Feinschmecker Wein Guide

„Viel Licht und ein paar Schatten“. Dieses Fazit zieht die FEINSCHMECKER-Redaktion in ihrem Guide „Die besten Winzer & Weine“ für den Jahrgang 2012, der dem aktuellen Januar-Heft beiliegt (für 9,95 Euro ab sofort am Kiosk). Die FEINSCHMECKER-Jury hat in wochenlangen Proben die Weine von mehr als 1000 deutschen Weingütern und Winzergenossenschaften verkostet und bewertet. Dabei fiel den Juroren eine Reihe von vorzüglichen Weißweinen aus dem Jahrgang 2012 auf – und es gab auch exzellente Rotweine der Vorjahre 2011 und 2010 zu probieren. Entsprechend positiv waren die Bewertungen für zahlreiche Weingüter, etliche konnten sogar erstmals unter die besten Betriebe ihres Anbaugebiets aufsteigen. Rund 900 Weingüter und Genossenschaften führt der FEINSCHMECKER-Guide mit Adresse und Bewertung auf, die Besten der Besten werden zudem mit Kurzporträt und Weintipps vorgestellt.

Zu den Aufsteigern gehören in diesem Jahr das Weingut Meyer-Näkel von der Ahr, das sich um einen halben FEINSCHMECKER-Punkt (von 4,5 auf 5 F) verbessern konnte. Zur Spitzengruppe des FEINSCHMECKER-Rankings (ab 4 F) gehören nun auch die Betriebe Friedrich Becker (Pfalz), Dr. Bürklin-Wolf (Pfalz), Sekthaus Raumland (Rheinhessen) und Ziereisen (Baden). Die zweitbeste Bewertung (4,5 F) erzielte neu das Weingut Jean Stodden an der Ahr.

Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT

In der vergangenen Woche überreichte die Fachzeitschrift WEIN-WIRTSCHAFT im Kelterhaus des Deidesheimer Hofes in Deidesheim die Urkunden und Preise an die besten Winzergenossenschaften aus Deutschland, Italien und Frankreich des alljährlichen „Leistungswettbewerbs für Winzer und Weingärtnergenossenschaften“. Insgesamt 79 Genossenschaften aus Deutschland, 28 Kooperativen aus Frankreich und 28 Betriebe aus Italien nahmen mit ihren Weinen am Leistungstest teil.

Der Wettbewerb wurde vor mehr als zehn Jahren von der Redaktion ins Leben gerufen, um die Leistungsfähigkeit und das Qualitätsniveau deutscher Winzergenossenschaften unter die Lupe zu nehmen. Bewertet wird dabei jeweils das Kernsortiment. Dazu müssen sechs Proben im Verkauf befindlicher Jahrgänge zur Verkostung eingereicht werden: je ein QbA-Wein trocken rot und weiß, zwei Premiumweine trocken, ein Prädikats- oder Premiumwein halbtrocken oder lieblich sowie ein Rosé, Weißherbst oder Blanc de noirs trocken oder halbtrocken.

Seit dem vergangenen Jahr sind auch die führenden italienischen und französischen Winzergenossenschaften aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Hier werden Weine in den folgenden Kategorien verkostet: je ein trockener Weiß-, Rot- und Roséwein mit einem Importpreis ab Kellerei von 3 bis 5 Euro, ein trockener Wein mit einem Importpreis ab Kellerei von 5 bis 8 Euro, ein trockener Wein aus dem Top-Segment sowie eine regionaltypische Weinspezialität.

Die Ergebnisse aus allen drei Wettbewerbsländern demonstrierten ein herausragendes Qualitätsniveau vieler Genossenschaften und sind sichtbarer Beweis, dass in den Betrieben kontinuierlich daran gearbeitet wird.

Die Preisträger im Einzelnen:

Deutschland
Platz 1: Winzergenossenschaft Lauffen (Baden)
Platz 2: Weinmanufaktur Untertürkheim (Württemberg)
Platz 3: DIVINO Nordheim (Franken)

Beste Winzergenossenschaft Baden: Winzergenossenschaft Lauffen
Beste Winzergenossenschaft Württemberg: Weinmanufaktur Untertürkheim
Beste Winzergenossenschaft Pfalz: Niederkirchner Weinmacher
Beste Winzergenossenschaft Franken: DIVINO Nordheim
Top-Gebietswinzergenossenschaft: Moselland eG

