Viele Anti-Spam-Programme sind mangelhaft

Kaum ein Internetnutzer ist vor ihnen sicher:
Jeden Tag überschwemmen Millionen Werbe-E-Mails („Spam“) die
elektronischen Postfächer. Hersteller von spezieller Filtersoftware
versprechen Hilfe. Doch viele Programme arbeiten sehr unzuverlässig:
Sie lassen in den Grundeinstellungen massenhaft Werbe-E-Mails in das
Postfach durch. Das berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer
aktuellen Ausgabe (15/2006, jetzt im Handel).

COMPUTERBILD überprüfte sieben Werbefilter-Programme. Zusätzlich
nahmen die Tester die Spam-Filter von zwölf teils kostenlosen, teils
kostenpflichtigen E-Mail-Diensten im Internet unter die Lupe. Jedes
Programm und jeder Internetfilter mußte aus 2450 Test-Nachrichten
unerwünschte Werbung und Betrüger-E-Mails („Phishing“) aussortieren.
Insgesamt wurden für den Test knapp 50 000 Nachrichten verschickt.

Besonders die Programme zeigten beim Filtern von unerwünschter
Werbepost große Mängel. Von sieben Werbefiltern versagten fünf
komplett: Note „mangelhaft“. Sie sortierten entweder zu wenige
Spam-Mails aus, oder beim Sortieren gingen zu viele erwünschte
Nachrichten etwa von Freunden und Kollegen verloren. Die beste
Software schaffte die Note „ausreichend“.

Deutlich besser schnitten die Werbefilter der E-Mail-Postfächer im
Internet von AOL, T-Online, Web.de & Co. ab. Sieben der zwölf Dienste
schafften eine „gute“ Note bei der Filterleistung. Vier
E-Mail-Dienste wurden wegen schlechter Filterleistung auf die Note
„mangelhaft“ abgewertet.

Wer sein E-Mail-Postfach möglichst werbefrei halten will, sollte
gleich auf ein E-Mail-Postfach mit gutem Spam-Filter setzen. Dann
kann man sich den Einsatz spezieller Filterprogramme auf dem eigenen
Computer sparen.