmeile gutgeschrieben. Im Sternerestaurant Atelier entdeckt man kreative saisonale Gourmetküche, umgeben vom Flair eines Künstlerateliers. Im Garden genießt man in beeindruckendem Ambiente zeitgenössisch interpretierte Küche und bewährte Klassiker. Das Trader Vic’s bietet seit über 40 Jahren Köstlichkeiten aus dem fernen Osten gepaart mit polynesischer Exotik.

Prämienmeilen können im Rahmen des Miles & More-Programms in Upgrades bei Airline-Partnern, Reise-, Sach- und Erlebnisprämien eingelöst werden. Auch in den Restaurants Atelier, Garden und Trader Vic’s im Hotel Bayerischer Hof ist die Einlösung von Prämienmeilen möglich. Ab einer Mindestmenge von 7.500 gesammelten Meilen können, bei Vorlage der Miles & More Servicekarte, Speisen und Getränke mit Prämienmeilen bezahlt werden. Ein Euro Umsatz entspricht dabei 330 Prämienmeilen.

Alle Informationen zum Sammeln und Einlösen von Miles & More Prämienmeilen gibt es über das Miles & More Regional Portal München, wo auch die Restaurants Atelier, Garden und Trader Vic’s im Hotel Bayerischer Hof als neue Partner vertreten sind. Ob Ur-Münchner oder Tourist, unter www.miles-and-more-regional.de kann man alle Miles & More Partnerunternehmen in München und Umgebung erkunden, bei denen Prämienmeilen gesammelt und eingelöst werden können, sich über regionale Angebote informieren und das bevorzugte „Meilen-Ziel“ bequem per Übersichtskarte lokalisieren.

www.miles-and-more-regional.de

Kurs: fair-fish-Wissen weitergeben

Einladung zum 1-Tages-Kurs für Freiwillige und Mitglieder: Vermitteln von fair-fish-Wissen

Samstag, 3. September 2011 in Winterthur
09:30 Uhr Ankunft im Hauptbahnhof Winterthur
18:30 Uhr zurück beim Hauptbahnhof Winterthur

Strategische Ziele:
Wissenspyramide des Vereins verbreitern
mehr Öffentlichkeit in den Regionen

Kursziel:
Die Teilnehmenden sind dank dem Kurs in der Lage, selbständig durchzuführen:
fair-fish-Referate anhand bestehender Präsentationen
fair-fish-Infostände mit zur Verfügung gestelltem Material
Durchführung
Bahnfahrt und Mittagessen werden bezahlt
bis max. 20 Teilnehmer (Kurs wird bei Bedarf später wiederholt)
kleine Prüfungsarbeit nach dem Kurs
Diplom als «fair-fish-Botschafter/in»
Leitung: Billo Heinzpeter Studer
Anmeldung:
bis spätestens 31. August 2011 an: info@fair-fish.ch

TV Koch geht in den Knast

Der 35 Jahre alter Augsburger Küchenmeister Mike S. „Mr. Crocodile“ muss jetzt für acht Monate hinter Gitter, weil er in Zusammenhang mit der Pleite in einem renommierten Lokal die Sozialbeiträge für seine Angestellten nicht bezahlt hatte. Jetzt darf der ehemalige TV-Koch („Kampf der Köche“, K1), wenn er denn will, in der Gefängnisküche seine Künste zeigen. Die Justiz hatte lange Zeit viel Geduld mit dem Mann, der sich selbst als „Starkoch“ bezeichnete. Sein Strafregister weist immerhin schon acht Einträge, großteils mit Bewährungsstrafen, auf. Schon vor Jahren hätte der Küchenmeister einige Monate „gesiebte Luft“ atmen sollen, als ein Gericht eine Bewährungsstrafe widerrufen hatte.

Lesen Sie die komplette Geschichte bei der Augsbuger Allgemeinen:
www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Sendepause-fuer-frueheren-TV-Koch-_arid,2208375_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

Wie man aus der kochenden Szene hört, plant Mike S. nun den Abschied aus Deutschland und eine neue Karriere in Miami, Florida.