Italien
Platz 1: Kellerei Tramin (Südtirol)
Platz 2: Kellerei Andrian (Südtirol)
Platz 3: Cantina Tollo (Abruzzen)

Frankreich
Platz 1: Abbe Rous (Roussillon)
Platz 2: Mont Tauch (Languedoc)
Platz 3: Caves le Vins de Roquebrun (Languedoc)

DLG auf der ProWein 2010

DLG auf der ProWein 2010: Qualitätsauftritt deutscher Spitzenwinzer

Prämierte Weingüter und Winzergenossenschaften präsentieren sich unter dem Dach der DLG – Messestand: Halle 4, Stand D40

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wird auf der ProWein 2010 dem internationalen Fachpublikum wieder eine Auswahl deutscher Spitzenwinzer aus den verschiedenen Anbauregionen präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weingüter und Winzergenossenschaften aus der DLG-TOP 100 der besten Weinerzeuger, die jedes Jahr im Rahmen der DLG-Bundesweinprämierung ermittelt werden. Die internationale Fachmesse für Wein und Spirituosen findet vom 21. bis 23. März 2010 in Düsseldorf statt. Der DLG-Messestand befindet sich in Halle 4 Stand D40.

Als Trendbarometer bietet die DLG-Bundesweinprämierung mit einer jährlichen Verkostung und unabhängigen Bewertung von rund 5.000 Weinen und Sekten aller Anbaugebiete einen umfassenden Einblick in aktuelle Geschmackstrends und das Qualitätsniveau deutscher Winzer. Im führenden Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte werden jährlich die besten Weine, Sekte und Winzer des Jahres prämiert. Eine Auswahl der Preisträger zeigt auch in diesem Jahr am DLG-Stand ihr fachliches Können. Die meisten von ihnen zählen zu den DLG-TOP 100-Betrieben, die durch jahrelange konstant hohe Qualitätsleistungen einen Spitzenplatz in der Liste Deutschlands bester Weinerzeuger erzielen konnten.

Jungwinzer des Jahres präsentieren sich

Mit dem jährlich stattfindenden Wettbewerb „DLG-Jungwinzer des Jahres“ fördert die DLG gezielt den deutschen Winzernachwuchs und vor allem nachhaltige Qualitätsarbeit als wichtigen Erfolgsfaktor. Die aktuellen Preisträger Franziska Schätzle (Weingut Gregor & Thomas Schätzle aus Vogtsburg-Schelingen, Baden), Peter Klein (Weingut Gerhard Klein aus Hainfeld, Pfalz) und Timo Dienhart (Weingut zur Römerkelter aus Maring-Noviand, Mosel) zeigen gemeinsam in diesem Jahr auf dem DLG-Stand ihr Können.

DLG auf der ProWein 2010

DLG auf der ProWein 2010: Qualitätsauftritt deutscher Spitzenwinzer

Prämierte Weingüter und Winzergenossenschaften präsentieren sich unter dem Dach der DLG – Messestand: Halle 4, Stand D40

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wird auf der ProWein 2010 dem internationalen Fachpublikum wieder eine Auswahl deutscher Spitzenwinzer aus den verschiedenen Anbauregionen präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weingüter und Winzergenossenschaften aus der DLG-TOP 100 der besten Weinerzeuger, die jedes Jahr im Rahmen der DLG-Bundesweinprämierung ermittelt werden. Die internationale Fachmesse für Wein und Spirituosen findet vom 21. bis 23. März 2010 in Düsseldorf statt. Der DLG-Messestand befindet sich in Halle 4 Stand D40.

Als Trendbarometer bietet die DLG-Bundesweinprämierung mit einer jährlichen Verkostung und unabhängigen Bewertung von rund 5.000 Weinen und Sekten aller Anbaugebiete einen umfassenden Einblick in aktuelle Geschmackstrends und das Qualitätsniveau deutscher Winzer. Im führenden Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte werden jährlich die besten Weine, Sekte und Winzer des Jahres prämiert. Eine Auswahl der Preisträger zeigt auch in diesem Jahr am DLG-Stand ihr fachliches Können. Die meisten von ihnen zählen zu den DLG-TOP 100-Betrieben, die durch jahrelange konstant hohe Qualitätsleistungen einen Spitzenplatz in der Liste Deutschlands bester Weinerzeuger erzielen konnten.

