Walter Leidenfrost, Wien

Ausgezeichnete Wirtshaustradition: Trophée Gourmet A la Carte an Weinhaus Arlt

Seit 1898 befindet sich in der Kainzgasse 17 in Wien Dornbach ein Gastronomiebetrieb, seit 1927 unter dem Namen Weinhaus Arlt. Im Oktober 2008 übernahm Thomas Zalud den Traditionsbetrieb. Durch laufende Adaptierungen machte er das Weinhaus in den letzten Jahren zu einem der Top Wirtshäuser der Bundeshauptstadt. Ganz entscheidend dazu beigetragen hat Küchenchef Walter Leidenfrost. Das bestätigt die A La Carte Fachjury, die dem Traditionsbetrieb mit betont frischem Wind gerade die „Trophée Gourmet A la Carte 2016“ in der Kategorie Österreichische Küche verlieh.

Seit 1989 verleihen A la Carte und Römerquelle den wohl begehrtesten Gourmetpreis des Landes: die „Trophée Gourmet A la Carte“. In den Kategorien Kreative Küche, Österreichische Küche, Gourmandisen, Winzer und Gastro-Konzept werden je drei Betriebe nominiert. Die einzelnen Gewinner werden anschließend durch eine Fachjury ermittelt und für ihre außergewöhnlichen Leistungen in der Gastronomie bzw. im Weinbau gewürdigt. In der Kategorie Österreichische Küche konnte heuer das Weinhaus Arlt in Wien Dornbach überzeugen. „Schon bei meiner Übernahme hatte ich das Ziel, dem Lokal frischen Wind einzuhauchen und die Wiener Wirtshauskultur zu neuem Leben zu erwecken. Mit der Trophée Gourmet A la Carte geht für mich ein Traum in Erfüllung. Mein Dank gilt meinem Küchenchef, Walter Leidenfrost, der Nominierung wie Sieg überhaupt erst möglich gemacht hat. Zudem natürlich unseren Gästen und der Jury“, so Hausherr Thomas Zalud erfreut über die Auszeichnung.

Küchenchef mit prominentem Hintergrund
Seit Jänner 2015 steht mit Walter Leidenfrost ein Küchenchef mit exzellenter Erfahrung und prominenten Stationen hinter dem Herd. Nach der HTLW Bergheidengasse folgten erste Stationen beim Meinl am Graben und Hans Schmid´s Pfarrwirt in Wien Döbling. Als Koch sammelte er neben vielen klingenden Adressen auch im – mit zwei Hauben prämierten – Motto am Fluss und dem Steira Wirt in Trautmannsdorf Erfahrung. Im Weinhaus Arlt legt er sein Augenmerk ganz bewusst auf die Veredelung der modernen Wiener Küche. Neben Klassikern wie den hausgemachten Krautfleckerln oder dem Rindsgulasch, das Leidenfrost bevorzugt mit Schnittlauch-Topfennockerln serviert, werden mit Vorliebe auch Innereien zubereitet. Parallel kreiert Leidenfrost laufend innovative und kreative Gerichte: „Aktuell servieren wir etwa Schokolade mit Rübe und Kren. Die Idee dahinter ist, die erdige Rübe mit der herben Schokolade zu kombinieren und – weil Sommer ist – mit der Schärfe des Krens aufzulockern. Der Kren ist dabei entscheidend, sodass der Gast durch die Erdigkeit der anderen Zutaten nicht überfordert wird“, beschreibt Leidenfrost seine aktuelle Kreation.

Das Weinhaus Arlt befindet sich seit bald einhundert Jahren an derselben Adresse, der Kainzgasse 17 in der Hernalser Vorstadt. Auf 55 Sitzplätzen vereinen Betreiber Thomas Zalud und Küchenchef Walter Leidenfrost längst vergessene Wiener Gerichte mit einer 700 Positionen umfassenden Weinkarte und der dazugehörigen Gemütlichkeit. Das Ergebnis ist ein behutsam modernisiertes urtypisches Wiener Wirtshaus, dessen uriger Charme ganz bewusst bewahrt wurde. Der Wirt, Thomas Zalud, steht täglich im Geschäft und begrüßt seine Gäste im Weinhaus Arlt mit Wiener Schmäh und jeder Menge Weinlegenden aus seinem behutsam zusammengetragenen und allumfassenden Keller.

www.weinhausarlt.at

Kärntner Köche laden zum Schmankerl-Festival

Nach dem großen Erfolg im Jahr 2015 laden Kärntens kreativste Köche erneut zum 6-tägigen KüchenKult auf insgesamt 11 Kulinarikbühnen. Neben den bekannten Schauplätzen Faaker See und Villach geht es heuer erstmals auch an den Ossiacher See und nach Arriach, dem Mittelpunkt Kärntens. Und die Besetzung verspricht auch diesmal eine Woche voller außergewöhnlicher Genüsse, die die Vielfalt des Alpen-Adria-Raums auch kulinarisch erlebbar machen.

Die Genusskünstler 2016 :

Stefan Lastin – Frierss Feines Haus, Villach

Hermann Andritsch – Gourmetrestaurant Lagana, Villach

Gerhard Satran – Stiftsschmiede, Ossiach

Stephan Gerstner – Wirt in Judendorf, Villach

Hannes Tschmernjak – Der Tschebull, Egg am Faaker See und Nobilvini wein.lounge & enoteca, Villach

Tici Kaspar und Michael Ceron – Zitrusgarten, Faak am See

Michaela Neumayr und Jürgen Perlinger – „Das Kleine Restaurant“ im Warmbaderhof, Villach

Claudia und Bernhard Trügler – Gasthof Alte Point, Arriach

Michaela Widnig-Tiefenbacher – Naturel Hoteldorf Schönleitn, Oberaichwald

Familie Melcher – Hotel Karnerhof, Egg am Faaker See

03. Mai, 18.30 Uhr – Frierss Feines Haus

FEINER FRÜHLINGSAUFTAKT. Gleich zum Start weiß Stefan Lastin mit hochklassiger Bodenständigkeit zu überzeugen. Auf die Teller kommt Frühling in seiner feinsten Form. Dabei vertraut Chefkoch Lastin naturgemäß auf die hochwertigen Produkte aus dem Hause Frierss.

