Kulinarische Schatzsuche im Südtiroler Hochpustertal

Die Top 10 zum Verkosten, Mitnehmen und Nachkochen

Leuchtende Gipfel, malerische Täler, duftende Almwiesen und viel Sonne – dafür kennen und schätzen Urlauber das Südtiroler Hochpustertal mit den Ferienorten Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf und Prags. So vielfältig und ursprünglich wie die Landschaft ist auch die kulinarische Landkarte der Ferienregion rund um die markanten Drei Zinnen. Urige Hütten servieren traditionelle Schmankerl, edle Restaurants spielen gekonnt mit alpin-mediterranen Einflüssen und wer möchte, kann sogar selbst anpacken, um sich die Geheimnisse um Knödel, Strauben und Schlutzkrapfen von den Profis abzuschauen. Vom besten Restaurant bis zur urigsten Hütte und vom spannendsten Kochkurs bis zum leckersten Mitbringsel: Mit den kulinarischen Top 10 des Hochpustertals wird der nächste Südtirol-Urlaub zur kulinarischen Wallfahrt.

1) Von himmlisch-süß bis würzig-exotisch: Die Fruchtvielfalt vom Regiohof
Der Regiohof Toblach belebt uralte Rezepturen zu neuem Leben. Auf den Feldern wird nach höchsten Qualitätsstandards gearbeitet und es kommen nur biologische Früchte aus eigenem Anbau in die Produktion, um hochwertige Konfitüren und würzige Chutneys herzustellen. Die Spezialitäten werden nach Original-Rezepten eingekocht und nur mit Rohrzucker gesüßt. Die einzigartig süß-scharfen Chutneys sind ideale Begleiter zu Käse und Fleisch und mit dem aromatischen hauseigenen Grappa liefert der Regiohof auch gleich den passenden Digestif zu den herzhaften Köstlichkeiten. Für Interessierte bietet der Regiohof jeden Freitag von 16:00 bis 18:30 Uhr eine Früchtesenf-Verkostung mit Südtiroler Speck und Käse an, welche die Geschmacksnerven der Besucher auf ganz neue Ideen bringt.

2) Genüssliche Talentschau: Das Gourmetfestival Hochpustertal
Auch dieses Jahr stellen die besten Köche des Hochpustertals im Grandhotel Toblach wieder ihr kulinarisches Können unter Beweis. Am 10. Oktober 2015 bietet das Gourmetfestival Hochpustertal seinen Besuchern nicht nur die einmalige Gelegenheit, die Kreationen der geballten Hochpustertaler Kochkompetenz zu verkosten – es ist auch eine wichtige Plattform für ambitionierte Nachwuchsköche, die hier ihr Geschick am Herd zeigen und neue Gastronomiekonzepte für die Region vorstellen. Der Verein Culinaria Tirolensis, gegründet von den vier Köchen Chris Oberhammer, André Cis, Josef Mühlmann und Markus Holzer, ist offen für aktive Mitglieder, Förderer und Mitentwickler von frischen Ideen für die Küche. Gleichzeitig will man Produkte aus der Region ins Rampenlicht rücken und zum bewussteren Genießen auffordern. Weitere Informationen unter www.culinaria-tirolensis.com/2015/07/10/gourmetfestival-hochpustertal-2015/

3) Pasta „on the Rocks“ bei Markus Holzer: Die urige Jora-Hütte am Haunold
Oberhalb von Innichen, an den saftig-grünen oder auch glitzernd weißen Hängen des Haunold, zelebriert Markus Holzer vor eindrucksvoller Kulisse seine ganz eigene Version der traditionellen Südtiroler Küche. Urig, warmherzig und familiär geht es in der Jora-Hütte zu und wer hier einkehrt, darf sich auf das Beste aus zwei kulinarischen Welten freuen. Holzer arbeitet ausschließlich mit Produkten von heimischen Bauern und zwackt sich bei seinen Kreationen je nach Geschmack ein Stück von der alpinen und eine Portion von der mediterranen Küche ab. Südtirolerischer geht es kaum und weil Geheimnisse zum Verraten da sind, gibt er auch Kochkurse und hat 2014 sein erstes Kochbuch herausgegeben: „Pasta on the Rocks“ – eine Hommage an Südtirol, gewürzt mit Anekdoten und liebevollen Spötteleien über seinen Werdegang und das Kochhandwerk.

4) Eine Muh, eine Mäh, keine Tätärätätä: Entschleunigung & Käsewunder auf dem Lechnerhof
Im Pragsertal auf 1.200 Metern Höhe verarbeiten die passionierten Landwirte und Gastgeber des Lechnerhofs die Milch ihrer Ziegen und Kühe zu einem außergewöhnlichen Rohmilchkäse. Die liebevoll affinierten Spezialitäten sind bei internationalen Käseverkostungen mehrfach ausgezeichnet worden und werden ganzjährig im Hofladen zum Verkauf angeboten – eine Bereicherung für jede Jause und das optimale Mitbringsel für Käsefreunde daheim. Viel Raum für Entspannung finden gestresste Städter und Ruhesuchende derweil in den heimeligen Ferienwohnungen des Lechnerhofs. In natürlicher, unberührter Umgebung und unvergleichlich ruhiger Lage sind die Batterien schnell wieder aufgeladen, denn auf dem gesamten Hof wird sehr viel Wert auf Entschleunigung und den Bezug zu natürlichen Produkten gelegt.