Jungwinzer des Jahres präsentieren sich

Mit dem jährlich stattfindenden Wettbewerb „DLG-Jungwinzer des Jahres“ fördert die DLG gezielt den deutschen Winzernachwuchs und vor allem nachhaltige Qualitätsarbeit als wichtigen Erfolgsfaktor. Die aktuellen Preisträger Franziska Schätzle (Weingut Gregor & Thomas Schätzle aus Vogtsburg-Schelingen, Baden), Peter Klein (Weingut Gerhard Klein aus Hainfeld, Pfalz) und Timo Dienhart (Weingut zur Römerkelter aus Maring-Noviand, Mosel) zeigen gemeinsam in diesem Jahr auf dem DLG-Stand ihr Können.

Mitaussteller am DLG-Stand

* Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr (Ahr)
* Weingut Maibachfarm, Bad Neuenahr (Ahr)
* Weingut-Weinhaus Bimmerle, Renchen-Erlach (Baden)
* Weingut Albert Kallfelz, Zell/Mosel (Mosel)
* Weingut Bürgermeister Willi Schweinhardt, Langenlonsheim (Nahe)
* Vereinigte Weingüter Krebs-Grode, Eimsheim (Rheinhessen)
* Weingut Eugen Wehrheim, Nierstein (Rheinhessen)
* Weingut Louis Guntrum, Nierstein (Rheinhessen)
* Weingut Drautz-Hengerer, Heilbronn (Württemberg)

www.prowein.de

Sommerweine sind beliebt

Absatzplus durch Sommerweine

Schlanke und fruchtbetonte Weine treffen den Geschmack von immer mehr Weinfreunden. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Weininstituts (DWI) unter Weingütern und Winzergenossenschaften nach Abschluss des Sommerweingeschäfts.

Danach stellten 60 % der Betriebe ein verstärktes Kundeninteresse an sogenannten Sommerweinen mit moderatem Alkoholgehaltfest fest, Absatzsteigerungen verzeichneten 49 % der Unternehmen. Auch für den Export räumen gut zwei Drittel der Weinerzeuger für diese Weine gute bis sehr gute Chancen ein.

Als beliebteste Sommerwein-Rebsorte wird der Rivaner bzw. Müller-Thurgau gesehen. Für den Genuss an warmen Tagen ebenfalls sehr beliebt sind Rosé- und Weißweincuvées sowie schlanke Rieslingweine. Geschmacklich bewegen sie sich überwiegend im harmonisch trockenen bis halbtrockenen Bereich, mit moderaten Alkoholgehalten von zehn bis zwölf Volumenprozent.

Diese Umfrageergebnisse gab das DWI gestern im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs mit der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) in Mainz bekannt. „Die Herstellung von Weinen mit einer großen geschmacklichen Fülle bei gleichzeitig relativ geringen Alkoholgehalten ist eine Stärke der deutschen Weinerzeuger. Dies scheinen die Verbraucher zunehmend zu erkennen und schätzen zu lernen“, erläuterte DWI-Pressesprecher Ernst Büscher.

Das Deutsche Weininstitut hat im Rahmen der diesjährigen DLG-Bundesweinprämierung erstmals Sonderpreise für herausragende Sommerweine verliehen, die im Juni an der Riesling-Strandbar in Köln überreicht wurden. Zum Sieger der Kategorie „Bester Sommerwein 2009“ kürte das DWI den 2008er Müller-Thurgau Kabinett „Mundart“ des Weinguts Georg Geiger & Söhne aus Thüngersheim in Franken. Mit dem Weingut Baldauf aus Ramsthal belegte ein weiterer Erzeuger aus Franken den zweiten Rang mit einem 2008er Silvaner Kabinett trocken. Auf Platz drei kam ein 2008er Riesling Kabinett halbtrocken aus der Lage Burrweilerer Altenforst des Pfälzer Weinguts Otmar Graf aus Weyher.

Mehr Informationen:
www.deutscheweine.de/Alles-ueber-Wein/Wein-Kulinarisches/Weinempfehlungen/

Die Weinlese

Wenn der Altweibersommer Fäden zieht, wenn der goldene Herbst lacht, und die Stimmung im Dorf steigt, dann kommt die Zeit der Weinlese. Eimer und Bottiche werden gesäubert, die Scheren geschliffen, Traktor und Anhänger bereit gemacht. Doch einfach nur Trauben schneiden und mit den Füßen keltern ist schon lange vorbei. Vieles muss der Winzer beachten, um beste Weine zu erzielen. Schließlich wachsen die Qualitäten im Weinberg, nicht im Keller. Aus einem saurem Most kann kein Kellermeister eine Spätlese zaubern. Natürlich muss er alle Weichen richtig stellen, aber reifer machen kann er den Most nicht.