04. Mai, 12.00 Uhr – Gourmetrestaurant Lagana

VEGANER HAUBENGENUSS. Eine Premiere beim KüchenKult: Zwei-Hauben-Koch Hermann Andritsch zaubert vier vegane Gänge auf die Teller und verspricht eine Überraschung fürs Dessert. Als Basis dienen die saisonalen Spezialitäten eines Gailtaler Gemüsebauern und von Gemüse Robitsch.

04. Mai, 19.00 Uhr – Stiftsschmiede

KARNTEN FISCHKÜCHE DES SÜDENS. Gerhard Satran wird von regionalen Fischern und Produzenten täglich mit den besten und frischesten Rohprodukten beliefert. Die Planung des mehrgängigen Menüs entsteht daher erst kurz nach Bestellung der verfügbaren Ware. Lassen Sie sich überraschen!

05. Mai, 12.00 Uhr – Wirt in Judendorf

DIE KÄRNTNER KULTURNUDEL B(T)RAUT SICH WAS. Erstmals beim KüchenKult dabei, wartet der Wirt in Judendorf gleich mit einem besonders vielfältigen Programm auf: Kärntner Nudel trifft Branzino, dazu gibt es Spargel aus dem Lavanttal, Schafsfrischkäse, Taleggio … ergänzt durch eine harmonische Bierbegleitung mit Spezialitäten der Villacher Brauerei und der Schleppe Brauerei.

05. Mai, 18.30 Uhr – Der Tschebull

Alpe Adria Spargelfestspiele. Der KüchenKult-Klassiker! Beim Tschebull wird einmal mehr allerfeinster Spargel geboten. Außerdem in der Menüfolge: gemischtes Gesottenes sowie Bollito Misto. Degustationen mit Topwinzern und Destillateuren runden das stimmige Programm ab.

06. Mai, 12.30 Uhr – Zitrusgarten Faak am See

TICI KOCHT IM ZITRUSGARTEN. So nah ist niemand am Produkt! Tici Kaspar verarbeitet vor Ort die Bio-Zitrusfrüchte von Michael Ceron und kombiniert sie mit frischen, regionalen Schmankerln. Der gläserne Zitrusgarten mit verschiedenen Kochstationen sorgt für ein himmlisches Rundum-Wohlgefühl.

06. Mai, 19.00 Uhr – „Das kleine Restaurant“ im Warmbaderhof

KULTIGE SCHWEINEREI  VOM  LAMM & SCHAFSKÄSE – geschmort, gekrönt, geräuchert. Im stilvollen Ambiente „des Kleinen Restaurants“ im Warmbaderhof Villach wird Schwein geschmort, Lamm gekrönt und Schafkäse geräuchert. Küchenchef Jürgen Perlinger und Pâtissière Michaela Neumayr versprechen kultverdächtige Geschmackserlebnisse!

07. Mai, 11.00 Uhr – Nobilvini wein.lounge & enoteca

ALPE-ADRIA-MATINÉE & CHAMPAGNER. Die Champagner Matinée feiert ihre prickelnde Premiere beim KüchenKult! Mit raren Jahrgangschampagnern sowie Prestige-Cuvées von Perrier-Jouët & Mumm – und der fachkundigen Begleitung durch Hannes Tschemernjak (Tschebull) und Gert Weihsmann Pernod Ricard).

07. Mai, 12.00 Uhr – Gasthof Alte Point

WILDES ARRIACH. Ebenfalls zum ersten Mal dabei: Der Gasthof Alte Point im Luftkurort Arriach. Claudia und Bernhard Trügler setzen bei ihrem Debut auf allerfeinste Regionalität. Das Wild stammt von der Jagdgemeinschaft Dreihofen-Wöllan, die Destillate vom Schnapsbrenner “LaGraSch” aus dem Millstätter Raum.

07. Mai, 18.00 Uhr – Naturel Hoteldorf Schönleitn

SCHÖNLEITNER WIRTSHAUSKULT. Nach einem Aperitif am Dorfplatz und Schmankerln aus dem Freiluft-Backofen verwöhnt das Naturel-Team im Dorfwirt mit Saiblingsfilet, Lavanttaler Spargel, Räucherforelle und mehr. Partner des Abends sind die Fischzucht Feld am See, das Weingut la Viarte sowie Käsesommelier Reinhard Winter.

08. Mai, 12.00 Uhr – Hotel Karnerhof

BRUNCHEREI IN TÜRKIS. Einmal mehr das perfekte Finale des KüchenKults: Bei traumhafter Aussicht auf den türkisblauen Faaker See verwöhnt Familie Melcher  vom Hotel Karnerhof beim Sonntagsbrunch am Muttertag mit Köstlichkeiten aus der vielfach prämierten Küche.

KüchenKult & KurzUrlaub. Für den doppelten Genuss in einer der schönsten Regionen des Alpen-Adria-Raums haben die KüchenKult-Partnerhotels spezielle Angebote geschnürt. Buchungsmöglichkeiten (auch inklusive Flug) und weitere Details gibt es unter www.kuechenkult.at  

Und auch für die weiteren KüchenKult-Feste des Jahres ist schon alles angerichtet: Am 2. Juli verwöhnen die besten Köche der Region bei der „langen Tafel“ – einem kulinarischen Brückenschlag über die Villacher Draubrücke – und von 3. bis 9. Oktober kann man im Rahmen des Herbstfestivals die schönsten Seiten der Wander- sowie der Genussregion Villach – Faaker See – Ossiacher See erkunden.

www.region-villach.at

Familie Essl, Landgasthaus Winzerstüberl

Die 18. Ausgabe der Veranstaltung „Ein Fest für die Wirte“ der Niederösterreichischen Wirtshauskultur versprach im Vorfeld einiges, und hielt alles. Im Mittelpunkt standen erwartungsgemäß die heimischen Wirtinnen und Wirte, die einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kochkultur in Niederösterreich leisten. Gebührend gefeiert und ausgezeichnet wurden eben diese am Montagabend, den 25. Jänner 2016 vor rund 500 Festgästen aus dem Tourismus-, Wirtschafts-, Medien- und Kulinarik-Bereich in der ehemaligen Reitschule von Schloss Grafenegg. Gleich 52 der rund 230 Mitgliedsbetriebe der Wirtshauskultur können sich über den Titel „Top-Wirt 2016“ freuen. An Spannung kaum zu überbieten war das „Grand Finale“, wo die Besten der Besten in den Kategorien „EinsteigerIn des Jahres“, „AufsteigerIn des Jahres“ und „Top-WirtIn des Jahres“ von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Tourismuslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav prämiert wurden.