5) Sterneküche mit Bodenhaftung: Das Restaurant Tilia in Toblach
Auch die Haute Cuisine zeigt sich im Südtiroler Hochpustertal heimatverbunden. So serviert Sternekoch Chris Oberhammer in seinem Gourmetrestaurant Tilia in Toblach Gerichte, bei denen das Produkt und dessen Qualität im absoluten Mittelpunkt steht. Seine Zutaten bezieht er von einer kleinen Zahl handverlesener Bauern aus der Umgebung und er legt großen Wert darauf, möglichst alle Teile vom Tier zu verwenden. Sein Können hat sich Oberhammer in mehreren namhaften Restaurants, vor allem in Frankreich, zugelegt. Neben einer kleinen Karte und einer überschaubaren Gästezahl gehört im Tilia das persönliche Gespräch und individuelle Weinberatung zum Erfolgskonzept – ein absolutes Muss für genussaffine Südtirol-Reisende.

6) Design, Cucina Italiana und Après Ski im alten Bunker: Der neue PUNKA in Vierschach
Wo einst ein alter Bunker stand, erfreut heute eine moderne Mischung aus Restaurant, Laden, Bar und Après-Ski-Treff die Besucher. Direkt am Einstieg ins Skigebiet hat sich der PUNKA zur szenigen Drehscheibe für Hochpustertals Wintersportler gemausert. Die neue Talstation überrascht nicht nur mit ihrem luftig-klaren Design, sondern auch mit ihrem erfrischenden Gastronomiekonzept: Statt Currywurst und Co. erwartet hungrige Skifahrer hier eine herzerwärmende, aromenreiche und frische Küche von Chefkoch Giovanni. Der gebürtige Italiener brilliert nicht nur mit einer perfekten Holzofenpizza, sondern auch mit einem ganz besonderen Faible für frische Fischgerichte – eine ungewöhnliche kulinarische Erfahrung am Berg und eine erfrischend leichte Abwechslung zur traditionell eher deftigen Hüttenkost.

7) Gutes aus der Region: Das Hochpustertaler „Quality Partner“-Siegel
Feinschmecker, die Wert auf lokale Qualität legen, können seit Kurzem bei der Wahl von Unterkunft und Restaurants auf das neue „Quality Partner“-Siegel der Sennerei Drei Zinnen und der Käserei Sexten zurückgreifen. Es zeichnet die Betriebe aus, die ausschließlich Milchprodukte aus regionaler Produktion verwenden – ein Ansatz, der nicht nur die Bergbauern unterstützt, sondern auch der Umwelt und nicht zuletzt dem Geschmack zugutekommt. Die derzeitigen Mitglieder und weitere Informationen zur Kooperation gibt es unter www.hochpustertal.info/de/hochpustertal/shopping-genuss/genuss.html.

8) Süße Sammlerinnen: Ein Besuch beim Imker und seinen Honigbienen
Jedes Dorf im Hochpustertal hat mehrere hundert Bienenstöcke. Die reichhaltige Pflanzenwelt im Tal sorgt für eine enorm hohe Honigqualität. Dass das süße Gold viel mehr kann als nur gut schmecken, wissen die Einheimischen seit Generationen. Ewald Kamelger, Imker in Niederdorf, bietet Urlaubern mit seinem Programm „Besuch beim Imker und seinen Honigbienen“ regelmäßig spannende Einblicke in die Imkerarbeit. Zudem weiß er viel Wissenswertes zum Leben der Bienen, ihrer enormen Bedeutung für unser Ökosystem und der gesundheitsfördernden Wirkung von Honig, Propolis und Co. zu berichten. Wer den köstlichen Honig des Hochpustertals mit nach Hause nehmen mö
chte, bekommt ihn hier gleich frisch vom Erzeuger.

9) Von der Kuh zum Käse: Die Schaukäserei Drei Zinnen
Wie war das nochmal mit Lab und Milchsäure? In der Schaukäserei Drei Zinnen in Toblach werden alle Fragen rund um die Herstellung des vielseitigen Geschmackswunders beantwortet. Am Anfang der Führung erwartet die Besucher eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Milchverarbeitung. Die Galerie der modernen Sennerei gibt im Anschluss den Blick auf den gesamten Produktionsablauf und die Arbeit der routinierten Käsemeister frei. Auch die Herstellung von Frischmilch, Sahne, Butter und Joghurt wird anschaulich erklärt. Zu guter Letzt eröffnet sich im Reifekeller die komplexe Welt der Lagerung und Reifung der fertigen Laibe. Die hauseigenen Qualitätsprodukte der Sennerei Drei Zinnen können im Anschluss verkostet werden und stehen als leckeres Mitbringsel im Hofladen zum Verkauf bereit.

10) Süßes zum Schluss: Das Tiramisu – ein Hochpustertaler Original?
Der Name der süßesten aller Dessert-Verlockungen soll einer Legende nach seinen Ursprung im Hochpustertal haben. So bekam die in Innichen geborene Gastronomin Alba Campeol die typisch italienische „Zabaglione“, eine Creme aus Mascarpone, Eigelb und Zucker, gereicht, als sie sich einmal schwach fühlte. Ihre Schwiegermutter reichte ihr dazu Kaffee und Löffelbiskuit und sagte, das würde sie wieder auf die Beine bringen. Basierend auf diesen Zutaten kreierte Alba Campeol im Restaurant „Le Beccherie“ in Treviso das heutige Grundrezept und nannte es in Anlehnung an die Worte der Schwiegermutter „Tira-mi-sù“ – wörtlich übersetzt „Richte mich auf!“. Wer den Klassiker in seinen Urlaubsspeiseplan einbauen möchte, bekommt ihn auch heute noch in vielen Hochpustertaler Restaurants serviert.

www.hochpustertal.info

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