Schon im Sommer fängt es an. Zu hoher Ertrag ist auszudünnen. Denn der Weinstock besitzt nur eine begrenzte Kraft und kann diese auf mehr oder weniger Trauben verteilen. Überschüssige Trauben werden entfernt, heute auch viele halbiert. „Bei unseren Selectionsweinen gehen wir bis auf 60 kg / Ar zurück“, erklärt Florian Zeller, Kellermeister der Winzergenossenschaft Wolfenweiler im badischen Markgräflerland.

Nichts ist gefürchteter als länger anhaltender warmer Regen ab Mitte August, wenn die Beeren schon reif und weich werden. Dann droht Fäulnis. Dagegen hilft Laub entfernen rund um die Trauben. Der verbleibende, weitaus größere Teil des Laubs
reicht noch lange, um Zucker zu bilden. Denn die „Zuckerfabriken“ sind die Blätter, die Trauben die Speicher.
Qualitätsmanager Frank Männle (rechts) der badischen Winzergenossenschaften Oberkirch und Waldulm hat die alleinige Aufgabe, die Winzer zu beraten.

Qualitätsmanager Frank Männle (rechts) der badischen Winzergenossenschaften Oberkirch und Waldulm hat die alleinige Aufgabe, die Winzer zu beraten.

„Früher hieß es bei den Winzern, was der August nicht kocht, kann der September nicht braten“, meint Qualitätsmanager Frank Männle, der nur per Handy und Geländewagen unterwegs ist und die Mitglieder der Winzergenossenschaften Oberkirch und Waldulm berät, und fährt fort: „Durch die Klimaerwärmung haben wir schon seit 20 Jahren keinen unreifen Jahrgang mehr bekommen. Auch dieses Jahr wird es gute Tropfen geben. Jedoch fangen die Trauben schon im August an zu reifen, und anhaltend warmer Regen wird dann zum Problem.“ Ideal sind lange Herbste mit trockenem Wetter, sonnigen Tagen und kühlen Nächten. Es darf ruhig windig sein, und auch Morgennebel schaden nicht – im Gegenteil. Gerade dann werden die feinen Aromen gebildet und die Fruchtsäure reift gut aus. Die herbe, unreif schmeckende, Äpfelsäure tritt zu Gunsten der edlen Weinsäure zurück. Inzwischen ist bekannt, dass die feineren Weine im gemäßigten Klima wachsen. Denn bei schierer Hitze schaltet die Rebe auf Sparflamme. Sie bildet wohl Zucker, woraus viel Alkohol kommt, aber weniger Aromen. Die Kellermeister wünschen sich kühles Lesegut, dass sie kühl vergären können. „Das bringt frische Weine“, betont Kellermeister Zeller, „falls nötig kühlen wir das Lesegut mit Trockeneis, vor allem unseren Gutedel, um Weine mit den schönen Citrusaromen zu bekommen.
Kellermeister Daniel Möllinger, Wasenweiler Winzer in Ihringen am Kaiserstuhl, prüft die Öchslegrade

Kellermeister Daniel Möllinger, Wasenweiler Winzer in Ihringen am Kaiserstuhl, prüft die Öchslegrade

Wichtig ist, den richtigen Lesezeitpunkt zu erwischen. Nicht zu früh, die Trauben sollen voll ausreifen und diese Aromen bilden. Es muss aber auch genügend Fruchtsäure verbleiben, denn sie ist es, welche die Weine lebendig macht. Doch immer ist es ein Lotteriespiel mit dem Wetter. Häufig werden Vorlesen gemacht. Man erntet die frühreifen Trauben, bevor sie überreif sind, und liest den Rest später.
Engagierte Winzer machen sogar mehrere Durchgänge, und auch das Sortieren der Trauben in mehrere Eimer ist heute Standard. Bei größeren Weingütern liest nicht nur die Familie, es gibt auch viele Erntehelfer. Beim Lesen kommt Stimmung auf, wie das Erzählen
von Geschichten, das Singen von Liedern und natürlich das kräftige Vespern mit neuem Wein.