„Eine gewichtige Auszeichnung, die den hohen Qualitätsanspruch unserer Wirtinnen und Wirte eindrucksvoll hervorhebt. Unsere heimischen Wirtshauskulturbetriebe prägen unsere kulinarische Landkarte maßgeblich mit. Sie sind eine impulsgebende Drehscheibe und tragen dazu bei, dass wir auch über die Grenzen hinaus als das ‚Land für Genießer‘ wahrgenommen werden“, sagt Pröll.

„Die Jury hatte kein leichtes Unterfangen, bei so viel gebotener Qualität der verschiedenen Wirtshauskulturbetriebe die Allerbesten zu küren. Den Ausgezeichneten in diesem Jahr sei herzlich gratuliert, sie zählen zu den Vorzeigebetrieben Niederösterreichs und machen unser Land kulinarisch so unverwechselbar“, sagt Tourismuslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav.

Top-Jury testet kompetent und anonym
Um diese mit ungemeiner Strahlkraft versehene Auszeichnung zu erhalten, bedarf es neben dem hohen Qualitätsanspruch in der Küche einer Vielzahl an zu erfüllenden Kriterien der Wirtshauskulturbetriebe. Ein fachkundiges Tester-Team hat die kulinarischen Aushängeschilder Niederösterreichs besucht und bewertet, selbstverständlich anonym und unbemerkt. Getestet wurden u.a. das Ambiente, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, regionale und saisonale Speisen und Getränke. Auf die liebevollen Details wurde besonders geachtet: Denn selbstproduzierte Säfte und eingelegtes Gemüse, attraktiv zusammengestellte Speisekarten, hausgebackenes Brot und ein Mehr an Gastfreundschaft können da schon einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Für die handverlesene Jury wahrlich keine leichte Aufgabe, daraus die oder den SiegerIn zu küren.

Die PreisträgerInnen des Jahres 2016:
„Top-Wirt des Jahres 2016“ und wichtiger kulinarischer Repräsentant für Niederösterreich: Familie Essl vom Landgasthaus Winzerstüberl aus Rührsdorf 17 in 3602 Ros-satz. Tel.: +43 2714/6384 / www.winzerstueberl.at

In der Kategorie „Einsteiger des Jahres 2016“ sicherten sich Katharina und Georg Stocker, vom Stockerwirt, Rohrberg 36, aus 2392 Sulz im Wienerwald den Titel.
Tel.: +43 2238/82590 / www.stockerwirt.com

Zum „Aufsteiger des Jahres 2016“ wurde Markus Bsteh vom Gasthaus mit Gästehaus Bsteh aus 2064 Wulzeshofen im Weinviertel gewählt.
Tel.: +43 2527/203 / www.bsteh.at

Als Jurymitglied und Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung war Prof. Christoph Madl, MAS, anwesend, der nicht nur den PreisträgerInnen gratulierte, sondern auch den besonderen Rahmen der Veranstaltung hervorhob: „Das Fest für die Wirte bietet den WirtInnen eine festliche aber entspannte Atmosphäre, um ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und voneinander zu profitieren. Für uns ist diese Veranstaltung eines der schönsten Feste des Jahres. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für Ihr Engagement“, so Madl.

Kulinarische Höchstgenüsse
Einmal mehr zeigten sich die Mitglieder der Niederösterreichischen Wirtshauskultur als große Familie und bewiesen noch größeren Zusammenhalt. Die Vorjahressieger und Nominierten zeichneten an diesem Abend an gleich drei Kochstationen für eine kulinarische Sinnesreise verantwortlich. Tatkräftig unterstützt wurden sie von den GOLD Zauberlehrlingen der Wirtshauskultur.
In diesen Genuss kamen eine Vielzahl an prominenten Galagästen wie Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft WKNÖ, Mario Pulker, Werner Auer, Luzia Nistler, Gerhard Zadrobilek, Stefanie Schwaiger, Toni Pfeffer, Michael Hatz und Eva Vaskovich-Fidelsberger.

Tolle Unterstützung kam von den Partnern: Die Waldviertler Privatbrauereien Zwettler und Schremser servierten verschiedene Biersorten, feine Weine von Lenz Moser und Morandell. Frischen Kaffee von Julius Meinl und La Cimbali gab es in der Lounge. Die KASTNER Gruppe, ein langjähriger und verlässlicher Partner der Niederösterreichischen Wirtshauskultur, stellte die Zutaten für die von den Wirtinnen und Wirten zubereiteten Gerichte zur Verfügung, Römerquelle und Almdudler die Softgetränke. Geplaudert wurde traditionell bis weit nach Mitternacht am Würstelbuffet, für die stimmungsvolle Note sorgte die Band „The Unterlagsreben“.

Allgemeine Informationen zur Niederösterreichischen Wirtshauskultur unter: www.wirtshauskultur.at

Falstaff Österreich 2015

Österreich hat gewählt: Heinz Reitbauer vom Steirereck im Stadtpark, Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher und Andreas Döllerer vom Restaurant Döllerer in Salzburg sind die großen Sieger des einzigen demokratischen Restaurantguides in Österreich. Attila Dogudan wird als „bester internationaler Botschafter“ ausgezeichnet. Adi Werner wird für sein Lebenswerk geehrt.

Österreich kann stolz sein auf das kulinarische Niveau der heimischen Koch-Elite. Was die 17.000 Mitglieder des Falstaff Gourmetclubs längst wissen, findet langsam auch international Anerkennung. Es ist daher auch kein Stillstand, sondern eine Bestätigung der großartigen Leistungen, wenn sich die Namen der besten Köche Österreichs im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert haben.

Neuer Rekord: Heuer sind erstmals knapp 1.650 Restaurants im Guide vertreten. Die größte Gourmetcommunity Österreichs hat die Restaurants getestet, über 240.000 Bewertungen abgegeben und damit über die Top-Gastronomen und die besten Restaurants im Land entschieden. Im neuen Falstaff Restaurantguide 2015 finden sich die Ergebnisse kompakt zusammengefasst und illustriert. Neben den bisherigen Würdigungen für den Gastronom, den Neueinsteiger und den Sommelier des Jahres werden erstmals auch der innovativste Gastronom, der beste Gastro-Unternehmer, der beste internationale Botschafter, die beste Weinkarte und das beste Beisl Österreichs gekürt.

„Dank unserer 17.000 Gourmetclubmitglieder können wir den umfassendsten und objektivsten Überblick über die heimische Gastronomieszene bieten. Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Gastronomen schon einmal besser waren, leben die besten Betriebe vor, wie es krisensicher funktionieren kann. Auch der Falstaff-Verlag leistet seinen Beitrag zur Unterstützung der Gastronomie und holt verdiente Akteure vor den Vorhang,“ so Falstaff- Herausgeber Wolfgang Rosam.

Alle Preisträger im Kurzportrait:
DIE ÖSTERREICH-SIEGER: LANDHAUS BACHER, STEIRERECK IM STADTPARK UND DÖLLERER
Die Österreich-Sieger von 2014 Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher, Heinz Reitbauer vom Steirereck im Stadtpark und Andreas Döllerer vom Restaurant Döllerer in Salzburg, konnten ihre Plätze erfolgreich verteidigen.

DIE BUNDESLAND-SIEGER: NEU AUF DEM SIEGERPODIUM VERDI UND SAAG
Ein neuerlicher Bundesland–Sieg gelang den ambitionierten Gastronomen in sieben Bundesländern: das Steirereck in Wien, das Landhaus Bacher in Niederösterreich, das Taubenkobel im Burgenland, der Steira Wirt in der Steiermark, das Döllerer in Salzburg, die Paznaunerstube Trofana Royal und die Griggeler Stuba brillieren auch 2015 als beliebteste Restaurants ihres Bundeslandes. Mit im Rennen sind 2015 das Gourmet-Restaurant Verdi in Oberösterreich und das See Restaurant Saag in Kärnten, das heuer zum ersten Mal auf dem Siegerpodium steht.

Wien: Steirereck (99 Punkte)
Niederösterreich: Landhaus Bacher (99 Punkte)
Burgenland: Taubenkobel (96 Punkte)
Oberösterreich: Verdi (96 Punkte)
Steiermark: Steira Wirt (95 Punkte)
Kärnten: Seerestaurant Saag (96 Punkte)
Salzburg: Döllerer (99 Punkte)
Tirol: Paznauner Stube Trofana Royal (98 Punkte)
Vorarlberg: Griggeler Stuba (97 Punkte)

ANDREAS SENN IST NEUEINSTEIGER DES JAHRES
Nach seinen großen Erfolgen im Gourmet-Restaurant „Heimatliebe“ im A-Rosa-Hotel in Kitzbühel hat sich das große Talent selbständig gemacht. Die Location in der Hotel- & Design-Werkstatt im ehemaligen Gusswerk kennt er von seinem Pop-Up-Projekt ebenso wie den Großteil seiner Küchenbrigade, die ihm gefolgt ist.

FRANZ GROSSAUER IST GASTRONOM DES JAHRES
Mit seinen El Gaucho-Restaurants gelingt es Franz Grossauer zum Gastronomen des Jahres zu werden. Nur der Name und das Fleisch stammen aus Argentinien, das Konzept ist ein US- amerikanisches: ein Steakhaus mit allem Drum und Dran, Appetizers, Side dishes, dem Besten aus dem Meer, Weinen und Cocktails. Das ist offenbar gefragt, denn neben Baden, Wien und Graz gibt es das El Gaucho nun auch in München.

ANDREAS ROTTENSTEINER IST SOMMELIER DES JAHRES
Ein exzellenter Sommelier und wandelndes Weinlexikon: Andreas Rottensteiner hält dem Landhaus Bacher seit unglaublichen 33 Jahren die Treue. Rottensteiner ist ein geschätzter Gesprächspartner berühmter Connaisseure wie Hardy Rodenstock, der das Landhaus Bacher schon oft für seine Degustationen ausgewählt hat. Mit seiner Expertise überzeugte er die Jury.

DIE ANNERKENNUNG FÜR DAS LEBENSWERK GEHT AN ADI WERNER
Der Falstaff Restaurantguide 2015 ehrt das Lebenswerk von Adolf Werner. Er ist ein Meister im Umgang mit Hoch- und Genusskultur. Der Tiroler mit Wiener Wurzeln ist Hotelier mit Leib und Seele. Mit dem Neubau des Hospiz Hotels in St. Christoph, begann in den 1960er-Jahren eine neue Ära am Arlberg: Luxus hielt Einzug in die bis dato eher karge Sportdomäne. Mit seinem Weinkeller und seiner Leidenschaft für die Sammlung großer Bordeauxweine – in seinem Keller lagern mehr als 3000 Bordeaux-Großflaschen, eine der weltgrößten Sammlungen dieser Formate – ist er in der Weinwelt zu einer Legende geworden.
Die Sieger in den neuen Kategorien sind:

BESTER INTERNATIONALER BOTSCHAFTER IST ATTILA DOGUDAN
Mit zehn Jahren in Wien angekommen, entwickelte sich das Leben des Sprosses einer Gastronomenfamilie zu einer Story wie aus dem Bilderbuch. Heute ist Dogudan als Chef des in 20 Ländern tätigen Do&Co Konzerns einer der erfolgreichsten Unternehmer Österreichs. Der Catering- Betrieb versorgt weltweit 60 Airlines und stellt das Event-Catering für Großveranstaltungen wie dem Formel-1-Rennen, der Champions League oder der Vierschanzentournee.

BESTER GASTRO-UNTERNEHMER IST CHRISTIAN HALPER
Der Quereinsteiger beschäftigt sich intensiv damit, wie man leben soll. Mithilfe der Astrologie einerseits und mit Genussprojekten andererseits: einem Biovitalhotel mit Biogärtnerei in Kärnten und dem vegetarischen Luxusrestaurant Tian in der Wiener City sowie dem Tian Bistro und dem neuen Tian in München.

INNOVATIVSTER GASTRONOM IST STEFAN BRANDTNER
Der umtriebige Wirt des Paradoxon gilt als erfolgreichster Protagonist der Pop-up-Kultur in Österreich. Die temporären Lokale waren stets gefeiert und erfolgreich. Es wird auch innerhalb einer Lokalphase alles dauernd verändert – die Einrichtung, die Atmosphäre, die Karte, bis hin zu den Gesprächen. Brandtner will stets Horizonte erweitern, getreu seinem Magritte’schen Lieblingssatz „Dieses Restaurant ist kein Restaurant!“.

DIE BESTE WEINKARTE GIBT ES IM FUX IN LECH
»Restaurant + Bar + Kultur« verspricht dieses Ausgehlokal in Lech, das ausnahmsweise selbst kein Hotel ist. Die Weinkarte umfasst 3200 Positionen und nahezu täglich werden es mehr. Darunter unglaubliche Jahrgangstiefen – allein von Le Montrachet stehen an die 40 Positionen auf der Karte – und Raritäten, die bis in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurückgehen. Die treibende Kraft dahinter ist der Patron selbst, Peter Strolz.

RUDI’S BEISL IST DAS BESTE BEISL ÖSTERREICHS
Das Wiener Lokal überzeugt seit Jahren mit unverminderter Qualität. Immer noch mit dem falschen Apostroph. Immer noch in einer »an Seeuferhütten erinnernden Kombination von blau-grün gestrichenem Holz und weißen Küchenstühlen«, wie Wolfram Siebeck einst bemerkte. Heute kocht hier Christian Wanek die geniale Hausmannskost.

DER FALSTAFF RESTAURANTGUIDE 2015 + APP
Seit heute, 20. März, ist der Falstaff Restaurantguide im Buch- und Zeitschriftenhandel, in allen Trafiken, bei Wein & Co sowie an Tankstellen zum Preis von € 9,90 erhältlich. Alle Bewertungen sind dann auch in der neuen Falstaff Restaurant-App verfügbar, mit Beschreibung, Bildern und Kontaktdaten. Praktische Funktionen wie die eine detaillierte Suche, Restaurants in der Nähe, Favoritenlisten machen die App (kostenlos erhältlich für iOS und Android) zum praktischen Genuss-Begleiter für die Hosentasche.

Rechtstipps für den Restaurantbesuch

Schlechtes Essen, mieser Service, lange Wartezeiten – wie verhalte ich mich, wenn Ärger mit dem Gastwirt droht? Andreas Föhr, Partneranwalt von ROLAND Rechtsschutz aus der Bonner Anwaltskanzlei Dr. Franken, Grillo, Steinweg, gibt Tipps für einen stressfreien Restaurantbesuch.

Ihr kommt hier nicht rein: wenn der Restaurantbesuch endet, bevor er begonnen hat
Ob es die Weihnachtsfeier mit den Kollegen oder das Geburtstagsessen mit der Familie trifft: Wenn man mit versammelter Gesellschaft im Restaurant steht und der reservierte Tisch schon belegt ist, dann ist der Ärger groß. „Habe ich eine feste Tischreservierung abgegeben und das Restaurant kann diese Reservierung nicht umsetzen, habe ich einen Anspruch auf Schadenersatz. Ich muss aber auch einen tatsächlichen Schaden erlitten haben“, erklärt Rechtsanwalt Andreas Föhr. Dies können beispielsweise unnütze Anfahrtskosten sein oder bei festen Veranstaltungen wie einer Geburtstagsfeier die höheren Kosten, die in einem anderen Restaurant anfallen. Umgekehrt kann übrigens auch der Gastwirt Schadenersatz fordern, wenn der Gast kurzfristig von der Reservierung zurücktritt: „Der Wirt muss in diesem Fall nachweisen, dass er den reservierten Tisch einem anderen Gast hätte geben können, dies aber auf Grund der bestehenden Reservierung nicht gemacht hat. Je kurzfristiger die Stornierung, desto eher hat der Gastwirt also die Möglichkeit, Schadenersatzansprüche zu erheben.“

Ein Essen zum Vergessen: wenn die Qualität nicht stimmt
Die Kartoffeln sind nur lauwarm, die Suppe versalzen oder das Steak komplett durch. Schlecht gekochtes Essen bringt viele Restaurantbesucher gleich zum Kochen. Einfach aufstehen und gehen ist hier jedoch nicht die beste Lösung, denn der Gastwirt muss zumindest eine zweite Chance bekommen, wie Rechtsanwalt Andreas Föhr erklärt: „Zunächst muss man dem Gastwirt die Möglichkeit geben, das Gericht nachzubessern. Wenn dieser das Gericht nicht verbessern will oder es einfach nicht gelingt – zum Beispiel weil die Suppe beim zweiten Anlauf immer noch viel zu salzig ist – kann der Gast das Essen stehen lassen und die Bezahlung verweigern oder die Speise verzehren und den Preis mindern.“ Wichtig hierbei ist, dass es sich tatsächlich um einen Mangel handelt, der objektiv benannt werden kann. „Wenn das Essen dem Gast einfach nicht schmeckt, ist das kein Grund für einen Preisnachlass.“

Wartest du noch oder isst du schon? Wenn das Essen einfach nicht kommt
Der Magen knurrt, das Essen ist schon lange geordert – doch die prall gefüllten Teller gehen alle an die Nachbartische: Darf man trotz aufgegebener Bestellung nach einer bestimmten Wartezeit nun einfach aufstehen und gehen? Diese Frage ist laut Rechtsanwalt Andreas Föhr nicht pauschal zu beantworten: „Es kommt darauf an, wo ich mich befinde. Je gehobener die Klasse des Restaurants, desto länger muss ich warten. Im Schnellimbiss sollten 20 bis 25 Minuten ausreichen, bei einem 5-Gänge-Menu im 4-Sterne-Restaurant ist eine Wartezeit von einer Stunde noch nicht zu lange.“ Berücksichtigt werden müsse dabei natürlich auch, ob man alleine am einem Tisch sitze oder zu mehreren Personen. „Lediglich bei Getränken lässt sich eine Frist von 20 Minuten als allgemein ausreichend ansehen. Danach kann man aufstehen und das Restaurant verlassen. Voraussetzung ist aber immer, dass man mehrfach erinnert hat.“

Ohne Moos nix los: wenn der Wirt nur Bargeld akzeptiert
Das Essen hat geschmeckt, die Rechnung stimmt. Ein fast perfekter Restaurant-Besuch – würde der Kellner auch die EC-Karten-Zahlung akzeptieren! „Bietet ein Restaurant die Möglichkeit an, mit Karte zu zahlen, dann ist dies genau das – nämlich ein Angebot“, erklärt Rechtsanwalt Föhr. „Ein Restaurant ist weder zu diesem Angebot verpflichtet noch ist es verpflichtet, mich darauf hinzuweisen, dass eben keine Kartenzahlung möglich ist. Bei den auf einer Speisekarte angegebenen Preisen handelt es sich ohne weitere Hinweise immer um bar zu entrichtende Preise.“

Wiedersehen macht keine Freude: wenn das Essen nicht in Ordnung war
Vielleicht lag es am Tatar, das nicht mehr ganz frisch war oder doch am ungekühlten Mayo-Dressing? Wer nach dem Restaurantbesuch mit Magen-Darm-Beschwerden flachliegt, hat schnell die Gaststätte unter Verdacht. „Behauptet ein Gast, sich eine Lebensmittelvergiftung durch verdorbene Speisen zugezogen zu haben, kann dies dann zu einem Schmerzensgeldanspruch führen. Er muss allerdings klar beweisen, dass der Gastwirt verantwortlich ist für die Lebensmittelvergiftung. Dazu reicht es nicht, dass kurz nach der Einnahme von Speisen in einem Restaurant ein Arzt eine Lebensmittelinfektion festgestellt hat.“

Wirtshausführer Österreich 2015

104 neue Lokalentdeckungen, 300 beste
Wirtshaus-Weine, 500 x gluten- und laktosefreie Küche, 24 neue
„Wirtshäuser mit Herz“, erstmals mit Adria-Badeorten und einer großen
Österreich-Karte. Mit diesen Neuerungen stellte sich der
Wirtshausführer Österreich 2015 mit seinen 1.200 Wirtshäusern und 300
besten Winzern am Mittwoch, 3. September im Rahmen einer fulminanten
Gala beim „Kirchenwirt seit 1326“ im Salzburger Leogang vor.
Gleichzeitig wurden die begehrten Trophäen „Wirt des Jahres 2015“ und
„Winzer des Jahres 2015“ und „Weinwirte  2015“ verliehen. Über 100
Gäste aus Wirtschaft, Sport, Politik, Tourismus und Gastronomie
feierten mit.

Einer der auffälligsten kulinarischen Wirtshaustrends ist die
Rückbesinnung auf archaische Zubereitungsformen. „Nachdem Fleisch,
Fisch und Gemüse oft geradezu gargestreichelt wurden, geht es jetzt
mit Griller und Smoker wieder richtig herzhaft zur Sache“, so die
Herausgeber Renate Wagner-Wittula, Elisabeth und Klaus Egle zum neuen
„Feuer und Flamme-Trend“ in den Wirtshausküchen.

Die Österreich-Sieger:
Wirt des Jahres 2015: Kirchenwirt seit 1326
Für frischen Wind in alten Mauern sorgen Barbara Kottke und Hans Jörg
Unterrainer – ein Gasthof zum Wohlfühlen und Genießen.
Winzer des Jahres 2015: Anton Bauer
Der Feuersbrunner erreicht durch kompromissloses Qualitätsstreben mit
seinen Weiß- und Rotweinen höchstes Niveau.
Weinmensch des Jahres 2015: Gerd Hoffmann
Der Gründer der Weinmesse VIEVINUM ist ein leidenschaftlicher
Weinliebhaber, der immer den Menschen hinter dem Wein sieht.
Produzent des Jahres 2015: Bio-Lutz
Seit dem Jahr 1978 arbeitet die Firma Bio-Lutz nach biologischen
Grundsätzen  zusammen mit 150 Bio-Partnerhöfen.

Die Bundesland Sieger-Weinwirte:
Wien: Schreiners Gastwirtschaft
Niederösterreich: Mitter
Burgenland: Csencsits
Oberösterreich: Pöstlingberg-Schlössl
Salzburg: Aichhorn
Tirol: Großvenediger
Vorarlberg: Post
Steiermark: Eckstein
Kärnten: Die Forelle

Der Wirtshausführer Österreich 2015 ist im Buchhandel zum Preis von
Euro 24,90 erhältlich.

6 Spitzenköche gemeinsam am Herd im Hotel Steiner (Obertauern)

Gemeinsam mit 6 Spitzen-Köchen der renommierten Vereinigung Jeunes Restaurateurs d’Europe lädt Familie Steiner zum genussvollen Länderspiel Österreich/Deutschland nach Obertauern.

Kulinarische Leckerbissen österreichischer sowie deutscher Gourmetköche werden am 20. Juli ab 18.30 Uhr im Hotel Steiner in Obertauern serviert. Klingende Namen wie Richard Rauch (Steira Wirt), Andreas Krainer (Restaurant Krainer), Martin Pirker (Zum Tischlerwirt), Michael Philipp (Restaurant Philipp), Anton Schmaus (Storstad) und Alexander Huber (Huberwirt) geben sich in Obertauern auf 1.752 Metern ein kulinarisches Stelldichein. Die außergewöhnlichen Kreationen werden von hochkarätigen Weinen der Winzer Dr. von Bassermann Jordan aus Deutschland und Paul Achs aus Österreich sowie edlen Destillaten der Brennerei Reisetbauer begleitet.

Reservierung unter:
Hotel Steiner, Römerstraße 45, 5562 Obertauern, Tel.: 06456/7306,
E-Mail: info@hotel-steiner.at, www.hotel-steiner.at

Gourmetländerspiel inkl. Getränke-Begleitung: € 139,00 pro Person
Gourmetländerspiel inkl. Getränke-Begleitung und Übernachtung: € 210,00 pro Person

Zumutbare Vorkommnisse beim Restaurantbesuch

Über acht Millionen Deutsche geben an, häufig Essen zu gehen. Sogar über 48 Millionen gehen mindestens ab und zu ins Restaurant. Was sie sich davon versprechen? Meist gute Speisen in netter Gesellschaft – einfach eine schöne Zeit! Doch was ist, wenn das Essen gar verdorben ist, oder der Kellner Rotwein über die Hose des Gastes schüttet? ARAG Experten geben Auskunft, welche Rechte ein Gast im Restaurant besitzt.

Ungenießbares nicht bezahlen

Wer tatsächlich ungenießbares Essen erhält, muss natürlich nichts dafür bezahlen. Allerdings muss dieser Zustand nachweisbar und die Reklamation nicht auf das persönliche Geschmacksempfinden des Restaurantbesuchers zurückzuführen sein. Ein pauschales Meckern, es habe nicht geschmeckt, reicht nicht aus (LG Düsseldorf 22 S 136/92). Demnach können objektiv versalzene, rohe oder angebrannte Speisen ohne Wenn und Aber zurückgegeben werden – und zwar möglichst rasch. Wer erst isst und sich dann beschwert, kann den Preis nicht mehr mindern (LG Freiburg, Az. 3 S 85/71). Im Beschwerdefall muss der Gast dem Wirt die Möglichkeit zum Nachbessern einräumen. Dabei kann er ihm auch eine angemessene Frist von beispielsweise 15 Minuten setzen. Geht auch der zweite Versuch daneben, kann der Gast ohne zu zahlen von seiner Bestellung Abstand nehmen. Gar nicht zumutbar sind übrigens Fremdkörper wie Schnecken oder Käfer im Essen – in einem solchen Fall muss der Gastwirt auch keine Nachbesserungschance erhalten. Für vorher verzehrte Speisen oder Getränke muss er dennoch löhnen.

Verdorbenes = Schadenersatz?
Sollte ein Gast etwas offensichtlich Verdorbenes serviert bekommen, ist die Sache einfach: nicht essen, sondern zurückgehen lassen. Hat er berechtigten Zweifel an der Güte der dargereichten Lebensmittel kann er im äußersten Fall auch das Ordnungsamt einschalten und bitten, das Restaurant zu überprüfen. Doch das Problem an verdorbenen Lebensmitteln ist, dass man sie eben häufig nicht erkennt und dann nach dem Verzehr erkrankt. In einem solchen Fall kann man Schadenersatz und Schmerzensgeld geltend machen, allerdings muss nachgewiesen werden, dass die Erkrankung nachweislich vom Verzehr des dargebotenen Essens stammt. Dies funktioniert am besten, wenn mehrere Personen, die das gleiche zu sich genommen haben erkranken – beispielsweise nach einer größeren Feier. Ansonsten ist der Nachweis schwer zu erbringen, da Magen-Darm-Beschwerden viele Ursachen haben können.

Verletzungen beim Verzehr
Immer wieder kommt es vor, dass sich Fremdkörper im Essen befinden und sich der Gast durch beherztes Zubeißen seine Zähne beschädigt. Geschieht derartiges ist derjenige im Vorteil, der den Gegenstand des Übels noch vorweisen kann – zwecks Beweismittelsicherung. Ohne einen Beweis nämlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich beispielsweise im Fleisch ein Stein oder ähnliches verbarg, der Schuld am Verlust des ausgebissenen Zahnes war (BGH, Az.: VIII ZR 283/05). Bei einem eindeutigen Nachweis ist laut ARAG Experten Schadenersatz fällig. Doch Achtung bei Wildgerichten: mit einem Schrotkorn im Fleisch kann hier durchaus gerechnet werden. Daher musste ein Gastwirt auch nur für drei Viertel der Zahnbehandlungskosten eines Gastes aufkommen, das letzte Viertel blieb diesem selbst überlassen (AG Waldkirch, Az.: 1 C 397/99).

Kellnerfehler
Landet Rotwein oder ähnliches auf der Garderobe eines Restaurantbesuchers haften eigentlich Kellner und Wirt gemeinsam. In den meisten Fällen jedoch hat der Gastwirt eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die einen solchen Schaden übernimmt. Dazu muss der Gast lediglich die Rechnung der Reinigung einreichen, das ist meist unproblematisch.
Problematisch wird es wieder bei dem Einhalten gewisser Zeiten. Wie lang Wartezeiten auf das Essen wirklich sein dürfen, ist nirgends fest geregelt, wissen die ARAG Experten. Allerdings lässt sich auf ein paar Erfahrungswerte zurückgreifen. Während zwanzig Minuten Wartezeit im Imbiss lang sind, ist in einem gehobenen Restaurant unter Umständen auch eine Stunde Wartezeit zumutbar. Beim Mittagessen unter Zeitdruck gilt wiederum eine andere Toleranzgrenze als abends. In zwei vorliegenden Fällen durften die Betroffenen nach eineinhalb bzw. zwei Stunden ihren Rechnungsbetrag um 20 bzw. 30 Prozent mindern (AG Hamburg, Az. 20 a 275/73, LG Karlsruhe, Az. 1 S 196/92). Auf die Rechnung dagegen muss nicht so lang gewartet werden: Nach 15 Minuten und mehrfacher Aufforderung darf man das Restaurant verlassen. Doch sollte man seine Personalien hinterlassen, damit der Wirt die Rechnung per Post zustellen kann. Ansonsten droht der Vorwurf der Zechprellerei.

Gault Millau 2013

Die Einsteiger, Aufsteiger und Absteiger im neuen Guide 2013

Zu den 4-Hauben-Restaurants des Landes zählen ab jetzt nur mehr drei: Obauer, Taubenkobel und Steirereck am Stadtpark. Johanna Maier in Filzmoos verliert einen Punkt und die vierte Haube. Im Vorwort schreiben Karl und Martina Hohenlohe von der „schwierigsten Entscheidung in diesem Jahr“. Das Hubertus in Filzmoos zählt jetzt zu den neun mit 18 Punkten ausgezeichneten Restaurants und damit immer noch zu den besten im Land. Einige 4-Hauben-Hoffnungen bei den 3-Hauben-Köchen haben sich heuer nicht erfüllt. Aufsteiger sind unter anderem Silvio Nickol in Wien und Christoph Zangerl sowie das Mesnerhaus in Mauterndorf, Heimatliebe in Kitzbühel, der Steirawirt in Trautmannsdorf und Tom am Kochen in Leutschach. Zu den abgewerteten Betrieben zählen Rauter und Tristachersee in Osttirol, das m32 und Bruno Nuovo in der Stadt Salzburg, Plachutta Wollzeile in Wien, das Galzig in St.Anton am Arlberg und der Wirt am Berg in Wels.

3 Hauben und 18 von 20 Pukten gehen an …
Im Einzelnen: 18/20 Punkte gibt es für Thomas Dorfer (Landhaus Bacher, Mautern), Andreas Döllerer (Döllerer, Golling), Alexander Fankhauser (Alexander, Fügenberg), Gerhard Fuchs (Kreuzwirt, Leutschach), Johanna Maier (Hubertus, Filzmoos), Silvio Nickol (Silvio Nickol, Wien), Thorsten Probost (Griggela Stuba, Lech am Arlberg), Simon Taxacher (Rosengarten, Kirchberg in Tirol) und Christoph Zangerl (Interalpen Tirol, Telfs).

Neu unter den 3-Hauben-Restaurants …
In der 17/20-Region hat sich einiges getan: Das Mesnerhaus in Mautern, der Steirawirt in Trautmannsorf, T.O.M. am Kochen in Leutschach und die Heimatliebe in Kitzbühel gehören neu zum Club der 3-Haubenköche.

16/20 erhielten das Triad in Bad Schönau, das Amarantis in Wien, die Sazianistuben in Straden, Essig`s in Linz, La Torre in St.Veit an der Glan, das Weinhaus Nigl in Senftenberg und das Albona Nova in Zürs am Arlberg.

Neu mit 15/20 sind das Seehotel Das Traunsee in Traunkirchen, das Aiola City in Graz, das Linsberg in Erlach an der Pitten, die Hospizalm in St.Christoph, Iris Porsche in Mondsee und Meinl am Graben in Wien

Nicht ganz so gut lief es für …
Um zwei Punkte abgestuft wurden Galzig in St.Aton am Arlberg (jetzt 14), Bruno Nuovo in Salzburg (jetzt 13), Rauter in Matrei (jetzt 13), Rössl Gourmetstüberl in Windischgarsten (jetzt 13) und das Tristachersee in Lienz (jetzt 13).

Eineinhalb Punkte verloren M32 in Salzburg (12,5), Reiners Wirtshau in St.Johann im Pongau (12,5), Was Guat`s vom Berg in Tannheim (12,5), der Wirt am Berg in Wels (12,5) und Zur Linde in Laaben bei Neulengbach (12,5).

Gault Millau Österreich 2013 –
Der Reiseführer für Genießer
Herausgeber: Karl Hohenlohe
ISBN : 978-3-86244-206-5 (Portofrei Bestellink)
Einband : kartoniert
Preisinfo : 33,00 Eur[D]
Seiten/Umfang : 900 S.
Erscheinungsdatum : 1. Aufl. 2013

Reklamieren im Restaurant

Versalzenes Essen, ewiges Warten auf die Rechnung: Wer in einem Lokal Essen und Getränke bestellt, schließt einen Vertrag und wie bei anderen Verträgen hat man bei Mängeln auch Rechte. Univ.-Doz. Dr. Martin Kind hat gemeinsam mit dem Testmagazin KONSUMENT einen Überblick zu Rechten und Pflichten des Gastes im Restaurant zusammengestellt.

Dieser kann ab dem 27.9. im Oktober-KONSUMENT und ab sofort in einer Langfassung auf www.konsument.at nachgelesen werden.
Muss man kaltes, versalzenes oder anderweitig mangelhaftes Essen akzeptieren?

Kein Gast muss kaltes, versalzenes, angebranntes oder offensichtlich mangelhaftes Essen akzeptieren. Vorausgesetzt er reklamiert „angemessen“. Das heißt, nicht erst beim Zahlen, sondern möglichst rasch nach den ersten Bissen oder dem ersten Schluck. Wer zunächst isst (und damit annimmt) und erst später rügt, verwirkt in der Regel auch sein Recht auf Ersatz oder Preisminderung. Pauschales Maulen, es habe nicht geschmeckt, reicht für die Geltendmachung der „Mängelrüge“ nicht aus.

Darf man denn einfach gehen, wenn trotz wiederholter Aufforderung die Rechnung nicht kommt?
Jein. Bevor man aber im Lokal „Wurzeln schlägt“, sollte man laut und deutlich innerhalb von 30 Minuten vom Wirt mindestens dreimal die Rechnung verlangen. Passiert dann noch immer nichts, kann man gehen. Doch Vorsicht! Zahlen muss man trotzdem. Will man sich nicht dem Vorwurf der Zechprellerei aussetzen, muss man daher Name und Anschrift hinterlassen, damit der Wirt die Rechnung zuschicken kann.

Ist im Restaurant Geld für die Toilette zu bezahlen?
Nein. Man kann, muss aber nicht der Aufforderung eines Toilettengeldes nachkommen. Der Wirt hat eine kostenlose Toilette anzubieten. Jenen Personen, die keine Gäste sind, kann der Wirt die Nutzung der Toiletten aber verweigern.

Ist für ein Glas Leitungswasser zu zahlen?
Das hängt davon ab, wo man es bestellt. In manchen Ländern ist es üblich, dem Gast eine Karaffe Wasser zum Essen kostenlos hinzustellen. In Österreich hat man keinen Anspruch auf ein kostenloses Glas Wasser. Der Wirt kann selbst einen Preis bestimmen. In der Praxis wird das Wasser aber meist nicht auf die Rechnung gesetzt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es ab dem 27.9. im Oktober-KONSUMENT und ab sofort in einer Langfassung auf www.konsument.at.