Wenn die Winzer alles gut eingebracht haben, und die neuen Weine im Keller blubbern, dann darf man, zumal am Erntedanktag, auch einen dankbaren Blick nach „oben“ werfen, zu dem hin, der wieder einmal ein schönes Jahr und eine gute Ernte beschert hat. Kellermeister Daniel Möllinger bei den Wasenweiler Winzern in Ihringen am Kaiserstuhl freut sich dann noch auf das „Scherehenkerlis“, das viele Winzer feiern, wenn die Scheren wieder aufgehängt werden. Adressen unter www.best-of-baden.de .

Erfolgsgeschichte des deutschen Weines

Winzergenossenschaften weiterhin gut aufgestellt: Erfolgsgeschichte des deutschen Weines

„Genossenschaft kommt von Genießen“. Wie wahr dieser allseits bekannte Spruch ist, belegen die zahlreichen Auszeichnungen, die die deutschen Winzergenossenschaften auf nationalem und internationalem Parkett alljährlich einheimsen. Die Weine der Genossenschaften sind somit ein wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte „deutscher Wein“.

Die Stärke der Gemeinschaft nutzen, gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, war vor 141 Jahren auch das Ziel der Winzergenossenschaft Mayschoß, der ersten nach Genossenschaftsgesetz eingetragenen Genossenschaft in diesem Bereich. Seitdem hat sich das „System Winzergenossenschaft“ bewährt. Mit rund 52.000 Winzern sind die Mitgliederzahlen der 212 Winzergenossenschaften, davon 124 mit eigener Kellerwirtschaft, konstant.

Fusionen, aber auch Kooperationen sind wichtige Instrumente des Strukturwandels innerhalb dieser Genossenschaftsbranche. Somit können Kräfte gebündelt und die Marktstellung der deutschen Winzergenossenschaften gestärkt werden.

Auf der von den Genossenschaftswinzern bewirtschafteten 31.905 ha Rebfläche wurde die Grundlage für rund 3,1 Mio. hl. Wein (inkl. Mosterzeugung) gelegt. Qualität in der gesamten Produktionskette spielt dabei eine große Rolle. Neben einer IFS-Zertifizierung hat eine Vielzahl der deutschen Winzergenossenschaften auch eigene Qualitätsmanagementsysteme entwickelt und wird damit nicht nur der Produktsicherheit, sondern auch dem eigenen Qualitätsanspruch von optimalem Lesegut gerecht.

Die Winzergenossenschaften zeigen sich auf dem Markt mit attraktiven und innovativen Produkten – und werden dafür von den Konsumenten belohnt. Mit einem Weinabsatz von rund 3,08 Mio. hl und einem Umsatz von 775,56 Mio. Euro verbuchten die Winzergenossenschaften auch im Weinwirtschaftsjahr 2007/2008 ein Plus in Menge und Wert.

Details zu den aktuellen Zahlen unter:
www.deutsche-winzergenossenschaften.de

100 erfolgreichsten Weine des Jahres 2007

Winzergenossenschaften schneiden gut ab im Segment der deutschen Weine bei den Top 100 des Jahres 2007

Die deutschen Winzergenossenschaften haben bei der Auszeichnung der 100 erfolgreichsten Weine des Jahres 2007 – die von der Fachzeitschrift Weinwirtschaft durchgeführt wird (Ausgabe 01/2008) – im Segment der deutschen Weine hervorragend abgeschnitten.

Kenner der Szene sind nicht überrascht über den vergleichsweise großen Erfolg in den so wichtigen Kategorien „Preis-Leistung“ und „Deutsche Rot- und Weißweine“. Sowohl in der Sparte der Preis-Leistungs-Hits des Jahres bis 5 Euro als auch von 5 bis 10 Euro stellen die Winzergenossenschaften den einzigen deutschen Vertreter in den Top 5. Dominiert werden die Top 3 bei den deutschen Rot- und Weißwein-Marken im LEH. Hierbei stammen alle drei bzw. zwei von drei Weinen von Winzergenossenschaften. Anzumerken ist jedoch, dass die deutschen Rotweine insgesamt noch Potential im Ranking der Weinwirtschaft zur Steigerung haben.

Bei den Top 5 Deutscher Rotwein stellen die Genossenschaften vier der fünf Gewinner und auch beim Weißwein ist es immerhin noch einer in den Top 5. Abgerundet wird dies durch den einzigen deutschen Vertreter in der Kategorie der Top 5 Rosé-Weine.

Erhoben wurden die Ergebnisse mittels eines Schlüssels, bei dem die Weinwirtschaft auch ihre Fachleser mit in die Urteilsfindung einbezog. Es gab jeweils maximal 20 Punkte für die Bewertungen: Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Absatzerfolg, Leservotum und Image/Marketing/Konzept.

Die fachlichen Auszeichnungen dieser für alle Weinkonsumenten verfügbaren und erschwinglichen Weine sind eine tolle Bestätigung der Qualitätsbemühungen seitens der Winzergenossenschaften.

Reform der EU-Weinmarktordnung

Präsident Nüssel begrüßt den Beschluss

Nach schwierigen Verhandlungen haben die Agrarminister am 19. Dezember eine Reform der EU-Weinmarktordnung verabschiedet. Insbesondere die Saccharoseverwendung, das Absenken der Anreicherungsspannen um 0,5% vol. und das Aufheben des Anpflanzverbotes für Weinreben waren aus deutscher Sicht die entscheidenden Punkte. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt die am 1. August 2009 in Kraft tretende Reform. Sie ist notwendig und längst überfällig.

Die eingeschlagene Richtung hin zu mehr marktorientierten Fördermaßnahmen, finanziert durch einen nationalen Finanzrahmen und eine mögliche Absatzförderung auf Drittlandsmärkten, ist richtig. DRV-Präsident Manfred Nüssel begrüßt ausdrücklich, dass wettbewerbsfähige Betriebe ko-finanzierte Investitions-Beihilfen für eine bessere Infrastruktur, moderne Produktionsanlagen und zur Entwicklung von Produktinnovationen erhalten sollen. Das ist für die Winzergenossenschaften von großer Bedeutung.

Das gleichzeitige Absenken der Beihilfen für Destillationsmaßnahmen ist sinnvoll, da sie bislang nicht überlebensfähige Betriebe künstlich im Markt hielten und den Verbrauchern nie vermittelbar waren. Aus Sicht ausstiegswilliger Betriebe und Winzer ist das Rodungsprogramm von 175. 000 ha Weinreben akzeptabel. Das geplante Ende des Anpflanzverbotes für 2015 bzw. mit nationaler Option auf Verlängerung bis 2018 bleibt allerdings ein Wermutstropfen. Das gilt auch für die Entscheidung, dass die Zulassung neuer önologischer Verfahren zukünftig ausschließlich in die Zuständigkeit der EU-Kommission fällt.

Insgesamt werden mit dem ausgehandelten Kompromiss die geplanten wettbewerbsverzerrenden Pläne der EU-Kommission von den deutschen Winzergenossenschaften weitgehend abgewendet. Die Entwicklung beim hiesigen Qualitätssystem und Bezeichnungsrecht bleibt abzuwarten.

Möglich war dieses Ergebnis durch ein konzertiertes Abstimmen aller Wirtschaftsbeteiligten in Deutschland und Dank der guten Verhandlungsführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums unter Führung von Bundesminister Horst Seehofer auf Brüsseler Ebene.

DLG-Wein-Guide 2008

Ratgeber für deutsche Weine und Sekte – Ausgezeichnet in der DLG-Bundesweinprämierung 2007

Rund 3.550 Weine und Sekte der Spitzenklasse warten darauf
im neuen DLG-Wein-Guide 2008 entdeckt zu werden. Auf über 240 Seiten
verschafft der Weinführer einen Überblick über das Qualitätsniveau
deutscher Weine und Sekte der aktuellen Jahrgänge. Die Wein-Experten
der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) haben dafür im
letzten Jahr mehrere tausend Weine und Sekte aus deutschen
Weingütern und Winzergenossenschaften im Rahmen der
DLG-Bundesweinprämierung getestet.

Der Leser erhält aber nicht nur einen Vorgeschmack auf die besten
Tropfen aus Deutschlands Weingütern und Winzergenossenschaften sowie
die besten Winzer des Jahres. Im Mittelpunkt des DLG-Wein-Guides 2008
stehen auch das charakteristische Flair und die Einzigartigkeit der
Regionen. Mit ihrer Mischung unterschiedlicher geologischer
Formationen, Klimata und Rebsorten können die 13 deutschen
Anbaugebiete eine Abwechslung bieten, die weltweit ihresgleichen
sucht.

Prominente Persönlichkeiten und Wein-Freunde, wie Kardinal
Karl Lehmann, die literarische Kabarettistin Ulrike Neradt, der
Spitzenkoch Hans Stefan Steinheuer oder die Ministerpräsidenten der
Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen, nehmen den Leser mit auf eine
kulinarische Rundreise durch ihre persönlichen Lieblingsregionen.

DLG-Wein-Guide 2008: